Put on your hiking boots - 558km zu Fuß durch den kunterbunten Südwesten im Herbst 2021

  • Einfach nur magisch. Ich liebe solche Orte und finde es daher wahnsinnig schade, dass ihr dort wegen der Kälte nicht übernachten konntet.


    Das stimmt, ist aber nicht so schlimm. Ein bisschen bleiben wir ja noch.


    Tobi ist ein :egg::weg:


    Im Ernst: sehr schade, dass Ihr nicht dort geblieben seid. Die bisherigen Bilder sind jedoch schon super!


    Schon, oder? :P


    Naja, bis zur Milchstraße bleiben wir ja noch.


    Super Bilder, vor allem die Sonnensterne! <3

    Camping und ihr, das wird wohl nix. :zuck:


    Danke :)


    Das stimmt... Ich bin ja eh schon kein Fan von Camping.


    schade, das ihr nicht geblieben seid.

    Ich war auch schon ein paar Mal dort wo es kalt war in der Nacht und Frost am Morgen. Hatte auch nur einen duennen Schlafsack dabei. Es war aber okay und hatte dann halt dicke Jacke und extra Hose ueber Nacht angezogen


    Wieder schoene Bilder, Racetrack ist irgendwie schon ein cooler Ort


    So dick mit Klamotten eingepackt könnte ich ja nicht schlafen... Ich bin schon froh das ich einen Schlafsack habe, der ohne Klamotten wärmer hält als mit :D Egal, ich hasse Zelten sowieso und mach es nur, wenn es nicht anders geht :D


    Tolle Bilder, die Farben sind richtig schön :love:


    Danke :)

  • Hach Racetrack, wunderbar!


    Jetzt bin ich platt, dass Ihr doch nicht dort übernachten werdet. Bin gespannt, wie das jetzt weitergeht.


    Allerdings :)


    Naja, gibt schlimmeres, das wichtigste sehen wir ja noch!


    Tolle Ecke, da waren wir noch nie.


    Lohnt sich :)


    Schöne Fotos vom Racetrack! :daumen1:

    Es ist ein Phänomen, wie die Spuren zustande kommen.


    So ein Phänomen ja mittlerweile auch nicht mehr, inzwischen weiß man ja wie das passiert. Trotzdem eine unglaublich faszinierende Laune der Natur. Dankeschön :)


    Racetrack ist einfach magisch :love:


    Ach herrje, wie mag eure Nacht wohl aussehen, es bleibt spannend :cap:


    Das ist er!!


    Das wird wirklich wieder typisch für uns... :D


    Schöne Bilder vom Racetrack :clap1: Schade, dass es mit der Übernachtung auf dem Zeltplatz nicht geklappt hat, mit ein wenig kuscheln :knu2: hätte der Tobi die Nacht schon überstanden.


    Danke sehr :)

  • Wir waren noch nie dort und ich frage mich gerade, ob ich das bedauern muß....

    Abgesehen vom Phänomen der "wandernen Steine" kann ich nicht so in Begeisterung verfallen. Klar würde mich diese Spuren interessieren, aber ob ich bereit bin dafür einen etwas teurern Mietwagen zu buchen :zuck: Und schon gar nicht würde ich 2 oder 3x dahin fahren.....

    Landschaftlich finde ich andere Ecken schöner....


    Huch, du bist durchgerutscht und dein Zitat wurde bei mir nicht gespeichert.. Dann eben einzeln.


    Ja, das habe ich nicht anders erwartet :) Ich würde auch noch ein 4. und 5. mal hinfahren, ich liebe es dort. Alleine die Einsamkeit, herrlich!

  • Tag 24 (09.10.2021) - Death Valley National Park: Eine gruselige Stunde mit Milchstraße am Racetrack Teil 1





    Langsam aber sicher haben wir genug Zeit totgeschlagen und die Milchstraße ist mittlerweile nicht nur aufgegangen, sondern auch mit bloßem Auge sehr gut am Himmel zu erkennen... Finally! Etwas anderes hätte ich beim dritten Versuch jetzt auch wirklich nicht akzeptiert. Es ist inzwischen schon sehr kalt geworden, ich ziehe mir also noch einen Fleece Pullover über meinen Hoodie und die Alpaka Handschuhe kommen auch mit auf die Playa. Jetzt muss nur noch das Objektiv gewechselt und das Stativ unter den Arm geklemmt werden, dann kann es endlich losgehen.

    Bevor wir losgehen schalte ich noch meine Stirnlampe an und dann sehen wir etwas, das uns kurz einen Schauer über den Rücken jagt: Reifenspuren. Ja, genau die, die laut meinem vorherigen Berichtsteil nicht mehr da sind. Die sind nicht nur absolut tief und deutlich, sondern auch noch DIREKT am Parkplatz, wie konnten wir die vorhin nicht sehen?! Ich gebe mich mit der selbst zusammengereimten Erklärung zufrieden, dass man die im seitlichen Licht der Taschenlampe einfach nur viel besser erkennt als im harten Sonnenlicht von oben, aber Tobi lässt sich davon nicht beruhigen. Der findet das total gruselig und verbietet mir auf der Stelle darüber zu reden... Okay :biggrin:

    "Aber ist doch witzig und passend zur Jahreszeit, ist doch bald Halloween"
    "Sei ruhig jetzt!!!"


    Oooookaaahaaaay.....

    :biggrin:

    Hatten wir eben schon Probleme damit die wandernden Steine zu finden, so entpuppt es sich jetzt als nahezu unmöglich. Die Milchstraße ist nur deshalb so super sichtbar, weil momentan absolut kein Mond scheint. Super für die Sterne, schlecht für die sonstige Umgebung. Wir sehen rein GAR NICHTS, was sich außerhalb des direkten Scheins meiner Lampe befindet. Man muss auch dazu sagen, ich hab nicht das teuerste Exemplar mit der größten Leuchtkraft.

    Man kann ja trotzdem mal ein Probefoto machen und japp... Gefällt mir! Natürlich habe ich hier in der Nachbearbeitung insbesondere den Vordergrund, also die Playa, deutlich aufgehellt. In der Realität haben wir den Boden unter den Füßen nicht gesehen sobald die Lampe aus war. Am Himmel dagegen - und der ist schließlich der Hingucker - habe ich nicht viel gemacht.


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    Aber ihr erkennt mein Problem, oder?! Nicht einmal auf dem Bild mit der aufgehellten Playa kann man Steine sehen, wie sollen wir die in rabenschwarzer Nacht ausfindig machen?

    Wir irren also weiter ziellos durch die Gegend und orientieren uns wieder in Richtung der Berge auf der gegenüberliegenden Seite der Playa. Irgendwann, mehr so durch Zufall, finden wir dann endlich den ersten größeren Stein und toben uns daran aus. Also... vermutlich werdet ihr mich jetzt wieder steinigen, aber 100% zufrieden bin ich nicht, wenn ich bedenke wie gerne ich das machen wollte und wie viel ich dafür schon auf mich genommen habe. Ich denke aber, dass ist so ziemlich das Beste was ich aus meinem eher schwachen Sensor rausholen kann. Für alles Weitere bräuchte ich dann endlich Vollformat, aber das lohnt sich einfach nicht so wirklich... Ich fotografiere einfach nur im Urlaub und auf die Schlepperei habe ich auch keine Lust. In solchen Momenten ärgert mich das Rauschen dann aber doch wieder.

    Aber ich sehe ein, das ist Jammern auf hohem Niveau und man kann damit arbeiten. Wir leuchten den Stein aus verschiedenen Winkeln und in verschiedenen Längen an, aber es ist schwierig eine sanfte Beleuchtung hinzubekommen, die nicht total unnatürlich aussieht. Ganz ohne geht es bei dieser krassen Dunkelheit aber einfach nicht. Vielleicht doch mal versuchen zwei Bilder zu machen und später zusammenzubauen?!

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    Natürlich kommt auch wieder jede Menge Unsinn dabei raus. Da belichtet man 20 Sekunden, wartet sehnsüchtig darauf, dass die Kamera fertig ist und da macht der Kerl zu früh sein Licht an :rolleyes::rolleyes::rolleyes: Ich spreche mich von dieser Schuld aber nicht frei, wir haben uns damit öfter mal gegenseitig das Bild versaut :D

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    Irgendwo ganz hinten am Grand Stand sehen wir ein Auto stehen, zumindest sehen wir die Scheinwerfer. Erst scheint es sich nicht zu bewegen, dann stellen wir aber doch fest, dass es sich ganz langsam in unsere Richtung bewegt. Ob das der Ranger ist, der die fehlenden Steine zurück bringt? Bestimmt!

    Wir haben mittlerweile festgestellt, dass wir die Steine ohne Stirnlampe besser finden als mit, auch wenn es stockdunkel ist. Wenn die Augen nicht andauernd geblendet werden gewöhnen sie sich erstaunlich gut an die Gegebenheiten. So schaffen wir es in nächster Nähe zwei weitere Steine zu finden, die auch keine Spur haben.


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    FUCK!!! Ich habe beim ersten Stein meinen rechten Alpaka Handschuh verloren. Das kommt davon wenn man sich die nur zwischen die Beine klemmt, beim Fotografieren stören die natürlich und auch sonst war das viel zu warm :rolleyes: Aber ist ja kein Problem, der erste Brocken, wo der liegen muss, ist ja maximal 50 Meter entfernt, ich laufe einfach zurück... Haha...Hahaha.

    Ich kann mich auf den Kopf stellen und klatschen, egal in welche Richtung ich laufe, es gibt keinen verdammten Stein. Ich bin 100% sicher, dass ich genau auf dem gleichen Weg zurückgelaufen bin, aber wie kann man das auf einer riesigen ebenen Fläche schon so genau sagen? Das gruselige ist: Sobald ich mich weiter als 10-20 Meter von Tobi entferne sehe ich ihn nicht mehr, auch Rufe sind kurioserweise kaum noch zu hören. Man sollte meinen es ist so still hier, dass man sich auf eine riesige Entfernung normal unterhalten kann, aber irgendwie schluckt die Playa jedes Geräusch.

    Es ist unfassbar. Dieser bescheuerte Handschuh kann nicht weiter als 50 Meter von mir entfernt liegen und wir finden ihn einfach nicht, es ist komplett sinnlos. Hätten wir unseren Weg mal aufgezeichnet, dann könnte ich jetzt auf der Linie zurücklaufen, haben wir aber nicht. Das ärgert mich jetzt so richtig, ich liebe diese Teile und ich hatte sie bisher kaum an :mad::mad::mad: Aber es hilft ja alles nichts, vielleicht kommen wir ja zufällig auf dem Rückweg nochmal dran vorbei.

  • Tag 24 (09.10.2021) - Death Valley National Park: Eine gruselige Stunde mit Milchstraße am Racetrack Teil 2





    Wir sind nun quasi an den Bergen angekommen, so weit waren wir noch nie. Wo die Steine und die Spuren von vor einigen Stunden abgeblieben sind - Keine Ahnung. Aber immerhin einen Neuen finden wir hier noch.

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    Aber hey... Hier ist super Internet. Also seid ihr mal am Racetrack und benötigt dringend Netz: Sowohl an der Teakettle Junction, als auch an den Bergen gegenüber vom Parkplatz ist hervorragender LTE Empfang :rolleyes: Erstaunlich vor allem, weil es im ganzen National Park eigentlich kein Netz gibt, nicht einmal an der Furnace Creek Ranch at Death Valley.

    Auf dem Rückweg driften wir dann irgendwie komplett ab und laufen absolut nicht mehr auf der gleichen Höhe wie auf dem Hinweg. Also... glaube ich. Zumindest kommen wir anscheinend nicht mehr an den Steinen vorbei, die wir vorhin noch fotografiert haben. Wir schauen uns eine Weile einfach nur den Himmel an, ohne uns mit Fotos zu beschäftigen und es ist einfach nur der absolute Wahnsinn! Ich sehe eine richtig riesige Sternschnuppe, die aber auch schon ein Komet sein könnte. Sowas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen, man kann eine richtig helle Brandspur erkennen, die er hinter sich herzieht :eek:

    Wir treffen auf einen Stein, der uns noch unbekannt ist. Wie das klingt... So als hätten sich die anderen Steine alle namentlich vorgestellt, als wir vorbei gelaufen sind. "Ja, hallo, ich bin der Manfred. Ich liege hier so rum und du?" Jetzt, wo wir auch den Manfred persönlich kennen wollen wir mal schauen, ob auch er eine Spur hat und ich mache meine Lampe an. Das ist dann jetzt der Moment, in dem auch Tobi zu viel bekommen. Nicht, weil ich anfange den Felsen Namen zu geben und Unterhaltungen mit ihnen zu führen, sondern weil sich direkt neben uns eine weitere fette Reifenspur im Taschenlampen Licht präsentiert. Auch die war eben noch nicht da! Ganz sicher!

    Tobi findet es gruseliger als er sollte und ich... Naja, ich finde es lustiger als ich sollte :biggrin: Ich kann nicht aufhören Witze darüber zu machen, aber er hat mittlerweile eine ausgewachsene Gänsehaut. Wir bleiben einfach bei der offiziellen Version, dass es sich um diesen einen Ranger handelt, der ganz bestimmt existiert... :biggrin: In Wirklichkeit ist es natürlich der Geist des #Axekillers in seinem #Axekiller Geisterjeep, der hier Nachts sein Unwesen treibt... Da kommen mir doch gleich neue Handlungen für super Fotostorys in den Sinn, aber ich glaube nicht, dass Tobi daran grad Interesse hat :D

    Wir drehen ab, so das wir von den Spuren wegkommen und machen die Lampe wieder aus. Nach einiger Zeit merke ich an, dass ich mir erst Sorgen mache, wenn sie noch immer da sind, wenn ich jetzt wieder Licht mache. Da bekomme ich schon wieder Ärger :redface::frown: Zu meinem Glück ist aber nichts mehr zu sehen und alles bleibt friedlich. Wir haben absolut keine Ahnung wo wir eigentlich hinlaufen und ob wir auf dem Weg zum Auto sind, um das herauszufinden drücke ich ein wenig auf der Fernbedienung vom Auto herum, bis wir komplett weggeblendet werden. Uuuuuupsi. Anscheinend geht das Fernlicht beim Aufschließen automatisch an, wenn man es vorher nicht ausgemacht hat und wir haben grad die gesamte Playa in Flutlicht getaucht. Hätte mir das nicht gleich jemand sagen können?! So hätten wir sicher was gefunden. Wenn ich so zurücklaufe, habe ich vielleicht sogar eine Chance meinen Handschuh wieder zu finden :rolleyes: Ich entscheide mich allerdings dagegen, das war viel zu weit draußen.

    Das Auto vom Grand Stand steht mittlerweile übrigens neben unserem, an Steuer sitzt eine Frau, die uns aber komplett ignoriert. Keine Ahnung was wie hier macht, ist uns aber auch egal. Wir müssen jetzt noch ca. 3 Stunden zurück fahren und es ist ca. 22 Uhr - wir sind natürlich totmüde und wissen noch immer nicht wo wir bleiben. Das reicht jetzt hier aber an Text und deshalb kommt ausnahmsweise demnächst nochmal ein bilderloser Teil :D

  • Sehr tolle Bilder, mir gefällt es dort, ich war ja noch nicht an der Racetrack Playa, sollte ich beim nächsten Besuch im Death Valley mal einplanen.


    Sagt mein Mann neben mir, wegen der Milchstraße muss man nicht ins Death Valley, dass haben wir auch bei uns im Moo hinten (also das Moo sind die Wiesen ganz weit vom Ort auf einer großen Waldlichtung). Aber gut, er will auch sonst nicht mir mir ins Death Valley.



    Der verlorene Handschuh erinnert mich auch an so eine Episode:

    Als ich mit meinem Sohn auf Hawaii, Big Island war und wir die Lava-Tour mit Chris in der Dunkelheit zur glühenden Lava gemacht haben, hat er seine Sonnenbrille verloren.
    Ist ja schon irgendwie doof, nachts um 4.00 Uhr bei der Wanderung auf schwarzer Lava in dunkelster Nacht eine teure Oakley Sonnenbrille ans T-Shirt zu stecken. Aber vielleicht war er eben optimistisch, und die Sonne ging ja auch auf und es war ein knalliger Kontrast zwischen Himmel und schwarzem Lava-Gestein als es hell war.
    Ja, und dann als wir wieder zurück gewandert sind zu den Autos, ca. einen km auf dem unmarkierten schwarzen Lava-Gestein - da lag sie plötzlich als hätte sie auf uns gewartet. :)

  • Ich finde die Bilder auch klasse, aaaaaaaaaber - bei den meisten Bilder sind mir die Steine zu sehr beleuchtet. Ich glaube ich hätte versucht, mit deutlich weniger Licht auszukommen, so dass es ein wenig natürlicher wirkt. Ist aber Jammern auf hohem Niveau :smile2:

  • Muss aber auch sagen, dass ich da eher ein Angsthase bin. Bisher ging es immer gut, fahre auch vorsichtig. Aber bei den meisten Autos (auch SUVs) gabs bei mir nie ein Ersatzreifen. Vielleicht wird es was im September, so genau weiß ich noch gar nicht was ich machen will.

    Es sind nicht nur Reifen die kaputt gehen können. Auch Federung stimmt's Lal@ ?


    Ansonsten coole Erfahrung :daumen:

  • Es sind nicht nur Reifen die kaputt gehen können. Auch Federung stimmt's Lal@ ?

    Ohja, das haben wir 2005 mit den tollen neuen Mungos (basiert auf den Multicar) in Afghanistan erlebt. Diese wurden gleich im Einsatz erprobt und das ging gründlich schief. Ausgelegt für 10 Mann (haha, so lang wie ein Golf) und vielleicht auf normalen Straßen fahrbar.


    Aber in Afghanistan sind die Straßen etwas robuster, so sind etliche umgekippt, Achsen gebrochen, teilweise mit Panzertape und Kabelbinder notdürftig zusammengehalten, mehr oder weniger ungeschützt durchs Land gedüst. Vielleicht hab ich auch deswegen immer ein etwas mulmiges Gefühl bei Dirt Roads...

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