Beiträge von lunchen

    Tolle Landschaft - aber extrem fordernd mit dem Rucksack-Gewicht, dem Gestrüpp und der Gesamt-Situation.
    Aber hey - Glückwunsch, du die Entscheidung getroffen hast, den Tag abzukürzen und auf den All American Man zu verzichten.
    Manchmal muss man solche Entscheidungen treffen, war sicherlich nicht ganz einfach, aber vermutlich notwendig.
    Die Bilder zeigen eine tolle Landschaft und eine lächelnde Sarah - aber das Video zeigt, wie es dir wirklich geht.
    Meinen vollen Respekt hast du, dass du diese Wanderung gestartet hast, dass du den Tag durchzogen hast und dass du dich fürs Kürzen entschieden hast.

    Das war wirklich nicht mehr schön!

    Danke <3 Ja, auch ich kann Sachen spontan weglassen wenn es nicht anders geht :smile2: Die ganze Aktion war ja so schon unvernünftig genug

    Wahnsinn!

    Echt Respekt vor deiner Leistung:!:

    :resp:

    Danke ... Nicht nachahmenswert :D

    toller Tag

    Ich liebe Salt Creek Canyon

    Naechstes Mal dann halt auch All American Men und schaue das du SC 3 b ekommst, die Site ist viel besser

    Toller Tag???? :tock: Sorry, aber liest du, was ich schreibe? Ich war am heulen vor Schmerzen und Erschöpfung und ich glaube das waren die zwei schlimmsten Tage meines ganzen Lebens bisher. Und es gibt kein nächstes Mal, ich werde definitiv nie wieder backpacken, wenn ich meinen Kram selbst tragen muss. Nieeeee wieder. Also auch keine SC3. Alles nur noch als Tagesausflug.

    Ich erstarre in Ehrfurcht, Sarah, was für eine Spitzenleistung in einer grandiosen Landschaft :clap1:! Dafür braucht man den nötigen Biss, und den hast du, Gratulation! Danke fürs Teilen!

    Vernünftig und gut geplant war es trotzdem nicht... Aber danke. Immerhin habe ich überlebt :smile2:

    Gut, dass Du Dich entschieden hast, den AAM sein zu lassen.

    Eine Wahnsinnsleistung schon bis hierher.

    Ja, das war in der Tat gut!

    Danke

    Tag 21 (18.05.2024) - Canyonlands National Park: Ein neuer Morgen und Rückweg zum Angel Arch Abzweig


    Überraschenderweise habe ich sogar ganz okay geschlafen in der Nacht, vermutlich war ich einfach viel zu fertig vom Tag und mein Körper hat einfach ausreichend aufgegeben :laugh: Ich habe allerdings leichte Kopfschmerzen und einen extrem trockenen Mund, weil ich in der Nacht nicht so richtig viel getrunken habe und die Luft außerdem extrem trocken ist. Das ist definitiv der Nachteil, wenn man keinen Filter hat und mit dem mitgeschleppten Wasser irgendwie auskommen muss.

    Heute Morgen habe ich es nicht allzu eilig mit dem Aufstehen, ich habe den All American Man ja gecancelt und bleibe auch bei der Entscheidung. Dementsprechend habe ich den kompletten Tag für den gleichen Weg wie gestern plus die 10km Umweg für den Angel Arch - Easy. Um 6:45 Uhr ist es schon hell, aber ich bleibe noch ein paar Minuten liegen. Den Eingang hatte ich die ganze Nacht offen gelassen, abgesehen vom Fliegennetz. Die frische Luft war angenehm und es wird mir hier schon niemand ins Zelt glotzen, außer vielleicht ein neugieriger Bär :biggrin:

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    Zeit, um ein Blick auf meine gesammelten Wunden zu werfen. Mittlerweile sind die Beine immerhin nicht mehr durchgehend rot, sondern die einzelnen Kratzer zeigen sich :laugh: Alles noch im Rahmen, es hat sich gestern schlimmer angefühlt als es heute aussieht. Nur das Loch im linken Schienbein ist ein wenig tiefer geraten - Mal abgesehen davon war ich in meinem ganzen Leben noch nie so ekelhaft dreckig, wenn ich morgens aufgestanden bin :laugh: Fühlt sich alles schon eher räudig an, aber ich kann das knappe Wasser ja nicht auch noch für eine Wäsche verschwenden.

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    Einen weiteren Vorteil hat diese extreme Einsamkeit und die Gewissheit, die einzige Site weit und breit zu belegen: Man muss sich nicht im engen Zelt anziehen, sondern kann einfach nackt vor dem Eingang herumturnen :laugh: Auch hier wieder: Wen soll es interessieren, bis auf die vielen Bären? Es ist jetzt fast 7 Uhr und die umliegenden Felsen glühen noch wunderschön vom Sonnenaufgang. Das scheint Glück zu sein, denn der Himmel ist weitestgehend bedeckt, mit nur wenigen blauen Tupfern.

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    Zum Frühstück gibt es dann, richtig clever, Beef Jerky mit einer sehr knoblauchhalten Marinade... In scharf. Riiiiiiiiiiiichtig gute Idee, wenn man seinen Durst sowieso schon nicht wirklich weg bekommt und eh schon viel weniger trinkt, als man gerne würde. Da hat sich jemand bei der Wahl der Nahrungsmittel extrem viele Gedanken gemacht und einmal mehr hervorragend für diese Wanderung geplant. Würde jemand vorbeikommen, der grad eine Doku darüber macht, wie man NICHT backpacked, ich wär bereit für die Hauptrolle!

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    Ich trödele noch ein bisschen vor mich hin und fühle mich jetzt in einer sinnvolleren Verfassung, um die inhaltlich relevanten Videos für Matze aufzunehmen :laugh: Die sind am Ende dann auch fast 30 Minuten lang, bis ich mich dann mal an den Abbau des Zeltes mache - Welches ich übrigens wirklich liebend gerne einfach hier stehen lassen würde. Ich muss zugeben, dass ich auch ein paar Sekunden halbwegs ernsthaft über diese Lösung nachgedacht habe, es aber natürlich nicht mache.

    Während des Videodrehs höre ich immer mal ein rascheln im Gebüsch, das so klingt, als könnte es von einem recht großen Tier kommen, ich kann aber nichts sehen. Ein bisschen mulmig fühlt es sich schon an, weit und breit als einziger Mensch in einem Bärengebiet, auch wenn man rational weiß, dass höchstwahrscheinlich nichts passieren wird. Auch der Bärenkanister stand noch genau so da, wie ich ihn gestern versteckt habe, als ich ihn für's Frühstück geholt habe.

    Meine Schultern schreien ein bisschen vor Empörung, als ich den Rucksack wieder aufsetze und um kurz nach halb 9 geht es dann langsam auf den Rückweg, zunächst wieder durch den nervigen Wildwuchs. Jetzt, mit frischer Energie und wenigstens ausgeschlafen, geht es aber ein bisschen besser als gestern zum Ende hin.

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    Schnell bin ich auch wieder an der SC3 vorbei, wo ich heute morgen genauso wenig jemanden antreffe wie gestern Abend, und danach wird das Gelände wieder offener und die Wege leichter zu laufen.

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    Um 09:10 Uhr erreiche ich schon den Abweig zum Angel Arch.

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    Für diesen Zweck hatte ich noch meinen winzigen Camelback mit 1,5 Litern extra Wasser in den Rucksack gestopft. Der nimmt kaum Platz weg und Wasser brauchte ich ja so oder so so viel wie möglich. Dadurch kann ich den großen Rucksack jetzt jedenfalls einfach hier zurücklassen und die nächsten 10 km mit leichtem Gepäck laufen.

    Ich gehe mal nicht davon aus, dass mich hier jemand beklaut oder das irgendwer auf die Idee kommt, einen 2. Overnight Rucksack mit sich durch die Gegend zu schleppen, von daher mache ich mir keine Sorgen. Den Pass, den Autoschlüssel und das Portemonnaie nehme ich natürlich mit zum Angel Arch.

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    Tag 20 (17.05.2024) - Canyonlands National Park: Im Salt Creek Canyon bis zur SC4 und ein schöner Sonnenuntergang


    Dann wollen wir mal weiter durch den trockenen, staubigen und vor allem stacheligen Salt Creek latschen. Wenn ich mir die Fotos so anschaue, dann sieht die ganze Gegend eigentlich sehr schön aus. Hin und wieder denke ich das auch beim Laufen, die meiste Zeit bin ich aber einfach nur noch genervt. An das Gewicht habe ich mich fast schon gewöhnt und solange der Weg keine nennenswerte Steigung hat komme ich auch einigermaßen voran. Die Schmerzen in meiner Schulter kann ich die meiste Zeit auch ganz gut ignorieren, ich will allerdings gar nicht so richtig wissen, wie die morgen Abend aussehen wird.

    Die meiste Zeit ist es ein Kampf gegen das stachelige Gestüpp und je mehr die Kraft und die Konzentration nachlässt, desto öfter latsche ich einfach ignorant mitten durch. Das macht die Anzahl an Kratzern und Blutspuren auf meinen Beinen jetzt nicht unbedingt besser :rolleyes:

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    Irgendwann treffe ich dann sogar doch mal auf Wasser. Viel habe ich nicht davon, außer, dass die Anzahl an Viehzeug zunimmt :laugh: So ein Wasserfilter wäre auch eine ganz hervorragende Idee gewesen, hinter meiner Site gibt es irgendwo eine Quelle. Das ist zwar etwas Umweg, aber morgen wollte ich ja eh dran vorbei, auf dem Weg zum All American Man. Dann hätte ich natürlich nicht ganz so viel Wasser für zwei Tage mitschleppen müssen, aber meine Bereitschaft mich mit dem Thema auseinanderzusetzen war vor der Reise gering. Zumal die Anschaffung nur für diese eine Wanderung nützlich gewesen wäre.

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    Um 17 Uhr begegne ich dem nächsten größeren Baum, unter dessen Schatten ich noch einmal Pause machen und den Rucksack abnehmen kann. Das letzte mal ist nur eine Stunde her und so viele Unterbrechungen mache ich normalerweise nie - aber heute ist eh alles egal, ich werde schon noch vor Sonnenuntergang an meiner Site ankommen. Viel vor habe ich heute dann wohl eh nicht mehr :laugh:

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    Dieses Fotos ist absolut geschauspielert für das geteilte Album mit Matze... Der hat zwar auch noch die Videos, die meinen echten Zustand zeigen, aber vielleicht macht er sich ja ein paar Sorgen weniger wenn er sieht, dass ich mich noch irgendwie zu einem Lächeln zwingen kann :laugh:

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    Die nächste Zeit verändert sich die Landschaft nicht erwähnenswert, erst nach ca. 40 Minuten wird mir ein etwas anderes Bild geboten. Es wird insgesamt ein bisschen offener und der Pfad ist nicht mehr gut erkennbar, ich muss mir den besten Weg selbst suchen. Der Vorteil ist, dass die Vegetation ebenfalls nachgelassen hat und ich nicht mehr so sehr auf meine Beine aufpassen muss.

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    Dafür aber auf meine Füße :rolleyes: Na toll... Matschklumpen an den Schuhen haben mir jetzt noch gefehlt. Ich hätte eine Bingo Karte mitnehmen sollen.

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    Der Pfad kommt bald zurück und mit ihm auch wieder die biestigen Ästchen.

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    Schon schön hier... Aber das ist es überall sonst im Needles District auch :laugh: Würde ich den Angel Arch nicht sehen wollen, dann gäbe es bisher nicht allzu viel Argumente für diese Wanderung, schon gar nicht mehr hinter dem Peekaboo Camp.

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    Kurz vor 19 Uhr erreiche ich den Abzweig zum Angel Arch. Ab jetzt ist es zur SC4 nicht mehr so sonderlich weit und ich habe die Tortur für heute fast geschafft.

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    Ab jetzt wird der Wildwuchs neben dem Trail noch einmal deutlich mehr und ich muss mich teilweise mit den Armen durch das stachelige Gestrüpp kämpfen und es irgendwie von meinem Körper fernhalten. An den schlimmen Stellen mache ich schon gar keine Fotos mehr, weil ich einfach andere Probleme habe... Und außerdem so überhaupt keine Lust mehr.

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    SC3 habe ich schon mal gefunden... Weit kann es nun wirklich nicht mehr sein. Lange hatte ich überlegt ob ich diese nehmen soll, oder doch lieber die 4. Gewonnen hat am Ende letztere, weil der morgige Tag von den Kilometern her eh schon doppelt so lang ist wie der heutige, das Ungleichgewicht wollte ich nicht noch schlimmer machen.

    Hätte ich bei der Buchung schon gewusst wie die beiden Tage laufen, dann wäre es aber definitiv diese Site hier geworden. Hätte, hätte, Fahrradkette. Hilft alles nichts, weiter geht's!

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    Zwischen den beiden Sites erreicht die Vegetation ihren Höhepunkt und ich komme kaum noch durch. Das kann ja heiter werden, wenn es ab hier permanent so weiter geht... Dann brauche ich morgen ja Ewigkeiten zum All American Man und ich hatte die Laufzeit natürlich nur anhand der Entfernung und der (nicht vorhandenen) Höhenmeter kalkuliert. Wenn sich am Weg allerdings nichts ändert, dann habe ich am Ende keine Beine mehr, sondern nur noch Fleischwunden :laugh:

    Problem vom Zukunfts-Ich. Das Gegenwarts-Ich würde jetzt ganz gerne ankommen. Bin ich auch schon, zumindest, wenn man AllTrails glauben möchte, denn laut der App befindet sich SC4 genau dort, wo ich stehe. Ich erkenne allerdings absolut keinen Hinweis darauf und noch dazu ist das Unterholz so dicht, dass man hier sowieso nirgendwo ein Zelt aufbauen könnte. Ich gehe nochmal ein Stück zurück, vielleicht habe ich etwas übersehen, aber nein, nichts. Ich kann nicht einmal mehr behaupten, dass mich das alles nervt. Es kotzt mich mittlerweile nur noch an!

    Ich laufe also weiter und siehe da - eine Canyonbiegung weiter finde ich SC4, an einer völlig anderen Stelle als verzeichnet. Mittlerweile zeigt der Tacho fast 20 Uhr an und der Sonnenuntergang ist nicht mehr weit. SO spät hatte ich eigentlich nicht geplant anzukommen und ich bin einfach nur noch völlig im Arsch. Kann man nicht schön reden und nicht anders bezeichnen.

    Ich werfe den Rucksack auf den Boden, lasse mich auf den umgefallenen Baumstamm, der der Site als Begrenzung und Sitzgelegenheit dient, sinken und mache zu allererst ein Video, bevor ich mich von der "Wanderung" erholen kann. Immerhin soll der Kerl sehen, wie sehr ich gelitten habe :laugh: Eigentlich hatte ich vor, mir auf dieser Übernachtungswanderung einige Gedanken zu ein paar offenen Themen zuhause zu machen und wir hatten uns darauf geeinigt, dass ich am Zelt Abends dazu ein paar Ergebnisse als Video hochlade - aber das vertagen wir mal ganz schnell auf den nächsten Tag. Stattdessen gibt es einfach nur die geballte Ladung Leid. Betrachtet es einfach als Reminder, diesen Quatsch nicht nachzumachen. Und ein kleiner Reminder an Muttis unter euch: Wir haben 2 Jahre später. Ich lebe noch! :laugh:

    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2880/2880220-6eec3b2568578e1736b771855cb62acb.mp4

    Damit ich wenigstens irgendwas Positives berichtet habe: Der Sonnenuntergang um ziemlich genau 20 Uhr kann sich auf jeden Fall sehen lassen und vermutlich wäre es unter normalen Umständen jetzt richtig schön hier. Immerhin befinde ich mich mitten in der Wildnis, wirklich weit weg von jeder Infrastruktur und bin seit vielen, vielen Stunden niemandem mehr begegnet.

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    Bald steht dann auch das Zelt

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    Ich schiebe meinem Drama-Video von vorhin noch ein weiteres gespieltes Lächeln hinterher als Zeichen, dass ich mich irgendwie wieder beruhigt habe

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    Habe ich in der Tat auch ein bisschen. Jetzt, wo ich sitze, den groben Schweiß und Dreck weggewischt habe, der Rucksack schon länger von den Schultern runter ist und das Zelt steht, komme ich ein bisschen zur Ruhe und kann durchatmen. Ich habe meine Wasserbestände gecheckt und bin eigentlich noch ganz optimistisch. Ich hatte damit gerechnet, dass weniger übrig ist, wenn ich ehrlich bin und daher ist wenigstens das eine positive Überraschung. Allerdings ist es kaum mehr als die Hälfte und ich habe nicht nur die Nacht vor mir, sondern auch 40 km anstatt nur 20 am nächsten Tag. An der Stelle fasse ich also den Entschluss, den All American Man All American Man sein zu lassen und NICHT noch weiter in die falsche Richtung zu laufen. Das ist zwar schade, weil das einer der Hauptgründe war es nicht an einem Tag zu machen, aber ich kann es grad nicht ändern. So unvernünftig und schlecht vorbereitet wie die ganze Aktion ist muss ich wenigstens jetzt eine intelligente Entscheidung treffen.

    Es geht also morgen direkt wieder zurück, natürlich mit dem Abstecher zum Angel Arch, ansonsten wäre die Nummer ja komplett umsonst gewesen. Da hätte ich natürlich auch gleich SC3 oder sogar SC2 nehmen können, aber ich kann es nun nicht mehr ändern.

    Die Nahrungsaufnahme ist dann auch noch einmal eine mittlere Katastrophe. Aus Platz- und Gewichtsgründen (haha, witzig) hatte ich mich ja gegen den Gaskocher entschieden und deshalb bleibt die Küche heute Abend kalt. Es gibt nur Wraps mit dem Katzenfutter-Chicken-Zeug und etwas Beef Jerky, allerdings ist das alles nicht so leicht ohne Wasser zu verschwenden und ohne Tücher. Natürlich sind meine Hände dreckig, meine Beine sind dreckig, einfach alles ist dreckig und irgendwie schaffe ich es nicht, am Ende einen Wrap ohne Dreck zu haben, der nicht zwischen den Zähnen knirrscht :redface: Hach, ist das Backpacking schön!

    Nach dem Zähneputzen, mit möglichst wenig Wasser, packe ich alles wieder in den Bärenkanister und verstecke ihn, wie vorgegeben, in einiger Entfernung von meinem Zelt und gehe einfach nur noch pennen. Habe ich erwähnt, dass mir alles weh tut? Nein? MIR TUT ALLES WEH! :mad:

    Tag 20 (17.05.2024) - Canyonlands National Park: Peekaboo Trail, Peekaboo Arch und die ersten Kilometer im Salt Creek Canyon


    Nach der LC1 wird es noch einmal richtig anstrengend, denn jetzt warten insgesamt 80 Meter Höhengewinn auf mich, quasi am Stück und zwischendurch immer wieder runter und direkt wieder hoch. Das wäre normalerweise kein Problem und wirklich nicht viel, mit dem Gewicht auf dem Rücken macht es mir aber doch ein bisschen Angst, wo doch schon zwei Höhenmeter am Stück zu Beginn gleich ein Problem waren. Natürlich habe ich mich zwischenzeitlich ein bisschen eingelaufen und vermutlich auch ein bisschen mit meinem Schicksal abgefunden, aber trotzdem wird es jetzt ein Kampf.

    Immerhin geht es wieder auf Slickrock weiter

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    Und wiede runter... uuuuuuund da hinten wieder hoch. Man kann nicht behaupten, dass der Trail nicht wirklich schön ist. Auch Abwechslungsreich wird er immer mehr, aber leider kann ich das nicht so richtig genießen, ich bin mit atmen beschäftigt.

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    Oben angekommen muss ich erst einmal durchatmen und kurz stehen bleiben, damit sich mein Kreislauf wieder stabilisiert :rolleyes: Jetzt sollte ich das schlimmste eigentlich erst einmal geschafft haben und werde mit einem großartigen Ausblick über die Gegend belohnt. Nicht nur das, hier oben befindet sich außerdem der Peekaboo Arch, den man von beiden Seiten bewundern kann, weil der Weg auf meinen Seiten des Felsens vorbei führt.

    Das ist die Canyonlandschaft, aus der ich gerade komme

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    Der Trail führt durch den Peekaboo Arch hindurch auf die andere Seite. Besonders groß ist die Öffnung im Felsen nicht, aber es reicht, um geduckt gut durchzukommen.

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    Auf der anderen Seite ist die Landschaft nicht weniger schön!

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    In der Felswand befinden sich noch weitere Arches, zu denen ich keine Namen finden konnte

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    Normalerweise wäre der Weg absolut breit genug, aber mit dem schweren Rucksack, der auch noch schlecht gepackt ist, bin ich sehr vorsichtig und besonders nah an der Wand unterwegs. Es ist mir jetzt schon öfter passiert, dass ich bei einem Schritt aus dem Gleichgewicht gekommen bin und in irgendeine Richtung gezogen wurde, in die ich nicht hinwollte. Nicht ganz ungefährlich das Ganze, je nachdem, wo man grad unterwegs ist.

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    Alles, was ich vorhin mühsam hochgeklettert bin, muss ich auf der anderen Seite vom Peekaboo Arch jetzt wieder nach unten. Das ist zwar weniger anstrengend, aber immer noch alles andere als schön.

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    Es folgt eine gefühlt endlos lange Leiter abwärts, die das Leiden für die Knie und Oberschenkel zwar verkürzt, aber mich trotzdem vor eine schwierige Aufgabe stellt. Ihr erinnert euch an die erste, winzige Leiter zu Beginn des Trails, an der ich mich schon festklammern musste, um nicht nach hinten umzufallen?! Ist hier nicht besser! Noch dazu kommt, dass ich mit dem Rucksack fast gar nicht in den schmalen Spalt passe und alle paar Meter auch noch stecken bleibe :laugh: Mich bei all der Anstrengung auch noch zu befreien macht richtig viel Spaß! Wie schön wäre es mit einem leichten, schlanken Tagesrucksack... Und wie viel weiter ich damit schon gekommen wäre.

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    Hier befindet sich übrigens auch das Peekaboo Camp, welches man über die unbefestigte Salt Creek Road erreichen kann. Auch hier befindet sich ein Trailhead, ab dem ich hätte starten können, hätte ich ein geeignetes Auto gehabt. Damit habe ich aber von Anfang an nicht geplant, wäre aber unterm Strich besser gewesen ... Morgen noch mehr als heute.

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    Dieses Camp und der Arch markieren auch das Ende des Peekaboo Trails und von nun an befinde ich mich auf dem Salt Creek Canyon Trail. Der Slick Rock verabschiedet sich bis morgen und bis zum Camp geht es nur noch einen sandigen Trampfelpfad entlang. Also... "nur noch". Auch das schlimmste an Höhenmetern habe ich geschafft, ab jetzt geht es zwar durchgehend hoch, aber so moderat, dass man es mit den Augen nicht sehen kann.

    Man sollte meinem, das schlimmste ist geschafft, ab jetzt ist es nur noch weit.

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    Sogar ein paar Felsmalereien kann ich entdecken. Ich glaube, für mich sind das die Ersten dieser Art, aus dem Südwesten kenne ich bisher nur die eingeritzten Petroglyphen.

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    Hier geht es auch noch einmal durch und danach geht es nur noch am trockenen Salt Creek entlang.

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    Das Ganze hat jetzt allerdings eine ganz neue Herausforderung. Der Trail wird nicht besonders viel begangen und das merkt man vor allem daran, dass er stellenweise komplett zugewachsen ist. Am Anfang stört es noch nicht ganz so sehr, aber mit jedem Meter wird es nerviger. Pflanzen im Südwesten sind ja auch nicht gerade bekannt dafür, weich und angenehm an der Haut zu sein und selbstverständlich trage ich eine kurze Hose - Ist ja warm. Nach kürzester Zeit bin ich also nicht mehr nur voller Schweiß, Sand und Salz, sondern auch noch übersäht mit 100 kleinen Schnittwunden, die fröhlich vor sich hin brennen jedes Mal, wenn sie erneut einen stacheligen Ast berühren.

    Oh. Und Viecher. Viecher gibt es hier auch viel zu viele und ich ziehe sie alle an mit meinem Schweiß. Wie schön!

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    Immer, wenn die Vegetation noch dichter wird als ohnehin schon, laufe ich auch noch permanent durch Spinnenweben, die über den Pfad gespannt sind :rolleyes:

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    Wenn der Weg gerade mal nicht zugewachsen ist, dann besteht er aus Tiefsand :rolleyes:

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    Nach 45 Minuten im Salt Creek habe ich keine Lust und keine Energie mehr und lasse mich nieder für eine erste Pause, in der ich den Rucksack absetze. Aaaaaaautschi. meine Schultern sind schon mehr als gereizt und feuerrot von der dauerhaften Reibung, mein Rücken ist triefend nass, mein Gesicht voller Salzkrusten und ich werde von Fliegen und Mücken umkreist. Einen Blick für die nette Landschaft habe ich nicht mehr übrig, ich fühle mich einfach nur rundum unwohl in meiner Haut und versuche, irgendwie im spärlichen Schatten eines Baumes wieder zu Kräften zu kommen. Ich hatte mir eine Sprite in der Dose mitgenommen, die ich eigentlich am Ziel trinken wollte. Allerdings ist sie auch jetzt schon ziemlich warm geworden und irgendwie brauche ich ein bisschen Zucker. Ich trinke auch mehr, als ich eigentlich geplant hatte... Es ist zwar nicht übermäßig heiß, aber die Luft ist extrem trocken und ich habe permanent Durst und einen trockenen Mund.

    So sieht man aus, wenn man mit der Gesamtsituation unzufrieden ist :laugh:

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    Das Video an der Stelle muss ich euch leider vorenthalten aufgrund von zu privatem Inhalt :laugh: Ich komme jedenfalls zu dem Fazit, dass ich nie wieder auf die Idee kommen werde zu backpacken, es sei denn, Matze möchte das plötzlich unbedingt in seinem Leben mal machen. Aber alleine, aus eigenem Antrieb: Nie wieder.

    Es ist jetzt kurz vor 16 Uhr, ziemlich genau 10 km habe ich hinter mir und 11 liegen noch vor mir. Zumindest sollte ich sie schneller hinter mich bringen können als die erste Hälfte der Wanderung, dank der fehlenden Klettereinlagen.

    Aus meinem Reisebericht:

    Am Parkplatz des Elephant Hills schnürten wir die Wanderschuhe für den Hike in den Chesler Park. Vorgenommen hatten wir uns, die insgesamt 11 Kilometer bis zum Abzweig Joint Loop Trail zu laufen.

    Ja okay, aber das ist ja ein ganz anderer Trail und Trailhead :D

    Bin auch sehr gespannt, wie es weitergeht!

    Wollte so eine Tour dieses Jahr auch mal machen, bin dann doch zu sehr Angsthase: Bären nachts vorm Zelt und die ganze Schlepperei ist mir dann doch zuviel.:huch1:

    Habe mich nun für längere Day hikes entschieden.;-))

    So würde ich mich jetzt auch immer entscheiden :D

    jo, vermutlich war der Rucksack einfach viel zu schwer. Und du hattest eben keine Erfahrung im schwerer Rucksacktragen.

    Ich freue mich jedenfalls nun auf die Fortsetzung und hoffe, dass du dich durchbeißen konntest

    Ja, gehe ich auch von aus...

    Schauen wir mal :)

    Ich bin jetzt einfach nur gespannt, wie es weiter geht :smile2:

    Vor vielen, vielen Jahren hätten wir wohl so eine Tour auch gemacht. Haben uns aber zu der Zeit auf die Höhepunkte konzentriert und dann waren die Jahre vergangen....

    Hast nichts verpasst :smile:

    Danach hört es sich bisher auch an. Was für eine Tortur!

    Absolut... Brauche ich nicht nochmal

    Herrje :wirr: bin gespannt wie es weiter geht ...

    Da mein Selbstmitleid sehr ausgeprägt ist, wäre das auch nichts für mich;-))

    Das hält sich bei mir sehr in Grenzen, ich bin schon sehr leidensfähig

    Irgendwo auf der Wanderung (nur ein kleiner Teil) bin ich vor Jahren auch abgekackt. Mein Kreislauf wollte einfach nicht mehr und wir sind umgedreht.

    Wo wolltet ihr hin?

    Oh, das hört sich nicht nach entspanntem Backpacken an - eigentlich sind 20 km ja nicht schlimm.
    Wie schwer war denn dein Rucksack?
    Meiner Meinung nach war er immer noch falsch gepackt. Der Schlafsack ist immer unten und der schwerste Teil der Ausrüstung muss nach oben in Schulternähe, und das Zelt möglichst fest hinter den Spanngurten, damit sich da nix bewegt, soweit die Theorie :smile:
    Und eigentlich war das der falsche Rucksack für dich, der ist zu klein, bzw. mit zu kurzer Rückenlänge. Denn die Schultergurte sollen nicht von hinten unten über die Schultern gehen, sondern leicht oberhalb der Schulter ansetzen. Und theoretisch gar nicht auf der Schulter aufliegen.

    Ich war ja vor kurzen in Norwegen mit dem Rucksack in der Hardangervidda unterwegs. Mein Rucksack hat ca. 16 kg gewogen und das Gelände war mit viel Auf und Ab über Steine und durch Matsch bei Dauerregen :smile::huch1:

    Jo, und so habe ich an diesem einen Tag die 25 km in 11,5 Stunden erwandert :smile: davon war ca. 30 Minuten Pause in einer Schäferhütte und 6 x Pause zum Schuhe ausziehen, durch den Fluß waten und die Schuhe wieder anziehen ;-))
    Also der Rucksack war eigentlich nicht das Problem.

    Keine Ahnung wie schwer der war, ich hatte keine Kofferwaage dabei und habe nie probegepackt. Aber 20kg werden es definitiv gewesen sein, weil das ganze Equipment, besonders das Zelt, auch nicht leicht war. Zwar angeblich zum wandern geeignet, aber für wirklich leichte und kleine Sachen habe ich viel zu wenig Geld in die Hand genommen, "für das eine mal".

    Also ich habe es umgekehrt gelernt, vor allem war es auch angenehmer nachdem ich umgepackt hatte. Das das Gewicht nicht auf die Schultern, sondern auf das Becken gehört, weiß ich natürlich. Ich habe es aber nicht geschafft, egal was ich an Einstellungen versucht habe. Mein Tagesrucksack ist ebenfalls von Deuter und hat die gleiche Rückenlänge, da klappt es perfekt und ich habe Luft zwischen Schulter und Gurt. Es wird also nicht an der Rückenlänge liegen ;)

    Tag 20 (17.05.2024) - Canyonlands National Park: Peekaboo Trail - Die ersten 4 km auf dem Trail


    Bevor ich mich jetzt endgültig auf den Trail begebe und das Abenteuer Backpacking ausprobiere, reden wir doch erst einmal kurz über den theoretischen Plan für den Rest diesen Tages und den folgenden Tag. Die Gesamtstrecke meiner geplanten Wanderung sind ein bisschen über 60km, ungefähr 20 davon heute und 40 morgen. Das entspricht ungefähr der Strecke, die ich letztes Jahr auf dem Trans Zion an einem Tag gewandert bin, sollte also normalerweise kein großes Problem werden. Heute sind keine Umwege mehr geplant, ich werde auf dem direkten Weg zu meiner gebuchten Site SC4 (Salt Creek 4) wandern, mein Zelt aufbauen und schlafen gehen - Immerhin haben wir ja schon nach Mittag. Die ersten ca. 5 km führen über den Peekaboo Trail, vorbei am Lost Canyon, bis zum Peekaboo Campground und von dort aus geht es nur noch im Salt Creek entlang.

    Morgen werde ich - ohne schweres Gepäck - den Weg durch den Salt Creek fortsetzen bis zum All American Man, den gleichen Weg zurücklaufen, mein Zelt abbauen und auf dem Rückweg den Umweg zum Angel Arch mitnehmen. Danach geht es wieder durch den Salt Creek und den Peekaboo Trail zurück zum Auto.

    Meine heutige Strecke beträgt exakt 21,3 km und hat nur 372 Höhenmeter - Verteilt auf die Distanz also extrem wenig im Vergleich zu den meisten anderen Wanderungen im Südwesten. Soweit die Theorie, dann wollen wir mal zur Praxis übergehen.

    Ich wuchte den Rucksack mit voller Kraft hoch und bekomme ihn mit viel Schwung irgendwie auf meinen Rücken, wobei ich dabei fast umkippe :rolleyes: Das kann ja heiter werden! Noch dazu habe ich das volle Gewicht auf meinen Schultern liegen, trotz eng anliegendem Beckengurt. Das kommt davon, wenn man den Rucksack nie vernünftig eingestellt hat, allerdings wäre es vermutlich eh etwas anderes gewesen, wenn ich das ohne Inhalt gemacht hätte. Außerdem drückt mir irgendetwas unangenehm in den Rücken, gepackt habe ich also auch noch scheiße. Für den Moment bin ich aber froh, dass ich den Koffer irgendwie auf meinen Rücken bekommen habe und jetzt testen wir die ersten Meter mit Gewicht einfach mal. Es geht, wie bereits angekündigt, zuerst in Richtung Lost Canyon.

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    Vom Parkplatz weg führt zunächst ein einfach zu gehender, sandiger Pfad. Es ist sonnig und die Luft extrem trocken, aber ansonsten nicht übermäßig heiß, um die 26/27°C hat das Auto vorhin noch angezeigt, also bestes Wanderwetter.

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    Auf den ersten 500 Metern gibt es einen Anstieg von ca. 30 Höhenmetern und ich sterbe einfach. Dieses Gewicht auf meinem Rücken ist komplett unzumutbar, ich werde nach hinten gezogen und meine Beine betteln bei jedem einzelnem Meter, bei dem es minimal nach oben geht, schon jetzt nach Gnade. Die Suppe läuft mir am ganzen Körper runter, meine Oberschenkel tun weh, meine Schultern tun weh, mein Rücken tut weh, weil irgendwas reindrückt und bei jedem Schritt klatscht mir das Zelt von hinten gegen die Beine. Offensichtlich war meine Befestigung mit den Karabinern doch nicht so genial, wie ich im Hotelzimmer noch gedacht hatte.

    Das Ergebnis: Nach ziemlich genau einem Kilometer stehe ich heulend, verzweifelt, wütend und genervt an einem umgestürzten Baum, weil es meine gesamte Kraft erfordert über diesen Baumstamm zu steigen, der quer auf dem Sandweg liegt. Ich setze den Rucksack ab, setze mich auf den Baum und überlege, was ich jetzt mache. Das war 1 km von 21 und die meisten Höhenmeter kommen noch - Die einzig vernünftige Entscheidung wäre an dieser Stelle umzudrehen und es einfach sein zu lassen. Ich denke auch ernsthaft darüber nach. Vielleicht suche ich mir einfach einen Platz zum Übernachten an der Straße außerhalb des Parkeingangs und mache es morgen doch als Tagesausflug mit leichtem Gepäck... Hier und jetzt entscheide ich mich aber dafür, kein Weichei zu sein und jetzt durchzuziehen. Ich bin fit, wäre doch lächerlich, wenn ich das Gewicht nicht durch die Gegend schleppen könnte :mad: Die nächste fatale Fehlentscheidung wurde also soeben getroffen.

    Bevor ich mich weiterquäle packe ich allerdings ein kleines bisschen um. Der Bärenkanister kommt als schwerster Bestandteil nach ganz unten und der Schlafsack oben drauf, jetzt sollte es ein bisschen besser sein. Außerdem ändere ich die Position vom Zelt noch ein wenig - Es ist immer noch nervig, aber hängt ein bisschen ruhiger als zuvor. Auf dem Slickrock wird es dann erst einmal etwas leichter, weil auch der Boden beim Wandern nicht mehr nachgibt und Energie raubt. Ich habe mich wieder einigermaßen beruhigt, auch wenn es weiterhin sehr hart ist.

    Ein klein wenig habe ich jetzt auch Augen für die Schönheit der Umgebung. Bisher habe ich übrigens keine Menschenseele auf diesem Trail gesehen und schon bald komme ich am Abzweig zum Wooden Shoe Arch vorbei, folge aber weiter dem Weg zum Lost Canyon.

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    Was weiterhin äußerst problematisch ist, ist jede Höhenveränderung sowohl nach oben, als auch nach unten. Runter ist natürlich weniger anstrengend als hoch, aber trotzdem geht der Ausgleich sofort extrem auf die Beinmuskulatur. Hin und wieder muss ich einen Meter hochklettern, was unter normalen Umständen einfach nur Spaß gemacht hätte, mich aber jetzt vor eine beinahe unlösbare Aufgabe stellt. Das Gewicht auf meinem Rücken zieht mich sofort in irgendeine Richtung, in die ich nicht möchte und es erfordert meine gesamte Energie, mich irgendwie sicher hochzuziehen, außerdem habe ich das Gefühl meine Beine brechen durch. Auch diese winzige Leiter abwärts ist einfach nur ein Krampf, weil ich nicht nach hinten wegkippen will. Offensichtlich ist die Verteilung im Rucksack immer noch Mist, aber ich kann es dank des riesigen Bärenkanisters auch nicht wirklich ändern. Der hat nun einmal die Form, die er hat und nimmt 3/4 des Platzes ein.

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    Nach einer Weile wird es wieder grüner und schattiger, die erste Slick Rock Passage ist Geschichte und ich habe irgendwie überlegt. Ein tolles Achievement wenn man bedenkt, dass ich gerade einmal 4 von 21 km hinter mich gebracht habe und es morgen doppelt so weit wird. Aber es wird ja leichter rede ich mir ein, immerhin das Gewicht des Wassers und des Essens sollte weniger werden.

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    Ich komme an der ersten Backcountry Site vorbei, der LC1 (Lost Canyon 1), die sich genau an der Gabelung von Peekaboo Trail und Lost Canyon befindet und an der Stelle kommen mir auch zwei Wanderer mit dicken Rucksäcken entgegen, die auf dem Weg zum Auto sind.

    Ein kleines bewegtes Zwischenfazit nach 4,17 Kilometern. Geh Backpacken haben sie gesagt. Es macht Spaß, haben sie gesagt!

    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2878/2878903-bc9691780ac806bd5af8adfbdb91693b.mp4

    Ich leg mich sehr ungern mit jemand an, der sich auch mit der KI anlegt ;-))

    Aber eine solche Brücke gab es vor über 30 Jahren nicht. Es gab solche Balken - fern dessen was da heute steht. Diese alte Brücke durch Flash Floods zerstört worden, danach wurde erst diese Stahlbrücke gebaut, die wiederum erneuert werden musste, weil eine weitere Überschwemmung auch noch den weiteren Weg abgetragen hat.

    Besser ist es 8o

    Dann haben wir aneinander vorbei geredet, ich dachte du meinst das Steinfenster in dem ich am Ende drin saß, aber ich bin gar nicht auf die Idee gekommen das du die richtige Brücke meinen könntest, die von Menschen gebaut wurde. Dann nehme ich meine Aussage natürlich zurück :smile2:

    Hab ich ja noch nie gehört, dass man einen Bärenkanister mieten kann. Gibt es dort überhaupt Bären?
    Der Ausdruck ist super, so kontrastreich. ;-))

    Ja, da gibt es Bären, gar nicht mal so wenige habe ich gehört :smile2:

    Man kann ihn unheimlich gut lesen!

    wie blöd und unhandlich!

    Bin gespannt....

    Bei uns hat es im Needles District ein heftigee Gewitter gegeben, sodaß wir keine Wanderung machen konnten!

    Vielleicht wäre ein Gewitter gut gewesen, das hätte mich eventuell von dem Unsinn abgehalten :smile2:

    Kannst du ueberall in Baerengebieten mieten

    Und aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, da wimmelt es vin Baeren

    Mein erster backpacking trip dort 2008 und ein Baer lief Nachts uns Zelt herum

    "Müssen" ist hier wohl das bessere Wort :D Aber immerhin hat es nichts gekostet

    Überlegt man das nicht vorher?

    Du bist halt ein Crazy Thing. Das käme für mich einfach nicht in Frage.

    Daher ... war ich das noch nie.

    Sollte man, habe ich aber nicht.

    cool, bin gespannt wo es hingeht.

    Ich war ja etliche Male im Salt Creek Canyon. das war damals mein allererster backpacking Trip, als es noch keine Requirements fuer Bear Canister gab und ich hatte in der Nacht ein Baer ums Zelt laufen. Und man ueberall Bearen Activity gesehen, man hat die Nachts gehoert und manchmal liefen die in der Ferne in den Bueschen rum.

    Die drei anderen Male hatte ich dann meinen eigenen Bear Canister, der diente neben Food Storage auch als Storage fuer andere Sachen und als Camp Stool. ich hatte einen 38L Day pack fuer meinen Trip, aber der Bear Canister passte da gut rein. Selbst der Schlafsack passte noch mit in den Bear Canister

    Müsste man doch eigentlich schon ahnen können anhand des Trailheads, oder? :smile:

    Der Schlafsack war größer als der Kanister selbst, nur quetschbarer

    :lach3:

    Der Ranger war ja mal ein richtiges A... Und dann schickt er Dich mit so einem Print los :tock:

    Ja, der war wirklich durch der Typ

    Tag 20 (17.05.2024) - Ein träger Morgen, die Fahrt in den Needles District und letzte Vorbereitungen


    Der Tag heute beginnt nicht ganz so früh wie ich es ansonsten von mir gewohnt bin, denn ich bleibe bis 07:30 Uhr liegen. Ich war gestern sehr spät im Bett und außerdem habe ich es nicht besonders eilig. Die Fahrt ist nicht lang und außerdem steht dann ja meine erste Übernachtungswanderung auf dem Programm. Ich stelle mir nichts öder vor, als schon am frühen Nachmittag an meinem Zeltplatz anzukommen und den Tag beenden zu müssen. Was macht man da dann noch?! Kochen wird nicht gehen, um Gewicht zu sparen lasse ich den Kocher im Auto. Buch lesen?! Fällt aus den gleichen Gründen wohl auch eher flach. Unterhalten kann ich mich auch mit niemandem, da es Einzel-Sites sind und ich nun einmal niemanden dabei habe. Also ist der Plan nicht zu früh zu starken? Ob das klug ist? Wir werden sehen.

    Jetzt gibt es erst einmal ein kleines Frühstück auf dem Zimmer.

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    Danach vertreibe ich mir die Zeit mit Rucksack packen und verzweifeln. Dieser große Overnight-Rucksack liegt jetzt seit bestimmt zwei Jahren bei mir zuhause herum und hatte noch nie einen Einsatz. Dementsprechend habe ich ihn auch noch nie getragen, getestet oder auch nur vernünftig für mich eingestellt. Außerdem hatte ich gedacht, dass der Platz locker reichen wird, tut er aber wohl eher nicht... Mein Schlafsack ist eine dickere Variante und obwohl er leicht und kompakt ist, nimmt er schon den halben Rucksack ein, das Zelt muss also provisorisch unten drunter gezimmert werden. Seile? Habe ich nicht mit. Wozu auch... Einen Plan? Habe ich auch nicht. Man hätte sich ja mal darauf vorbereiten können, aber irgendwie war es wichtiger, die exakte Uhrzeit für eine Frozen Yogurt Pause in die Reisebibel zu schreiben... :rolleyes: Jetzt hänge ich hier, in meinem Zimmer in Monticello, und muss alles last minute irgendwie geregelt bekommen. Alles, was nicht unbedingt notwendig ist, bleibt zurück. Kocher? Brauche ich nicht, für eine Nacht reicht kaltes Essen. Wechselklamotten? Aaaaach... Bin ja alleine, dann stinke ich halt. Schlafklamotten?! Wird schon warm genug sein um nackt zu pennen. Easy!

    Das Zelt bekomme ich irgendwie an den Rucksack improvisiert.

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    Ansonsten telefoniere ich noch ein letztes Mal mit Matze und schreibe ihm noch ganz genau wo ich bin, was ich vor habe und wann ich plane wieder zurück zu sein und mich zu melden.

    Mein restliches Gepäck wird wieder mit dem Schloss-System von letztem Jahr am Kofferraum festgekettet, um es für mögliche Autoknacker ein bisschen unattraktiver zu machen. Ich glaube zwar nicht, dass mitten im Nationalpark etwas passiert, aber man weiß ja nie, wenn man über Nacht weg ist.

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    Um 10:15 Uhr bin ich endlich fertig, checke aus und mache mich - bei schönstem Wetter - auf den Weg in Richtung Needles District.

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    Ich habe schon wieder vergessen, wie schön die Strecke hier runter eigentlich ist, dabei bin ich sie erst letztes Jahr zusammen mit Marc gefahren. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie grün es in der Gegend vom Newspaper Rock plötzlich wird. Hier halte ich jetzt kein 3. mal an, vielleicht Übermorgen auf dem Rückweg.

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    Danach wird die Landschaft wieder weiter und offener, um die Zeit ist niemand hier unterwegs. Im Needles District gibt es eigentlich keine kurzen, schnellen Wanderungen. Egal was man macht, man ist mehr oder weniger den ganzen Tag beschäftigt, daher sind die meisten anderen Besucher wahrscheinlich schon längst da und für den Rückreiseverkehr ist es viel zu früh.

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    Um 11 Uhr erreiche ich den Parkeingang

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    Wenige Minuten später fahre ich auf den Parkplatz vom Visitor Center. Ich habe noch zwei Missionen, bevor ich loswandern kann. Nein, eigentlich sogar drei und alle davon kann ich hier (hoffentlich) erledigen:

    1. Ich brauche das Parkpermit für's Overnight Parking am Trailhead, aktuell habe ich nur das Wanderpermit digital in der Recreation.gov App

    2. Ich brauche einen Bärenkanister, denn der ist vorgeschrieben in der Gegend. Den kann ich angeblich hier leihen

    3. Ich brauche ein mobiles Klo und hoffe sehr stark, dass ich hier eins kaufen kann. Meine bisherigen Versuche in den letzten Tagen waren nämlich erfolglos und laut Google sollte das möglich sein

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    Zuerst lande ich im Shop vom Visitor Center und stelle erleichtert fest, dass ich besagte mobile Toilette hier käuflich erwerben kann. Ich hatte schon ein bisschen Angst, dass es am Ende daran scheitert und ich nicht losgehen darf. Wie auch immer ich mir das in der Praxis vorgestellt habe... Der Ranger im Backcountry Office wird mir vermutlich nicht hinterherfahren und mich festketten, wenn ich kein Klo vorzeigen kann. Aber better safe than sorry.

    Dann kommen wir zum unangenehmen Part: Der Besuch im Backcountry Office, das man durch den Shop erreicht. Üblicherweise ist es ja so, dass Gespräche mit Rangern in National Parks sehr angenehm sind, aber wir wissen ja alle: Ausnahmen bestätigen die Regel. Hinter dem Thresen hier steht ein äußerst arrogant wirkender Sunnyboy-Ranger, der mich kritisch beäugt, als ich vor ihn trete und mein Anliegen vortrage.

    Seine ersten Worte an mich sind keine geringeren als diese:

    "Okay. But how do you plan to poop out there??"

    :confused:

    Ja, coole Begrüßung. Nachdem ich meine erste Irritation über den unerwarteten Gesprächsverlauf überwunden habe, klatsche ich ihm wortlos, aber ein bisschen stolz, mein soeben gekauftes Klo auf den Tisch.

    Es wird nickend zur Kenntnis genommen. Die erste Prüfung scheine ich bestanden zu haben.

    "How do you plan to store your food"

    Oaaahr meine Güte. Bin ich hier in einer mündlichen Hausaufgabenüberprüfung in der Schule? Typ, frag mich doch einfach, ob ich einen scheiß Bärenkanister dabei habe oder ob ich einen brauche. Jetzt könnte man natürlich denken, dass ich übertreibe, aber ihr habt den Blick von dem Ranger nicht gesehen und auch nicht die Art und Weise WIE er diese Fragen gestellt hat.

    Ich antworte selbstbewusst, dass ich einen Bärenkanister mitnehmen möchte und meine Recherche ergeben hat, das ich mir in diesem Backcountry Office einen ausleihen könnte. Er mustert mich daraufhin noch einige Sekunden und ich meine, eine gewisse Enttäuschung in seinen Augen erkennen zu können. Er dreht sich um und stellt mir dieses Monstrum hier auf den Tisch:

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    Sieht auf dem Foto jetzt nicht allzu groß aus, ist er aber. Ich frage, ob er das Ding auch noch in einer Nummer kleiner hat - Nope, hat er nicht. Gab es mal, aber mittlerweile nur noch diese eine Größe. Na toll... Keine Ahnung, wie ich das auch noch in den Rucksack bekommen soll, das wird eine Katastrophe. Ich muss mich noch in eine Liste eintragen, damit ich den Behälter auch morgen wieder zurückbringe, die sind nämlich alles andere als günstig, daher habe ich mir für die eine Wanderung auch keinen kaufen wollen. Zumal das Ausleihen hier auch gar nichts kostet.

    Zu guter Letzt wird mir auch noch das Park Permit ausgedruckt... naja. Oder so ähnlich. Ob man das jetzt wirklich als gedruckt bezeichnen kann lasse ich mal dahin gestellt, aber Sunnyboy meint, dass würde so schon ausreichen und ich muss ihm wohl glauben, schließlich habe ich keinen eigenen Drucker im Auto.

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    10 Minuten fahre ich jetzt zum Salt Flat Trailhead, finde easy einen Platz auf dem großen Parkplatz, lege das Permit in die Windschutzscheibe und würde jetzt gerne den Bärenkanister einräumen, damit ich bald mal starten kann. Nur... Wie sage ich das jetzt am besten. Mein IQ entspricht offensichtlich ziemlich genau dem eines durchschnittlichen Bären, denn egal was ich mache, ich bekomme diesen drecks Bärenkanister einfach nicht auf. WIE ZUM TEUFEL GEHT DAS?!! Ich drehe, ich ziehe, ich drücke, es tut sich NICHTS. Das kann doch einfach nicht wahr sein, ich bin schon jetzt unglaublich genervt von allem hier, grad nach der unfassbaren Unfreundlichkeit des Rangers vorhin. Das kann nur gut werden!

    Natürlich gibt es am Trailhead auch keinerlei Internet, also geht es die 10 Minuten zurück zum Visitor Center. Die Blöße, jetzt auszusteigen und den Ranger zu fragen, gebe ich mir aber mit absoluter Sicherheit nicht und so bleibe ich draußen vor der Tür stehen, logge mich ins WLAN ein und schaue mir ein Youtube Video an :rolleyes: Bis zum Auto reicht das Netz nicht, also heißt es einprägen, zum Auto gehen und testen. Aha! Klappt. Uuuuuuuund die 10 Minuten wieder zurück zum Trailhead.

    Ich habe keine Wahl, ich muss deutlich mehr in diesen Bärenkanister stopfen, als nur mein Essen, mein Deo und meine Zahncreme. Ganz einfach aus dem Grund, weil ich ansonsten zu wenig Platz habe. Es reicht gerade so für Schlafsack, Iso Matte, Bärenkanister, etwas extra Wasser, den zusammengefalteten 1,5l Campelback Rucksack mit Wasser und 3l Trinkblase im großen Innenfach, also kommt wirklich jeder Kleinscheiß in den Kanister, inkl. Stirmlampe, Powerbank, etc. Mit absoluter Gewalt bekomme ich den Rucksack dann zu und es passt wirklich kein Blatt mehr rein, geschweige denn, dass ich das Teil großartig anheben kann. Habe ich schon erwähnt, dass es nur gut werden kann??

    Jetzt muss ich aber erst einmal noch ein paar Kalorien zu mir nehmen, die Frosties heute morgen reichen definitiv nicht für den Plan und je weniger ich mitnehmen muss, desto besser.

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    Ich habe jetzt lange hin und her überlegt und mich dafür entschieden, euch für diesen Reisetag ausnahmsweise ein paar der Videos, die ich für Matzes und mein Videotagebuch gemacht habe, zur Verfügung zu stellen, auch wenn sie dafür ursprünglich nicht gedacht waren. Die verdeutlichen den Verfall und Leidensweg der nächsten Stunden einfach besser als Beschreibungen und Fotos es könnten :laugh:

    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2878/2878235-41bb808632a80a02614836a80370ca01.mp4

    Damit dürfte klar sein, wo es hin geht, oder?

    Immer wieder schön der Arches NP  <3

    Yes yes, kann ich uneingeschränkt zustimmen

    Ach, wunderschöne Fotos vom Delicate Arch :!::clap1:

    Was du so isst :rolleyes: na ja....

    Danke!

    Dinge die satt machen und ganz gut schmecken ;) Ist mir beim wandern wirklich egal wie es aussieht.

    Der Blick aus dem Window ist toll, zum Sonnenuntergang stand ich da noch nie drin, sollte ich aber mal!

    Aber wer hat dir denn auf den Teller gekotzt? :smile:

    Lohnt sich wirklich!

    Gute Frage... Du?

    Dann hatte ich es irgendwie falsch in Erinnerung, aber ich war an beiden Arches.

    Du solltest einfach besser lesen, dann verstehst du den Witz auch ;)

    Oh ja der Slickrock. Was bin ich da gestorben, aber auch da hat mich der bloße WIlle hochgetrieben.

    Lohnt sich ja auch für das Ziel

    Ach ja, der Slickrock - da bin ich auch schon hoch gewandert, und war gar nicht so schlimm.

    Der Besuch am Delicate Arch hat dir ja mal wieder richtig Spaß gemacht.
    Ich wusste doch, dass du das nicht auslassen kannst :)

    Heute finde ich das auch nicht mehr schlimm :D

    Ihr kennt mich einfach schon zu gut :D

    Was für Menschenmassen, einfach unglaublich, das ist nicht mehr schön

    Trotzdem hast Du es geschafft, den Arch ohne Menschen abzulichten, Respekt

    Man muss nur Lösungen finden, zum Beispiel dieses Loch in der Wand :D das mit dem Foto ohne Menschen war aber schon etwas schwierig, man hatte nur wenige Sekunden um den Wechsel abzupassen, näher Richtung Sonnenuntergang war es fast nicht mehr möglich, weil niemand mehr Rücksicht nimmt

    das mit den Menschenmassen habe ich auch gedacht, unglaublich! 2013 und 2015 war da kaum was los

    Ich denke mal, ich werde mir den Delicate Arch wohl schenken

    Werde wohl bei Nacht hochgehen, zu meiner Zeit ist Dreiviertel Mond, da wird der Arch schoen belichtet

    Das kann ich jetzt nicht behaupten, bei mir war auch 2015 schon fast genau so viel beim Sunset beim Delicate Arch los. Wenn nicht sogar genauso viel.

    Das ist auch schön. Nachts bin ich schon 2x hoch gelaufen, mittlerweile stehen auf dem Slickrock sogar Wegweiser, die im dunkeln das Licht der Stirnlampe reflektieren. Beim 2. mal Nachts waren wir irgendwie zu 15. da oben... Ist also in den meisten Nächten auch nicht leer ;)

    Was ist das da für eine Brücke ? Die war Mitte der 90er noch nicht da

    Übrigens sind wir damals (so etwa in Deinem Alter) mit FlipFlops hoch - ohne Kreislaufkolaps.

    Damals gab es vielleicht drei Steinmännchen die uns den Weg so ungefähr gezeigt haben. Rainer lief mit Kind 1 und ich mit Kind2 - weil wir uns nicht einig waren, welcher Weg der richtige wäre. Und dieses, dein Bild, erinnert mich immer wieder an meinen Fehler. Während Rainer irgendwo von oben gekommen ist, bin ich irgendwo lang dass ich in Höhe dieses Schlitzes gekommen bin. Das war dann tierisch anstrengend da hoch zu kommen. Auch weil ich etwas Angst hatte ...da geht es doch irgendwo ziemlich tief runter...?

    Wie auch immer. Wir waren mehrere Male da. Wenn ich aber die Bilder von heute sehe, dann ist es ein Grund, dass ich wahrscheinlich da nie wieder hoch gehen werde. Aber Du hast ja nur die Wahl mit den Massen oder es gar nicht zu sehen.

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    Welche Brücke? Das Loch in der Wand, wo ich am Ende drin saß? Ich bin absolut überzeugt davon, dass das auch in den 90ern schon da war, so schnell entsteht sowas ja nicht :D

    Schön den Arch nochmal zu sehen, hoch werden wir wohl nie mehr gehen ....

    Gerne :)

    Ich liebe diese Wanderung dort hoch. Auch mittlerweile glaube ich 3x gemacht.

    Ich finde es auch immer wieder schön und mit unter 3km oneway auch sehr kurz. Aber ansonsten wäre es wohl auch nicht immer so voll.

    Der Blick aus dem Window ist traumhaft :clap1:

    Wird leider anscheinend von Jahr zu Jahr voller :huch1: Ich denke, dass auch angehobenen Preise der Nationalpark-Pässe nicht viel ändern werden.

    Fand ich auch, war eine gute Idee hochzuklettern :D

    Tag 19 (16.05.2024) - Arches National Park: Sunset am Delicate Arch


    Ich schätze, es hat nicht wirklich jemand geglaubt, dass wir jetzt zum Hotel fahren und den Sonnenuntergang am Delicate Arch auslassen, oder?! Natürlich habt ihr recht und ich fahre weiter zum Parkplatz der Wolfe Ranch. Der ist auch schon mehr als gut gefüllt, aber weiter hinten kann ich zum Glück noch einen freien Platz finden. An dieser Stelle frage ich mich wieder wie sinnvoll es ist, den Eintritt in den Park tagsüber zu regulieren, aber vor Sonnenuntergang, wenn es hier richtig voll wird, nicht mehr.

    Ich überlege kurz und komme zu dem Entschluss, dass ein Frozen Yogurt bei all den Wanderungen vermutlich kein vollwertiges Abendessen darstellen sollte und außerdem habe ich noch ein bisschen Zeit. Ich schiebe mir also, trotz wenig Hunger, noch schnell einen Wrap mit Katzenfutter Hühnchen aus der Tüte rein - ja, ich weiß, sieht voll lecker aus - bevor ich mich auf den Weg mache.

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    Ich entscheide mich gegen einen Rucksack und damit auch gegen die Kamera, auch, wenn ich sie eigentlich jetzt wieder mitnehmen wollte. Die Freiheit bei der Wanderung vorhin hat mir aber zu gut gefallen und außerdem war ich ja bereits zweimal zum Sonnenuntergang am Arch der Arches. Dieses Mal muss die iPhone Kamera also reichen, ich habe keine Lust mehr zu schleppen. Eine 0,5 Liter Flasche Wasser muss aber sein und so nehme ich sie einfach in der Hand mit.

    Das Licht ist schon schön warm, als ich mich um 19:20 Uhr auf den Weg mache.

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    Schon bald erhebt sich die berüchtige Slickrock Platte vor mir und ich gehe ganz gemütlich hoch. Zumindest fühlt es sich für mich so an, tatsächlich bin ich aber super schnell oben und bin einmal mehr begeistert über meinen aktuellen Fitnesszustand. Wenn ich da an meinen ersten Delicate Arch Besuch in 2015 zurück denke.... GESTORBEN sind wir und Dominik hat sich auf halber Strecke sogar noch auf den Boden gesetzt und sich geweigert noch einen weiteren Schritt bergauf zu gehen :laugh: Auch mir ging es nicht viel besser, der bloße Wille hat mich am Laufen gehalten und heute? Heute habe ich weniger Puls als noch vor einem Jahr arbeitend an meinem Schreibtisch.

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    Am Ende treffe ich noch vier Leute, die sich angestrengt auf Deutsch miteinander unterhalten. Sie stehen an einem der Richtungsweiser und sind kurz vor einem Kreislaufkollaps - Ich sage ihnen, dass wir die Rampe nun hinter uns haben und sie das schlimmste geschafft haben. Als Antwort wird mir ein "sagt die durchtrainierte junge Dame" entgegen gekeucht. Ich fühle mich zwar geschmeichelt, trotzdem bleibt es die Wahrheit!

    Almost there

    Aber recht haben sie mit ihrer Skepsis. Wie oft hört man diesen Satz beim Wandern von Amerikanern, die der Meinung sind, einem damit Mut zu machen? Völlig egal wie weit es wirklich noch ist, die Floskel ist immer die gleiche. Noch ein Kilometer? Almost There. Noch zwei Kilometer? Almost There. Noch ein Death Valley Ultramarathon? Almost There. Man kann absolut gar nichts auf diese Aussage geben. Aber ich bin ja kein freundlicher Amerikaner, sondern eine realistische und ehrliche Deutsche und somit in der Hinsicht höchst vertrauenswürdig.

    Zwei von den Leuten erkennen mich dann sogar und meinen "Das ist doch die nette Frau, die uns heute morgen beim Sonnenaufgang Platz gemacht hat" und dann macht es auch bei mir Klick: Wir haben uns bereits am Mesa Arch unterhalten. Ein lustiger Zufall und ich freue mich, dass meine gute Tat sehr gewürdigt wurde :laugh:

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    Am finalen, und immer wieder spektakulär aussehenden, Anstieg zum Delicate Arch bin ich genau 30 Minuten, nachdem ich das Auto verlassen habe und das, ohne eine Anstrengung zu verspüren. Das ist in der Tat der ordentlich und deutlich besser als in allen anderen Urlauben zuvor :redface:

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    Um 19:50 Uhr sehe ich ihn endlich mal wieder, den Delicate Arch. Wobei, wir wollen mal nicht übertreiben, genau genommen habe ich ihn letztes Jahr noch gesehen :laugh: Zwar nur bei Nacht, aber immerhin! Der letzte Sonnenuntergang war hier oben tatsächlich vor 6 Jahren und deshalb freue ich mich sehr über den Anblick des rot angeleuchteten Bogens.

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    Es ist übrigens nicht voll, es ist abartig voll! So schlimm habe ich es bisher nicht gesehen, aber mein letztes Mal ist lange her und seitdem wird es wohl von Jahr zu Jahr schlimmer geworden sein. Es gibt jetzt auch so gut wie keine Phasen mehr, wo man den Delicate Arch ohne Leute erwischt, kurz vor Sonnenuntergang steht immer jemand drunter. Früher wurde man um diese Tageszeit dafür noch ausgebuht, mittlerweile scheint das aber aufgegeben worden zu sein.

    Mir ist das heute alles egal, kurz vor dem eigentlichen Sonnenuntergang gehe ich ein Stück zurück zur Rampe, weil ich mir dieses Fenster, durch den man den Arch sehen kann, mal genauer anschauen will.

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    Das Window liegt dann doch relativ weit oben und ich muss gut klettern um mit meiner Größe reinzukommen, es funktioniert aber ganz okay. Hier oben habe ich meine Ruhe und kann mich noch ein paar Minuten hinsetzen, ohne mir irgendwelches Gekreische oder diverse FaceTime Calls reinzuziehen.

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    Sehr coole Perspektive eigentlich!

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    Ich beobachte noch ein bisschen die Leute, die sich unter mir auf der Rampe auf den Rückweg machen und mache schnell noch ein Video. Das muss Matze unbedingt gesehen haben und auf meinem privaten Logenplatz störe ich mit meinem Gequatsche auch niemanden. Wobei ich wahrscheinlich der einzige Mensch weit und breit bin, dem das heute noch unangenehm wäre :rolleyes:

    Beim Weg nach unten wollte ich mich eigentlich ein bisschen beeilen, aber ich treffe ein weiteres Mal auf die Frau von vorhin und heute morgen, diesmal ist sie allerdings alleine, weil sie schonmal vorgehen wollte. Sie war das vorhin mit den Kreislaufproblemen und so schließe ich mich an und wir kommen noch nett ins Gespräch. Dadurch komme ich zwar langsamer voran, habe aber noch einen schönen Austausch und kann mir außerdem sicher sein, dass sie gut unten ankommt. Ich habe ja heute eh nichts mehr vor, außer nach Monticello zurückfahren und irgendwann noch mit Matze telefonieren. Der wollte zwischen 22 und 22:30 Uhr anrufen, das kann ich zur Not auch aus dem Auto heraus.

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    Im Auto stelle ich fest, dass ich laut Navi eh erst um 22:15 Uhr zurück bin... Upsi :laugh: Die Fahrt durch die Dunkelheit klappt besser als befürchtet, irgendwie bin ich weniger müde als in den letzten Tagen. Trotzdem bin ich froh, als ich nach dem ewig langen Tag wieder in Monticello ankomme. Ich gehe schnell noch an der Rezeption vorbei, weil ich die zweite Nacht noch bezahlen muss und außerdem nehme ich mir nochmal 2 Portionen von den Teriyaki instant Nudeln mit, die gestern ganz okay geschmeckt haben. Alles andere hat sowieso schon geschlossen hier und ein bisschen was muss ich ja noch im Magen haben.

    Ich räume das Auto einmal komplett aus, fülle die Trinkblase und deponiere sie im Kühlschrank. Dann gehe ich schnell noch duschen, das tut vielleicht gut nach dem langen, heißen Tag, die Salzkruste auf dem ganzen Körper war dann doch eher weiter fortgeschritten :laugh: Danach wird gegessen, gleichzeitig telefoniert und außerdem stopfe ich Iso Matte und Schlafsack schon einmal in den Rucksack, der Rest wird morgen früh gepackt. Ja... Es geht auf die erste Overnight Wanderung meines Lebens und ich bin sehr unsicher, wie gut diese Idee ist. Ansonsten speichere ich noch schnell mein Permit Offline ab, lade die Powerbanks und mache um 00:15 Uhr das Licht aus.

    Morgen und Übermorgen werden durchaus spannende Tage...

    Tolle Wanderung - die hatte ich auch noch nicht gemacht.

    Und die Entscheidung JETZT: wie ich dich kenne wird es der Sunset am Delicate Arch :)

    Das weiß ich jetzt aber nicht... :smile:

    Klasse Aufnahmen - von einer klasse Landschaft

    Absolut :) Arches ist toll!

    Einfach nur wunderschön:!:

    ;like;

    Kann ich nur zustimmen!

    Wir waren in den letzten 20 Jahren dreimal im Arches NP und von dieser Wanderung hatte ich noch nie etwas gehört ... - bis ich vor ein paar Tagen einen Vlog gesehen habe und jetzt deinen Reisebericht.

    Ist das ein Zeichen? ;-))

    Sieht wirklich toll aus;like;

    Ging mir genauso... Ich habe jetzt nur auf die Schnelle etwas gesucht, was ich noch nicht kannte und habe einen Glückstreffer mit dieser Wanderung gelandet.

    Absolut :wink1::smile:

    Genau in dem Moment, in dem ich Deinen Bericht lese, schauen wir die Anfangsszene von Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, der - wo auch sonst - im Arches NP spielt 🥰

    Auch sehr schön :D

    Irgendwann war ich beim Brocken Arch und beim Sand Dune Arch, aber ich war da von der Windows Section aus.

    Ich wusste gar nicht, dass es auf dem Brocken ein Arch gibt. Da bist du aber weit gewandert vom Arches aus... Tobi_ den haben wir im Juni wohl verpasst :smile:

    die wanderung kenne ich auch nicht

    Muss aber auch sagen, das ich 2016 oder so das letzte Mal im Arches war

    Ist schon ewig her und vieles aendert sich ja auch im Laufe der Zeit

    Ich gehe davon aus das es die Arches und den Loop auch 2016 schon gab :D

    Für diese Wanderung fehlte uns damals die Zeit, so sagen es zumindest meine Reiseaufzeichnungen. So schade, da haben wir wirklich etwas Wunderschönes verpasst. Danke für Zeigen :* !

    Schade, die war wirklich nett!

    Was für eine wunderschöne Wanderung ;like;

    Wir waren zwar auch schon mehrmals im Arches, aber das ist noch unbekannt. Sollten wir es nochmal dahin schaffen, dann ist die Wanderung defintiv auf der Liste ganz oben :clap1:

    Kann ich nur empfehlen :)

    Die Wanderung kannte ich auch nicht. Wäre daher für einen nächsten Besuch auf der Liste.

    Wann auch immer das sein wird.

    Wird es ja noch was länger geben :D

    ich habe dort angerufen

    Steht ja auf der Webseite, das man anrufen soll.

    Die Tage davor und danach haben sie Cabins, leider nicht ueber das Memorial Day Weekend :rolleyes:

    Ich rufe eh lieber direkt an und frage nach. Bummer! Hatten andere die gleiche Idee gehabt

    Hoffe daher auf kurzfristige Stornierung und buche bis dahin was anderes als Sicherheitsbuchung, dann habe ich das WE wenigstens gesichert. Ich hasse Feiertage


    Ergibt für mich keinen Sinn, wenn online nur für dieses Jahr buchbar ist bisher. Ich würde einfach nochmal gucken wenn das Fenster grundsätzlich freigegeben ist ;)

    Tag 19 (16.05.2024) - Broken Arch, Tapestry Arch und Sand Dune Arch


    Ich fahre bis fast hinten durch, mein Ziel ist der Parkplatz des Sand Dune Arches. Den kenne ich bereits von 2018, allerdings kann man hier noch eine etwas "größere" Runde von 4,5 Kilometern bis zum Broken Arch Campground drehen und dabei den Broken Arch und Tapestry Arch mitnehmen, den ich trotz meiner bisher vier Besuche im Park noch nicht gesehen habe.

    Ich bin überrascht, der Parkplatz ist restlos belegt, dabei kamen mir die Zufahrtsstraße und die Parkplätze auf dem Weg gar nicht mehr allzu voll vor. Ich finde aber noch etwas am Seitenstreifen auf der gegenüberliegenden Straßenseite und so steht Wanderung Nummer 4 des heutigen Tages nichts mehr im Wege. Der Qualität der Fotos steht allerdings durchaus etwas im Wege und zwar Sonnencreme, die ich mit meinen Patschefingern offensichtlich auf der Linse des iPhones verteilt habe - Entschuldigt also bitte die Bildmatsche zu Beginn des Trails :laugh:

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    Zunächst einmal laufe ich am Sand Dune Arch vorbei und mache mich auf den Weg in Richtung Campground bzw. Broken Arch. Die Landschaft ist - wie überall im Arches National Park - einfach wunderschön mit ihren zahlreichen Finnen.

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    So richtig weiß ich noch immer nicht, ob ich den Sonnenuntergang am Delicate Arch gleich mitnehmen will, oder nicht. Ursprünglich wollte ich eine Stunde eher im Park sein, da die Pause in Moab nicht geplant war, von daher wird es zeitlich jetzt langsam schon extrem knapp, sollte ich mich dafür entscheiden. Zumindest, wenn ich jetzt noch gemütlich diesen Trail hier laufe ... Um mir alle Optionen offen zu halten höre ich also einfach damit auf, diesen Trail hier gemütlich zu laufen :laugh: Nein, ich drehe natürlich nicht vorzeitig um, sondern ich jogge einfach an den Stellen, die es zulassen :weirdo: Es gibt keine schlechte Planung, es gibt nur Lösungen :biggrin: Der Frozen Yogurt war's wert! Immerhin klappt die flüssige Bewegung grad sogar besser als normales Gehen, wahrscheinlich, weil es nach all der Latscherei heute mal eine andere Belastung ist.

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    Kamera und Rucksack sind im Auto geblieben, von daher kann ich problemlos ein bisschen vor mich her laufen. Die Tiefsand Stellen, an denen es auch noch bergauf geht, spare ich mir joggend allerdings und gehe dann doch lieber wieder :laugh:

    Da kommt auch schon der Broken Arch in Sichtweite

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    Ach wie cool! So genau hatte ich mir den Trail vorher gar nicht angeschaut

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    Ehrlicherweise habe ich mir unter dem Broken Arch auch keinen so stattlichen, intakten Arch vorgestellt, sondern vielmehr die Überreste, die keinen geschlossenen Bogen mehr ergeben. Irgendwie mehr... Broken halt. Vor mir erhebt sich aber ein gar nicht mal so kleiner, vollständiger Arch, durch den ich auch noch durchklettern darf - Gefällt mir.

    An der Stelle bin ich übrigens auch endlich mal auf die Idee gekommen meine Kameralinse abzuwischen, den Schmand sehe ich mittlerweile schon auf dem kleinen Bildschirm in der Galerie :laugh:

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    Übrigens ist mir auf dem gesamten Weg bisher keine Menschenseele begegnet, der gesamte Parkplatzinhalt scheint sich also am Sand Dune Arch zu befinden :laugh:

    Danach geht es nicht mehr auf einem sandigen Pfad weiter, sondern auf Slickrock. Dadurch komme ich an der Stelle nicht mehr ganz so zügig voran, dafür wird der Trail noch einmal richtig schön und entpuppt sich als viel mehr als nur ein kleiner Lückenfüller, wenn man alles andere schon kennt.

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    Wenn wir schon mal da sind, dann machen wir auch noch den kleinen Abstecher in die Sackgasse des Tapestry Arches.

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    Der Tapestry Arch wird dann auch schnell sichtbar und einmal mehr bin ich richtig begeistert, denn auch unter diesem Arch konnte ich mir mangels Vorbereitung nichts vorstellen. So sehr ich detaillierte Planung auch liebe, manchmal ist es doch ganz cool keinerlei Erwartungen zu haben und sich dann positiv überraschen zu lassen. Selbst wenn es keine Highlights gewesen wären, was soll bei einer relativ flachen 4,5 km Runde schon schief gehen?

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    Für einen spektakulären Hintergrund sorgen einmal mehr die schneebedeckten La Sal Mountains. Immer wieder ein Hingucker!

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    Auch der Campground kann sich absolut sehen lassen, auch wenn ich ehrlich gesagt zuvor noch nie etwas von ihm gehört hatte und immer dachte, der Devils Garden Campground wäre der einzige im Park.

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    Zwischen Campground und Sand Dune Arch wird der Trail noch einmal richtig schön und abenteuerlich, damit hatte ich ja nun überhaupt nicht gerechnet. Hatte ich schon erwähnt, dass diese Wanderung sehr viel schöner ist als ich es erwartet hatte? Ich glaube schon. An der Stelle eine absolute Empfehlung wenn man viel Schönes im Arches sehen möchte, gleichzeitig aber keine 15 km wandern will und außerdem halbwegs seine Ruhe möchte. Vielleicht ist hier etwas mehr los, wenn man früher am Tag kommt, aber mit Sicherheit nicht so viel wie auf den bekannten Wanderungen und an den Windows.

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    Kaum bin ich vom Slickrock runter und zurück auf dem Sandweg, kann ich wieder ein bisschen Gas geben... Noch immer hat mich die Idee vom Sonnenuntergang nicht ganz losgelassen, auch, wenn es vermutlich nicht mehr unbedingt vernünftig ist heute.

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    Trotz knapper Zeit biege ich am Ende natürlich noch schnell zum Sand Dune Arch ab, das bedeutet immerhin nur ca. 100 Meter Umweg, auch, wenn die es in sich haben. Es geht ziemlich eklig im Tiefsand bergauf und man kann sich noch einmal richtig schön einpudern dabei. Am Ende kommt eine kleine "Treppe" und ein Slot, danach ist man auch schon da.

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    Hier sind noch ein paar einzelne Menschen, aber auch kein Vergleich mehr zu den Massen, die uns damals hier begegnet sind. Wahrscheinlich würde ich jetzt sogar ein Bild komplett ohne andere Leute hinbekommen, ich habe aber keine Lust zu warten und nehme die einzelne Person in Kauf :laugh:

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    Keine 2 Minuten später bin ich auch schon wieder an meinem Auto und habe für die 4,5 km insgesamt ziemlich genau eine Stunde gebraucht, mittlerweile ist schon 19 Uhr und ich müsste mich JETZT entscheiden. Delicate Arch oder Rückzug nach Monticello?!

    Das stand letztens hier in der Zeitung, dass es mittlerweile in Neuss auch Schuhläden machen. Die Reaktion der Menschen war - außer in der Gastro - dazu zerschmetternd.

    Zurecht!

    Grandioses Foto :clap1::clap1::clap1:


    Ich liebe den City Market in Moab, tolles Salatbuffet

    Dankeschön, ich mag es auch sehr gerne!

    Ich finde die Trinkgeldsituation in den USA ganz furchtbar.
    Auf Tiktok werden oft Zahlungsbelege hochgeladen, wo vom Restaurant handschriftlich vermerkt ist, dass man nicht auswärts essen sollte, wenn man nicht bereit ist, 20 oder 30 % Trinkgeld zu gebe. Ich finde so etwas unverschämt, dass man gezwungen wird, fast die Hälfte der Kosten noch als Tip obendrauf zu zahlen. Warum werden die Angestellten in den USA nicht ordentlich von den Restaurantbetreibern bezahlt? Ich verstehe das ganze System nicht. Man sollte sich einmal ein Beispiel an anderen Ländern nehmen, wie z.B. Japan oder Australien.
    Wenn jetzt auch noch bei McDonalds oder Starbucks Trinkgeld verlangt wird......:tock:

    Ich habe nichts dagegen freiwillig ein Trinkgeld zu geben, aber nicht so.

    Ich mache das ohne Dienstleistung auch nicht und klicke es weg, wenn ich - wie hier - alles selbst machen musste. Aber trotzdem ist es jedesmal irgendwie unangenehm und man fühlt sich unter Druck gesetzt. Schon etwas nervig.

    Der Arches ist mein Lieblingspark, daher danke für die schönen Bilder.

    Ich mag ihn auch wirklich sehr, sehr gerne!

    Als ich das erste mal in den USA war, war 20% viel und 15$ das Minimum... Jetzt gehen die Vorschläge meistens ja erst bei 20% los und man kann dann irgendwie wählen zwischen 20,25 oder 30. Das finde ich schon wirklich sehr unverschämt und ich habe auch noch nie mehr als 20 gegeben. Habe ich auch in der Zukunft nicht vor, allerdings wurde ich noch nie doof angeschaut bisher. Aber auf die Summe ohne Tax ist doch richtig? Habe ich so zumindest gelernt (vergesse es nur gelegentlich und gebe dadurch mehr als ich wollte)

    So geht es mir auch immer wieder... Für die kleine Größe hat der Arches unheimlich viele Highlights auf kleinstem Raum und auch die Straße selbst ist absolut ein Highlight.

    Ich benutze keine Self Pay Terminals, ich will eine richtige Person haben beim Check out und auch deren Nob ynterstuetzen

    Stelle mich lieber 20 Minuten an eine richtige Kasse als so ein Self Pay Ding.
    Hatte ein einziges Mal gemacht, danach waren meine Kreditkarten Daten gestohlen. Nein danke

    Ich benutze die Teile immer, wenn ich die Chance habe, weil ich es lieber selbst mache. Geht einfach schneller und ich muss nicht anstehen. Oft hat man aber gar keine Wahl mehr, die ersten Läden bei uns schaffen richtige Kassen schon komplett ab und haben nur noch SB Kassen. Noch kann man den Laden wechseln, wenn man das nicht möchte, aber in Zukunft wird es überall so sein.

    So, die 4 fache Oma, die sich bis gestern noch in Berlin um einen quirligen 2 Jährigen kümmern musste (ein neues Brüderchen, also jetzt die Rückennummer 4 in unserer Fußballmannschaft, ist angekommen), ist jetzt auch hinterhergereist :cap:.

    Was für ein Topping auf deinem Snack ;-)), sehr lecker, für so etwas bin ich auch immer zu haben!

    Bzgl. des Trinkgeldes muss ich sagen, dass ich mich jetzt in Berlin schon das eine oder andere Mal "entschuldigt" habe, kein amerikanischer Tourist, die dort in Massen herumlaufen, zu sein. Der Service verstand sofort, was ich meinte, es war aber okay. Für guten Service gibt es etwas mehr, für schlechten auch schon mal nichts. Meine Friseurin, unser Paketbote von DHL, mein Fensterputzer und der Picnic-Lieferdienst bekommen Trinkgeld. Die anderen Paketboten, die mir die Pakete einfach vor die Haustür knallen und nicht einmal klingeln, natürlich nicht. Meine Reinigungshilfe bekommt außer zu Weihnachten kein besonderes Trinkgeld, denn sie wird so schon anständig bezahlt, und das muss reichen.

    Herzlichen Glückwunsch :smile2:

    Man kann nie genug Toppings auf so einem Frozen Yogurt haben :smile:

    als jemand, der hier unter anderen vom trinkgeld lebt, muss ich sagen: Egal ob guter Service oder nicht, kein einziger Europaer gibt jemals Trinkgeld.

    Als ich noch von Europa aus in USA bin, habe ich immer Trinkgeld gegeben. Einfach, weill es in den USA eben Sitte ist. Ob es einen als Europaer gefaellt oder nicht

    Und der Grossteil der Leute hier lebt davon, vor allem wenn man bedenkt das man von Minimal Lohn keine Rechnung bezahlen kann

    Keine Ahnung, ich habe bei geführten Touren bisher immer Trinkgeld gegeben.

    Arches geht immer ... ich kann mich daran nie sattsehen.

    Devils Garden ist für mich einer der schönsten Campgrounds, die es in USA gibt, da waren wir leider nur einmal.

    Absolut! Ich habe es bisher nicht hingeschafft, ich wollte immer mal... Aber irgendwie hat es mich dann doch immer ins Hotel gezogen, weil ich einen Pool wollte oder so. Beim Arches ist die Anfahrt auch einfach kurz aus Moab, da fällt der Benefit der kurzen Anfahrt, den man bei vielen anderen Campgrounds hat, ein bisschen weg und es fällt leichter bequem zu sein.

    du bist aber nicht auf meinen Touren

    Europaer geben da keinen Tipp, niemals

    Alle anderen schon

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass KEIN Europäer dir JEMALS Trinkgeld gegeben hat. Das ist mir ein bisschen zu pauschal ;)

    Sehe ich auch so

    Andere Laender, andere Sitten

    Dann muss sich den Gegebenheiten als Tourist halt anpassen

    Mache ich ja auch wenn ich in ein fremdes Land fahre.

    Bis zu einem gewissen Punkt ja, aber nicht grenzenlos