Beiträge von lunchen

    Ärgerlich, wegen den Hanging Lakes - erst die Wartezeit und dann ist es doch nix.
    In der Ecke war ich noch gar nicht.

    Und Glückwunsch nochmal zum Halb-Marathon. Ganz starke Leistung :)
    Jetzt aber mal auch wieder etwas durchschnaufen :)


    Danke!


    Mit durchschnaufen ist nichts, die Boulderliga läuft noch bis Ende Mai und dann startest du auch schon der Trainingsplan für den richtigen Marathon im Oktober. Im Juli habe ich mich noch mal für die 100 km Mammutmarsch angemeldet :smile:

    Tag 17 (14.05.2024) - Auch dieser Tag beginnt schwierig: Von Permit Katastrophen, Planungsschwierigkeiten und der Fahrt zum Valley of Dreams


    Wie erwartet, habe ich heute in der Tat keine Lust um 4 Uhr Nachts loszufahren und schlafe auch zu lange dafür. Das nimmt mir zwar die Entscheidung ab, ob es für mich heute einen Sonnenaufgang gibt oder nicht, aber so richtig weiß ich immer noch nicht was ich jetzt tun soll. Losfahren? Bis 8 Uhr warten um das Hanging Lake Permit zu buchen? Habe ich Lust hier noch so lange im Hotel rumzugammeln? Was ist, wenn ich an meinem Ziel kein Netz habe, sind dann später noch Permits da? Frage ich jemand anderen in Deutschland, ob er sich darum kümmert?

    Eeeey, der Tag hat noch nicht einmal angefangen und ich bin schon genau so genervt wie gestern Abend, diesmal von meiner Unentschlossenheit. Aber keine Sorge, ich bleibe nicht den kompletten Tag so anstrengend, es wird sich legen :laugh:

    Vielleicht verrate ich euch jetzt erst einmal meinen theoretischen Plan für die nächsten Tage, so, wie er in der Reisebibel steht:
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    14.05 (heute): Valley of Dreams mit Sonnenaufgang, King of Wings, Bisti Badlands, Arches
    15.05: Cox Canyon Arch, Million Dollar Highway inkl. ein paar kleiner Wanderungen, Zelt Aufbauen am Black Canyon of the Gunnison
    16.05: Gunnison Route runter zum Fluss am Vormittag, Hanging Lakes am Nachmittag, Hotel in Grand Junction
    17.05: Kram im Arches, den ich noch nicht kenne (Tower Arch zum Beispiel), Fahrt in den Needles District und Übernachtung am Campground
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    So. Das ist die Theorie. Ich kann jetzt schon einmal Spoilern und sagen: Wird so nicht passieren. So gut wie nichts davon :laugh: Aber das weiß ich jetzt noch nicht und frühstücke erst einmal und bereite die Abfahrt vor, es ist nämlich grad mal 7 Uhr. Nebenbei diskutiere ich mit Matze über meine Pläne und der sagt mir auch, ich soll erstmal chillen und mich um 8 Uhr selbst um die Buchung kümmern. Na gut. Hilft ja nichts und ist jetzt sowieso schon in einer Stunde.

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    Um Punkt 8 Uhr aktualisiere die Seite der Hanging Lakes und traue meinen Augen nicht. Ich könnte jetzt einen guten Yoga Lehrer gebrauchen, der mir dabei hilft meine Wut wegzuatmen, leider befindet sich aktuell aber keiner in meinem Hotelzimmer, weshalb ich dann doch einfach kurz ausraste. NICHT-DEREN-ERNST :mad: :mad: :mad:

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    Der Tag geht ja schon wieder genau so fantastisch los wie der letzte geendet ist :rolleyes: Wie soll man da mit guter Laune starten? Also keine Hanging Lakes übermorgen, ergibt es dann überhaupt Sinn nach Colorado zu fahren? Nicht wirklich, aber den Black Canyon runter würde ich schon auch gern. Das ist jetzt aber ein Problem meines Zukunfts-Ichs, denn mein Gegenwarts-Ich hat jetzt wirklich schon genug Zeit vom wertvollen Tag in diesem hässlichen Motelzimmer verplempert.

    Um kurz nach 8, also vier Stunden später als geplant, sitze ich nun also im Auto und bin auf dem Weg zum Valley of Dreams. Was ist das in dieser Gegend eigentlich für ein Mist mit den ganzen Badlands und deren komische Namen? Die Planung dieses Tages hat am längsten von allen gedauert und mir den letzten Nerv geraubt.

    Ah-Shi-Sle-Pah Wilderness, De-Na-Zin Wilderness, Hatschi Ching Chong Wilderniss, Wilderniss Wilderniss und wo ist da jetzt der Alien Throne, der King of Wings und die Cracked Eggs? Und kann man alles auf einmal machen? Nein, kann man natürlich nicht, denn auch wenn diese fantastisch benannten Badlands alle aneinander grenzen, kommt man weder zu Fuß, noch mit dem Auto ohne weiteres von einem zum nächsten. Natürlich muss man jedesmal endlose Meilen über schlechte Dirtroads und Feldwege zurücklegen und drum herum gurken.

    Ein Dank geht raus an Tobi_ für die Hilfe, die Sortierung und die Beschreibung von machbaren und weniger machbaren Anfahrten.

    Zunächst einmal fahre ich aber ein gutes Stück auf einem breiten Highway in Richtung Süden... Also wieder zurück, denn von hier kam ich gestern :laugh:

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    Bald aber geht es auf die unbefestigten Straßen, zunächst in die Ah-Shi-Sle-Pah Wilderness, die ich eben schon erwähnt habe. Da wollen wir jetzt aber noch nicht wirklich hin, sondern nur durch!

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    Die meiste Zeit ist die Straße ganz okay, die tiefen Reifenspuren nerven aber ganz gewaltig. Anscheinend hat es vor kurzem viel geregnet und irgendjemand hat die nasse Straße dann schön umgepflügt. Solange ich die Reifen nicht in der Rinne versenke geht es einigermaßen :laugh: Zum Glück gibt es keinen Gegenverkehr.

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    Ich komme gut voran bis zu dem Abzweig, den ich mir als Koordinaten extra abgespeichert habe. Auf Google Maps verlassen kann man sich hier nicht, bzw. sollte man nicht unbedingt. Einige, der ganz kleinen Straßen, sind gar nicht eingezeichnet, andere möchte man mit einem Mietwagen wirklich nicht fahren. Man sollte sich vorher genau über die besten Strecken zu den Zielen informieren und aufpassen, dass man vor Ort nicht doch falsch abbiegt.

    Abgesehen davon sieht hier auch wirklich jeder Meter aus wie der andere. Schwer vorstellbar, dass sich hier so viele landschaftliche Highlights auf kleinstem Raum verstecken sollen.

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    Hier stehen einfach ein paar Pferde am Straßenrand, auch nicht schlecht

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    Ich komme zu meinem gespeicherten Abzweig und muss die breite, gut befahrbare Dirtroad verlassen und lande auf diesem kleinen Feldweg. Der ist aber immer noch deutlich besser als die Alternativen, die ich gesehen habe und auf die Google Maps mich eigentlich schicken wollte.

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    Es kommt zu einer kleinen Verwirrung, weil die "Straße", an der der Feldweg liegt, gar nicht bei Google Maps verzeichnet ist und ich jetzt angeblich durch die leere Karte fahre. Dementsprechend fahre ich auch direkt am Parkplatz vorbei, der ist nämlich weder als solcher erkennbar, noch in irgendeiner Form beschriftet. Wenden kann ich nicht, aber 100 Meter weiter kommt noch eine weitere Verbreiterung der Straße, die genauso (oder genau so wenig) geeignet zum Parken erscheint. Die nehme ich jetzt einfach, außer mir ist sowieso keine Menschenseele unterwegs.

    Nett hier, aber waren Sie schonmal in Baden-Württemberg?

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    Wenn ich nicht wüsste was es hier zu sehen gibt, ich würde einfach wieder fahren :laugh: Weiß ich aber natürlich, also creme ich mich ordentlich ein, schnappe mir Rucksack und Kamera und laufe zurück zum eigentlichen "Trailhead". In weiter Ferne kann man eine Abbruchkante mit ein paar Badlands erkennen, noch verstecken sie ihre Schönheit aber gut.

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    Dann wollen wir mal schauen, was das Valley of Dreams zu bieten hat! Einen bescheuerten Namen zur Abwechslung schon mal nicht, dafür offenbar viel Sand.

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    Ich freue mich sehr :) - nicht über deine üblen Stunden,

    sondern darüber, dass du Zeit hast hier weiter zu machen.

    Nun kann es nur noch besser werden :)


    Jaaa, das ist momentan etwas schwierig. Ich bin gestern meinen ersten Halbmarathon gelaufen, das hat viel Trainingszeit in Anspruch genommen, parallel läuft noch die Boulder Regionalliga West, die mich 2x die Woche beschäftigt, dann noch das Pferd, Beziehung, Freunde... Aaach und ein Vollzeit Job war da ja auch noch :smile::smile: Aber ich gebe mir Mühe, auch wenn es lange dauert.

    Herrje, da ist man ja nur vom Lesen schon genervt :huch3:

    Eigentlich kann es jetzt nur noch besser werden :)


    Ich war schon sehr genervt :D

    Schade, ich finde die SR4 (Jemez Mountain Trail National Scenic Byway)welche dich genervt hat, als eine sehr schöne Strecke inkl. schönen Stopps. Die unpaved Strecke nach Cuba sind wird auch schon rumgegurkt;-)), da dort der Teakettle Rock ist.

    Das mit dem Motel ist wirklich blöde, aber das hast du gut gemeistert.:smile2:


    Ich fand die einfach nur öde :smile2:

    Lustig zu lesen, aber für dich wahrscheinlich nicht so toll, so etwas zu erleben.

    Aber was solls, shit happens. ;)


    Ist doch schön wenn wenigstens ihr Spaß dran habt :smile:

    Das war ein mega Griff ins Klo auf allen Ebenen


    Das ist diesmal wahr

    ja, hofffentlich...das war ja echt eine Sch....Tag:!::thumbdown:

    Stimmt

    Solche Tage gibt es immer wieder mal. Auch die mag ich von Dir lesen.

    Das freut mich :smile:

    Oh mei oh mei

    Was für ein Mist!

    Mich hat Google Maps heute direkt in ein Kieswerk geführt. Im vergleich zu Dir, hatte ich aber wohl noch Glück ;-))

    :smile::smile::smile: Auch nicht schlecht

    Nervig so ein Tag, aber hat wohl jeder mal im Urlaub.:wink1:


    In diesem Urlaub hatte ich davon nur leider ein paar mehr

    Tag 16 (13.05.2024) - Eine nervige Fahrt nach Bloomfield und ein noch viel nervigerer Check In


    Laut Google Maps habe ich nun drei verschiedene Möglichkeiten um von hier zu meinem Hotel in Bloomfield zu kommen - Ursprünglich hatte ich ein Best Western Plus in Farmington gebucht, das ist kurz vor Beginn der Reise allerdings meinen Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen. Leider. Aber das weiß ich ja jetzt noch nicht. Ich bin relativ müde und vor mir liegen jetzt noch zwischen 3 und 4 Stunden Fahrt, von daher schaue ich mir die Auswahl gar nicht lange an und entscheide mich kurzerhand für die schnellste Strecke von 03:11h.

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    Zugegebermaßen ist es schon jetzt ersichtlich, wie wenig intelligent diese Wahl ist. Wenn man für 30 Meilen mehr nur 8 Minuten länger braucht, dann scheint das rein fahrtechnisch irgendwie die angenehmere Variante zu sein, allerdings lasse ich mich von der reinen Fahrzeit blenden und außerdem muss ich bei diesem Auto ja auch den Sprit zahlen, im Gegensatz zum Firmenwagen zuhause. Ich sag mal so: Ich denke, die 30 Meilen längere Strecke hätte auch weniger Sprit verbraucht, aber nun gut. Fahren wir in unser Serpentinen-Dirtroad-Verderben. Ja, die Serpentinen kann man schon auf Google Maps sehen... Den Straßenzustand nicht. Irgendeine kleine Ausrede für meine Fehlentscheidungen muss ich ja haben!

    Der Anfang, kurz nach der Ausfahrt aus dem Bandelier National Monument, fährt sich noch sehr entspannt!

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    Schon bald starten aber die Serpentinen und es geht hoch hinaus in die Berge. Ich komme nicht mehr schnell voran und Konzentration ist gefragt - Genau das richtige, nach diesem Tag!

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    Man sieht es auf dem Foto nicht gut, aber diese platte Ebene neben mir ist EXTREM weit unten und das Wechselspiel aus Licht und Schatten hat definitiv etwas sehr hübsches! Blöd nur, dass mir andauernd irgendjemand fast in den Kofferraum fährt, obwohl ich schon ein klein wenig zu schnell unterwegs bin :rolleyes: Normalerweise kenne ich die Amerikaner auf Serpentinenstraßen nur sehr langsam und vorsichtig, aber in New Mexico ist eben alles ein bisschen anders.

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    Solange die Strecke ein bisschen gerader ist snacke ich während der Fahrt ein bisschen Zitronenkuchen, so richtig viel gegessen habe ich heute ja auch noch nicht. Lange hält diese entspannte Phase allerdings nicht an und ich bekomme zu viel. Das kann doch jetzt wirklich nicht wahr sein... Nicht nur, dass 140 von 240 Kilometer meiner ausgewählte Strecke aus Serpentinen bestehen, nein, jetzt geht die Straße auch noch in eine fucking Dirt Road über. Auf so einen Scheiß habe ich heute wirklich gar kein Bock mehr, aber was soll ich machen - die ganze Strecke zurückfahren ist natürlich keine Option, also Augen zu und durch! Hätte ich jetzt nur eher nicht mit gerechnet, sooo klein war der Highway bis zu der Stelle nämlich gar nicht :eek:

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    Wieder einmal ist es auf den Fotos nicht gut zu sehen, aber die Löcher und Fahrspuren sind stellenweise schon wirklich tief, noch dazu ist die Straße durch umgefallene Bäume teilweise extrem eng, es ist weiterhin kurvig und steil.

    Natürlich fängt es auch noch an zu regnen

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    Es wäre ja eigentlich ganz hübsch hier, wenn ich nicht komplett übermüdet und sehr genervt wäre

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    Die erste Stunde der Fahrt ist eigentlich am schlimmsten, sobald die ganzen Kurven geschafft sind, geht es mir wieder besser und ich kann aufatmen. Kurz danach geht auch der Asphalt wieder los und für die letzten 120 km geht es jetzt eigentlich nur noch geradeaus auf einem breiten Highway. Langweilig, ja, aber im direkten Vergleich mit dem Abschnitt davor aktuell sehr angenehm für meinen Gemütszustand. Ich will eigentlich nur noch ankommen, duschen und ins Bett, für die Strecke habe ich sowieso keinen Blick mehr übrig heute.

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    Ich fahre die mehr als drei Stunden komplett durch und komme um kurz nach 19 Uhr endlich in Bloomfield an. Mein gebuchtes Hotel sieht schon von außen nicht besonders vielversprechend aus und schon hier kommt mir erstmals der Gedanke, wie schön jetzt der Hot Tub des Best Western Plus wäre... Beim Aussteigen lege ich mich erst einmal fast auf's Maul, weil mir der linke Fuß während der Fahrt eingeschlafen ist und ich das bis jetzt nicht gemerkt habe :laugh: Läuft!

    Das Check In Office ist abgeschlossen, allerdings müsste um diese Uhrzeit laut den Schildern jemand anwesend sein. Och nö... Reicht doch langsam. Zum Glück kommt aber eine ältere Dame aus einem Hinterzimmer, sie muss mein Hantieren an der Tür wohl gehört haben. Sie ist sehr lieb und gesprächig, allerdings auch nicht besonders hilfreich, geschweige denn schnell und unkompliziert. Wie immer, wenn man einfach nur seinen Schlüssel und seine Ruhe will :rolleyes: Das Motel gehört offenbar ihrem Sohn, der abert grad im Urlaub ist und sie hält hier so lange die Stellung. Besonders häufig scheint sie das noch nicht gemacht zu haben, denn es geht schon damit los, dass sie meine Adresse nicht eingeben kann, weil es eine ausländische ist - Das übernehme ich am Ende selbst in ihrem PC, sonst kommen wir hier heute nicht mehr weiter. Währenddessen kommen wir natürlich ins Gespräch und sie ist so dermaßen beeindruckt davon, dass ich alleine unterwegs bin, dass ihre Tonlage schon unangenehm hoch wird. Jetzt noch ein Tinnitus. Schön!

    Jaja sorry. Ich bin wirklich, WIRKLICH genervt heute :laugh:

    Bezahlen müsste ich dann noch. Normalerweise buche ich die Zimmer immer so, dass ich direkt Online bei der Buchung zahlen kann, ich habe sowas gerne bei Anreise schon erledigt. Ging hier aber nicht, dementsprechend würde ich das gerne jetzt tun, natürlich üblicherweise mit einer meiner Kreditkarten. Es gibt auch ein Lesegerät dafür, das steht vor mir, aber angeblich ist das nicht dafür gedacht und stattdessen tippert sie wieder Ewigkeiten in ihrem Computer herum und schreibt meine Kreditkartendaten ab.

    Am Ende wird die Karte natürlich abgelehnt, wer hätte damit nur rechnen können? Angeblich KANN es nur daran liegen, dass meine eingetippte Adresse nicht mit der hinterlegten Adresse auf meiner Kreditkarte übereinstimmt. Ja. Genau das wird es sein :rolleyes: Das Lesegerät möchte sie immer noch nicht benutzen und ich möchte nicht, dass sie es noch mehrfach auf ihre Art versucht. Ich habe weder Bock, dass meine Karten gesperrt werden, noch auf die Diskussion nach einer Mehrfach-Belastung. Den Spaß hatte ich im Circle D vor ein paar Jahren schon mal und kann auf ein weiteres Abenteuer dieser Art verzichten. Ich sage ihr, ich besorge Bargeld. So verzweifelt bin ich schon. BARGELD. Bei einem Hotel in den USA.

    Jetzt geht das Theater auch erst richtig los, sie überlegt, welche Bank denn noch geöffnet haben könnte um diese Uhrzeit. Ich schlage vor, dass ich auch einfach zum nächsten Walmart fahren kann, ich brauche eh ein paar Sachen. Es gäbe keinen.

    🤨

    Doch. Gibt es. In 20 Minuten Fahrt in Farmington. Schwupps, ist sie wieder im Hinterzimmer verschwunden um mir eine Anfahrtsbeschreibung zu erstellen. NEIHEEEEEEEEEEIN HALT STOP! Brauche ich nicht! Google Maps und so! Ja, hilft nichts. Ich muss mir die Beschreibung trotzdem nicht nur anhören, sondern auch noch aufmalen lassen. Ich kann das heute alles nicht mehr :rolleyes:

    Als wir fertig sind frage ich, ob ich denn vielleicht trotzdem meine Karte haben könnte, ich würde gerne mein Gepäck hier lassen und außerdem muss ich dermaßen dringend auf Klo nach der langen Fahrt und dieser niemals endenden Check In Tortur. Sie lässt sich drauf ein, allerdings wirkt sie eher skeptisch dabei.

    Wir haben es jetzt jedenfalls erstmal in's hochmoderne Zimmer geschafft, das den ganzen Stress und Ärger definitiv absolut wert ist. Aber hey. Es ist günstig. Eventuell trauere ich meinem Best Western Plus immer mehr hinterher :laugh:

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    Ich google selbst nochmal schnell und finde einen 24h ATM und guess what: Er befindet sich nicht nur in der Nähe, sondern HIER. EXAKT HIER. Auf der anderen Straßenseite des Motels. Gegenüber einer einspurigen, kleinen Straße. Luftlinie 20 Meter! Das kann doch alles nicht wahr sein. Ich gehe zu Fuß durch den Drive Thru ATM und 5 Minuten später stehe ich wieder im Check In Office und drücke der Lady 100$ Cash in die Hand. Sie ist überrascht über meine schnelle Rückkehr... An einen ATM habe sie ja gar nicht gedacht. :confused::confused::confused: Ja gut. Ein Geldautomat wäre jetzt auch nicht mein erster Gedanke, wenn ich Geld brauche. Verstehe ich.

    Für mich gibt es jetzt nur noch eine schnelle Dusche, und einen kleinen Snack bestehend aus ein bisschen Trail Mix und ein paar Pistazien. Für mehr habe ich heute wirklich keinen Nerv mehr. Ein schnelles, äußerst wehleidiges Video, mache ich noch schnell für Matze und dann geht auch das Licht aus. Ich überlege nur noch, wie ich umplane, falls ich morgen kein Hanging Lake Permit bekommen sollte. Aber darum kümmere ich mich heute dann doch nicht mehr. Die Reisebibel sagt, ich soll morgen um 4 Uhr los... Auf gar keinen Fall. Nicht nach diesem Scheißtag! Gute Nacht :laugh:

    Morgen wird hoffentlich endlich wieder besser! Zumindest mein Plan gefällt mir, mal schauen, was die Realität sagt.

    Tag 16 (13.05.2024) - Bandelier National Monument: Pueblo Loop & Alcove House


    Wir sehen ein bisschen Licht am Ende des Tunnels: Eine schöne Wanderung in einem schönen National Monument - Genau das, was ich jetzt brauche nach dem bisherigen Tag. Wie gewohnt zeige ich bei der Einfahrt meine Dokumente vor, muss allerdings nochmal am Visitor Center halten, weil mein Pass dort noch einmal gescannt werden muss. Was für ein Aufwand, aber offenbar muss das jeder machen, der sich auf den Weg zum Alcove House machen möchte.

    Es geht bergab. Es geht sogar richtig steil bergab! Das ist landschaftlich ziemlich schön, aber ohne hohe Leitplanke auch irgendwie ein bisschen gruselig. Jetzt geht es noch, weil ich auf der Bergseite unterwegs bin, aber die Rückfahrt nach oben könnte abenteuerlich werden.

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    Am Visitor Center ist die Hölle los :eek: Ich erwische so gerade den letzten freien Parkplatz, damit hatte ich jetzt nicht wirklich gerechnet. Es sind offenbar auch einige Schulklassen unterwegs, die aber glücklicherweise gerade zurückgekommen zu sein scheinen und sich nicht mit mir in das Alcove House drängen werden.

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    Im Visitor Center stelle ich fest, dass ich meinen Pass im Auto liegen gelassen habe, das ist natürlich sehr praktisch, wenn man den hier scannen lassen muss. Bevor ich zurückgehen kann werde ich von einem Ranger auf mein HammerFall T-Shirt angesprochen und er fragt, wann ich die denn gesehen habe, er hätte die Tour leider verpasst. Mit der Antwort "Gestern in Las Vegas" hat er vermutlich eher nicht gerechnet :biggrin:

    Ich sammle schnell meinen Pass im Auto ein und bei der Gelegenheit auch direkt meine Wechselklamotten, um mich auf der Toilette wandertauglich umzuziehen. Diesmal klappt es dann auch mit dem Scan und bei der Gelegenheit kaufe ich mir gleich noch den Patch vom Park im Shop. Ich renne ein weiteres mal zum Auto um meine Klamotten und den Einkauf wegzubringen, schnappe mir eine Wasserflasche und auf geht's!

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    Schnell endet der befestigte Teil des Weges und der Trail läuft sich im weiteren Verlauf wie auf Wolken. Der Untergrund ist so weich und fantastisch zu gehen, endlich mal keine unebenen Felsen oder kleine Steine. Außerdem ist es mittlerweile glücklicherweise recht heiß in der Sonne, so, dass der Schatten und die grüne Umgebung sehr angenehm sind.

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    Dort hinten sehe ich bereits die durchlöcherten Felswände, in denen sich das Alcove House befindet. Es gibt auch einen Weg direkt am Berg entlang, den werde ich nachher für den Rückweg nehmen - Auf dem Hinweg laufe ich lieber eine Alternative, um am Ende einen Loop zu haben, so bewege ich mich ein bisschen mehr und Abwechslung ist auch immer gut.

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    Klingt gut!

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    Wir kommen der Sache näher!

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    Da oben ist es! Ich muss zugeben, ich hatte mir die Schilder ein bisschen übertreibender vorgestellt, wie es in den USA eben meistens der Fall ist. Allerdings sieht das wirklich abenteuerlich steil aus :laugh: Ich freue mich darüber, sowas ist genau mein Ding und ein bisschen Kletterei genau das, was ich heute brauche. Mal abgesehen davon sieht es ziemlich cool aus! Ich finde den Gedanken allerdings auch immer sehr faszinierend, dass hier früher wirklich Menschen drin gelebt haben, die vermutlich keine modernen Holzleitern, sondern nur die Löcher in der Wand, hatten.

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    Keine Ahnung wie man von unten zählen soll, ob mehr als 15 Personen da sind, aber es sieht ziemlich leer aus und deshalb gehe ich mal nicht davon aus :laugh: Wäre ich eine Stunde eher hier gewesen, dann hätte es mit Sicherheit noch anders ausgesehen.

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    Na dann mal los!

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    Der Weg besteht nicht nur aus Leitern, zwischendurch gibt es immer wieder flachere Abschnitte, die meistens durch ein Geländer gesichert sind, aber teilweise auch eine natürliche Begrenzung haben. Besonders breit darf man hier auch nicht sein, wenn man problemlos durchlaufen möchte :laugh:

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    Zwischendurch sind auch Stufen in den Fels gehauen!

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    Der Weg nach oben ist sehr abwechslungsreich und macht mir richtig viel Spaß. Besonders cool finde ich ja, dass man das alles hier ohne Guide machen kann, das ist ja leider immer seltener der Fall, aber vielleicht ist die Anzahl der Besucher hier noch überschaubar genug, wenn man es zum Beispiel mit dem Mesa Verde National Park vergleicht. Ja, der Parkplatz am Visitor Center war voll, aber auch nicht besonders riesig und vor allem die einzige Gelegenheit, das Auto loszuwerden.

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    Höhenangst ist vielleicht wirklich nicht besonders förderlich für den Trail, es ist schon ziemlich steil.

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    In der Alcove sind nur zwei weitere Personen, die sich gerade wieder auf den Weg machen wollen, als ich oben ankomme. Perfekt, ich habe die alte Felsbehausung und die fantastische Aussicht also ganz für mich alleine. Ich lege zuerst mal den Rucksack ab, schaue mich ein bisschen um und mache dann hier mein tägliches Video für das Video Tagebuch. Wenn nicht hier, wo dann?! Ich gehe fest davon aus, dass es sich hier um das absolute Tageshighlight handelt :laugh: Aber ich will mal nicht so sein, es ist wirklich ein würdiger Ort dafür, der mir richtig gut gefällt - Besonders in Kombination mit der Kletterei nach oben, die der eigentliche Höhepunkt für mich ist.

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    Stimmen kommen näher und ich erkenne ein paar Leute, die sich auf dem Weg nach oben befinden - Zeit für mich, wieder aufzubrechen. Natürlich müssen wir das irgendwie so timen, dass wir uns nicht auf einer Leiter begegnen und am besten auch nicht in der Engstelle, denn dort würden wir nicht aneinander vorbei passen. Aber ein paar Möglichkeiten gibt es ja! Ich verstehe jedenfalls den Hinweis, dass sich nicht mehr als 15 Personen auf dem Trail befinden sollten.


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    Auf dem Rückweg nehme ich, wie geplant, den kleinen Loop am Felsen vorbei mit, um nicht den gleichen Weg wieder zurück laufen zu müssen. Der ist befestigt, hat einige Sitzgelegenheiten und ist daher auch deutlich voller als der Hinweg durch den Wald.

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    Auch hier sind nochmal einige Überreste von früher zu sehen, allerdings nicht ganz so spektakulär.

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    Nach ca. einer Stunde bin ich wieder zurück am Auto, also etwas schneller als geplant. Durch meine Trödelei und Jammerei vorher wäre ich nun wieder genau im Zeitplan und könnte die eigentlich geplante Wanderung zum Chimney Rock an der Ghost Ranch doch noch machen. Aber eigentlich bin ich durch mit dem Tag, schöner wird es eh nicht mehr und so richtig Bock auf 4 km mit 200 Höhenmeter habe ich auch nicht mehr. Das größte Gegenargument ist allerdings, dass ich dann planmäßig erst gegen 22 Uhr in meinem Motel in Bloomfield ankommen würde. Mal geht das klar, allerdings nicht an so einem scheiß Tag - ich bin eh schon müde und habe so oder so noch 3,5 Stunden Autofahrt vor mir, egal ob mit oder ohne Wanderung. Gut, mit Wanderung wären es noch 30 Minuten mehr, aber halt mit Pause dazwischen.

    Ich entscheide mich aber für den Plan vom Vormittag und der besagt, die 2. Wanderung auszulassen und heute lieber etwas früher ins Bett zu kommen. Wie unglaublich abgefucked und nervig die Fahrt noch wird, weiß ich zu dem Zeitpunkt aber noch nicht. Noch habe ich (wieder) halbwegs gute Laune, das Bandelier National Monument hat mir wirklich gut gefallen.

    Santa Fe nach 30min verlassen ...was ein Frevel! Fotos sind aber schön geworden und weckten Erinnerungen.

    In dem Restaurant, links im Bild, haben wir sehr gut gegessen

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    Warum bist du nicht einfach in ein Lokal gegangen, was trinken und WC benutze??

    Wenn es mich ankotzt, dann ist es auch kein Frevel eher zu gehen ;)

    Weil ich kein Bock hatte zu fragen, kein Bock alleine was zu trinken und kein Bock auf Menschen :smile2:

    ganz genau! Wir waren 2 x dort, hatten ein super Motel mit Pool, Parkhaus und Restaurant. :thumbup:

    Wir haben uns sehr wohl gefühlt in dieser hübschen Stadt. :nick:

    Na, hätte ich das mal vorher gewusst, dass es dort Hotels mit Pool UND Parkhaus gibt. Dann hätte ich bestimmt viel bessere Laune gehabt, wo ich doch gar nicht dort übernachten wollte :smile2:

    Ich habe auch nicht behauptet, dass die Stadt nicht schön ist. Nur die Umstände waren es an dem Tag halt nicht.

    Auch wenn uns Santa Fe auch nicht gefallen hat, waren wir nicht so unleidig wie Du ;-))

    Dieser Teil des Tages kann in einem Smiley zusammengefasst werden: :mimi:

    Mir gefällt Santa Fe ja sogar, aber ich hatte einfach beschissene Laune und wollte jammern. Da kann sowieso dann nichts mehr passen, so Tage gibt es eben :smile2:

    Ach, Sarah, hattest du es aber schwer an diesem Tag :huch1: , und dabei sah die Stadt doch so hübsch aus mit dem frischen Frühlingsgrün und den blühenden Sträuchern.

    Passiert. Ich bin richtig gut darin, mich dann so richtig schön in meine schlechte Laune reinzusteigern.

    ich habe mir das jetzt mal online angeschaut

    Oh, das wuerde mir dort auch gefallen, sieht wirklich total huebsch und ansprechend dort aus

    Und bestimmt tolle Strassen Cafes und kleine Laeden zum Reinschnuppern

    Bestimmt, auf sowas habe ich aber nur in Begleitung bock

    Uns hat Santa Fe sehr gut gefallen, allerdings hatten wir ein Sauwetter mit Kälte und Regen.

    So haben wir uns fast nur in den unzähligen Shops aufgehalten, die aber teilweise sehr schöne Sachen hatten.

    Die Adobe Architektur finde ich super.

    Ich finde den Adobe Style auch klasse, ich kann auch nichts gegen Santa Fe sagen, nur gegen meine Laune

    :klug:

    Das ist die The Cathedral Basilica of St. Francis of Assisi, also die Bischofskirche (eine Basilika Minor, wie der Quirinusmünster in Neuss) des Erzbistums Santa Fe der katholischen Kirche. Also nicht nur eine "Kirche...."

    Absolut. Santa Fe ist so schön.

    Aber irgendwie bist du auf :jamm: Modus....

    Das ist mir sowas von unglaublich egal - ich habe mit Kirchen nichts am Hut, außer das manche davon von außen schön aussehen. Was das jetzt für eine Kirche, Kathedrale, Dom, Schießmichtot ist, geht mir komplett am Allerwertesten vorbei ^^

    I feel with You, Sarah.

    Danke :smile:

    Tag 16 (13.05.2024) - Santa Fe, die Suche nach dem Klo und Fahrt zum Bandelier National Monument


    Um kurz vor 12 Uhr erreiche ich schließlich das Zentrum von Santa Fe, durch das ich erst einmal mit dem Auto fahre, auf der Suche nach einem Parkplatz. Schon jetzt sieht alles total nett und schnuckelig aus, der Ort scheint ganz nach meinem Geschmack zu sein!

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    Normalerweise ist es in den USA ja nie wirklich ein Problem das Auto loszuwerden, aber irgendwie werde ich hier nicht so richtig fündig und muss mehrere Runden drehen, auf der Suche nach einem Parkplatz. Irgendwann werde ich in einer Seitenstraße fündig, allerdings gibt es hier Parkuhren, die man nicht einfach bezahlen kann, man benötigt eine bestimmte App dafür. Das wäre ja normalerweise kein Problem, wenn ich diese App denn im Appstore finden würde :rolleyes: Irgendwann schaffe ich es zumindest eine Möglichkeit auf der browserbasierten Website zu finden und bezahle meine 2.20$ für eine Stunde - nachzahlen kann ich immer noch, das könnte knapp werden. Andererseits kenne ich mich und weiß, wie wenig Zeit ich in solchen Orten meistens verbringe, wenn ich allein unterwegs bin.

    Mein erster Weg führt mich zur zentralen Plaza und zur Kirche.

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    Entgegen meiner Erwartung bei der Parkplatzsuche ist es im Ort gar nicht mal so voll, eigentlich fahren mehr Autos durch die Straßen als Menschen auf den Bürgersteigen laufen. Das finde ich in den USA ja immer ein bisschen ungemütlich, egal wie klein und hübsch die Stadt ist, die Straßen sind immer breit und alles ist mit Autos zugeparkt.

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    Ich bin keine 10 Minuten unterwegs und schon bin ich wieder komplett genervt von der Gesamtsituation. Santa Fe ist so hübsch und so romantisch, dass es mich komplett ankotzt :laugh: Das ist natürlich ein Widerspruch in sich, aber wenn man alleine unterwegs ist und noch dazu frisch verliebt und überall glückliche Paare in den Cafés sitzen, dann ist das einfach ätzend.

    Das führt dazu, dass ich exakt in keinen einzigen Laden gehe und einfach nur von außen ein bisschen schaue. Außerdem muss ich UN-FASS-BAR dringend pinkeln, aber öffentliche Toiletten scheint es hier genauso großzügig zu geben wie Parkplätze. Ich hoffe, dass ich in Richtung Kirche fündig werde.

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    Sehr hübsch ist es hier! Doof, wenn man das absolut nicht genießen kann und zu würdigen weiß. Vielleicht wird es gleich ein bisschen besser, denn immerhin entdecke ich an der Kirche Richtungspfeile zu den Toiletten und bin ein bisschen erleichtert. Also. Kurz. Um genau zu sein für nur wenige Sekunden, denn an den Örtlichkeiten angekommen muss ich feststellen, dass sie abgeschlossen sind :mad: Nur während Messen!

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    Hauptsache man findet in diesem Land an jedem hässlichen Wanderparkplatz am Arsch der Heide ein Klo, selbst wenn zwei Autos hinpassen und die Anfahrt nur über 20 km Gravel Road möglich ist, aber hier, in dem wahrscheinlich gehyptesten Touristenkaff in ganz New Mexico, kann man nicht pissen! Was ist denn das :mad: Ich hasse New Mexico! AAARGH

    Contenance. Wir gehen dann mal zurück zum Auto und beruhigen uns wieder!


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    Hatte ich mir am Anfang noch Gedanken darüber gemacht, ob eine Stunde Parkplatz ausreicht, bin ich jetzt schon nach weniger als 30 Minuten zurück an meinem Auto und habe die Schnauze voll von dem Ort :laugh: Das war selbst für meine Verhältnisse schnell!

    Ich suche mir ein McDonalds auf meiner Strecke, zum Glück muss ich nur noch 20 Minuten durchhalten und dann kann ich endlich auf's Klo! Ich parke auch beim Restaurant zur goldenen Möwe, entscheide mich aber, in das danebenliegende Taco Bell zu gehen. Also. Theoretisch. Praktisch ist es auf einmal bewölkt und windig, außerdem habe ich keine Lust auszusteigen und heule stattdessen Matze bei Whats App voll. Ich scheine in einer echten LebensUrlaubskrise zu stecken :laugh: Hilft aber nichts, denn ich muss wirklich auf's Klo und so reiße ich mich dann endlich zusammen und steige aus.

    Bei der Gelegenheit kann ich auch gleich etwas essen. Halt, falsch. Bei der Gelegenheit MUSS ich auch gleich etwas essen, denn man bekommt den Code für die Restrooms nur, wenn man etwas bestellt. Ich weiche heute ein bisschen von meiner Standard-Taco-Bell Bestellung ab und nehme keine drei crunchy Tacos, sondern einen fünflagigen Beef Burrito und einen Soft Taco. Natürlich habe ich aus dem letzten Mal nichts gelernt, setze mich wieder nach draußen und rege mich wieder darüber auf, dass diese 1000 Papierverpackungen wegfliegen und ich hinterherrennen muss :laugh:

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    Zurück im Auto jammere ich noch ein bisschen weiter. Ich müsste tanken und außerdem müsste ich mich auch mal umziehen, wenn ich gleich noch ein bisschen wandern will. Nervt mich auch! Also nicht das wandern, aber das umziehen :laugh: Es sind noch 40 Minuten bis zum Bandelier National Monument und ich verschiebe das Tanken auf später, jetzt will ich erstmal ein bisschen Strecke machen. Die ist übrigens ganz hübsch und hügelig!

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    Kurz vor dem Bandelier National Monument kommt nochmal eine Tankstelle, die ich jetzt wirklich nehmen muss, danach kommt ewig nämlich nichts mehr. Irgendwie kann ich aber nicht volltanken, denn der Zapfhahn stoppt genau bei 35$, ohne, dass ich es eingestellt habe :confused: Ich kann ihn auch nicht dazu bewegen mir mehr Benzin zu geben, dann ist es eben so, reicht erstmal.

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    Um 14:15 Uhr erreiche ich schließlich den Eingang des Bandelier National Momuments und bin guter Dinge, dass der Tag jetzt vielleicht doch noch etwas besser wird. Die Fotos von hier haben mir extrem gut gefallen und eine kleine Klettereinlage wird es für mich anscheinend auch geben. Ein bisschen bessere Laune kann ich auch wirklich gut gebrauchen!

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    Was ist mit dem Atommuseum in Los Alamos?

    Interessiert mich nicht

    Jetzt musste ich kurz hochscrollen, aus welchem Jahr dieser Bericht ist. Der läuft schon so lange, dass ich es nicht mehr auf dem Schirm hatte. 2024! Und die sperren eine Straße wegen Corona, unfassbar!

    Ja, fand ich allerdings auch, völlig überzogen

    Hallo Sarah,

    ich lese auch immer noch begeistert mit. Jung müsste man noch einmal sein, so einen Konzert-Trip habe ich auch einmal gemacht, als nämlich die Stones in Köln spielten, ich aber eigentlich gerade auf Reisen in einer völlig anderen Ecke Europas war. Das war vielleicht ein Aufwand, der sich aber absolut gelohnt hat. Ich glaube, bei mir waren es schließlich fast 2 Tage ohne Schlaf, aber das war damals kein Problem für mich. Heute dagegen würde ich sterben :huch3: !

    Dass du mal eine Wanderung cancelst ist aber sehr ungewöhnlich für dich :gru1:, na ja, du wirst dann doch wohl recht müde gewesen sein.

    Danke für die unterhaltsame Lektüre :* !

    Das freut mich :)

    Manchmal macht man eben verrückte Dinge, aber das sind am Ende doch die besten Erinnerungen :)

    Dieser Abstecher hätte vielleicht gepasst - aus meinem Reisebericht - :

    Heute sollte unsere Fahrt über den Torquise Trail gehen. Zuerst fuhren wir auf den ca. 3.000 Meter hohen Sandia Peak bei Albu (one-Way 21 km)

    Hatte ich mir angeguckt, hat mich überhaupt nicht gereizt :smile2: ich sag ja, ich fand die Ecke unheimlich schwierig für mich

    Tag 16 (13.05.2024) - Breaking Bad Locations und via Turquoise Trail nach Santa Fe


    Um kurz vor 9 Uhr bin ich aus dem Flugzeug raus und laufe wieder durch den kleinen, ruhigen Flughafen von Albuquerque. Wahnsinn, was der für eine gemütliche und angenehme Atmosphäre ausstrahlt, wenn man kurz zuvor einen schnellen Ausflug in die Glitzerwelt unternommen hat :laugh: Da wirkt die Dame vor mir doch glatt ein bisschen overdressed :biggrin:

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    Vom Verlassen des Flugzeugs bis zum Parkdeck brauche ich keine 10 Minuten - Weder muss ich durch irgendeine Passkontrolle, noch auf irgendein Gepäck warten, die Laufwege sind auch nicht der Rede wert. Ich finde allerdings keinen Automaten um mein Parkticket zu bezahlen und bin ein bisschen ratlos. Eine schnelle Google Suche hilft mir weiter, angeblich kann man seine Schulden direkt an der Schranke bei Ausfahrt begleichen. Na hoffentlich klappt das! Ich habe bei solchen Aktionen immer Angst, dass ich vor einer Schranke stehe, nicht rauskomme und sich hinter mir eine Schlange bildet und auch nichts mehr zurück geht. Das hatte ich einmal in der Garage in der Innenstadt zuhause, da standen am Ende 10 Autos hintereinander im Kreis auf der steilen Auffahrt und nichts ging mehr :eek:

    Aber die Sorge ist unbegründet. Mein Auto ist noch da, es ist unversehrt und auch Kaltmut hat die Nacht ohne mich offenbar gut überstanden - sogar sein Inhalt ist noch gut gekühlt, aber ich hatte ja auch extra im Schatten geparkt. Es gibt mehrere Schranken, zur Not hätten andere Fahrer also eine Alternative gehabt, wenn ich mich doof angestellt hätte. Es klappt allerdings reibungslos und wir sind wieder in der Freiheit New Mexicos :laugh:

    Bevor wir Albuquerque nun endgültig verlassen (nachdem wir hier ja so wahnsinnig viel gesehen haben :biggrin: ) stehen aber noch zwei kurze Stopps an Breaking Bad Locations auf meiner Liste. Gegen irgendwelche Wohnhäuser habe ich mich bewusst entschieden, ich möchte nicht in irgendwelchen Einfamilienhaus-Nachbarschaften wie der letzte Creep am Straßenrand stehen und durch irgendwelche Gartenzäune fotografieren. Außerdem interessiert mich die Serie dafür auch nicht genug. Es muss also etwas auffälligeres sein als Wohnhäuser und noch dazu halbwegs auf meiner Strecke liegen.

    Das erste dieser Ziele ist das Crossroads Motel, in der Serie auch "The Crystal Palace" genannt - Bei Breaking Bad handelt es sich um einen zwilichtigen Drogenumschlagplatz und ehrlich gesagt wirkt die Realität nicht anders. Ich steige für ein schnelles Foto aus, traue mich aber nicht weiter von meinem Auto weg und belasse es dabei. Auch um kurz nach 9 Uhr morgens :laugh: Na, wer möchte hier übernachten? Für die härtesten Fans der Serie doch sicher ein Muss, oder? :biggrin:

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    Ich nutze den kurzen Stop um mir einen Orangensaft aus der Kühlbox zu nehmen, für die kurze 15 minütige Fahrt zum nächsten Spot.

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    Die Rede ist von Mister Carwash, die riesige Autowaschanlage von Walter - Aber auch hier steige ich nur für ein schnelles Foto aus. Ich wäre gerne auch ein bisschen herumgelaufen, aber irgendwie komme ich mir dann doch doof dabei vor zu fotografieren, während andere einfach alltäglich ihr Auto waschen :laugh: Ich bin da einfach nicht der Typ für!

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    Die Uhr sagt 09:45 Uhr, die Reisebibel sagt Abfahrt an der Waschanlage ist 10:25 Uhr - also bin ich mal wieder über eine halbe Stunde voraus und das um diese Uhrzeit. Eigentlich wollte ich jetzt auf direktem Weg über die Interstate nach Santa Fe fahren, allerdings könnte ich jetzt auch über den berühmten Turquoise Trail durch die Berge fahren. Angeblich dauert der auch nur 20 Minuten länger und den Puffer habe ich. So, wie ich mich kenne, werde ich sowieso nicht groß anhalten auf dem Weg, also wieso nicht?!

    Für eine längere Zeit geht es jetzt erst einmal geradeaus und ich muss nicht mehr auf das Navi achten. Ich nutze die Zeit für einen Anruf bei Dominik, denn der hat heute Geburtstag und freut sich über die Tatsache, dass ich gestern ein passendes T-Shirt gefunden habe. Währenddessen ist die Strecke aber auch noch nicht so richtig spannend, wenn auch mit Sicherheit schöner als die Interstate.

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    Baustellen und Verzögerungen gibt es auch mal wieder, wie immer auf einspurigen Straßen... :rolleyes:

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    Am Ende halte ich tatsächlich nicht ein einziges Mal an. Es gibt zwei oder drei Stellen, die beim Vorbeifahren ganz spannend aussehen, zum Beispiel die riesigen Ansammlungen von knallbuntem Kitsch in den kleinen Künstlerstädtchen unterwegs, aber da haben wir auch schon das Problem: Vorbei fahren! Immer, wenn ich hinter der nächsten Kurve irgendwas Interessantes sehe, bin ich auch schon dran vorbei gerauscht und Wenden stellt sich als unmöglich heraus. Es ist eben eine einspurige, kurvenreiche Straße durch die Berge. Klar, ich könnte mir Einfahrten suchen, irgendwie wird es schon gehen, aber so groß ist das Interesse dann doch wieder nicht. Ich hätte von Anfang an langsamer fahren und mehr schauen sollen, aber sowas ist generell ja eh nicht so mein Ding, schon gar nicht, wenn ich alleine unterwegs bin. Außerdem stelle ich jetzt schon fest, dass ich heute extrem lustlos und schlecht gelaunt bin.

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    Kurz vor Santa Fe komme ich an einem McDonalds vorbei und halte hier noch einmal auf dem Parkplatz, um das WLAN des Stores zu nutzen und mir die neuen Videos in unserem Album anzuschauen. Hier bleibe ich dann auch noch ein bisschen hängen, weil wir noch hin und herschreiben. Ich klage mein Leid, er versucht mich aufzuheitern, aber irgendwie hilft heute alles nichts. Ich habe after-concert-blues, New Mexico ödet mich an und der Tag heute ganz besonders. Es steht nichts mehr auf dem Plan, auf das ich groß Lust habe.

    Stadt? Scheiße alleine.
    Wandern? Gibt nix in der Gegend.

    Eigentlich war ja klar, was ich hier in der Gegend machen möchte: Die Tent Rocks. Die stehen schon seit vielen Jahren auf meiner Wunschliste für iiiiirgendwann, wenn ich es dann doch mal in diese Gegend schaffe. Die, kurz vor dem Monument ansässigen Natives, haben allerdings andere Pläne, denn die Tent Rocks sind noch immer geschlossen. Wegen Corona. Als EINZIGES weit und breit. Weil die angeblich Angst haben, angesteckt zu werden. Während man in seinem geschlossenen Auto durch deren Dorf fährt, um zum Parkplatz des NATIONAL Monuments zu kommen. Also wurde kurzerhand die Durchfahrt verboten. Kann man sich auch nicht ausdenken :rolleyes:

    Während ich mich also darüber aufrege, dass die Tent Rocks nach wie vor geschlossen sind und darüber, dass ich kein Bock habe alleine durch Sante Fe zu latschen, überlege ich die 2. Wanderung für heute direkt zu canceln. Weil kein Bock und müde und überhaupt! Aber eine andere bleibt im Plan und die ist sowieso wichtiger. Jetzt geht es aber erstmal weiter nach Santa Fe. Wenn ich jetzt schon vor der Stadt stehe will ich zumindest einmal durchlaufen, alles andere wäre ja auch Unsinn.

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    crazy was du alles so machst nur fuer ein Konzert

    Was heißt hier "nur" für ein Konzert. Ich habe für Konzerte schon wildere Sachen gemacht. Hauptsache es macht Spaß!

    Interessant mal Deine Hintergründe für den Ausflug nach Las Vegas und Hammerfall zu erfahren. Da bist Du ja wirklich ein sehr treuer Fan :clap1:

    Die beiden Bands hören sich gut an, mehr als das von Deinen Links kenne ich nicht. Muss mal ein bisschen bei Spotify reinhören ;-))

    Toll, dass das Konzert so entspannt war, so kleine Locations finde ich auch wesentlich schöner als große Hallen.

    Mein persönliches Highlight ist die Sphere beim Abflug, so genial :love:

    Ja, das stimmt - ich würde es mir auch immer wieder anschauen, egal wie oft ich schon da war. Ich mag kleine Konzerte auch generell immer viel lieber

    Da wohnen ja Carmen und Knut und wir sind da zum Elvis Festival im Hotel

    Den natürlich nur du verrücktes Huhn so durcchziehst.

    Ich weiß, die wohnen quasi genau neben dem Studio, aber ich war ja immer von morgens bis mitten in der Nacht im der Sitzung, daher hat ein Treffen nie geklappt, auch wenn ich 7 Tage da war insgesamt.

    Ich vermute, Du bist der einzige Mensch, der jemals zu Fuß zum Flughafen gelaufen ist, vom Strip aus ;-))

    Die schlafende Sphere sieht niedlich aus. Ich hoffe, Trump ist irgendwann mal Geschichte und es kommt nix schlimmeres nach. Denn die Sphere möchte ich unbedingt sehen.

    Nun also bald wieder mit Kaltmut vereint, bin gespannt, wie die "normale" Tour weitergeht.

    Maybe, glaube ich aber nicht :D :D

    Ich würde auch jetzt sofort wieder hin, aber das geht momentan aus anderen Gründen nicht

    Und ich finde es mutig, so mitten in der Nacht allein durch die Gegend zu laufen.

    Jetzt geht es sicherlich bald weiter mit Wüste und Co. :clap1:

    Wer soll mir was tun? Der Axtmörder? Ich habe diese Sorgen noch nie verstanden :zuck: :smile2:


    Interessant. :daumen:

    Gibt es jetzt eine Eintrag ins Guiness Book of Records für zu Fuß zum Flughafen gehen? ;-))

    Ich glaube so krass ist diese Leistung dann doch nicht :D

    Tag 16 (13.05.2024) - Ein früher Start in den Tag und Rückflug nach Albuquerque


    Auch wenn die Nacht generell eher SEHR kurz ist, wache ich zwischendurch immer mal wieder auf, weil das Excalibur lichttechnisch komplett ausflippt. Jetzt könnte ich natürlich die Vorhänge zuziehen, aber dann habe ich ja keinen Strip View mehr… Und bezahlt ist bezahlt. Ah ne. Halt. Ich habe ja gar nicht dafür bezahlt… Egal. Es sieht hübsch aus und ich habe sowieso kaum Zeit es zu würdigen.

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    Der Wecker klingelt dann jedenfalls um 2:30 Uhr, wird aber noch zweimal um jeweils 15 Minuten vertröstet, bis ich mich dazu durchringen kann auch wirklich aufzustehen. Kann mich bitte einfach irgendjemand töten? Geht das? Kurzer rage-moment, in dem ich noch nicht einmal richtig wach bin, aber schon alles und jeden hasse, incoming! Es hilft aber alles nichts, denn den Flug zurück nach Albuquerque zu verpassen ist natürlich keine Option und irgendwie muss ich ja zurück zu meinem Auto, zu Kaltmut und zur gebuchten Reiseroute :laugh: Das habe ich mir selbst eingebrockt und es hat sich ja auch gelohnt, nur in dem Moment weiß ich es kurz nicht zu würdigen!

    Immerhin das “zusammenpacken” geht schnell, denn ich habe nichts zum zusammen packen. Das einzige Problem besteht darin, die beiden dazu gekommenen T-Shirts irgendwie in den winzigen Rucksack zu quetschen und auch das passiert einfach wieder mit viel Hass. Kurz denke ich, dass meine Haarbürste stattdessen leider hier bleiben muss, aber irgendwie bekomme ich den Reißverschluss dann doch noch zu. Ich schnappe mir die Wasserflasche von gestern Abend und auf geht’s! Ich bin mir irgendwie immer noch nicht so ganz sicher, wie ich jetzt zurück zum Flughafen komme - immerhin würde ich die Deuce Bushaltestelle diesmal finden, allerdings hat es mit dem Laufen ja gestern auch geklappt… Diesmal könnte ich mir sogar den Umweg sparen und direkt zum Terminal laufen, anstatt die Schleife zu den Rental Cars mitzunehmen. Während ich so durch das Casino vom Luxor laufe fällt die Entscheidung gegegn den Bus :laugh: Never change a running system und so und ich habe überhaupt keine Lust, mich jetzt mit dem Busfahrplan auseinanderzusetzen. Lieber lasse ich das Gehirn noch ein wenig auf standby und latsche einfach monoton vor mich hin. Ich könnte übrigens eh nicht am Luxor einsteigen, weil diese Haltestelle keine Tickets verkauft, auch dafür müsste ich ein Stück gehen und die nächste finden. Dann würde ich außerdem wieder bei den Mietwagen landen, wo ich ebenfalls wieder umsteigen müsste… Näää, direkt laufen wird nicht viel länger dauern und vielleicht belebt bzw. besänftigt mich die Bewegung ein bisschen.

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    Diesmal laufe ich anders herum um das Flughafen Gelände und muss mich wieder überraschen lassen, ob das überhaupt so ohne weiteres möglich ist. Ich habe aber wieder Glück und der Bürgersteig ist erstaunlich konsequent vorhanden, ich muss nur regelmäßig die Straßenseite wechseln, weil es ihn immer nur auf einer Seite gibt. Natürlich ändert sich das völlig random andauernd.

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    Kurz vor dem Terminal wird es erstmalig ein bisschen kompliziert und ich muss ein bisschen querfeldein über eine Wiese laufen. Das klappt aber gut und nach ziemlich genau einer Stunde Fußmarsch bin ich dann auch schon angekommen. Es ist jetzt 4:30 Uhr und bis zum Boarding habe ich noch genau eine Stunde Zeit.

    Anders als in Albuquerque gibt es hier in Las Vegas dann auch wieder die gewohnte Sicherheitskontrolle, an der zwar eine lange Schlange steht, es aber erstaunlich schnell und effizient voran geht. Bei mir ist auch diesmal wieder nichts zu beanstanden, so flüssige Kontrollen wie dieses Jahr habe ich schon lange nicht mehr erleben dürfen :laugh: Kurz bekomme ich doch noch etwas Angst, weil ich von einer streng schauenden Security Mitarbeiterin angehalten werde - sie wolle bitte meinen Arm sehen :eek: Was jetzt??? Dann lächelt sie aber plötzlich und sagt einfach nur, dass mein Tattoo geile Arbeit ist und ob ich das in den USA habe stechen lassen… Und wenn ja, wo :laugh: Leider muss ich sie enttäuschen, denn Bad Vilbel bei Frankfurt am Main ist ihr dann doch etwas zu weit weg für einen schnellen Ausflug. Allerdings merkt sie auch direkt von selbst an, dass sie eh nicht geglaubt hätte, dass es aus den USA stammt. Dafür wäre es viel zu gut :biggrin:

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    Und schon habe ich nur noch 45 Minuten Zeit bis zum Boarding und hätte nun gerne einen Kaffee und ein kleines Frühstück. Es gibt einen Dunkin’ Donuts Express, der um diese Uhrzeit natürlich extrem gefüllt ist und ich stehe bestimmt auch eine halbe Stunde an. Was soll’s, ich habe ja eh nichts besseres zu tun! Ich entscheide mich für einen Kaffee Latte mit Haselnuss Geschmack und einen Donut, der aber schon weggeatmet ist, während ich noch auf das Heißgetränk warte.

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    Dann wird auch noch meine Boardinggruppe aufgerufen, während ich noch mit Trinken beschäftigt bin - was ein Stress auf einmal und wieso zum Teufel bin ich diesmal bereits in Gruppe 3? Sonst ist es doch immer die letzte und natürlich startet das Boarding heute auch auf die Sekunde pünktlich.

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    Diesmal habe ich leider nur einen Gangplatz, ich kann aber noch ein schnelles Foto aus dem Fenster machen, solange der Fenster- und Mittelplatz noch unbesetzt sind. Die Sonne geht grad auf und spiegelt sich absurd heftig in der goldenen Fassade des Mandalay Bay, in dem ich vor wenigen Stunden noch auf dem Konzert herumgehüpft bin.

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    Wow, ist ja gut, entspann dich! Ich brauche meine Augen noch.

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    Meine Sitznachbarn tauchen schon bald auf, sind aber in Ordnung und ich bin eingeschlafen, noch bevor das Boarding abgeschlossen ist. Von der entsprechenden Durchsage werde ich wieder geweckt und stelle fest, dass in der Mitte vom Flugzeug drei Reihen komplett frei sind. Schnell ziehe ich um auf einen Fensterplatz und erst dann fällt mir auf, dass ich eigentlich besser auf die andere Seite sollte, wegen der Sicht auf den Grand Canyon. Ich habe aber keine Lust nochmal aufzustehen und vermutlich werde ich den Großteil des Fluges eh verschlafen.

    Zumindest kann sich der Blick auf den Strip auf dem Rollfeld sehen lassen, mittlerweile auch ohne Laser, der mir das Augenlicht wegbrennt.

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    Bis zum eigentlichen Start vergeht dann noch einmal eine Ewigkeit, weil die Schlange vor dem Rollfeld gefühlt endlos lang ist. Irgendwie kommen wir aber doch noch pünktlich los und nach den ersten Bildern von der Wüste unter uns, sinke ich in einen tiefen Schlaf, begleitet vom Rest von Matzes Spotify Playlist, die ich noch nicht ganz durchgehört hatte… Und auch jetzt wohl eher nicht aktiv höre :laugh:

    Ach halt! Ein paar Bilder kurz nach Abflug mache ich auch noch. Ich bin ja ein bisschen traurig, dass ich es am Boden nicht bis zur Sphere geschafft habe, immerhin gab es sie bei meinem letzten Besuch letztes Jahr noch nicht. Dafür war die Zeit aber wirklich zu knapp und die Strecke zu weit, umso begeisterter bin ich, dass Teil zumindest aus der Luft sehen zu können, während es uns skeptisch hinterherschaut :biggrin: Schon super cool, wenn man die enormen Energiekosten mal ignoriert. Aber das ist einfach typisch Vegas!

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    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2846/2846436-f6b91660984ff27467d0f1c82d0f5bfd.mp4

    So, jetzt aber! Wüste!

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    Jetzt wird erstmal gepennt, während ich mich halbwegs bequem über die gesamte Reihe ausbreiten kann. Ich fühle mich in der Tat ganz genau so, wie ich aussehe und kann den zusätzlichen Schlaf bis zur Landung wirklich gut gebrauchen :laugh: Zum Glück ist im Flugzeug keine Eiszeit angesagt, für eine lange Hose hatte ich wirklich kein Platz im Gepäck.

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    Die Landung in Albuquerque ist ebenfalls auf die Minute pünktlich.

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    Das Flugzeug dockt am Gate an, die Türen öffnen sich sofort und ich stehe schon am Ausgang bereit, weil ich nicht einmal Handgepäck aus den Lockern kramen muss. New Mexico hat mich wieder! Das war ein kurzer Ausflug, fast so, als wäre nichts gewesen :biggrin:

    Auch wenn ich mir das (dieses Konzert) im Urlaub nicht geben würde, war es für Dich ja ein schöner Abend.

    Jetzt freue ich mich aber wieder auf die Wander- und Landschaftsbilder.

    Weiß ich nicht, normalerweise bin ich ja da immer bei dir, aber irgendwie hatte ich gar nicht so richtig Bock nach New Mexico zurück zu fliegen. Aber auch da kommen wir ja wieder raus :smile2:

    Der Song "Remeber yesterday" gefällt mir echt gut!

    Das war ja SUPER für Dich :!: :thumbup:

    Ja cool, das freut mich :smile2:

    Es freut mich sehr für Dich, dass alles geklappt hat und Du einen tollen Abend hattest, bis auf das fehlende "Center of the Universe"

    Kennst Du die Bandmitglieder von Hammerfall persönlich? Wenn man so oft auf deren Konzerten ist, könnte das ja sein. Und wird ja nicht viele geben, die den Sänger auf dem Arm tragen. Eine entfernte Freundin von mir ist Sailor Fan, nicht Deine Zeit und Musik, aber die kennt durch die dauernden Konzertbesuche alle Bandmitglieder persönlich.

    Das ist bei HammerFall ein bisschen schwierig. Die lassen sich eher nicht blicken und machen auch keine Meet & Greets. Die sind eher professionell distanziert, im Gegensatz zu vielen kleinen Bands, die ich in der Tat besser persönlich kenne :smile2: Mit Oscar habe ich im Laufe der Jahre ein paar mal gequatscht, mit Pontus (andere Gitarre) und Frederik (Bass) auch und mit Joacim nur einmal persönlich, denn nach der 10 Jahre Show gab es in der Tat mal eine seltene Autogramm Session. Er hat mir aber bei Instagram geschrieben, nachdem ich das Tattoo gepostet hatte und wir haben etwas hin und her geschrieben. Ich glaube das war für seine Verhältnisse schon viel.

    Toller Abend, tolles Konzert! Da hast du alles richtig gemacht. :clap1:

    Die Bands kenne ich alle nicht :smile:

    Ja, schade :smile:


    Melissa hat sich ja richtig in Schale geworfen, hat wohl einiges von Alissa angekuckt. Von mir aus könnte sie mehr growlen, ihrem Klargesang fehlt doch etwas das Volumen.
    James scheint ja auch wieder gut bei Stimme zu sein, vor ein paar Jahren hat er mehr gekrächzt als gesungen, so lohnt sich ein Konzert mal wieder. Und Oscar ist nen toller Typ, wir haben uns aum Schiff schonmal an der Softeismaschine unterhalten. Sehr nett.

    Kamelot geht immer, egal welche Lieder gespielt werden :)

    Schöner Abend, wär ich auch gern dabei gewesen, mit anschließendem T-Shirt-Kauf, wenn es in meiner Größe welche gegeben hätte. XXXL ist meistens nicht vorhanden....

    Anhand meiner Videos aus Vegas würde ich dir Recht geben, allerdings hatte ich das Gefühl bei den letzten Auftritten, die ich in Deutschland gesehen habe, dann nicht mehr.

    Tag 15 (12.05.2024) - Das Konzert im House of Blues: Ad Infinitum, HammerFall und Kamelot


    Jetzt haben wir aber wirklich lang genug für das Konzert angestanden... Aber ich bin ja immer früh vor dem Einlass da. Normalerweise zwar keine 3 Wochen, aber was soll's :biggrin: Dafür bekommt ihr jetzt extra viel Text ... und Videos, die ich hier mal wieder nicht einbetten kann. Wen es interessiert muss auf den Link klicken!

    Wir stehen immer noch vor der Bühne und haben noch eine Stunde Zeit, bis der Support loslegt. Die Atmosphäre ist extrem entspannt und schon jetzt fällt mir auf, dass jeder eine ganze Menge Platz hat und niemand vor der Bühne drängelt. Das ist bei so kleinen Locations auch in Deutschland manchmal noch der Fall, aber bei größeren Konzerten geht der Kampf in den ersten fünf Reihen meist schon lange vor dem Konzert los - hier nicht. Links neben mir steht eine Mutter mit ihrer erwachsenen Tochter, die beide sehr nett sind und mit denen ich leicht ins Gespräch komme. Rechts habe ich einen Typen, der kein Wort mit mir wechselt und hinter mir eben Robin in seinem Gewehr-Hawaii Hemd :laugh: Auf Nachfrage verteilt die Security sogar jedem, der welche haben will, Ohrenschützer. Bei uns kosten die Geld :laugh: Ich habe aber mittlerweile seit mehreren Jahren meine eigenen dabei, bei so vielen Konzerten sollte man ein bisschen auf die Ohren aufpassen, vor allem, wenn man immer in der ersten Reihe direkt vor den Boxen steht. Der Tinnitus Nachts im Bett ist seitdem nicht mehr vorhanden und außerdem klingt alles ein bisschen besser, weil die Teile Störgeräusche und Übersteuerung ganz gut rausfiltern.

    Nach einer interessanten Unterhaltung über Flugzeuge (Robin ist Kampfjet Pilot) kommt plötzlich, 10 Minuten vor Beginn, eine Durchsage, ähnlich der Sicherheitsunterweisung im Flugzeug, mit Beschreibung der Notausgänge etc. Ich muss ein bisschen lachen und Frage ihn, ob das in den USA bei Konzeten normal ist und er bestätigt... Was wundere ich mich eigentlich :laugh: Wundern würde es mich außerdem nicht, wenn jetzt auch noch die National Hymne kommen würde, aber davon bleiben wir dann doch verschont :laugh:

    Können wir dann mal? Ich hab Bock!

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    Um Punkt 19 Uhr hat das Warten endlich ein Ende und die deutsche Band Ad Infinitium (Lateinisch für "Bis ins Unendliche") um Front Sängerin Melissa Bonny kommt auf die Bühne. Gegründet wurde die Symphonic Metal Band im Jahr 2018 und das hier ist die aller erste Tour außerhalb von Europa. Schon verrückt, da fliegt man bis Las Vegas, nur um eine kleine, lokale Band von zuhause zu sehen, die das erste Mal in der großen weiten Welt unterwegs ist :biggrin:

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    Normalerweise kann ich mit female fronted Bands nicht viel anfangen, es gibt ein paar wenige Ausnahmen, aber mein Fall ist es nur selten. Das liegt meistens gar nicht so sehr an der Stimme selbst, sondern eher daran, dass mir viele Frauen grundsätzlich einfach super unsympathisch sind :laugh: Vor allem auf der Bühne. War schon immer so, ändert sich vermutlich im Großen und Ganzen auch nicht mehr, aber Ad Infinitum gefällt mir! Melissa singt gleichzeitig klar und growlt aber auch zwischendurch - Cool wenn man beides kann und umso cooler, wenn sich Zweiteres in Grenzen hält :biggrin:Früher konnte ich das gar nicht ertragen, mittlerweile sind einzelne Zeilen zwischendurch okay, nur bitte nicht durchgehend.

    Bei diesem Auftritt ist es noch mehr so ein "ist okay" für mich, aber mittlerweile sehe ich die richtig gerne und war mittlerweile auch auf deren Headliner Tour in Köln letztes Jahr. Ich finde aber auch, dass sie seit dem Las Vegas Auftritt besser geworden sind. Der Sound vor Ort ist eigentlich ziemlich gut, kommt nur auf den Videos leider nicht rüber, anscheinend stehen die Boxen kacke für Aufnahmen. Ich verschone euch trotzdem nicht, gehört ja dazu! Nur eben mit dem Hinweis "In echt war besser" :biggrin:

    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2845/2845008-b33cd93362052427f411abb02fc0e167.mp4

    Ad Infinitum - See you in Hell

    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2845/2845009-6b28171cba3ca4f3c4836e4f72a65fc0.mp4

    Ad Infinitum - Eternal Rains

    Nach einer halben Stunde ist der Spaß auch schon wieder vorbei, das traurige Los des ersten Supports, wenn es auch noch einen Special Guest vor dem Headliner gibt. Ich denke mittlerweile finde ich Ad Infinitum alleine deshalb besser, weil ich die Auswahl der Setlist für den kurzen Vegas Auftritt für nicht besonders gelungen halte.

    Egaaaaaaaal, jetzt wird umgebaut für den Grund, warum ich überhaupt hier bin! Alles andere ist Bonus und ich freue mich schon darüber, wenn man sich den Rest gut anhören kann und nicht nur ertragen muss :laugh:

    Das hier wird jetzt mein 14. HammerFall Konzert (Mittlerweile sind wir bei 16) und es ist die erste Band, die ich jemals live gesehen habe, im Januar 2007, damals noch mit meiner Mutter als Begleitung (Die sie auch gerne hört). Warum habe ich also den Aufwand betrieben und meine Rundreise für einen Auftritt von vielen unterbrochen? Weil ich's kann :tongue: Nein, das Hauptargument für mich war eigentlich, dass HammerFall in Europa deutlich größere Hallen füllt und einfach wesentlich bekannter ist als in den USA. Bei uns wird es also so schnell keinen Auftritt in einer derart kleinen Location geben und das fand ich als Abwechslung zu mehreren Tausend Leuten einfach mal eine schöne Abwechslung. Mittlerweile gibt es die schwedische Heavy Metal Band seit 29 Jahren ... Und ich war mit 15 beim 10 jährigen Jubiläumskonzert in Köln dabei. Ich bin alt :rolleyes: :biggrin: Zugegebenermaßen gibt es mittlerweile einige Bands, die ich live lieber sehe und auch häufiger höre, aber HammerFall ist einfach meine erste große Musik Liebe gewesen, die meinen gesamten Musikgeschmack bestimmt und geprägt hat, und wird daher für immer einen Sonderstatus bei mir haben - zumal ich bis 2020 auch auf gar keine anderen Konzerte gegangen bin, außer mal ganz sporadische Ausnahmen. Nicht umsonst habe ich ein Portrait von Sänger Joacim Cans auf meinem Unterarm tätowiert und Hector, das Bandmaskottchen, auf dem Oberarm. Ich weiß heute noch, wann und wo ich das erste Lied von HammerFall gehört habe und welches es war: Remember Yesterday, gehört mit 13 auf dem MP3 Player meines damals besten Freundes, morgens vor der Schule am Fahrradkeller. Das Lied ist sogar massentauglich für euch, auch ohne Metal zu hören :biggrin: Ein softer Einstieg für mich damals und ich liebe diese Stimme bis heute.

    So, genug gelabert, Zeit für Eskalation. Also... Ich eskaliere. Als einzige im Raum. Aber egal :biggrin: Der Rest ist schließlich wegen Kamelot hier, abgesehen von den zwei deutschen Ad Infinitum Fans, die ich schon heute Mittag im Hotel gesehen habe.

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    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2845/2845012-ece296378fe1255d4d5c4829d14bb8d3.mp4

    HammerFall - Heeding the Call

    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2845/2845013-28b2976a7280b1756f20294ab53f65c0.mp4

    Hammerfall - Hammer High

    Man beachte Oscars coole Hammer Gitarre :biggrin:

    "Hammer high until I die" steht übrigens auch auf meinem Handgelenk, direkt unter dem Portrait mit Unterschrift :laugh:

    Und natürlich kommt auch noch die neue Single "Hail to the King", die erst vorgestern rausgekommen ist und über die ich im wunderschönen Zoo von Roswell noch mit Dominik diskutiert habe. Live gefällt es mir dann doch besser als der erste Eindruck auf Spotify.

    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2845/2845014-05cc064a5a21c5118aa161ebf348d2ec.mp4

    Hammerfall - Hail to the King

    Es gibt genau zwei Band Mitglieder die seit der Gründung 1997 mit am Start sind und das sind Sänger Joacim Cans und Bandgründer und Lead Gitarrist Oscar Dronjak. Letzterer hat seinen Platz genau vor meiner Nase und bekommt die ganze Zeit durchaus mit, dass ich alle Lieder auswendig kenne und meinen Spaß habe :biggrin: Aber das ist hier auch kein Wunder, denn um mich herum hat HammerFall noch nie jemand live gesehen und auch bei der Frage, wer denn schon mal da war, melden sich nur gaaaaanz vereinzelte Leutchen. Überhaupt geht hier niemand so richtig ab, das ist in Deutschland komplett anders, hier stehen alle irgendwie verhalten in der Gegend herum und nicken maximal ein bisschen mit dem Kopf bzw. wippen mit dem Fuß. Das liegt aber nicht an der Bekanntheit von HammerFall, denn das ändert sich selbst bei Kamelot nicht. Das hat natürlich den Vorteil, dass man die Show in Ruhe genießen kann und jeder seinen Freiraum ohne Gedrängel hat, aber dafür den Nachteil, dass die Stimmung schon irgendwie massiv darunter leidet.

    Richtig wild wird es, als Robin sich bei mir entschuldigt, weil er glaubt, dass er mich beim springen iiiiirgendwann mal ausversehen kurz berührt hat. Wtf? :eek: Der soll mal auf ein deutsches Metal Konzert und ab in den Moshpit. Das ist absolut nichts für mich, aber der Kontrast ist schon hart. Überhaupt berührt sich hier niemand, ich glaube auch, dass die Location weit entfernt von ausverkauft ist, trotz der kleinen Größe. Das wundert mich eigentlich schon, denn weder HammerFall noch Kamelot sind unbekannt (Letztere in den USA erst recht nicht), Las Vegas ist eine große Stadt und der Preis war mehr als fair, grad für amerikanische Verhältnisse.

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    Oscar bedankt sich am Ende für meinen Einsatz mit einem Plek, das er mir in die Hand drückt und dafür extra von der Bühne kommt. Leider hat sich das Design jetzt einige Jahre nicht verändert, weshalb ich exakt das Gleiche bereits zuhause liegen habe - naja. Und auch auf meinem Arm habe, denn es hat damals als Vorlage gedient :biggrin::biggrin::biggrin: Das checke ich selbst in dem Moment aber gar nicht, sondern Robin macht mich darauf aufmerksam. Wie witzig :biggrin:

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    Geil war's, wie immer!

    Während der Umbaupause zu Kamelot wage ich es schließlich noch einmal mich auf den Boden zu setzen und den Füßen eine kurze Pause zu gönnen. Wenn ich jetzt rausgesworfen werde ich es nicht mehr ganz so schlimm :biggrin: Passiert aber nicht, diesmal hält mich niemand auf, aber hier sind ja auch nur noch Metal Heads und keine abgewrackten Zombies Premium Casino Kunden.

    Mit Kamelot bin ich beim reinhören nie so 100% warm geworden. Es gibt ein paar richtig coole Songs, vieles gefällt mir aber auch gar nicht, von daher bin ich jetzt mal gespannt. Live ist es auf jeden Fall besser, alleine schon, weil Bühnenbild und Show passend und cool inzeniert sind. Positiv zu erwähnen ist außerdem, dass es in vielen Kamelot Songs eine zusätzliche, weibliche Stimme gibt, aber keine Frau fester Bestandteil der Band ist. Den Part übernimmt live jetzt praktischerweise Melissa Bonny von Ad Infinitum - Wenn sie nichts zu singen hat steht sie halt im Hintergrund, wackelt ein bisschen rum und sieht gut aus :biggrin:. Kamelot ist übrigens im Großen und Ganzen die einzige, relativ bekannte Power Metal Band aus den USA. Das ist mein absolut favorisiertes Metal Genre, weil es einfach super melodisch und catchy ist... Und meistens ein bisschen witzig was Themen und Live Auftritte angeht (Kamelot ist für eine Power Metal Band aber eher düster). Die meisten Bands kommen aus der Richtung aber mit Abstand aus Europa, ganz viele sogar aus Deutschland.

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    Kamelot - Veil of Elysium

    Ganz hübsch ist Sänger Tommy Karevik übrigens auch, im Metal Bereich nicht immer selbstverständlich :laugh:

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    Ballade muss auch sein!

    https://www.amerika-forum.de/data/xfmg/video/2845/2845028-fdf91c75a3870b13a5a6d7604d62dd67.mp4

    Kamelot - Willow

    Zwei Sachen gehen mir allerdings ziemlich auf den Sack. Da wäre einmal die Tatsache, dass mein absoluter Kamelot Lieblingssong "Center of the Universe" nicht gespielt wird! Die Chancen stehen immer 50:50, weil entweder der Song in der Setlist landet, oder "When the Lights are down". Bei diesem Zweig der Tour ist es leider letzteres. Danach kommt übrigens die Europa Tour im Herbst, bei der ich ebenfalls nochmal in Oberhausen war, weil meine beste Freundin Kamelot Fan ist. Guess what: In der ersten Hälfte des Europa Zweiges wurde Center of the Universe gespielt, in der zweiten Hälfte When the Lights are down. Ihr dürft gerne raten, zu welchem Teil Oberhausen gehörte :rolleyes:

    Der zweite Störfaktor ist das Gekreische der Super-Fan-Girls, direkt hinter mir, die mein Trommelfell schon seit längerem malträtieren. Überhaupt sind - für ein Metal Konzert - ungewöhnlich viele Frauen hier! Es würde mich halt auch nicht wundern, wenn die sich gleich nackt ausziehen, auf die Bühne klettern und Tommy ablecken. Aber wir sind hier ja immer noch in den USA, also doch eher unwahrscheinlich. Nach besagtem When the Lights are down gebe ich mich geschlagen und mache meinen Platz in der ersten Reihe frei. Einmal zum Schutz meiner Ohren und einmal für mein Karma, denn die Gruppe sind eindeutig die größeren Fans und ich hatte schon alles, was ich wollte. Immerhin sind sie sehr dankbar und ich sehe sogar fast besser, weil ich meinen Kopf nicht mehr in den Nacken legen muss :laugh: Geil ist auch, dass ich von einer random Frau im Ad Infinitum Shirt angesprochen werde, weil sie sich bedanken möchte, weil ich so nett zu den Mädels war... Aber sie gehört nicht einmal zu denen :eek: Verrückt!

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    Gegen Ende werde ich seeeeeeeeeehr müde, aber auch kein Wunder nach der kurzen Nacht, der langen Fahrt, dem Flug, dem Marsch zum Hotel und dem heißen Nachmittag auf dem Strip. Die nächste Nacht wird ja auch nicht besser :laugh: Gegen 23 Uhr ist das Konzert, das mir insgesamt super gut gefallen hat, dann auch zuende und ich tausche Instagram mit Robin aus, er kommt dann aber noch mit mir zum Souvenir Stand. Für mich wird es natürlich das Tour Shirt in S und noch einmal in M für Dominik, der mich darum gebeten hat, sofern es ein US Shirt gibt. Ich persönlich finde sowas ja immer blöd und würde es nicht anziehen, wenn ich nicht selbst da war, aber das muss er ja selbst wissen :laugh:

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    Robin kauft sich ein HammerFall Hemd, es scheint ihm also auch sehr gut gefallen zu haben.

    Er übernachtet ebenfalls im Luxor und so machen wir uns gemeinsam auf den Weg zu den Aufzügen und verabschieden uns dann. Ein netter Kerl, aber ich finde es auch nicht schlimm, dass ich ihn jetzt wieder los bin, einige Gesprächsthemen waren dann doch etwas wild. Ich futtere jetzt nur noch schnell mein Banenebrot von heute Mittag, schicke Dominik ein Bild von dem Shirt, trink einen Schluck und knalle mich ins Bett - der Wecker geht in nicht einmal drei Stunden für den Rückflug nach Albuquerque.

    Bei uns ist es umgekehrt, nie mehr erste Reihe. Seit sogar bei Bands wie Rhapsody gemosht und gesurft wird hat sich das erledigt, man hat ja keine ruhige Minute mehr, irgendwann haut einem die Meute in den Rücken und man hat nen Springerstiefel an der Backe. Bei den ersten 2-3 Songs geht's immer noch, dann bin ich auch schomma vorne.

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    Ich empfehle dir unbedingt die 70000 Tons, da kannst du IMMER in die erste Reihe

    Kann ich so absolut nicht bestätigen. Ich stehe in der ersten Reihe, eben weil ich KEIN Bock auf Moshpit etc habe. Die gehen meistens erst ab Reihe 3/ 4 los, vorne hat man immer seine Ruhe inkl. frischer Luft. Das kannst du mit deiner Größe vielleicht nicht so nachvollziehen, aber mit meinen 1,63 hänge ich mit meiner Nase meistens so auf Achselhöhe von irgendeinem Kerl und sehe nichts und es stinkt einfach alles. Da habe ich lieber mein Geländer vorne und sehe etwas und kann atmen. Ja, Crowdsurfer können nerven, sind im Power Metal aber auch nicht sooo häufig. Aus dem Grund stellen wir uns nie in die Mitte, sondern immer etwas seitlich, da kommen deutlich weniger.

    Nicht meine Mucke aber interessanter Bericht.

    Entsetzt war ich allerdings, das da so viel "geplaybacked" wurde. Ist ja wie bei Dieter Thomas Heck! Ich dachte die Metaller wären noch ehrliche Handwerker.

    Ich kann es mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. Habe ich noch nie erlebt bisher

    Orden Ogan mit nem anderen Sänger, mal etwas anderes. Viel mehr Power auf der Bühne
    Beast in Black - tja, das war übelster Playbackschlager, wir haben uns die nur bis zum bitteren ende angesehen weil nichts anderes war zu der Zeit.

    Ich habe es gelesen... Für mich ist Beast in Black aktuell eine der besten Live Bands der letzten Jahre. So viel Power und Energie auf der Bühne habe ich selten gesehen, aber dafür muss man wohl vorne drin stehen. Das einzige, was ich "vorwerfen" würde ist, dass die unbedingt einen Live Keyboarder bräuchten, bei den Mengen. Das kommt live dann natürlich vom Band, der Rest aber definitiv nicht. Ich habe in den letzten Jahren oft festgestellt, dass Sitzplätze das komplett killen. Auf Orden Ogan ohne Seeb hätte ich auch keine Lust gehabt.

    Ich hab mir die Bandliste mal angeschaut. Für mich interessant gewesen wären:

    Amorphis

    Firewind

    Kamelot

    Orden Ogan (Obwohl ich die jetzt auch so 7x in 12 Monaten sehe / gesehen habe :D )

    Rhapsody of Fire

    Soen

    Trick or Treat

    Wind Rose

    Ad Infinitum

    Beast in Black

    Dragonland

    Eluveitie

    Aber so WIRKLICH toll finde ich davon auch nur Orden Ogan und Beast in Black. Von daher wäre das eher dünn gewesen für mich, aber trotzdem will ich irgendwann definitiv mal mitfahren. Die Kombi Karibik, Chillen und Metal ist schon sehr, sehr geil!