Beiträge von lunchen

    Tag 18 (15.05.2024) - Die Fahrt zur Grenze und ein Besuch im Four Corners Monument


    So richtig viel Plan habe ich heute nicht mehr, seit meine Colorado Idee gestorben ist. Grob möchte ich mir heute Nachmittag irgendwann eine Site im Goosenecks State Park sichern und irgendwie mal runter zum San Juan River laufen, der steile Honaker Trail steht schon was länger auf meiner Liste. Dazwischen ist ziemlich viel Nichts, abgesehen vom Shiprock, an den man nicht wirklich heran kommt, und diesem komischen Four Corners Monument, das irgendwie total pointless ist, aber nunmal auf dem Weg liegt und mich bisher noch nicht gesehen hat. Ich glaube, da halte ich gleich einfach mal an und rege mich darüber auf, wie sinnlos ich das Geld für den Eintritt verschwendet habe :laugh:

    Aber zunächst mal muss ich von den Bistis die gleiche Strecke zurück nach Farmington, dank meiner Trödelei am Morgen ist es mittlerweile auch schon 12 Uhr Mittags.

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    Einen kleinen Boxenstopp lege ich in Farmington noch beim Starbucks ein, es wird mal wieder Zeit für einen Zuckerschock in Form eines Iced White Chocolate Mokkas und eines Bananenbrotes. Ich setze mich kurz nach draußen, aber irgendwie ist es mir zu windig, also esse ich nur schnell, während ich ein paar Nachrichten beantworte. Wer weiß, wie viel Netz ich nachher noch haben werde!

    Das Getränk nehme ich mit ins Auto und mache mich wieder auf den Weg, immer schön in Richtung Utah!

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    Von Farmington aus geht es geradewegs in den Westen, dabei überquere ich den San Juan River gegen 13:30 Uhr! Wenn alles glatt läuft, dann sehe ich diesen Fluss nachher noch auch nächster Nähe :redface:

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    Die Strecke gibt nicht sonderlich viel her...

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    ... bis plötzlich einige hübsche, rote Blumen am Straßenrand auftauchen und im Hintergrund der markante Shiprock zu sehen ist. Für die Navajo hat dieser Felsen eine tiefe religiöse und kulturelle Bedeutung, was auch der Grund ist, warum alle Straßen dorthin gesperrt sind und man sich mit dem Anblick aus der Ferne begnügen muss.

    In der Schöpfungsgeschichte war der Shiprock die Heimat des Monsters "Tsé nináhálééh" und seiner Frau. Die beiden geflügelten Wesen gehörten zu den mythologischen Naturgefahren, die erst durch den Monstertöter erschlagen werden mussten, bevor die Navajo sicher die Erde bewohnen konnten. Der Monstertöter verschonte die Nachkommen der beiden Monster, aus ihnen entstanden Adler und Eule.

    Laut einer anderen Erzählung lebten die Menschen auf dem Shiprock und verließen ihn nur, um an Wasser zu gelangen und um Landwirtschaft zu betreiben. Eines Tages soll ein Blitz eingeschlagen sein, der jeglichen Zugang zerstörte und nur schroffe, steile Felswände und -nadeln hinterließ. Die Bewohner, die sich zu dem Zeitpunkt auf dem Gipfel befanden, wurden dadurch von der Nahrungsmittelversorgung abgeschnitten und verhungerten. Ab diesem Zeitpunkt bestiegen die Menschen den Felsen nicht mehr, da sie sonst die Geister der Toten wecken würden.

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    Danach geht es einsam weiter...

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    ... bis die Landschaft langsam interessanter wird.

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    Gegen 14:20 Uhr erreiche ich schließlich den Abzweig des Four Corners Monuments und weiß schon hier, wie albern ich das alles finden werde :laugh: Aber was soll's, auch dieser Tag muss gefüllt werden.

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    Das Four Corners Monument liegt, wie der Name schon sagt, genau auf der Grenze von vier verschiedenen States und zwar New Mexico, Utah, Arizona und Colorado. Verwaltet wird der ganze Bumms von der Navajo Nation, ich kann mir also schon ungefähr vorstellen, was mich gleich erwartet. Mal ganz davon abgesehen.... Was haben die Navajos eigentlich bitte mit den Staatsgrenzen zu tun, außer, dass sie zufällig auf deren Gebiet verlaufen und Einnahmen generieren können? :rolleyes: Einige Menschen mögen positivere Erfahrungen gemacht haben, ich wurde von der Freundlichkeit dieser Menschen noch nicht wirklich umfassend überzeugt, mal sehen ob sich das hier ändert.

    Symapthisch auf jeden Fall, dass die Navajos nicht Schuld sind, sollte meinem Körper in diesem Monument etwas zustoßen :laugh: Wie lange geöffnet ist weiß man wohl auch nicht so genau, jetzt gerade ist es aber offensichtlich der Fall.

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    8$ dafür, dass man in vier States gleichzeitig stehen kann - Weiß ich nicht, vor allem, wenn das Monument Valley das gleiche kostet. Da kann man ja dann doch ein klein wenig mehr Zeit verbringen :laugh: Aber ich wusste es vorher, ich bin jetzt hier, also wird gelöhnt.

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    Bzw... Ich würde gerne löhnen, die Navajo Dame im Kassenhäusschen macht es mir allerdings nicht ganz so leicht und somit ändert sich an meiner Meinung dieses Volkes gegenüber auch heute leider nichts. Es handelt sich um einen dieser ganz seltenen Momente, in denen ich gern Bar zahlen würde, weil der Betrag erstens gering ist und ich der Frau meine Karte irgendwie nicht gern aushändigen möchte - Selbst an das Lesegerät halten darf ich nämlich nicht. Muss ich dann aber doch tun, denn überraschenderweise ist man hier so modern, dass kein Cash angenommen wird. Dieses Kartenlesegerät hat sich dann allerdings überlegt, dass es ganz gern meinen Pin hätte - Die Dame hinter dem Fenster fand das komplett awkward, sowas hatte sie offensichtlich noch nie zuvor gesehen, ich dagegen fand das relativ normal. Jetzt hat sie mir aber das Teil nicht einfach durch's Fenster gegeben, damit ich den Pin eingeben kann, nein, ich muss mich wie ein Vollspast mit meinem kompletten Oberkörper durch mein Autofenster und ihr Fenster lehnen und die Zahlen irgendwie treffen, während ich einen Krampf in beiden Beinen gleichzeitig bekomme. Nur um dann auch noch dumm dafür angemacht zu werden, dass ich überhaupt einen Pin eingeben muss. Das MUSS ja meine Schuld sein, sowas hat es hier schließlich noch nie gegeben.

    Ja, alles klar. Nach diesem herzallerliebsten, warmen ersten Eindruck fahre ich völlig tiefenentspannt und gut gelaunt auf den riesigen Parkplatz. Viel los ist hier übrigens nicht, komisch, oder?

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    Die Vierer-Grenze selbst ist aber eigentlich nur Nebensache in diesem Monument. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um einen Trödelmarkt für Navajo Schmuck, der in jedem einzelnen der Kammern, die sich im Kreis um die Grenzen herum befinden, angeboten wird. Es gibt natürlich auch an jedem Stand exakt dasselbe. So genau schaue ich mir das mangels Interesse aber nicht an und zum Glück wird man hier auch in Ruhe gelassen. Viel geiler finde ich allerdings das hier:

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    Es ist einfach KEINE SAU hier, außer diese handvoll Personen, die ihr auf dem Bild schon gesehen habt. Aber es ist absolut essenziell, dass man hier bloß nicht mehr als drei Fotos pro Person macht. Wahrscheinlich kann man sich die Erlaubnis für drei weitere Fotos erkaufen, in dem man weitere 8$ Guthaben investiert :tongue: Ist aber auch alles nicht so schlimm, mehr als drei gleich aussehende Bilder muss ich sowieso nicht machen und ich verzichte auch auf die üblichen Gymnastikübungen, die hier ein beliebtes Fotomotiv sind und einen in allen vier States gleichzeitig zeigt.

    Immerhin kann ich hier temporär kurz aus New Mexico rauslaufen, bevor auch mein Auto es gleich entgültig verlassen darf :laugh:


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    Nach meinen drei Fotos schaue ich mich panisch um, aber ich sehe keine Scharfschützen, die mich attackieren, sobald ich es wage ein viertes mal auf den Auslöser zu drücken. Wird wahrscheinlich auch nicht passieren, denn in dem Fall könnte ich ja nicht mehr Geld dafür bezahlen :biggrin: Anyway... Reicht mir, ist alles genauso unnötig wie ich es mir vorgestellt habe. Aber manchmal muss man seine Vorurteile ja auch einfach verifizieren :biggrin: Ich würde sagen: Haken dran, ich war endlich hier, muss ich nie wieder hin. Wir sollten jetzt schnell nach Utah fahren.

    Und wenn man das prepaid macht, ist es easy die Buchung zu canceln und neu zu buchen wenn es bessere Rates gibt? :gru1:

    Ich zahle immer bei Buchung, weil ich es gerne hinter mir habe und die Reise mehr genießen kann, wenn ich weiß das schon seit Monaten das meiste bezahlt ist. Ich buche aber dauernd um und neu, bisher habe ich das Geld immer easy innerhalb von 1-2 Tagen zurück gehabt.

    Tag 18 (15.05.2024) - De-Na-Zin Wilderness Area aka. Bisti Badlands


    Das war sie, die letzte Nacht in New Mexico! Bevor es allerdings gleich ins heißgeliebte Utah geht, muss noch ein wichtiger Programmpunkt nachgeholt werden, der gestern dem Regen zum Opfer gefallen ist: Die Bisti Badlands, quasi DIE Sehenswürdigkeit in der Gegend von Farmington. Hier sind auch schon Touristen hergekommen, lange bevor der Alien Throne bekannt und gehyped wurde :laugh:

    Auch heute morgen verzichte ich wieder auf einen extra frühen Start, wundere mich aber beim Aufwachen ein wenig, warum die Sonne in's Zimmer scheint. Nicht, weil sie bereits aufgegangen ist und ich verschlafen habe, sondern weil sie laut Wetterbericht eigentlich nicht anwesend sein sollte. Ich werfe einen Blick in die Wetterapp, die an ihrer gestrigen Meinung festhält: Es ist komplett bedeckt. Jetzt. Ich schaue aus dem Fenster und kann diese Aussage eher nicht bestätigen, viel mehr sehe ich einen strahlend blauen Himmel und nicht eine einzige Wolke am Himmel. Das heißt dann wohl, dass es vor einigen Stunden schon genau so war und das ich die Milchstraße am Alien Throne umsonst gecancelt habe :rolleyes: :mad: Es läuft diesmal einfach so richtig bei mir und es regt mich komplett auf. Naja. Wenigstens bin ich jetzt nicht komplett übermüdet, ich habe sogar bis 5 Uhr durchschlafen können.

    Hier seht ihr auch direkt, welches Motel man nicht unbedingt buchen muss :laugh:

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    Gegen 6 Uhr stehe ich auf und mache mich in Ruhe fertig, sortiere den Koffer, fülle meinen 10 Liter Wassersack auf und hänge ihn von hinten an den Fahrersitz - Alle Campingplätze, die heute zur Auswahl stehen, haben kein Wasser, ich werde es also brauchen. Nach einem Frühstück und einem längeren Telefonat mit Matze ist es schon wieder 8 Uhr, als ich endlich loskomme. Irgendwie bin ich diesmal wirklich ein bisschen gemütlicher unterwegs als sonst, aber das mag auch an meiner angeknacksten Motivation und Begeisterung für die diesjährige Route liegen.

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    Die Karte werfe ich einfach schnell in den Briefkasten und mache mich aus dem Staub, ich habe überhaupt kein Interesse an einer weiteren Kommunikation mit dieser seltsamen Frau :laugh: Dann muss ich noch schnell tanken, da war ja was... Im Anschluss kann es aber endlich losgehen in Richtung Bisti Badlands, die Fahrt dauert ziemlich genau eine Stunde und geht natürlich in die falsche Richtung für die restliche Route heute. Aber war ja auch eigentlich anders geplant.

    Diesmal bleibe ich, anderd als gestern, lange auf Asphalt.

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    Erst fünf Kilometer vor dem Ziel muss ich auf eine Dirtroad abbiegen, die aber in einem super Zustand ist. Hier gibt es sogar offizielle Schilder und einen markierten Trailhead mit Parkplatz, Infos und Infrastruktur :laugh: Mag daran liegen, dass die Bisti Badlands unter Bureau of Land Verwaltung sind, im Gegensatz zu den Gebieten, die ich mir gestern angesehen habe.

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    Neben mir macht sich grad ein älteres Ehepaar, nennen wir sie Werner und Elfriede, ebenfalls fertig für die Wanderung durch die Bisti Badlands. Die Diskussion ist so hitzig, dass ich lieber nicht zu erkennen gebe, dass ich jedes Wort verstehen kann :biggrin: Es geht um das kristische Thema der Pausenverpflegung, denn bei einer so langen Wanderung muss man ja schließlich etwas dabei haben! Man kann sich allerdings nicht so richtig einigen zwischen Wurst Brot und Schokokeksen. Während Werner findet, dass die Schokolade zu schnell schmilzt meint Elfriede, dass das Risiko einer Lebensmittelvergiftung durch Wurst bei diesen Temperaturen nicht kalkuliertbar ist. Ich trödel ein bisschen und lasse den beiden ein wenig Vorsprung, durch den Schuhwechsel habe ich nun allerdings den Ausgang dieser hochspannenden Argumentation verpasst.

    Hat aber leider nichts gebracht, denn ich hole sie bereits am Trailregister wieder ein, während Werner wie der Ochse vor'm Berg den Zaun anstarrt, durch den man - wie so oft, einfach an einem Durchgang durch ein kleines Zickzack durch kommt. Er schaut mich kurzzeitig verwirrt an, dann folgen aber beide und ich lasse sie schnell hinter mir :laugh: Jetzt bin ich zum Glück doch wieder alleine unterwegs, aber das Gebiet wäre so oder so groß gewesen um sich ein wenig aus dem Weg gehen zu können.

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    Man kann hier einfach querfeldein laufen wie man Lust hat, ich mag das aber immer nicht so gerne und habe mir auch hier einen AllTrails Track heruntergeladen, der mich an allen wichtigen Formationen in einem großen Loop vorbei führen sollte. Ich habe lieber einen festen Weg, dem ich folgen kann, anstatt kopflos Schlangenlinien zu laufen.

    Werner und Elfride haben sich jetzt sowieso viel weiter links orientiert, während mein Track rechts in die Hügel abdriftet.

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    Ja, nett hier, allerdings laufe ich von einer Sackgasse in die nächste und einen richtig vernünftigen Weg gibt es über den Hügel nicht drüber. Irgendwie komme ich an einer Stelle zwar nach oben, aber hier rutscht der Boden einfach so weg und es kann so nicht richtig sein. Entweder ist mein GPS hier grad ein bisschen überfordert, oder der Track ist Müll. Geht ja gut los :laugh: Ich schaue, dass ich irgendwie heile wieder unten ankomme und umlaufe den Hügel lieber.

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    An ganz vielen Stellen kann man junge Hoodoos bei der Entstehung beobachten. Die Felsplatten, die in vielen tausend Jahren mal auf langen Felssäulen thronen werden, liegen fast noch auf dem Boden beziehungsweise stecken teilweise sogar noch zur Hälfte drin.

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    Immer wieder komme ich zu coolen Formationen, die sind aber immer alle relativ gebündelt in verschiedenen Hoodoo Feldern zu finden. Dazwischen befindet sich meistens eine ziemlich große, platte Fläche voller Nichts, über die man mal besser und mal schlechter laufen kann. Das zieht sich dann leider immer so ein kleines bisschen, aber skurrilen Formen entschädigen dafür. Das Licht könnte ein bisschen besser sein, aber dafür war ich einfach zu spät hier: Badlands am frühen Morgen und späten Abend sehen nunmal immer besser aus als mit einem hohen Sonnenstand.

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    Ein Highlight der Bisti Badlands sind die sogenannten Cracked Eggs, eine Gruppe von Gesteinsformationen die eben aussehen wie aufgeplatzte Eier. Ganz besonders toll wirken sollen sie zur blauen Stunde kurz vor dem Sonnenaufgang, wenn ich mir Fotos davon im Internet anschaue, dann kann ich das nur bestätigen - Die ist aber eeeeetwas vorbei :laugh: Wäre ich heute Nacht zum Alien Throne gefahren, dann wäre ich danach direkt hier her gekommen und es hätte zeitlich super gepasst, aber so muss ich eben nehmen, was ich kriegen kann.

    Sehen trotzdem ganz cool aus, oder?

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    Jetzt könnte man in einem Bogen zurück zum Auto gehen, zumindest tun das wohl viele. Ich habe laut meinem Track allerdings noch lange nicht Feierabend, denn ich habe mir mit dem 11km Loop natürlich wieder den längsten ausgesucht, den AllTrails hier zu bieten hatte laugh: Es geht also weiter in die gleiche Richtung wie zuvor, ins noch ruhigere Hinterland. Es ist jetzt nicht so als wäre ich bis hier hin vielen Menschen begegnet, bis auf Werner und Elfriede waren es noch drei weitere aus großer Entfernung - Aber ab jetzt sehe ich gar keine Menschenseele mehr und die Abstände zwischen den spannenden Gebieten werden auch etwas größer.

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    So richtig wolkenlos ist der Himmel auch nicht mehr, am Horizont türmen sich wieder dicke, weiße Quellwolken auf. Dabei sind wir von der Monsumzeit und der Jahreszeit von Nachmittagsgewittern doch eigentlich noch weit entfernt... Zumal nicht einmal ansatzweise Nachmittag ist :laugh:

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    Mittlerweile bin ich immerhin am Wendepunkt der Wanderung angekommen und bewege mich jetzt langsam wieder in Richtung Auto, diesmal natürlich auf der anderen Seite der Badlands. Jetzt kommen mir sogar nochmal zwei Personen entgegen, die aber gar keinen Plan zu haben scheinen, wo es lang geht und was es wo zu sehen gibt. Sie haben weder GPS, noch eine Karte oder sonst irgendwas dabei und wollen "einfach mal schauen" ... Na dann viel Erfolg! Ich kenne mich, wenn ich es so machen würde, würde ich am Ende das Auto nicht mehr wieder finden :laugh:

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    Ich finde, die Hoodoos hier hinten haben alle ein bisschen was vom White Ghost bei den Wahweap Hoodoos. Den habe ich zwar bis heute noch nicht mit eigenen Augen gesehen, aber diesen charakterischen weißen Umhang findet man auch hier bei diesem Hoodoo Feld überall, wenn auch nicht in der Größe und in dem Ausmaß wie beim Original bei Page.

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    Auf einem besonders hohen Felsen sehe ich plötzlich ein riesiges Nest, vermutlich von einem größeren Adler. Ich bleibe einige Zeit stehen und versuche etwas zu sehen, ich kann aber leider keine Bewegung erkennen.

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    Der restliche Rückweg zum Auto ist nicht mehr besonders Hoodoo-reich, dafür besticht die Gegend hier durch ihre vielen, bunten Farben. Der Boden ist bunt, die Felsen sind bunt und mit farbigen Strichen durchzogen und kleine Baby-Türme gibt es hier und da immer noch. Ich bin ehrlich, auf den Fotos jetzt gefallen mir die Bisti Badlands irgendwie deutlich besser, als mein Eindruck vor Ort war. Das wird aber mit Sicherheit mit meiner eher schlechten Grundstimmung zu dem Zeitpunkt zusammenhängen und nicht mit der Schönheit der Badlands.

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    Gegen Mittag bin ich zurück am Auto und bin froh, dass es mit der Runde hier noch geklappt hat. So schön die Bistis aber auch waren, ich stelle eine kleine Badlands-Sättigung bei mir fest, nachdem ich gestern schon beim King of Wings und im Valley of Dreams unterwegs war. Ich bin also nicht taurig darum, das Kapitel für diese Reise jetzt zu schließen, genau wie das ganze New Mexico Thema. Ich freue mich auf meine nächsten Tage in Utah und Arizona, zwei richtige Urlaubs-Highlights stehen ja auch noch an, wobei eines davon sich am Ende etwas anders entwickeln wird als erwartet. Aber der Reihe nach :smile: Erst einmal fahren wir jetzt rüber nach Utah!

    In solchen Situationen wünscht man sich sicherlich, das man zu zweit wäre :smile:

    Hmmmm, weiß ich nicht. Ich hätte an diesen Tagen nicht meine Begleitung sein wollen. Meistens rege ich mich weniger auf wenn ich alleine unterwegs bin, weil ich es sowieso an niemandem auslassen kann. Wenn ich die Option erstmal habe, dann wird es meistens schlimmer und ich steigere mich mehr rein :smile2:

    Wir waren auch dort, auch bei diesen Arches. Muß sich aber im Laufe der Zeit verändert haben, denn an solch Klettertouren erinnere ich mich nicht

    Ich sag doch, es scheint noch einen anderen Weg zu geben. Aber AllTrails hat mir eben diesen angegeben und ich habe ihm mal geglaubt, die Tritte waren auch definitiv nicht natürlich, also passte es schon. Aber man kann auch irgendwie einfacher außen rum gehen.

    Ehrlich gesagt, waren wir noch nie bei Olive Garden...

    Und erst die Cola, dann die Wasserflasche - du hattest doch schon geduscht :

    Ja, Mensch... Habe ich nicht mehr dran gedacht. Doppelt hält besser!

    wird überwertet, fanden wir.

    Unser Essen war nicht gut und der Service auch nicht.

    Mein Essen und mein Service waren bisher immer gut.

    ich war noch nie in Olive Garden

    Irgendwie bin ich bisher immer in richtige italienische Restaurants gegangen und nicht in Kettenrestaurants. Im richtigen Restaurant ist der Service wesentlich besser

    Ich mag Kettenrestaurants irgendwie nicht so wirklich, war auch bisher selten in einen Kettenrestaurant

    Sag mal, was aus deinem Beitrag jetzt nicht ganz so klar wird: Magst du eigentlich Kettenrestaurants?

    :smile:

    :h5: wir auch, vor allem wegen dem leckeren, gemischten Salat. Normalerweise kommen auch die Breadsticks dazu frisch aus dem Ofen.

    Frisch aus dem Ofen kamen sie, aber irgendwie waren es trotzdem andere als sonst :wut2:

    New Mexico hat es Dir nochmal so richtig gegeben. Fade Brotsticks, Cola über Hose, Wasser über Hose, Carplay-Ausfall.

    Nachdem jeder seine Erfahrungen mit Olive Garden schreibt. Wir waren nie in einem essen. Aber wir haben mal den Versuch gestartet. Da im Lokal aber so laute Musik spielte, sind wir rückwärts wieder raus. Ich hasse das. Das war der einzige Versuch.

    Ja, toll, oder? Warte mal wie Utah mich begrüßt, das wird auch nicht viel besser. Das ist einfach nicht meine Route und nicht meine Reise :smile2: Das es nicht optimal wird wusste ich vorher, aber ich musste lokal eben ein bisschen um die Havasu Falls rumplanen. Dann hat noch die Hälfte nicht geklappt und ich war diesmal genervt überhaupt alleine unterwegs zu sein. Das war alles nicht ganz so perfekt.

    Das ist mir bisher nicht so schlimm aufgefallen

    Tag 17 (14.05.2024) - Der letzte Abend in New Mexico


    Der Himmel sieht wirklich ein bisschen gruselig aus und ich bin froh über jeden Kilometer, den ich auf der Dirtroad voran komme, ohne dass der Regen einsetzt. Um mich herum scheint es überall schon aus Eimern zu schütten, aber wie durch ein Wunder bekommen mein Auto und ich nicht einen Tropfen ab.

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    Die Strecke zurück zum Hotel zieht sich irgendwie ziemlich, auch sobald ich den Asphalt wieder erreicht habe. Eigentlich ist das gerade eine ziemlich unnötige hin und her Gurkerei, aber so verschwitzt, dreckig und voller Sonnencreme möchte ich mich nirgendwo reinsetzen. Mal eben schnell zu einem Panda Express wäre okay, aber heute Abend soll es endlich mal wieder zu Olive Garden gehen und da wäre ich schon gern ein bisschen weniger eklig.

    Ich springe nur schnell unter die Dusche und ziehe das erste Mal, seit dem Hinflug, meine Jeans anstatt einer kurzen Hose an. So richtig warm ist es hier einfach nicht, vor allem nicht mit den Wolken :rolleyes: Schon bin ich wieder abfahrbereit und fahre die 25 Minuten zurück nach Farmington, wo ich das Olive Garden gegen 20:15 Uhr erreiche - Ganz schön spät für mich für Abendessen, vor allem solche riesigen Kohlenhydrat-Bomben! Aber so ist das manchmal eben, wenn man so viel Programm hat.

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    Praktischerweise befindet sich direkt nebenan ein Walmart, ich brauche dringend neue Getränke und vor allem neues Eis für @Kaltmut, denn morgen geht es ja auf einen Primitive Campground - So zumindest der theoretische Plan. Wahrscheinlich habe ich auf den Einkauf nach dem Essen keine Lust mehr, aber tauschen kommt auch nicht in Frage, denn dann wird es ja noch später.

    Bei Olive Garden ist um die Zeit heute nicht viel los, ich bekomme sofort einen Tisch und das auch noch in einer schönen, ruhigen Ecke. Heute entscheide ich mich nach langer Zeit mal wieder für das Chicken Alfredo anstatt Garnelen. Zuerst kommt natürlich wieder der Salat und die legendären Breadsticks, auf die ich mich fast am meisten gefreut habe. Leider sind die heute wirklich enttäuschend, irgendwie handelt es sich nur um trockenes Brot, das bestenfalls ein bisschen gesalzt ist - Man sieht den Unterschied zu sonst auch schon :sad: Nachdem ich mir dann auch noch die halbe Cola Zero über die Hose, anstatt in den Mund kippe, bin ich geringfügig genervt :laugh:

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    Das eigentliche Hauptgericht ist natürlich wieder sehr gut, auch wenn ich mir das Chicken hätte sparen können - das ist gar nicht mal so lecker, die Garnelen sind irgendwie besser. Überhaupt sollte ich beim nächsten Mal wieder die Kombi mit dem Steak nehmen, dann kugelt man nicht komplett vollgestopft aus dem Laden :laugh:

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    Positiv fällt mir heute der Preis auf - Irgendwie sind die ganzen Fast Food Optionen in den letzten Jahren so teuer geworden, dass ein Besuch bei Olive Garden eher günstig wirkt. Viel mehr als bei Panda Express habe ich jetzt auch nicht bezahlt ... Oder viel mehr als man bei McDonalds in Deutschland mittlerweile blechen muss :rolleyes:

    Wie erwartet habe ich nun überhaupt keine Lust mehr auf den Einkauf und überlege kurz, ihn auf morgen früh zu verschieben. Das wäre aber kompletter Unsinn, weil ich 20 Minuten in die falsche Richtung fahren müsste und jetzt bin ich eh schon da. Ich reiße mich also zusammen, stehe um 21:30 Uhr bei Walmart, rege mich auf, weil ich eine halbvolle Wasserflasche über mich kippe beim Versuch sie zu entsorgen und werfe in Höchstgeschwindigkeit Wasser, Orangensaft, Getränkedosen, Milch, Bananen und Eis in den Einkaufswagen.

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    Auf dem Rückweg beschließt mein CarPlay spontan seinen Dienst zu quittieren und ich muss irgendwie umständlich auf dem Handydisplay auf dem Schoß schauen, wo ich hinfahren muss. Irgendjemand oder irgendwas will mich heute Abend doch ärgern! An einer Ampel deaktiviere ich CarPlay komplett, starte alles neu und dann funktioniert immerhin das wieder - Erstmal.

    Meine Reservelampe leuchtet auf, aber das Problem muss bis morgen früh warten, darauf habe ich heute wirklich keine Lust mehr. Was mich aber viel mehr irritiert ist die Push Benachrichtung von Google Maps, die mir mitteilt, dass ich tanken muss und mir direkt Tankstellen auf dem Weg vorschlägt :confused: :confused: Hääääääää. Woher zum Teufel kennt Google Maps den Inhalt meines Tanks? Langsam wird es etwas absurd.

    Zurück im Zimmer räume ich nur noch die Kühlbox ein und lege mich ins Bett. Vorher checke ich ein letztes Mal den Wetterbericht für diese Nacht um zu verifizieren, dass es auch WIRKLICH bewölkt ist. Ihr wisst schon, die Milchstraßenfotos am Alien Throne... Mittlerweile ist es allerdings so spät, dass ich für den Plan längst am Schlafen sein sollte - Ist aber auch egal, denn an der wolkigen Prognose hat sich nichts mehr geändert. Das ist nun also die letzte Nacht in New Mexico, so richtig traurig bin ich darum nicht, ich freue mich auf Utah und Arizona!

    Ein sehr schöner Arch :clap1: :clap1: :clap1:

    Ich hab damals ein GIF gemacht, von den Pumpen bei den Aztec Arches

    Pumpeklein.gif


    Echt verrückt, dass sowas mehr oder weniger ohne Zaun einfach in der Gegend herumsteht auf Parkplätze, auf denen man parken darf.

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    Das ist ein sehr schönes Foto. Der Arch ist imposant. :daumen1:

    Du machst aber auch in jeder Lage deine Fotos, und sei es an einem steilen Kletterfelsen. ;-))

    Man braucht ja nur three points of contact um sicher zu stehen oder zu hängen :smile: Ich muss ja für den Bericht festhalten, wie steil es war :aetsch:

    Ein toller Arch, den Du auch noch ganz alleine für Dich hattest ;like;

    Stimmt, es gibt wirklich schlechteres.

    Cooler Arch :smile2:
    Die Kletterei war doch irgendwie entspannt - du konntest sogar in de Steilwand noch eine Hand wegnehmen, um Bilder zu machen. ;-))

    Die Hand muss man zum klettern ja auch wegnehmen und neu setzen, sonst kommt man ja nicht weiter. Wenn ich das nicht lange genug machen könnte, um ein Foto zu machne, dann weiß ich nicht ob ich generell alleine dort herumklettern wollen würde :smile2:

    Ein schöner Arch, gefällt mir.

    Ja, fand ich auch schön :)

    Dieser Arch ist ja super, erinnert echt an den Delicate Arch

    Seeeeeeeeeeeeeeeehr entfernt

    Das ist ja ein eindrucksvoller Arch

    Die Kletterei haette ich nicht gemacht, da waere ich ja sofort runtergefallen mit meinen unstabilen ankle

    Es gibt ja scheinbar noch einen leichteren Weg hoch

    Ein wirklich toller Arch - von dem hatte ich noch nie gelesen. Klasse, Sarah!


    Echt nicht? Der ist eigentlich sogar ziemlich bekannt. Aber freut mich :smile:

    Tag 17 (14.05.2024) - Kletterei am Cox Canyon Arch


    Die größere Dirt Road in Richtung Cox Canyon Arch ist erst einmal sehr gut befahrbar, aber wie so oft in dieser Gegend ist der kleine Abzweig, den ich am Ende zum Parkplatz nehmen muss, nicht mehr bei Google Maps eingezeichnet. Macht aber nichts, es handelt sich wieder nur um wenige Meter, die selbsterklärend sind. Ein bisschen fehl am Platz komme ich mir trotzdem vor, denn andere Autos stehen hier nicht und außerdem stehen hier einige Ölpumpen in der Gegend herum. Einfach so, auf dem Parkplatz, völlig unbeaufsichtigt und nicht einmal eingezäunt. Es gibt nur ein Hinweisschild, dass die Teile zwischendurch ohne Vorwarnung loslegen und dann ziemlich laut werden können. Man sollte besser Abstand halten - Cool!


    Genau das passiert dann auch direkt, während ich knapp dran vorbei fahre und bekomme natürlich unmittelbar einen halben Herzinfarkt. Übrigens ist hier nicht nur ein Parkplatz, sondern auch ein Primitive Campground, auf dem man übernachten dürfte. Voll romantisch, zwischen den lauten Pumpen, die regelmäßig komplett eskalieren und einen umbringen, wenn man zu nah komme. Ich bleibe dabei, New Mexico ist einfach komisch.

    Ich stelle mein Auto irgendwo auf der Fläche ab und orientiere mich kurz. Irgendwo da auf die Felsen muss ich rauf - Ich wusste, dass es zum Cox Canyon Arch ein bisschen Kletterei, aber ein insgesamt sehr kurzer Weg ist und bin schon ganz gespannt.

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    Bisher kann ich dem AllTrails Track noch einigermaßen folgen und es ist zwar ein bisschen anstrengend, aber alles noch gut machbar.

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    Dann bin ich aber doch ein bisschen überrascht von dem Trail, es ist mehr Kletterei als ich vorher erwartet hatte und vor allem ist es an manchen Stellen auch ganz schön hoch. Wären keine Tritte in den Fels gehauen, dann wäre ich mir sicher, dass ich hier nicht richtig sein kann. Heute, mit einiges an Kletter- und Bouldererfahrung, wäre das alles gar kein Problem mehr, aber damals fand ich es schon ein bisschen gruselig. Vermutlich wäre es besser gewesen, wenn ich die neuen Altras mit besserem Profil angezogen hätte und nicht die alten Latschen :laugh:

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    Die Stelle ist aber nur ganz kurz und oben angekommen habe ich schon einen fantastischen Blick auf den gewaltigen Cox Canyon Arch. Ein bisschen frage ich mich schon, wieso bisher niemand geschrieben hat, wie steil der Weg nach oben ist - Entweder ich habe es verdrängt, oder ich stelle mich grad an :laugh: Ich kann mir aber eigentlich nicht vorstellen, dass jeder außer mir das jetzt harmlos fand. Egal, es hat sich jedenfalls gelohnt und war auch irgendwie cool, nur unerwartet. So komplett freistehende Arches haben irgendwie noch einmal etwas ganz besonders imposantes, ähnlich wie beim Delicate Arch.

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    Das Wetter ist heute auch eine kleine Dramaqueen!

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    Aber nur in die eine Richtung, die andere sieht sehr friedlich aus :laugh:

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    Jetzt kommt natürlich noch der Abstieg, der wie erwartet ein bisschen schwieriger ist als der Aufstieg, das ist ja meistens so. Ich probiere ein paar verschiedene Stellen aus, bis mir eine als geeignet erscheint.

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    Ich schaffe es sicher wieder nach unten und kann mein Auto wieder sehen. Rechts hinten kann man die Pumpen erkennen, an denen ich vorhin direkt vorbei gefahren bin.

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    Jetzt beeile ich mich lieber ein bisschen, der Himmel sieht irgendwie nicht ganz so gut aus und irgendwie möchte ich schnell zurück auf den Asphalt. Außerdem ist auch schon 18:30 Uhr und ich muss kurz zum Hotel und unter die Dusche, bevor ich zum essen fahren kann.

    Tag 17 (14.05.2024) - Pillar Arch, Outcrop Arch und eine "Wildlife" Begegnung der anderen Art


    Jetzt habe ich in meiner Reisebibel bestimmt noch 15 Arches mit Koordinaten gespeichert, abgesehen vom Cox Canyon und Octopus Arch, die ich ursprünglich beide morgen früh ansteuern wollte. Es war von Anfang an klar, dass ich wohl nicht alle mitnehmen werde, aber zumindest wollte ich Optionen offen haben, falls ich an irgendeiner Stelle Zeit übrig habe.

    Wir haben mittlerweile ca. 17 Uhr und ein bisschen Action verträgt der heutige Tag noch, bevor ich mich zum Tagesabschluss bei Olive Garden niederlasse :laugh: Muss auch mal sein und wird langsam auch höchste Zeit, immerhin bin ich schon über zwei Wochen im Land und habe es immer noch nicht geschafft. Ich suche mir zwei der aufgeschriebenen Arches aus, deren Anfahrt nicht ganz so kompliziert und halbwegs auf dem Weg erscheint, aber dennoch sind die Zufahrten natürlich alles Dirt Roads, die mal besser und mal schlechter sind.

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    Nicht nur die Positionen der Arches habe ich mir gespeichert, sondern auch die dazugehörigen Parkplätze. Wobei ich hier offenbar bei der Recherche ein wenig geschlampt habe. Ich hätte noch ein ganzes Stück weiterfahren können anstatt den Edge schon in der Ausbuchtung zu parken, aber hinterher ist man immer schlauer. Als ich bemerke, wie langsam ich dem Arch näher komme, lohnt es sich auch nicht mehr zurückzulaufen. Dann eben zu Fuß, so richtig viel Bewegung hatte ich heute ja noch nicht und die Gegend ist auch nett.

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    Der erste, der beiden Arches, ist der Pillar Arch. Kein großes Highlight, aber immerhin relativ freistehend und man kommt zumindest sehr nah ran und kann sogar auf den Felsen rumklettern.

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    Zurück zum Auto brauche ich noch nicht, denn auch der 2. Arch, der mich interessiert, befindet sich hier ganz in der Nähe. Das war auch ein Grund ausgerechnet hier hin zu fahren, ich wollte nicht noch ewig lange Anfahrten zwischen den einzelnen Steinbögen haben, angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit.

    Zunächst führt mein Fußweg jetzt wieder ein Stück über die Dirtroad

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    Bisher ist mir niemand begegnet, aber jetzt steht ein schwarzer Pick Up auf der Straße und versperrt mir den Weg. Der Insasse ist jung und wirkt auf den ersten Blick ein bisschen asi, ich versuche mit größerem Abstand vorbei zu laufen und gehe ein bisschen ins Unterholz. Der junge Mann hat mich allerdings bemerkt und spricht mich - immerhin sehr freundlich - an und fragt, ob ich seinen Hund gesehen hätte. Als ich verneine bekomme ich noch eine PersonenTierbeschreibung mit auf den Weg: Der gesuchte Vieberbeiner ist groß, braun, sieht angsteinflößend aus, will mich aber nur knutschen, falls er zu nahe kommt. Wie beruhigend :rolleyes:

    Der junge Mann hat seinen Satz noch nicht ganz beendet, da kommt ein gigantischer, breiter Pitbull aus dem Gebüsch gesprungen, direkt auf mich zu. Ich habe noch gar nicht realisiert was passiert und hatte noch keine Zeit in Panik zu verfallen, da leckt mich das Riesenvieh auch schon sehr enthusiastisch an den Beinen und Händen ab :eek:

    Wahnsinn, das stand jetzt nicht unbedingt auf meiner Bingokarte. Der Hund ist wirklich total freundlich und happy, aber das hätte auch anders ausgehen können. Ich mag Hunde, aber trotzdem habe ich großen Respekt vor einem fremden Pitbull, wie soll es da jemandem gehen, der sowieso schon generell Angst hat? Ich bekomme zuhause ja schon immer zu viel, weil am See niemand mehr seine Hunde anleihnt und ich beim Joggen regelmäßig verfolgt oder angesprungen werde.

    Wie auch immer, ich rufe dem Mann im Pickup aus dem Unterholz zu, dass sein Hund bei mir ist. Er bedankt sich herzlich, ruft den Hund und beide ziehen von dannen. Der Mensch weiterhin fahrend und der Hund weiterhin laufend. Ich glaube ernsthaft die gehen regelmäßig auf diese Art und Weise Gassi und der Typ hat einfach kein Bock sich selbst zu bewegen :eek: Naja. Ich habe ja mittlerweile mit vielem im Gebüsch gerechnet, in diesem Urlaub hätte mich auch eine vierte Klapperschlange nicht gewundert, aber mit einen durchgedreht glücklichen Pitbull hatte ich nicht unbedingt gerechnet.

    Ich setze meinen Weg fort und bin dann auch bald am Outcrop Arch, der mir schon deutlich besser gefällt, alleine durch den kleinen Baby-Arch, den er noch oben drauf hat :biggrin:

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    Danach gehe ich aber auch schon zurück zum Auto, ein letztes Ziel steht für heute noch auf dem Programm und auf dem Weg dort hin bin ich um 17:30 Uhr. Es handelt sich um den Cox Canyon Arch unmittelbar an der Grenze zu Colorado. Ich hatte schon 2021 überlegt den Abstecher einzubauen, als ich mit meiner Mutter in Durango war, damals hatten wir Abends aber keine Lust mehr auf die 40 Minuten lange Anfahrt, nachdem wir schon zuvor 5 Stunden im Auto saßen.

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    Laut Reisebibel ist der Cox Canyon Arch morgen früh dran, wenn ich sowieso dran vorbei fahre, um nach Colorado zu kommen. Allerdings habe ich im Hotel vorhin ja umgeplant und den Abstecher gecancelt, ich fahre morgen früh also in eine andere Richtung. Normalerweise wollte ich bei der Gelegenheit auch noch den Octopus Arch, der ganz in der Nähe liegt, anfahren, aber der fällt dann jetzt eben aus. Für heute reicht es gleich auch und essen möchte ich ja auch noch.

    Die Fahrt zieht sich ein bisschen, besonders der Teil, nachdem ich wieder vom befestigten Highway runter bin. Bei der Planung mit Google Maps im heimischen Wohnzimmer kommen einem die Fahrzeiten oft nicht so lange vor, wie sie sich in der Realität dann anfühlen :laugh:

    Das Wetter ist noch immer nicht besonders vertrauenserweckend. Ich hoffe nicht, dass es gleich noch großartig anfängt zu regnen, bevor ich nicht endgültig wieder Asphalt unter den Reifen habe.

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    Richtung Cox Canyon Arch wird es zum Glück wieder heller und das Licht allmählich wärmer.

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    Ja das NM ging doch recht schnell. Allerdings dauert es bei uns (damals war WuKi noch mit) wegen dem JR doch immer ein wenig länger.

    Machst du das nicht selbst auch?

    Hallo Sarah,

    jetzt habe ich auch wieder aufgeholt, und ich mag ja sehr, wie du so reist, immer aktiv, immer unternehmungslustig. Langweilig wird es bei dir niemals ;-)) !

    Diese Überreste können aber doch nicht von den Azteken stammen, denn diese waren doch in Zentralmexiko ansässig :frag:. Seltsam, na ja, ist ja auch egal, für dich hat sich der kurze Spontantrip auf alle Fälle gelohnt, und das ist die Hauptsache.

    Na das freut mich aber, schön, dass du auch noch dabei bist und dir mein Bericht gefällt - Auch wenn es noch nie so langsam voran ging wie diesmal. Irgendwie ist die Motivation geringer wenn nichts Neues geplant ist.

    Hat mich beim Namen auch gewundert, aber ich habe es dann nicht weiter geprüft und hinterfragt. Die Azteken hatten jedenfalls eigentlich auch deutlich schönere Architektur, die auch besser erhalten ist, genau wie die Maya :D

    Huhu liebe Sarah - bin immer noch dabei!


    Sehr schön!

    Die Aztec Ruins sind ein niedlicher kleiner Park. Davor schöne Picknicktische.

    Das weiß ich nicht mehr, aber danach habe ich auch nicht geguckt, heute steht noch vernünftiges Essen auf dem Programm :D

    das ist ja ein toller Park, kommt auf meine Liste und wuerde mir total gut gefallen.

    ich mag solche historischen Parks gerne

    Ich normalerweise gar nicht, ich finde die in den USA meistens sehr langweilig, weil kaum noch was spannendes erhalten ist außer ein paar Außenmauern. Aber hier war es überraschend nett