Gravel, Dust, Ghost, endless Highways, yellow Trees and a Blow Out - NV, UT, CA 2018

  • Vorwort


    Nachdem wir letztes Jahr von einer 35-tägigen USA-Reise heimgekommen waren, haben wir lange überlegt, wo unsere nächste Reise hingehen wird.

    Dass es eine kurze und eine lange Fernreise 2018 geben wird, war ja eh klar, aber wohin?

    Im März sind wir dann erst mal in Irland gewesen, was schon mal sehr toll war.

    Aber wohin dann als Fernreise. Auf der Bucketlist steht ja so einiges, aber ist es auch realistisch?

    Kanada, Australien, Neuseeland, Südamerika, Südafrika – das waren alles Ziele, die wir in der Zeit von April bis Juni in Betracht gezogen haben.

    Meist buchen wir im Juni, da die Reise zugleich unser jährliches Geburtstagsgeschenk ist – wir haben beide im Juni Geburtstag, daher passt das ganz gut.

    Auch dieses Jahr wollten wir im Juni buchen und im September reisen, der Zeitpunkt stand also schon mal fest, es sollte nach dem Labor Day losgehen, und nicht ganz so spät wie im Jahr 2017 werden. 2017 waren wir vom 13.10 bis 15.11 unterwegs.


    Wir wollten noch ein paar sommerliche Temperaturen und nicht zu kurze Tage erleben. So fiel also NZ und AUS schon mal raus aus der Planung, da dort ja der Winter zu Ende geht und der Frühling beginnt. Nachdem wir in Irland im Frühling noch Schnee hatten, wollten wir für den zweiten Urlaub vermeiden, dass die ganze Reise von kühlem Wetter geprägt sein könnte.

    Südafrika und Südamerika fielen auch raus, aus diversen Gründen, am Ende ist das Interesse daran nicht so groß und vor allem Sicherheitsbedenken halten uns davon ab.


    Was bleibt – USA oder Kanada. Wir geben es zu: Wir sind süchtig, und im Laufe des Frühsommers stieg die Sehnsucht nach den USA immer mehr.

    Ok, USA steht fest – aber wohin? Wir waren nun schon in 40 Bundesstaaten, wäre ja toll, die 52 voll zu machen. Aber nur, weil es sich toll anhört „wir waren in allen US-Staaten“ – in Staaten fahren, die uns nicht so interessieren, macht ja auch keinen Sinn.

    Die 10, die uns noch fehlen, sind zum einen Alaska und Hawaii. Dann West Virginia, Ohio, Indiana, Kentucky, Connecticut, New Hampshire, Rhode Island und Vermont.


    Die Staaten, die uns am meisten davon interessieren, wären Indiana, Ohio, Kentucky und West Virginia. So plante ich mal eine grobe Route mit Start in Detroit, das wir bei der Gelegenheit auch mal besuchen wollten.

    Landschaftlich haben diese Staaten jetzt nicht so viel zu bieten, natürlich den Shenandoah-Nationalpark, Mammoth Cave, Blue Ridge Parkway und sicher noch ein paar schöne Wälder. Sonst gibt es wohl viel Landwirtschaft und sehr viele Städte, vor allem mittelgroße.

    Alles sicher ganz schön, aber wir sind nun auf den beiden letzten USA-Reisen ähnliche Routen gefahren, von Ort zu Ort mit vielen Roadsides und ein paar Naturhighlights. Das ist toll, macht auch Spaß, aber so richtig begeistert waren wir dann nicht, das jetzt ein drittes Mal in Folge zu tun.

    Ich weiß, die Tour fahren wir sicher irgendwann, dafür liegt sie schon mal halb fertig auf der Festplatte.


    Also war ich wieder ratlos. Mario ist bei der Planung immer etwas außen vor, der sagt nur, dass er in die USA will und wir entscheiden uns zusammen für eine Dauer und ein Budget, alles andere mache ich und zwar sehr gerne. Am Ende ist er mit allem zufrieden, was ich plane, da ich ja auch weiß, was er will, weil ich ihn schon 25 Jahre kenne.

    Ok, wieder bei Null.


    Inzwischen war immerhin das Datum klar, wir konnten nicht schon ab dem 4.9. los, sondern erst ab dem 16.9., da wir eine Einladung zur Hochzeit unserer Tochter für den 15.9.18 bekamen. Die wäre wohl nicht so begeistert, wenn wir nicht kommen würden.

    Beim Durchstreifen von Reise-Webseiten, Outdoor-Webseiten, facebook, USA-Foren etc. suchte ich Ideen.

    Dann habe ich all unsere bisherigen Routen mal zusammen auf eine Karte gelegt (bei myscenicdirves.com geht das ) und geguckt, wo wir denn außer in den Staaten, in denen wir noch nie waren, noch weiße Flecken haben. Da gibt es doch noch einige.

    Wir waren ja noch nie in der Sierra Nevada, den Kurzbesuch in Lone Pine zähle ich jetzt mal nicht mit.

    Dann sind wir noch nie auf dem Extraterrestrial Highway gefahren, nur mal ein ganz kurzes Stück bei einem Ausflug von Las Vegas aus – zählt also nicht.



    fazit.jpg


    Wir sind noch nie im Cedar Breaks NM, Cathedral Gorge State Park, Great Basin NP, Lassen NP und auch nicht im Yosemite NP, gewesen – na, dann wird es Zeit. Die Städte Reno, Salt Lake City und Sacramento sind für uns auch noch unbekannte Ziele.

    Schnell alle Punkte miteinander auf der Karte verbunden, und es formte sich nach und nach eine schöne Route. Rote Steine, ein paar Städte, einige unbekannte Nationalparks, ein paar State Parks, viele Ghosttowns und natürlich wieder Roadside-Attraktionen runden die Runde (nein, es wird dieses Mal eine sich windende Schlange) ab.


    Ich präsentierte Mario diese Tour, und auch er war begeistert.

    Nun schauten wir nach Flügen, es konnte Las Vegas oder Salt Lake City werden, eventuell auch LA, dann musste ich noch etwas umplanen.

    Wir haben nicht lange gesucht und entschieden uns nach wenig Hin und Her, mit der Condor nach Las Vegas zu fliegen. Der Flugpreis war nicht gerade ein Schnäppchen, aber wir fliegen eben gerne von Frankfurt aus Non-Stopp, zudem auch gerne mit einer deutschen Airline, daher sind wir jetzt bereit, den erforderlichen Preis zu bezahlen.


    Alle anderen Flüge mit zweimal Umsteigen und mit AA oder UA oder KLM waren nur geringfügig billiger.

    Das wäre geklärt – das Datum für die Reise steht: 19.09. – 16.10. Leider durch den Hochzeitstermin etwas später als gedacht, aber hoffen wir mal, dass der Winter in der Sierra erst spät eintrifft dieses Jahr.


    Zumal wir nach diesem Sommer nicht mehr ganz so dem Winter oder Kälte abgeneigt sind, wie es kurz nach unserer Irlandtour der Fall war.

    Ich machte mich nun an die Detailplanung. 4-6 Wochen habe ich mit der Tagesplanung verbracht. Ich plane die Tage immer sehr genau vor, damit ich ganz genau weiß, was es am jeweiligen Ort oder auf der Strecke zu sehen gibt.

    Jeder Tag ist am Ende pickepackevoll mit Must Sees, aber auch Nice to Sees.

    Uns fiel dann noch ein tolles Angebot für einen Fullsize SUV vor die Füße, den buchten wir dann auch gleich mit.



    Und so schaut die endgültige Route aus:

    Die geplante Route (als Inhaltsverzeichnis, wenn man ohne Kommentare lesen will.)

    Tag 1 – Ankunft in Las Vegas, NV (Holiday Inn Express)

    Tag 2 – Las Vegas, NV – St. George, UT (Whitney Pocket, Yant Flat) (Hampton Inn St. George)

    Tag 3 – St. George, UT – Cedar City, UT (Cedar Breaks NM) (Hampton Inn Cedar City

    Tag 4 – Cedar City, UT – Lehi, UT (Devils Kitchen, Bridal Veil Falls) (Hampton Inn Lehi)

    Tag 5 – Lehi, UT – Salt Lake City, UT – Lehi, UT ) (Hampton Inn Lehi)

    Tag 6 – Lehi, UT – Wendover, UT (Gold Hill) (Super 8 Wendover)

    Tag 7 – Wendover, UT – Elko, NV (Wells, Metropolis) (Ledgestone Inn Elko)

    Tag 8 – Elko, NV (Lamoille Canyon) (Ledgestone Inn Elko)

    Tag 9 – Elko, NV – Unionville, NV (Paradise Valley) (Old Pionier Garden Inn)

    Tag 10 – Unionville, NV – Susanville, CA (Super 8 Susanville)

    Tag 11 – Susanville, CA – Redding, CA (Lassen Volcanic NP) (Hilton Garden Inn Redding)

    Tag 12 – Redding, CA (Waterfalls) (Hilton Garden Inn Redding)

    Tag 13 – Redding, CA (Lassen Volcanic NP) (Hilton Garden Inn Redding)

    Tag 14 – Redding, CA – Reno, NV (Sierra Buttes Trail) (Hampton Inn Reno/Sparks)

    Tag 15 – Reno, NV (Lake Tahoe) (Hampton Inn Reno/Sparks)

    Tag 16 – Reno, NV – Austin, NV (Virgina City, Berlin-Ichthyosaur SP ) (Cozy Mountain Motel)

    Tag 17 – Austin, NV – Ely, NV (Belmont Mine) (La Quinta Inn Ely)

    Tag 18 – Ely, NV – Baker, NV (Great Basin NP (Stargazer Inn Baker)

    Tag 19 – Baker, NV (Great Basin NP) (Stargazer Inn Baker)

    Tag 20 – Baker, NV – Panaca, NV (Cathedral Gorge SP) (Pine Tree Inn)

    Tag 21 – Panaca, NV – Tonopah, NV (Caliente) (Mizpah Hotel Tonopah)

    Tag 22 – Tonopah, NV (Goldfield, Belmont) (Mizpah Hotel Tonopah)

    Tag 23 – Tonopah NV – Bridgeport, CA (Bodie) (Bridgeport Inn)

    Tag 24 – Bridgeport, CA (Mono Lake, Hike) (Bridgeport Inn)

    Tag 25 – Bridgeport, CA – Big Pine, CA (Bristelcone Motel)

    Tag 26 – Big Pine, CA – Ridgecrest, CA (Alabama Hills) (Hampton Inn Ridgecrest)

    Tag 27 – Ridgecrest, CA – Henderson, NV (Death Valley) (Hampton Inn Henderson)

    Tag 28 – Las Vegas, NV – Stuttgart



    Unterwegs haben wir ein paar Umbuchungen und Änderungen machen müssen, aber dazu dann später mehr. Bleibt dran und lest mit – 28 Tage durch den Südwesten. Wir werden rote Steine, gelbe Bäume, endlose Straßen, Wildlife, Berge, Seen, Ghosttowns, Salzseen und vieles mehr sehen und dabei viel Spaß haben.




    Ich diesem Forum ist ja zurzeit nicht so viel los, ich fange trotzdem mal mit dem RB an. w

    Wenn es nicht genug Leser mit Kommentaren oder Fragen gibt, dann müsst ihr den Rest auf meiner Webseite nachlesen. Das ist mir dann nämlich für 1-2 Leutz zu viel Arbeit.

    Einige von Euch haben ja eh schon mitgelesen..Hier wäre dann Raum für Fragen oder schlaue Kommentare.. :)

  • Auf Facebook habe ich ja schon mal reingeschaut, aber da ich das meistens am Handy lese, war es mir dort zu anstregend. Umso mehr freue ich mich, den Bericht jetzt hier lesen zu können. Ist doch wesentlich komfortabler. Insbesondere die ersten sechs Tage werden für mich sehr interessant werden, fahren wir nächstes Jahr doch von Salt Lake City nach Las Vegas genau entgegen eurer Route. Auch für Cedar City habe ich eine Übernachtung eingeplant.


    Ich verspreche also, deinen Bericht von Anfang bis Ende zu lesen. Ob ich jeden Tag kommentieren werden, möchte ich allerdings lieber nicht versprechen. ;) Du hast ja selbst eine Weile in Norden gelebt und weißt deshalb, dass wir Norddeutschen eher etwas wortkarg sind. ;)


    Auf alle freue ich mich schon sehr, dass es bald losgeht. :thumbup:

  • das Foto ist toll. Die Gopher Snake hat sich da ja wirklich toll zu euch hingelegt.

  • Bin schon fertig mit lesen, super Bericht und wie immer tolle Bilder! :thumbup:

    Gruss
    nirschi :camp:


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    I have a dream








  • wäre ja toll, die 52 voll zu machen

    52... inkl. DC und Puerto Rico?

    Die Staaten, die uns am meisten davon interessieren, wären Indiana, Ohio, Kentucky und West Virginia. So plante ich mal eine grobe Route mit Start in Detroit, das wir bei der Gelegenheit auch mal besuchen wollten.

    Landschaftlich haben diese Staaten jetzt nicht so viel zu bieten, natürlich den Shenandoah-Nationalpark, Mammoth Cave, Blue Ridge Parkway und sicher noch ein paar schöne Wälder. Sonst gibt es wohl viel Landwirtschaft und sehr viele Städte, vor allem mittelgroße.

    Das ist bisher ein Grund, warum uns diese Staaten auch noch fehlen und ich irgendwie auch BuS nicht überzeugen kann...

    S's Firma hat eine Zweigstelle in Rayleigh. Und insofern waren die schon öfter dort....

    Und sind nicht so begeistert.

  • Auf Facebook habe ich ja schon mal reingeschaut, aber da ich das meistens am Handy lese, war es mir dort zu anstregend. Umso mehr freue ich mich, den Bericht jetzt hier lesen zu können. Ist doch wesentlich komfortabler. Insbesondere die ersten sechs Tage werden für mich sehr interessant werden, fahren wir nächstes Jahr doch von Salt Lake City nach Las Vegas genau entgegen eurer Route. Auch für Cedar City habe ich eine Übernachtung eingeplant.


    Ich verspreche also, deinen Bericht von Anfang bis Ende zu lesen. Ob ich jeden Tag kommentieren werden, möchte ich allerdings lieber nicht versprechen. ;) Du hast ja selbst eine Weile in Norden gelebt und weißt deshalb, dass wir Norddeutschen eher etwas wortkarg sind. ;)


    Auf alle freue ich mich schon sehr, dass es bald losgeht. :thumbup:

    Der Bericht ist ja auf meiner HP nicht bei Facebook und das läßt er sich im Prinzip besser elsen als hier, weil es interne Links gibt und das ganze Design eben angepasst ist. Aber klar nicht mit dem SmartPhone..


    Dann hoffe ich, dass ich Dir noch ein paar Anregungen liefern kann für deine nächste Reise.

  • Tolles Eröffnungsfoto! :clap1::clap1: Habt ihr da gerade ein Ufo gesichtet? ;-))


    Die Route hört sich vielversprechend an, bin auf jeden Fall dabei!

    Zumindest Anschaut gehalten. Super, dass du dabei bist

  • Schaue auch mit rein.



    Gesendet von iPhone mit Tapatalk Pro

    Super.

    das Foto ist toll. Die Gopher Snake hat sich da ja wirklich toll zu euch hingelegt.

    Wir haben sie da so für das Foto drapiert. :-)

    Ich lese auch gespannt mit :)

    Freut mich

    Bin schon fertig mit lesen, super Bericht und wie immer tolle Bilder! :thumbup:

    Danke

    Freue mich den Bericht zu lesen, wenn wir zuhause sind

    Sehr gerne.. gute Heimreise

    Ich lese bestimmt auch mit....

    Klasse

    Wenn schon dann alle

    Man findet sicher in allen Staaten was zu sehen, man muss nur mehr recherchieren und eben damit sien keine großartige Natur zu erleben sondern mehr Städte und Ländliches.

    Rayleigh in NC? Da in der Ecke ist es doch aber ganz schön.

  • Ich habe bewusst noch nicht auf deiner HP geguckt in der Hoffung, ihn auch hier zu sehen bzw. lesen :cap:


    Freu mich drauf, Route klingt auf jeden Fall interessant :daumen1:

  • Der Tag vor der Reise, 18.09.2018

    Heute ist der 18.9. und morgen geht es los. Leider mussten wir schon gleich am 3. Tag der Reise einige Änderungen vornehmen, da es in Utah an einigen Orten brennt.

    Die Koffer sind nun gepackt und wir wären startklar, aber wir müssen noch diesen Tag und vor allem diese Nacht herumbekommen.

    Um 08.00 Uhr versuchte ich, uns einzuchecken, aber ich konnte es nicht auf der Condor- Webseite und beim Anruf bei der Hotline erfuhr ich, dass ich eine Lufthansa- Buchungsnummer benötigte, um uns für den LH-Flug nach Frankfurt einzuchecken.

    Damit probiert, ging es, aber nur für mich, Mario konnte nicht eingecheckt werden. Zum Glück hatte ich Plätze reserviert. Ok. Mario wird wohl SSSS auf der Bordkarte bekommen.

    Wie immer vor einer USA-Reise bin ich aufgeregt und bekomme kein Auge zu. Ich bereitete mir dann auf dem Sofa ein Schlaflager und guckte die ganze Nacht Serien, bei denen ich dann immer wieder wegnickte, aber auch immer wieder hellwache Phasen hatte. So ging dann die Zeit bis 03.30 Uhr rum.



    Tag 1 - Mittwoch - 19.09.2018


    04.00 Uhr: Wir sind geduscht und alles ist gepackt. Wer ist nicht da: das Taxi. Nachdem ich bei der letzten Reise so gute Erfahrungen gemacht hatte mit dem Fahrdienst Hofmann, hatte ich den wieder gebucht. Das letzte Mal stand dieser nämlich schon 5 Minuten vor der Zeit vor der Türe.

    Heute Morgen war aber keine Spur vom Taxi zu sehen, wir warteten und warteten, die Unruhe stieg, denn wir wollten unseren Flieger nach Frankfurt schon gerne bekommen.


    Sicher habe ich gut geplant und 15 Minuten sind noch nicht tragisch, aber 30 Minuten sollten es dann doch nicht werden. Mario rief beim Fahrdienst an und es wurde uns versichert, dass der Fahrer unterwegs sei.

    17 Minuten nach der vereinbarten Zeit stand dieser dann auch vor der Tür. Sichtlich müde und verschlafen. Aber Zeit gehabt eine zu rauchen, wahrscheinlich im Auto, hatte er noch, denn das Taxi stank unerträglich nach Rauch. Mir wird schlecht, wenn ich das rieche so früh am Morgen. Allerdings war der Rauchgeruch fast angenehmer als der Geruch, den der Fahrer selber ausströmte, wir nennen es den Salton-Sea-Geruch: seit Tagen ungewaschen, Körper wie auch Kleidung.


    Der Name Salton-Sea-Geruch ist entstanden, nachdem wir am Salivation Mountain und Salton Sea mit ein paar Hippies gesprochen haben, die alle diesen einmaligen Geruch um sich hatten.


    Ein „Guten Morgen“ bekam der Fahrer auch kaum über die Lippen und beim Gewicht unserer Koffer ächzte er.


    Nachdem wir dann im stinkenden Auto saßen, fragte uns er auch noch nach dem Weg zum Airport. Bitte was, er ist doch der Taxifahrer, das sagte Mario ihm dann auch, da wurde er patzig.


    Ich muss dazu sagen, dass wir uns wirklich nicht gut auskennen, denn wir wohnen erst seit einem ¾ Jahr hier und bei der Fahrt zum Airport ist es immer dunkel und wir fahren immer mit dem Taxi.

    Er schaltete dann sein Navi ein und brachte uns zum Airport. Die ganze Zeit mussten wir mit geöffnetem Fenster fahren, denn sonst war der Geruch unerträglich.


    Um kurz vor 5 Uhr waren wir dann dort. 06:25 Uhr ging der Flieger.

    Fix zum LH-Schalter, wo wir erfuhren, dass auch ich nicht eingecheckt war, obwohl ich einen Ausdruck hatte, auf dem stand: eingecheckt.


    Es gab eh Probleme, uns überhaupt zu finden, das dauerte ewig. Nach einer schier endlosen Zeit, in der die Nervosität stieg, bekamen wir endlich unsere Bordkarten für beide Flüge, wie erwartet stand auf Marios Karte für den FRA-LAS-Flug SSSS.


    In Stuttgart ging die Security schnell und wir waren pünktlich am Gate. Der Flug war voll, aber pünktlich, und vergeht so schnell, dass es sich kaum lohnt, es sich bequem zu machen.

    In FRA hatten wir noch ein wenig Zeit, aber wir gingen direkt zum Gate. Der Weg ist doch recht weit, ein paar Treppen rauf, lange Gänge entlang, aber nach ca. 10 Minuten ist man dann auch schon dort. Der Frankfurter Flughafen ist extrem unübersichtlich.


    An unserem Gate war noch keiner und auch keine erneute Security war ersichtlich. Da wir noch keine Lust zu sitzen hatten, gingen wir noch mal raus, um in den Läden rumzugucken und eventuell noch etwas zu trinken. Wir kauften uns sehr wertvolles Wasser.

    Dann schlenderten wir die Gänge auf und ab, bis uns die Zeit gut erschien, um zurück zum Gate zu laufen. Inzwischen gab es eine Barriere mit einer Second Security, ich durfte nach dem Check meiner Bordkarte und dem Pass gleich durchlaufen. Mario wurde aufgefordert zu warten. Ach ja, unser Flugzeug hatte 1 Stunde Verspätung, erfuhren wir am Gate.


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    Dieses SSSS ist ja extrem sinnvoll, denn 1. hätten wir schon Dinge am Gate lagern können, wo wir ja schon waren ohne den SSSS-Check und 2. hätte Mario, wäre er ein Terrorist, mir alles an gefährlichem Zeugs geben können.

    Naja, denken wir da nicht weiter drüber nach, haben die Verantwortlichen ja schließlich auch nicht gemacht.

    Nun hatten wir wegen der Verspätung noch Zeit, wir suchten uns einen Platz und freuten uns schon, mit all den netten Leuten und vor allem ca. 10 schreienden, lärmenden Kindern die nächsten 11 Stunden zu verbringen. Yeah!

    In der Zwischenzeit wurden noch Business Class- und Premium Class-Plätze angeboten, aber wir wollten der Condor, wo man eh schon alles extra bezahlen muss, nicht noch mehr Geld in den Rachen schmeißen. Vor allem bedeutet es meist, wenn Economy-Leute upgraden, dass man dann mehr Platz hat.


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    So war es dann auch, als alle gebordet hatten, stellt sich raus, dass viele Plätze frei waren.

    Wir saßen in einer 2er-Reihe, neben uns ein Mann in einer 3er-Reihe. Ganz nett fragten wir, ob wir tauschen können, und er war dazu bereit. Das war nett.

    Wir saßen umrundet von vier Kindern, aber wir hofften, dass diese leise wären.

    Das war allerdings nicht der Fall. Drei von den Kids waren ca. 3-4 Jahr alt und von der Sorte – wir kennen kein Nein, und wenn wir es doch mal hören sollten, bekommen wir einen Wutanfall nach dem anderen.

    Das andere war ein Baby, ca. 5 Monate, welches ununterbrochen Schreie von sich gegeben hat. Keine Heulschreie, sondern einfach nur Schreie, mal hoch kreischend, mal knurrend, mal röhrend.

    Die 3er-Reihe war daher ganz angenehm, da ich ja nicht sehr groß bin, konnte ich mich zum Teil hinlegen, aber an Schlaf war bei dem Getöse wirklich nicht zu denken.

    Wenn die Kinder nicht geschrien haben, sind die durch den Gang gelaufen und spielten Fangen oder kletterten an den Sitzen der anderen Reisenden hoch. Die Flugbegleiterinnen mussten auch ab und zu was sagen, da es die meiste Zeit wacklig war, und die Anschnallzeichen leuchteten, aber die Eltern sahen gar nicht ein, ihre Kinder anzuschnallen, geschweige denn auf dem Platz zu halten.


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    Natürlich schreien Kinder mal, auch ist es während eines Fluges schwer, den Kindern zu erklären, dass sie mal stillsitzen müssen, aber bei 10 Stunden ohne Ruhe, da habe ich kein Verständnis mehr. Leider darf man nichts mehr sagen, sonst wird man gefilmt oder gar selber des Flugzeugs verwiesen.


    Ich habe mir erlaubt, einem der Kinder zu sagen, es sollte bitte nicht an meinem Sitz hochklettern, da kam die Mutter gleich an und wollte mich zurechtweisen. „You are rude“, sagt sie zu mir. Ich musste lachen. Lady, rude willst du mich nicht erleben, ich war sehr freundlich zu deinem Balg, dachte ich mir natürlich nur. Ich erwiderte einfach nichts. Dann fragt sie mich noch, ob ich wüsste, wie es wäre, mit kleinen Kindern zu reisen. Ich habe selber zwei Kinder, aber ich habe es ihnen nie angetan, länger als 2-3 Stunden im Flugzeug sitzen zu müssen.

    Natürlich kenne ich die Situation der Leute mit den Kindern nicht, aber ich denke mal, dass diese Reisen alle freiwillig stattfinden und keiner das seinem Kind antun muss.


    Aber ich diskutiere jetzt nicht mit dieser Mutter im Flugzeug rum, also sage ich nur weiterhin nichts, dann gibt sie es auf und geht.

    Jetzt wird sich sicher der ein oder andere Leser unter euch auch denken, sie muss ja auch nicht fliegen, ja, ihr habt Recht. Aber ich diskutiere das auch mit euch nicht aus, grundsätzlich erwarte ich einfach mehr Rücksichtnahme.


    Es war wirklich nervig und schwer erträglich, aber irgendwann waren wir dann auch da.

    Der Service von Condor war sonst ganz ok, es gab genug Wasser und das Personal war sehr nett. Filme gibt es nur zwei zur Auswahl, wenn man mehr will, muss man bezahlen.



    Beim Essen bekommt jeder dasselbe, wenn man mehr Auswahl will, muss man auch das zahlen.

    Ich glaube, es waren Nudeln. Ich hatte mein eigenes Essen dabei, denn glutenfrei hätte 14,50 € gekostet, das zahle ich nicht für ein Flugzeugessen.


    Endlich war es dann so weit, Landeanflug auf Las Vegas, wie geil. Wir hatten, da wir in der Mitte saßen, keinen guten Blick, aber das Gefühl, wieder hier zu sein, ist trotzdem super.

    Die Einreise ging dank des Automaten schnell, keine 15 Minuten hat es gedauert, dann waren wir schon beim Gepäckband. Unsere Koffer waren auch wohlbehalten da, nur noch durch den Zoll und ab in den Shuttlebus zu Alamo.


    Dort kamen wir auch sofort dran, an den Automaten war die Schlange länger. Der Mitarbeiter versuchte uns kurz, Roadside Assistents zu verkaufen, aber wir lehnten dankend ab.

    In der Fullzsize Choiceline gab es einen Chevy Tahoe in Weiß und einen Ford Expedition und dunkel. Der Ford stand so weit weg, konnten wir gar nicht richtig sehen.


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    Den Tahoe wollten wir schon immer mal haben, also wurde es der auch, war eine schnelle Entscheidung.

    Ausgestattet war der Wagen mit Navi, Sitzheizung, Rückfahrkamera etc. Unser Gepäck passte natürlich gut hinein, zudem war noch Platz für die große Kühlbox und die Plastikbox, die wir uns gleich beim Walmart kaufen würden.

  • Zuerst mal brachten wir unsere Koffer ins Hotel. Wir haben ganz bewusst kein Hotel am Las Vegas Strip gebucht, sondern das Holiday Inn Express in der Nähe des Airports.

    Dort wurden wir freundlich empfangen und bekamen ein schönes Zimmer. Auf dem Zimmer zogen wir uns erst mal Shorts an, denn in Las Vegas waren 91°F.

    Der Mitarbeiter teilte uns mit, dass es einen Shuttle zum Strip gibt, da überlegen wir später, ob wir noch kurz hinfahren.

    Erst mal standen der 99 cent only Store, Dollar Tree und Walmart auf dem Plan.

    Inzwischen war es auch schon fast 16:00 Uhr, und so ein Einkauf, der dauert auch seine Zeit.

    Nachdem wir in allen drei Läden das bekommen hatten, was wir für die erste Zeit benötigen, war es zwei Stunden später.


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    Jetzt hatten wir Hunger, wir fuhren zu California Pizza Kitchen in der Town Square Mall und aßen eine leckere glutenfreie Pizza, draußen natürlich. Alle anderen saßen drinnen, dabei war es so ein schöner lauer Abend.

    Nachdem wir satt waren, kam auch die Müdigkeit angekrochen, und die Lust, auf den Strip zu fahren, schwand extrem. So fuhren wir zum Hotel zurück, packten dort unsere Koffer um und fielen alsbald ins Bett und schliefen umgehend ein.


    Wetter: bis zu 95°F (35°C) und sonnig in Las Vegas

    Abendessen: California Pizza Kitchen, Las Vegas - (glutenfreie Pizza)

    Hotel: Holiday Inn Express & Suites Las Vegas South

  • Die Anreise klingt ja nicht wirklich prickelnd, vom Taxi daheim angefangen bis hin zu schreienden Kindern im Flieger :aug:

    Aber nun seid ihr ja da und es kann losgehen :cap:

    Schickes Auto übrigens :daumen1:

    Für was braucht ihr so eine große Plastikbox :gru1:

  • Die Anreise klingt ja nicht wirklich prickelnd, vom Taxi daheim angefangen bis hin zu schreienden Kindern im Flieger :aug:

    Aber nun seid ihr ja da und es kann losgehen :cap:

    Schickes Auto übrigens :daumen1:

    Für was braucht ihr so eine große Plastikbox :gru1:

    Ja die Anreise war anstrengend.

    In der Plastikbox haben wir unsere Essensvorräte drin.

  • In der Plastikbox haben wir unsere Essensvorräte drin.

    :aha:

    Was ist daran nicht zu verstehen? Kekse, Müsli, Brot, Riegel, etc kommt alles da rein. Wo habt ihr euer Zeugs?