No Banana but Crazy Heart Tour – 31 Tage im Südwesten

  • Über 230 Euro kostet das View :huch1: Damit hat sich das mit der ÜN dort erledigt, das ist mir zuviel :nix1:



    Da würde ich auch streiken, obwohl ich dort gern mal übernachten würde.


    Ja, in der zweitgünstigsten Kategorie mit Aussicht. Das View ist für mich allerdings jeden Cent wert und ich würde es immer wieder dafür ausgeben. Klar ist das viel Geld, aber die Lage ist unbezahlbar und im Gegensatz zu den meisten National Park Lodges (die auch so teuer sind) hat man hier ein vernünftiges und echt schickes Hotel.


    Wahnsinn, dass ihr keinen Muskelkater hattet nach dem Marsch.
    Das MV finde ich auch traumhaft schön. Wir hatten auch mal ein Zimmer im View. Ich fand auch alle Angestellten dort sehr freundlich und das Essen abends und auch das Frühstück war klasse und der Blick vom Balkon war einfach einmalig.
    Leider habe ich fast kein Auge zugemacht, weil es sehr sehr laut dort war von den anderen Zimmern und weil ich ständig aufgestanden bin um nochmal raus zu sehen.. :blush:
    Das Zimmer hat im November nur 129 Dollar gekostet. Ist vielleicht eine Alternative, Sandra.


    Den Loop sind wir früh morgens gefahren. Das Kassenhäuschen war noch geschlossen und wir waren ganz alleine unterwegs. Es war wunderbar.


    Ein Ausritt dort wäre wirkluch die absolute Krönung :clap1: zumindest hoffe ich das, denn drin Bericht davon steht ja noch aus.


    Das mit dem Muskelkater hat mich auch sehr gewundert :) Aber umso besser! Der Ritt war toll, der Bericht kommt gleich!


    Das View ist das einzige Hotel, wo ich gerne den Preis zahle! :D


    So sehe ich das auch :)

  • Tag 10 (19.05.2018): Horseback Riding at Monument Valley


    Auch diesmal ist die Abfahrt in den Valley Loop kein Problem und wir kommen gut und schnell voran, diesmal halten wir natürlich auch nirgendwo mehr, denn um 16:45 Uhr müssen wir bei den Ställen sein.


    Wir kommen genau pünktlich an und sind die einzigen Gäste, also hoffe ich noch, das wir alleine sein werden.



    Wir werden direkt total herzlich begrüßt und nach unserer Erfahrung gefragt. Wir sagen wahrheitsgemäß, das wir grundsätzlich sehr viel Erfahrung haben, allerdings im englischen Reitstil. Vom Westernreiten habe ich keine Ahnung, aber das ist nicht weiter schlimm. Wir unterschreiben noch ein Formular, dass wir das alles auf eigene Gefahr tun und werden dann aufgefordert, uns noch ein wenig in der Gegend umzusehen, während die Pferde für uns gesattelt werden. Übrigens sehen die Tiere alle absolut gesund und wohlgenährt aus, das war mir sehr wichtig!


    Es trudeln dann doch noch ein paar Leute ein, die mit uns reiten werden. Lisa und Chris aus Frankfurt, wobei Chris Kanadier ist, sowie ein englisches Paar, also insgesamt eine recht überschaubare Gruppe.


    Die Qualität der Bilder wird sich jetzt stark unterscheiden, da sie insgesamt von 4 verschiedenen Geräten kommen: Meinem Handy, meiner kleinen Digicam, Mamas Handy und Lisas Handy.











    Ich bekomme den hübschen Wallach "Apache" (Äpätschiiii :smile: ) zugeteilt...



    ... meine Mutter zunächst "Sky"...



    ... dann aber doch "Willi". Sky geht dafür an Chris.




    Kann losgehen! :)





    Eins steht ganz schnell fest: Lisa kann hervorragend reiten, während ihr Freund Chris keine Ahnung hat, sich dafür aber wirklich hervorragend anstellt, sich helfen lässt und Anweisungen befolgt. Das englische Paar... Reden wir nicht davon. Nur so viel: Der Typ schreit die ganze Zeit hysterisch rum und ist davon überzeugt, unglaublich witzig dabei zu sein. Alle fünf Minuten tanzt er aus der Reihe und fragt den Guide, wo die Handbremse wäre.


    Von meiner Tour in Las Vegas 2015 kannte ich es so, das die Reihenfolge der Pferde von den Guides bestimmt wird und man nichts ändern darf. Hier läuft das alles viel lockerer ab, man darf neben der Gruppe gehen, überholen... Alles, wozu man eben im Stande ist und Apache ist wirklich ein Traum. Ich hätte bei so einer Tour mit einem Pferd gerechnet, das einfach nur den anderen hinterherlatscht und sich nicht von sowas lächerlichem, wie einem Reiter beeinflussen lässt, aber dem ist überhaupt nicht so. Der Engländer hat sich natürlich (ganz, ganz ausversehen) an den Anfang der Gruppe gesetzt, weil er ja leider die Handbremse nicht gefunden hat. Es geht hier um den Herrn, mit dem schwarzen Pferd, davor sind Lisa und Chris.






    Die beiden haben direkt am Anfang zum überholen angesetzt und auch ich ziehe bei erster Gelegenheit nach. Meine Mutter hat leider nicht so viel Glück und lässt sich weiterhin abdrängen... Oder sie ist vielleicht einfach nur nicht so schmerzbefreit wie wir und drängelt sich mit Gewalt vorbei. Jedenfalls war die Tour nicht günstig und ich will meinen Spaß haben, den lass ich mir nicht von so einem Idioten verderben, ich befürchte allerdings, das es aufgrund den beiden wieder eine sehr lahme Veranstaltung wird.






    Lisa fragt den Guide vorne plötzlich, ob wir nicht bitte mal galoppieren könnten und erstaunlicherweise stimmt er sofort zu. Die Engländer bekommen erklärt, wie sie ihre Pferde zurückhalten müssen, weil sie nicht mitmachen wollen / können und dann geht es auch schon los! Leider kommen wir über einen schnellen Trab nicht hinaus, weil Chris vor mir sein Pferd nicht zum galoppieren bringt, aber es wird noch mehrere Gelegenheiten geben. Ich bin jedenfalls einigermaßen erstaunt, wie simple das Problem Anfänger / Fortgeschritten hier gelöst wird.




    Meine Mutter hat bei dem Tempo ihre Cap verloren und bekommt sie gerade von dem hinteren Guide zurück.



    Danach folgt eine längere Pause, denn wer schon einmal geritten ist weiß: Wenn ein Pferd pinkelt, dann herrscht Gruppenzwang und alle anderen pinkeln auch :smile:







    Wir bekommen eine ganze Menge Felsformationen gezeigt und auch einige Erklärungen dazu. Sofern man es denn verstehen kann und nah genug am Guide dran ist, ist es wirklich interessant. Auch, wenn keiner von uns die Fantasiegestalten erkennen kann, die wir angeblich erkennen SOLLTEN.






    Wir kommen an einer kleinen Gruppe Jeeps an und die Gruppe, die dazu gehören, schauen uns voller Interesse an. Wir sind jetzt an unserem Zwischenziel angekommen und sollen absteigen.




    Wir gehen ein paar Meter zu einem großen Alcoven, in dem sich das Suns Eye befindet. Hier legen wir uns auf den Boden, schauen nach oben und lauschen der Flötenmusik eines Navajos.






    Das folgende Video hat keinesfalls annähernd die Qualität anderer Videos, die hier so gepostet werden, verdeutlicht die Stimmung aber ganz gut.


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=YESJniLwsn8[/video]


    Auch hier werden wir wieder auf einige Formen hingewiesen, können aber wieder absolut nichts von dem erkennen. Irgendwie entwickelt sich das schon zu einer Art Running Gag und Lisa und ich müssen wirklich aufpassen, das wir nicht laut los lachen.


    Es wird wieder Zeit aufzusteigen...







    Beim losreiten setzt sind Chris und Lisa schnell genug, aber der Engländer setzt sich - unter tosendem Gebrüll nach der Handbremse - schon wieder hinter mich und vor meine Mutter und langsam haben wir die Schnauze voll. Ich frage mich langsam wirklich ob das Unfähigkeit, oder nicht eher penetrante Dummheit ist, schließlich haben ihm die Guides mehr als einmal gesagt das er hinten bleiben soll und wie er das bewerkstelligt.


    Ich setze Apache genau vor ihn, so, das wir ihm den Weg abschneiden und er anhalten MUSS, so das meine Mutter vorbei kann. Habe ich schon erwähnt, das mein Pferd total genial ist? Direkt danach dürfen wir wieder eine kurze Strecke galoppieren und diesmal klappt es auch bei uns beiden. Hach, ist das ein tolles Gefühl.. Da vermisst man das Reiten doch zuhause wieder ganz schön... Dazu diese geniale Kulissen, ein Traum!







    Wir kommen dem Stall näher und die Pferde wissen das natürlich und dementsprechend werden die immer schneller.







    Wir kommen wieder am Stall an und dann gibt es eine große Überraschung. Einer der Guides kommt kurz vorher zu uns nach vorne und bietet Lisa, meiner Mutter und mir an, nochmal mit uns umzudrehen und nochmal ordentlich zu galoppieren, als Entschädigung für die verkorksten Versuche quasi. Meine Mutter lehnt wegen ihrem Rücken ab und übernimmt mein Handy, Lisa und ich sind allerdings sofort dabei!


    Wir versuchen also unsere Pferde zu wenden, während alle anderen zum Stall weitergehen. Das stellt sich als gar nicht so einfach heraus, zwar war Apache bisher sehr kooperativ, als einziger jetzt nicht nach Hause zu dürfen, passt ihm allerdings überhaupt nicht. Wir schaffen es und galoppieren gaaaanz langsam los, der Unwille der Pferde ist absolut spürbar, als Lisas Pferd plötzlich eine Vollbremsung hinlegt und sich zu einer 180° Wende bereitmacht. Lisa kann das gerade so verhindern und so können wir weiterreiten :D Wir galoppieren eine recht lange Strecke in einem gemäßigten Tempo, bevor wir Wenden und den gleichen Weg zurück zum Stall galoppieren... Holla die Waldfee! Es ist, als hätte jemand die Pferde unter uns ausgetauscht, denn die haben es plötzlich ganz besonders eilig und fegen im gestreckten Galopp durch die wunderschöne Gegend. SO macht das Spaß, wie geil ist das denn!!!

  • Tag 10 (19.05.2018): Horseback Riding at Monument Valley Teil 2


    Hier nochmal ein Video mit viel Gewackel, aber vielleicht kann es den Spaß ein wenig wiedergeben :D


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=yQu3j029yoI[/video]


    Vom Ende gibt es auch Bilder von meiner Mutter, die leider nicht ganz so scharf sind.





    Dann sind die zwei Stunden auch leider schon um. Was ein geniales Erlebnis, das war definitiv eines der Highlights der Reise. Wenn jemand also auch gerne mal im Südwesten reiten möchte und mehr machen will, als im Schritt am Arsch des Vordermanns zu kleben, der sollte das hier tun. Ich kann Roy Blacks Guided Tours in jeder Hinsicht nur empfehlen!


    Ich tausche mit Lisa noch Handynummern aus, damit wir uns gegenseitig die Bilder von uns schicken können, was wir am gleichen Abend dann auch direkt machen.


    Der Guide bekommt noch ein Trinkgeld und dann fahren wir den Loop Drive zurück und diesmal nehme ich die Ausfahrt irgendwie in einem anderen Winkel als beim ersten Mal... Die Reifen drehen durch und das Auto kommt fast zum Stillstand, was ich gerade noch so verhindern kann... Puh... Gut, das das nicht beim ersten mal passiert ist, dann hätte ich nicht nochmal runter fahren wollen.

  • Das würde ich auch gern mal machen, aber meinen Mann bekomme ich auf kein Pferd und allein macht es nur halb so viel Spaß.


    Das Du das in einer kurzen Hose gemacht hast, Respekt, ich hätte etwas längeres angezogen.



    Fand ich vom dem Guide echt klasse, das Ihr zum Schluß noch eine Ehrenrunde galoppieren durftet. :daumen:

  • Da bin ich wieder! Sorry für die Verzögerung, ich war spontan in England in meinem Lieblingspark inkl. Feuerwerk. Ich wusste davon nichts, hat Dominik organisiert :) Jetzt geht es aber weiter hier.


    Das war mit Sicherheit ein tolles Erlebnis für Euch :clap1::clap1::clap1:


    Aber wie immer, ein Depp ist immer dabei :aug:


    Das war ein absolut grandioses Erlebnis. Reiten ist für uns immer genial und dann auch noch in so einer Umgebung... Ein Traum.


    Klasse, ein Traum :love:


    Boah, der Engländer war ja wohl oberätzend :wut2:


    Ja, der war richtig nervig, besonders, weil der so ignorant war. Das Leute mitmachen die es nicht können ist ja vollkommen okay, aber man kann ja Anweisungen befolgen und Rücksicht nehmen, vor allem, wenn man selber dadurch keine Nachteile hat.


    Toller Reitausflug :daumen1: ----- bis auf den Kotzbrocken! :cursing: Würde so gerne mal auch reiten, hab aber seit meiner Kindheit nicht mehr auf einem Pferd gesessen und da auch nur auf Ackergäulen. :aug:


    Ist doch egal, mach doch einfach! Man verlernt es nicht wirklich und Anfänger können ja mitmachen :)


    Das würde ich auch gern mal machen, aber meinen Mann bekomme ich auf kein Pferd und allein macht es nur halb so viel Spaß.


    Das Du das in einer kurzen Hose gemacht hast, Respekt, ich hätte etwas längeres angezogen.
    Fand ich vom dem Guide echt klasse, das Ihr zum Schluß noch eine Ehrenrunde galoppieren durftet. :daumen:


    Das kenne ich, Dominik ist da auch sehr skeptisch. Aber ich denke ich würde ihn überzeugt bekommen es einfach mal zu versuchen.
    In kurzer Hose bin ich bisher immer nur ohne Sattel geritten, da ist das kein Problem. Allerdings war ich 2015 bei dem Ausflug in Vegas die einzige in Jeans und das war mir viel zu heiß, von daher habe ich die paar Abschürfungen von Sattel und Steigbügel dann eben in Kauf genommen.


    Da kommt doch John Wayne Feeling auf :daumen1:


    Der Engländer hängt ja auch schon so schief auf dem Pferd :D


    Haha, ja :D


    Ein toller Ausflug und du hast es auch noch so schön geschildert :daumen1::clap1:


    Was kostet so ein Ausritt?


    Danke :)


    Ich habe 180$ bezahlt für uns beide zusammen für die 2 Stunden, find ich okay für das was geboten wurde.


    schoener Tag im Monument Valley.
    Der Reitausflug sieht nach fun aus, waere aber absolut nichts fuer mich. Mir sind Pferde irgendwie unheimlich, die sind so riesig.
    Meine Schwester waere da allerdings sofort mit dabei


    Dabei hatte ich ein echt kleines Pferd, mag ich aber auch lieber. Die machen angenehmere Bewegungen als so riesen Pferde, auch wenn ich keine Angst davor hab. Ich hatte mal eine Reitbeteiligung, da brauchte ich eine Leiter um den Sattel da hoch zu bekommen.


    Ich habe ja Angst vor Pferden, finde es aber so schön im Südwesten zu reiten ( allerdings auch als Bremse mit maximal leichtem Trab) und das wäre auf jeden Fall ein Mega-Highlight
    Ganz ganz grosses Kino in dieser Landschaft :clap1::clap1::clap1:


    Man ist ja keine Bremse wenn man auf den Guide hört und hinten bleibt. Bei 6 Pferden ist das ja nun nicht so, als wäre man dann weit weg vom Schuss. Da kann man dann sein eigenes Tempo machen und bremst niemanden aus.

  • Tag 10 (19.05.2018): Sunset at Monument Valley


    Während meine Mutter unter die Dusche springt, krame ich mein Stativ raus und gucke, das ich schleunigst auf den Balkon komme, denn der Sonnenuntergang ist nicht mehr lange hin.



    Das Wetter vor uns sieht sehr freundlich aus, aber die Sonne geht leider in unserem Rücken, hinter dem View unter und da ist es komplett dunkel und bedeckt. Demnach ist die Sonne bereits fast vollständig hinter dichten Wolken verschwunden, das wird wohl nicht besonders spektakulär.



    Ab da tut sich leider nicht mehr viel, aber die Färbung des Horizonts ist dennoch ganz hübsch und der Ausblick an sich von diesem Balkon ist ja sowieso unbezahlbar.








    Während dem Sonnenuntergang kopiere ich die Bilder vom Reiten bereits auf die externe Festplatte und als alles vorbei ist, gehe ich auch schnell duschen.


    Es wird mal wieder Zeit für vernünftige und feste Nahrung, also entscheiden wir, ins View Restaurant zu gehen, wo nach Sonnenuntergang nur noch Hotel Gäste bedient werden. Daher finden wir auch schnell einen Platz.


    Wir wollen beide das gleiche bestellen, ein Sandwich namens Johnny Depp, allerdings werden wir von der freundlichen Bedienung darauf hingewiesen, das es viel zu viel ist und das wir uns lieber eine Portion teilen sollten. Das finden wir wirklich sehr nett und so wird es gemacht, denn es gibt vorher auch noch das Salatbuffet.



    Das Essen selber ist dann kalt, das war uns nicht bewusst, schmeckt aber dennoch hervorragend und es stimmt: Eine Portion für uns beide reicht vollkommen.