No Banana but Crazy Heart Tour – 31 Tage im Südwesten

  • Oh ja das Wasser auf dem Trail. Wir sind mal den South Kaibab ein Stück runter gelaufen und hatten nicht genug dabei, weil es ja heißt es gibt dort Wasser. Ich habe dann meine Flasche an einem der Brunnen voll gemacht - das war ein Fehler, ich hatte danach extreme Magenkrämpfe und wir konnten nicht weiter laufen.


    Daher gehen wir meist nur noch Trails, die nicht ganz so lange sind, dass wir alles Wasser, welches wir benötigen auch mitnehmen können.


    Dann auf die letzte 4.8 km :D


    Öhm, bist du sicher das es der South Kaibab Trail war? Denn der hatte, soweit ich weiß, noch nie eine Wasserversorgung, sondern nur der Bright Angel Trail. Daher wird der ja auch immer für den Aufstieg genommen, weil man dort zumindest die Möglichkeit hat, die Flaschen aufzufüllen :gru1: Steht auch so im Internet.


    Magenkrämpfe haben wir zum Glück keine bekommen, aber wie gesagt, meine Mutter hätte viel mehr trinken müssen, als sie ab da noch getan hat. Ich hätte auch noch einen Liter mehr schleppen können und beim nächsten Mal würde ich es auch so machen... Lieber mehr Gewicht als dieses Wasser.


    Der Spruch von unserem Freund, welcher kein Wasser trinkt: sagte Mal nach einer Wanderung bei 40°: ich wusste gar nicht, dass Chlorwasser so herrlich schmecken kann! :lach3:


    Boah ne... Damit kann man mich auch nach einer 40°C Wanderung noch jagen. Da freue ich mich nur über ne eiskalte Dose :smile: Aber mir ist das Wasser unterwegs auch noch nie ausgegangen.


    Das mit dem Wasser klingt ja eklig :huch1:
    Gut zu wissen für andere Wanderer dort :daumen1:


    Ist halt Geschmackssache, es scheint auch genug Leute zu geben, die das problemlos trinken. Nicht umsonst habe ich in vielen Berichten gelesen, das das problemlos möglich ist. Ich versuche ab jetzt umso mehr, das um jeden Preis zu vermeiden.


    Bis jetzt läuft es ja ziemlich locker :daumen1: Nur das Chlorwasser ist wohl nicht das wahre


    Ja, es ging bisher erstaunlich gut :)


    Heast servas
    Cliff Bar = Weltklasse = meine Notverpflegung :daumen:
    K


    Da hast du Recht :)


    Cliff Bar haben wir auch immer dabei :daumen1:


    Nun aber weiter ;)


    Geht jetzt weiter :D

  • Tag 9 (18.05.2018): Rim2River2Rim - Bright Angel Trail: 3 Mile Resthouse to Rim


    Um 15:06 Uhr sind wir wieder unterwegs, inzwischen wollen wir einfach nur noch oben ankommen. Der Trail verändert sich nicht mehr und außer unzähligen Serpentinen, liegt nun nichts mehr vor uns. Der Rim wirkt noch immer unerreichbar fern.



    Meine Mutter trinkt kaum noch was, denn das Chlor Wasser ist einfach nur eklig. Das schlägt sich unglaublich schnell auf die körperliche Verfassung nieder, die wird konstant schlechter und das macht mir wirklich Sorgen. Ich bin auch platt und habe keine Lust mehr, aber körperlich ist noch alles in Ordnung, außer, das meine Füße brennen wie Hölle. Das ist nervig, aber immerhin keine ernsthafte Gefahr.


    Wir schrauben uns höher und höher, mühsam, Serpentine für Serpentine. Dieser grüne Streifen weit unten im Canyon, das ist der Indian Garden.



    Es sieht ständig so aus, als könne es nicht mehr weit sein, doch das täuscht. Wir laufen und laufen und das blöde 1.5 Mile Rest House will einfach nicht in Sicht kommen.




    Es kommt heftiger Wind auf und andauernd fliegt uns Dreck und Staub in die Augen. Ich bin nur noch damit beschäftigt, die Kamera davor zu schützen, weshalb ich sie jetzt leider wegpacken muss, das hat keinen Zweck. Daher gibt es von dem Abschnitt auch wirklich wenig Bilder.


    Dann, nach über einer Stunde, erreichen wir das 1.5 Mile Resthouse endlich, meine Mutter ist vollkommen durch und auch ich wünsche mir, endlich anzukommen, auch wenn sich mein Zustand nicht verschlechtert hat.


    Wir machen kurz Pause und trinken den Rest aus der Gatorade Flasche. Allerdings setzen wir uns in den Dreck vor die Treppe zum Resthouse, denn keiner von uns hat mehr Lust, die zusätzliche Treppe dort hoch in Kauf zu nehmen. Seit dem Indian Garden treffen wir andauernd die selben Leute wieder, die sich gemeinsam mit uns hier hochquälen. Irgendjemand bleibt immer stehen und macht Pause, so überholt man sich in regelmäßigen Abständen immer wieder gegenseitig. Es ist irgendwie eine Art gemeinsamen Leidens, denn jedesmal lächelt man sich mitleidig an und feuert sich untereinander an. Andauernd hört man sowas wie "almost there", was natürlich vollkommener Schwachsinn ist. Wenn ich daran denke, das wir die gleiche Strecke wie vom 3 Mile Resthouse hier her nochmal steil hochmüssen... Naja, hilft ja nichts.


    Nach dem 1.5 Mile Resthouse nimmt die Anzahl der asiatischen Flip Flop Träger mit Sonnenschirmchen rapide zu und ich kann euch sagen: es nervt. Die meisten haben nicht einmal eine Tasche, geschweige denn was zu trinken dabei, alle sehen taufrisch aus und vor allem: Die glotzen uns von oben bis unten an, als würden wir sie nicht mehr alle haben. So nach dem Motto: "Was ist euer Problem? Ist doch alles easy! Was schnaubt ihr denn so?"


    Als der Tunnel in Sicht kommt, bin ich erstmal happy. Das bedeutet, der Trailhead kann nicht mehr weit sein, doch Pustekuchen. Ich hatte verdrängt, das es zwei Tunnel auf dem Bright Angel Trail gibt.



    Hinter jeder Kurve denken wir, es muss doch bald ein Ende haben, doch es hat niemals ein Ende. Wenn man es um die Ecke geschafft hat, dann offenbaren sich nur eine weitere Serie von fiesen Switchbacks, die seit dem 1.5 Mile Resthouse nur noch steiler geworden sind. Das härteste, ungnädigste Stück des gesamten Trails, es erwartet einen zu allerletzt.




    Wir müssen immer häufiger stehen bleiben, meine Mutter kann einfach nicht mehr. Inzwischen glauben wir, das es weniger ein körperliches Problem war, sondern viel mehr ein mentales. Man hat einfach kein Bock mehr, der Trail ist nur noch steil, man rennt seit Stunden in Schlangenlinien bergauf und sieht einfach kein Ende. Ich war schon oft überrascht davon, wie der psychische Zustand sich in solchen Situationen auf den physischen Zustand auswirken kann. Mir geht es den Umständen entsprechend noch immer überraschend gut, auch wenn das Brennen meiner Füße kaum noch auszuhalten ist.


    Dann - 30 Minuten nach dem letzten Tunnel - taucht der 2. auf, den, den ich eigentlich vorhin schon im Kopf hatte und das ist immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer.



    Keine Sorge liebe Ranger, das letzte, an dem wir jetzt noch Interesse haben, ist ein dangerous Overlook.



    Um exakt 17:11 Uhr erreichen wir das Schild des Bright Angel Trailheads, unheimlich stolz und völlig am Ende unserer Kräfte. Wir klatschen uns kurz ab und sind unendlich glücklich darüber, diesen Tag überstanden zu haben und es tatsächlich geschafft zu haben.




    Trailfakten:
    Bezogen einzig und allein auf den Bright Angel Trail aufwärts!


    Länge: 9.9 Meilen / 15,9 km / 1263 Höhenmeter
    Dauer: Ca. 6.5 Stunden mit einer Stunde Pause am Indian Garden und zwei kurzen Pausen am 3 Mile Resthouse und 1.5 Mile Resthouse
    Einstufung Schwierigkeit: very Strenuous! Vom River bis zum Indian Garden ein sehr entspannter Trail, der nicht viele Höhenmeter überwindet. Dafür geht es ab dem Indian Garden bis zum Rim auf 4.5 Meilen erbarmungslos in Serpentinen nach oben.
    Erreichbarkeit: Vom Rim aus befestigt, PKW, vom River aus per Muli oder zu Fuß.
    Kosten: 35$ oder National Park Pass
    Fazit: Ein wunderschöner Trail, der dem South Kaibab Trail in keinster Weise ähnelt. Auf der ersten Hälfte (von unten aus) dominieren Wasserfälle und Bäche, während die 2. Hälfte nur noch aus Serpentinen besteht und immer nerviger und weniger schön wird.


    Trailfakten:
    Kombination aus South Kaibab Trail und Bright Angel Trail


    Länge: 17.3 Meilen / 27,8 km / 1400 Höhenmeter
    Dauer: Ca. 12 Stunden mit einer kurzen Pause an der Cedar Ridge, am Tip Off, einer Stunde Pause an der Phantom Ranch, eine Stunde am Indian Garden und zwei kurzen Pausen am 3 Mile Resthouse und 1.5 Mile Resthouse
    Einstufung Schwierigkeit: super mega Strenuous! Nur Leute, die wirklich sehr fit sind und sich ihrer Sache zu 100% sicher sind, sollten diese Kombination an einem Tag wagen. Nicht umsonst wird dringend davon abgeraten und daher werde auch ich keine Empfehlung darüber aussprechen.
    Erreichbarkeit: Befestigt, PKW oder Shuttle Bus
    Kosten: 35$ oder National Park Pass
    Fazit: Eine unglaubliche Erfahrung, die uns alles an Kraft und mentaler Stärke abverlangt hat, die wir haben. Wir sind unendlich stolz das gemeistert zu haben und werden den Tag wohl nie im Leben vergessen.


    Wenn ich mich entscheiden müsste, South Kaibab Trail oder Bright Angel Trail?


    Beide Trails sind auf ihre Weise wunderschön, aber eben vollkommen unterschiedlich. Der South Kaibab Trail bietet die spektakulären Aussichten, die den Grand Canyon ausmachen, während der Bright Angel Trail viel weniger Sicht bietet, dafür viel grüner und paradiesischer ist. Wenn ich mich aber entscheiden müsste und nur einen Teil in den Canyon wandern würde, dann würde ich dem South Kaibab Trail immer den Vorzug geben. Nirgendwo bekommt man einen besseren Einblick in den Grand Canyon als bei einer Wanderung zum Ooh Aah Point. Dennoch bin ich froh, beide Trails gesehen zu haben und bei einem kompletten Abstieg zum River würde ich zu der Kombination raten und wenn es nur für die Abwechslung ist.


    Würden wir das nochmal machen?


    Meine Mutter hat ganz klar nein gesagt, zumindest gleich danach. Wie das inzwischen aussieht weiß ich gar nicht. Trotzdem ist sie froh über die unvergessliche Erfahrung. Ich hätte direkt nach der Ankunft gar keine Aussage zu der Frage machen können, ich wäre mir nicht sicher gewesen. Jetzt, mit einer gesunden Distanz zu diesem Tag (vielleicht auch, weil ich den Schmerz in meinen Füßen nicht mehr spüre) ist die Antwort ganz klar: Ja. Ich würde das sofort nochmal machen.
    ______________________________________


    Der Tag ist aber noch nicht zuende, die gefühlt grausamste Etappe liegt noch vor uns: Die paar hundert Meter zur Maswik Lodge. Der Übergang vom erdigen Trail auf Asphalt ist einfach nur die Hölle auf Erden, noch nie in meinem ganzen Leben hatte ich solche Schmerzen. Ich denke ernsthaft darüber nach mich auf den Boden zu werfen und die restlichen Meter kriechend zurückzulegen. Irgendwie schaffen wir aber auch das noch und irgendwie - wie habe ich verdrängt - schaffen wir es auch noch die Treppe zu unserem Zimmer hoch. Wir reißen die Wanderschuhe von den Füßen, schnappen uns eine kalte Dose und atmen einfach nur durch.


    Ich versuche Duschen zu gehen, aber die Schmerzen in den Füßen sind so unerträglich, das ich nicht stehen kann. Ich lege mich daher in die Badewanne und gebe mir die größte Mühe, mit meinen Fußsohlen nicht die Wand zu berühren, denn selbst das schmerzt höllisch, sowas habe ich noch nie erlebt.


    Nach dem Duschen begutachte ich die wunderschönen Blasen, die sich an dem Tag angesammelt haben und eine Folge des großen Fehlers sind, die Schuhe während der Pausen auszuziehen. Die Leute unter euch, die sowas nicht sehen wollen bitte ich die folgenden Bilder wegzuscrollen.




    Ich lege mich ins Bett, kopiere die Bilder des heutigen Tages, nicke kurz weg und ziehe mich dann widerwillig noch einmal an. Ich will zur Lobby humpeln und wenigstens Dominik mal mitteilen, das wir lebend wieder oben angekommen sind, denn der macht sich natürlich Sorgen. Als ich in den Sesseln auch dort wieder fast einschlafe beschließe ich, das es keinen Sinn mehr hat was zu Essen zu kaufen und schiebe mir die restlichen Pizza Stücke von gestern rein, meine Mutter ist schon tief und fest am schlafen.



    Das Licht geht dann um 21 Uhr bereits aus! Was ein Tag!


    Highlight des Tages: Der ganze Tag war ein einziges Highlight und wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten


    Lowlight des Tages: Die Switchbacks nach dem 1.5 Mile Resthouse


    Wetter: 38°C an der Phantom Ranch und 24°C am Rim


    Gelaufene km: 30,2 km


    Gefahrene km: 0 km

  • Ich kann nur ehrfürchtig den Hut ziehen - Respekt vor Eurer Leistung :clap1::clap1::clap1:


    Vielen Dank! :)


    :nick2: Was für eine Mega-Leistung, Ihr habt meine absolute Bewunderung :clap1::clap1::clap1:


    Man hat richtig mitgelitten auf den letzten 3 Meilen, die kein Ende nehmen wollten :(


    Danke!!!


    Die letzten drei Meilen waren hart und nervig, davor hat es wirklich viel Spaß gemacht!



    ;Plus1;


    Mir tun die Füße schon beim Lesen weh :huch1:


    Ja, so Fußschmerzen hatte ich wirklich noch niemals zuvor :huch3:

  • Erstmal ganz großen :resp: für eure Leistung ...ich kann das ja auch gut beurteilen. :daumen1::clap1:
    Ich muß aber auch sagen, dass zumindest ich nicht so schlimm kaputt war, wie du es hier schilderst. Uns haben auch nicht so die Fußsohlen gebrannt.
    Nur Martina hatte Probleme mit den Kreislauf, so daß ich auch noch ihren Rücksack schleppen mußte - d.h. einen Rücksack hinten auf dem Rücken und ein Rucksack auf dem Bauch.



    Und mir ist gerade aufgefallen, dass ihr kein Wasser mehr hattet - gab es am letzten Resthouse kein Wasser mehr? Ich habe hier nochmal unseren Bericht vom letzten Stück eingestellt, da steht dass wir nochmal Wasser trinken konnten, was damals auch für Martina wichtig war. Und das Wasser war so weit o.k.




    Jedenfalls hast du die Anstrengungen gut beschrieben, diese Wanderung sollte wirklich nur jemand gehen, der absolut fit ist. Besonders wenn man es an einem Tag machen will.
    Ich möchte ja eigentlich mal den Tonto Trail laufen, oder von South zu North ....aber ob ich es mir tatsächlich zutraue :gru1: Vorallem wahrscheinlich erst in 2 oder 3 Jahren, mit fast 70 :gru1: ??


    Wie von mir immer gesagt, ich halte die Tour aufgeteilt auf 2 Tage für sinnvoller - wahrscheinlich ist man dann auch nicht so kaputt. Wir sind jedenfalls noch zum Campground, haben unser Zelt aufgebaut und uns sehr bald auf die Luftmatrazen zum Schlafen gelegt..



    Nochmal, es war toll diese Wanderung mit euch mitzugehen. Hat mir super gefallen und war Erinnerung an eine unser schönsten Touren in USA.
    Auch viele deiner Fotos haben diese Erinnerungen wieder geweckt :dk: und nochmal Respekt :nick2:

  • Wow geschafft - echt Hammer - ich muss sagen du bist ja noch jung daher ein großes Lob - aber es geht größtes Lob an Deine Mutter, die ja im ca. selben Alter ist wie ich. Das ist dann schon noch mal härter


    Man rät ja nicht umsonst ab davon die Strecke an einem Tag zu laufen.


    Obwohl ich denke, dass es eventuell an einem Tag, an dem es nicht so heiß und sonnig ist eher zu schaffen ist. Dann kann man unten etwas länger verweilen.
    Socken muss man eventuell mal wechseln. :-)

  • :nick2: Ich bewundere Euch! Chapeau Ich habe jeden Meter mitgelitten! Ich bin zwar nur bis zum Indian Garden und wieder zurück gewandert, aber ich erinnere mich noch zu gut an die nicht enden wollende Steigung. Ich habe die schönen, unvergesslichen Bilder genossen! :clap1: :clap1: :clap1:

  • :nick2::nick2::nick2: Auch von mir größte Hochachtung!!!
    Wahnsinn und so wunder-wunderschöne und viele Bilder. Danke!!!


    Ich ärgere mich wirklich, dass ich das nie wirklich ernsthaft in Erwägung gezogen habe, als ich jünger war. Das Wetter war oft sehr gut wenn wir im November dort waren und da wäre es auch nciht so heiß dort unten gewesen.
    Aber: ich hätte es nie überlegt an einem Tag zu wagen. Und bei dem Bild zurück in den Canyon kurz vor dem Ende des Bright Angel Trails hatte ich sogar beim Lesen das Gefühl: Schade, dass nicht genug Zeit geblieben ist, es auszukosten dass man an diesem ganz ganz besonderen Ort am Grunde des Grand Canyon ist. Das hätte mir rückblickend wirklich gefehlt. Allerdings hat man auch die ganze Zeit im Nacken, dass man wieder hoch muss. Vielleicht ist es dann doch nicht so entspannt :gru1:
    Auf jeden Fall eine Wahnsinns Leistung!!!


    Eine Freundin von mir hat übrigens Ihren Heiratsantrag unten im Wasser sitzend bekommen. Das fand ich eine sehr sehr schöne Idee von Ihrem Mann.

  • Heast servas


    Congrat. Weltklasse einmal durch die Hölle und back :daumen: :daumen:
    2006 war ich mit meinem Golan-Amigo am selben Trip, nachdem wir uns am Mt. Hermon vorbereitet hatten.


    Der Tag hatte super begonnen :huch3:


    1. Einstieg nicht mehr gefunden, obwohl am Vortag erkundet :pat:
    2. Auto Türe offen ( nix passiert)
    3. Aufgrund Pkt. 1 viel zu spät gestartet
    4. Ranger getroffen der hat gemeint wir sind zwei Verrückte die Bergung per Heli wird teuer. Hab i Ihm erklärt, bezahlt alles die CC, da hat er nur den Kopf geschüttelt. Wir haben Ihm noch erklärt wir sind zwei voll austrainierte Peacekeeper auf Urlaub, dann war er beruhigt.
    Im Nachhinein hatte er natürlich Recht, Abstieg um 1000 ist einfach nur geistesgestört :zuck:
    Der ganze Tag war die Hölle, ich war total abgefeuert.
    Dabei ist der Vorteil gegenüber z.B. Einstiegsmärsche vor Kursen der Army, dass die Entfernung und Ziel bekannt sind und anstatt 50 Kg Gepäck hatten wir vielleicht 10 - 14 Kg.
    Der beste Kommentar zum Foto am Parkplatz beim Ausziehen der Schuhe von MHJ: Alt wirst Papi, du schaust aus wie wenn'st gerade aus der Intensivstation kommst, hättest mehr trainieren sollen am Golan.


    Er ist dann gleich auf Sicherheitsabstand gegangen, sonst hätte ich Ihm eine Petflasche an den Kopf geworfen............................................................eine leere..........................eh klar, man will ja sein Kind nicht verletzen :smile:


    Ich wollte die Action immer wiederholen aber nix daraus geworden, 30 Km sind einfach fuxxx weit :smile: und jetzt als relativ alter Mensch 634 Tage
    vor retirement ..................................i glaub i verwirf den Plan :gru1: und geh 2020 auf den Mt St Helens, da kenn i mich schon aus :daumen:


    Gruß
    K


    Ps.: was ist da mit der Schriftgröße???

  • :nick2: :nick2: :nick2: toll gemacht!


    Vielen Dank!!! :love:



    Vielen Dank!!


    Meine Mutter war mental ziemlich am Ende, ich war gar nicht so kaputt. Meine Füße haben gebrannt wie Hölle, das war es aber auch schon. Wären die nicht gewesen, dann hätte ich locker noch mehr laufen können, ich hatte nur einfach kein Bock mehr auf die nicht enden wollenden Serpentinen. Aber mit Sicherheit macht es einen Unterschied, wenn man früh morgens ausgeruht an der Phantom Ranch starten kann, aber mir war es so im nachhinein lieber.


    Das mit dem Wasser stimmt so nicht. Wo steht, das ich kein Wasser mehr hatte? :frag: Wir haben beide im Indian Garden (leider) aufgefüllt und hatten dann 3l voller ekelhafter Chlor Plörre, die haben natürlich bis zum Rim voll und ganz ausgereicht. An den Rest Houses gab es Wasser, aber das benötigten wir ja nicht. Meine Mutter hat einfach nur seit dem Indian Garden kaum noch was getrunken, weil sie das Wasser so ekelhaft fand... Genug davon hatten wir jedenfalls.



    Dankeschön!


    Es ging, wirklich schlimm wurde es erst ab dem 1.5 Mile Resthouse, wo es wirklich dann auch nochmal steiler wurde. Das Gefühl oben anzukommen nach so einem Tag.. Unbeschreiblich.


    :resp:


    Das Erlebnis kann euch keiner mehr nehmen und ihr werdet sicher noch oft daran zurückdenken.


    Vielen Dank, das werden wir!


    Wow geschafft - echt Hammer - ich muss sagen du bist ja noch jung daher ein großes Lob - aber es geht größtes Lob an Deine Mutter, die ja im ca. selben Alter ist wie ich. Das ist dann schon noch mal härter


    Man rät ja nicht umsonst ab davon die Strecke an einem Tag zu laufen.


    Obwohl ich denke, dass es eventuell an einem Tag, an dem es nicht so heiß und sonnig ist eher zu schaffen ist. Dann kann man unten etwas länger verweilen.
    Socken muss man eventuell mal wechseln. :-)


    Vielen Dank, ich richte es auch meiner Mutter aus :)


    :nick2: Ich bewundere Euch! Chapeau Ich habe jeden Meter mitgelitten! Ich bin zwar nur bis zum Indian Garden und wieder zurück gewandert, aber ich erinnere mich noch zu gut an die nicht enden wollende Steigung. Ich habe die schönen, unvergesslichen Bilder genossen! :clap1: :clap1: :clap1:


    Auch dir vielen Dank :) Gelitten haben wir eigentlich erst ab dem 1.5 Mile Resthouse, vorher war das alles tatsächlich gar kein Problem und ich hätte mir den Tag heftiger vorgestellt. Am Ende nervt es einfach nur noch, wenn es nicht aufhören will :)


    :nick2::nick2::nick2: Auch von mir größte Hochachtung!!!
    Wahnsinn und so wunder-wunderschöne und viele Bilder. Danke!!!


    Ich ärgere mich wirklich, dass ich das nie wirklich ernsthaft in Erwägung gezogen habe, als ich jünger war. Das Wetter war oft sehr gut wenn wir im November dort waren und da wäre es auch nciht so heiß dort unten gewesen.
    Aber: ich hätte es nie überlegt an einem Tag zu wagen. Und bei dem Bild zurück in den Canyon kurz vor dem Ende des Bright Angel Trails hatte ich sogar beim Lesen das Gefühl: Schade, dass nicht genug Zeit geblieben ist, es auszukosten dass man an diesem ganz ganz besonderen Ort am Grunde des Grand Canyon ist. Das hätte mir rückblickend wirklich gefehlt. Allerdings hat man auch die ganze Zeit im Nacken, dass man wieder hoch muss. Vielleicht ist es dann doch nicht so entspannt :gru1:
    Auf jeden Fall eine Wahnsinns Leistung!!!


    Eine Freundin von mir hat übrigens Ihren Heiratsantrag unten im Wasser sitzend bekommen. Das fand ich eine sehr sehr schöne Idee von Ihrem Mann.


    Auch dir vielen Dank :):love:


    Im November geht das bestimmt ganz gut, die Temperaturen sind ja im Canyon immer noch ein bisschen höher, so das es da bestimmt dann noch sehr angenehm ist, selbst wenn es am Rim schon eisig kalt ist. Man kann es ja auch mit mehreren Übernachtungen machen, wenn man bereit ist zu zelten. Dann kann man eine unten am Bright Angel Campground und eine am Indian Garden einlegen, vielleicht wäre das noch eine Überlegung wert? Ich weiß grad nicht mehr wie du zu Zelten stehst :smile2:


    Mir hat da ehrlich gesagt keine Zeit gefehlt und ich hatte genug Zeit um dieses Gefühl zu genießen. Zwei Stunden länger da unten und ich hätte vermutlich angefangen mich zu langweilen :D Ich hatte also nie das Gefühl, das die Zeit mich gegen meinen Willen voran treibt, aber da tickt eben jeder anders.


    Ein Heiratsantrag da unten ist natürlich auch was ganz besonderes.



    Nee, Hölle war das auf keinen Fall, eher das Paradies :) Nur gegen Ende wurde es ein klein wenig nervig.



    Schreib ausschließlich im Quellcode, da sollte dieses Phänomen nicht auftreten!


    Soweit bin ich ja inzwischen auch schon, im Editor werden die Leerzeilen ja auch völlig falsch wiedergegeben und so weiter. Wenn man im Quellcode schreibt hat man das Problem nicht, aber ganz so richtig kann das auch nicht sein, oder? :D