Hot and wet, green and red - der Reisebericht

  • Das war ja noch ein ergiebiger Game-Drive am Morgen :daumen1:


    Ach wie schön, das Riverplace Manor. Hattest Du Zi. 1? Wir werden nächstes Jahr auch in dem Flachbau wohnen.


    Woher wusstest Du, dass das Restaurant geschlossen hat, hat Ronel es Dir vorab mitgeteilt?

  • Der Pool kommt mir bekannt vor, waren da die Murmels nicht auch schon :gru1:


    Die Unterkunft hat wieder einen :daumen: verdient.


    Und das Käferchen ein :love:

  • Oh wie schön dass Du mir die letzten Wochen bis zum KTP mit diesem Reisebericht überbrückst :-)


    Wenn es hilft, Dich hierher zu locken ;)
    Dann schauen wir mal, dass wir in den KTP kommen.


    13.2.17


    Morgens habe ich in aller Ruhe ausgeschlafen und das leckere Frühstück im Hotel genossen (war im Preis von 90€/Nacht mit drin). Anschließend habe ich der Autovermietung einen Besuch abgestattet. Der Familie, die Kalahari 4x4 HIre betreiben. gehört nicht nur die Autovermietung sondern auch noch eine Tankstelle und ein kleiner Supermarkt. Der Buder des Besitzers ist außerdem der Besitzer des Upington Slaghuis, der Schlachterei am Ort. Nachdem ich getankt hatte, hat man mir den Weg zurm Slaghuis erklärt und ich habe mich dort mit Fleisch für die nächsten 9 Tage eingedeckt, die ich im Kgalagadi Tranfrontier NP verbringen wollte. Ich habe Rinderfilet, Schweinefilet, Oryx, Lamm und Boerewors gekauft und die Qualität war durchgehend hervorragend. Alles vakuumiert und tiefgefroren. Wer sicher gehen will, dass er genau das bekommt, was er will, kann dort auch Fleisch vorbestellen.


    Upington Slaghuis


    Anschließend habe ich mich auf den Weg gemacht. 320 km sind es von Upington bis zum Urikaruus Wilderness Camp. Dank Hörbuch und guter Musik vom iPhone verging die Fahrt wie im Flug. Allerdings zogen in der letzten Stunde bis zum Parkeingang immer dunklere Wolken auf und dann fing es an wie aus Eimern zu schütten. Ich bin erst ml ein bisschen im Auto sitzen geblieben und habe gewartet bis es so aussah, als ob der Regen nachlassen würde, bin aber trotzdem auf den paar Metern vom Parklatz zur Registrierung klatschnass geworden.
    Was soll's, trocknet bei über 30°C auch schnell wieder ;)


    Nachdem die Formalitäten erledigt und der Reifendruck auf Sandpisten- geeignete Werte gesenkt war, ging es endlich hinein ins Vergnügen.


    Kurz nachdem ich das Auob River Valley erreicht hatte, wartete dieser freundliche Herr als Begrüßungskommando auf mich.



    In unmittelbrer Nähe traf ich auf dieses gefiederte Raubtier - Sekretär genannt.



    Und wieder nur wenige 100 m weiter sah ich meine ersten Oryx im Park.



    Das Wetter wurde jetzt wieder zunehmend besser, den Rest des Tages schien die Sonne. So sehr ich mich über die Tiersichtungen gefreut habe, am meisten beeindruckt hat mich die Vegetation. Bei meinem ersten Besuch 2009 im September war der gesamte Park trocken und staubig. Jetzt war alles grün und wirkte frisch und lebendig. Teilweise sah es eher aus wie auf einem Golfplatz als in der Wüste.



    Pieter (der Chef der Autovermietung) hatte mir erzählte, das der Auob River vor ein paar Wochen das erste mal seit Jahren wieder Wasser geführt hatte und das sah man am tiefen grün.


    Meine nächste Tiersichtung war eine Giraffe, die sich neben der Piste an einem Baum gütlich tat.



    Nachdem ich diesen Einzelgänger eine Weile beobachtet hatte, sah ich kurz darauf eine ganze Gruppe Giraffen, das trockene Flussbett entlang laufen.




    (Klick aufs Bild = Pano in größer)


    Mit einem kurzen "Zwischenspurt" bis zur nächste quer übers Flussbett führenden Piste habe ich es geschafft, sie von vorne bewundern und knipsen zu können.




    War schon cool, bei meinem ersten Besuch hier 2009 wäre das noch die gesamte Giraffenpopulation des Parks gewesen. Inzwischen sind es wohl schon über 100 Tiere.
    Nach den gefleckten langen Lulatschen habe ich mich mit etwas kleineren Tieren beschäftigt.



    Ground Squirrels sah man praktisch alle paar Meter und dank des vielen grünen Grases waren sie alle gut genährt.



    Das war nicht nur mir aufgefallen auch andere Augenpaare hatten die kleinen Kerlchen genau im Blick.



    Kampfader (Martial Eagle)


    So richtig schnell vorwärts kam ich an diesem Nachmittag nicht. Schon ein paar 100 Meter weiter versperrte eine Herde Springböcke die Piste. Besonders den Nachwuchs mit den zu groß geratenen Ohren fand ich lustig.



    Irgendwie scheint Dumbo da seine Hand (oder seine Gene) im Spiel gehabt zu haben.



    Während die kleinen faulenzten kümmerten sich die großen um die Rangordnung.



    Trotz der dauernden tierischen Verkehrsbehinderungen habe ich schließlich das Urikaruus Widerness Camp erreicht. Ich habe nur schnell mein Gepäck abgeladen und den Kühlschrank gefüllt, dann war ich schon wieder unterwegs. Der Camphost hatte mir nämlich erzählt, dass nicht weit vom Camp direkt a der Straße ein Gepard an einem frischen Riss zu sehen wäre. Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
    Tja, ...


    Gnus habe ich gesehen...



    Eine Riesentrappe habe ich gesehen...



    Auch im Flug habe ich sie endlich mal gesehen...



    Einen Strauß habe ich gesehen (allerdings nicht im Flug ;))...



    Alles, nur keine Geparden. Machte aber nichts, war trotzdem ein schöner erster Tag (oder halber Tag) im KTP, der Lust auf mehr gemacht hat.
    Beim Braai konnte ich von meiner Terrasse aus noch ein paar Löffelhunde am Wasserloch beobachten.



    Dann ging es zufrieden in die Heia und mit den Geräuschen des Buschs als Schlaflied bin ich seelig eingeschlummert.

  • Hach, endlich da :love:


    Und dann gleich ein Platzregen. Für uns unvorstellbar, wir hatten jeden Tag über 40°C und haben auf ein paar Wolken gehofft, von Regen ganz zu schweigen. Grün war es bei uns ja auch. Bin gespannt, wie es nächsten Februar sein wird.


    Das Giraffenbild finde ich auch absolut klasse :daumen1: Schon am ersten Halbtag Sichtungen querbeet, was für ein Start :daumen1:


    Was hattest Du für eine Unit? War das Wasserloch bei Dir schon Richtung Honeymoon-Chalet versetzt?

  • Was hattest Du für eine Unit? War das Wasserloch bei Dir schon Richtung Honeymoon-Chalet versetzt?


    Wenn ich mich richtig erinnere hatte ich die Nummer 2.
    Am 2. Morgen fuhren diverse LKW und ein Bagger ans Wasserloch und fingen an zu arbeiten. Vielleicht war es das. Ich habe nicht mehr gesehen, was daraus geworden ist.