Put on your hiking boots - 558km zu Fuß durch den kunterbunten Südwesten im Herbst 2021

  • Schlafmaske nutz ich in Südafrika. In den NPs sind die Vorhänge so dünn, dass ich mit dem ersten Morgenlicht wach werde. Wenn dann kein Gamedrive geplant ist, kann ich nur weiterschlafen mit Schlafmaske. Bei Helligkeit kann ich nicht schlafen.

  • Also... Ich HASSE es wenn es im Schlafzimmer stockdunkel ist und man beim Aufwachen keine Ahnung hat, ob 3 Uhr Nachts oder 10 Uhr morgens ist. Wenn es draußen hell wird muss es auch im Schlafzimmer hell werden.

  • Tag 29 (14.10.2021) - Desert View Tower und Navajo Bridges





    Eigentlich wollten wir jetzt relativ direkt zum Treffpunkt durchfahren, ihr erinnert euch, wir hatten es eilig und so. Aber irgendwie können wir jetzt doch nicht einfach so am Desert View Watchtower vorbei fahren. So besonders ist die Aussicht hier eigentlich gar nicht, vor allem nicht, wenn man aus der Richtung Grand Canyon Village kommt. Trotzdem ist der Turm irgendwie cool und außerdem ist es der letzte Viewpoint im National Park und dadurch ja doch irgendwie noch einen letzten Halt wert.

    Irgendwie bin ich der Meinung, man konnte damals mal viel näher am Turm parken, aber ich kann mich auch täuschen. Jedenfalls ist der Parkplatz ziemlich riesig und um die Uhrzeit auch noch ziemlich leer. Kein Wunder, auch der Turm mit dem Souvenirshop ist noch geschlossen, wir können also leider nicht nach oben. Bis 9 Uhr können und wollen wir definitiv nicht warten, aber immerhin die Toiletten sind offen :D

    Immerhin ist es dafür schön ruhig und friedlich her, ideal um einen letzten Blick in den Canyon zu werfen.


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    Ich stelle fest, dass wir schon jetzt 30 Minuten zu spät am Treffpunkt ankommen werden... Ich HASSE Unpünktlichkeit muss ich dazu sagen. Ich bin eigentlich nie zu spät, dabei wollten wir doch zumindest noch kurz bei den Navajo Bridges anhalten, denn da war ich tatsächlich noch nie bisher. Immerhin haben wir hier wieder Internet, also kann ich zumindest Bescheid sagen.

    Der Ausgang aus dem Grand Canyon National Park kommt direkt hinter dem Desert View Watchtower und der erste Teil der Strecke ist mir sehr gut bekannt. Einmal bin ich von hier aus nach Page und einmal zum Monument Valley gefahren.


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    Die 89A zum Marble Canyon ist dann Neuland für mich. Es wäre 2015 auch der schnellere Weg nach Page gewesen, aber damals war die Strecke gesperrt und wir mussten einen kleinen Umweg fahren.

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    Das Interpretive Center der Navajo Bridges fügt sich wunderbar nahtlos in die Umgebung ein. Erst als wir auf dem Parkplatz stehen können wir das gleichfarbige Gebäude zwischen den roten Sandsteinen erkennen.

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    Der Shop hier ist schon offen und natürlich werfen wir einen kurzen Blick auf das überraschend kleine Angebot. Es gibt nicht einmal kühle Getränke, nur Wasser in Zimmertemperatur. Ich kaufe mir drei Patches, einen von den Navajo Bridges und dann noch jeweils einen von den Antelope Canyons und vom Horseshoe Bend. Keines der beiden Ziele steht auf der diesjährigen Liste, allerdings gab es die bisher noch nirgendwo sonst zu kaufen und gesehen habe ich ja bereits beides.

    Eine der identisch aussehenden Brücken ist heute nur noch für den Fußgänger Verkehr freigegeben, für die Autos wurde die Parallelbrücke errichtet. Ich finde es zwar ganz nett hier, aber die Begeisterung von Einigen kann ich jetzt doch nicht ganz teilen. Sind halt mäßig schöne Brücken :laugh: Habe ich jetzt einmal gesehen, reicht!


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    Jetzt, wo wir schon mal hier sind, laufen wir natürlich auch noch auf die andere Seite.

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    Leider hat der Colorado auch hier eine genau so fiese Farbe wie beim Grand Canyon :( Schlammbraun... Gefällt mir überhaupt nicht, wo ich doch das tolle grün kenne.

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    Was mir hingegen sehr gut gefällt ist Kondor Nummer 496, der es sich auf den Stützen der Auto Brücke gemütlich gemacht hat. Hier sind auch einige Fotografen mit großen Teleobjektiven, scheinbar sind die Tiere hier regelmäßig anzutreffen. Wir beobachten ihn für ein paar Minuten, aber er lässt sich nicht zum Umdrehen überreden. Trotzdem kann man immerhin ein bisschen was erkennen und immerhin ist es mein erster kalifornischer Kondor :)

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    Wir gehen noch ganz rüber...

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    ... dann aber auch auf direktem Weg wieder zurück, denn so langsam müssen wir uns mal ein bisschen beeilen (jaja, ich weiß, sagte ich heute Morgen schon bevor wir zwei Stopps eingelegt haben).

    Wenig später erreichen wir auch den Treffpunkt, den Trailhead des Spencer Trails. Hier liegt auch Lees Ferry, ein Bootsanleger in einer herrlich idyllischen Landschaft und siehe da - der Colorado ist satt grün :eek: :love: Unser Date liegt in seinem Auto und döst friedlich vor sich hin...

  • Tag 29 (14.10.2021) - Spencer Trail und anschließender Begleiterwechsel




    Einige von euch wussten es ja bereits, andere hatten es schon wieder vergessen und für ein paar von euch ist diese Information sicherlich neu :biggrin: Wir treffen uns hier mit Michael, der alleine in der Gegend unterwegs ist. Der Ort ist eher zweckmäßig, denn hier kreuzen sich unsere Routen und es bietet sich an. Mal abgesehen davon steht der Spencer Trail eigentlich schon recht lange auf meiner Liste, genau genommen seit 2017. Auf meinem ersten Solo Trip wollte ich eigentlich herkommen, nach der Wave Lotterie war mit der Weg dann spontan aber zu weit, vor allem, weil es im Dezember so früh dunkel wird. Im nachhinein war das wohl die richtige Entscheidung, denn ich war ziemlich erkältet und wie sich heute herausstellen wird, geht es ausschließlich und permanent bergauf.

    Wir wechseln schnell noch die Schuhe und dann geht's los!


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    Hier gefällt mir die Umgebung wirklich gut. Die Ufer sind grün, das Wasser ist nicht rot, dafür aber die Felsen :love: Hier bei Lees Ferry starten die Rafting Touren in den Grand Canyon, denn an kaum einer anderen Stelle ist der Colorado so einfach zugänglich wie hier.

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    Dann wollen wir mal...


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    Hm. Ich hatte immer irgendwie gedacht, dass der Trail mehr am Colorado entlang geht und dabei langsam ansteigt. Tut er aber nicht... Es geht in Serpentinen brutal den Berg hoch.

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    Heute fühle ich mich nicht ganz so gut wie die letzten Tage, mein Puls ist wieder unglaublich hoch und die Stufen sind teilweise relativ hoch für meine kurzen Beine. Dazu ist es ziemlich heiß, das ist allerdings das geringste Problem von allen. Durch die steilen Serpentinen kommen wir trotzdem schnell höher und können wunderbare Aussichten genießen.

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    Am Ziel sind wir trotzdem noch nicht...

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    Wir sind mittlerweile so hoch, dass wir von hier aus sogar die beiden Navajo Bridges erkennen können. Irre, das da hinten schon braunes Wasser durch den Canyon fließt und hier noch Grünes.

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    Dann dauert es glücklicherweise auch nicht mehr lange und wir erreichen das Ziel der Wanderung. Wir sind nun ganz oben auf den Klippen angekommen und haben einen super rundum Blick über die ganze Canyonlandschaft um uns herum. Das beste daran ist, dass wir komplett alleine sein und die Ruhe genießen können. Obwohl ich mich wie eine Dampflock hier hoch geschnauft habe sind wir immer noch deutlich schneller als die Durchschnittszeit, die bei Alltrails angegeben ist, was mich dann doch wundert :D

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    Mir persönlich hätten die zwei Fotos und einmal kurz umschauen dann auch schon wieder gereicht, aber mit der Einstellung bin ich bekanntlich relativ alleine und so lassen wir uns zu einer ausgedehnten Pause nieder :biggrin: Tobi isst einen Müsli Riegel, Michael hat man wieder ein ganzes Picknick dabei und ich esse - nichts. Bei so einer kurzen Wanderung bin ich nicht auf eine längere Pause, die Essen einschließt, vorbereitet und warte daher nur ungeduldig, bis die Herren der Schöpfung fertig sind mit ihrem Festmahl :biggrin: Im Falle von Michael muss natürlich auch das obligatorische Bier geleert werden.

    Offensichtlich fühlt man sich dann doch von meinen ungeduldigen Blicken unter Druck gesetzt und wir starten bald den Abstieg zurück zum Auto :biggrin: Dabei haben wir bewusst mal einige Fotos von uns gemacht, die zeigen, wie steil dieser Trail wirklich ist. Überall sind wir jeweils nur eine Serpentine voneinander entfernt.

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    Zurück bei den Autos beginnt das große Umpacken. Ich hatte das meiste natürlich bereits im Hotelzimmer in Tusayan vorbereitet, aber ich gehe lieber noch einmal schnell durch, ob ich irgendwas vergessen habe. Zusammen mit meinen beiden Rucksäcken - einer zum Wandern und einer zum Übernachten - wechseln außerdem noch ein paar Lebensmittel die Kühlbox.

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    Also... Normalerweise weigert sich mein Körper ja penetrant Gewicht zu verlieren und ich gehöre eher zu den Leuten, die von der bloßen Beobachtung von Lebensmitteln zunehmen. Das ich nicht fett bin liegt eigentlich nur daran, dass ich ca. 5x die Woche Sport mache um mein Gewicht irgendwie zu halten. Nach Peru und den bisherigen Wanderungen im Südwesten hat aber offensichtlich selbst mein sturer Körper eingesehen, dass er keine Chance hat :biggrin: Die Hose passte vor Peru perfekt und ich glaube es wird Zeit, zu der ursprünglich zu engen Hose zu wechseln, die ich in weiser Voraussicht mitgenommen habe.

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    So, haben wir alles?! Ich denke schon. Die Übergabe kann stattfinden!

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    Übergeben wird nichts geringeres als... Ich :biggrin: Tobi macht sich jetzt mit meinem Wrangler alleine auf den Weg nach Page, während ich bei Michael einsteige um... nunja. Etwas anderes zu machen :)

    Tschöö Tobi, bis übermorgen!


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  • Also... Ich HASSE es wenn es im Schlafzimmer stockdunkel ist und man beim Aufwachen keine Ahnung hat, ob 3 Uhr Nachts oder 10 Uhr morgens ist. Wenn es draußen hell wird muss es auch im Schlafzimmer hell werden.

    :daumen1:

    Haben wir tatsächlich etwas gemeinsam :cap:

  • Toller Trail ... sieht ganz schön steil aus ... hat sich gelohnt, die Ausblicke sind sensationell schön :clap1:


    Bzgl. der Unpünktlichkeit/Pünktlichkeit geht´s mir ähnlich. Ich werde immer nervös wenn ich merke, dass ich zu spät kommen könnte und das passiert leider regelmäßig. Ich muss unbedingt cooler werden :kreisler:

  • Also... Ich HASSE es wenn es im Schlafzimmer stockdunkel ist und man beim Aufwachen keine Ahnung hat, ob 3 Uhr Nachts oder 10 Uhr morgens ist. Wenn es draußen hell wird muss es auch im Schlafzimmer hell werden.

    Genauso geht es mir auch. Ich möchte Tageslicht im Schlafzimmer.


    Die Wanderung ist echt toll. Schöner Blick runter auf den Fluß.

  • Also... Ich HASSE es wenn es im Schlafzimmer stockdunkel ist und man beim Aufwachen keine Ahnung hat, ob 3 Uhr Nachts oder 10 Uhr morgens ist. Wenn es draußen hell wird muss es auch im Schlafzimmer hell werden.

    Da bin ich das genaue Gegenteil, mir kann es nicht dunkel genug sein, am liebsten stockdunkel.


    Schön, dass Ihr einen der Condore gesehen habt. Sie sollen ja immer dort rumfliegen, bei uns hat sich natürlich keine gezeigt.


    Spencer Trail, stand auch mal auf dem Programm, weil es dort Minenüberreste geben soll. Scheint gut zu sein, dass wir es bleiben gelassen haben. Erstens viel zu steil für uns, zweitens seh ich keine Überreste.


    Im Falle von Michael muss natürlich auch das obligatorische Bier geleert werden.

    Das gefällt mir :clap1: Haben wir auch schon öfters gemacht.

  • :daumen1:

    Haben wir tatsächlich etwas gemeinsam :cap:


    Is' ja nicht zu fassen :D


    Spencer Trail.... nie von gehört, aber sehr schöne Ausblicke auf den River. :clap1::clap1:


    Mir hat es auch besser gefallen als erwartet, die Ausblicke sind echt genial


    War mich auch neu, aber wirklich sehr tolle Ausblicke.

    Könnte mir nur vorstellen, das es mir zu steil sein könnte, vor allem runter, da wir mein Mann und ich ja Knieprobleme haben. :(


    Der Trail ist schon sehr anstrengend, es geht wirklich permanent hoch ohne Möglichkeit mal durchzuatmen. Aber es lohnt sich auf jeden Fall!


    Toller Trail ... sieht ganz schön steil aus ... hat sich gelohnt, die Ausblicke sind sensationell schön :clap1:


    Bzgl. der Unpünktlichkeit/Pünktlichkeit geht´s mir ähnlich. Ich werde immer nervös wenn ich merke, dass ich zu spät kommen könnte und das passiert leider regelmäßig. Ich muss unbedingt cooler werden :kreisler:


    Steil ist er! Aber die Ausblicke entschädigen für die Anstrengung!


    Oder einfach pünktlicher kommen :P

    Sehr cooler Trail und Respekt, wie Du Deinen Körper trainiert hast - mega!


    Danke :):)


    Genauso geht es mir auch. Ich möchte Tageslicht im Schlafzimmer.


    Die Wanderung ist echt toll. Schöner Blick runter auf den Fluß.


    Dann bin ich damit ja doch nicht so alleine wie ich dachte :D

    Der Ausblick war toll!


    Toller Trail, da habe ich es nie hin geschafft


    Dabei war der doch quasi in deiner Nachbarschaft


    Toller Trail und Bilder, leider immer noch in der Eimerliste.


    Dann los, es lohnt sich :)



    Ne, da werde ich wahnsinnig. Es muss auch IMMER das Fenster auf sein für ausreichend frische Luft. Auch im Winter bei Minusgraden, Heizung dann natürlich aus. Ich hab nur einen leichten Vorhang am Schlafzimmer, mehr nicht. Momentan habe ich die ganze Balkontür sperrangelweit auf Nachts, da ist dann gar nichts davor.


    Ich habe bisher auch keine gesehen, aber dort sollen die ja wirklich immer sein. Sogar wenn ICH da bin, das heißt schon was :D


    Der ist echt anstrengend. Ich muss zugeben, wir wussten nichts von Minenresten und haben dementsprechend auch überhaupt nicht darauf geachtet. Ins Auge gesprungen sind mir jetzt keine.

  • Tag 29 (14.10.2021) - Fahrt zum Grand Canyon North Rim




    Während Tobi sich auf den Weg zum Alstrom Point macht, wo er nach dem Sonnenuntergang die Nacht verbringen möchte, fahren Michael und ich zurück zum Grand Canyon. Diesmal geht es allerdings nicht zum South-, sondern zum North Rim, eine Premiere für mich! Ich muss sagen, so ein X7 ist schon ein verdammt geiles Auto, würde mir auch gefallen! Wobei... Anstatt dem Wrangler hätte ich den nicht haben wollen, immerhin bucht man ja nicht ohne Grund so ein Auto. Michael hatte die gleiche Buchung bei Sixt, ebenfalls Wrangler garantiert, allerdings in Denver. Dort gab es nur leider keine...

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    Zunächst ist die Umgebung noch schön rot

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    Die Sicht wird weitläufiger und irgendwann fahren wir am südlichen Ende der House Rock Valley Road vorbei. In Jacob Lake biegen wir in Richtung Süden ab und ab hier ist die Gegend für mich Neuland und ich bin schon ganz gespannt. Zunächst zieht es sich aber ganz ordentlich, denn rechts und links von der Straße ist es in erster Linie dicht bewaldet. Riesige Areale sind verbrannt und das Feuer scheint noch nicht allzu lange her zu sein.

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    Je weiter wir fahren, desto kälter wird es und erste Schneereste liegen schon wieder an der Straße.

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    Der Eingang vom Grand Canyon National Park ist hier ebenfalls nicht besetzt, dabei sind wir eigentlich gar nicht so spät. Ich schätze, zu dieser Jahreszeit ist einfach so wenig los, dass es sich nicht lohnen würde.

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    Leider lassen sich die hier lebenden Bison Herden heute nicht blicken, ich hätte mich drüber gefreut. Allerdings sehen die wenigen Laubbäume zwischen all den Nadelbäumen mit ihrer Färbung ganz phänomenal aus, besonders im Schnee.

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    Gegen 15:30 Uhr kommen wir schließlich an der Grand Canyon Lodge am Ende der Straße an. Die Parkplätze sind hier voll weit vom Hauptgebäude entfernt und auch an den Hütten selbst kann man sein Auto nicht abstellen, es gibt lediglich diese eine Sammelstelle. Da es trotz Sonnenschein nur 5°C sind warte ich im Auto und mache mich auf die Suche nach meinen Hosenbeinen, während Michael schnell einchecken geht.

    Der Besuch ist gut getimed, denn heute ist die letzte Nacht in dieser Saison, in der man in dieser Lodge übernachten kann. Morgen wird hier alles für den Winter geschlossen, aber trotzdem ist hier heute noch ausgebucht und das merkt man an dem gut gefüllten Parkplatz.

    Bald kommt Michael mit einem Lageplan der Lodge zurück, wir schnappen uns so viel Kram wie möglich und machen uns auf die Suche nach Hütte 57. Die finden wir auch schnell und es stellt sich als wirklich winziges, sehr spartanisch eingerichtetes Häusschen heraus. Für uns reicht es, besonders für eine kurze Nacht, allerdings ist der Preis dafür schon irgendwie eine Frechheit. Aber wie so oft - die Lage macht`s! Alternativen gibt es hier nicht wirklich, wenn man mal vom Campingplatz absieht und da kann ich mich bei nächtlichen zweistelligen Minusgraden so grad noch zurückhalten.

    Das linke Bett ist meins!

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    Ich ziehe mir etwas wärmeres an, schnappe mir die Kamera und dann zieht es uns auch schon wieder nach draußen. Wir wollen etwas vom North Rim sehen und einen Blick in den Grand Canyon werfen! Unser Plan ist es zum 1,4 km entfernten Bright Angel Point zu laufen.

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    Das Licht am Nachmittag ist am North Rim ein wenig schwierig, daher sind die Fotos auch nicht besonders gut. Außerdem nicht besonders gut ist der Zustand des Weges, der ist nämlich vollständig vereist :eek: Wir rutschen nur so durch die Gegend und können uns nur halten, in dem wir uns an der Felswand neben uns festkrallen. Das ist allerdings nicht wirklich eine Option, zumal die gleich zuende ist.

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    Weit kommen wir nicht, vielleicht 50 Meter, dann brechen wir ab. Rechts neben dem Trail geht es nun tief nach unten und da wollen wir so absolut gar nicht reinrutschen. Zurück gestaltet sich allerdings auch nicht wirklich leichter, denn jetzt geht es bergauf und das klappt nicht ganz so gut :rolleyes: Irgendwie kämpfen wir uns dann aber nach oben und beschließen, ein großes Problem zu haben. Wenn die Wege direkt an der Lodge und den Hütten SO aussehen, wie mag dann der North Kaibab Trail sein? Den können wir NIEMALS so laufen, wenn es ähnlich ist... Wir brauchen Spikes oder sowas. Mindestens aber benötigen wir eine Auskunft über den Zustand, also ab zum Visitor Center mit uns!

    Auch hier... Wie hübsch sind bitte die gelben Laubbäume im Schnee?

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    Im Visitor Center wird grad jemand ausgiebig beraten und es dauert ein wenig, bis wir mit jemandem sprechen können. Ich bekomme zwischenzeitlich einen halben Hitzeschlag mit meiner Jacke und entledige mich erst einmal ein paar Schichten. Dem sehr freundlichen Mann werden wir jetzt zwei Fragen stellen

    1. Wie ist der Zustand vom North Kaibab Trail?
    2. Kann man da parken?

    Die Antwort auf die erste Frage gefällt uns überhaupt nicht. Die ersten Kilometer des Trails sind genau so verreist wie der Weg zum Bright Angel Point und somit nicht mit normalen Wanderschuhen zu schaffen - viel zu gefährlich. Overnight Parken darf man allerdings, so lange noch etwas frei ist, denn der Parkplatz ist sehr klein.

    Für Spikes schickt er uns rüber zum General Store, der in 30 Minuten schließt. Werden wir hier Spikes bekommen? Werden wir unsere morgige Wanderung retten können oder haben wir den ganzen Planungsaufwand umsonst betrieben?

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