Into the Wild II: It‘s a Quarter after One – 18 Days between Fun and Insanity

  • [Hinweis: Dieser Bericht wurde angepasst an ein anderes Forum geschrieben, enthält jede Menge Insider und ist für mich sehr schwierig hier zu übernehmen. Da ich aber darum gebeten wurde und es eine tolle Reise war, werde ich mein möglichstes geben um das hier soweit anzupassen. Ich würde es gerne möglichst nah am Original lassen, da es den Bericht ausmacht und dafür solche Hinweis Boxen mit Erklärungen wie diese hier einfügen, wenn es nötig ist]



    Es ist endlich so weit, der Bericht zu meiner 5. USA Reise und meinem 2. Solo Trip im März 2019 beginnt! Wohin?! Natürlich wieder in den Südwesten. Schon wieder?! Na klar! Doch keine Sorge, langweilig wird es hier mit Sicherheit nicht. Diese Reise war nicht wie die anderen Reisen und auch dieser Bericht wird nicht wie die anderen Berichte sein. Noch nie ist von meiner Planung am Ende so wenig übrig geblieben wie diesmal, bei keiner anderen Reise ist so viel schief gelaufen wie in dem Jahr, nie war das Wetter so schlecht. Nicht immer hatte das nur negative Folgen, es war eben nur ganz anders als beabsichtigt.


    Es wird wilder als beim letzten Into the Wild, das heißt mehr (Car-)Camping, weniger Hotels und größere Städte wird man bei dieser Reise absolut vergeblich suchen.


    Was erwartet euch in diesem Bericht?


    - Wir werden einen verschneiten Berg runter rutschen.

    - Wir werden eine neue Lieblings-Food-Kette finden.

    - Wir werden sauer bis zur maximalen Check Out Zeit im Hotelzimmer rumhängen.

    - Wir werden bei 0°C unter freiem Himmel schlafen.

    - Wir werden die Milchstraße von ihrer besten Seite sehen, nur nicht dort, wo wir sie am dringendsten gebraucht hätten.

    - Wir werden interessante Begegnungen haben.

    - Wir werden unzählige Wildblumen sehen.

    - Wir werden über 30 km mit klatschnassen Schuhen wandern und danach das Auto nicht mehr wieder finden.

    - Wir werden mehrfach Hilfe benötigen.

    - Wir werden ein gewonnenes Permit zurückgeben müssen.

    - Wir werden uns damit abfinden müssen, dass (nicht nur) Feuerzeuge verschwinden. Immer. Alle.

    - Wir werden nicht nur eine Autopanne haben.

    - Wir werden den Hauptgrund der Reise in die Tonne treten müssen

    - Wir werden in einer Felswand festhängen und nicht mehr wissen, wie wir jemals lebend aus der Nummer wieder heraus kommen sollen.

    - Wir werden zwei riesige Erfolgserlebnisse haben


    Seid ihr bereit für eine Geschichte von Planänderungen, Selbstüberschätzung, scheinbar ausweglosen Situationen, grandiosen Landschaften, viel Wetterfrust und einer großartigen Freundschaft?


    Dann macht euch bereit, steigt ein und begleitet mich durch einen ungewöhnlich kalten März im Südwesten, denn:



    It's a Quarter after One!




  • Ich werde natürlich wieder mitlesen! :cap:


    Das freut mich, welcome back :D


    Super!!!!


    Huhu :)


    Meine Güte, bei dem was uns erwartet, bekomme ich schon vom Lesen Herzrasen =O


    Ich bin natürlich dabei :cap:


    Zurecht :D Es wird spannend hier! Da freue ich mich.


    Klar bin ich wieder dabei!!!!


    Super!!! :-)


    Darf ich auch mitfahren? ;)


    Aber natürlich :-) Ohne die Diskussion über die fehlenden Städte und Menschen fehlt doch was :smile:


    Das liest sich ja vorab schon spannend =O


    Na klar bin ich dabei :cap:


    Das wird es auch, versprochen!


    Super :)


    Falls ich nicht zu alt bin für derartige Erlebnisse würde ich auch noch gerne mitfahren. :frag:


    Ernst


    Ach, bestimmt nicht! Freut mich das du da bist!


    Nun bin ich neugierig ;) .


    Sehr gut :smile:


    schon gelesen - aber gerne wieder dabei :-)


    Dann kann es ja nicht so schlecht gewesen sein, freue mich :)


    Bin auch mit dabei ;-) .

    2019 Solotrip kommt mir bekannt vor, war mein erstes Mal inkl. Carcamping.


    Willkommen :)


    Habe ich schon gelesen.


    Doch mehr als ich dachte :D


    ;Plus1; aber ich verrat nix!


    Hihi, super!

  • Tag 1 (02.03.2019): Flug Teil 1 - Von Düsseldorf nach Zürich




    Wie. Kein Vorwort? Keine Planungsstory? Keine Koffer-pack-Geschichten? Keine Exkurse über Packing Cubes? Es geht einfach los? Jawohl! Diesmal geht es einfach los. Aber keine Sorge, von dem Vorwort werdet ihr nicht gänzlich verschont, die Reihenfolge ist diesmal einfach ein wenig anders - ich sag ja - diesmal ist hier nichts wie gewohnt.

    Natürlich kann ich es mir dennoch nicht nehmen lassen, zumindest zwei Bilder meines gepackten... oder gepackt werdenden... Koffers am Vorabend zu zeigen.


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    Hm. Ja, der Schlafsack hat eigentlich ein relativ geringes Packmaß, aber da ich mich für die wärmere (und somit größere) Variante entschieden habe, nimmt das ganze Camping Zeug doch schon wieder den halben Koffer ein. So langsam kann ich ein wenig verstehen, wieso andere Camper immer mit zwei Reisetaschen unterwegs sind. Egal, ich habe nur für einen Koffer bezahlt (Ich BESITZE nur einen Koffer!), also muss eben auch alles in den Koffer passen. Wie viele Klamotten braucht man schon, wenn man 18 Tage in eine warme Region fährt? Gott sei Dank habe ich mich spontan dazu entschlossen, den ein oder anderen Pullover mehr in den Koffer zu stopfen, als auf meiner Packliste steht...

    Aber viel wichtiger: SEHT IHR DAS FEUERZEUG IM HINTERGRUND??? SEHT IHR ES??? Ich habe es daraufhin definitiv eingepackt und es ist das letzte mal, das wir alle dieses Feuerzeug sehen werden. Vielleicht kann sich der ein oder andere von euch noch an die vermissten Feuerzeuge in Into the Wild I erinnern, irgendwie scheint sich das konsequent durch zu ziehen.


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    Mal abgesehen davon: Der Koffer ist voll. Da passt kein Blatt mehr rein, geschweige denn irgendeine Art von Souvenir. Ich freue mich jetzt schon auf den Abend vor der letzten Nacht, wenn das alles wieder irgendwie da rein gefaltet werden muss. Aaaaaber das ist noch so lange hin, das ist eine Aufgabe der Zukunfts-Sarah, die Gegenwarts-Sarah geht jetzt zufrieden in's Bett, denn auch das LED Feld der Kofferwaage zeigt einen zufriedenstellenden Wert von irgendetwas um die 21 kg an.

    An einem kalten Morgen im März werde ich dann von meinem besten Freund Steve zuhause eingesammelt, der mich auch bei meinem ersten Solo Trip nach Brüssel zum Flughafen gefahren hat. Ganz so weit müssen wir dieses mal zum Glück nicht, es ist ganz bequem und unspektakulär einfach nur der 15 Minuten entfernte Düsseldorfer Flughafen. Ich lade meinen Koffer bei ihm in den Kofferraum und steige zunächst mal in mein Auto, wir fahren in Kolonne zur Werkstatt meines Stiefvaters, wo ich meinen Swift abstelle. So kann praktischerweise in meiner Abwesenheit gleich die Inspektion gemacht werden, außerdem quietscht der immer noch so nervig! :biggrin:

    Den Flughafen erreichen wir gegen 7 Uhr, ganz schön spät für meine Verhältnisse, denn eigentlich bin ich bei so einer Strecke gerne schon gegen 6 in der Luft. Ich komme einfach gerne so früh wie möglich am Zielort an, aber da diese Reise eine relativ spontane Idee war, war die Auswahl an bezahlbaren Flügen jetzt nicht monstermäßig groß. Umso mehr freue ich mich, mal eine neue Airline und einen neuen Hub austesten zu können, denn British Airways hat bei den letzten beiden USA Reisen ganz schön versagt.

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    Wir fliegen naaaaach *Trommelwirbel* Zürich! Folglich werden wir einmal Swiss testen. Das wichtigste Kriterium für den Zubringerflug scheinen die Schweizer schon einmal zu erfüllen: Sie sind pünktlich.

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    Der Gepäckabgabe Schalter befindet sich in der äußersten Ecke vom Flughafen, noch hinter den Sicherheitskontrollen A und bis heute wusste ich nicht, das man da überhaupt dran vorbei gehen kann, geschweige denn, das sich da noch irgendetwas befindet. Tatsächlich ist das hier auch nicht der Rede wert, es sind vielleicht 5 in die Ecke gequetschte Schalter, wo die Lufthansa Mitarbeiter schon fleißig damit beschäftigt sind, sich mit ihren Fluggästen zu streiten. Die Familie vor mir kann weder ein Wort deutsch, noch ein Wort englisch, aufregen können sie sich dagegen besonders gut. Wenn ich das richtig verstehe, dann versuchen die beiden Herrschaften grad 3 Koffer pro Person abzugeben, obwohl nur für einen bezahlt wurde und auch keine Bereitschaft besteht, nachträglich nachzuzahlen... Was für ein Aufstand am frühen Morgen. Ich habe Zeit, schaue mir das Ganze amüsiert an und gebe dann ganz entspannt meinen Koffer ab. Allerdings nicht ohne den Hinweis, das ich dringend einen neuen Pass benötige, denn meiner läuft im Mai ab.


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    An den Sicherheitskontrollen ist NICHTS los, ich kann gleich durchgehen ohne die geringste Wartezeit, nicht einmal meine Kameratasche wird aussortiert - Keine extra Prüfung heute für mich und so bin ich in 2 Minuten auf der anderen Seite.

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    Die nächste Amtshandlung ist das Aufsuchen der Toiletten und da ihr euch ja alle einen besonders detailreichen Reisebericht gewünscht habt, gibt es hier ab sofort auch Bilder aller Toilettengänge.

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    ...

    Natürlich nicht!!! Das wird das einzige bleiben :biggrin: Aber ihr habt es mir geglaubt, nicht wahr? :biggrin:

    Nun wird es Zeit für ein letztes deutsches Frühstück und das gönne ich mir in einem Café im Sicherheitsbereich. Es gibt einen Latte Macchiato mit viel zu viel Zucker (Uuuups, bin ich wohl ausgerutscht) und einem fetten Baguette mit Schinken, Käse und Remoulade. Irgendwie habe ich kein Bild davon, geht ja schon gut los, aber es wird besser. Hauptsache ist doch, ich habe ein Bild aus der Toilette!

    Ich nutze die gemütlichen Sitzgelegenheiten des Cafés voll aus, esse und trinke absichtlich noch langsamer als für gewönhlich sowieso schon und schreibe mit den ersten Freunden, die bereits wach sind.

    Um 08:40 Uhr habe ich dann meinen Fensterplatz eingenommen und werfe einen letzten Blick auf das schmuddelige Winterwetter in Düsseldorf. Es geht ja schließlich in die Sonne :)

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    Rhein... Rheinbrücke... und richtig, richtig ekelhaftes Wetter!

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    Über den Wolken sieht das alles doch schon viel freundlicher aus!

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    Beinfreiheit habe ich auch mal wieder genug. Ich bin ja nicht besonders gerne so klein wie ich bin, ein paar Zentimeterchen mehr dürften es gerne sein, aber es gibt doch Situationen, in denen es nicht besser sein könnte. Das ist eine davon :biggrin: Die Wanderschuhe sind zwar etwas sperrig, aber im Koffer war halt einfach kein Platz mehr dafür und bequem sind sie ja.


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    Um 10:30 Uhr sind wir im Landeanflug auf Zürich, der mich gelinde gesagt doch ein wenig enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir das alles viel romantischer vorgestellt... Blauer Himmel, schneebedecke Alpen... Geniales Panorama... So meine Fantasie. Die Realität ist allerdings genau so grau in grau und unschön, wie auch schon der Abflug in Düsseldorf war :D

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    Immerhin regnet es nicht und ich kann die Mitarbeiter beim Entladen des Gepäcks beobachten. Meinen Koffer bekomme ich leider nicht zu Gesicht, der Ausstieg kommt mir dazwischen.

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    Die erste Flugtafel, die auftaucht, ist meine! Mir fällt ein Stein vom Herzen, auch der Anschlussflug nach Los Angeles scheint pünktlich zu sein. Das ist gut so, denn ich komme so oder so schon spät genug dort an und eine Verspätung kann ich eher weniger gebrauchen.

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  • Tag 1 (02.03.2019): Flug Teil 2.1 - Von Zürich nach Los Angeles




    Um 11 Uhr stehe ich in der Terminal Halle von Zürich und habe jetzt noch zwei Stunden Zeit, bis der Flug nach Los Angeles geht. Interessanterweise gibt es jetzt schon das Gate, das ist ja leider inzwischen eine Seltenheit geworden. Immerhin weiß ich dann schon mal, in welche Richtung ich mich orientieren muss. Ich laufe auch gleich los, besser ich weiß schon mal, wo ich hin muss.

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    Die angekündige Passport Control ist nichts weiter als ein paar Automaten, an denen niemand zur Kontrolle steht, auf die man den Pass auflegen muss um durchgelassen zu werden. Dahinter befindet sich eine Bahnstation, denn zu den internationalen Gates muss man eine kurze Strecke fahren. Die ist aber unglaublich unterhaltsam, denn es handelt sich um eine Art U-Bahn. Alles ist dunkel, als plötzlich Jodel Musik und Kuh-Muhen einsetzt, alle Leute im Zug drehen sich verwirrt um, woher kommt das? Plötzlich startet eine Projektion an den Wänden draußen und man befindet sich inmitten einer wunderschönen Alpenlandschaft mit blauem Himmel, einer Alpenhütte und jeder Menge Kühe. Astreines Heide Feeling, mehr Klischee geht nicht und der Züricher Flughafen ist mir sofort mehr als sympatisch :biggrin:

    Sympatisch (und ziemlich verwunderlich) finde ich außerdem, das ich mit Verlassen der Bahn sofort bei den internationalen Gates stehe - keine weitere Sicherheitskontrolle, keine weitere Pass Kontrolle, keine Kontrolle der Boarding Pässe - nichts. Das ist ja mal unkompliziert und klein! Selbst das Flugzeug steht bereits zum Einstieg bereit.

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    Hier sitzen mir aber zu viele Leute, ich gehe ein paar Meter weiter zu einem Gate, an dem in nächster Zeit offenbar kein Abflug stattfindet. Hier setze ich mich völlig alleine hin, lade mein Handy ein wenig an den - in den Sitzen verbauten - Steckdosen und schicke ein paar Sprachnachrichten hin und her. Ich hab grad keine große Lust zu tippen und hier ist weit und breit niemand, den ich damit stören würde. Mir fällt auf, wie leise der ganze Flughafen ist, selbst wenn Leute ihre Trollies durch die Gegend ziehen, es ist einfach nichts davon zu hören. Einfach toll hier!

    Der Einstieg ist dann auch pünktlich und ich richte mich häuslich ein, immerhin liegen 10010 km und 11:18h Flugzeit zwischen mir und Los Angeles.

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    Ich sitze am Fenster, der Ganzplatz ist belegt, aber die Mitte ist frei. Wenn ich das richtig sehe, dann ist das Flugzeug so ziemlich voll, aber noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeb... FUCK. Es kommt noch eine letzte Dame und ihr Gesichtsausdruck ist ungefähr genau so begeistert wie meiner. Die Frau wuchtet sich in den Mittelplatz und ich kann mich keinen mm mehr bewegen. Wirklich. Keinen. Ich habe kein Problem mit kräftiger gebauten Menschen, aber das wird einfach nur eine Zumutung und ich habe keine Ahnung, wie ich den Flug so überstehen soll. Unsere Beine sind aneinander gedrückt, weil Ihre sich unter der Armlehne durchpressen und ja... Meine Laune ist so im Keller, wie eine Laune im Keller sein kann.

    Eine Stewardess kommt nur wenige Minuten später und erlöst uns beide aus dieser unangenehmen Situation, denn offenbar konnte noch ein Gangplatz für die Dame aufgetrieben werden - der letzte freie im Flugzeug. Jetzt müsste sie nur noch aufstehen können, das geht aber leider nicht, weil Sie sich in den beiden Armlehnen rechts und links verkantet hat - okay, jetzt wird es gemein. Ich kann mein Glück kaum fassen, neben mir ist der einzige leere Platz im gesamten Flugzeug und so lässt es sich definitiv aushalten!

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    Beim Abflug bekomme ich dann doch noch meinen gewünschten Blick auf die verschneiten Alpen, denn ich sitze glücklicherweise auf der richtigen Seite dafür. Der Himmel dürfte zwar gerne etwas blauer und die Sicht klarer sein, aaaaaaber ich sehe verschneite Alpen. Immerhin.

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    Nachdem ich mich ausreichend über den Blick gefreut habe und die Alpen auch langsam aber sicher aus dem Blickfeld verschwinden, starte ich bereits mit dem ersten Film. Das ist immer meine Lieblingsbeschäftigung auf den langen Flügen, müde bin ich sowieso um die Uhrzeit nicht und eigene Unterhaltung habe ich - abgesehen von Musik - auch nie dabei. Den Anfang macht heute der Film von Lady Gaga und Bradley Cooper "A Star is Born". Ich mochte das Lied im Trailer, aber es wollte niemand mit mir in's Kino und hier ist die beste Gelegenheit dafür. Am Ende muss ich mich auch wirklich zusammen reißen nicht in der Öffentlichkeit zu heulen, das geht bei mir immer viel zu schnell und der Film war dann doch ziemlich gut und emotional :rolleyes:

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    Während dem Film gibt es den ersten Snack, irgendso ein Kartoffel Zeug mit... Rosmarin :puke:Okay, das ist offiziell das erste Flugzeug Essen, das für mich vollkommen ungenießbar ist. Gott sei Dank ist es nur der Snack und Hunger habe ich auch noch keinen, das kann ja nur besser werden.

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    Die Wolkendecke will auch nicht so richtig aufreißen

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    Das richtige Essen lässt dann auch nicht mehr allzu lange auf sich warten, da freue ich mich ja immer drauf. Erstens schmeckt mir das meistens relativ gut und zweitens ist das immer eine willkommene Abwechslung vom Nichts-tun. Normalerweise entscheide ich mich immer für Pasta wenn die obligatorische "Chicken or Pasta?"-Frage kommt, leider wird mir die Wahl aber heute abgenommen, denn Pasta ist an meinem Platz bereits aus. Das ist aber nicht so schlimm, das Chicken schmeckt diesmal auch.

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    Nach dem Essen reißt die Wolkendecke dann endlich vollständig auf und gibt eine Sicht preis, die ich so in einem Flugzeug noch nie gesehen habe. Wir fliegen ein klein wenig anders als ich es gewohnt bin, wir streifen die Küste von Island. Sieht das nicht einfach sensationell aus?

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    Irgendwann werden die Wolken wieder dichter, von Grönland ist nichts zu sehen und so kann ich mich auch wieder vom Fenster abwenden und den nächsten Film starten. "Der Vorname" klingt doch eigentlich ganz witzig, ist allerdings vollkommen anders, als ich es jetzt erwartet hatte. Der gesamte Film spielt sich nur in einem Wohnzimmer ab und ist dadurch schon sehr ungewöhnlich, aber irgendwie auch interessant.

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    Inzwischen sind wir über Kanada und wann immer die Wolken einen kurzen Blick auf den Boden freigeben, sehe ich verschneite Landschaften ohne Ende. Hier sogar mit einem komplett zugefrorenen Fluss, der sich durch die Schneemassen schlängelt.

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    So ein Flug zieht sich, wir kennen es alle, also ist auch noch ein 3. Film drin. Auf der Arbeit wurde mir von einem Kollegen der Queen Film Bohemian Rhapsody empfohlen und dieser Empfehlung folge ich jetzt einfach mal. Der Film ist sehr lang, aber genau das richtige für so einen Flug und er hat mir wesentlich besser gefallen als erwartet. Ich fand Queen schon immer ganz gut, war aber nie so der riesen Fan, man kann es sich trotzdem sehr gut anschauen.

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    Derweil wandert mein Blick immer zwischen dem kleinen Entertainment System Monitor und der Landschaft draußen hin und her. Die verschneiten und malerischen Landschaften sind inzwischen gigantischen Eisschollen gewichen.

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  • Tag 1 (02.03.2019): Flug Teil 2.2 - Von Zürich nach Los Angeles




    Unten gibt es Eis... Hier oben gibt es Eis... Was will man mehr :biggrin:

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    Heute kann ich mich gar nicht satt sehen an dem, was es da unten eben zu sehen gibt. Gefühlt ist es sehr viel mehr Schnee als zu jeder anderen Jahreszeit, in der ich bisher unterwegs war, eingeschlossen dem Dezember.

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    Mal wieder etwas zu essen... Also, ich muss sagen, so viel Essen wie bei Swiss habe ich bisher bei noch keinem Flug bekommen, das fällt wirklich positiv auf. Auch die Getränkeversorgung ist wirklich 1A, andauernd kommt jemand vorbei und bringt Nachschub. Ich bin restlos begeistert von dem Gesamterlebnis, ich glaube ich kann mit gutem Gewissen sagen, das Swiss die beste Airline ist, mit der ich bisher Langstrecke geflogen bin.

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    Das wilde, bergige Kanada weicht irgendwann dem zivilisierten Kanada, zumindest lassen die schnurgeraden Straßenblocks da unten das vermuten. Weniger Schnee ist es allerdings nicht geworden.

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    Dann plötzlich taucht etwas am Horizont auf, das meinen Atem stocken lässt. Wie wunderschön ist das denn? Wir fliegen aktuell über plattes Land und vollkommen unerwartet, vollkommen aus dem Nichts, schießen plötzlich die vollkommen verschneiten Rocky Mountains aus dem Boden. Ich bin überwältigt von diesem Anblick.

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    Und dann... gibt es auch ENDLICH etwas leckeres zu essen :biggrin:

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    Inzwischen sind wir über den USA und passieren hier grad die Grenze von Montana zu Idaho... Es liegt noch genau so viel Schnee wie die ganze Zeit schon, wo das wohl aufhört? OB das ÜBERHAUPT aufhört? :eek:

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    Öhm. Ja. Tut es. Und zwar nicht einfach irgendwie langsam und schleichend, sondern mit einer klaren, schnurgeraden Grenze. Mal wieder vollkommen abgefahren.

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    Der Schnee taucht plötzlich wieder auf, als wir über die kalifornische Sierra Nevada fliegen. Bei dem Anblick im März wundert es mich kaum, das der Tioga Pass dieses Jahr erst im Juli aufmachen wird.

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    Die riesigen kalifornischen Anbaugebiete zwischen der Sierra Nevada und dem Pazifik scheinen immerhin nicht verschneit zu sein, das lässt hoffen :D

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    Pünktlich zum Landeanflug auf Los Angeles zieht es sich wieder komplett zu und - es regnet. Really? Will diese Stadt mich eigentlich verarschen? Hier regnet es angeblich so gut wie nie, warum regnet es immer dann, wenn ich hier bin? Letztes Jahr hat es hier auch drei Tage durchgeschifft in denen ich hier war. Gott sei Dank bleibe ich hier heute nicht, da wird man ja depressiv von.

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    Das Aussteigen geht schnell, im Laufschritt überhole ich einige Passagiere auf dem Weg zur Immigration...

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    ... wo mir bereits das erste Mal auf dieser Reise das Herz in die Hose rutscht. Noch heute bekomme ich Puls wenn ich daran denke. Das war wird keine Einreise, das wird ein Adrenalinkick. Aber nicht von der Sorte, wie ich ihn gerne mag.

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