No Banana but Crazy Heart Tour – 31 Tage im Südwesten

  • Schöner Trail :daumen1: Ocotillos werden erst richtig schön, wenn sie grüne Blätter bekommen und rot blühen


    Ja, ich habe Bilder gesehen :D In dem Zustand, wie sie bei uns waren, konnte ich jedenfalls nicht viel abgewinnen :D


    den Trail habe ich auch heiss geliebt und bin den fast jeden Tag vom Campground gelaufen.


    Zu den Ocotillos:
    bei euch war es trocken und sie haben alle Blaetter abgeworfen. Wenn es regnet, haben sie innerhalb von 5 tagen gruene Blaetter und im Fruehjahr bluehen die herrlich in roten Blueten


    Okay, jeden Tag würde ich den jetzt nicht laufen wollen, aber schön ist der schon :D Ja, die Bilder mit Blättern und Blüten sind deutlich schöner ;)

  • Tag 4 (13.05.2018): Bull Pasture & Estes Canyon Loop inkl. Sunset


    Wir verlassen den Campingplatz und gelangen zurück an die Hauptstraße, von der wir gekommen sind. Anstatt wieder abzubiegen, müssen wir sie überqueren und gelangen so direkt auf den Ajo Mountain Drive, der zunächst noch geteert und in beide Richtungen befahrbar ist.



    Schon bald weicht der Asphalt einer staubigen Piste, die für mein Befinden aber sehr gut und angenehm zu befahren ist und außerdem wird die Straße hier zur Einbahnstraße. Wir müssen nun den gesamten 38 km Loop fahren um auf die Hauptstraße zurück zu kommen, da führt nun kein Weg mehr dran vorbei. Ich fahre vorsichtig, aber nicht zu langsam, um ein wenig besser über die Bodenwellen hinweg zu gleiten. Der Santa Fe macht seine Sache gut, ist für meinen Geschmack aber etwas zu hart unterwegs, wir hüpfen doch schon ganz schön durch die Gegend. Schnell wird klar: Während ich inzwischen schon ein wenig Erfahrung mit Gravel Roads sammeln konnte und hier meinen Spaß habe, wird meine Mutter absolut kein Freund von unbefestigten Straßen. Ohje… Das kann ja was werden, davon werden ja noch so einige kommen.


    Meine Kundschafter berichteten von einem kurzen Trail zu einem großen Double Arch in der Felswand, den sie ungeplant noch mitnahmen und der ganz nett wäre, sollten wir noch Zeit übrig haben. Die haben wir ganz und gar nicht, umso mehr freue ich mich, das man den Arch auch von der Straße aus sehen kann und ich mache ein schnelles Bustouristen-Foto aus dem Auto. Bei genauerem Betrachten (Man erkennt es auf dem Handy Foto in der Auflösung vermutlich kaum) ist es sogar ein doppelter Arch, oben drüber ist nämlich noch ein gaaaanz winzig kleines Exemplar, darüber freue ich mich sogar noch mehr.



    Der Kommentar von meiner Mutter über die Arch-Sichtung: „Toll und was soll daran jetzt so besonders sein?“. AAAAAAAAAAAAH… In dem Moment mache ich mir kurz ernsthafte Sorgen um den weiteren Verlauf dieser Reise… Gravel Roads doof… Arches doof… Ich kann schon mal vorweg nehmen, dass diese Sorge im Nachhinein unbegründet war, zumindest die Meinung über (einige) Arches wird sich noch ändern, Gravel Roads bleiben allerdings doof. Apropo Gravel Road:



    Ab dem Double Arch wird die Straße ein wenig schlechter, bis hier hin wäre man noch mit jedem PKW inklusive Mustangs und Camaros gekommen, ab hier bin ich mir nicht mehr so sicher, aber mit SUV ist es weiterhin kein Thema. Keine fünf Minuten später kommen wir am Trailhead des Estes Canyons an und sind wieder das einzige Auto weit und breit.



    Aus der Trinkblase ist noch nicht viel raus, zur Sicherheit packen wir aber pro Person einen weiteren Liter in Flaschenform ein, dieser Trail wird anstrengend und steil und das in der Nachmittagssonne. Das ist natürlich nicht besonders vernünftig, aber wir trauen uns das zu, denn so heiß ist es heute nicht und zur Not kehren wir eben um. Generell sind wir eher hitzeunempfindlich. Um 16:45 Uhr machen wir uns auf den Weg und haben ca. 2,5 Stunden Zeit, bis die Sonne untergeht. Das ist genau die Zeit, die ich dafür mindestens eingeplant habe. Hier merken wir jetzt die fehlenden 30 Minuten, die für den ungeplanten kompletten Desert View Trail mehr drauf gegangen sind, aber egal, das schaffen wir schon und von nichts kommt nichts.


    Der Trail geht flach und schön los, hier stehen Unmengen großer Saguaros vor der tollen Kulisse der Ajo Mountains und wir müssen einen Wash durchqueren.






    Nach sehr kurzer Zeit stehen wir bereits vor dem ersten Abzweig, das Schild kann man fast gar nicht mehr lesen. Links geht es in den Estes Canyon und rechts hoch zur Bull Pasture. Da wir Beides als Rundkurs verbinden wollen ist es eigentlich egal wie rum wir gehen, meine Planung sieht jedenfalls vor nach rechts zu gehen und die Steigung zuerst hinter sich zu bringen und so machen wir es auch.



    Unmittelbar hinter dem Schild zieht der Trail drastisch an und schraubt sich in Serpentinen in die Höhe, mal mit Treppenstufen, mal ohne.











    Wir bemerken beide, dass wir uns noch am Anfang der Reise befinden, die Kondition lässt echt noch zu wünschen übrig. Besonders, wenn es lange ohne Pause durch die Hitze steil bergauf geht und so machen wir einige Trinkpausen und genießen dabei die tolle Landschaft und Stille um uns herum. Wir haben es auch noch nicht so 100% raus, wie man aus dem Schlauch der Blase trinkt und dabei normal weitergeht und –atmet, meine Mutter noch weniger als ich und das zwingt uns so oder so zu kurzen Pausen. Übung macht den Meister, das wird bald besser! Wir haben jedenfalls schon gut Höhenmeter gemacht.



    Weiter geht's...



    Der Trail kennt kein Erbarmen und führt weiterhin unablässig bergauf, aber die Landschaft um uns herum entschädigt absolut für die Anstrengung. Ich bin bisher einfach nur begeistert von dem Trail, auch wenn uns die Suppe von der Stirn und den Rücken herunterläuft.






    Als wir über eine Bergkuppe rüber kommen öffnet sich vor uns ein weites Tal voller Organ Pipe Kakteen, man könnte ja schon fast von einem Organ Pipe Wald reden… Nee, also… Wie Dominik und Sebastian es geschafft haben die auch hier zu ignorieren wird wohl für immer ihr wohlbehütetes Geheimnis bleiben.




    Das Gelände wird felsiger, die Aussicht besser, der Trail steiler und die Kamera sieht vor lauter Arbeit kein Land mehr. Ich kann mich leider nicht entscheiden und deshalb müsst ihr einige Bilder dieses wunderschönen Trails über euch ergehen lassen (Oder weiterscrollen)











    Ein Truthahn Geier schwebt bereits über unseren Köpfen und macht das Feeling der Wüste und Einsamkeit perfekt, ob er in uns wohl eine potenzielle Nahrung sieht?! Da kann der Kollege lange warten, uns geht es nämlich noch ziemlich gut.



    Wir kommen erneut an einen Abzweig, hier könnten wir nun nach links bergab in den Estes Canyon abbiegen und zurück zum Parkplatz gehen oder die weitere halbe Meile Aufstieg zur Bull Pasture auf uns nehmen. Wofür wir uns entscheiden ist ja wohl vollkommen klar!



    Hier sieht man den großzügigen Estes Canyon, durch den wir nachher zurück gehen werden.



    Nicht nur die Saguaros blühen fleißig.



    Die Steilheit des Trails erreicht hinter dem Abzweig ihren Höhepunkt, wir müssen einige Trinkpausen einlegen und schnaufen ordentlich. Es gibt aber auch einiges zu sehen, die Felsen werden hier oben zum Beispiel herrlich rötlich. Zusammen mit den Saguaros erinnert mich das irgendwie eher an die Kulisse eines Western Themenbereichs in einem Freizeitpark, als an die Realität.



    Höher und höher schrauben wir uns in den Himmel…






    … und erreichen nach 2,4 km und nach genau einer Stunde das Ziel, die Bull Pasture. 2,4 km sind nicht viel, aber wenn man bedenkt, dass es wirklich pausenlos bergauf ging und sich dadurch sehr gezogen hat, dann ist eine Stunde doch eine sehr akzeptable Zeit dafür.



    Wir freuen uns erstmal über unsere Ankunft! Meine Mutter vermisst in den USA irgendwie überall ihre geliebten Gipfelkreuze aus Österreich, da muss eben das Schild herhalten. Wobei ich es oft auch besser finden würde, wenn zumindest eine Höhenangabe drauf stehen würde.




    Von hier oben hat man einen fantastischen Ausblick bis zu 20 Meilen in alle Richtungen, die Sonne steht nur schon sehr tief und dadurch nicht optimal. In die eine Richtung schaut man direkt auf die Puerto Blanco Mountains, die noch in diesem Park liegen und in die andere Richtung kann man bis nach Mexiko gucken.





    Weite Teile des Geländes liegen bereits m Schatten und die tiefstehende Sonne taucht andere Teile in ein warmes Licht.



    Bergab merkt man umso mehr, wie brutal steil dieser Trail ist. Normalerweise ist es bei mir eher so, dass ich ein totaler bergauf-Muffel bin und mir bergab absolut gar nichts ausmacht, hier ist es zum ersten Mal andersrum. Nach kurzer Zeit merke ich das allererste Mal überhaupt auf einem Trail mein linkes Knie und meine Mutter ist mehr als froh über ihre Wanderstöcke. Das steilste Stück haben wir bald hinter uns und sind zurück am Abzweig, an dem wir nun rechts in den Estes Canyon abbiegen.



    Einmal im Canyon angekommen, haben wir alle nennenswerten Höhenmeter hinter uns gebracht und können nun ganz entspannt und ebenerdig durch tolle Landschaft zurück zum Auto gehen. Ich bin froh darüber, dass wir den anstrengenden Teil zuerst gemacht haben, so ist es mental doch wirklich schöner.






    Der Sonnenuntergang steht unmittelbar bevor, hier im Canyon natürlich eher als in der Ebene. Durch die Ajo Mountains um uns herum laufen wir bereits die meiste Zeit im angenehmen Schatten und können zusehen, wie die Schatten die Felsen um uns herum hochklettern.





    Von der Qualität und dem Licht her hätte ich dieses Bild ja gerne aussortiert… Aber ich kann einfach nicht. Wie geil ist bitte das Gesicht dieses, ganz offensichtlich ziemlich verzweifelten, rennenden, Saguaros, dem ganz offensichtlich ein Arm fehlt?!



    Jetzt bleibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen, der Trail bleibt flach und angenehm und die Sonne geht unter. Schaut euch einfach dieses wunderschöne Naturschauspiel in viel zu vielen Fotos an!
















    Wir treffen auf einige, überhaupt nicht scheue Kaninchen und einige Echsen. Jetzt, da es kühler wird, kommen so einige Lebewesen aus ihren Löchern gekrochen und die Wüste erwacht zum Leben. Etwas, womit ich hier überhaupt nicht gerechnet hätte und auf das ich gut hätte verzichten können, erwacht auch zum Leben: Mücken. In der Wüste hätte ich es am wenigsten erwartet, aber ich habe nach dem Trail doch den ein oder anderen penetrant juckenden Mückenstich. Außerdem vollbringe ich kurz vor Ende noch eine Meisterleistung und streife beim Fotografieren einen Organ Pipe, der mir eine ordentliche Narbe an der linken Schulter verpasst, die man noch Monate später (und vielleicht für immer) deutlich sehen wird. Ein gratis Souvenir quasi.



    Ein besonders imposanter Saguaro



    Wir sind bald am Ziel der Wanderung angekommen und viel Zeit lässt uns die Sonne nun auch wirklich nicht mehr.





    Auf den letzten Metern, beziehungsweise den letzten 10 Minuten des Trails, erleben wir einen wirklich fantastischen Sonnenuntergang mit wundervollen Farben, den wir ganz für uns alleine haben. Das Organ Pipe Cactus National Monument hat es mir mit seiner Schönheit, Ruhe und Einsamkeit wirklich angetan.















    Trailfakten:


    Länge: 3.5 Meilen / 5,8 km
    Dauer: 2,5 Stunden mit kurzen Trinkpausen und nur sehr kurzer Pause an der Bull Pasture
    Einstufung Schwierigkeit: Difficult, der Trail hat starke bis extreme Steigungen ohne Pause auf einer Länge von 2,4 km. Schatten gibt es so gut wie keinen, bei uns nur am Ende bedingt durch die tiefstehende Sonne, ansonsten läuft man bei meist großer Hitze in der prallen Sonne. Empfehlung nur für Leute, die gut mit Hitze zurechtkommen, ausreichend vorbereitet sind, körperlich einigermaßen fit sind und mindestens 3 Liter Wasser dabei haben. Kopfbedeckung und Sonnenschutz sind ein Muss. Wer es weniger Anstrengend möchte, für den lohnt sich auch der reine Estes Canyon Loop ohne den finalen Aufstieg zur Bull Pasture. Dabei fallen dann 800 steile Meter pro Strecke, insgesamt 1,6 km, weg
    Erreichbarkeit: unbefestigt, mit PKW möglich, SUV empfohlen, kein 4WD erforderlich
    Kosten: 25$ National Monument Eintritt oder Annual Pass
    Fazit: Wunderschön! Mich hat dieser Trail trotz Anstrengung absolut begeistert und ich würde ihn jederzeit weiterempfehlen (unter oben genannten Bedingungen). Die Umgebung der Ajo Mountains ist einfach toll und ich würde gerne mal mehr Zeit hier verbringen, am besten auf dem Campingplatz.


    Die Sonne ist untergegangen, aber der Tag im Organ Pipe Cactus National Monument ist für uns noch nicht beendet. Jetzt schauen wir erstmal, dass wir schnell in den Santa Fe kommen und den restlichen Ajo Mountain Drive fahren, der zieht sich nämlich nach dem Trailhead noch sehr, besonders wenn man von der Dunkelheit gejagt wird. Als wir wieder an der Hauptstraße ankommen ist das letzte Tageslicht bereits verschwunden und die ersten Sterne glitzern schüchtern am Himmel.

  • Im Organ Pipe haben wir auch einen wunderbaren Sonnenuntergang erlebt, auch auf den Ajo Caynon Drive.


    Toller Hike, da würde ich auch gerne mal hoch klettern - wird gemerkt für das nächstes Mal.


    Du hast schon Problem mit deinen Knien? Ich kenne das, aber bin ja eher im Alter deiner Mutter :-)

  • Einfach nur schön :love:


    In dem Park war ich noch nie.


    Das kann man ja noch ändern :)


    Im Organ Pipe haben wir auch einen wunderbaren Sonnenuntergang erlebt, auch auf den Ajo Caynon Drive.
    Toller Hike, da würde ich auch gerne mal hoch klettern - wird gemerkt für das nächstes Mal.
    Du hast schon Problem mit deinen Knien? Ich kenne das, aber bin ja eher im Alter deiner Mutter :-)


    Echt traumhaft... Die Sonnenuntergänge in Arizona waren alle wunderschön, in der Wüste generell. Der Hike lohnt sich wirklich sehr.
    Nein, ich hatte noch nie ein Problem mit meinen Knien, im Gegenteil, ich hatte nie Verständnis dafür, wenn jemand über bergab klagt, denn ich hatte noch nie irgendwelche Schmerzen und mochte das immer viel lieber als bergauf. War das erste Mal, aber auch nur link und ganz, ganz leicht. War im Estes Canyon sofort wieder weg und kam auf der Reise auch nur einmal wieder.. Und da war es kein Wunder.


    Ajo Mountain Drive fanden wir super.


    Deine Mutter ist wohl noch nicht vollständig infiziert :D


    Das wird noch :D


    Tolle Landschaft, die Wanderung wäre mir aber zu anstrengend, da würde ich lieber zum dritten Mal den Puerto Blanco Drive fahren :D


    Den würde ich gerne zum 1. mal fahren :D


    Tolle Wanderung und ein wunderschöner Sonnenuntergang! :love:


    Volle Zustimmung :love:


    schoen!!!
    Der Trail fehlt mir ja noch, da fehlte mir damals bei den 5 Tagen einfach die Zeit
    mache ich beim naechsten Mal auf alle Faelle, finde steile Trails ja nicht so dramatisch


    Jetzt würde ich mich aber schon dafür interessieren, was du in den 5 Tagen gemacht hast? Erzähl mal!


    Ein toller Trail mit tollen Ausblicken :daumen1:


    Definitiv :love:


    Sehr schöne Tour, mit vielen Fotos. Wären bei mir wohl etwas weniger ;):pfeiff2:



    Gefällt mir am Besten :daumen1:


    Ich hab schon radikal aussortiert, ich hätte auch mehr als die doppelte Menge posten können, gar kein Thema :smile:

  • Tag 4 (13.05.2018): Organ Pipe Cactus National Monument bei Nacht


    Wir fahren auf den Parkplatz vom Visitor Center und holen die Wurst und ziehen uns unsere Fleece Jacken drüber. Irgendwie ist es nach dem Sonnenuntergang schnell frisch geworden und mein Rücken ist noch total nass durchgeschwitzt und so wechsel ich auch noch die Hose. Hier ist außer uns schon tagsüber kein Mensch gewesen, jetzt erst recht nicht mehr, also kann ich guten Gewissens mit meiner Jogginghose hier rumlaufen. Wir tragen die Brote, die Wurst, den Creamcheese und mein Stativ zur Mauer des Visitor Centers und schmieren uns unser Abendessen im Licht des Eingangs.



    Ich esse ziemlich langsam, in der Hoffnung so viel Zeit wie möglich herauszuholen, es dauert noch ein wenig bis der Himmel so aussieht, wie ich ihn gerne hätte.



    Die Brote schmecken noch ganz in Ordnung, obwohl sie von gestern sind und nachdem wir alles wieder zurück in die Kühlbox gebracht haben, fahre ich in aller Ruhe mein Stativ aus, während einige Fledermäuse um unsere Köpfe schwirren.


    Meiner Mutter wird es zu kalt und sie verzieht sich in's Auto um dort etwas zu lesen, während ich meine Bilder mache. Es ist erst 20:45 Uhr und die Milchstraße wird erst nach 23 Uhr aufgehen und gegen 1 Uhr den perfekten Stand haben. Das ärgert mich heute ganz besonders, denn es ist Neumond, wir sind am Arsch der Welt und die Sichtbarkeit des galaktischen Zentrums liegt laut App heute bei 10/10. Es wäre DIE Nacht mit den perfekten Bedingungen gewesen, aber leider ist das Hotel 45 Minuten von hier weg und meine Mutter will verständlicherweise nicht solange warten. Überall sonst wär ich um 1 Uhr nochmal alleine zurück gekommen dafür, aber morgen steht Abfahrt um 6 Uhr auf dem Programm und irgendwann muss ich ja mal schlafen. Demnach gibt es jetzt eben ein paar Sternenbilder ohne Milchstraße und ohne Organ Pipes, dafür mit ein paar schicken Saguaros. Ich muss mich (mal wieder! :aug::smile: ) ganz herzlich bei Kati bedanken, die vor der Reise mit mir in den Ratinger Wald gegangen ist und mir im Schnellverfahren die Grundlagen beigebracht hat, wie man den Nachthimmel fotografiert. Im Dezember hatte ich davon noch keinen Schimmer und die Kamera hat nicht einmal ausgelöst, von daher bin ich mit meinen allerersten Versuchen sehr glücklich!







    Um 21 Uhr, nach nur 15 Minuten, packe ich zusammen, damit wir zurück zum Hotel fahren können, wo nach einer Dusche um 23:20 das Licht ausgeht. Dominik hatte versucht mich anzurufen, während wir im Organ Pipe unterwegs waren, der hat ja immer noch Geburtstag, aber natürlich hatte ich keinerlei Netz. Ich versuche es morgen noch einmal.


    Highlight des Tages: Insgesamt ein toller Tag, aber besonders der lange Hike und der geniale Sternenhimmel


    Lowlight des Tages: -


    Wetter: 33°C und pure Sonne


    Gelaufene km: 13,4 km


    Gefahrene km: 402 km