Beiträge von stefunny

    Die letzten 3 Bilder sind super!

    Danke. War so typisch Kentucky zumindest für die Ecke, wo die Leute mit Geld wohnen.

    Immerhin schon Tag 8 - stimmt war ein toller Tag aber wohl doch noch zu viele Hikes für dich.


    Die Höhlentour war ja nicht der Bringer


    Aber das Wigwam Village ist interessant gewesen und die Landschaft wunderschön

    Stimmt.

    In den Höhlen waren wir auch, haben aber nur die Frozen Niagara Tour gemacht. Hat uns gereicht, wir kennen ja auch die Carlsbad Cavern.


    Die 3 letzten Bilder finde ich auch toll....

    Frozen Niagara reicht völlig.


    Danke.

    Tag 18 - Mittwoch, den 02.10.2019

    Albany, KY - Mammoth Caves NP - Cave City, KY - Glasgow, KY


    Die Sonne geht gerade auf, als wir das Hotel verlassen – wir haben gut geschlafen, sehr schön leise war es hier.


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    Die Landschaft ist noch in goldenes Licht getaucht.


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    Wir fahren eine Weile, bis wir nach Glasgow, KY, kommen. Um ein bisschen Bewegung zu bekommen, laufen wir durch den Ort.


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    Weiter geht es nun schnurstracks zum Mammoth Caves Nationalpark, wo wir für 11 Uhr eine Tour gebucht haben.


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    Um kurz nach 10 sind wir da, ich hole im Visitor Center unsere Karten. Hier erfahre ich, was ich mir auch schon gedacht hatte, dass es in den Höhlen ca. 12° C sind. Draußen sind es über 30° und wir haben natürlich kurze Sachen an.


    Wir essen am Auto noch eine Kleinigkeit und ziehen uns dann was Langes an und warten ca. 20 Minuten noch im gut runtergekühlten Visitor Center.


    Dann geht es auch schon los, dieser grüne Bus wartet auf uns und bringt ca. 30 Leute (maximal 100 sind zugelassen für unsere Tour) zum Eingang der Höhle.


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    Massentouren mögen wir eigentlich nicht, aber es ist leider nicht möglich, die Mammoth Caves auf eigene Faust zu erkunden. Wenn man die Höhlen sehen will, muss man eine der vielen Touren buchen. Wir haben uns für die Domes and Dripstones Tour entschieden, die kostet $17 pro Person (Kinder zahlen weniger).


    Diese Tour geht ca. 2 Stunden, man läuft ca. 1,2 km unter der Erde inklusive einiger Treppenstufen.

    Man darf nichts mit in die Höhlen nehmen außer einem kleinen Rucksack mit Wasser/Jacke/Geld. Fotos dürfen nur ohne Stativ und ohne Blitz gemacht werden. Im VC gibt es Schließfächer.

    Wir waren daher nur mit den Smartphones unterwegs.


    Die Tour dauert so lange, weil bis zu 100 Leute durchgeschleust werden und weil der Ranger eine Menge erzählt.


    Wenn man der englischen Sprache nicht mächtig ist, kann die Tour sehr langweilig werden. Der Ranger, der unsere Tour führte, redete nicht nur sehr schnell, sondern hatte zudem einen schönen Südstaaten-Akzent.

    Also alle Leute rein in den Bus. Nach ca. 10 Minuten haben wir den Eingang erreicht.


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    Ok, da sollen wir nun runter? Sollen wir, vorher betet der Ranger noch mal ca. 10 Minuten die Regeln runter: was man darf, was nicht, und was schon alles passiert ist.



    Endlich geht es vorwärts. Gleich am Anfang geht es sehr enge Treppenstufen hinunter. Ich hatte keine Probleme damit, aber wenn man groß oder dick ist, kann das schon sehr eng werden. Ebenso sollte man keine Klaustrophobie haben.


    (Die Bilder aus der Höhle sind alle ohne Stativ und praktisch im Blindflug entstanden- toll sind sie nicht aber man bekommt einen Eindruck)


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    Die ganze Gruppe trabt runter, ein Ranger vorne, einer hinten. Dann kommen wir in den ersten großen Raum. Dort erzählt uns der Ranger die Story, wie die Höhle entdeckt wurde, wie lange dafür benötigt wurde, alles vollständig zu erkunden und all so ein Zeug eben. Zwischendurch ist sein endloses Gerede gespickt mit auswendig gelernten Witzen. Ha, ha. Immer schön höflich lachen. Es gibt sogar Leute, die über 1000 Jahre alte Witze lachen, als hören sie diese zum ersten Mal. Unglaublich. Das finden wir so lustig, dass wir mitlachen.




    Ganz vorne, immer in der Näher des Rangers, sitzt/geht ein Ehepaar, die ihm fast den Rang ablaufen mit dem, was sie alles wissen und können. Wir sind schwer beeindruckt. Wow. Sie melden sich ständig zu Wort.

    Es geht weiter, wieder durch enge Gänge im Gänsemarsch. Bisher sind wir ehrlich gesagt noch nicht sehr bewegt von den Eindrücken.


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    Es schaut hier eher so aus, als wäre man eher in einem noch nicht fertiggestellten Tunnel als in einer Höhle. Wir dachten mehr, dass wir Stalaktiten und Stalagmiten zu sehen bekommen.


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    Und wir machen noch eine Pause in einem großen Raum, wieder holt der Ranger kräftig aus und erzählt und erzählt. Boring!

    Aufwachen – endlich geht es weiter und wir erreichen die Frozen Niagara, eine tiefe Höhle mit Tropfsteinen.


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    Da dürfen wir alle einmal die Treppen runter- und dann wieder rauflaufen, um dieselben zu bestaunen. Plötzlich geht alles recht schnell. Vorher saßen wir ewig in den langweiligen Räumen und jetzt hier, wo es richtig schön wird, werden wir wie Vieh durchgeschleust. Zeit für Fotos bleibt kaum.

    Wir sind ein bisschen enttäuscht.


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    Jetzt geht es eine Treppe wieder nach oben und raus zum Ausgang. Alle wieder in den Bus und zurück zum Visitor Center. Man lässt uns nicht da raus, wo wir eingestiegen sind, sondern wir werden durch den Souvenir-Shop und zu einem Restaurant geschleust.


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    Schon ein klein wenig Touri Trap, wie ich es sonst aus keinem der Nationalparks kenne.


    Gut, wir bereuen jetzt nicht, diese Höhlen gesehen zu haben, aber am Ende hätte es wohl die Frozen Niagara Tour getan.

    Wenn man die Carlsbad Caverns kennt und Ähnliches erwartet, wird man enttäuscht werden.


    Zwei Stunden sind vergangen, es ist nun 13:00 Uhr, wir haben Hunger. Am Auto ziehen wir uns erst mal wieder unsere kurzen Sachen an und essen was. Dann fahren wir nach Cave City.


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    Diese ganze Ecke ist sehr touristisch geprägt. Im Sommer kommen sicher Scharen von Menschen hierher, um die Höhlen zu sehen, daher hat sich Cave City gebildet.


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    Allerdings ist alles schon in die Jahre gekommen, was wir sehr mögen.



    Der Funtown Mountain Park soll laut meinen Quellen verlassen sein, aber zugänglich. Das fänden wir super.

    Leider ist er nicht zugänglich. Ein alter Mann sagt, der Park wäre nur „closed for the season“. Schaut für uns nicht so aus.


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    Naja, eventuell haben sie große Pläne für die nächste Saison. Der Park heißt jetzt auch Gun Town Mountain.


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    In Cave City fahren wir durch die Stadt und suchen das WigWam Motel. Besser gesagt das WigWam Village Nr. 2


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    Das Wigwam Village Inn war in den frühen 1900er Jahren ein Traum von Frank A. Redford. Franks Inspiration für diesen Traum waren eine beliebte Eisdiele in Form eines Kegels und authentische Tipis, die er in einem Sioux-Reservat in South Dakota gesehen hatte. Seine Vision wurde 1935 Wirklichkeit, als der Bau des Wigwam Village Nr. 1 in Horse Cave, Kentucky, abgeschlossen wurde. Als Frank erkannte, dass er auf eine beliebte Idee stieß, ließ er das Design 1936 beim US-Patentamt patentieren.

    Das Wigwam Village Inn Nr. 2 wurde 1937 in Cave City fertiggestellt. Fünf weitere wurden im Laufe der Zeit in Alabama, Florida, Louisiana, Kalifornien und Arizona gebaut.

    Man baute die Wigwam-Dörfer von Anfang an als Orte mit einer speziellen Atmosphäre. Der Gemeinschaftsbereich in der Mitte des Kreises der Wigwams schien die Leute zum Reden und Zusammensitzen einzuladen.

    Von den sieben ursprünglichen Wigwam-Dörfern sind nur noch drei übrig:

    Nr. 2 in Cave City, Kentucky,

    Nr. 6 in Holbrook, Arizona.

    Nr. 7 in Rialto, Kalifornien.


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    Das Wigwam Village # 2 ist ein echtes Denkmal für den amerikanischen Traum eines Mannes, der wahr geworden ist.

    Das Hauptgebäude, das aus 38 Tonnen Beton und 13 Tonnen Stahl besteht, ist 15 Meter hoch. Es war ursprünglich ein Restaurant, aber mit der Fertigstellung der Interstate 65 Mitte der 60er Jahre wurde das Restaurant geschlossen, in diesem Hauptgebäude befindet sich heute ein Souvenirladen.

    In jedem der verbleibenden 15 Gebäude ist ein Schlafzimmer plus Bad untergebracht. Zehn dieser Gebäude haben ein Doppelbett und die anderen fünf haben zwei Doppelbetten. Die Einrichtung in jedem der Gebäude stammt aus den 1930er Jahren.


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    Das WigWam Village gefällt uns sehr, allerdings sind die beiden anderen WigWam Motels an der Route 66 noch schöner. Das in Holbrook mit den alten Autos vor jedem Tipi ist schon was Besonderes. Und in Rialto ist das Besondere der schöne Pool in der Mitte der WigWams.

    Nachdem wir alles an Fotos im Kasten haben, verlassen wir den Ort und sind ein wenig ratlos, was wir mit dem Rest des Tages anfangen sollen.



    Zum Wandern im Park ist es uns heute zu warm und zu schwül.

    Daher fahren wir nach Bowling Green, dort steht das Corvette-Museum. Wir sind jetzt nicht so die Auto-Fans, aber von außen gucken wir mal. Wenn man es von innen sehen will, werden $12 pro Person fällig.

    Eventuell erinnert sich einer von euch:


    Am 12. Februar 2014 hatte sich im National Corvette Museum in Bowling Green, Kentucky, ein 10 Meter tiefes Dolinenloch geöffnet und begrub 8 Corvettes.

    Glücklicherweise waren die Autos und das Gebäude die einzigen Dinge, die beschädigt wurden, da es in den frühen Morgenstunden passierte, bevor jemand im Museum war.

    Die Geschichte faszinierte diejenigen, die sie sahen, und während das Museum ursprünglich plante, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, war das Interesse an der Doline und den beschädigten Corvettes sehr groß.

    Für einige Jahre konnte man das Loch, in dem die Flitzer lagen, im Museum besichtigen.

    Das Sinkhole wurde 2017 zugeschüttet und die Sportwagen wurden geborgen.


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    Mario sagt: Wenn ich das Sinkhole nicht sehen kann, will ich auch nicht ins Museum.

    Mir war es eh egal.


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    In Bowling Green gibt es wie in jeder größeren Stadt der USA eine schöne Mall (Einkaufszentrum), da gehen wir für den Rest den Nachmittages hin und schlendern durch die Geschäfte.

    Schön kühl ist es in der Mall. Wir kaufen nur ein paar Kleinigkeiten, denn wir sind wunschlos glücklich.


    Am späten Nachmittag fahren wir von Bowling Green langsam über Landstraßen nach Glasgow, KY, ins Holiday Inn Express. Die Gegend um Bowling Green zeigt uns ein wunderschönes Kentucky mit vielen Pferdefarmen, weißen Zäunen und tollen Häusern.


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    Die HIE gehört – oder sollte ich sagen gehörte – neben den Hampton Inns zu unseren Liebling-Hotels, daher hatte ich das gebucht, weil es in Glasgow, KY, kein Hampton Inn gab.

    Normal macht man da nichts falsch.


    Bei diesem Hotel lief aber einiges falsch, von Problemen beim Einchecken bis hin zu schmutzigen Handtüchern. Das Zimmer war zwar ganz schön, aber ganz und gar nicht gründlich geputzt. Das Personal war einfach nur unfähig.


    Wetter: sonnig, bis 35°

    Sights: Mammoth Caves NP, WigWam Motel

    Wanderungen: Mallwalking

    Abendessen: Dominos Pizza, glutenfrei

    Hotel: Holiday Inn Express Glasgow, KY

    Wieder Sehenswertes entdeckt von euch, besonders die Steinbögen:clap1:

    Die Ecke ist wirklich toll.

    Traumhaft schöne Bilder aus einer touristisch nicht überlaufenen Gegend. Es gibt so viel Schönes abseits der üblichen Routen zu entdecken, ihr beweist es mit jedem Bild.

    Das stimmt. Danke Dir.

    Tolle Landschaft und dann noch die riesigen Steinbögen mittendrin, beeindruckend!

    Auf jeden Fall.

    Tag 17 - Dienstag, 1.10.2019

    Caryville, TN - Big South River NRA - Albany, KY


    Der eigentliche Grund, so weit nach Süden nach Tennessee zu fahren, war der, dass wir uns Knoxville ansehen wollten. Als wir heute Morgen aufwachen, ist uns so gar nicht nach Stadt zumute, so entscheiden wir spontan, es auszulassen.

    So frühstücken wir in Ruhe und begeben uns dann auf den Weg nach Norden mit dem Ziel Big South Fork National River and Recreation Area.


    Fahrt:

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    Da heute Dienstag ist, haben wir nicht mit einem vollen Park zu rechnen.


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    Wir erreichen den East Rim Overlook und sind wie erwartet alleine auf dem Parkplatz.


    Ein paar Meter stapfen wir nach vorne zum Rim und haben einen tollen Blick ins Tal.


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    Es geht weiter zu den Angels Falls, auch hier ist der Parkplatz leer, wie schön.

    Der Trail zu den Falls ist insgesamt 6km lang, also 3km hin und 3km zurück.


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    Der Weg führt ohne Steigung durch einen schattigen Wald, immer am Big South Fork Cumberland River entlang.


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    Mit einem sehr hohen Wasserfall rechnen wir hier nicht. Es handelt sich eher um viele kleine Stromschnellen.


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    Diese sind nach viel Regen sicher noch imposanter als heute, aber immerhin können wir hier rumklettern, was uns immer großen Spaß macht.


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    Wir halten uns sicher 45 Minuten am Fluss auf und machen viele Fotos und genießen die Ruhe.


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    Dann laufen wir die 3km zurück zum Auto.

    Jetzt fahren wir kurz zum Visitor Center, um dort mal aufs Klo zu gehen und um uns nach dem Wasserstand im Yahoo Falls zu erkundigen.

    Der Ranger weiß den aktuellen Stand nicht, sagt aber, dass er wohl trocken sein wird.

    Er empfiehlt uns den Hike zu den Twin Arches – dabei handelt es sich um zwei natürliche Steinbrücken.

    Um dorthin zu gelangen, nehmen wir eine Dirtroad unter die Räder. Da Mario gerade etwas müde ist und nicht navigiert werden muss, darf ich jetzt mal das Schiff fahren.

    Macht Spaß.



    Hier steht auf dem Parkplatz nur ein anderes Auto, sehr schön.


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    Der Weg geht über Treppenstufen runter in ein schattiges Tal. Die Steinbrücken sind schon toll, sehr bombastisch.

    Der Nordbogen hat eine untere Höhe von 15 Metern und eine Spannweite von 28 Metern, der gesamte Bogen ist 18 Meter hoch. Der South Arch hat einen Freiraum von 21 Metern, eine Spannweite von 41 Metern, und der gesamte Bogen ist 31 Meter hoch.


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    Die Steinbögen liegen in einem Wald, so dass das Fotografieren nicht so einfach ist. (Stativ ist im Auto)


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    Wir sind schwer begeistert von dem, was die Natur hier so geschaffen hat.


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    Nachdem wir genug erkundet haben, laufen wir die gefühlten 1000 Stufen wieder nach oben.


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    Am Parkplatz essen wir zu Mittag. Wir werden wieder vor Bären gewarnt – die lügen doch – wir haben noch keinen Bären gesehen, weder im Shenandoah noch im Daniel Boone Forest.


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    So steigen wir wieder ins Auto und fahren nun auf Schotterstraßen weiter durch den Park, wir wollen doch mal zu den Yahoo Falls, diese liegen ganz im Norden.


    Wir düsen so dahin, plötzlich rennt eine Bärenfamilie vor uns über die Straße. WOW, wir können es gar nicht glauben. So schnell ist weder Kamera noch Handy gezückt. Wir halten gleich an und starren in den Wald.

    Dort hat sich ein Kleines am Baum festgekrallt, aber so gut getarnt, dass ich es mit bloßen Augen nur erahnen kann. Erst als wir den Motor ausmachen und gucken, fühlt es sich nach ca. 3 Minuten Stille sicher, lässt los und klettert den Baum runter, dann können wir es wieder kurz sehen und schon ist es im dichten Wald verschwunden.


    Wie geil, wir freuen uns sehr über dieses Erlebnis. Es gibt sie also doch. Ab jetzt fahren wir extrem langsam weiter, es bleibt aber bei der einen Sichtung.

    Nach ca. 1 Stunde Fahrt durch den Wald haben wir mit dem Highway 1363 wieder Asphalt unter den Rädern und folgen der Route zu den Yahoo Falls.


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    Als wir parken, kommt gerade ein Mann zurück, ich frage ihn, ob es sich lohnt. Er sagt, es sei kaum Wasser drin, aber schön sei es trotzdem.


    Ok, gut, dann gehen wir mal, weit ist es ja nicht. Schon bald gibt es viele endlose Holztreppen, die runter ins Tal führen.

    Der Wasserfall ist wirklich nur ein tropfendes Etwas, man kann sich aber vorstellen, wie schön das sein muss, wenn hier viel Wasser runterfließt. (Googlet mal Yahoo Falls.)


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    Für den Rest des Tages haben wir nichts weiter geplant und fahren daher zügig nach Albany, KY.

    Dort haben wir ein Zimmer im Baymont Suite Hotel gebucht.


    Albany ist ein sehr kleines Kaff, in dem es nichts gibt außer diesem Hotel und einem Dollar General.

    Das wusste ich aber vorher, daher hatten wir geplant, heute Nudeln im Zimmer zu essen.

    Das Hotelzimmer ist ganz ok, nicht ganz so gepflegt, wie man es vom Hampton Inn gewohnt ist, aber absolut ok. Der Preis kommt allerdings an das Hampton Inn ran. Was sicher der geringen Hoteldichte in dieser Ecke zu schulden ist.



    Wetter: schwül warm, sonnig, bis 34°

    Sights: Big South Fork National River Recreation Area

    Wanderungen: Angels Falls Trail (6,57km), Twin Arches (2,60km), Yahoo Falls (1,49km)

    Abendessen: China-Nudeln im Zimmer

    Hotel: Baymont Suites by Wyndham - Albany, KY

    Ich lade immer per USA kann kann ja jedes Kabel nehmen.


    Ich würde eine Extreme 64 SD Karte kaufen - 2x 32 MB sollten aber reichen die Kamera hat ja nur 20 MP.

    Wenn du viel filmen willst aber auch jeden Fall 64, wie Jürgen schreibt ist 128 Extrem teils billiger, musst aber gucken ob die Kamera damit klar kommt.


    Meine LensCap hat auch kein Band. Band hat den Nachteil, das er Dir hin und her schlackert, wenn du die Kamera z.B auf dem Stativ hast. Musst eben immer gut festhalten, aber auch hier ist eine Ersatz LensCap nie verkehrt. Kosten halt auch etwas, wenn du einen guten nimmst.


    Habe auch in 20 Jahren erst 1 verloren. Aber runter gefallen ist meiner schon oft. :-)

    Schöne Gegend!

    Das ist wohl war.

    Ich lese auch gerade fleissig nach, bin aber gerade erst beim Basket Building. Was ist das für eine tolle Idee, auf ein Gebäude einfach ein paar Bügel zu montieren und schon sieht es so klasse aus. Solche Ideen sollte es viel öfter geben.

    Ich bin immer noch begeistert von den Gegenden, die ihr durchstreift. Eine schöne Kombination ist es mit den Wanderungen auch wenn es vielleicht nicht immer die längsten Wanderungen sind sind es doch schöne Wege die ihr gefunden habt. Und wer hätte gedacht, dass der Trail to the moon nur ein kurzer Weg ist???

    Schön, dass du zeit findet bist ja gerade erst zurück.

    Lang waren die Hikes nicht, aber man muss sich entscheiden lange Hikes oder wenig Gegend. Da wir hier zu Hause viel wandern wurde es eben mehr Gegend.


    Trail to the Moon wäre noch ein Stück weiter gegangen, aber leider kein Stück richtig bergauf.



    Tolle Impressionen, ein echter Roadmovie eure Tour.:daumen1:

    Danke.

    Tolle Impressionen, ein echter Roadmovie eure Tour.:daumen1:

    Dem stimme ich absolut zu:thumbup:

    Freut mich, wenn es gefällt.

    Interessante Ecke - es lohnt sich also auch, mal durch Kentucky zu fahren.

    Wir waren da wohl in einer anderen Gegend....

    Das lohnt sich absolut.

    Tag 16 – 30.09.2019 – Montag


    London, KY - Pine Mountain State Park Resort - Cumberland Gap - Caryville, TN


    Heute Morgen verlassen wir London, KY, nach Süden. Wir sind wie immer um 5 Uhr raus aus den Federn und gegen 7 Uhr on the road.


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    Was ein herrlicher Himmel wird uns heute früh beschert, als wir durch das ländliche Kentucky fahren.


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    Mario hat sich gestern beim Walmart ein schönes T-Shirt gekauft.

    Jetzt wisst ihr auch, woher der Titel der Reise stammt.


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    Den ersten längeren Stopp legen wir heute in Barbourville, KY, ein.


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    Vor dem Courthouse steht eine Daniel Boone Staue.


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    Daniel Boone, geboren am 2. November 1734, gestorben am 26. September 1820, war ein amerikanischer Pionier, Entdecker, Waldarbeiter und Grenzgänger, dessen Erforschungen ihn zu einem der ersten Volkshelden der Vereinigten Staaten machten.


    Boone ist vor allem für seine Erkundung und Besiedlung des heutigen Kentucky bekannt.


    Als junger Erwachsener ergänzte Boone sein Einkommen durch die Jagd und das Fangen von Wild. Er verkaufte seine Felle auf dem Pelzmarkt. Durch diese Arbeit lernte Boone die einfachen Routen nach Westen kennen.


    Trotz einiger Widerstände von Indianerstämmen wie dem Shawnee stürmte Boone 1775 über seine Wilderness Road von North Carolina und Tennessee durch Cumberland Gap in den Cumberland Mountains nach Kentucky. Dort gründete er das Dorf Boonesborough, Kentucky, eine der ersten amerikanischen Siedlungen westlich der Appalachen.


    Vor dem Ende des 18. Jahrhunderts wanderten mehr als 200.000 Amerikaner nach Kentucky/Virginia aus, indem sie der von Boone gekennzeichneten Route folgten.


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    So viel dazu, wer mehr wissen will, kann es nachschlagen, dem Namen Daniel Boone begegnet man in Kentucky auf jeden Fall recht häufig. Bis zu dieser Reise war der Name für mich unbekannt. Also ist es nicht so ‘ne große Bildungslücke, wenn ihr den Namen nicht kennen solltet.


    Wir wollen heute den Pine Mountain Resort State Park besuchen. Der liegt hoch über dem Ort Pineville. Eine schöne Serpentinenstraße führt nach oben.


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    Von hier aus haben wir einen Blick auf den Ort.


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    Wir suchen uns einen kleinen Trail aus, um die Beine ein bisschen zu vertreten und laufen zum Chained Rock.


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    Der Weg ist kurz, was uns aber bei der Wärme nicht stört. Immerhin erklimmen wir ca. 100 Höhenmeter.


    Im Park gibt es noch einen anderen Trail, es muss auch eine Natural Bridge geben, aber bezüglich wandern sind wir heute irgendwie unmotiviert.


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    Daher fahren wir die Straße wieder runter bis Middlesboro, KY.

    Dort essen wir heute mal Fast Food zu Mittag.


    Der Ort gefällt uns, wir drehen noch eine Runde zu Fuß. Der Himmel hat sich mittlerweile zugezogen und es schaut nach Regen aus. Der lässt nicht lange auf sich warten, wir müssen uns unterstellen, so schlimm schifft es. Es ist immer noch warm und schwül.


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    Nach 20 Minuten hört es wieder auf und wir fahren weiter bis zum Cumberland Gap National Historic Park.


    Hier soll es wohl Bären geben.


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    Wir fahren in den Park nach ganz oben und laufen dort eine Weile herum.


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    Man hat eine tolle Aussicht, leider gegen das Licht.


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    Mitten auf dem Weg stehen wir plötzlich auf der Grenze Kentucky/Virginia.


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    So eine grüne Grenze gibt es auch noch als Dreistaateneck mit Kentucky, Virginia und Tennessee. Die würden wir schon gerne sehen. Aber wo wir dieses vermuten, finden wir den kleinen Ort Cumberland Gap, leider keinen Trailhead. Der Ort ist ganz schnuckelig.


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    Ich hatte mir auf meinem Plan noch einen Punkt notiert, den White Mountain Overlook, den suchen wir jetzt. Fahren dazu wieder rüber nach Virginia auf den Highway 58.


    Wir biegen irgendwie falsch ab und landen auf Waldwegen und schließlich auf einem Privatgrundstück.


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    Nennen wir ihn mal Billy Bob, ca. 60 Jahre alt, bierbäuchig, fast zahnlos, kommt er gleich rausgelaufen und begrüßt uns. Er trägt ein bekleckertes Feinripp-Unterhemd. Gut, er hat nicht mit Besuch gerechnet.


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    Er wundert sich natürlich, was wir hier tun, wir sagen ihm, dass wir „lost“ sind und was wir suchen. Anscheinend freut er sich, dass wir da sind und fängt mit feinstem Südstaatenakzent wie ein Wasserfall an zu erzählen.

    So viel wollten wir gar nicht wissen, wir hatten ja schon gesehen, dass wir eine Abfahrt zu früh genommen haben, aber er will es sich nicht nehmen lassen, uns den Weg zu erklären, den er eigentlich gar nicht kennt. Er erzählt uns dann auch noch von dem großartigen Entdecker Daniel Boone. Wie gut, dass wir mittlerweile mit dem Namen etwas anfangen können.

    Irgendwann sagen wir dann einfach „thank you, have a nice day“ und düsen weiter.


    Als wir das Fenster zu haben, lachen wir uns erst mal kaputt – was für ein Typ.


    Irgendwie ist es jetzt auch schon zu spät, um noch zum White Mountain Overlook zu fahren, und wir drehen um.


    Irgendwo müssen wir noch die Grenze zu Tennessee überquert haben, ohne dass wir es gemerkt haben.

    Den Rest der Strecke legen wir auf dem Highway 63 zurück, bis wir in der Golden Hour Caryville erreichen.


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    Wir checken in das sehr schön gelegene Hampton Inn ein und bekommen ein Zimmer mit Balkon. Dort verspeisen wir in der schönen lauen Abendluft eine Pizza von Dominos.



    Währenddessen schmeißen wir noch mal eine Maschine Wäsche ein. Dann schauen wir noch ein bisschen HBO und gucken die Bilder des Tages an.


    Wetter: heiter bis wolkig – kurzer Regenschauer, bis zu 35°

    Sights: Pine Mountain State Park, Cumberland Gap

    Wanderungen: Chained Rock (1,55km) Pinnacle Overview Trail (1,11 km)

    Abendessen: Dominos Pizza, glutenfrei

    Hotel: Hampton Inn Caryville, TN

    :thumbup:

    Der Cuyahoga Valley Nationalpark ist der einzige Nationalpark im Staat Ohio. Durch den Park schlängelt sich der Cuyahoga River.

    Die nächstliegende Stadt ist Cleveland.


    Der Park wurde erst im Jahre 2000 gegründet zuvor war es eine National Recreation Area.


    Der Park ist 24/7 geöffnet. Ausnahmen bilden Brandywine Falls, Virginia Kendall Ledges, Octagon und Lake. Diese Regionen sind nur von Sonnenaufgang -bis Sonnenuntergang geöffnet. Mehr zu den Öffnungszeiten könnte ihr hier nachlesen.


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    Der Eintritt in den Park ist frei.


    Es gibt 3 Visitor Center.

    - Boston Mills

    - Canal Exploration Center

    - Hunt House


    Rund um den Park gibt es viele Hotels, B&B's und Lodges. Im Park selber sind 2 Unterkünfte: Stanford House und The Inn at Brandywine Falls.



    Aktivitäten im Park sind:

    - Camping

    - Fischen

    - Wandern

    - Reiten

    - Radfahren

    - Paddeln

    - Bergsteigen

    - Schwimmen




    Es folgen ein paar Bilder von unserem Besuch im September 2019.


    Die Autobahn führt zum Teil durch den Park

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    In Boston Mills findet man diese alte Tankstelle

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    Brandywine Falls

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    Brecksville Station

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    Blue Hen Falls

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    Oak Hill Trail

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    Everett Covered Bridge

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    Beaver Marsh Trail

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    Die Cuyahoga Valley Scenic Railroad fährt durch den Park. Für mehr Infos geht auf die Webseite.


    Von Januar bis Mai dauert die Rundreise durch den Nationalpark Cuyahoga Valley zweieinhalb Stunden. Passagiere können an der Rockside Station, im Peninsula Depot oder an der Akron Northside Station einsteigen.


    Von Juni bis Oktober verkehrt der Zug mittwochs bis sonntags nach einem erweiterten Fahrplan.


    Passagiere können aus einer Vielzahl von Sitzmöglichkeiten wählen.

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    Der Park ist in jedem Fall einen Besuch wert 1-3 Tage sollte man sich Zeit nehmen

    Ich esse da auch nie. Ja, viel zu heiss.


    Danke.

    Klar, schaffen wir das. Sonst hat man nichts vom Tag.