Los Angeles, CA

  • Ha, gleich noch eine Frage dazu, wie sieht es Samstag morgens aus, gibt es da eine Massenflucht auf der I10, oder kommt man bis ca. 9:00 noch ganz gut durch?



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    Sind solche Fragen in dieser Art Beitrag ok? Sonst raus damit :mod3:

    Ich denke Samstag morgens sollte das keine größere Probleme machen. Falls doch, habt ihr auf der Route ja sowohl südlich als auch nördlich der 10 die 60 und die 210, die ihr alternativ nutzen könnt. Wenn alle Stricke reißen, bliebe auch noch über 5, 605 oder 710 auf den Riverside-Freeway 91 zu steuern...der führt halt auch geradewegs aus der Stadt raus Richtung Joshua Tree (also im Endeffekt auch wieder auf die 10 ;))...

  • Danke, hatte ich auch gehofft. Deine Infos haben uns "gezwungen" den Aufenthalt in LA zu verlängern. Wenn ich die Mädels lange vom schoppen abhalten kann :wut6: , werden wir uns die Highlights raussuchen. :thx:

  • DANKE für die tollen Informationen! :cap:


    Wir werden an einem Montag um 12 Uhr in LAX landen, und wollen dann so schnell wie möglich auf die #1 Richtung Santa Monica und weiter an die Küste.


    Jetzt hast Du aber diesen Abschnitt hinter Santa Monica auch rot gemarkert:


    Ist es dort auch noch so schlimm? :huch3:


    Wir wollten eigentlich gemütlich an der # 1 hoch bis Pismo Beach, wie schaut es denn da aus? :gru1:


    Liebe Grüße


    Doris

  • Danke, hatte ich auch gehofft. Deine Infos haben uns "gezwungen" den Aufenthalt in LA zu verlängern. Wenn ich die Mädels lange vom schoppen abhalten kann :wut6: , werden wir uns die Highlights raussuchen. :thx:


    Sorry, aber das freut mich natürlich ungemein ;) Wenn ihr gezielte Tipps braucht, kannst du mich auch gern anschreiben :)

    Hey Doris, Montag um 12h landen, heißt, dass ihr frühestens um 1h ausm Airport raus seid, wenn nicht gerade in der Immigration gar nix los ist. Dann würde ich mit Alamo-Shuttle & Formalitäten ne weitere Stunde einkalkulieren, bis ihr im Mietwagen sitzt.....also früheste Möglichkeit, wenn nicht noch irgendwo was dazwischen kommt, wird so um die 14h Losfahren sein. Ich glaube an eurer Stelle würde ich da den Freeway 405 schon komplett meiden und direkt auf den Highway 1 Richtung Norden steuern:




    Je nachdem wie schnell alles geht, könntet ihr Glück haben...aber die nachmittags startende Feierabend-Rush-Hour könnte euch auch nen Strich durch die Rechnung machen. Ich vermute mal, dass schon einiges los sein wird, aber weit entfernt vom worst-case (vorausgesetzt es gibt keine Sperrungen, Unfälle etc).


    Der Abschnitt hinter Santa Monica ist rot markiert, weil hier der stark frequentierte Santa Monica Freeway zum Highway wird, der zu allem Überfluss noch durch das Nadelöhr Malibu muss. Gerade zwischen Santa Monica & Malibu geht das daher zu den Hauptverkehrszeiten oft sehr stockend zu...gerade weil dort auch noch Ampeln installiert sind, die den Fluss zusätzlich ausbremsen. Kommt stark auf die Zeitfaktoren an, ob ihr es noch vor der Rush Hour schafft oder nicht...könnt ihr aber normalerweise sowieso nicht beeinflussen (Flugverspätung, Immigration...)...von daher einfach probieren und ruhig bleiben ;)
    Insgesamt dürfte das dennoch der schnellste Weg raus Richtung Küste sein....ich drück euch die Daumen ;)

  • DANKESCHÖN für die schnelle Antwort! :wink2:


    Wir rechnen immer mit ca. 3 Stunden, bis wir im Auto sitzen, wenn´s schneller geht, sind wir auch nicht böse. ;)
    Dann wollen wir so schnell wie möglich raus aus der Stadt gen Norden, die Küste ab Pismo Beach fahren wir vielleicht auf dem Rückweg.


    Wie sind denn die #27,# N1 oder #23 durch die Berge zu fahren?
    Wir suchen für die 1. Nacht ein Motel mit Parkplatz vor der Tür (Auto einräumen) und dann ein Walmart Supercenter zu Einkaufen.
    Wir dachten an Thousand Oaks oder Newberry Park zum Übernachten, und dann einkaufen in Oxnard.


    Liebe Grüße


    Doris

  • Von der 27 oder 23 (stressig zu fahren, verwinkelt, eng und extrem kurvig) würde ich die Finger lassen, da sich der PCH-Verkehr in der Regel im Laufe des weitläufigen Malibu lichtet und sobald man den 27-Meilen-langen Luxus-Ort hinter sich gelassen hat, sollte von der Rush Hour nicht mehr wirklich viel zu spüren sein. Von da aus geht's dann ja auch recht schnell auf die 101, die bei Ventura und Santa Barbara nochmal ein wenig verstopft sein kann...aber ich würde ziemlich sicher behaupten, dass das die schnellste Möglichkeit nach Pismo Beach ist.


    Google Maps schlägt ja sogar die 405 vom Flughafen aus vor und dann auf die 101...ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man da am Nachmittag Spaß hat bzw. das schneller gehen soll als die immerhin pittoreske Number 1...

  • Das war auch meine Befürchtung - viel zu stressig für den 1.Tag.


    Wir werden uns wohl bis Oxnard/Ventura auf der #1 durchschlagen, und dann schauen, wie es weiter geht.


    EIGENTLICH.....wollten wir ja bis Pismo Beach an der Küste entlang......und dann Richtung Carrizo Plain und dann nach Lancaster in die Poppies!


    ABER........jetzt sehen wir, das sich die Hügel dort schon wunderbar bunt färben klick da müssen wir als "Wildflower Hunter" ;) zuerst hin!


    Nochmals vielen lieben Dank und liebe Grüße :wink2:


    Doris

  • Heute möchte ich gern auf eine kleine Perle in der Umgebung L.A.'s eingehen, deren Startpunkt der Port of L.A. ist, also die Südspitze der Stadt. An klaren Tagen kann man von hier, als auch von Palos Verdes am Horizont eine schroffe Kontur im unendlich scheinenden Pazifik ausmachen. Dieser Schatten im pazifischen Dunst ist eigentlich 35km lang und 13km breit und nennt sich:
    Santa Catalina Island


    Quelle: http://www.catalinaconservancy…ist/Catalina%20Island.png


    Vom Standard-Tourismus so gut wie gar nicht berührt, positioniert sich diese Naturperle ungefähr 40km vom kalifornischen Festland und liegt damit nicht mehr auf der kontinentalen, sondern auf der pazifischen tektonischen Platte. Geografisch hat die Insel also nichts mehr mit Kalifornien zu tun und driftet unendlich langsam in die Weiten des Pazifiks hinaus..


    Meine Erfahrungen mit der kleinen Insel vor der Millionenmetropole waren leider gezeichnet von einem trüben Reisetag, aber teilen würde ich sie mit ein paar geborgten Gut-Wetter-Bilder trotzdem gern, denn dieses Naturparadies ist definitiv mindestens einen Tagesausflug wert! Da zu allem Überfluss ein paar Tage vor dem Ausflug meine Digitalkamera im Joshua Tree National Park das Zeitliche gesegnet hat, kann ich leider nur mit Handy-Bildern dienen....


    Anyway...wie kommt man nach Santa Catalina? Am billigsten geht das per Fähre (2012 für ca. 65 Dollar hin/zurück) von Newport Beach, Long Beach oder San Pedro aus...mit dickem Budget sind auch Helikopter-Flüge drin. Ich beschränke mich mal auf die Budget-Lösung, die in unserem Fall ab Long Beach startete...


    Vorbei an der Queen Mary beginnt die einstündige Fahrt...






    ...nach einer guten Dreiviertel-Stunde zeichnet sich dann am Horizont die schroffe Felsküste ab. In unserem Fall sorgten die widrigen Witterungsverhältnisse für eine regelrecht mystische Stimmung, als die Insel aus dem Nichts auftauchte...




    Unser Ankunftsort war Avalon, das touristische Epizentrum der Insel. Die einzige andere Ortschaft nennt sich Two Harbors und wird von den großen Fähren in der Regel nicht angesteuert. Wer jetzt angesichts der touristischen Auslegung des Hauptortes die Nase rümpft, darf sich ausnahmsweise eines Besseren belehren lassen: touristisches Epizentrum ist als Bezeichnung eigentlich stark übertrieben. Neben einer kleinen Strandpromenade mit Cafés und Restaurants und einigen vereinzelten Appartment-Siedlungen auf dem Berg ist Avalon ein vollkommen verschlafenes Nest mit einer charmanten Mischung aus Südsee-Flair und Mittelmeer-Eiland. Markantester Punkt von Avalon ist das Catalina Casino, ein Prunkbau aus dem Jahr 1929, welcher heute ein Kino, einen Ballsaal und ein Museum beheimatet.




    Quelle: Catalina Island: Island of Romance - Notable Travels | Notable Travels


    Avalon selbst bietet genug pittoresken Charakter, um die erste Stunde mit klassischem Entlang-Flanieren zu verbringen. Der überschaubare Yachthafen in der von schroffen Felsklippen eingerahmten Bucht samt geschäftigem Ocean Walk lädt zum Bummeln und Staunen ein.


    Aus dem Verkehrschaos der Millionenstadt kommend, ist Catalina Island eine regelrechte Offenbarung. Die feste Obergrenze für die Gesamtzahl der Kfz-Zulassungen auf der Insel beträgt überschaubare 700 Fahrzeuge...lediglich motorisierte Beförderungsmittel unter 3,05 Meter sind hier ausgeschlossen, weswegen sich der ein oder andere Smart, so wie jede Menge elektrische Golf-Carts hier rumtreiben. Dennoch ist das Verkehrsaufkommen verschwindend gering....in der Regel hat man die Straßen als Fußgänger komplett für sich. Nur vor Fahrradfahrern muss man sich in Acht nehmen, sind die Drahtesel doch das verbreitetste Fortbewegungsmittel.


    Nach einem ersten Erkundungsmarsch entlarvt man recht schnell den Grund für das verhältnismäßig geringe Touristenaufkommen. Nur Avalon selbst ist uneingeschränkt für die Öffentlichkeit nutzbar....wer was vom Rest der Insel sehen will, muss entweder teure Touren buchen oder kann sie sich erwandern. Für jede Wanderung außerhalb der Ortsgrenzen wird eine Permit benötigt, die man im Tourismus-Büro des Ortes gegen Registrierung erhält. Das erscheint aufwändig, trägt aber dazu bei, dass Großteile der Insel komplett Natur-belassen und unberührt sind. Auch seltene Tierarten wie der nur hier heimische Insel-Graufuchs, sowie zahlreiche Vogelarten sind hier zu finden. Touristenattraktion (zu der entsprechende Jeep-Touren angeboten werden) ist eine freilebende Bisonherde, die 1920 für den Stummfilmwestern "The Vanishing American" "importiert" wurde und dann quasi sich selbst überlassen wurde.



    Quelle: Catalina 16 - Wrigley Memorial | Flickr - Photo Sharing!


    Da unser Budget begrenzt ist, begnügen wir uns mit einer kleinen Wanderung zum "Garden to the Sky"-Summit. Auf dem Weg zu dem rund 335 Meter hohen Bergkamm der Insel, kommt man am am Wrigley Memorial, sowie einem dazugehörigen botanischen Garten vorbei, für welchen eine geringe Admission fällig wird (7$/adult). Die Ausgabe auf dem Weg zum Gipfel ist durchaus gerechtfertigt, gerade vom Wrigley Memorial hat man eine schöne Aussicht ins Tal. Die Assoziation, die man beim Lesen des Namens hat, ist übrigens richtig...William Wrigley Jr. (1861-1932), Gründer des Kaugummi-Imperiums, war ein fundamentaler Unterstützer von Santa Catalina Island, baute und investierte mit am Casino Gebäude und wollte den Rest der Insel so unberührt halten, wie sie es in großen Teilen noch heute ist.



    Da wir weniger wegen der Pflanzen im botanischen Garten hier sind, machen wir uns schnell auf den Weg Richtung Gipfel....die Witterungsverhältnisse machen uns allerdings einen Strich durch die Rechnung. Die ca. 5km lange Wanderung endet in einem Wolkenband....wir stehen mittendrin, was definitiv ein Erlebnis für sich ist....aber mit Bombast-Aussicht am Garden to the Sky-Summit ist heute leider nix...




    An schönen Tagen sieht das so aus:



    Quelle: scuba dive catalina


    Eine herrliche Wanderung auf großzügig angelegten Wegen durch eine wirklich unberührte Pazifik-Bergwelt!


    Den angebrochenen Nachmittag führten wir dann mit einem ausgedehnten Mittagessen an der Strandpromenade fort und bummelten durch den durch das umliegende Naturschutzgebiet begrenzten Ort.





    Quelle: An escape from LA is just a ferry ride away!: Exploring Catalina Island



    Quelle: An escape from LA is just a ferry ride away!: Exploring Catalina Island




    Quelle: An escape from LA is just a ferry ride away!: Exploring Catalina Island


    Gegen Abend ging dann unsere Fähre zurück Richtung Los Angeles...in der Ferne färbte sich der Himmel seltsam orange....umso näher wir kamen, desto mehr identifizierten wie die Ursache des "nächtlichen Sonnenuntergangs"....L.A. wirft sein Licht weit voraus...!


    Rückblickend ist Santa Catalina Island ein wunderschönes, extravagantes Ziel im Gürtel um Los Angeles, was so gar nicht zur geschäftigen Riesenmetropole passen will. Der Ankunftspunkt Avalon fasziniert mit einem regelrecht paradiesischen Südsee/Mittelmeer-Flair-Mix, ist aufgrund der beinahen Auto-Freiheit herrlich entspannt und relaxt und bietet eine große Palette an Ausflugsmöglichkeiten. Die sind - auch aufgrund der strikten Naturschutz-Politik - allerdings alles andere als günstig...egal, was man macht...auf Catalina Island kostet so gut wie alles Geld, selbst die Wanderung zum Garden to the Sky-Summit führt durch den Eintritt-fälligen botanischen Garten. Hier ist nix mit Low Budget, aber dafür präsentiert sich die Insel erstaunlich ursprünglich und authentisch...wenn man sich das entsprechend vor Augen führt, bezahlt man die Preise auch für die vorbildliche Nachhaltigkeits-Politik, die hier dank des Kaugummi-Magnaten Wrigley seit vielen Jahrzehnten erfolgreich betrieben wird.

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