Beiträge von lunchen

    Tag 26 (11.10.2021) - Kletterpartie im Goldstrike Canyon Teil 2




    Wir setzen uns oberhalb auf den Felsen und machen uns in Ruhe Gedanken über die Lage. Wir essen jeweils einen Minimuffin und hatten uns eigentlich schon schweren Herzens entschieden, an dieser Stelle umzudrehen. Das ist total ärgerlich, denn den Colorado hätten wir nach der nächsten Kurve quasi erreicht, aber die Sorge nicht wieder hoch zu kommen, ist zu groß. Selbst zu 2.


    Plötzlich hören wir jemanden. Übrigens den ersten Menschen, seit wir den Parkplatz verlassen hatten, anscheinend sind alle anderen Besitzer der Autos irgendwo anders hingelaufen. Die Stimme kommt aber nicht von oben, sondern von unten! Es muss also möglich sein, denken wir jedenfalls zunächst. Der Mann kommt in unser Sichtfeld und sein Zustand ist erschreckend schlecht. Er sieht total mitgenommen und erschöpft aus, außerdem ist sein ganzes Knie aufgeschlagen und blutig. Er sieht uns und fragt uns, ob das Seil, an dem wir sitzen, das letzte auf dem Weg nach oben ist. Jetzt sind wir verwirrt, das muss er doch besser wissen als wir?! Wir erfahren dann aber, dass er gar nicht abgestiegen ist, sondern von einem Boot hier abgesetzt wurde und nur Oneway nach oben zur Straße wandert. Na, das kann ja noch heiter werden.


    Wir schauen dabei zu, wie er irgendwie seitlich hochklettert und entscheiden uns dann, das wir das doch können. Wir versuchen genau den gleichen Weg nach unten uns es klappt eigentlich ganz gut, auch wenn man dabei ein wenig nass wird, weil man quasi in einem Wasserfall nach unten klettert. Das war nicht die letzte Kletterpartie auf dem Weg zum Fluss, aber die schwierigste.


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    Durch das Zögern sind wir jetzt natürlich noch später dran als sowieso schon, aber nachdem wir es geschafft haben, wollen wir umso dringender bis zum Ende des Trails laufen. Es folgen noch ein paar Wasserdurchquerungen, wobei ich mir meinen rechten Fuß komplett flute - der Nachteil, wenn man keine Wanderschuhe an hat. Die Turnschuhe leisten auf diesem Trail aber ansonsten einen viel besseren Dienst, denn die sind zum Klettern einfach viel flexibler.


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    Und da ist er, der Colorado mit beängstigend niedrigem Wasserstand!


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    Und hier die Brücke, von der aus man einen so tollen Blick auf den Hoover Dam hat. Von hier unten aus kann man ihn leider nicht sehen, aber das macht nichts.


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    Wir sind alleine, also sind die anderen Wanderer tatsächlich alle woanders hingegangen. Viel Zeit haben wir nicht, wir machen also 2,3 Fotos und begeben uns dann auch schon wieder auf den Rückweg. Hier gäbe es eh keine richtigen Sitzgelegenheiten für eine Pause und baden wollen wir ja nach wie vor nicht. Grad in dem Moment kommen zwei Frauen hier unten an und irgendwie fühlen wir uns etwas wohler bei dem Gefühl, dass hinter uns noch jemand ist, falls doch etwas passieren sollte.

    Zurück geht es...


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    ... zunächst ist es noch relativ flach und überall wächst Moos in den heißen Quellen.


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    Hoch geht es wider Erwarten an den meisten Stellen sogar leichter als runter, auch wenn Tobi mit seinen langen Beinen einen erheblichen Vorteil mir gegenüber hat. Umso mehr freue ich mich, dass ich überall aus eigener Kraft hoch komme und er dann an einer Stelle aber meine Hand braucht :biggrin: Das ist mir übrigens ganz besonders wichtig: Erst einmal überall versuchen alleine hochzukommen, Hilfe will ich bei solchen Aktionen nur im absoluten Notfall. Wie sollte ich sonst wissen, wozu ich im Stande bin und ob ich alleine hier zurecht gekommen wäre? Es ist doch zumindest beruhigend zu wissen, dass ich die Begleitung nicht unbedingt brauchen würde.


    Auch wenn es zugegebenermaßen abenteuerlich aussieht :biggrin:


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    Mittlerweile kommen uns übrigens ein paar Leute entgegen, aber es hält sich wirklich in Grenzen. Gut, dass wir so früh unterwegs waren, die Hitze staut sich mittlerweile ganz ordentlich zwischen den engen Canyonwänden und wir verstehen, warum man im Sommer eher nicht hier herumklettern sollte. Die körperliche Anstrengung macht es nicht besser und die heißen Quellen sicher auch nicht. Ein Typ springt in seinen Sandalen einfach überall runter, da wird mir schon beim bloßen Hinsehen ganz anders. Das hätte ich mich nie getraut, aber seit meinem Unfall in Mexiko bin ich noch viel vorsichtiger geworden und fühle den stechenden Schmerz im Knöchel schon beim bloßen Gedanken daran.

    Wie schon erwartet ist der letzte Teil der Wanderung durch den losen Schotter einfach nur ermüdend. Da klettere ich lieber, auch wenn das eigentlich anstrengender ist. Es macht einfach viel mehr Spaß und dadurch merkt man nicht so sehr, wie langsam man voran kommt. Wir holen sogar den verletzten Kerl ein, der uns ganz am Anfang entgegen gekommen ist, als wir noch auf dem Hinweg waren. Er sitzt im Schatten unter der Brücke und sieht nicht wirklich besser aus als vorhin. Unsere Hilfe lehnt er aber ab, auch Wasser bräuchte er keins von uns, denn wir sind ja schließlich "almost there". Na gut, wer nicht will...

    Um 11:10 Uhr sind wir schließlich wieder am Auto, schon 10 Minuten zu spät für den Check Out und wir hoffen, dass es keine Konsequenzen geben wird. Wir hoffen, wir bekommen ein wenig Puffer eingeräumt und fahren sofort los, ohne groß die Schuhe auszuziehen und etwas zu trinken. Das können wir gleich immer noch!

    Tag 26 (11.10.2021) - Kletterpartie im Goldstrike Canyon Teil 1




    Der erste Wecker klingelt an dem Morgen zwar "erst" um 05:45 Uhr, ich bin aber schon seit über einer Stunde hellwach - kein Wunder bei der frühen Schlafenszeit gestern Abend. Allerdings zeigt das auch nur bei mir irgendeinen Effekt, denn Tobi bekommt weder den ersten, noch den zweiten Versuch meines Handys mit, uns aus dem Land der Träume zu holen. Erst ein lautstarkes "Guten Morgen" meinerseits lässt ihn erwachen :rolleyes: Wie kann man so fest schlafen, wenn man um 20 Uhr die Augen zu gemacht hat :D

    Ich zeige keinerlei Erbarmen und mache einfach das große Licht an, immerhin ist in 25 Minuten Abfahrt zum Trailhead. Das zeigt dann auch seine Wirkung, wenn es auch nicht besonders sanft war :biggrin: Wir packen die Koffer schon einmal komplett fertig, so das wir sie nach der Wanderung einfach nur noch in's Auto laden müssen. Auch wenn wir dadurch unter einen gewissen Zeitdruck geraten, wir wollen auf jeden Fall vermeiden Gepäck dabei zu haben, an dem Trailhead soll oft eingebrochen werden.

    Unten angekommen verzögert sich der Start dann noch einmal, denn die Autoschlüssel liegen noch entspannt auf dem Tisch.

    Der Trailhead ist nur 1,6 km und 2 Minuten Fahrt entfernt, eine absolut lächerliche Entfernung um sie mit dem Auto zurückzulegen. Wie aber gestern schon erwähnt, haben wir keine Wahl - Es gibt keinen Fußweg und es handelt sich um einen fetten Highway, außerdem führt der Weg durch eine Unterführung. Auf dem Schotterparkplatz angekommen stehen hier bereits fünf weitere Autos, damit hatten wir gar nicht gerechnet. Mit uns kommt noch ein junger Mann an, der läuft allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Offiziell gibt es dort nichts, aber was heißt das schon...

    Einige von euch werden es schon erraten haben, wir wollen heute durch den Goldstrike Canyon bis zum Colorado klettern. Die Gelegenheit ist gut, denn der Trail ist von Mai bis Oktober wegen Hitze gesperrt und das wird wohl auch streng kontrolliert. Die Strafen sind zu hoch um es zu riskieren, auch wenn ich sicher keine Probleme mit den Temperaturen hätte. Aber egal - heute sind wir ganz legal hier.

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    Ein ganz kleines Stück müssen wir an der Straße entlang laufen, aber nur wenige Meter. Hier sieht man auch ganz gut, warum man eben nicht zu Fuß hier hin kommt.

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    Der Weg in den Canyon hinein führt über nervigen Schotter moderat bergab, ich hab jetzt schon kein Bock darauf, den Mist nachher wieder hoch zu stalpen. Nichts ist nerviger, als lose Steine. Ziemlich früh müssen wir unter der Highway Brücke hindurch. Hier und da "ziert" Graffiti die Canyonwände, ein Punkt, der uns ziemlich negativ auffällt. Ja, der Trail ist eben "cool" und entsprechend ist eben auch das Publikum, das hier üblicherweise verkehrt.

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    Direkt hinter der Brücke finden wir ein altes Autowrack. Unsere spätere Google Recherche verrät, dass es lange nicht der einzige Unfall dieser Art war. Schon mehrere Autos sind im Laufe der Geschichte an der Brücke in den Goldstrike Canyon gestürzt, dieses ist nur eines davon.

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    Die Canyonwände werden schnell höher und rücken näher zusammen: Es ist wunderschön hier, wenn man grad keine Schmiererei im Blickfeld hat. Auch die Sonne setzt sich allmählich durch und leuchtet die Felsen an.

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    Die Wanderung wird beschwerlicher, aber auch abenteuerlicher. Wir sind ja immerhin nicht hier her gekommen, um einen einfachen Spaziergang zu machen, die großen Felsbrocken mitten im Weg sind nur der Anfang.

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    Die nächsten paar hundert Meter bleiben dann so: Immer mal ein bisschen laufen, dann wieder ein bisschen Geklettere über größere Felsbrocken. Dann aber geht der wirklich spannende Abschnitt der Wanderung los und die ersten Seile tauchen auf.

    Seile?! Ja, genau! Denn viele Kletterpassagen im Goldstike Canyon können nicht ohne Hilfe bezwungen werden und das macht den eigentlichen Reiz aus. Der Vorteil hier ist, dass man nichts mitbringen muss und auch nicht hoffen muss, dass schon etwas hier hängt. Wenn der Trail im Oktober wieder eröffnet wird, wird auch der Zustand der Seile überprüft und gegebenfalls werden sie ausgetauscht. Es wird davor gewarnt hier alleine zu wandern und der Warnung würde ich mich auch anschließen - die Verletzungsgefahr ist zu groß und ich würde hier nicht alleine gehen wollen.

    Die Steine sind super glatt und stellenweise fragen wir uns, wie wir da später wieder hoch kommen sollten. Aber ihr wisst schon... Problem der Zukunfts-Ichs, jetzt geht es erst einmal nach unten.

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    Ein wunderschöner Arch auf dem Weg, nur der Himmel macht es uns in dem tiefen Canyon echt nicht einfach :rolleyes:

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    Bald schon erreichen wir einen kleinen Bach, der durch den Canyon fließt. Eigentlich heißt der Trail Goldstrike Canyon Hot Springs und das Wasser ist definitiv ganz schön warm. In den zahlreichen Pools könnte man nun eine Badepause einlegen, aber erstens haben wir keine Schwimmsachen dabei, zweitens mag ich nicht nass weiterwandern und drittens haben wir dafür gar keine Zeit, denn die Check In Zeit hängt uns ja immer noch im Nacken.

    So schön und interessant die Hot Springs auch sind, immer häufiger sind sie uns vor allem im Weg und wir müssen das Wasser immer wieder durchqueren. Meistens geht das auf rutschigen Steinen, aber wir müssen echt aufpassen nicht auszurutschen. Dann, kurz vor dem Erreichen des Ziels, wissen wir nicht mehr weiter. Wir stehen vor einem supersteilen Abhang mit senkrechter Felswand, der vom Wasser spiegelglatt geschliffen wurde. Nicht nur das, es fließt auch in diesem Moment genau an der Stelle entlang, wo wir uns abseilen müssten und zwar mit einem Seil, das seine besten Tage definitiv schon hinter sich hat. Wenn das reißt, dann kommen wir hier nie wieder hoch.

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    Duracell Statistik: Tag 10



    Tag 10 - 10.10.2021


    Heute ist nicht viel passiert und es gab irgendwie auch keine richtigen Highlights. Ein Transfertag quasi.


    Gelaufene Kilometer: 7,8 km

    Schritte: 11.722


    Aufgestanden: 09:00 Uhr

    In's Bett gegangen: 20:00 Uhr

    Stunden auf den Beinen: 11 Stunden


    Wanderungen:

    • Calico Tanks
      3,32 km / 105 Höhenmeter

    Highlight: Günstiger Preis für die Ranch

    Lowlight: Verpasster Sonnenaufgang am Racetrack


    Gesamt


    Gelaufene Kilometer: 185,6

    Durchschnitt pro Tag: 18,56 km

    Die Ecke um den Hoover Dam ist einfach nur schön. Als wir das 1. Mal dort waren haben wir noch eine Bootsfahrt auf dem See gemacht und zwar abends bei ganz tollem Licht. Das werde ich nie vergessen.


    Ja, das stimmt. Ich hab in der Ecke noch gar nicht so viel Zeit verbracht... Ich wollte immer mal mit dem Jet Ski über den Lake Mead, aber entweder es war keine Zeit oder nicht warm genug. Beim nächsten Mal vielleicht!


    Interessant nun zu wissen, wie dort die Zimmer aussehen.
    Und den Parkplatz am Trailhead kenne ich auch. Der war Mitte März am frühen Vormittag voller als voll.


    Fand ich auch spannend :D

    Ist Peru denn nun Must Do? - Das Fazit!




    Das ist nun also das Ende. Nach insgesamt 10 Monaten Bericht müssen wir uns aus Peru verabschieden und für den richtigen Abschluss ist natürlich ein Fazit notwendig. Für mich ist das immer der schwierigste Teil vom ganzen Bericht, besonders, wenn es ein so langer und intensiver Bericht war. Ich versuche mich aber trotzdem mal daran und schaue, was frei Hand so dabei rum kommt.

    Womit fange ich an? Am besten mit irgendeiner Statistik. Statistiken sind in Fazits immer gut aufgehoben.

    Top 3 Hotels:

    Irgendwie hatten wir gar keinen richtigen Flop dabei und jede einzelne Station war auf ihre eigene Art und Weise cool, außergewöhnlich und erwähnenswert. Dennoch stechen drei heraus:

    - Hotel Los Alamos

    Das Zimmer war nichts besonders, aber die vier Nächte bei Manuel haben so viel Spaß gemacht. Hier haben wir uns so richtig zuhause und willkommen gefühlt. Der Schlafzimmer Blick auf Perus höchsten Berg war natürlich auch nicht zu verachten

    - Nazca Oasis

    Einfach ein toller Ort um die Reise ruhig ausklingen zu lassen.

    - La Granja de Colca

    Diese Lage... Diese Aussicht... Einfach ein WOW-Erlebnis und das auch noch zu einem so günstigen Preis. Hier stimmte einfach alles, selbst wenn das Zimmer Nachts an die 0°C hatte, die drei Alpaka Decken haben es gerichtet.


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    Die skurrilsten Erlebnisse

    Wenn ich jetzt alle seltsamen Dinge, die uns in den drei Wochen widerfahren sind, erneut wiederhole sitzen wir morgen Mittag noch hier. Auch hier will ich die Auswahl also auf die Highlights beschränken.

    - Die Stimme von Chimbote

    Unvergessen, die unsichtbare What's App Stimme von Chimbote, die uns direkt in der zweiten Nacht begrüßt hat. Die Person dahinter haben wir niemals gesehen und trotzdem wusste sie zu jederzeit was wir grad tun. Wir wollen da gar nicht weiter drüber nachdenken :biggrin:

    - Die schilderlose Restaurantsuche anhand von Live Whats App Wegweisungen

    Wer vergisst schon einen Abend, an dem ungefragt ein Restaurant für einen reserviert wird, das es offiziell nicht einmal gibt. Besser noch, wenn davon ausgegangen wird, dass wir es ohne Adresse und ohne Schild trotzdem finden und wir am Ende mit Live Whats App Anweisungen durch die Straßen von Caraz gescheucht werden.

    - Das volle Zuschlagen der Höhenkrankheit und das Kauen der Coca Blätter

    Ersteres ist nun nicht unbedingt positiv, aber erwähnenswert. So seltsam habe ich mich noch nie in meinem Leben gefühlt und ich weiß immer noch nicht so richtig, wie ich das überhaupt beschreiben soll. Ob das Kauen der Coca Blätter nun dagegen geholfen hat kann ich nicht abschließend sagen, jedoch sollte man die Gelegenheit nicht auslassen, es zumindest zu versuchen

    - Der Straßenhund auf dem Schoß

    Der Schreck war groß, doch am Ende hätten wir den kleinen Kerl gerne mitgenommen

    Die nettesten Begegnungen


    - Manuel

    Manuel ist der Beste! Wir stehen noch heute in Kontakt, gucken gegenseitig unsere Whats App Stories und schreiben hin und wieder miteinander. Ihn und sein Hotel Los Alamos werde ich definitiv noch einmal besuchen.

    - Quentin und Loraine

    Die vielen Begegnungen mit den beiden waren einfach schön und den Zettel mit der netten Nachricht, den wir nach dem Rainbow Mountain an unserem Auto gefunden haben, habe ich heute noch


    - Das private Überraschungsdinner spät Abends in San Pedro

    Als wir bei unserer staubedingt verspäteten Ankunft in San Pedro von unseren Hosts liebevoll bekocht wurden und danach noch tolle Tipps bekommen haben

    Der Star Peru's: Die überwältigende und vielfältige Natur

    In den drei Wochen durften wir eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt bewundern und haben uns unsterblich in Perus Natur verliebt. Eine Rangordnung festzulegen finde ich sehr schwierig und deshalb lasse ich es ganz einfach sein, sondern präsentiere noch einmal die geballte Ladung wilder Schönheit:

    Die vernebelten Lomas de Lachay


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    Die atemberaubend schöne Laguna Páron mit dem Huascarán im Hintergrund

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    Der Huascáran in seiner vollen Pracht, der höchste Gipfel Perus.

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    Die Laguna 69 mit der anstrengenden und genialen Wanderung dorthin

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    Der verschwindende Pastoruri Gletscher

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    Und der Weg dorthin

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    Die Vogelinseln Isla Ballestas


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    Die Wüstenoase Huacachina

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    Der gewaltige Colca Canyon mit seinen Anden Kondoren

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    Die Tres Canones, die wir mal eben so auf dem Weg mitgenommen haben

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    Der neugeborene Star Perus, der Vinincunca aka Rainbow Mountain

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    und das Valle Rojo dahinter

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    Die herrlich türkise Laguna Humantay

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    Der Flug über die historischen Nazca Linien

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    Und natürlich das Weltwunder Machu Picchu

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    Städte???

    Auch das! Lima haben wir natürlich als absolute Vollkatastrophe empfunden, ich denke das ist in diesem Bericht einigermaßen deutlich rüber gekommen :D Auch ansonsten ist Peru nicht bekannt für seine schönen, gepflegten Innenstädte und die hervorstechende Architektur. Trotzdem hat es uns in zwei Städten besonders gut gefallen und zwar in den jeweiligen Altstädten von Caraz und Cusco. Die schönste Stadt Perus soll ja Arequipa sein, aber dazu fehlte leider die Zeit.

    Der beschauliche Plaza de Armas von Caraz


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    Cusco

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    Bei all der Schönheit gab es aber auch Negatives, wie...

    - der "Reit"ausflug an der Laguna Humantay
    - Lima
    - Die Horror Irrfahrt zur Autovermietung am Ankunftsabend
    - Lima
    - Das Loch im Boden, welches uns unsere Unterbodenverkleidung nahm
    - Die Hässlichkeit und Zugemülltheit der Panamericana, auch wenn wir sie uns mit Humor schöner reden konnten
    - Lima
    - Unnötig gefährliche Situationen im Straßenverkehr
    - Die Höhenkrankheit

    Ihr seht, wie lang der Teil über die positiven Erlebnisse ist und was für einen winzigen Raum die unschöneren Erfahrungen einnehmen. Das Fazit ist also klar:

    Peru = Must Do!

    Ich würde es jederzeit wieder tun und ich kann es jedem empfehlen, dieses Land empfängt einen skeptisch und entlässt einen dafür absolut sprachlos. Es war als Notlösung geplant und hatte es daher umso schwerer zu überzeugen und hat es dennoch auf ganzer Linie geschafft. Ich habe mich ein bisschen verliebt und werde irgendwann definitiv wieder kommen, denn für so viele Wunschziele war in den drei Wochen einfach keine Zeit. Arequipa, der Titicacasee See, die Gocta Falls, das Amazonas Gebiet und Trujillo sind nur einige Beispiele. Auch eine Mehrtageswanderung durch die Cordillera Blanca könnte ich mir durchaus vorstellen mit vernünftiger Akklimatisierung bei Manuel, der sowieso noch einmal besucht werden muss.

    Abschließend möchte ich mich bei jedem einzelnen Leser, ob aktiv oder still, bedanken. Für's Begleiten, für's Mitfiebern und Mitwundern über all diese Peru Things, die wir erleben durften. Es hat mir einen riesen Spaß gemacht, all das mit euch zu teilen. Ein besonderer Dank geht natürlich an Tobi_ , ohne den die Reise nicht halb so viel Spaß gemacht hätte. Sich so spontan auf ein solches Ziel einzulassen erfordert einfach ein ganz besonderes Maß an positiver Verrücktheit.

    So... Ich hoffe, wir sehen uns drüben bei den USA Berichten :smile::smile::smile:


    Eine entspannte Rückreise, jetzt bin ich auf das Fazit gespannt, was bei Deiner Begeisterung ja eigentlich nur positiv ausfallen kann, vom Verkehr mal abgesehen.


    Kommt sofort :)


    Das war eine super tolle, interessante, spannende Reise.

    Da ich wohl nie dahin kommen werde, hat mir der Platz auf der Rückbank sehr gut gefallen.


    Danke, das Du uns dieses Land so toll vorgestellt hast. :daumen:


    Freut mich sehr, dass es dir gefallen hat :)


    Danke dass ich mitreisen durfte! Es war eine super tolle Reise!!! :love:


    Ich habe zu danken :) Schön, dass es dir gefallen hat.



    Ah vielen Dank. Das schaue ich mir mal ganz in Ruhe an :)

    Wenn dann wäre es eh was für nächstes Jahr, ich denke da an die Osterferien


    Hallo Sarah,

    ich liebe deine Reiseberichte und deine humorvolle Art zu schreiben, das weißt du, und ich wollte dich in keiner Weise angreifen, und du hast es ja auch nicht so aufgefasst.

    In diesem Fall habt ihr aber den Schaden verursacht, und ihr hattet euch mächtig darüber geärgert. Was ist so schlimm daran, den Schaden zu melden? Die Ausrede (sorry) "keinen Bock auf lästigen Papierkram" finde ich recht mau. Du hast einen Vertrag geschlossen, wusstest, das gewisse Dinge nicht versichert sind, hast bestimmt gedacht, "das wird schon gut gehen". (denke ich zumindest, wenn nicht, dann entschuldige ich mich)

    Ich bin der festen Überzeugung, dass vieles eben nur funktioniert, wenn man sich an die Spielregeln hält, und dazu gehört nun mal eben, dass man dazu steht, wenn man Mist gemacht hat. Ich habe es nicht mehr so ganz auf dem Schirm, aber bei irgendeiner Reise hast du doch Tobi fahren lassen obwohl er nicht durfte. Was hättest du gemacht, wenn er einen Schaden verursacht hätte? Dich selbst hinters Steuer gesetzt.......?? Das wäre nämlich dann richtig teuer geworden, denn dieser Unfall wäre dann nicht versichert gewesen. Wie gesagt: ich denke nur laut, ich will hier nichts unterstellen, aber mir schien damals, dass das ebenfalls für dich Peanuts waren, also etwas, was man ruhig mal eben so machen kann. Zum Abschluss: ich maße mir nicht an, einen Schaden abschließend beurteilen zu können, soll heißen, Höhe und Ausmaß des Schadens. Einfach zu sagen, der Schaden war bereits im Preis mit drin, denn der Mietwagen ist ja teuer, das lasse ich nicht gelten, wo kommen wir denn dahin, wenn das jeder macht. Ein Fall aus meinem Fundus als Mutter, der hier zum Glück nicht zum Tragen kam, also bitte richtig verstehen: eines unserer Kinder hatte während unserer Abwesenheit einen Schaden an meinem Fahrzeug verursacht. Es sollte sich um eine kleinere "Beule" handeln, wie man mir telefonisch mitteilte. Ich verstehe nichts von Autos, aber als wir abends nach Hause kamen, schlug mein Mann die Hände über dem Kopf zusammen. Der sah sofort, dass der Schaden hier doch erheblich war, für mich war es eine "Beule". Kostenpunkt final: 5500.00€, denn diese Beule war so unglücklich plaziert, dass sie fast die gesamte "Statik" des Autos beeinträchtigt hätte.

    Sarah, mehr schreibe ich dazu jetzt nicht mehr, belassen wir es dabei :shak: !


    Nein, habe ich nicht böse aufgefasst. Mir war ja klar, dass es sicher Leute mit dieser Meinung gibt. Wenn ich damit nicht leben könnte, dürfte ich sowas einfach nicht schreiben. Ich verstehe jedenfalls was du meinst und werde beim nächsten mal zumindest noch einmal darüber nachdenken, auch wenn ich hoffe, das es kein nächstes Mal gibt :D


    Das mit dem unerlaubten Fahren war unter anderem in diesem Bericht. Tobi war gar nicht eingetragen weil zu jung, im USA Bericht der aktuell läuft genau das gleiche. Ich weiß zumindest aus eigener Erfahrung, dass es die Cops nicht juckt, denn ich bin selbst mit 21 angehalten worden als ich nicht eingetragen war :aug: Ich habe nie wirklich drüber nachgedacht was wir bei einem Unfall machen, bei einem weniger schlimmen definitiv dann wohl tauschen, ja. In den USA war Tobi mit dem Auto später sogar 2 Tage alleine, das würde ich mittlerweile auch nicht mehr machen. Beim Planen fand ich das ok, aber als es dann so weit war hätte ich am liebsten nein gesagt. Das konnte ich dann aber nicht mehr bringen. Du siehst ... Ganz uneinsichtig bin auch ich nicht :smile:


    Danke das wir mitreisen durften.


    Danke, dass ihr mitreisen WOLLTET :)

    Tag 25 (10.10.2021) - Red Rock Canyon Scenic Drive, Autoabgabe und Fahrt zur Hoover Dam Lodge




    Der Scenic Drive vom Red Rock Canyon ist ganz nett, aber nicht besonders spektakulär. Ich würde behaupten, ohne Wanderungen lohnt sich der Ausflug nicht unbedingt, da bekommt man im Valley of Fire schönere Ausblicke aus dem Auto geboten. Aber wir müssen jetzt so oder so einmal die gesamte Runde fahren und großartig vor haben wir heute auch nichts mehr.


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    Tobi hält an einem Aussichtspunkt, von dem aus man noch einmal einen guten Blick auf den schönsten Teil vom Park hat. Dort hinten, irgendwo in dem Sandstein, befindet sich der Trail, den wir soeben gelaufen sind.

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    Hier bittet uns eine junge Familie um ein Foto, aber bloß ohne deren Kind, das irgendwo im Hintergrund hinter der Absperrung auf einem Baum herumklettert. Sie sagen, dass es nur noch Familienfotos gibt, seit sie Eltern geworden sind und das es voll nervig ist, dass sie sich selbst kaum noch als Paar wahrnehmen. Daher muss es jetzt ein Bild nur zu 2. sein :redface:

    Auch seeeer fotogen ist der knall orangene Mustang, der mit Sicherheit auch nur aus diesem einen Grund gemietet wurde - Instagram Shooting :biggrin:

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    Witzigerweise erkennt Tobi auf dem Parkplatz einen Challenger wieder, den er in Las Vegas auch hätte mieten können, allerdings für 50$ mehr pro Tag. Das hätte sich nicht gelohnt... Es ist übrigens nicht das gleiche Modell oder so, sondern genau dasselbe Auto, identifiziert am Kennzeichen :D Keine Ahnung, wieso der sich sowas merkt, obwohl er die Karre nicht einmal mitgenommen hat... Ich weiß nicht einmal das, von unserem eigenen Mietwagen.

    Wir halten im weiteren Verlauf des Scenic Drives nicht mehr. An einem anderen beliebten Trailhead wäre das sowieso nicht möglich gewesen, denn es ist alles voll mit Blaulicht und Feuerwehr- und Technical Rescue wagen. So richtig herausgefunden, was dort los ist, haben wir nicht, auch nicht mit Hilfe der Nachrichten im nachhinein. Hoffentlich also nichts allzu dramatisches.


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    Wir kommen an der Hauptstraße raus und ich bin einigermaßen verwirrt, dass Tobi den riesigen Parkplatz links liegen lässt und einfach weiterfährt. Eigentlich hatten wir am Aussichtspunkt besprochen noch einmal anzuhalten, aber gut. Ich haue unterwegs schnell das Rental Car Center am Flughafen in Las Vegas in's Navi und fahre hinterher. Ich habe keine Ahnung ob man dort halbwegs vernünftig warten kann, aber ich muss ja in der Nähe bleiben, um ihn nach der Autoabgabe wieder mitnehmen zu können.

    Ich gucke, dass ich dran bleibe und Tobi nicht verliere, immerhin muss er vorher noch tanken und vielleicht wollten wir auch noch eine Kleinigkeit essen. Da die Absprache ja kurzerhand ausfiel habe ich jetzt keine Ahnung, wohin die Reise geht. Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich Kolonne fahren HASSE? Es ist so viel einfacher, wenn beide einfach das gleiche Ziel in's Navi packen und man nicht andauernd gucken muss, wo der andere ist. Trotzdem schaffen wir es die gleiche Ausfahrt von der Interstate zu nehmen und nebeneinander an der ausgesuchten Tankstelle zu parken, praktischerweise direkt neben einem Panda Express.


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    Nach dem Tanken essen wir hier noch schnell etwas, es ist sowieso schon wieder halb 4 und wir haben absolut noch nichts zu uns genommen heute. Ich entscheide mich für Orange Chicken, Chicken Teriyaki und Nudeln.

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    Wir fahren weiter zum Rental Car Center, das jetzt nur noch wenige Minuten entfernt ist. Während Tobi mit seinem Mazda geradeaus in die Garage fährt, biege ich links ab auf den Parkplatz. Der ist eigentlich kostenpflichtig, aber ich bleibe ja im Auto sitzen und daher lasse ich es sein. Es dauert dann auch keine 10 Minuten, bis Tobi wieder kommt. Anscheinend ging die Abgabe USA typisch flott und die Parkgelegenheit direkt vor dem Gebäude ist super.

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    Ab jetzt geht es dann also mit einem Auto weiter!

    Wir bleiben heute nicht in Las Vegas, denn die Stadt kommt eher zum Schluss der Reise dran und wir wollten heute lieber günstig und nahe unserer Wanderung für morgen übernachten. Die steht schon relativ lange auf meinem Wunschzettel und dementsprechend freue ich mich auch schon sehr!

    Wir vergessen kurzerhand, dass wir noch zum Camping Store wollten, um Tobis Schlafsack umzutauschen und fahren direkt durch zum Lake Mead. Unser Ziel für heute ist Boulder City, genauer gesagt die markante Hoover Dam Lodge, die bestimmt jeder von euch schon einmal auf dem Felsen hat thronen sehen. Die Sonne steht schon tief und taucht die Umgebung in ein wunderschönes Licht. Kurz vor Ankunft nehmen wir uns vor, gleich schnell noch zum See zu fahren um den Sonnenuntergang anzuschauen. Oder sollten wir das lieber vor dem Check In machen?! Vermutlich, machen wir aber nicht :biggrin:

    In Boulder City sehen wir noch Werbeschilder für ein "Monster Museum", aber das hat heute schon geschlossen. Wir überlegen dort morgen mal kurz vorbeizuschauen, irgendwie finden wir so trashigen Kack ja super witzig und zu Halloween passt es auch. Die Bewertungen von dem schrulligen Museum sind auch gar nicht mal so schlecht. Spoiler: Wir werden es nicht dort hin schaffen. Das ist eine der ganz seltenen Situationen, in der es etwas blöd ist einen so durchgetakteten Zeitplan zu haben. So Spontanentdeckungen fallen so gut wie immer hinten über, aber vielleicht plane ich es beim nächsten mal einfach ein :biggrin:


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    Beim Check In landen wir versehentlich im Casino, wobei uns einfach nicht bewusst war, dass es zwei verschiedene Eingänge gibt. Jedenfalls sehen wir hier keine Rezeption und fahren auf dem Parkplatz noch ein Stück weiter, immerhin sind wir hier ja in den USA! Tatsächlich kommt weiter hinten noch ein großer Hotel Eingang und hier werden wir auch direkt hinter den automatischen Türen fündig.

    Der Check In ist für so ein unpersönliches Casino Hotel überraschend herzlich. Meinen 2. Koffer lasse ich im Auto, den brauche ich für eine Nacht nicht und außerdem habe ich keine Lust zwei Gepäckstücke über diesen schweren Teppich zu zerren.

    Das Zimmer ist uuuuuuuunfassbar riesig. In den USA ist das ja oft der Fall, aber ob ich schon einmal so viel Platz hatte? Ich glaube nicht. Hier könnte man locker Badminton drin spielen. Man sieht dem Hotel sein Alter definitiv an, aber irgendwie ist es auch cool und vor allem preiswert.


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    Für 5$ mehr habe ich uns bei der Buchung dann einfach den Seeblick gegönnt :love::love::love: Hier sieht man übrigens auch schon, dass es sich nicht mehr lohnen würde zum Ufer zu fahren, der Sonnenuntergang ist eh so gut wie gelaufen. Wir sind sowieso dermaßen müde, dass sich jeder in eines der Betten fallen lässt und sich erst einmal gar nicht mehr bewegt.

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    Wir müssten ja jetzt noch zu Walmart. Und zum Camping Store. Außerdem sollte ich meinen 2. Koffer doch reinholen, denn an unserem Trailhead für morgen werden häufig Autos aufgebrochen, wie ich grad lese. Von der Entfernung her könnten wir auch einfach hinlaufen, dieser wahnsinnige Plan wird aber von der Hauptstraße mit Brücken und Tunneln durchkreuzt, weil Bürgersteige natürlich absolut fehlen.

    Duschen muss ich auch... Was denn nun zuerst? Ich glaube letzteres. Die Dusche ist absolut genial: Heiß, mega Wasserdruck, man kann sitzen... Ich verbringe locker die nächsten 20 Minuten hier, weil es einfach so gut tut. Bevor wir einkaufen waren will ich meine Haare zumindest ein bisschen trocknen lassen, ich penne aber sofort ein. Das Fazit ist, dass wir heute einfach alles sein lassen, was noch geplant war und das auf morgen verschieben. Meinen Koffer holt Tobi hoch, weil er noch Straßenklamotten an hat und schließlich geht um 20 Uhr schon das Licht aus. Das muss nach der letzten Nacht heute einfach mal sein!

    Tag 22 (04.09.2021) - Der Rückflug von Lima nach Düsseldorf via Amsterdam




    Wenige Minuten vor 18 Uhr stehen wir nun also genau an der Stelle, an der wir vor genau drei Wochen zu einer ähnlichen Uhrzeit standen und komplett verzweifelt sind. Zu dem Zeitpunkt hätten wir wahrscheinlich nie gedacht, dass wir bald sehr traurig sein werden, dieses großartige Land nach einer viel zu kurzen Zeit wieder verlassen zu müssen. Wir haben uns an den Wahnsinn hier recht schnell und gut gewöhnt und wollen noch gar nicht wieder nach Hause.

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    Wie auch schon vor drei Wochen kommt man als Passant nicht einfach so in den Flughafen. Schon an den Türen muss man ein gültiges Ticket vorzeigen, um überhaupt in die Halle gelassen zu werden. Das ist bei uns ja vollkommen undenkbar, immerhin ist es auch möglich, die Flüge direkt vor Ort an den vielen Schaltern der Airlines zu kaufen. Hier muss man sich scheinbar vorher drum kümmern und kann sich nicht last minute am Flughafen entscheiden, wohin die Reise gehen soll.

    Der Flughafen wirkt von innen genau so wenig einladend und genau so unorganisiert wie auch bei der Ankunft. Wir finden einfach nur eine gigantomatische Schlange an Leuten vor, die offensichtlich alle nach Amsterdam möchten. Die haben aber alle nicht einen oder zwei Koffer dabei, nein, JEDER einzelne schiebt einen riesigen Gepäckwagen mit - scheinbar - seinem gesamten Hausstand vor sich her. Wir fühlen uns richtig ausgegrenzt mit unserem lächerlichen einzelnen Gepäckstück pro Person. Wollen die alle nach Europa auswandern? :confused: :confused: :confused: Sind Peruaner generell etwas eigen bei ihrem Gepäck und wollen auf alles vorbereitet sein? Ich weiß es bis heute nicht.

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    Dementsprechend zäh geht es natürlich voran und wir sind froh, doch noch relativ früh gefahren zu sein. Es ist jetzt nicht mehr wahnsinnig viel Zeit, aber wenn ich die Schlange hinter uns so anschaue, dann sind wir definitiv nicht die letzten. So gut wie alle Flieger, die an den Tafeln stehen, sind innerhalb der Landesgrenzen bzw. Südamerikas, Amsterdam und Miami sind da schon echte Exoten. Kurz überlegen wir ja, einfach auf Florida umzubuchen, dann sind wir schon mal in den USA. Muss ich nur meinem Chef erklären, warum ich gar nicht mehr wieder komme bis Ende Oktober.... :biggrin:

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    Nachdem wir unser Gepäck endlich losgeworden sind entdecken wir noch einen Shop vor der Sicherheitskontrolle und ich habe noch immer ein wenig Bargeld zum ausgeben. Wir finden tolle T-Shirts, bei denen es ordentlich Rabatt gibt, wenn wir mehrere nehmen. Wir decken uns also nochmal ordentlich ein, denn bekanntlich haben wir ja einfach noch nicht genügend Souvenirs gekauft :biggrin:

    So langsam wird es dann aber doch spät und wir beeilen uns mit der Sicherheitskontrolle. Pünktlich zum Boarding kommen wir an unserem Gate an und können mehr oder weniger sofort in das babyblaue KLM Flugzeug steigen. Auf dem Inseat Entertainment schauen wir noch einmal über die Peru Karte und denken an die vielen schönen Orte, die wir davon in den letzten Tagen in live und in Farbe sehen konnten.

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    Überpünktlich heben wir ab und bereiten uns auf einen laaaaaangen Flug durch die Nacht vor.

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    Gegen 21:30 Uhr peruanischer Zeit gibt es genießbares Abendessen und danach habe ich keinerlei Erinnerungen mehr an diesen Flug. Ich gehe davon aus ziemlich komplett durchgepennt zu haben.

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    Das Frühstück ist dann eher so meh...

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    Es ist schon 15:30 Uhr unserer Zeit, als wir europäischen Boden betreten und zurück am super sympathischen Flughafen von Amsterdam sind. Mein Windmühlen Magnet vom Hinflug hat die gesamte Reise übrigens unbeschadet überstanden und hängt jetzt in der Küche an der Pinnwand :D

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    Will jemand schnell noch ein paar Tulpen kaufen, bevor es weitergeht?

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    Ca. eine Stunde haben wir zwischen Landung und Weiterflug - Knapp, aber problemlos machbar. Auf dem Rückflug nehme ich solche Verbindungen gerne in Kauf, da ist eine Verzögerung nicht so schlimm wie auf dem Hinflug. Heute klappt aber alles wunderbar und wir machen uns pünktlich auf zur letzten Etappe der Reise.

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    Hallo Rhein, hallo Düsseldorf, hallo Fernsehturm!

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    In Düsseldorf sind wir super schnell durch, immerhin müssen wir ja nicht mehr durch die Passkontrolle und unser Gepäck hat den Weg ebenfalls zurück gefunden. Kurz vor 18 Uhr sind wir draußen und warten auf meinen Vater, der uns abholt.


    Nach einem USA Urlaub bekomme ich auf der Fahrt nach Hause immer die Krise, weil alle so nervig und unentspannt fahren (auch, wenn ich selbst immer schnell zu dem Fahrstil zurückfinde). Heute ist es das komplette Gegenteil... Hach, was fahren die Deutschen doch gut Auto :biggrin:

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    Um 19 Uhr sind wir wieder zuhause, morgen früh um 8 muss ich wieder im Büro sitzen. Für Jetlag oder ähnliche Späßchen bleibt also keine Zeit und außerdem muss ich meinen Chef ja von der Homeoffice in Mexiko Idee überzeugen. Tobi wird direkt nach Hause fahren in der Hoffnung, dass er ja sagt, denn in dem Fall haben wir beide keine Zeit zu verschenken bei dem, was wir im Akkord zuhause noch erledigen müssen.

    Der kleine Punktebauch freut sich sichtlich über meine Rückkehr :biggrin:

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    Auch Juanito wird kritisch begutachtet! In den nächsten Tagen werde ich morgens immer mal wieder seine Mütze suchen und irgendwo in der Wohnung wieder finden, denn leider haben die beiden Terroristen sehr schnell festgestellt, dass man die abnehmen kann :rolleyes: Das hatte aber schnell ein Ende und jetzt wird er in Frieden gelassen :biggrin:

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    So far, das war es aus Peru... Ein Fazit kommt natürlich noch!

    oh weh, wenn ich da an die denke wo ich komplett bzw fast allein war bisschen sinnfrei. Valley of Fire ist natürlich immer gut besucht.


    In den kleinen Parks wurde immer gegrüßt. In den großen dann fast nicht mehr.


    Schöne Bilder, der Park gefällt mir. Vielleicht klappts ja irgendwann doch noch mal. Nachts (oder Silvester etc) stelle ich mir den auch echt genial vor, fand das schon im Arches schön. Bryce hat das bei mir zeittechnisch nicht geklappt.


    Allerdings, im Cathedral Gorge war ich damals absolut die einzige Person im ganzen Park, da ist das echt schon albern. Ich frage mich ja, ob die beiden Campgrounds im Valley of Fire dann auch reservierbar werden, muss ja fast schon. Dann habe ich vielleicht auch mal eine Chance dort zu übernachten :D


    Ja, stimmt... Wenn es richtig voll wird grüße ich auch nicht mehr jeden, ich kann aber nicht nachvollziehen wie man sich wegdrehen kann, wenn man begrüßt wird, so das man ja nicht mit einem sprechen muss.


    Ja, aber geht ja leider nicht... Arches versuche ich jetzt dieses Jahr mal mit Milchstraße.


    Schöne Gegend da oben! :daumen1:


    Fand ich auch :)


    Schöne Wanderung!


    Kann man auch 2,3x machen, immer wieder nett!


    ah, immer wieder schön! Da waren wir mindestens 3 Mal, da werden viele Erinnerungen wach....


    Aber so voll war es damals noch nicht! :nix1:


    Das gilt wohl leider für so ziemlich jeden Ort mittlerweile...


    Da am Beginn des Trails Hundekottüten hängen, dürften die Hunde dort wohl erlaubt sein. Ist ja schon ein Irrsinn, dass die Allgemeinheit die Scheißbeutel finanzieren muss, weil die Besitzer ihren Dreck sonst überall liegen lassen, haben wir hier in München auch.


    Schöne Wanderung! Aber schon wahnsinnig voll, das haben wir beim letzten Besuch auch gemerkt. Zu nahe an Las Vegas.


    Das ist ein durchaus schlüssiges Argument :D


    aber in den ersten Jahren Vegas waren wir fast alleine dort unterwegs!


    Das hat sich wie so Vieles herum gesprochen durch Internet und Foren....


    Ja, leider... Aber vieles würden wir ohne die Foren wohl auch nicht kennen.


    So kleine Fußhupen mag ich auch nicht so gerne, schon gar nicht, wenn die permanent rumgeschleppt werden und nur für den schönen Anblick da sind


    Gut, dass ihr dann weiter oben nicht mehr so viel Betrieb hattet :daumen:

    Schöne Ausblicke auf Las Vegas :clap1:


    Ne, die armen Tiere wollen ja auch laufen. Mein Vater hat einen Zwergpudel und läuft mit ihr täglich 10km + die kleinen Runden morgens und abends. Die ist einfach nicht kaputt zu kriegen. Undenkbar, wenn die nur in einer Tasche herumgetragen werden würde.


    Na also :D Gewusst wie! Leider bin ich nicht künstlerisch begabt genug, um eine Unterbodenverkleidung mit Eddig zu zeichnen :smile::smile::smile:


    Aber sag mal... Tokio und selbst fahren? Geht das in Japan denn? Ich muss mich demnächst auch mal damit auseinandersetzen, ich würde schon gerne mal hin und bin davon ausgegangen, dass man eh nur Zug fahren kann als Europäer. Ich glaube ich China geht das nicht so einfach. Und ja, mir ist bewusst, dass die Länder nicht viel gemeinsam haben :D


    Tatsächlich entdeckt, hätte ich nicht gedacht. Aber durch die Versicherung konntet Ihr das ja sehr entspannt sehen.


    Heftig, oder? Ich habe auch noch nie erlebt, dass so genau geschaut wurde.


    Nochmal gut gegangen :daumen:


    Ja, das stimmt :)



    Da bin ich ganz bei dir, und als "Spielverderber" kann man das schon gar nicht bezeichnen. Das sind keine Kleinigkeiten, die man mal eben so verschweigen kann, das kann u.U. für den Vermieter richtig teuer werden. Dafür gibt es Versicherungen, und wenn man eine eventuelle Selbstbeteiligung nicht zahlen will, dann kann man auch diese noch versichern. Für mich ist so ein Verhalten schlichtweg unanständig und rücksichtslos und 1:1 vergleichbar mit Entfernen vom Unfallort, selbst wenn es nur ein kleiner Kratzer gewesen ist.


    Ich sehe das anders... Für mich hat es nichts mit einem Unfall mit einer Privatperson zu tun. Die Mietwagenfirmen verdienen schon genug, bei den Preisen, die momentan aufgerufen werden. Würde ich unterwegs wem anders einen Schaden zufügen, würde ich niemals abhauen oder versuchen das abzustreiten.


    Ich hatte einfach kein Bock auf den lästigen Papierkram und hätte es eine Versicherung ohne Vorstrecken bei der Buchung gegeben, dann hätte ich die natürlich auch genommen. Im Übrigen sehe ich das auch nicht als meine Aufgabe an Schäden am Mietwagen zu entdecken, sondern als die des Mitarbeiters und er hat es ja hinbekommen ;) Glück für ihn, Pech für uns. Spätestens beim sauber machen oder bei der Kontrolle für die nächste Vermietung wäre es schon aufgefallen.


    Ich habe eigentlich schon drauf gewartet das sowas kommt und wundere mich, dass es nur in diesem Forum von zwei Leuten kam. Auch alle Leute, die ich persönlich aus dem anderen Forum kenne, haben uns an dem Tag per Whats App Tipps gegeben, wie man das am besten umgehen kann. Wir sind also nicht alleine damit... Und ja, ich würde es wieder so machen, aber ist ja ok, dass ihr das nicht ok findet ;)


    Irgendwie schade, dass der Trip zu Ende geht.... ich habe mich echt an Peru gewöhnt!


    Das finde ich allerdings auch :( Es hat richtig Spaß gemacht den Bericht zu schreiben und ich war auch richtig traurig, als wir zurückgeflogen sind. Das war eine richtig tolle und spannende Reise.

    Puh,
    das ist ja nochmal gut gegangen bei Alamo. :)
    Und durch die Versicherung von Sunny Cars alles Paletti. :clap1:


    Ja, am Ende alles in Ordnung. Ich hatte nur keine Lust auf den nervigen Papierkram bei nur 10 Tagen Zeit zuhause.


    Nochmals gut gegangen! :puh2:


    Ja, stimmt :D Ich hätte aber auch erwartet, dass das Teil noch teurer ist.


    Mir wäre da auch das Herz in die Hose gerutscht, aber ist ja einigermaßen gut gegangen. Gut das man seine Versicherungen hat.


    Das stimmt schon, lieber wäre es mir ohne Vorstrecken gewesen, aber so eine Option gab es beim Buchen leider gar nicht. Ansonsten hätte ich das gemacht, es nervt mich einfach mich nach dem Urlaub noch um sowas kümmern zu müssen.

    Tag 22 (04.09.2021) - Fahrt zum Flughafen und "Sir, we know nothing about cars" - Die Autoabgabe




    Lange konnten wir es heute vor uns herschieben und hinauszögern, doch langsam aber sicher ist es dann doch so weit. Wir MÜSSEN uns wieder in's Auto setzen, den Schutz der sicheren Tiefgarage verlassen und unseren Rav4 ein letztes Mal durch den Verkehrswahnsinn von Lima schieben. Wir können es kaum erwarten!

    Direkt am Hotel ist noch nicht viel los und wir kommen ohne größere Zwischenfälle und Katastrophen auf die Hauptstraße, die uns fast bis zum Flughafen bringen wird. Das ist übrigens die, die ich heute morgen vom Rand der Klippen aus bewundern durfte. Da hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm, dass wir wenige Stunden später selbst hier unten am Meer entlang fahren würden. Für die bislang rein hässliche Hauptstadt ist das ja sogar mal ganz ansehnlich.

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    Je näher wir dem Flughafen kommen, desto voller wird es auf der Straße. Irgendwann müssen wir abfahren und befinden uns dann aber direkt auf der ewig langen Hauptstraße, die wir schon allzu gut kennen. Es ist dieser vollkommen überfüllte Flughafen Zubringer, auf dem wir bei der Ankunft mit dem Taxi gelandet sind und erst ewig weit hinten wenden konnten, weil es immer zu voll war. Das war ja auch an einem Samstag... Nur wesentlich später von der Uhrzeit her, jetzt ist es also eher noch schlimmer als damals. Eigentlich nicht vorstellbar und irgendwie hatten wir am ersten Tag verdrängt, dass wir auch wieder zurück zu Alamo müssen :rolleyes:

    Es ist wieder mal ein wildes Hupkonzert und alle paar Sekunden bekomme ich einen Schreck, weil ich befürchte, jeden Moment ein fremdes Auto auf meinem Schoß sitzen zu haben. Ich frag mich echt, warum die meisten Autos hier ganz gut in Schuss sind und nicht alle vorne und hinten zerstört. Scheinbar geht die Fahrweise ja doch meistens gut, wenn sich alle gleichermaßen dran beteiligen. Es gibt halt keine Lackschäden, nur Auto heile oder Auto Totalschaden :rolleyes:

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    Diese Jesus Statue passt jedenfalls nicht mehr in's Gepäck. Nicht einmal in meines!

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    Jetzt ist es nicht mehr weit und es wird überraschenderweise nochmal deutlich leerer in Richtung Flughafen. Damit gerechnet haben wir nicht, aber beschweren wollen wir uns auch nicht. Einen Nachteil hat es allerdings, dass wir relativ gut durchkommen: Es ist noch hell! Wir hatten erst überlegt, ob wir nicht schauen wollen erst bei Einbruch der Dunkelheit bei Alamo aufzuschlagen, damit das Fehlen der Unterboden Verkleidung nicht ganz so offensichtlich ist, haben uns dann aber doch dagegen entschieden. So wichtig, dass wir deshalb riskieren den Flug zu verpassen, ist uns das dann auch nicht, schließlich sind wir versichert. Lust auf den Stress haben wir trotzdem nicht und so hoffen wir einfach mal das beste.

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    Um 17:10 Uhr rollen wir bei Alamo auf den Hof und hier stehen zwar noch immer nicht viele Autos, aber mehr als vor drei Wochen Abends, als wir unseres abholen wollten. Witzigerweise stehen mit unserem treuen Begleiter nun drei exakt gleiche RAV4s hier rum, auch noch in ein und der selben Farbe. Ob wir damit durchkommen, wenn wir einfach behaupten wir wären in einem der anderen gekommen?! :confused:

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    Wir gehen rein, begrüßen den Mitarbeiter und schon kommt jemand mit nach draußen, um das Auto entgegen zu nehmen. Schon die Übergabe war sehr, sehr gründlich und leider sieht es auch jetzt nicht anders aus. Unser Toyota wird gründlichst kontrolliert und abgelaufen, jeder Zentimeter wird begutachtet und nach neuen Kratzern abgesucht...

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    ... und wir könnte es anders sein, der junge Mann stockt bei dem Blick unter den linken Radkasten.

    "What is this?"

    Oh scheiße, er hat es bemerkt...

    "What do you mean?"

    Versuchen wir es mal mit der nicht wissenden Unschuldsmine.

    "This part is missing!"

    "What do you mean something is missing? We didn't lost something. We got the car like it is"


    Nun spielt er doch tatsächlich den Erklärbär und zeigt uns auf der anderen Seite vom Auto die Vekleidung, die links fehlt und von der wir nicht nur sehr genau wissen, wie sie aussieht, sondern auch wo sie sich in etwa befindet. Weeeeeeit weit weg und ganz schön kaputt.


    Na gut. Einen Versuch wagen wir noch und den startet Tobi ganz selbstbewusst und schauspielerisch begabt:

    "Sir, we don't know anything about cars and that stuff. We just got it here, drove around and now we bring it back. We don't see any difference"

    Nur... Selbst ein Blinder würde den difference sehen. Unsere Lage ist daher aussichtslos und es bleibt dabei, das uns das Teil auf die Rechnung gesetzt wird. Jetzt sind Autoteile normalerweise ja arschteuer, daher bin ich überrascht, dass es "nur" 112$ sind, auch wenn es sich natürlich nur um ein Stück Plastik handelt. Er sagt, er zieht das einfach von unserer Kaution ab... Nur, dass ich die Kaution schon 5 Tage nach Mietbeginn schon wieder zurück auf der Kreditkarte hatte, aber leider hat das Einziehen dennoch funktioniert :biggrin: An der Stelle muss ich mich aber mal positiv zu Sunny Cars äußern, denn ich habe das Geld nicht nur innerhalb von zwei Wochen erstattet bekommen, sondern auch die Taxikosten für die Irrfahrt vom Flughafen zu Alamo und das, obwohl ich keine Rechnung hatte. Außerdem habe ich einen 70€ Gutschein für die nächste Buchung bekommen, den ich vermutlich in diesem Leben niemals einlösen werde, weil Sunny Cars immer einen Tausender mehr will als die Konkurrenz. Da bringt mir der Rabatt nicht viel :D

    Immerhin werden wir jetzt noch ohne Nachfragen oder Theater zum Flughafen gebracht und zwar in unserem eigenen Auto, daher brauchen wir das Gepäck auch noch nicht umladen.


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    Tja... Da sind wir. Angekommen am Flughafen Lima und unser treuer José Rojo fährt ohne uns davon.

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    Scheinbar hat Tobi doch noch irgendwann seinen Koffer gefüllt ;-))

    Entspannung in Sauna und Pool :clap1:


    Ja, irgendwann blieb ihm ja nichts anderes mehr übrig :D


    Würde mich echt überraschen, wenn die fehlende Unterbodenverkleidung bemerkt werden würde. Aber vielleicht sind Peruaner gründlicher als Amis oder Südafrikaner


    Das war ein richtig gemütlicher Abschluss am Pool. Aufgeheizt und dann noch alleine dort, klasse! Mit Sauna kann man mich jagen.


    Wenn du dich da mal nicht täuscht... :D


    Echt? Ich liebe Sauna mittlerweile, besonders im Winter wenn es draußen schön kalt ist. Ich hatte mal ein Ferienhaus an der Nordsee im Winter mit eigener Sauna, draußen lag Schnee... Es gab nichts besseres als Nachts nach der Sauna, nur mit Handtuch, draußen im Schnee zu stehen :D


    Ich glaube, so gechillt könnte ich meinen Abflugtag nicht hinter mich bringen. Da bin ich doch dann immer ein wenig nervös, ob alles klappt und froh, wenn ich dann am Flughafen bin. Daher mag ich Abflugzeiten am Abend eigentlich nicht so wirklich, lässt sich leider aber manchmal nicht vermeiden.


    Ich mach das immer so. Ich gucke auch bei USA Flügen immer das die nach Möglichkeit Abends sind, am liebsten so gegen 22 Uhr, da habe ich noch den ganzen Tag. Beim letzten mal bin ich auch erst am Abflugtag aus Borrego Springs zurück gefahren.


    Das kenne ich auch, die Männer packen in letzter Minute! :cursing: Ich hasse das! :wut2:


    Das ist mir doch egal, soll er doch. Ist doch nicht mein Problem, ich kann in der Zeit ja was schönes machen :D


    Das ist bei uns andersrum.

    Ich fange immer schon eine Woche vorher an zu bügeln und einzupacken (zumindest vor dem Hinflug). ;-))


    Ich habe auch oft ne Woche vor Hinflug fertig gepackt :D

    Tag 25 (10.10.2021) - Red Rock Canyon: Calico Tanks




    Hier bekommt man nochmal einen Eindruck davon, was hier eigentlich los ist. Wir stehen hier ungefähr in der Mitte der Straße, es geht hinter uns also noch einmal so weiter. Auch rechts und links von uns gibt es noch einige weitere Parkreihen. Zwischen all den tristen Farben sticht dieser herrliche Mustang natürlich ganz besonders hervor :D

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    Na, dann wollen wir uns mal in die Menschenschlange einreihen.

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    Zu Beginn geht der Trail noch ohne große Steigung moderat durch einen netten Wash. Die roten Felsen rechts und links sind schön anzusehen und der Weg ist einfach zu gehen. Das ist nicht nur für uns schön, sondern auch für die zahlreichen Großstadtmenschen, die mit ihren Riemchensandalen, dem roten Lippenstift, den, am Handgelenk baumelnden Handtäschchen und den dazu passenden Trethupen absolut fehl am Platze wirken. Jetzt habe ich mich bestimmt wieder besonders beliebt gemacht :rolleyes: Ich bin halt eher ein Fan von Hunden, die mindestens bis zum Knie gehen, hier wird aber eher die Größenkategorie "Meerschweinchen" mit sich herumgetragen. Das scheint ja auch so ein Phänomen zu sein, irgendwie können die armen Tiere nie selbst laufen. Sind Hunde hier überhaupt erlaubt?! Auf den Trails in den meisten Parks ist das ja nicht der Fall.

    Und doch, es war wirklich voll, ich habe mit den Fotos immer nur gewartet, bis niemand mehr im Bild ist.

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    Besonders lang ist der Trail nicht und schon bald beginnt die Steigung und es wird ein wenig anstrengender. Gut zu gehen ist es weiterhin, denn die meisten Höhenmeter legt man über Treppen zurück. Plötzlich ist auch mal wieder viel weniger los, ja, es ist fast schon ruhig. Eignet sich der Untergrund etwa nicht mehr so sehr für Absatzschuhe?! Frechheit!

    Im ernst, mit unseren Rucksäcken und den Wandersachen fühlen wir uns hier ziemlich overdressed, aber besser so als umgekehrt. Trinken müssen so "normale Menschen" scheinbar auch nichts, denn die obligatorische, fast leere 0,5 Liter Wasserflasche in den Händen mancher Kerle ist das Höchste der Gefühle. Und dann komme ich mit meiner 3 Liter Trinkblase... :biggrin:

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    Anscheinend ist der Red Rock Canyon nicht nur beliebt bei Wanderern und Großstädtern, sondern auch bei Kletterern. Dabei gucke ich ja immer total gerne zu und finde es faszinierend, wie die so gut an der Felswand hochkommen. Mittlerweile habe ich ja in der Halle auch angefangen und hab den Sicherungsschein für Top Rope gemacht, aber draußen ist irgendwie nochmal ein anderes Level.

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    Kurz vor Ende - die ausgetrockneten Calico Tanks sind schon zu sehen - biegen wir dann doch irgendwie nochmal falsch ab und kommen vom offiziellen Trail ab. Das macht aber nichts, denn dafür bekommen wir einen exklusiven, ganz privaten Ausblick auf die Glitzerstand Las Vegas. Alle anderen Wanderer sitzen mindestens zwei Etagen tiefer an den Tanks, wir sind viel zu weit oben ausgekommen.

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    Wir lassen uns auf einem riesigen Felsbrocken nieder, der so gerade noch von der Sonne angestrahlt wird. Wenn man so ruhig sitzt ist es im Schatten doch schon relativ frisch... Ein Ärgernis, das sich in dieser Jahreszeit noch ziemlich häufig wiederholen wird in den nächsten Tagen. Aber jetzt rutsche ich auf meinem Hintern erst einmal der Sonne hinterher und genieße die grandiose Aussicht.

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    Das muss Nachts ganz toll aussehen... Oder in der Dämmerung... Ooooooder Silvester. Leider wird das wohl ein Wunschtraum bleiben, denn der Red Rock Canyon öffnet erst nach Sonnenaufgang und schließt seine Tore bei Sonnenuntergang. Eine Schande... Aber wer weiß, wie es ansonsten hier aussehen würde. Vermutlich wäre alles voll mit "Kevin was here".

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    Der Schatten hat den Kampf um den Felsen mittlerweile für sich entschieden und wir machen uns auf den Rückweg. Wir haben heute irgendwie noch gar nichts gegessen! Nicht, dass das jetzt besonders ungewöhnlich wäre, aber wir bekommen doch langsam etwas Hunger und in Las Vegas gibt es ja auch vieeeele Ketten, die wir begehren :biggrin: Außerdem muss das Auto von Tobi bald mal zurück.

    Ey, KEINE SAU grüßt! Das geht mir so richtig heftig auf die Nerven. Es bedankt sich auch niemand, wenn man ihn durchlässt und oben an den Treppen wartet. Ich finde es immer wieder ganz erstaunlich, wie riesig der Unterschied ist zwischen "echten" Wanderern und Stadtmenschen. Irgendwie ist das eine ganz andere Mentalität. Man muss ja nicht jedem Hallo sagen wenn es voll wird, aber ich kann nicht nachvollziehen, wie man Begrüßungen komplett ignorieren und demonstrativ weggucken kann.

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    Der Rückweg geht ruckizucki und schon sind wir wieder an unseren Autos. Der Trailhead liegt ja relativ am Anfang des Scenic Drives, wir müssen jetzt also noch den Rest des Loops fahren, es ist ja eine Einbahnstraße. Diesmal lasse ich Tobi vorfahren, denn er war ja noch nicht hier und so kann er anhalten wo er will, ohne das ich es übersehe und wegfahre.

    Einerseits ists auf jeden Fall eine gute Idee, nimmt aber halt leider dann doch die Spontanität, die ich manchmal hatte und dann doch einen Park besucht habe den ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte. Aber gut, bei den kleineren ist ja auch das Problem nicht gegeben.


    Sag das nicht! Die Nevada State Parks haben grad angekündigt ab 2023 alle ein Reservierungssystem zu haben. Das betrifft dann also auch das Valley of Fire.

    Tag 22 (04.09.2021) - Wellness, Checkout und Mittagessen




    Unser Sauna Slot startet um 13 Uhr, wir haben also noch ein wenig Zeit nach meiner Rückkehr. Ich nutze sie um einfach auf dem Bett herumzuliegen, auf meinem Handy herumzutippen und noch ein paar kleine Änderungen an meinem Packsystem vorzunehmen. Ich bin nicht wirklich böse darum, mich weder psychisch noch physisch groß anstrengen zu müssen, während Tobis Koffer noch komplett leer den Zimmerboden ziert. Ich hatte auch in Nazca kein Bock zu Packen, zugegeben... Aber mit dem Kater jetzt?! NEVER :biggrin:

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    Ist Sauna bei Kater eigentlich eine gute Idee?! Ich weiß es gar nicht. Mir ist bewusst, dass man nicht erkältet oder mit geschwächtem Immunsystem schwitzen soll, aber so? Egal, wir werden es gleich wohl herausfinden. Wir wollen nicht nochmal auf's Zimmer sobald wir um 14 Uhr unsere Pool Time haben und nehmen einfach schon alles mit - Handtuch, Bikini, Wasser... Dann müssen wir aber zunächst an der Rezeption Bescheid geben, das wir nun soweit sind.

    Von der Etage, auf der sich Sauna und Pool befinden, hat man einen coolen Blick ins Foyer.

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    Eine Mitarbeiterin kommt zu uns nach oben, lässt uns rein und erklärt uns alles. Schon verrückt, das wir den gesamten Wellness Bereich vom Hotel jetzt ganz für uns alleine haben. Das man vorplanen muss und nicht einfach hingehen kann ist natürlich etwas blöd, dafür kann man sich hier jetzt aber auch voll ausbreiten.

    Das Problem: Die Saune wird scheinbar nach jedem Slot ausgeschaltet, damit sie gereinigt werden kann. Dadurch ist sie natürlich noch einigermaßen kalt als unser Slot startet. Wir setzen uns in den kleinen Raum und warten... und warten... und warten... Irgendwann passiert dann auch was, aber von so richtig heiß sind wir leider noch meilenweit entfernt. So richtig schön wird es eigentlich erst gegen Ende, als unsere Zeit quasi schon vorbei ist. Das mag aber auch an der super undichten Tür liegen, die für eine Sauna so richtig suboptimal ist :rolleyes: Die kann man nur anlehnen, es gibt einen relativ großen Spalt und sie rastet auch nicht ein... Ziemliche Energieverschwendung, aber immerhin haben wir nach einer knappen Stunde jetzt doch langsam mal angefangen zu schwitzen :D

    Bilder gibt es davon - Überraschung! - keine. Nicht einmal bei mir :biggrin:

    Wir wechseln in unsere Badeklamotten und gehen um 14 Uhr einfach direkt zum Pool rüber. Der liegt ziemlich cool unter freiem Himmel, aber trotzdem windgeschützt von den Hotelwänden. Wenn es anfängt zu regnen kann man die Liegestühle auch unter das Dach schieben, ziemlich coole Sache eigentlich.

    Das Beste daran ist aber: Der Pool ist beheizt und zwar so stark, das er auch ein Whirlpool sein könnte :biggrin::biggrin::biggrin: Perfekt für mich Frostbeule und extrem entspannend.

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    Hier geht unsere Stunde viel zu schnell vorbei, ein bisschen nervig ist es schon, andauernd auf die Uhr schauen zu müssen. Das liegt aber nicht nur an der zeitlichen Begrenzung des Pool Slots, sondern auch an dem Check Out, der uns nun langsam aber sicher doch mal bevor steht. Jetzt haben wir natürlich das Problem, das unsere Badesachen klatsch nass sind und wir sie so ungerne einpacken wollen.

    Tobi probiert es mit Föhnen...

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    ... während ich es mir leichter mache und meinen Bikini einfach in die Tonne kloppe :biggrin: Der hat seine besten Tage sowieso hinter sich und dann bin ich wenigstens in den nächsten Tagen mal gezwungen, mir einen neuen zuzulegen! Win win!

    Irgendwie sind wir zu doof die Brause an der Dusche zu bedienen und es kommt immer nur Wasser aus dem Wannenauslauf... Egal, dann bade ich eben nochmal schnell, bevor wir zum Flughafen fahren. Pünktlich um 15 Uhr sind die letzten Sachen verstaut, die bequemen Klamotten angezogen und Juanito reisefertig gemacht :biggrin: Sein Mützchen fliegt in einem meiner Klamotten Packwürfel mit, er würde es unterwegs nur verlieren.

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    Wir checken pünktlich um 15 Uhr aus und bringen unser Gepäck runter in die Tiefgarage, wo unser Auto noch auf uns wartet - übrigens mit einem, noch immer, vollkommen intakten Holzrahmen im Kofferraum. Das ist langsam aber sicher wirklich ein Problem und ich sehe ein, dass es keinen Zweck mehr hat. Das Teil landet in der Tonne in der Garage!

    Wir müssten jetzt noch etwas essen, aber wir verspüren nicht den geringsten Drang uns etwas auf dem Weg zum Flughafen zu suchen. Selbst wenn wir ausnahmsweise unterwegs mal etwas ansprechendes finden WÜRDEN, wir werden genug damit beschäftigt sein geradeaus zu fahren, da wollen wir jeden unnötigen Umweg absolut vermeiden. Jetzt nochmal loslaufen wollen wir aber auch nicht. Was gibt es also gemütlicheres, als sich einfach in das eigene Hotel Restaurant zu setzen?

    Für Tobi gibt es ein letztes Mal Lomo Saltado zum Abschied und für mich ein geniales Thunfisch Steak. War das lecker! Auch preislich absolut im Rahmen, wir sind angenehm überrascht.

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    Nach dem leckeren Mahl ist es bereits 16:30 Uhr und langsam aber sicher wird es Zeit für uns die Horrorfahrt zum Flughafen anzutreten. Außerdem... Da war doch noch was?! Achja, richtig. Wir müssen den Mitarbeiter von Alamo davon überzeugen, dass wir keine Ahnung haben was eine Unterbodenverkleidung ist und das noch nie eine dran war!


    Tja, keine Ahnung. Vermutlich seit 2021 oder seit 2020, da hat es ja niemand von uns mitbekommen können.


    Das ist ärgerlich... Da hatten wir ja grad noch Glück.


    Wenn ich so etwas lese, habe ich immer weniger Lust, in die USA zu fliegen.


    Ich finde es gar nicht so schlimm... Es sorgt ja auch dafür, dass es nicht noch überfüllter bzw. sogar wieder leerer wird. Dann bekommt man vielleicht auch mal wieder Parklätze an den Trailheads. Man muss es eben nur vorher wissen... Den Fehler, mich nur über Parks zu informieren, in denen ich noch nicht war, mache ich nicht nochmal.


    Und ich wollte spontan auf einem Sonntag hin, das wär ja ein Reinfall gewesen. =O Hab aber auch nichts von Reservierungen gelesen, aber das Problem ist ja dass viele Amis im Moment nur im eigenen Land Urlaub machen können also ist alles noch voller.


    Gern geschehen :wink1: Wäre uns um ein Haar ja auch passiert, wir hatten richtig Glück das wir noch rein durften.


    tja, das wird leider immer mehr die Norm werden.

    Seit Corona werden alle Parks in den USA nur so von Leuten ueberschwemmt.

    Ohne Reservierung geht gar nichts mehr.

    Mir graut auch jetzt schon davor, im Sommer um 3am aufzustehen, nur damit ich dann am Mount Rainier noch einen Parkplatz bekomme gegen 7 am.


    Ich finde das mit den Reservierungen echt ok wenn es dadurch wieder leerer wird... Ich plane ja eh vor, von daher trifft mich das nicht wirklich. Ich war halt nur nicht vorgewarnt, aber das soll mir auch nicht nochmal passieren.


    Und wiederum ist jetzt die Art, wie Sarah ihre Reisen plant scheinbar doch besser, um doch möglichst viel zu sehen.


    Sieht so aus... Für mich war das Spontane ja noch nie etwas, ich bin jetzt also in der glücklichen Lage an meinen Gewohnheiten nicht wirklich etwas ändern zu müssen.


    Da bin ich eher Team lunchen - unsere Reisen sind auch ziemlich durchgeplant.


    Wird immer wichtiger...


    Ich plane zwar auch ziemlich vor, aber so akribisch möchte ich es denn dann doch nicht.


    Gut, dass mir das eh Spaß macht


    Unsere Reisen sind auch bis zu einem gewissen Grad vorgeplant, aber wie oft musste der Plan aufgrund des Wetters schon geändert werden? Unzählige Male!!! Das geht natürlich weiterhin, aber die Permits oder Reservierungen für die Parks wären dann hinfällig. Was ich sicher nie machen werde, jede Stunde, ja fast jede Minute durchzuplanen.


    So ist es ja bei mir immer gewesen, wobei ich mich in der Hinsicht ein bisschen beruhigt habe, jetzt wo ich oft genug da war und das auch so einschätzen kann. 2018 mit meiner Mama habe ich das wirklich minütlich gemacht. Also "Ankunft Trailhead 08:45 - Weiterfahrt 12:30" etc. Natürlich war es dann nicht schlimm wenn es ein bisschen abweicht, aber ich hab gerne einen Überblick, auch während des Tages, wie "gut" ich in der Zeit liege und was noch problemlos geht und was eher nicht. Für das Neuland diesen August habe ich das auch wieder gemacht. Macht mir aber auch Spaß und ich muss dazu sagen, dass ich immer mit genug Puffer oder exakt genug geplant habe, dass meiner Mutter und mir der Zeitplan im Nacken nie aufgefallen ist, 90% der Zeit waren wir viel zu schnell und hatten Zeit über :D


    das waere mir zu unsicher

    Gerade in den letzen 2-3 Jahren, sind Campgrounds so oft voellig ausgebucht.

    Sehe das gerade hier in Washington. Quasi der gesamte Sommer ist hier ueberall ausgebucht, ohne Vorreservierung saehe es dann echt doof aus


    Mir auch... Wäre mir viel zu anstrengend

    Tag 25 (10.10.2021) - Abschied vom Death Valley und Fahrt nach Nevada




    Der eigentliche Plan war ja zum Sunrise am Racetrack zu sein und erst dann langsam die Rückfahrt zu Ranch anzutreten. Da wir uns praktischerweise *hust* schon dort befinden können wir zumindest ein paar Stunden Schlaf nachholen. Naja... Dafür, dass wir erst um 3 Uhr im Bett waren klingelt der Wecker mit 08:30 Uhr noch immer früh genug, aber um 10 Uhr muss man hier auschecken und wir wollen uns nicht hetzen. vor allem ist eine lange und ausgiebige Dusche überfällig, darauf hatte ich heute Nacht kein Bock mehr.

    Ich wasche bei der Gelegenheit meinen Fleece Pulli schnell durch und flute damit im Anschluss unsere gesamte Terrasse trotz auswringen. Ich gehe nochmal schnell zum Auto, was zum Essen reinholen, denn heute Nacht haben wir natürlich nur schnell das nötigste mitgenommen. Zeit für ein gemütliches Frühstück auf der Veranda haben wir jetzt auch noch.


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    Die Eismaschine haben wir ja jetzt auch ungeplant direkt vor der Tür und können nachfüllen, ohne es "illegal" als Nicht-Übernachtungsgäste zapfen zu müssen. Danach laden wir nur noch die restlichen Sachen von Tobis Mazda in meinen Jeep.

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    Punkt 10 Uhr kommen wir am Hauptgebäude an und checken aus. So spät war ich das letzte mal unterwegs, als es im März 2019 in Strömen geregnet hat und man einfach nichts unternehmen konnte. Der halbe Tag ist ja gefühlt schon vorbei, schrecklich :laugh:

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    Wir fahren in Kolonne nach Pahrump, die Straßen sind mal wieder herrlich leer und wir alleine auf weiter Flur. Auch das Wetter sieht wieder traumhaft aus, nur ein bisschen heißer dürfte es für meinen Geschmack gerne sein :)


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    Der Schluckspecht hat mal wieder Durst, also... ich spreche natürlich vom Auto :biggrin: Also machen wir einen Boxenstopp an der gleichen Tankstelle, bei der ich schon vor zwei Tagen getankt hatte. Hier weiß ich wenigstens, dass die Bezahlung an der Zapfsäule durchgeht und ich nicht wieder reinrennen muss. Bei der Gelegenheit versuche ich auch meine Windschutzscheibe mal wieder halbwegs sauber zu bekommen, damit weniger Flecken auf den Bildern sind, aber irgendwie nützt es nicht besonders viel.


    In Kolonne fahren wir weiter in Richtung Las Vegas, biegen vor der Stadt aber in Richtung Red Rock Canyon ab. Die Glitzer Metropole interessiert uns zu dem Zeitpunkt noch nicht weiter, die ist gegen Ende der Reise dran. Tobi kennt die Wanderung zu den Calico Tanks aber noch nicht und hat die schon länger auf der Liste, ging mir ja auch ewig so.


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    Mittlerweile ist es glücklicherweise auch wieder wärmer geworden, auch wenn es natürlich immer noch mehr sein könnte... Nach oben hin gibt es bei mir bekanntlich kaum eine Grenze. Falsche Jahreszeit, ich weiß :)

    Die Frage ist aber: Warum zum Teufel staut es sich vor dem Eingang so dermaßen? :eek: Die Schilder verraten es uns: Es gibt zwei verschiedene Schlangen für die Einfahrt, eine für Leute mit Reservierung und eine für Personen ohne eine solche. Wie jetzt, was bitte für eine Reservierung?! Das war doch beim letzten mal nicht so


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    Ein Ranger kommt zu uns an die Fenster und fragt, ob ich reserviert habe. Natürlich bin ich noch genau so verwirrt wie vorher und frage einfach nur "for what?!"

    "To enter the Park"

    "...No?!.."

    Dann werde ich auf die linke Seite navigiert und soll eine der beiden Lines hier nutzen, dadurch bin ich jetzt neben Tobi, der genau so irritiert aussieht wie ich mich fühle. Als ich schließlich an der Reihe bin wird mir erklärt, dass das System für die Monate Oktober - Mai eingeführt wurde, da mittlerweile in dieser Zeit einfach zu viele Menschen kommen und die Infrastruktur dem Andrang nicht mehr gewachsen ist. Daher sollte man reservieren, da der Park besonders an den Wochenenden dann eben oft ausverkauft ist und man ansonsten vor verschlossenen Türen steht. Grad in dem Moment höre ich einen anderen Ranger sagen, dass jetzt nur noch 60 Autos ohne Reservierung reinkommen, danach ist Ende. Puuuh, das nenne ich mal Glück, denn bei dem Andrang und der Länge der Schlange, wird das bald erreicht sein.

    Trotz National Park Pass muss ich nun noch 2 Dollar Reservierungsgebühr bezahlen. Das erschließt sich mir jetzt nicht so ganz, denn so eben wurde ich noch darüber belehrt, dass ich unvernünftigerweise NICHT reserviert habe. Ist das in meinem Fall dann jetzt eine Nicht-Reservierungsgebühr?! Ich bezahle natürlich ohne Diskussion, aber ich finde die Frage voll berechtigt.

    Direkt hinter der Einfahrt ist ein riesen Kreisverkehr, in dem man sich für den Scenic Loop oder das Visitor Center entscheiden kann, wir steuern zunächst letzteres an. Die meisten anderen Autos fahren direkt in die Einbahnstraße, daher gibt es hier überraschend viele freie Parkplätze.


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    Wir sehen uns ein wenig im Shop um, aber besonders viel gibt es hier für mich nicht. Ich kaufe mir nur den obligatorischen Patch, den ich mir in jedem Park besorge und bei denen ich noch immer nicht weiß, was ich damit anfangen soll. Einen ganzen Schuhkarton davon habe ich mittlerweile zuhause herumstehen :D

    Sooo, alle nochmal Pipi machen bevor wir loswandern!

    Ziel ist der Parkplatz des Sandstone Quarry Trailheads, da wir - wie schon erwähnt - den kurzen aber wunderschönen Trail zu den Calico Tanks laufen wollen. Die beiden Aussichtspunkte, die vorher kommen, sind schon gruselig voll, ich hoffe wir bekommen überhaupt zwei Parkplätze, immerhin handelt es sich mit Abstand um die beliebteste Wanderung im Park.


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    Wie befürchtet ist es rappelvoll am Trailhead und der Parkplatz ist alles andere als klein. Ich finde ganz hinten durch aber noch ein Plätzchen und Tobi hatte unterwegs schon Glück, das grad vor ihm jemand rausgefahren ist. Na, das klappt ja wie am Schnürchen. Jetzt kann man natürlich fragen, warum wir mit beiden Autos auf dem Loop sind und nicht eines davon am Visitor Center gelassen haben. Berechtigt, denn wir haben darüber nachgedacht. Am Ende vom Loop kommt man aber leider nicht mehr dort vorbei, sondern landet einfach wieder auf der Hauptstraße außerhalb vom Park, wir hätten uns also nochmal an der Schlange anstellen müssen bzw. wären vielleicht gar nicht erneut reingekommen.

    Ist das voll hier... Bei meinem letzten Besuch war ich genau zur Öffnung bei Sunrise hier, da war alles noch so schön ruhig. Voll wurde es erst, als ich schon wieder zurück am Auto war, diesmal werden wir uns den Trail wohl mit einigen lauten Teenies teilen müssen.