Beiträge von lunchen

    Genau das Gleiche hatte ich mir auch gedacht. Wenn man schon fliegt, hat man sich auch an die Bestimmungen zu halten.

    Da sind wir schon 2 :aug: Für das Reh gelten doch immer andere Regeln als für den gemeinen Pöbel. Da war auch ein 60. Geburtstag kein Problem, weil man sich in den eigenen 4 Wänden nichts verbieten lässt. Aber ein einsamer Urlaub ohne Menschen Kontakt?! Uuuuuh. Unverantwortlich. :smile:

    Tag 6 (19.08.2021) - Laguna 69 (Gnihihihihi) und zurück




    Ich kann nicht mehr. Mehr als drei Schritte komme ich nicht mehr weit ohne anhalten zu müssen, aber es kann nicht mehr weit sein. Tobi fragt schon, was wir jetzt machen sollen?! Na, weitergehen natürlich, was ist das denn bitte für eine Frage. Ich werde bestimmt jetzt nicht 370 Meter vor dem Ziel aufgeben, auch wenn wir gesagt haben wir drehen, sobald es wieder schlimm wird. Es ist aber anders schlimm als vorgestern... Heute kann ich einfach nur absolut nicht mehr, der Körper verselbstständigt sich immerhin nicht.

    Tobi geht vor um nachzuschauen ob wir wirklich gleich angekommen sind und ich schleppe mich irgendwie mit letzter Kraft Schritt für Schritt hinterher. Ich krüppel über die letzte Serpentine und sehe einen ebenen Weg vor mir und eine Felswand in der Nähe. Außerdem einen Wasserfall! Das muss die Lagune sein, wir haben es geschafft!!!


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    Was für mich vorgestern noch absolut undenkbar war ist heute Realität: Wir stehen vor der wunderschönen, beeindruckenden Laguna 69! Sie ist viel kleiner als Laguna Parón, aber keinesfalls weniger atemberaubend. Im Gegenteil, sie ist noch ein bisschen türkiser und die Kulisse mit dem Wasserfall und dem Schnee gleich oben drüber ist einmalig. Der Wasserfall überrascht uns, immerhin ist Winter und Trockenzeit, aber die Erderwärmung ist eben auch in Perú angekommen. Die Mühe hat sich sowas von gelohnt! Ich lasse mich jetzt erstmal auf den erstbesten Felsen fallen, von mir aus auch in 2. Reiher hinter 3 schwer beschäftigten Influencern, die werden schon irgendwann gehen! Wo sind die Weitwinkel Objektive wenn man sie braucht? Richtig, im Hotel (Tobi) und zuhause (Sarah).

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    Wir werden von einem Amerikaner angesprochen, dass die Aussicht von da oben noch viel besser wäre. "Da oben" ist in dem Fall eine Erhöhung, die ich heute mit Sicherheit nicht mehr lebendig erreiche und definitiv davon absehen werde, es auszuprobieren, hier unten ist auch schön! Tobi fühlt sich aber noch fit und bringt Fotos mit! In der Zeit sprühe ich mich mal mit Mückenschutz ein, vielleicht hilft das gegen die Fliegen, ansonsten liege ich einfach nur auf dem Stein herum und genieße den Ausblick.

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    Ein Vögelchen macht sich über die Reste von Menschen her, die offensichtlich nicht in der Lage sind, ihren Müll wieder mitzunehmen...

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    Tobi braucht für seine Verhältnisse auch sehr lange bis er oben ist und muss Pause machen, als er es geschafft hat. Er bestätigt auch, dass ich das heute nicht mehr gepackt hätte, hier gehen die Probleme langsam scheinbar auch bei ihm los. Ich merke jedenfalls, dass diese 4600 Meter grad meine Grenze sind und das ich mich keinen einzigen Höhenmeter mehr nach oben bewegen sollte.

    Der Amerikaner von eben ist Fotograf und bietet sich noch an ein Bild von uns zu machen. Der kann auch mit dem Handy Weitwinkel umgehen und weiß, dass man weder Füße, Köpfe, noch Teile vom Hauptmotiv abschneiden sollte.


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    Das Sandwich vom Laden heute morgen ist übrigens echt lecker!

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    Nachdem die Instagram Menschen damit fertig sind, jeweils 100 Fotos in jeder erdenklichen Gruppenkonstellation und einzeln zu machen, stehe ich auch nochmal auf und gehe ein wenig näher an's abgefahren eiskalte Wasser... Ich hab mal einen Finger reingesteckt, der ist quasi direkt taub. Man durfte hier auch mal schwimmen bevor der Andrang größer wurde, ich habe keine Ahnung, warum man so etwas wollen sollte.

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    Wir sind fast die letzten hier und sollten uns nun auch dringend wieder auf die Socken machen, so schön es hier auch ist. Große Teile der Rückfahrt werden eh schon wieder im dunkeln stattfinden, da wollen wir im Hellen wenigstens gut am Auto ankommen. Von der Lagune aus muss man ca. 2 Meter nach oben um wieder auf den Trail zu gelangen und diese zwei lächerlichen Meter hauen mich schon wieder komplett weg. Zugegeben - ich bin mal wieder zu schnell aufgestanden, ich lerne es einfach nicht und vergesse es immer wieder. Na, das wird ja ein lustiger Abstieg, ich male mir schon das schlimmste aus. Was, wenn es wieder so schlimm wird wie vorgestern? So bin ich mehr schlecht als recht 2km geradeaus gekommen, aber bestimmt nicht hier runter.


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    Zu unserer größten Erleichterung geht es dann aber direkt wieder, sobald ich nicht mehr bergauf, sondern bergab laufen muss. Nur starke Kopfschmerzen haben wir jetzt auf einmal beide und hoffen, dass die mit jedem Meter tiefer besser werden. Durch die tiefstehende Sonne und das Schattenspiel der Wolken sieht die Umgebung nur noch toller aus als beim Aufstieg!

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    Und dann, an der engsten Stelle der letzten Serpentinen, dort, wo es steil runter geht und man keinen Meter zur Seite gehen kann, kommt uns auf einmal eine Kuh entgegen marschiert.

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    Wir bleiben stehen und gucken die Kuh doof an - die Kuh bleibt stehen und guckt uns doof an. Und jetzt? Wir MÜSSEN da durch, es gibt keinen anderen Weg, das können wir dem Tier aber kaum begreiflich machen und auch sie wird nicht rückwärts wieder den Berg runterlaufen. Kühe können ja auch gefährlich werden... Also gucken wir weiter doof. Bis die Kuh genug vom doof gucken hat und einfach weiterläuft, allerdings in einem Tempo, dass uns zu verstehen gibt, dass wir zwei Optionen haben:

    1. Über den Haufen gerannt werden
    2. SCHNELL aus dem Weg kommen

    Unattraktiv sind beide Möglichkeiten, denn weg kommt man hier immer noch nicht, aber es ist immer noch die bessere von beiden Alternativen. Wir begeben uns auf den grasbewachsenen Abhang zu unserer Linken und krallen uns in irgendwelchen Pflanzen fest um nicht runterzurutschen. Das zieht ein paar Kratzer mit sich, im Großen und Ganzen haben wir die Kuh aber auf diese Weise unbeschadet überstanden und können unsere Wanderung fortsetzen! Und jetzt kommt mir nicht mit "Perú ist zu abenteuerlich", Kühe gibt es schließlich fast überall :biggrin:

    Leider bleibt es auch nicht bei der einen. Es scheint so, als würden die Tiere auf die Wege kommen sobald kaum noch Menschen da sind, klar, da läuft es sich ja auch besser als auf dem Berghang. An den nächsten kommen wir aber immerhin ganz gut vorbei ohne das sich eine der beiden Parteien großartig bedroht fühlt.


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    Wir sehen noch andere Tiere, die uns in dem Moment auch deutlich lieber sind. Jetzt fällt mir nur ein, dass wir noch immer nicht gegoogelt haben was genau das ist.

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    In dem Tal gibt es mehr Kühe und die haben hier sogar Kälber, sind also mit Sicherheit mit noch mehr Vorsicht zu genießen. Wir gehen jedenfalls einen extra großen Bogen drum herum, auch wenn das bedeutet durch den Matsch zu müssen. Wir sind jetzt erstmal geheilt und brauchen meine weitere Begegnung dieser Art.

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    Vor uns läuft jetzt nur noch eine Frau mit Guide, ansonsten haben wir die grandiose Landschaft ganz für uns alleine - abgesehen von den Kühen. Die Sonne erreicht den Boden des Tals nicht mehr, aber die Berge sind teilweise noch toll angeleuchtet und mir geht's auch wieder besser. Beeilen müssen wir uns trotzdem!

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    Viele Bilder machen wir nicht mehr, wir ziehen jetzt schnellen Schrittes durch bis zum Auto. Wir haben ein wenig die Sorge, dass die National Park Schranken zum Sonnenuntergang schließen und wir wollen ungerne über Nacht hier eingesperrt sein. Ich weiß aber gar nicht mehr woher der Gedanke kam und ob es dafür Anhaltspunkte gab, jedenfalls wollen wir es nicht riskieren.

    Ich habe sowas von kein Bock auf den finalen Anstieg zur Straße... Tobi geht schon mal vor um das Auto zu holen, so kann ich mir Zeit lassen und er kann mich am Trailhead einsammeln. Das passt dann auch genau, er kommt grad angefahren als ich oben ankomme.


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    Wir haben noch immer beide starke Kopfschmerzen, sind aber vor allem happy es geschafft zu haben und die Lagune gesehen zu haben. Wir haben ehrlich gesagt eher damit gerechnet das es ausfällt! Ich nehme mir für die rumpelige Rückfahrt wieder das Nackenkissen, das hilft dann doch gegen die Schläge. Die Lagunen, die wir bei der Rückfahrt anschauen wollten, liegen natürlich bereits komplett im Schatten und wir halten nicht mehr an. Tobi hält nur noch einmal schnell seine Kamera aus dem Fahrerfenster. Wieso sehe ich nicht, denn dafür sind die Berge zu hoch und ich sitze auf der falschen Seite. Nach Sichtung des Ergebnisses kann ich aber sagen: Hätte ich auch so gemacht!

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    Es ist bereits stockdunkel als wir an den Schranken ankommen, aber immerhin sind sie noch offen und wir können weiterfahren.

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    Das Licht vom Auto ist gut und hier fahren überraschenderweise auch alle anderen Verkehrsteilnehmer mit Licht, so das die Rückfahrt gut möglich ist. Zurück im Hotel gehen wir nur noch duschen und fallen in's Bett, essen ist nicht mehr nötig, nach so einer Anstrengung habe ich sowieso nie Hunger und morgen haben wir Zeit für das Frühstück.

    Das war mal ein genialer, anstrengender und intensiver Tag!

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    Und mit diesem extralangen Teil geht der Bericht jetzt in eine einmonatige Urlaubspause, denn morgen sind wir wieder weg! Dann kann auch das reh entspannt aufholen :smile:

    Tag 6 (19.08.2021) - Die spektakuläre Wanderung zur Laguna 69 (Gnihihihihi)





    Das Auto beginnt langsam so auszusehen, wie es sich für einen anständigen Roadtrip gehört!


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    Ein Blick zurück auf die Straße und auf die Lagunen, an denen wir vorhin vorbei gekommen sind!

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    Am Trailhead sind wir grad schon vorbeigefahren, direkt dort kann man nicht parken und wir müssen jetzt wieder ein kleines Stück die Straße runter. Schnell kommen wir aber nicht voran, denn es gibt überall etwas zu sehen!

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    Es tut uns Leid. Uns ist vollkommen bewusst das dieser Humor recht vorpubertär ist, aber wir können einfach nicht anders! Bitte verzeiht mir alle weiteren unlustigen Scherze in die Richtung im Laufe der weiteren Wanderung.

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    Warum heißt die Lagune eigentlich so wie sie heißt? Einfach weil sie Pech gehabt hat. Als das Gebiet um den Huascaran erkundet und kartografiert wurde gab es einige Seen und Lagunen, die bereits bekannt waren und schon Namen hatten, es wurden aber auch unzählige gefunden, die zuvor übersehen wurden. Wobei "unzählige" hier genau das falsche Wort ist, denn tatsächlich wurden sie schlicht und einfach durchgezählt je nach Entdeckung und eben fortlaufend nummeriert. So kommt es, dass die berühmteste Lagune des Huascaran National Parks eben den lustigsten Namen abbekommen hat, sie wurde einfach als 69. (Gnihihihi) Wasserloch entdeckt. Das Spiel geht weit über Laguna 500 hinaus, nur um mal einen Eindruck zu gewinnen, wie viele davon es hier eigentlich gibt.

    Ein Selfie Fotobomb gibt es auch noch, bevor wir endgültig loslaufen können! Man muss ja schließlich seinen Beitrag dafür leisten, dass die nicht immer alle gleich aussehen!

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    Der Trail geht links von der Straße weg und erstmal bergab, an sich ja nett, aber das müssen wir nachher am Ende der Wanderung wieder hoch und das gefällt mir jetzt nur bedingt. Wir wollen den Fehler der Laguna Parón nicht wiederholen und machen gaaaaaanz ganz langsam. Eigentlich gehen wir in einem Tempo, als würden zwei Rentner mit Rollator spazieren gehen, einfach um erst einmal sicher zu gehen. Beim ersten Anlauf haben wir in unserem normalen Geh Tempo angefangen und das soll man ja eben nicht tun, auch wenn man (noch) nichts bemerkt.

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    Seht ihr das rote Häusschen im Hintergrund? Das ist eine Station zur Ticketkontrolle für den Huascaran Nationalpark und wo befindet sich selbiges? Richtig, natürlich im Auto. Tobi bietet sich an alleine wieder hochzulaufen und es zu holen, damit ich meine Kräfte schonen kann. Ich setze mich ein wenig an den Bach und mache erstmal "wohlverdiente" Pause, so nach 10 Minuten bergab schleichen. Hoch braucht scheinbar auch Tobi in der Höhe länger, denn es vergeht einiges an Zeit bis er wieder da ist. Währenddessen kommen ein paar Lastenesel vorbei, aber auch gefühlt 50 Menschen, die uns überholen und offenbar von irgendeinem Bus ausgeschüttet wurden... Ohje. Aber sollen die mal ruhig schnell vorbei laufen, so langsam wie wir sind sehen wir die eh erst wieder, wenn die schon auf dem Rückweg sind.

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    Die Bäume lichten sich und wir kommen in ein wunderschönes, herrliches Tal mit schönen flachen Wegen und einem genialen Blick auf schneebedeckte Berge um uns herum. Natürlich bedeuten die fehlenden Höhenmeter nur, dass es später schlimm wird, denn der Trail ist Kilometermäßig nicht grad der längste, aber wie so oft ist das ein Problem unserer Zukunftspersönlichkeiten. Anstrengend ist das Gehen übrigens auch ohne Steigung... Mir geht es zwar gut, aber man merkt es einfach.

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    Weit sind wir noch nicht gekommen als ich mich einiger Klamotten entledigen muss. Wenn mir zu warm ist beim Wandern bekomme ich zu viel und das passiert grad. Was bin ich froh das wir die dicken Winterjacken im Auto gelassen haben, für mich wird es schon Zeit die Hosenbeine und den dicken Fleecepulli zu entfernen.

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    Ich freue mich wie ein kleines Kind, als meine Uhr mir sagt, dass wir schon 50 Höhenmeter gemacht haben, ganz sanft steigt der Trail dann wohl doch an. Ja, das ist quasi nichts, allerdings schon mehr als das doppelte von dem, was wir vorgestern gemacht haben und mir geht es immer noch gut, das deute ich mal als gutes Zeichen. Langsam und stetig ist mein Motto für heute, Tobi allerdings kann so langsam nicht gehen und rennt immer wieder vor, wartet dann aber natürlich irgendwo. So hat eben jeder sein Tempo. Ich muss extrem auf meinen Puls achten und so haben wir momentan eine Laufzeit von 25 Minuten pro Kilometer... Die Landschaft bleibt unvergleichlich schön.

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    Es sind schon jetzt nur noch 5km bis zur Lagune. Gut, weil es wenig ist, schlecht, weil wir quasi noch die gesamten 700 Höhenmeter vor uns haben.

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    Wie im Internet beschrieben sind wir ziemlich genau die angekündigte Stunde Schonfrist unterwegs, als der Trail im Tal beginnt etwas mehr anzusteigen. Das muss ja dann immerhin bedeuten, dass der Durchschnitt der Wanderer hier genau so langsam unterwegs ist wie wir, auch das gefällt mir spontan.

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    Wir laufen direkt auf eine Felswand zu und sehen nicht wirklich einen Trail, das erinnert mich irgendwie an den Grand Canyon Aufstieg über den Bright Angel Trail, wenn man grad aus dem Indian Garden kommt und einfach nur eine senkrechte Wand vor sich sieht.

    Je weiter wir laufen, desto klarer wird wo wir hochmüssen und ich stelle mich schon mal auf einen seeeeehr langen Aufenthalten auf diesem Abschnitt des Trails ein. Ein Paar wandert mehr oder weniger mit uns, wir überholen uns alle paar Minuten gegenseitig und machen gleich häufig und lange Pausen, nur eben nicht gleichzeitig. Auch andere Gesichter haben sich bereits mehrfach wiederholt, auch wenn wirklich nicht viel los ist.

    Zwei grandiose Wasserfälle kommen ins Blickfeld, leider aber auch die Serpentinen, die wir hoch müssen. Immerhin haben wir so eine Ausrede öfter mal anzuhalten, das fallende Wasser will schließlich aus allen Perspektiven abgelichtet werden.


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    Für die zwei Kilometer bergauf haben wir jetzt eine Stunde und 12 Minuten gebraucht. Ich bin bergauf ja nie die schnellste, aber das sind schon ganz andere Verhältnisse hier. Wir haben schon langsam geplant, aber wir kommen einfach noch schlechter voran. Egal... Was zählt ist das ankommen an der Lagune, nicht die Geschwindigkeit und zur Not müssen wir nachher eben zügiger absteigen oder mal wieder die letzten Meter im dunkeln fahren.

    Mit der Zeit laufe ich mich ein wenig ein und es geht vom Gefühl er besser, trotzdem sind die Pausen häufig. Viel schlimmer sind aber die kleinen Fliegen, die sich auf uns eingeschossen haben und permanent um unsere Köpfe herum fliegen. Die meiste Zeit habe ich meine Cap jetzt in der Hand und wedle energisch damit herum, das kostet auch mehr Energie (und Nerven!) als man denkt.


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    Endlich oben angekommen! Wir biegen um die Ecke und staunen nicht schlecht als auf einmal eine Kuh mitten im Weg herum liegt.

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    Und die nächsten Serpentinen... Wer hätte es gedacht, natürlich ist das hier nur eine Zwischenebene. Es war wirklich klar, immerhin wissen wir wie viele Höhenmeter diese Wanderung hat, aber man hofft ja doch immer noch irgendwie, dass die Angaben vielleicht falsch sind. Die Höhe macht mir wieder mehr zu schaffen, mein Puls ist jetzt dauerhaft über 170. Das ist bei mir zwar keine Seltenheit, er geht aber auch nicht mehr so schnell runter wie sonst. Die typischen Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel bleiben aber aus, also mache ich mir noch nicht zu viele Sorgen.

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    Puh. Pause! Wir sind in einem großen Tal angekommen, wo uns nun erst einmal vergönnt ist uns ein wenig zu erholen. Es geht nur noch geradeaus weiter, die Ausblicke sind super und wir können den finalen Anstieg für einen Moment ausblenden. Es gibt sogar einen kleinen See, der natürlich nicht unser Ziel ist.

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    Bald können wir auch die Serpentinen erkennen, die wir jetzt noch hochmüssen. Durch das Höhenprofil bei Alltrails wissen wir, dass es nicht nur der letzte Anstieg ist, sondern auch mit Abstand der steilste und heftigste - natürlich, wo sollte der auch sonst sein als an der höchsten Stelle der Wanderung. Wie befürchtet kommen große Gruppen bereits heruntergelaufen, anderenfalls hätten wir den Weg auch aus der Ferne gar nicht ausmachen können. Das bedeutet zwar immerhin, dass an der Lagune nicht mehr viel los ist, aber auch, dass wir die letzten sind. Immerhin nicht die absolut unfittesten, denn die meisten Leute, die in unserem Tempo mit uns gelaufen sind, sind inzwischen weg und haben vermutlich aufgegeben.

    Der Aufstieg wird mit jedem Meter und jedem Schritt anstrengender, gefühlt bleibe ich alle 5 Meter für ein paar Sekunden stehen. Als wir eine gewisse Höhe erreicht haben erkennen wir noch eine weitere Lagune, an der wir vorhin quasi vorbeigelaufen und das Hinweisschild in die Richtung entdeckt haben.

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    Die Leute die uns entgegen kommen haben irgendwie alle 0 Körperbeherrschung. Man muss positiv erwähnen, dass hier so gut wie jeder vernünftige Wanderschuhe trägt und niemand mit Flipflops herumstolpert, allerdings hilft das auch nicht, wenn man mit seinen eigenen Beinen nicht umgehen kann. Mehr als einmal werden wir fast den Berg runtergeschubst, weil irgendjemand es nicht schafft 10 Zentimeter von einem Stein runterzugehen ohne auszurutschen, zu stolpern, oder sich auf den Hintern zu setzen und zu rutschen... Außerdem laufen die Gruppen mit lauter Musik, was ich nie verstehen werde. Egal... Jetzt sind so gut wie alle vorbei und wir haben wieder unsere Ruhe.

    Hmpf..... :tipp:

    Haben die Coca Blätter gewirkt? klappt alles auf der Wanderung? wie sieht die Laguna in echt aus? Fragen über Fragen :smile:


    Keine Ahnung, ich weiß ja nicht wie es ohne gewesen wäre :D


    Es bleibt spannend!


    Immer :D



    Bestimmt, aber es sind ja 2 Worte :D


    :rauchen3:


    :smile:


    Die Lagune heißt 69 ;-))


    Riiiischtisch


    :pat:


    Aber bei schnellem Lesen .... :lach3:


    Passiert :smile:

    Oh, du Arme, Höhenkrankheit ist bestimmt ganz furchtbar, nur, den ganzen Beutel der Blätter hast du doch wohl nicht gekaut, denn dann dürfte doch wohl eine Rauschwirkung eingesetzt haben, denke ich zumindest.

    Tag 6 (19.08.2021) - Die Fahrt zum Trailhead, ein Frühstück unterwegs und ein paar Drogen zum Mitnehmen





    Schlafen kann ich heute Nacht nicht wirklich, irgendwie macht Tobi sehr seltsame Geräusche, dafür sind die Hähne still... Ein schlechter Tausch wenn ihr mich fragt :biggrin: Vermutlich bin ich aber diesmal auch wirklich ein bisschen aufgeregt, weil ich immer noch nicht weiß wie es mir nachher gehen wird und der Druck schon da ist... Ich will nicht dran Schuld sein, wenn wir eines der größten Highlights nicht machen können! Der Wecker klingelt jedenfalls um 5 und dementsprechend gerädert fühle ich mich nach der schlaflosen Nacht. Immerhin der Jetlag scheint überstanden zu sein, denn ich würde eigentlich ganz gerne weiterschlafen! Ein paar Minuten liegen bleiben kann ich immerhin noch während Tobi duschen geht, ich muss mir eigentlich nur die rausgelegten Sachen anziehen und den Rucksack schnappen.

    Manuel schreibt mir in dem Moment das er leider nicht mitkommen kann, weil sein "Head like a bomb" ist. Ehrlich gesagt bin ich ganz froh darüber... Nicht weil Manuel nicht cool ist oder weil ein Tag mit ihm blöd wäre, im Gegenteil. Allerdings wandert er oft zu der Lagune und hatte sich auch schon drauf gefreut und damit wäre der Druck nur noch größer und ich hätte Angst gegen den guten Rat meiner Körpersignale weiterzulaufen wenn er auch noch mit dabei ist. Außerdem bin ich bergauf eh hoffnungslos langsam, da will ich einem erfahrenen Bergwanderer echt nicht im Weg herumstehen. Coca Blätter gab es ausgerechnet gestern auf dem Markt auch keine, aber er schickt mir jetzt den Standort, wo er mit uns frühstücken gegangen wäre und die verkaufen das Grünzeug dort angeblich auch. Er sagt uns auch genau was wir essen und trinken sollen und wovon wir vor einer Höhenwanderung die Finger lassen sollen.

    Wir warten jetzt aber noch bis kurz nach 6 anstatt nur bis 05:45, dann dämmert es immerhin und wir müssen nicht im dunklen losfahren. Guten Morgen Huascaran und guten morgen anderer Berg dessen Namen ich nicht kenne!


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    Ein weiterer Vorteil wenn wir selbst fahren: Wir können alles ins Auto packen und spontan am Trailhead noch überlegen was wir anziehen und mitnehmen, wir haben keine Ahnung wie frisch es dort oben ist. Beim Einräumen fällt uns der interessante Füllstand des Pools auf, was gestern zu wenig war, ist heute etwas zu viel :biggrin:

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    Ich schicke Manuel das Bild mit dem Hinweis, dass sein Pool möglicherweise ein wenig voll ist, aber er weiß schon Bescheid und hat den Schlauch bereits abgedreht. Die Nachtschicht ist eingeschlafen und hat es somit versäumt das Wasser abzustellen als der Pool voll war. Das macht aber nichts, das wäre gut für seine Blumen und seinen Rasen :D

    Um 06:10 Uhr rollen wir schließlich vom Hof und fahren abermals in Richtung Yungay. Nach dem Fiasko vorgestern bin ich echt skeptisch was die Wanderung angeht... Die Gravel Road ab dem Dorf ist nervig und und zeitweise etwas rumpelig, aber absolut kein Vergleich zu dem Drama, das wir auf dem Weg zur Laguna Parón über uns ergehen lassen mussten.

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    Etwas skeptisch bin ich nur bei insgesamt vier sehr abenteuerlich aussehenden Holz"brücken" auf dem Weg, die aber offensichtlich auch regelmäßig Reisebusse aushalten... Es hilft nichts, aber bei der letzten steige ich lieber aus und schaue mir das Ganze von sicherem Boden aus an :redface: :rolleyes: Das wir hier auch wieder zurückmüssen verschiebe ich mal wieder auf das Zukunfts-Ich, vorher gilt es eine Wanderung zu überleben.

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    Früh werden wir von den ersten Reisebussen überholt, die in Huaraz bereits um 4 Uhr losfahren und gegen die wir einfach keine Chance haben. Heute haben wir es trotzdem eiliger als das letzte mal, denn der Trailhead hat keinen wirklichen Parkplatz, sondern nur eine Bucht einige Meter weiter, wo nach unseren Einschätzungen vielleicht 3, maximal 4 Autos hinpassen. Überraschenderweise gibt es hier punktuell Streetview und wir konnten vorher schauen. Natürlich gibt es keine offiziellen oder inoffiziellen Informationen zum Parken, denn außer uns fährt ja niemand mit dem Auto hin. Dann braucht man natürlich auch nicht viele Parkplätze, aber die Kleinbusse können sich ja auch nicht in Luft auflösen, für die großen scheint es weiter unten einen Sammelparkplatz zu geben.

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    Um 07:50 kommen wir in dem Dorf an, wo es Frühstück gibt, wir haben jetzt grad mal ziemlich genau 15km auf der Gravel Road zurückgelegt, das entspricht ziemlich genau der Hälfte der Strecke zum Trailhead. Ich glaube, diese Option hätten wir auch ohne Manuel nicht übersehen können, aber es ist natürlich fraglich, ob wir hier wirklich angehalten hätten. Jedenfalls scheinen die Gruppen hier auch ihr angepriesenes "landestypisches Frühstück" verabreicht zu bekommen.

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    Es ist kalt! Arschkalt um genau zu sein! Also ist das hier der erste Einsatz meiner Snowboard Jacke, die ich zum Glück in weiser Voraussicht eingepackt habe. Es ist generell eher schwierig für eine Reise zu packen, bei der zwischen 0 und 30 Grad potenziell alles dabei ist, aber das ist ein anderes Thema :D Momentan sind 9°C, aber wir sind von den letzten Tagen so verwöhnt, dass wir noch Handschuhe anziehen. Also. Tobi zieht Handschuhe an, bei mir bleibt es bei einem unerfüllten Wunsch, denn die sind spurlos aus dem Kofferraum verschwunden. Ich vermute, die sind irgendwie rausgerollt beim Koffer ausladen.

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    Serviert wird wegen Corona momentan nur outdoor und an der Karte sieht man direkt, dass man sich auf Wanderer zur Lagune spezialisiert hat. Wir machen das, was Manuel gesagt hat: Ei und Brot bestellen, dafür aber nichts anderes und den Saft wählen wir auch ab. Der Kellner fragt uns, ob wir stattdessen 2 Coca Tees pro Person haben möchten und klar... Viel hilft schließlich viel und einer Sache kann ich als Tee-Nichtliebhaber nicht abstreiten: Die wärmende Wirkung für die Hände!

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    Wir haben unser Frühstück grad erhalten, als der Bus abhaut und uns hier komplett alleine zurücklässt. Na hoffentlich sind wir nicht die allerletzten und können noch parken...

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    Ebenfalls wie von Manuel empfohlen bestellen wir im Anschluss noch zwei Chicken Sandwiches zum Mitnehmen, die man auf der Rückseite der Karte findet. Außerdem ordern wir - zusammen mit der Rechnung - noch ein Tütchen Drogen vom Dealer unseres Vertrauens :biggrin:

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    Weiter geht die Fahrt, die zweite Hälfte müssen wir nun auch noch hinter und bringen. Damit es irgendeine Wirkung hat probiere ich mich direkt mal an dem ersten Blatt, nur leider haben wir noch immer keine Ahnung wie man das eigentlich macht. Es heißt "Coca Blätter kauen" soweit sind wir schon. Aber was macht man damit, wenn man die gekaut hat? Schluckt man die runter? Spuckt man die aus? Das Internet äußert sich nicht zu dieser - unserer Meinung nach vollkommen berechtigten - Frage. Nach dem ersten Versuch weiß ich auch warum: Das zersetzt sich so schnell, da bleibt nichts zum ausspucken. Die Locals kauen das zusammen mit Asche, damit der Geschmack erträglicher wird, ich finde alleine diese Vorstellung schon zum erbrechen und versuche es lieber erstmal so, wenn auch mit einer ordentlichen Portion Skepsis!

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    Die Leute im Internet übertreiben ja vollkommen! Ja, es ist nicht lecker, aber auch viel weniger schlimm als ich erwartet hatte. Vor allem schmeckt es bitter und am schlimmsten sind die ersten Sekunden, wenn man dieses staubtrockene, getrocknete Blatt irgendwie klein kriegen muss. Sobald es eine pampige Masse ist lässt auch der strenge Geschmack nach. Im nachhinein haben wir erfahren, dass man viele auf einmal kauen soll, wir haben es schön einzeln gemacht, aber wird auch irgendwie helfen. Ein bisschen zu früh gefreut habe ich mich auch, denn natürlich habe ich am Anfang erstmal ein sehr kleines Blatt genommen und bin dann mutiger geworden. Leider sind die Teile bitterer, je größer sie sind :biggrin:

    Kurz nach dem Frühstück entern wir ein weiteres mal den Huascarán National Park

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    Dieses mal wird auch Eintritt fällig, 30 Soles pro Person für den ganzen Tag!

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    Wie auch beim letzten mal wird die Straße nicht besser sobald man sich im National Park befindet, eher im Gegenteil. Trotzdem ist es kein Vergleich, denn trotz zahlreicher Serpentinen gibt es keinen gruseligen Abgrund und keine lebensmüden Baustellenfahrzeugfahrer, also alles in bester Ordnung, außer das es sich zieht wie Kaugummi.

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    Nachdem wir die finale Steigung überwunden haben befinden wir uns auf 3850 Metern, also noch immer knapp 400 Meter tiefer als Laguna Parón. Das ist erstmal gut, weniger gut ist, dass die Laguna 69 400 Meter HÖHER liegt und wir einiges an Höhenmetern zu erwandern haben. Ich bin immernoch skeptisch...

    Angekommen sind wir trotz der erreichten Höhe noch nicht, es geht jetzt noch gerade an den zwei Lagunen vorbei, die wir gestern vielleicht schon kurz besuchen wollten. Zum Glück haben wir uns das gespart bei der langen Anfahrt! Das Licht ist aus der Richtung nicht so optimal, wir würden ja gerne mal anhalten, aber die Angst um den Parkplatz überwiegt dann doch. Bei der Rückfahrt dann!


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    Wir kommen am Busparkplatz vorbei, der schon ganz gut gefüllt ist. Die Leute werden zum Trailhead gefahren und müssen dann später nach der Wanderung zurück nach unten laufen, wir versuchen unser Glück am Miniparkplatz weiter oben. Die Straße wird viel enger und es gibt glücklicherweise auf den letzten 2km keinen Gegenverkehr. Wir können unser Glück kaum fassen! Obwohl es mit 09:50 Uhr eigentlich schon viel zu spät ist steht erst ein PKW hier und wir können uns locker daneben stellen.

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    Bisher läuft es ja wie am Schnürchen... Mal sehen wie lange noch. Wir stopfen uns jeweils noch zwei Coca Blätter in den Mund und packen den Rest in meinen Rucksack. Die Winterjacke tausche ich noch gegen die leichte Regenjacke, auch wenn es noch kühl ist. Kann dann losgehen...

    Du hättest dir einfach einen größeren Kopf aussuchen sollen :D


    Mein Hirn ist einfach zu groß für meinen Schädel :) :) :)

    So halten die Scheinwerfer und Lampen einfach länger....


    So habe ich das noch gar nicht gesehen, das ist natürlich richtig :D


    Da hätte ich mir doch irgendwas an Tobis Stelle geholt.


    Der hatte nach dem Duschen auch keine Lust nochmal alleine rauszugehen


    Wieso - ich zeige nur, dass ich jeden der Teil-Tagesberichte aufmerksam lesen, wenn ich auch Berichte zurückliege...


    Ich freu mich drüber :wink2:

    Tag 5 (18.08.2021) - Ein gelungener Abend, trotz der vorausgesetzten, aber fehlenden hellseherischen Fähigkeiten




    Manuel nimmt uns direkt in Empfang und fragt nochmal nach wegen des Essens. Wir sind uns aber noch nicht zu 100% sicher und versprechen, gleich Bescheid zu sagen falls wir noch rechtzeitig Hunger bekommen. Der Pool liegt leider schon im Schatten, da wird es dann schnell kühl, also fällt reingehen für uns Warmduscher auch aus :D Mal ganz abgesehen davon ist fast kein Wasser drin, es wird wohl erst morgen wieder was. Das bedeutet aber ja nicht, dass man sich nicht auf die Liegestühle legen kann und sich anderweitig beschäftigen kann - zum Beispiel mit meinen geliebten *hust* Notizen.

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    Das ist auf den Stühlen aber nicht so bequem mit dem Schreiben, also verlagere ich meinen Arbeitsplatz irgendwann auf den Boden :D

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    Gegen 14 Uhr bekommen wir leicht Hunger und schreiben Manuel mal eine Whats App, was er von 16 Uhr halten würde, immerhin hatte er uns das Zeitfenster von 14-17 Uhr geschickt, was wohl angeblich der regulären Essenszeit der Peruvians entspricht. Normalerweise kommt immer schnell eine Antwort, diesmal lässt sie aber auf sich warten. Wir gucken hin und wieder mal ob wir ihn in der Rezeption finden, wenn wir sowieso kurz zum Zimmer müssen, aber nö... Kein Manuel. Kurz vor 16 Uhr schreibt er uns, dass er mit Magen Darm Problemen im Bett liegt und er leider nicht mitkommen kann, auch ob er es morgen schafft ist fraglich. Was machen wir denn jetzt?! Wir könnten mal die empfohlene Pizzeria ausprobieren, er fragt netterweise noch ob wir hinwollen, oder ob er uns was bestellen soll - diesmal wollen wir raus, wir haben ja auch noch eine Rechnung mit diesem Eis offen.

    Letzteres wird wohl wieder nichts, denn zurück auf dem Zimmer hat auch Tobi plötzlich Magenprobleme, hat aber trotzdem noch Hunger. Wir zögern es noch ein bisschen heraus und ich gehe erstmal duschen, danach ist es auch schon besser. Stadt und Eis verschieben wir aber lieber erneut auf Morgen, wir gehen jetzt nur noch schnell was essen.


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    Joah... Gefunden haben wir die Olibar, die ist aber zu!

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    Jetzt sind wir verwirrt, immerhin hat Manuel uns grad noch gefragt ob er uns dort was bestellen soll. So richtig wissen wir aber nicht wo wir jetzt hinsollen, also schreibe ich ihm einfach mal. Was jetzt passiert entzieht sich meinem gesamten Verständnis: Er hat uns einen Tisch reserviert - Cool. Aber woher um Gottes willen sollen wir das wissen? Wieso geht der davon aus, dass wir das wissen? Wieso macht er das überhaupt? Und hääää? Fakt ist: Wir laufen hin wo wir hinlaufen sollen und stehen dann wie zwei Deppen in einer einsamen Gasse und sehen einfach nichts. Natürlich - wir hätten auch wissen müssen das es kein Schild gibt und das die Tür schwarz und zu ist. Ich Idiot. Ist doch vollkommen logisch! Aber auch das klärt Manuel und wir werden persönlich auf der Straße aufgegabelt... Just Perú things :frag:


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    Wir finden uns nun in einer Art Innenhof wieder, hier stehen insgesamt nur drei Tische und es sieht so aus, als würden die Inhaber oben drüber wohnen und einfach nur runter in die Küche kommen, wenn grad Kundschaft da ist. Das passiert vermutlich nicht so häufig, denn scheinbar muss man ja zu dem erlesenen Kreis gehören, der von der Existenz dieses hippen Schuppens weiß! Aber sehr nett und gemütlich sieht es hier definitiv aus!

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    Tobis Pizza würde locker für zwei Leute reichen und meine Lasagne schmeckt auch ganz hervorragend. Ich weiß zwar nicht warum die nicht nur in einem Teller, sondern zusätzlich in einer Alu Schale ist, sie ist aber definitiv selbst gemacht und frisch zubereitet. Da hat Manuel diesmal einen wirklich guten Tipp gegeben, nicht so wie die matschigen Pommes Burger gestern :D


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    Erst waren wir etwas skeptisch weil wir jetzt im dunkeln zurücklaufen müssen, aber das geht wirklich gut. Übrigens haben wir uns - bis auf die Situation am Flughafen bei Ankunft - in dem Land noch zu keiner Situation unsicher gefühlt. Bei der Rückkehr treffen wir Manuel in der Rezeption, offensichtlich geht es ihm ein wenig besser und er hofft, morgen mitkommen zu können. Jedenfalls wäre er in jedem Fall um die verabredete Zeit unten, egal ob er mitkommt oder nicht. Wir räumen noch ein wenig im Zimmer auf, packen schon mal die Rucksäcke für morgen und liegen um 21 Uhr im Bett. Bitte, bitte, bitte lass das morgen klappen... Ein wenig nervös bin ich schon.

    Muss mich wiederholen: wunderschöne Bilder und die Dörfchen gefallen mir! <3


    Danke :)


    Ich kenne das vom Alpine Visitor Center im Rocky Mtn NP.

    Danach habe ich beim Mauna Kea dann wirklich die Aklimatisierung von einer Stunde beim VC gemacht - ist ungefähr auf halber Höhe.

    Und es war prima.


    Man darf das m.E. einfach nicht in einem Schub hoch, sondern man muss auf solchen Höhen einfach ein, zwei oder drei Zwischenhöhen mit einer Stunde Pause einplanen.


    Ja, vermutlich hast du recht! Jetzt weiß ichs :D


    bloed mit der Hoehenkrankheit, ich hoffe, das gibt sich wieder.

    Da hatte ich bisher nie Probleme mit und da bin ich ganz froh drueber. Bin beim Mauna Kea auch immer in einem Rutsch hochgefahren, da mich die Hoehe nicht gestoert hatte. Waeren aber auch nur knapp 14,000 Fuss, also nicht wirklich hoch


    Das haben wir auch sehr gehofft!


    Nette Dorfplätze, aber seltsam, dass da so gar keiner unterwegs ist :gru1:


    Vermutlich wegen der Zeit... Bei uns ist in kleinen Dörfern ja mittags auch nichts los.

    Tag 5 (18.08.2021) - Kleine Dörfchen mit kleinen Kirchen auf dem Weg zurück nach Caraz




    In Carhuaz kommen wir wieder auf die Hauptstraße, die uns irgendwann zurück nach Caraz bringen würde, wenn wir nicht in Yungay zur Laguna 69 abbiegen wollen würden. Wir hatten auf der Hinfahrt ja bereits ein paar tolle alte Kirchen und die dazugehörigen Dorfplätze gesehen und jetzt halten wir eben überall mal an, vertreten uns kurz die Beine und schauen es uns aus der Nähe an.

    Die erste Kirche finden wir auch direkt in Toma, das kleine Dorf nach dem Abzweig. Die Plätze sind irgendwie alle vollkommen ausgestorben, aber das tut der Schönheit keinen Abbruch.


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    Der Blick auf die Berge ist von hier aus noch immer grandios, allerdings ziehen mittlerweile die Wolken rein. Wir wollen uns aber mal nicht beschweren, wir hatten bisher ja im Gebirge absolutes Kaiserwetter.

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    Krass finden wir immer den Kontrast zwischen dem Plaza de Armas und dem restlichen Dorf, der größer nicht sein könnte. Auf der einen Seite Prachtbauten im spanischen Kolonialstil (wenn auch nicht 100% gepflegt) und auf der anderen Seite Abrisshäuser und abblätternde Fassaden.

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    Unser nächster Stopp lässt nicht lange auf sich warten, ganze 8 Minuten saßen wir jetzt im Auto. Der Platz von Tingua gefällt uns besser als der in Toma, der Platz ist netter mit der schönen Bepflanzung, dafür sieht die Kirche irgendwie neuer und etwas gammeliger aus. Ich musste grad auch bei Street View nachschauen welche Bilder zu welchem Dorf gehören und bin etwas stutzig geworden. Die Kirchtürme gab es 2013 noch nicht, da war das Gebäude einfach ein 4 eckiger Klotz... Hier ist also nicht viel mit Kolonialstil :D Trotzdem ein schöner Zwischenstop und immer noch ansprechender, als 99% der anderen Gebäude an denen wir so vorbei fahren.

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    Richtig schön wird es dann in Ranrahirca, kurz vor Yungay. Tolle Kirche, mega geniale Blumen... Was will man mehr. Hier halten wir uns auch ein bisschen länger auf als auf den anderen Plätzen. Auch hier gilt aber: Keine Sau außer uns ist hier unterwegs. Dabei ist das doch der schönste Ort der Dörfer, stimmt nur die Uhrzeit nicht und wann anders steppt hier der Bär? Keine Ahnung...

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    In Yungay biegen wir auf die 106 ab, die entgegen der Straße zur Laguna Paron, weiterhin als dicke, gelbe Bundesstraße ausgewiesen wird. Zumindest von Google Maps, in der Realität ist es natürlich auch eine schmale Schotterpiste. Keine Schlimme bisher jedenfalls, aber nach ca. 20 Minuten haben wir keine Lust mehr. Wozu machen wir den Quatscht jetzt eigentlich? Wir fahren morgen eh hoch und so wie sich das wieder zieht brauchen wir mindestens 2 Stunden pro Strecke. Damit wäre der Tag wieder vorbei und wir hätten nur im Auto gesessen, da haben wir keine Lust zu. Also wenden!

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    Selbst hier auf der Gravel Road begegnen wir einem winzig kleinen Dörfchen mit Kirche, es heißt Hongo und besteht vielleicht aus 5 Häusern.

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    Wir fahren zurück zum Hotel und schauen mal, wie wir den angebrochenen Nachmittag und Abend so verbringen!


    Faszinierende Eindrücke von Land und Leuten! Schön, dass es Dir an dem Tag wieder gut ging.


    Danke!


    Toll!!!!


    :)


    das war bisher ein schöner und entspannter Sightseeing-Tag.


    Muss auch mal sein... :D Der nächste Urlaub darf mehr Bewegung haben :D


    Eine wunderschöne Gegend! :love: Tolle Bilder!! :love:


    Fanden wir auch, hat uns richtig gut gefallen :)


    Macht doch jetzt keine Challenge daraus, welche Strecke schlimmer, schwerer, steiniger oder was auch immer ist .


    Sarah hat eine schwierige Strecke gemeistert und gut ist.


    Sorry.


    Laut dem Reh ist es nicht so schlimm wenn das halbe Auto schon in der Luft über der Klippe hängt :D


    Ich mag die Hüte der Peruaner :daumen1:


    Schöner Tag und gut, dass es heute mit der Höhe besser gepasst hat :daumen1:


    Ich fand die auch total toll, generell die bunten Klamotten!

    Ihr seid in den USA noch nicht viele von solchen Strecken gefahren gell...


    Das fand ich jetzt relativ harmlos auf den Fotos...


    Ähm. Doch.


    Du bist ein Schißhase.


    Und wenn ich dir sage, dass der rechte Vorderreifen beim ersten Versuch bereits in den Abgrund gerutscht ist und ich das nur nicht geschrieben habe, weil meine Mutter im anderen Forum mitliest?



    Sind wir. Und zur CBS und zur White Pocket sind wir auch selbst gefahren. Oder zum Racetrack. Oder zu Little Finland. DAS alles ist Kindergarten gegen diese Strecke. Leider sieht es auf Fotos nie so aus, wie es in Wirklichkeit ist ;)

    Tag 5 (18.08.2021) - Aussichten auf die gigantische Cordillera Blanca




    Heute liege ich um 01:30 Uhr bereits das erste mal wach im Bett. Was bitte stimmt mit diesen Hähnen nicht? Das sind nicht zwei oder drei, das müssen hunderte sein und alle kreischen wild durcheinander, als wenn es um's überleben ginge. Haben die keine innere Uhr? Krähen peruanische Hähne nicht bei Sonnenaufgang, sondern bei Mondaufgang?

    Ich schlafe zum Glück nochmal ein und dann auch bis 6 Uhr durch, allerdings bleiben wir heute einfach noch was liegen und schicken uns gegenseitig die Fotos von gestern. Wir haben es ja nicht eilig und einen richtigen Plan eigentlich auch nicht. Wir haben eine Straße gefunden, die laut Streetview tolle Aussichten auf die Codillera Blanca bietet und beschlossen, die heute mal entlang zu fahren. Frühstück gibt es sowieso erst um 07:30, also stehen wir auch erst 10 Minuten vorher auf und gehen dann gemütlich runter. Für Pullover ist es jetzt schon wieder zu warm und ich ziehe auch direkt eine kurze Hose an - wer hätte gedacht, dass es in den Bergen im Winter so schön ist?!

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    Heute gibt es auch Kaffee und frisch gepressten Ananas Saft, viel besser als das komische Zeug gestern und heute bestellen wir uns beide auch ein Rührei. Leider gibt es heute nur einen Beutel Coca Tee, den nehme ich, weil es Tobi mit der Höhe ja viel besser ging als mir. Yay. Was freue ich mich :biggrin:

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    Wir lassen es ganz langsam angehen und nebenbei beantworte ich noch ein paar Kommentare im Forum. Als wir aufbrechen wollen treffen wir noch Manuel und quatschen eine Runde über gestern und die weiteren Pläne. Er hat noch gar nicht bemerkt, dass wir eine Nacht verlängert haben und freut sich total darüber. Natürlich dürfen wir das Zimmer morgen einfach behalten und müssen nicht umziehen. Beim nächsten Mal sollen wir aber direkt über seine Homepage buchen und nicht über booking, das wäre um einiges preiswerter. Noch preiswerter?! Wir zahlen doch schon nur 34€ pro Nacht :eek: :confused: Wir erzählen ihm natürlich auch von meinen Problemen gestern und das wir es morgen mit der Laguna 69 (Gnihihihi) versuchen wollen, er mag auch dann mitkommen. Er fragt uns noch, um wir ihn gegen 11 Uhr zum Markt in Caraz begleiten würden, sicher spannend, aber leider eine etwas ungünstige Uhrzeit. Er bringt uns aber gerne ein paar Coca Blätter mit - wie lieb dieser Mann ist :)

    Gegen 9 Uhr sitzen wir dann im Auto und machen uns wieder auf den Weg in Richtung Yungay, diesmal fahren wir aber durch die Stadt durch und bleiben auf Asphalt. Das erste Mal fällt uns die etwas gruselige Bemalung mancher LKW auf, die oft irgendwelche Wildtiere wie Wölfe oder Löwen hinten drauf haben... Glauben wir zumindest, denn besonders gut sind die Bilder nie. Meistens ist auch noch irgendein verunstalteter Jesus mit dabei.


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    Tanken müssen wir auch mal wieder und das klappt erneut ganz hervorragend und ohne Betrugsversuche!

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    Auf dem Weg kommen wir an einigen kleinen Dörfern vorbei, die alle relativ heruntergekommen aussehen, aber alle einen prachtvollen, Palmengesäumten Plaza de Armas samt Kolonialkirche an der Hauptstraße haben. Wir beschließen auf dem Rückweg nachher an jedem davon mal kurz anzuhalten und ein paar Bilder zu machen.

    Außerdem kommen wir an einer Art Kloster vorbei...


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    Und an einem landwirtschaftlich genutzten Berghang. Wir finden, es sieht total faszinierend aus wie die Felder in die Steigung reingearbeitet sind. Hier wird ja auch das meiste noch per Hand bzw. Esel oder Pferd geerntet, das ist mit Sicherheit ein extremer Aufwand und eine heftige körperliche Anstrengung.


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    Wir biegen links ab auf die Panoramastraße. Natürlich ist es nicht wirklich eine, zumindest nicht offiziell, aber wir haben ja bereits gelernt das es die Peruaner mit sowas nicht haben. In den USA wäre das doppelt und dreifach ein Scenic Byway, hier ist es halt ganz einfach eine Straße, die genutzt wird um von A nach B zu kommen. Es geht sofort in relativ steile Serpentinen über, es bleibt aber Asphaltiert und lediglich ein paar Erdrutsche zwingen uns zum Ausweichen. Die Felsen neben uns an der Straße sind sogar ziemlich intensiv rot, mit sowas haben wir hier gar nicht gerechnet.

    Als wir um die nächste Kurve biegen bietet sich uns ein sagenhafter Ausblick auf den Huascaran von einer Perspektive, die wir bisher noch nicht kannten. Cordillera Blanca ist übrigens der Name der Anden Bergkette, die wir hier die ganze Zeit schon sehen. Sie ist 180km lang und beherbergt sage und schreibe 50 Berge über 5700 Metern Höhe. Das macht sie zur höchsten Bergkette des gesamten amerikanischen Kontinents und des gesamten Tropengebietes weltweit. Übersetzt bedeutet der Name "weiße Kordillere" und er deutet auf die zahlreichen Gletscher und ganzjährig schneebedeckten Gipfel in dem Gebiet hin.

    Genug Theorie, hier ist die gigantische Sicht auf den höchsten Hügel Perús:


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    Ich bekomme eine Nachricht von Manuel, ob wir Lust auf traditionelles, peruanisches Essen haben. Klar, haben wir! Bisher gab es ja nur Pizza und Burger und wir haben eh schon länger vor uns mal etwas lokaler zu ernähren. Leider spricht er wieder vom frühen Nachmittag und wir wissen noch gar nicht wann wir zurück sind und ob wir dann noch Hunger haben. Wir werden ihm Bescheid geben sobald wir absehen können wann wir zurück sind.

    Je weiter wir fahren, desto traditioneller werden die Dörfer durch die wir kommen. Eselskarren, Menschen in Trachten, Ernten werden auf dem Rücken getragen, Kühe und Schafe chillen friedlich auf der Straße... Ein geniales Gefühl mitten im "echten" Leben von Perú zu sein. Hier kommt man mit organisierten Reisen im Reisebus aber zu 100% nicht hin! Ist das nicht der Inbegriff von Idylle hier?


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    Leider ist die weitere Straße wegen Bauarbeiten gesperrt, aber immerhin gibt es eine Umleitung durch kleine Ministraßen des Dorfes, die aber teilweise auch gesperrt sind. Wobei "gesperrt" hier nicht ganz richtig ist, sagen wir es liegt einfach entweder ein riesen Haufen Sand oder ein riesen Haufen Ernte mitten im Weg :biggrin:

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    Diese "Umleitung" führt uns sonst wo hin, aber nicht wieder zurück auf die asphaltierte Hauptstraße an der Cordillera Blanca vorbei. Stattdessen hoppeln wir über eine kleine Gravel Road durch den Wald bergab und sehen einen kleinen Bach mit einer Brücke. Hier halten wir auch und fahren nicht weiter. Wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht und wir hatten ja bisher auch schon tolle Ausblicke. Zur Not sind wir eben früher wieder zurück und gehen in den Pool oder mit Manuel traditionell essen.

    Am Bach steigen wir aber natürlich mal aus und schauen uns um. Übrigens sind wir hier auch schon wieder auf 3200 Metern und immerhin merke ich nichts, auch beim Klettern über die Steine nicht. Es ist vielleicht gar nicht schlecht, wenn wir heute schon wieder ein bisschen höher unterwegs sind und danach wieder auf die 2300 Meter von Caraz fahren.


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    Es wird Zeit die Inca Cola zu testen!

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    Kennt ihr diese Hubba Bubba Kaugummirollen, die irgendwie einen Meter lang sind, leuchtend rot und in den 2000ern total beliebt waren? Genau so schmeckt das! Erträglich, aber für uns nicht als Standard Erfrischungsgetränk geeignet.

    Dann machen wir uns jetzt mal auf den Weg zurück, schauen uns die tollen Kirchplätze an und fahren dann vielleicht noch ein Stück bis zur Laguna 69 hoch, auch wenn wir morgen erst hinwandern wollen. Auf dem Weg dorthin gibt es noch zwei weitere tolle Seen, für die wir morgen vermutlich keine Zeit haben werden und je mehr Akklimatisierung desto besser!

    Weiß ich ja, daher hatte ich vermutet, dass du das kennst...


    Ne, das war mir echt vollkommen fremd :D


    Was für ein Horror.


    Ja, in der Tat :huch3:


    Höhenkrank ist Shit!


    Das kannst du laut sagen!


    Was für ein Mist

    Aber irgendwie auch zu erwarten, wenn man solche Höhen nicht gewöhnt ist, oder?


    Keine Ahnung, ich fand es gar nicht SOOOO hoch. Also dachte ich. Naiv verschätzt würde ich mal behaupten!


    Wirklich blöd, diese Höhenkrankheit. Diese Wanderung war ja eine Qual für dich. :trost: Du hättest mehr Kokain nehmen sollen. :wirr:


    Ja, das wäre sicher hilfreich gewesen :smile:


    Höhenkrankheit - nicht schön, klingt schon schlimm bei dir....

    Ich habe damit allerdings keine Probleme


    Du glücklicher :)


    Die Höhenkrankheit hatte dich ja fest im Griff.
    Kam dass plötzlich während der kurzen, ebenen Wandern?

    Oder hat sich das auf der Fahrt hoch schon leicht angekündigt?


    Ne, da war noch NICHTS. Das kam beim Aussteigen aus dem Auto, aber der Hinweg war noch irgendwie in Ordnung. Auf dem Rückweg hat es mich dann komplett umgehauen.

    Tag 4 (17.08.2021) - Eine turbulente Rückfahrt und eine schwierige Entscheidung




    Ja, ich war heilfroh wieder am Auto zu sein und mich erfolgreich reingesetzt zu haben, jetzt wäre ich aber viel lieber ganz woanders. Am besten 2000 Meter tiefer auf einer samtig weichen Asphaltstraße ohne eine einzige Unebenheit. Leider ist das Wunschdenken und zwischen uns und der gewünschten Höhe liegen 2,5 Stunden Fahrt auf der übelsten Ruckelpiste. Grad hatte ich noch keine Kopfschmerzen - jetzt schon und wie. Ich habe das Gefühl, mein Kopf platzt. Tobi weiß gar nicht was er machen soll, möglichst schnell fahren, damit wir schnell runter kommen, oder möglichst langsam, damit ich es aushalte?! Ein Mittelding muss her. Übrigens kommen die Kopfschmerzen bei der Höhe daher, dass sich das Gehirn gerne ausdehnen möchte, das aber nicht geht, weil der Schädelknochen im Weg ist... Beruhigende Vorstellung.

    Immerhin steht die Sonne schon relativ niedrig und strahlt die Umgebung ganz nett an, Gegenverkehr kommt jetzt um die Zeit auch keiner mehr, das ist wirklich angenehm. Auch von hinten drängelt keiner mehr, weil wir fast das letzte Auto auf dem Parkplatz waren.


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    Wir sind noch keine 500 Meter weit gekommen als mir total übel wird von dem Geruckel und Geschaukel. Ich erwähne kurz, dass es möglich ist, dass wir jeden Moment mal sehr spontan anhalten müssen und ich schnalle mich schon mal ab - wir fahren ja eh keine 10km/h. Ich habe es fast noch nicht fertig ausgesprochen, als es auch schon so weit ist. Ich springe aus dem Auto, muss 2, 3x würgen, ansonsten passiert aber nichts. Also Weiterfahrt. Diesmal kommen wir keine 200 Meter weit, als wir wieder stoppen müssen. Diesmal bewässere ich beherzt die Vegetation am Straßenrand mit meinem Mageninhalt, der zu 100% aus reinem Wasser besteht - immerhin habe ich seit dem Frühstück nichts mehr gegessen, dafür aber literweise getrunken. Vielleicht sollte ich spätestens jetzt mal wenigstens ein paar Cookies oder einen Müsliriegel essen, allerdings kann ich mir nicht einmal vorstellten jetzt IRGENDWAS zu essen.

    Nach dem zweiten Notstop wird es zum Glück wesentlich besser, zumindest was die Übelkeit angeht. Bei der Gelegenheit hole ich mir noch mein Nackenhörnchen vom Flug aus dem Kofferraum um meinen Kopf ein bisschen zu polstern und kann die restliche Fahrt so irgendwie aushalten. Trotzdem zieht es sich wie Gummi, bis wir ENDLICH wieder am National Park Eingang ankommen und die Straße endlich besser wird.

    Wir sind froh, wieder auf der besseren Dirt Road zu sein und zeitlich sieht es auch gut aus.


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    Dachten wir. Die Baustelle von vorhin hat leider noch immer kein Feierabend und so stehen wir 2x direkt hintereinander in einer Sperrung, wo zunächst der Gegenverkehr durchgelassen wird. Nur... da kommt keiner. Trotzdem stehen wir hier ca. eine halbe Stunde in der Gegend herum, ohne das irgendwas passiert.

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    Die Stelle mit dem nassen Lehm ist einfach nur noch länger geworden und das Auto vor uns weiß überhaupt nicht damit umzugehen. Wir beten inständig, dass er weiterfährt und nicht noch langsamer wird, denn in dem Fall müssten wir bremsen und würden zum Stillstand kommen, um nicht hinten drauf zu fahren. Ob wir hier ohne Allrad wieder rauskommen würden ist mehr als fraglich, aber es geht so gerade gut.

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    Die Sonne ist mittlerweile untergegangen und wir müssen das tun, was man eigentlich vermeiden soll: In Perú im Dunklen fahren und wir werden bald auch schon eine der Gründe dafür verstehen.

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    Die meisten Autos und Motortaxis haben entweder kein Licht, oder benutzen es einfach nicht. Völlig egal ob unter einer Straßenlaterne oder in stockdunkler Pampa. Wenn sie doch Licht haben, dann so extrem falsch eingestellt, dass man selbst einfach nur geblendet ist und gar nichts mehr sieht. Ergo, in beiden Fällen sieht man gar nichts.

    Gegen 19 Uhr sind wir wieder zurück am Hotel, die Kopfschmerzen sind mittlerweile fast weg und es hat wirklich geholfen wieder runter zu fahren. Matschig fühle ich mich aber dennoch und gehe direkt mal duschen. Eigentlich sollten wir jetzt dringend etwas essen, ich fühle mich aber noch immer nicht danach und alleine hat Tobi keine Lust. Es bleibt also bei dem spärlichen Frühstück von heute morgen.

    Wir haben jetzt ein ganz anderes Problem als fehlendes Essen oder ein bisschen Restziepen im Kopf: Der morgige Tag. Es gibt so einige Dinge, die wir von den "Must Do" Seiten abgespeichert haben und die wir auch geplant haben, aber man hat ja immer so seine GANZ BESONDEREN Highlights, auf die man sich freut. Eine unserer persönlichen Top 3 ist morgen dran und ich bin mir zu 99% sicher, dass das für mich nicht möglich ist: Die Wanderung zur Laguna 69 (Gnihihihi), die auf 4600 Metern Höhe liegt, also 400 Meter höher als die Laguna Parón heute. Das ist nicht der einzige Haken, denn es gibt keinen Parkplatz am Wasser, hier muss man eine ca. 700 Höhenmeter Wanderung absolvieren um etwas sehen zu können. Ich konnte heute keine 4km ohne Höhe laufen, wie soll das funktionieren?

    Gedanklich habe ich schon damit abgeschlossen und ich werde wohl den ganzen Tag im Zimmer und im Pool hocken müssen, während Tobi mit Manuel wandern geht. Ihr könnt euch vorstellen, wie mich diese Vorstellung ankotzt. Alleine hat er aber auch keine Lust, also sagen wir ihm für morgen komplett ab und überlegen, was wir jetzt machen... Übermorgen würden wir für zwei Nächte nach Huaraz umziehen und auch dort noch eine Lagune besuchen, die aber nicht so spektakulär aussieht, wie die Laguna 69 (Gnihihihihi). Wir beschließen auf eine Nacht zu verkürzen und stattdessen eine weitere Nacht hier in Caraz zu verbringen, so können wir morgen einen Tag Pause einlegen, vielleicht ein bisschen höher fahren ohne groß zu laufen, und dann neu bewerten. Nächstes Problem: Das Hotel in Huaraz ist nicht mehr kostenlos stornier- oder änderbar und so schicke ich eine Anfrage, die aber auch innerhalb von 5 Minuten positiv beantwortet wird. Jetzt noch schnell via booking eine 4. Nacht bei Manuel buchen und die Sache ist sicher. Jetzt müssen wir ihn morgen nur noch fragen, ob wir das Zimmer behalten können und hoffen, dass es bei mir besser wird und ein weiterer Tag ausreicht um mit der Höhe klarzukommen. Ich bin skeptisch, aber nicht so skeptisch wie bei einem Versuch am morgigen Tag.

    Um 21 Uhr geht heute schon das Licht aus.

    Danke für den zweiten Teil der Gebrauchsanweisung.


    Gerne :)


    Das fände ich ja grenzwertig.

    Hier bei uns am Niederrhein gibt es allerdings das Schipatie, ein Burger nur mit Pommes gefüllt. Den fand ich immer schon strange, wenn ich das gesehen habe.


    Das kenne ich gar nicht... Nie gehört und ich komme auch vom Niederrhein :D Verrückt!


    Oh je du Arme ... das hört sich ja nicht so toll an!


    Die Lagune gefällt mir sehr gut. Wahnsinn wie schön türkisblau das Wasser strahlt.


    War echt ätzend! Aber die Lagune hat sich gelohnt!

    Wow, Superfotos und Superlandschaft! :clap1::clap1:

    Mein Favorit ist das drittletzte Bild. :daumen1:


    Dankeschön :)


    Ich liebe dieses Bild auch total!


    Was für eine Landschaft!!!

    Das blau der Lagune ist der Hammer.


    Allerdings, wir waren auch richtig geflashed


    Wunderschöne Landschaft, Sarah. Da dürfte dir Patagonien auch gefallen, und Probleme mit der Höhe hättest du dort auch nicht. Das Blau dieser Gletscherseen ist einfach außerirdisch schön.

    Um auf dieser Höhe wandern zu können hilft einem eine normale Fitness nicht unbedingt weiter. Ein paar Tage Akklimatisierung, und ich meine wirklich ein paar Tage, sind für die meisten Menschen essentiell.

    Wir waren ja im letzten Jahr kurz vor dem 1. Lockdown 4 Wochen in Patagonien und möchten vielleicht demnächst gerne in die Atacama und weiter ins bolivianische Hochland. Für die Akklimatisierung plane ich 3-4 Tage zusätzlich ein. Anders dürfte ich Schwierigkeiten bekommen, das habe ich bereits in den mexikanischen Bergen schmerzhaft erfahren müssen, und ich bin körperlich wirklich ziemlich fit, na ja, was man so fit nennt 8) .

    Die Anfahrt ist allerdings nicht sehr attraktiv :huch3: , aber besondere Orte verlangen eben manchmal eine besondere Anfahrt, obwohl, ich hätte dort nicht fahren wollen, aber mein Mann hätte das schon gemacht, der kann wirklich jede Straße. Wie er das manchmal macht ist mir eigentlich schleierhaft.


    Dankeschön :)


    Ich bin davon überzeugt das mir das gefallen würde, steht auch durchaus mal auf dem Plan für irgendwann! Das es keinen Unterschied macht wie fit man ist habe ich auch festgestellt, aber das muss man einfach selbst erleben um das wirklich zu verstehen. Hätte ja auch sein können, dass ich mega gut damit klarkomme. Aber naja, jetzt weiß ich es ja :)


    Die Landschaft ist genial.


    Allerdings :)


    Ich kann Dein Unwohlsein durchaus nachvollziehen. Wir sind von chilenischer Seite auf 4.800 Meter hochgefahren und hatten nach jedem Schritt Atemnot - trotz Übernachtung auf 3.500 Meter Höhe. Aber die Blicke sind großartig und wunderschön - fantastisch!


    3500 ist ja auch richtig hoch. Das ist die gleiche Höhe wie Cusco und auch da haben ja viele Probleme. Man soll ja auch nicht dort landen und dort starten.


    Genau - ihr seid ja auch bekloppt.


    :) :) :)



    Ne, das kann man sich sparen, ist wirklich nicht empfehlenswert. Jetzt weiß ich es ja besser...


    Traumhafte Bilder :love: tolle Landschaft!


    Danke :)


    Traumhaft schön, so hat sich die Anfahrt definitiv gelohnt :clap1:


    Mit der Höhe käme ich sicherlich auch nicht zurecht, hatte ja schon auf knapp 3000 m Höhe Probleme auf dem Mt. San Jacinto bei Palm Springs

    Ich hoffe, auf der weiteren Reise sind die Probleme bei dir nicht mehr so massiv


    Die hat sich gelohnt :)


    Es wird besser, so viel kann ich sagen :)



    Das freut mich :) Vielen Dank!

    Tag 4 (17.08.2021) - Parque Nacional Huascarán: Laguna Parón




    Und weil wir die Laguna Parón schon sehen, seit wir hier sind und ihr jetzt lange genug auf das erste "Perú Must Do" gewartet habt, zeige ich euch zunächst jetzt mal unseren atemberaubenden Blick vom Parkplatz.


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    Nein, das im Hintergrund ist nicht der Huascarán, aber dennoch ein nicht zu verachtender 6000er. Perús höchsten Gipfel sehen wir zwar auch von unserem Schlafzimmer aus, gleich aber auch nochmal von einer anderen Seite.

    Der Trail beginnt links an der Felswand und führt einmal der Länge nach an der Lagune vorbei, steigt danach um ca. 300 Höhenmeter und endet dann an einer weiteren Lagune - Das wäre eigentlich unser Plan gewesen, nun sind wir aber schon recht spät hier und wir wollen diese Strecke auf keinen Fall im dunkeln zurück müssen, so wollen wir einfach mal schauen wie weit wir kommen, vermutlich aber nur bis zum Ende von Laguna Parón. Sobald wir den Trail betreten sind wir die einzigen Menschen. Die ganzen Tourlemminge dürfen am Parkplatz einmal aussteigen, ein Instagram Foto machen und höchstens mit dem Bötchen noch 20 Meter auf den See fahren, danach ist schon wieder Abfahrt angesagt.

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    Egal wohin man schaut, es sieht überall genial aus.

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    Wir sind in unserem normalen Gehtempo gestartet, warum auch nicht, ist ja immerhin alles ohne Höhenmeter und das ist schließlich nicht anstrengend - großer Fehler. Ich merke die Höhe bereits nach wenigen hundert Metern und muss in den absoluten Kriechgang zurück fahren. Mein Puls ist laut meiner Watch vollkommen in Ordnung, allerdings bekomme ich ganz leicht Kreislauf und fühle mich insgesamt einfach schwach und matschig. Dieses Gefühl ist ganz schwierig zu beschreiben.

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    Jeder einzelne Höhenmeter wird für mich zur absoluten Qual, sowas kann man sich einfach nicht vorstellen, wenn man es selbst noch nicht erlebt hat. Die Kondition steigt einfach komplett aus und man ist nach einem einzigen Schritt auf einen höher gelegenen Stein am schnauben wie eine Dampflock. Kopfschmerzen habe ich keine, übel ist mir auch nicht wirklich und dennoch fühlt es sich einfach elendig an. Die Landschaft entschädigt aber definitiv für die Strapazen, es ist unfassbar schön hier.

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    Tobi merkt von all dem nicht wirklich etwas, der Glückliche. Ich bin mit meinen ätzenden Pulsproblemen da vermutlich sowieso noch anfälliger für, immerhin jogge ich auch zuhause regelmäßig auf 180, ohne das es ein Problem zu sein scheint (Ja, das wurde mehrfach ärztlich untersucht und bestätigt). Jetzt grad aber ist es ein Problem.

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    Wir machen gefühlt beide 1.000x das gleiche Foto und ich habe wirklich schon stark aussortiert, aber durch die Auswahl müsst ihr jetzt trotzdem durch. Der Blick verändert schließlich auch dauernd irgendwie.

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    Der schneebedeckte Berg, dessen Zipfel ganz rechts so gaaaaanz eben vorguckt, ist der Huascarán.

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    Bei einer Instagram Location muss man natürlich auch Instagram Bilder machen. Tobi hat sich auch mal als Influencer versucht und das ist das wunderschöne Ergebnis:

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    An die erfahrenen Influencer unter euch: Macht man doch so, oder? Also bedeppert in die Ferne starren und so tun als wäre das Foto der TOTALE ZUFALL und man hat ja GAR NICHT MIT DER KAMERA GERECHNET. Helft uns, denn wir wissen es nicht.

    Zwischenzeitlich geht es mir wieder etwas besser und ich laufe mittlerweile vorne. Dabei entdecke ich einen tollen Felsen im Wasser, der quasi wie für Fotos gemacht ist. Hier halten wir uns dann auch ein bisschen länger auf, sitzen ein wenig, machen Pause und einige Fotos vom jeweils anderen bzw. mit Selbstauslöser von uns beiden. Wir sind übrigens seit einer Stunde unterwegs und haben grad mal 2km geschafft, daran sieht man mal, wie wenig geht.


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    Wir halten uns hier länger auf als erwartet und deklarieren diesen Ort spontan als den neuen Wendepunkt der Wanderung und nicht das Ende der Lagune, zu dem es allerdings auch nicht mehr weit wäre. Wir wollen spätestens um 16 Uhr am Auto sein um den Rückweg vollständig bei Tageslicht fahren zu können. Außerdem wird es langsam kühl, denn über den Bergen braut sich etwas zusammen.

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    Die Höhe schlägt voll zu. Bei mir geht gar nichts mehr. Mir ist nach wie vor nicht schlecht und Schmerzen habe ich auch keine, aber ich habe das Gefühl mein ganzer Körper gibt einfach nach. Ich weiß wirklich nicht wie ich das beschreiben soll, so ein Gefühl hatte ich bisher noch nie in meinem Leben. Es ist, als wenn die Beine unter einem jeden Moment wegsacken weil man kraftlos ist und zeitweise musste ich mich mit größter Gewalt zwingen meine Augen offen zu halten, ich weiß nicht, was passiert wäre wenn das nicht geklappt hätte. Ich muss mich aktiv zwingen einen Fuß vor den anderen zu setzen und irgendwann, ca. 700 Meter vor dem Parkplatz, kann ich es nicht mehr zurückhalten und heule aus Verzweiflung einfach los.

    Erstmal stehen bleiben, wieder beruhigen, Kräfte sammeln und konzentriert einen Schritt nach dem anderen machen.

    Noch NIE war ich so froh irgendwann wieder am Auto angekommen zu sein, auch wenn ich mittlerweile nicht mehr weiß wie ich das gemacht habe. Außerdem bin ich erleichtert, dass Tobi nach wie vor nicht wirklich etwas merkt und so problemlos wieder zurückfahren kann. Hätte es uns jetzt beide so hart getroffen, ich weiß nicht, was wir dann gemacht hätten.

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    Die Lagune ist wunderschön, mein Zustand eher nicht so und die Aussicht jetzt noch 2,5 Stunden die Gravel Road herunterhoppeln zu müssen ist einfach nur ätzend. Anscheinend bin ich auch grün im Gesicht lasse ich mir sagen, das hat man mir auf dem Weg bisher lieber verheimlicht. Ich gebe Tobi meinen Rucksack, damit er ihn in den Kofferraum packen kann, ich lass mich einfach nur noch auf den Beifahrersitz fallen und versuche irgendwie zu leben. Nach 4 Kilometern flacher Strecke. Undenkbar.