Beiträge von DocHoliday

    Montag, 31.10.22


    Ein reiner Fahrtag, aber ein reiner Spaß-Fahrtag. 400 km von A nach A nur um schöne Landschaften rechts und links der Straße zu bewundern.

    Über die Usery Pass Road und die AZ 87 ging es kontinuierlich nach Norden und in die Höhe.


    Das erste Motiv gab es gleich zu Beginn an der Usery Pass Road. Das Hollywood Sign kennt jeder aber was ist das schon gegen das Phoenix Sign? ;-))



    Leider ist die AZ 87 durchgehend autobahnähnlich ausgebaut und bietet kaum Möglichkeiten zum knipsen. Also müsst ihr mir auch ohne Bilder glauben,. dass die Landschaft rechts und links recht sehenswert war - High Desert mit Wäldern aus Saguaro Kakteen rechts und links. Wobei die Saguaros teilweise ziemlich kaputt waren, auch dort gab es wohl eine Dürre.

    In Payson sind wir auf die AZ 260 abgebogen, die sich in westlicher Richtung hoch zum Mogollon Rim windet bis auf ca. 7600 Fuß. Wenige Meilen, nachdem wir den Rim erreicht hatten, boge wir recht as auf die Young Road ab, oder den


    Desert to Tall Pines Scenic Highway


    Obwohl es in unserem Fall eher der Tall Pines zu Desert Highway war. Am Anfang ist die Straße noch asphaltiert aber im weiteren überwiegend Gravel, manchmal ein bisschen Waschbrett aber nichts anspruchsvolles.


    Man fährt durch schönen Bergwald mit hohen Nadelbäumen (Ponderosa Pines) und es gibt den einen oder anderen Aussichtspunkt, wobei man wegen des Bergwalds nie einen wirklich freien Blick hinunter ins Tal hat.



    Immer wieder gab es Wegweiser mit interessant klingenden Bezeichnungen, die uns auf kleinere Forest Roads gelockt haben aber entweder haben wir nicht genug Geduld gehabt und hätten einfach nur weiter fahren müssen oder die Einheimischen wollten einfach nur unschuldige Touris in den tiefen Wald locken.




    Hier mal der Blick zurück nach oben:



    Rund um das Örtchen Young (ein ziemlich verlorenes Kaff) liegt das Pleasant Valley mit einer Landschaft, die an die Prairie der Great Plains erinnern würde, wenn sie nicht eingezäunt wäre.





    Kurze Zeit später fährt man wieder durch Bergwald. Hier entdeckten wir eine kleine Piste, die relativ steil nach unten zu einem Tümpel und ganz nett aussehender Aussicht führte. Das wurde unser Picknick-Spot für diesen Tag.





    Weiter unten öffnete sich der Blick die Bäume wurden weniger und später durch Kakteen abgelöst. Jetzt hatte man einen schönen Block auf die Canyonlandschaft, die hinunter zum Lake Roosevelt führt.






    Jetzt hatten wir wieder die Wüste erreicht.




    Und schließlich kam auch der Lake Roosevelt ins Blickfeld.




    Auf dieser netten Brücke überquerten wir den Salt RIver.



    Kurze Zeit später hatten wir mit der Einmündung in die AZ 188 das Ende des Scenic Byways erreicht. Trotz der Anfahrt, die sic etwas gezogen hat, war es eine tolle Tour!

    D

    Der kürzeste Weg zurück wäre eigentlich der Apache Highway gewesen aber erstens war es inzwischen schon kurz vor Sonnenuntergang und zweitens ist der immer noch nicht wieder voll befahrbar.

    Also sind wir über die AZ 188, US 60 und AZ 202 zurück zu unserem Häuschen gefahren.


    K entdeckte dann bei Instagram noch einen Halloween-Filter mit dem wir etwas rumgespielt haben.


    Happy Halloween!

    Sonntag, 30.10.22


    Im Bordello gab es ein recht ordentliches Frühstück. Danach haben wir das Auto beladen und sind zu Fuß noch mal nach Tombstone rein.


    Schon auf dem Teil, wo noch Autos fahren dürfen, gab es die ersten interessantes Fahrzeuge zu bewundern.


    Später kamen dann auch die etwas älteren und klassischeren Modelle zu ihrem Recht.



    Ansonsten war es sonntags morgens recht leer und man konnte die Atmosphäre ungestört genießen.





    Touristisch? Na klar! Aber ich finde, es hat was.


    Einen Blick in den einen oder anderen Saloon haben wir auch geworfen.



    Und logischerweise musste ich auch bei meinem eigenen Laden nach dem Rechten sehen.



    Gleich zu Anfang hatten wir uns Karten für die erste Schießerei am O.K. Corral besorgt - wenn schon, denn schon ;)

    Bei meinen bisherigen Besuchen hatte ich das immer ausgelassen. Was soll ich sagen? Ich hätte sicher auch ohne weiter leben können aber die Show war sehr professionell gemacht und absolut unterhaltsam, sogar mit einigem Humor.




    Naturgemäß hat mir mein alter ego besonders gut gefallen ;-))

    Und völlig überraschend haben auch an diesem Sonntag die Earps und Holliday gegen die Cowboys gewonnen.


    Dann war es Zeit, uns auf den Weg nach Mesa zu machen. Wir hatten ja schließlich noch 300 km vor uns. Bis Tucson sind wir die I10 gefahren, dann über die AZ 77+79, die US 60 und schließlich die AZ 202 ganz in den Nordosten von Mesa, wo wir wieder ein Haus gebucht hatten. Diesmal lag es in einer Gated Community, wobei der Code 1111 für das Eingangstor ein nicht allzu großes Sicherheitsbewusstsein verriet.


    Auch hier habe ich wieder kein Bild von der Straßenfront gemacht. Die bestand allerdings auch nur aus einer überdurchschnittlich großen Garage mit ziemlich steiler Zufahrt und dem Hauseingang. Aber immerhin den Garten habe ich geknipst.



    Eingangsbereich und Formal Living Room


    Family Room


    Küche und Essplatz


    Dazu kamen im ersten Stock noch 3 Schlafzimmer und 2 Badezimmer.


    Mit Sunday Night Football und Abendessen ging der Rest des Tages schnell vorbei.

    Samstag 29.10.22


    Heute stand Sabino Canyon auf dm Programm und anschließend sollte es weiter nach Tombstone gehen. Der leichte Zickzack-Kurs (Willcox - Tucson - Tombstone - Phoenix (bzw. Mesa) resultierte daraus, dass die Nacht in Tombstone als einzige nicht umgebucht werden konnte, weil an den infrage kommenden Tagen nichts mehr (oder nicht genug) frei war.

    Also morgens alles wieder gepackt, Auto beladen und mit Auto und Mopeds los Richtung Nordosten. Schon nach 11 Meilen war das erste Zeil erreicht. Erfreulicherweise galt am Sabino Canyon mein NP-Pass und noch erfreulicher war, dass die Rangerin auf die Frage, ob die beiden Motorräder auch mit meinem Pass mit rein dürften mit "Technically not" antwortete und uns durch winkte ;-))


    Der Sabino Canyon ist offensichtlich en beliebtes Ziel, denn der Parkplatz war schon mrgens sehr gut gefüllt und wir ergatterten gerade noch die letzten Tickets für das nächste Shuttle nach oben.


    Der Fahrer sah nicht wirklich vertrauenerweckend aus aber er brachte uns heile bis nach oben.



    Oben trennten sich unsere Wege. J und K wollten den Phoneline Trail oben in der Canyonwand in Angriff nehmen. Ich ein den sch on vor ein paar Jahren gelaufen und wollte diesmal unten am Bach entlang zum Visitor Center zurück zu laufen.


    Bei meinem letzten Besuch war das wegen "ein wenig" Wasser nicht möglich gewesen.


    2010 sah es nämlich so aus:


    Diesmal war der Bach wirklich nur ein Bach und die Straße trocken.






    Vo allem in den oberen ⅔ des Wegs war es wunderbar leer und die Straße führte immer wieder direkt am Fluss entlang. Es wäre nur schön gewesen, wenn es neben der Straße für die Shuttles noch einen Wanderweg geben hätte. So musste man auf dem Asphalt laufen, was mir nach einer Weile doch auf den Zeiger gegangen ist.

    Der Schönheit der Landschaft tat das aber keinen Abbruch.





    6 km waren es zurück zum Visitor Center. Beim Auto angekommen, musst ich noch ein halbes Stündchen auf die Jungs warten, der Weg "oben entlang" ist doch etwas anspruchsvoller. Inzwischen war es ordentlich war geworden (ca.25°C) so dass das anlegen der Motorradkluft heute schneller ging (keine Schichten).

    Da wir keine Lust auf Interstate und außerdem genug Zeit hatten, sind wir den 15 Meilen längeren Weg "Untenrum" über die AZ 83 und 82 gefahren War deutlich angenehmer als von Trucks über den Interstate gejagt zu werden und die Landschaft war obendrein ganz hübsch im Nachmittagslicht.


    Kurz vor Sonnenuntergang hatten wir unser Ziel erreicht, das Tombstone Bordello. Auf so einer Männertour muss man dich mindestens eine Nacht im Puff verbringen, oder?


    Halloween-gemäß war aus dem Bed & Breakfast ein Dead & Breakfast geworden.


    Mit der entsprechenden Beleuchtung sah es noch netter aus.


    Die Zimmer waren nach den ehemaligen Bewohnerinnen benannt. Hier wohnte und arbeitete Diamond Anne:


    Nach einem Sundowner aus der Kühlbox auf der kleinen Terrasse meldete sich der Hunger und wir sind Richtng Historic Downtown gelaufen.



    Abends hat Tombstone echt Charme fand ich. Und auch in den Saloons war mehr los, las ich erwartet hatte.


    Vorm Essen gab es ein leckeres IPA, allerdings mit Vorsicht zu genießen, da 8,5% Alkohol :prost5:




    Nach dem Essen sind wir noch ein einem weiteren Saloon gewesen für einen oder zwei Absacker. :stpl:

    Ich habe mich dabei mit dem Typen unterhalten, der an der Theke neben mir saß. Der hat mir seine ganze Lebensgeschichte erzählt. War Marine, war im Irak war für mehrere Touren in Afghanistan, etc. und jetzt Feuerwehrmann. Und nach >40 Jahren "Service for the community" müsse er jetzt auf einer Farm jobben, weil die Pension hinten und vorne nicht reicht. Wenn es so ist, ist das schon traurig!



    Danach hatten wir die nötige Bettschwere erreicht.

    Freitag 28.10.22


    Morgens haben wir es ruhig angehen lassen und gemütlich gefrühstückt, bevor wir uns auf den Weg gemacht haben. Die Mopeds bleiben heute stehen.


    Erstes Ziel war San Xavier de Bac, die spanische Missionskirche im Süden der Stadt..


    Von 2005 bis zu diesem Jahr war ich glaube ich 3 oder 4x hier und jetzt habe ich sie das erste mal komplett restauriert gesehen. War interessant zu sehen, wie stark der erst vor ein paar Jahren renovierte line Turm schon wieder vom roten Wüstensand eingefärbt wurde.



    Da in der Kirche gerade Gottesdienst war, habe wir uns erst die kleine Kapelle angeschaut





    Dann durften wir auch in die eigentliche Kirche. Mir gefällt der Innenraum sehr gut, hat so was verspieltes und liebenswertes.



    Von San Xavier sind wir dann zum Sagauro NP West gefahren, Das Desert Museum haben wir links liegen gelassen, auf Zoo hatte niemand so recht Lust.





    Nach einem Besuch im Visitor Center sind wir den Bajada Loop gefahren (gut fahrbare Gravel Road), haben an einem der Picknick-Tische unsere Lunchpause gemacht und sind da und dort ein paar Schritte gelaufen.


    Letzter Stop im Park war der Signal Hill mit diversen Petroglyphs.




    Next Stop Gates Pass Road mit jeder Menge Gegend und Aussicht.



    Von dort ging es quer durch die Stadt zurück zu unserer bescheidenen Unterkunft. Unterwegs habe wir noch einen Whole Food Store ausgeraubt und uns ein paar Kleinigkeiten zum essen besorgt.


    Aperitiv:


    Vorspeise:


    Beilage:


    Und die Main Attraction:


    Ich war für Vorspeise und Beilage zuständig, K hat sich um das Fleisch gekümmert.


    LECKER!

    Chiricahua hat uns auch gefallen, die Wanderungen incl. div. Loops waren so richtig nach unserem Geschmack :smile2:

    Chiricahua ist noch ein Recht selten besuchtes Schätzchen.

    Chiricahua hat uns auch gefallen, die Wanderungen incl. div. Loops waren so richtig nach unserem Geschmack :smile2:


    Ist m.E. ein echtes Juwel und zum Glück überhaupt nicht überlaufen.


    Chiricahua ist vor Jahren Regen und Nebel zum Opfer gefallen - daher noch unbekannt.

    Ein Grund, wieder in den Südwesten zu fahren. Keine Menschenmengen, keine Permits o.ä.


    Nette Unterkunft und vernünftiges Bier :daumen1:

    Das Haus ist ja auch nicht zu verachten :daumen1:

    Das Haus war klasse und das Bier war unser Standardbier (mit und ohne Alkohol).