Beiträge von DocHoliday

    Diesen Thread werde ich genau verfolgen ;)

    Ich denke ebenfalls über die Bretagne im September nach.


    Die USA wird ja aller Wahrscheinlichkeit bis dahin immer noch keine Europäer reinlassen. Also fällt die Entscheidung zwischen Norwegen und der Bretagne, wobei die Bretagne für mich immer attraktiver wird, wegen des besseren Wetters und der besseren Erreichbarkeit (das heißt man ist im Fall der vierten Coronawelle auch schneller wieder weg).


    Vielleicht laufen wir uns ja über den Weg ;-))

    Die Mobilfunktarife gelten ohne Einschränkungen EU-weit bzw. sogar darüber hinaus (z.B. in Island, was Schengen-Staat ist aber nicht in der EU), das heißt, es gelten die gleichen Telefontarife und du hast das gleiche Datenvolumen wie zuhause.

    Und den heutigen Tag gleich hinterher:


    25.6.21


    Schon gestern hatte ich eine Mail von der Autovermietung bekommen, die auf eine Unwetterwarnung hingewiesen haben. Es war Sturm angesagt. Und wenn die Isländer Sturm sagen, meinen sie auch Sturm - Windgeschwindigkeit 70-90 km/h und Böen bis 120 km/h den ganzen Tag lang.

    Und so kam es dann auch. Schone morgens wurde es recht windig und es wurde den ganzen Tag immer windiger.


    Bei dem Geothermie-Gebiet mit heißen Quellen und Co, dass aich eigentlich erkunden wollte, wurde an gesandstrahlt.


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    Wasserfälle fielen auch aus, weil es fast unmöglich war, die Kamera still zu halten, an ein Stativ war gar nicht zu denken. Ich bin gar nicht erst aus dem Auto ausgestiegen. Noch ein Aussichtspunkt, dann war Flexibilität angesagt.


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    In weiser Voraussicht hatte ich außer Kamerarucksack und Stativ auch Badehose und Handtuch eingepackt. Ganz in der Nähe liegt nämlich das Myvatn Nature Bath. Und wen man in heißen Quellen baden kann, ist es eigentlich egal, wie das Wetter drumherum ist ;)


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    Ein billiges Vergnügen ist das nicht gerade aber was soll's (Eintritt ca. 38€ und für einen halben Liter Bier wolten sie auch etwas über 6 Euro haben).


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    Link ist die Bar und wenn man genau hinschaut, kann man sehen, dass die auch fleißig genutzt wurde ;).


    Die Lifeguards fanden das Wetter übrigens nur mäßig.


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    Aber im sicher gut 35° warmen Wasser ließ es sich gut aushalten. Und wenn es zu warm wurde,konnte man ja von innen kühlen. Zwischen der Lagune, einem 41° heißen Hottub und den 2 Dampfbädern (einfach eine Hütte aufgestellt und ein paar Löcher in den Boden gebohrt., den Dampf liefert Mutter Natur) habe ich über 3 Stunden dort verbracht.

    Inzwischen scheint draußen die Sonne aber es ist so stürmisch, dass meine ganze Cabin fühlbar wackelt und ich vorhin nur mit aller Kraft gegen den Wind die Tür zu bekommen habe.

    Also bleibe ich schön drin und ihr kriegt mal wieder pünktlich euren Reisebericht.

    24.6.21


    Man soll es nicht für möglich halten - den ganzen Tag strahlender Sonnenschein (zumindest ab vormittags)!


    Ich bin zunächst mal eine Runde um den gesamten See gefahren.


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    Bei Dimmuborgir habe ich mir 4ein wenig Bewegung verschafft. Es handelt sich um ein kleines Naturschutzgebiet mit ein paar Wanderwegen durch recht frische Lavaformationen. Es wäre ganz angenem zu laufen gewesen, wenn da nicht die kleinen Blackflies gewesen wären, dir unendlich nerven können, wenn sie einem ohne Unterbrechung um den Kopf fliegen und sich immer wieder in Ohren und Nase setzen. Der Myvatn mache seinem Namen "Mückenwasser" heute alle Ehre.


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    Wegen der nervige Fliegen fiel die Wanderung eher kurz aus und bald war ich wieder auf der Straße um den See.


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    Aber es gibt nicht nur Gegend da sondern auch eine Menge interessanter Piepmatze. Leider kamen sie an dem Tag nicht wirklich nah genug für mien 400er.


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    An der nächsten Kreuzung habe ich spontan beschlossen, Husavik einen Besuch abzustatten und vielleicht noch mal eine Whale Watching Tour mitzumachen.


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    (die kleinen weißen Flecken im Hintergrund, das ist Husavik)


    Husavik ist ein nettes kleines Örtchen, dass sich Whale Watching Capital of Iceland nennt. Allerdings gab es an diesem Tag keine Touren mehr bzw. nur noch eine und da war auf der ganzen Fahrt Maskenpflicht. Und nachdem ich in der ganzen Zeit auf Island nirgendwo eine Masle gebraucht hatte, hatte ich tatsächlich keine dabei. Also habe ich ich nur rund um den Hafen etwas umgesehen.


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    Dieser Platz hat mir besonders gefallen. So gut, dass ich gleich ein bisschen geblieben bin.


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    Kleines Ratespiel: Welches Auto ist meins? :smile:


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    Gut gestärkt habe ich ich auf dem Weg zum nächsten Etappenziel gemacht. Alle Welt fährt zum Godafoss, dabei ist der kleinere Aldeyjarfoss ein Stückchen weiter flussaufwärts meiner Meinung nach viel fotogener und man hat gute Chancen, das nur wenige Leute da sind oder man ihn sogar für sich alleine hat.

    41km gut ausgebaute Schotterpiste leigen zwischen der Ringstraße und dem Wasserfall. Ich hatte vorher etws Bedenken gehabt, weil man am Ende ein kleines Stück (4km) auf der F26 fahren muss bis man zum Parkplatz kommt und die ist offiziell noch gesperrt. Ich hatte aber in einer Islandgruppe bei FB schon die Info bekommen, das man problemlos dahin kommt. So war rs dann auch. Größtes Hindernis waren ein paar Islandpferde, die gerade zusammen getrieben wurden.


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    Von dem kleinen Parkplatz aus laüft man noch ein paar 100 m ziemlich steil nach unten bevor man den Aussichtspunkt gegenüber der Fälle erreicht hat.


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    Von einer seitlichen Perspektive sieht er auch nicht schlecht aus.


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    Wie man auf den Bildern sieht, hatte der Himmel sich inzwischen etwas bezogen aber für die Wasserfallknipserei ist das ja gar nicht schlecht.

    Auf dem Rückweg wieder hoch zum Parkplatz habe ich ein oder zwei Päuschen einglegt. Und weil man a eine Ausrede braucht, wenn man da einfach so rumsteht und pustet, habe ich mal ein iPhone-Pano gemacht. Die Fälle sind etwas verdeckt ganz rechts.


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    (2x anklicken, dann wird es größer)


    Bis ich die Ringstraße wieder erreicht hatte, war auch der Regen angekommen. So habe ich den Godafoss verschoben (auf der nächste Etappe komme ich noch mal dran vorbei) und bin zurück in mein Domizil, wo ich mir ein kleines Ribeye in die Pfanne gehauen habe.

    Ich kann Island nur empfehlen, insbesondere wenn man solche kargen wüstenähnlichen Landschaften mag.


    Gestern musste ich Fußball gucken und mich ärgern über das Gewürge und anschließend hatte ich keine Lust mehr auf Reisebericht. Aber jetzt geht es weiter.


    23.6.21


    Abreisetag - also wieder alles einsammeln, packen, Kühlschrank leer räumen, abwaschen, etc., etc.. Dann ging es erst mal nach Egilstadir.


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    Dort tanken, und Supermarkt (rund um den Myvatn gibt es keine größeren Orte, wer weiß, was man da bekommt), dann konnte es los gehen Richtung Myvatn, dem "Mückenwasser" im Nordosten Islands.


    Nach einem kurzen Stück auf der Ringstraße habe ich die Jökulsa überquert, hier ist sie noch ein Flüsschen, später weitet sie sich und sieht fast aus, wie ein Fjord.


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    Die 917 ist eine gut ausgebaute Schotterpiste, die diesem Fluss folgt.


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    Kurz vor der Küste wendet sie sich nach Norden und führt in diversen Serpentinen zu einem Pass nach oben. Inzwischen hatte es ordentlich angefangen zu regnen, man könnte auch sagen zu schütten und zu stürmen.


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    Hier "musste" ich noch aussteigen, um nass zu werden.


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    Ab hier reichte es, das Fenster etwas auf zumachen.


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    Oben auf der Passhöhe gesellte sich dann noch Nebel bzw. tief hängende Wolken zu dem Regen. Sehr nett! :smile:


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    Ich musste mich da echt konzentrieren, um die Straße im Auge zu behalten. Ich bin heilfroh, dass ich dem Tieflader, der mur ein paar Minuten später entgegen kam, nicht da oben getroffen habe. es wieder bergab und die Sicht kam wieder.


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    Ich hatte vorher überlegt, ob ich weiter über Vopnafjordür und die 85 an der Küste entlang fahren sollte aber bei den Sicht- und Wetterverhältnissen habe ich davon Abstand genommen. Stattdessen ging es wieder Richtung Ringstraße zurück.


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    Bei Bustarfell habe ich einen Zwischen Stopp eingelegt. Dabei handelt es sich um ein paar mit Gras-Soden gedeckte Bauernhäuser inklusive Werkstätten und Speicher.


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    Die Häuser sind wohl originalgetreu eingerichtet und man kann eine kleine Führung mitmachen. Ich habe mich stattdessen für einen Kaffee und einen sehr leckeren selbst gebackenen Rhabarberkuchen im Café entschieden.

    Im weiteren Verlauf blieb es zumindest trocken und wurde auch etwas heller.


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    Ich bin durch eine echte Mondlandschaft weiter Richtung Myvatn gefahren. Ich mag ja solche eher lebensfeindlich erscheinenden wüstenähnlichen Landschaften gerne. Dieses karge und abweisende zieht mich an.


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    Schließlich tauchte diese Brücke als erstes Zeichen der Zivilisation auf.


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    Den Abstecher zu Selfoss und Dettifoss habe ich mir für diesen tag geschenkt und so war ich bald am Nordufer des Myvatn. Ich hatte für die nächsten drei Nächte wieder eine Cabin gebucht und zwar bei Camping Hlid. Ganz nett!


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    Ich glaube, hier kann ich es die nächsten drei Nächte aushalten. Einziger Minuspunkt bisher: Internet funktioniert nicht. Aber noch gibt mein mobiles Datenvolumen genug her (Island ist zwar nicht EU aber Schengen und damit kann man sein komplettes Datenvolumen ohne Aufpreis nutzen). Dank Sky Go und 4G Empfang (fast überall auf Island)konnte ich also dem Treiben unserer Jungs in München zuschauen. Das hätte ich vielleicht lieber gelassen!


    Danach hatte ich keine Lust mehr, noch mal los zu fahren und habe mir statt dessen lieber etwas zu essen gemacht und eine Flasche Wein getrunken, um den Fußballfrust abzubauen.

    22.6.21


    Die kürzeste Nacht des Jahres dauerte hier ca. 11/2 Stunden (etwa von 00.15h bis 1:45h). Ein wenig länger habe ich schon geschlafen. Und ich hätte noch viel länger schlafen können. Denn den ganzen Morgen und Vormittag schüttete es wie aus Eimern.

    Gegen Mittag ließ der Regen langsam nach und so um 13:30h habe ich mich auf den eg gemacht in der Hoffnung, dass der helle Streifen am Himmel in der Richtung, in die ich wollte, ein gutes Omen wäre.

    Über die 95 bin ich auf die 931 zum See Lagarfljót gefahren, den diese Straße komplett umrundet. Dieser See hat mehrere Besonderheiten. Zum einen gibt es hier den größten Wald Islands und zum anderen ist er das isländische Gegenstück zum Loch Ness. Es soll nämlich auch hier ein See.-Ungeheuer geben, den Lagarfjlótwurm. Ich habe ihn leider nicht zu Gesicht bekommen.


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    Am südwestlichen Ende des Sees bin ich über eine Brücke zum anderen Ufer gefahren. Dort ist der Parkplatz, wo der Trail zum Hengifoss beginnt, einem Wasserfall, den ich mir später am Nachmittag ansehen wollte.


    Zuerst bin ich bis zum Abzweig der 910 gefahren, über die man über diverse Serpentinen nach oben in die Highlands kommt. Der Kontrast zwischen der grünen und für isländische Verhältnisse geradezu lieblichen Landschaft rund um den See und der kargen Lavalandschaft hier oben ist schon krass.


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    Die 910 ist etwas besonderes, denn sie ist (soweit ich weiß) die einzige asphaltierte Straße, die in die Highlands hinein führt und damit auch um diese Jahreszeit schon befahrbar ist, wenn (fast) alle anderen Pisten noch gesperrt sind.

    Bei den Bergen im letzten Bild bin ich auf eine Nebenstraße rechts abgebogen (bei Google Maps finde ich die gar nicht, obwohl sie ebenfalls asphaltiert war).


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    Hier hätte man sicher noch etwas weiter fahren können, aber da ich ohnehin keine Ahnung hatte, wohin die Straße führt, habe ich lieber gewendet.


    Dafür bin ich auf dem Rückweg auf eine kleine Schotterpiste abgebogen, die mit diversen kleinen Wasserdurchfahrten richtig Spaß gemacht hat.


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    Kurz hinter dieser Stelle war dann aber Ende.


    Also wieder zurück zur 910, die auch im weiteren Verlauf diverse schöne Aussichtspunkte zu bieten hat.


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    Nach einer Weile durchquert sie ein breites Tal. Die Aussicht ist deutlich spektatkulärer als es das Foto einfagen kann.


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    Auf der anderen Seite des Tales geht es wieder hoch und man erreicht schließlich den Grund, warum es hier überhaupt eine asphaltierte Straße gibt - einen Stausee namens Hálslón. Der See selber ist nicht besonders spektakulär. Hier seine letzten Ausläufer:


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    Aber von der Staumauer, von der ich keine Fotos gemacht habe, hat man einen tollen Blick in einen dirchaus beeindruckenden Canyon.


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    Der Canyon heißt Hafrahvammagljúfur - bitte dreimal hinterneinander schnell ausprechen ;-)) Der Canyon ist 200m tief und etwa 8 km lang. Man kann von einem Parkplatz kurz hinter dem Staudamm zum Canyonrand hinunter laufen aber der Weg war noch recht vereist, so dass ich das lieber gelassen habe.

    Kurz dahinter endet der Asphalt, die 910 wird zu F910 und war gesperrt. Also war das der Endpunkt dieses Ausflugs.


    Natürlich musste ich auch auf dem Rückweg noch das eine oder andere mal auf den Auslöser drücken.


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    Mitten im Hochland zweigt on der 910 eine kurze Schotterpsite ab, die zu einer Berghütte namens Laugarfell fürht. Dort kann man übernachten, es gibt Hot Springs zum baden und man kann von dort aus einige Wasserfälle erwandern, die bei Goolge recht lohnend aussehen. Leider hatte ich heute bei weitem ncht genug Zeit dazu.


    Shließlich hatte ich wieder die Serpentinen hinunter zum See erreicht. Da ich bisher auf diesem Trip noch nicht ein Bild mit Schafen produziert habe, kam mir diese Gruppe im Gegenlich gerade recht.


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    Inzwischen war ers schon 18:00h durch und mene magen meldete sich deutlich. Da es außerdem wieder angefangen hatte, zu regnen, habe ich schweren Herzens den Hengifoss ausfallen lassen.

    Der Regen hatte aber zumindest einen Vorteil. Er bescherte mir ein par km weiter zum krönenden Abschluss des Tages einen Regenbogen.


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    Wenn ich noch mal in diese Gegend komme, würde ich eine Übernachtung in Laugarfell einplanen und von dort aus Hengifoss und die vielen anfderen Wasserfälle erkunden. Etwas später im Jahr könnte man dann vielleicht auch versuchen, die F910 weiter bis Askja zu fahren., wenn man ein Highland-taugliches Auto hat.

    Draußen schüttet es gerade wie aus Eimern, obwohl es laut Wetterbericht eigentlich schon wieder trocken sein sollte. Im Moment traue ich mich nicht mal die drei Schritte bis zum Auto, weil die Regenjacken schön trocken auf dem Rücksitz liegen und ich bis dahin schon nass auf die haut wäre.

    Wie weit von den Puffins warst Du denn weg?

    Die waren tiefenentspannt, min 2m. Die Im Flug natürlich weiter ;) Es waren zwar einige Menschen da aber fast nur "normale" Touris. Alles sehr entspannt. Wie das hier ohne Corona aussieht, kann ich nicht sagen. Ist aber wahrscheinlich für die meisten einfach zu weit ab vom Schuss.

    Die Cabin sieht klasse aus! Was kostet denn sowas pro Nacht?

    Für diese habe ich 140/Nacht bezahlt.

    Ich hab gelesen, dass Bier und Wein sauteuer sein sollen, ähnlich wie in Schweden.

    Beim Weißwein fing es an bei ca. 7€ für den im Pappcontainer. Die meisten lagen so zwischen 1500 und 3000 Kr (10-20).


    Bier fängt so bei 200Kr (1,40 €) an, das Einstök, das ich gerne trinke, kostet 339 Kr (2,30 €), ist aber auch ein Micro Berew und hat etwas mehr Alkohol (5,6%). Wein, richtiges Bier und höherprozentiges gibt es nur im staatlichen Schnapdsladen (Vinbudin), im Supermarkt gibt es höchstens Leichtbier mit max. 2,5% Alkohol. Schnaps kostet etwa das doppelte wie bei uns.

    Und gleich noch einen Tag hinterher damit ich wieder aktuell bin.


    21.6.21


    Heute wollte ich zum Borgafjordur estri (es gibt auch noch einen vestri an der Westküste). Aber vormittags war erst mal tanken und einkaufen angesagt. Der Tank und der Kühlschrank wollten gefüllt werden, Gegen Mittag ging es dann auf der 94 nach Norden Richtung Borgafjordur. Erst fährt man durch ein langgezogenens Flusstal mit schneebedeckten Bergen auf beiden Seiten.


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    Was auffiel war die für isländische Verhältnisse unglaublich grüne Landschaft. Hier scheint sich ein wenig mehr Mutterboden auf der Lava gebildet zu haben.


    Kurz vor der Mündung des Flusses in den Atlantik biegt die Piste (teils Asphalt aber überwiegend Schotter) nach rechts ab und überwuert in diversen Serpentinen eine Bergkette um dem Borgafjordur zu erreichen.

    Auch wenn die Gipfekl gerade mal knapp über 600 m hoch sind und die Passhöhe auf etwa 400 m liegt, ist das ein echter Ausflug ins Hochgebirge.


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    Der Blick hinunter ins Tal und aufs Meer.


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    Den Rest der Strecke geht es direkt am Wasser entlang.


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    Irgendwann endet die Straße an einem kleinen Fischerhafen mit einem recht gropßen Parkplatz. Der Grund für den Parkplatz ist der Felsen auf der anderen Seite das Hafens. Dort nisten nämlich gut erreichbar für jeden tausende Papageientaucher (Lundi, Puffins oder wie auch immer). [/image]


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    Ich habe knapp 2 Stunden damit verbracht Hunderte unscharfer Bilder von halben oder viertel Puffins zu produzieren :smile:

    Aber ein paar scharfe und komplette Vögel waren auch dabei.


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    Am interessantesten sind natürlich immer die Vögel, die mit diversen Fischen im Schnabel zum Nest zurück kommen.


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    Noch schöner wäre es, die im Flug zu erwischen.


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    Jungvögel gab es keine zu sehen, die saßen alle noch tief in den Bruthöhlen. Aber man konnte da und dort im Höhleneingang die Schalen der Eier sehen, aus denen sie geschlüpft waren,


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    und das eine oder andere wachsame und misstrauische Elternteil.


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    Am späteren Nachmittag tauchte ein Führer mit einer größeren Reisegruppe auf, was ich als Signal zum Aufbruch genommen habe. Auf der anderen Seite des Hafens gibt es ein sehr interessantes Gebäude, daas ich in dieser Umgebung nicht unbedingt erwartet hätte.


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    Im Erdgeschoss sind Toiletten, im ersten Stock ein Café, im zweiten eine Kunstgalerie und ganz oben eine Aussichtsplattform.[/image]


    Ich habe das Café besichtigt und mir ein Heißgetränk gegönnt und einen Blick in die Galerie geworfen.


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    Auf dem Rückweg zog es sich langsam zu und es sah nach Regen aus. Der hat sich aber dankenwerterweise Zeit gelassen, bis ich auf dem Gasgrill auf meiner Veranda mein Steak gegrillt hatte. Sehr rücksichtsvoll!


    Jetzt prasselt seit etwa einer Stunde ein gleichmäßiger Landregen aufs Dach.


    So, Reisebericht geschrieben, Wein gleich alle - ab ins Bett!

    20.6.21


    Nachdem am Vorabend bis in de Nacht einige Besuche auf dem stillen Örtchen gemacht habe, musste ich erst mal ein bisschen Schlaf nachholen., Ich war gerade noch rechtzeitig beim Frühstück (bis 10:00h). Anschließénd war ich tanken und noch ein bisschen einkaufen - die nächsten 6 Nächte bin ich wieder Selbstversorger.

    Dann musste ich natürlich noch einmal Stokksnes einen Besuch abstatten. Das konnte ich ja nicht auf mir sitzen lassen. ;)


    Das Wetter war an diesem Tag definitiv besser als am Vorabend, wobei mir Vestrahorn als dunkle mystische Beergkette über schwarzem Sand auch gefallen hätte. Ich habe mich erst ein bisschen in den Dünen aus schwarzem Sand umgesehen. Gar nicht so einfach Stellen ohne Fußspuren zu finden aber wenn man sie findet, sind sie recht fotogen.


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    Dann zog es mich direkt ans Wasser. Zum Glück war Ebbe und es war halbwegs windstill, so dass das restliche Wasser auf dem sehr flach abfallendem Sand schöne Spiegelungen hervorbrachte.


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    Einen Blick auf den Leuchtturm habe ich auch noch geworfen aber der hat mich nicht vom Hocker gerissen,


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    Die Felsküste am Ende der Landzunge, an der man mit etwas Glück wohl Robben sehen kan, habe ich aus Zeitgründen ausgelassen. Ich hatte noch gut 250 km vor mir und die Landschaft der Ostfjorde soll auf jeden Fall so attraktiv sein, dass ich wegen diverser Fotostopps nicht allzuu schnell voran kommen würde.


    So war es dann auch.


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    Die Straße windet sich um diverse Fjorde herum und hinter jeder Ecke gibt es tolle Aussichten.


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    Ein Fjord war schöner als der andere. Leider gab es kaum Parkplätze an den schönen Aussichtspunkten, so dass ich ein paar mal illegal einfach auf der Straße anhalten und ein Foto machen musste, was mir das ein oder andere Hupkonzert eingebracht hat. :blush1:  ;-))


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    Schließlich verließ die Straße die Fjorde und überquerte eine Bergkette bevor ich Egilstadir erreichte. Das Wetter war im Inland deutlich besser als an der Küste, vor allem wärmer und weniger windig.


    Meine Unterkunft für die nächsten drei Nächste ist eine Cabin mitten in der Pampa etwa 10 km außerhalb von Egilstadir.


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    Nachdem ich das Auto entladen hatte, habe ich es mir mit einem Sundowner-Bierchen auf der Terrasse gemütlich gemacht. Na gut, der Sunset war noch ein paar Stunden entfernt aber man kann ja nicht früh genug anfangen :smile:


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    19.6.21


    Am nächsten Tag bin ich noch mal zu den Eisbergen aber diesmal nicht am Jökulsárlón sondern am Fjallsárlón, ein paar wenige km weiter westlich. Hier ist noch weniger los.


    Fangen wir an mit einem Pano:


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    (Klicken für größere Ansicht)


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    Ich bin ein gutes Stündchen am Ufer der Lagune entlang gelaufen und habe mir dann in dem kleinen Restaurant noch einen Kaffee gegönnt - draußen au der Terrasse! Es wird langsam wärmer. ;)


    Auf dem Weg nach Höfn verschlechterte sich das Wetter leider rasch. Deshalb gibt es nur ein Bild von unterwegs.


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    Als ich in Höfn ankam, regnete es ergiebig. So hatte ich Zeit, im Hotel in Ruhe Fußball zu schauen und mich über den überzeugenden deutschen Sieg zu freuen. Anschließend war ich in einem sehr guten Fischrestaurant am Hafen essen.

    Auch wenn es nicht nach einem toelen Sonnenuntergang aussah, bin ich danach noch die paar km bis zur Halbinsel Stokksness gefahren, um einen Blick auf eines der bekanntesten Fotomotive Islands zu werfen - Vestrahorn. Ich habe mich erstmal wein bisschen umgesehen und ein paar Test-Fotos mit dem 24-70 mm gemacht. Sah alles ganz vielversprechend aus.


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    Auch der Blick zur anderen Seite sah nicht schlecht aus.


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    Aber noch bevor ich das Superweitwinkel auf die Kamera machen und richtig loslegen konnte, bekam ich auf einmal tierirsche Bauchkrämpfe und es begann ordentlich zu rumoren im Gedärm.

    Ich habe mich daher entschlossen, ohne weitere Fotos fluchtartig die Location zu verlassen und zum Hotel zurück zu fahren. War eine gute Entscheidung! Ich habe es gerade noch unfallfrei bis zum Klo geschafft und bin da auch erst mal eine Weile geblieben ;-))