Beiträge von muhtsch

    Mal sehen ob es im April besser ist dann geht's wieder hin

    Wir waren ja nur in Kalifornien in zwei Hotels. Beide von Marriott.

    Ganz so schlimm habe ich es nicht erlebt.

    Den Bedarf an Service hat man in Irvine angefragt. Wir wollten den und bekamen den auch.

    Und in Rancho Mirage's Villa waren wir schon einige Male. Dort gab es tatsächlich den Service nur aller 3 Tage. Wir waren ja nur 3 N. Aber per Anruf bekam man Kaffee, Tee und Handtücher. Letztendlich ist das dennoch für mich eine versteckte Preiserhöhung. Denn diesen Preis habe ich auch vor der Pandemie mit Service gezahlt.


    Die Freundlichkeit im Service? Genau wie vor der Pandemie.

    Ich sehe den Serviceknick eher vor etwa 10 Jahren. Da verflüchtigte sich diese überschwängliche und teils unnatürliche Freundlichkeit.

    Letztes Posting war nur ein Test. Habe es gestern antworten wollen, aber das funktionierte nicht

    Nun ist Tag 10 on line


    Ein etwas verpeilter Tag auf Procida

    Kurz nach halb Neun werden wir wach.

    Ein Blick Richtung Terrasse lässt mich froh stimmen. Die Wetterfrösche haben sich geirrt. Und zwar mächtig gewaltig. Zum Glück! Die Sonne scheint und nur ein paar dekorative Wölkchen sind am Himmel zu sehen.

    Unseren 40. Hochzeitstag werden wir also bei schönem Wetter auf dieser hübschen Insel verbringen.

    Es ist wunderbar warm und so nutzen wir den Whirlpool auf der Terrasse, stoßen bei einem Gläschen auf diese lange Zeit unseres Zusammensein an, und freuen uns immer wieder und wieder über diese Aussicht, die genau nach unserem Geschmack ist.


    Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


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    Unser Kopf hat die Camparis sehr gut überstanden. Dennoch schreit der Magen nach Futter.

    Das Frühstück wird bis 10.30 Uhr serviert.

    Die Location des Frühstücksraumes ist wunderschön. Es ist eine Art Glaspavillon. Jedoch sind fast alle Wände zur Seite geschoben.

    Das Angebot kann sich sehen lassen.

    Die kleinen Feinheiten sind es, die es dann so außergewöhnlich machen. Da ist dieses Geschirr, das aus unendlich vielen Teilen besteht. Jeweils unterschiedlich und doch so passend. Auch Auswahl an Tees lässt keinen Wunsch offen. Hier gibt es jede Sorte!

    Und dann der Kuchen!

    Jeder, der schon in Italien war, weiß, dass Italiener den Tag sehr süß beginnen. Ein Paradies für Rainer. Normalerweise absolut nichts für mich. Dieser Schokoladen-Kuchen ist sehr flach und ist der einzige, der mich irgendwie anspricht. Einfach weil flach und mengenmäßig nicht so viel! Was ich dann erlebe, nenne ich mal Geschmackssensation. Ein leichter Kuchen. Die mit Puderzucker belegte Decke etwas crunchig und das Innere weich und schmackhaft, leicht gatschig mit tiefem Geschmack einer in der Qualität ausgezeichneten, vollmundigen Schokolade.

    Ich bin begeistert. Das merkt auch der Kellner, der das x-te Puzzle unserer Bestellung serviert.

    Er freut sich und fragt, ob ich den Kuchen mag.

    "Und wie!"

    "Torta Caprese" und das Rezept sagt er gleich mit an!

    Ich hab's tatsächlich zu Hause probiert nachzubacken. Musste aber das Hotel nochmals wegen dem Rezept anfragen 😉

    Und das ist das Rezept

    Das Rezept ist super einfach. Und wenn sie mir, als Null-Ahnung-Bäcker, genauso gelungen ist, dann... kann das jeder.

    Ich kann schon mal meinem Reisebericht vorgreifen:

    Nirgendwo später habe ich so eine mir außergewöhnlich schmeckende Torta Caprese serviert bekommen. Die meisten waren 4 bis 5 Zentimeter hoch, schmeckten zwar schokoladig, aber sie waren wie fluffiger Sandkuchen. Wegen der Höhe des "Kuchens" war es auch immer viel zu viel.


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    Bevor wir nach diesem ausgedehnten Frühstück uns in die Erkundung der Insel stürzen, schicken wir Drohni hoch. So gesehen, verschaffen wir uns mit diesen Aufnahmen eine Art Übersicht.

    Das ist der Blick in die Richtung, in die wir auch aus dem Zimmer schauen, auf das Dorf Corricella mit seinem Kloster Santa Margherita Vecchia alla Chiaolella, das auf dem Hügel thront. Im Hintergrund der Vesuv.



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    Blick auf die zwei Halbinseln im Süden:


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    Die zwei Erhöhungen gehören zur Insel Ischia.

    Und der Halbkringel gerade aus, ist ein Naturschutzgebiet auf der Insel Procida. Die Area Marina Protetta Regno di Nettuno ist untersagt.



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    Der gerade Blick nach unten:

    Unser persönliches Areal



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    Halb Eins verlassen wir das Hotel.

    Ganz planlos immer mit dem Hintergedanken: Hej, die Insel ist so klein!



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    Unser Badezeug im Gepäck laufen wir erst einmal in die Richtung des Restaurants "La Pergola". Da wo gestern alle Tische schon reserviert waren und selbst Chiara, unsere Rezi-Dame, uns nicht mehr unterbringen konnte. Für uns kaum vorstellbar. Es soll aber zu den besten Ristorantes auf der Insel zählen. Google zeigt mir an, dass das Lokal momentan geöffnet sei. Und so geht es quer über den Kamm der Insel. Trotz Live-Lokalisierung finden wir nicht einmal den Eingang. Auch kein entsprechendes Schild. Langsam zweifeln wir, ob es überhaupt geöffnet ist, oder ob man sich in Saisonpause befindet.

    Die enge Straße führt in den Norden und macht dann einen ausgedehnten Bogen gen Westen. Man kann sich nicht verlaufen, denn man landet automatisch auch am Porto Procida. Da wo wir gestern angekommen sind.

    Unterwegs schauen wir immer nach einer Möglichkeit zum Strand zukommen. Wir finden aber keinen einzigen Zugang. Denn entweder die Grundstücke stehen eins am anderen, oder es sind nur kleine Sackgassen ohne Strandzugang.

    Das ist zwar etwas ärgerlich, aber wiederum nicht so schlimm. Denn einerseits habe ich für die kommenden Tage am Capo Vaticano einen reinen Badeurlaub an den schönsten Stränden Kalabriens gebucht und andererseits ist das Laufen so "mittendrin" sehr schön.

    Immer wieder begegnen uns Villen mit wunderschönen Vorgärten aber auch Verfallenes, das bei dem dunkelblauen Himmel einfach nur fotogen aussieht.



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    An der Kreuzung Via Cesare Battisti und Via Scotto di Vettimo stehen an einer Bushaltestelle ein paar Menschen. Wir überlegen, ob wir mit dem Bus wieder zurück Richtung Naturschutzpark fahren. Doch mit den Angaben zum Busfahrplan können wir nichts anfangen. Eigentlich müsste ja schon längst ein Bus vorbeigekommen sein. Unsere Schlussfolgerung: Die Busse kommen hier nach einem anderen System.

    Also gehen wir weiter.

    Manche Abschnitte des Weges werden sehr eng. Wir laufen wie in einem Graben. Was aber wirklich nervt, sind die lauten Motorroller. Zwischen den Wänden laufend dröhnt es extrem laut.



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    Die Suche nach einem einfachen Zugang zu einem Strand scheint offensichtlich gescheitert zu sein. Denn vom Ende dieser Wohngebietsstraße ist schon der Porto Procida zu sehen, der sich im Nordosten der Insel befindet.

    Von hier beobachten wir eine ganze Weile das Geschehen auf dem Wasser neben der Hafeneinfahrt. Was ganz besonders ins Auge sticht, ist das außergewöhnlich blaue Wasser. Einfach schön!



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    Am Porto Procida angelangt, kaufen wir am Kassenschalter von Caremar zwei Fährtickets für die morgige Überfahrt zurück aufs Festland. Und wir lernen: Das Ticket vor Ort zu kaufen ist preiswerter als der Kauf online.

    Eine Reihe eng aneinander stehender Häuser sind mit ihren hübschen, cremefarbenen Fassaden vor dem stahlblauen Himmel einfach schön anzusehen.

    Und sonst? Nein. Hier tobt definitiv nicht das Leben.



    Porto Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


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    Auf halbem Weg des Hafens steht eine Kirche mit dem unendlich langen Namen:

    La Chiesa di Santa Maria della Pietà e San Giovanni Battista.

    Leider ist diese geschlossen.


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    Wir treten den Rückweg an.

    Auf die Idee zum hochgelegenen Kloster Santa Margherita Nuova zu gehen, kommen wir gar nicht. Dabei ist die nicht weit entfernt und von dort oben hat man den "must-have"-Blick auf das ganz typische Foto der Marina Corricella. Dem Foto, das praktisch das Aushängeschild Procidas ist. Und auch dem Foto, weshalb ich mich überhaupt für diese Insel entschieden habe:

    Nämlich Varanasi in Cremefarben 🤦🏼‍♀️

    Die Via Vittorio Emanuele scheint die Touristenstraße zu sein. Gleich am Anfang gibt es viele Andenkenläden. Doch je weiter und auch steiler die Straße wird, ist es einsamer.


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    Den weiteren Weg kann ich nicht mehr nachvollziehen. Auf der Suche nach dem Besonderen schenken wir uns nichts. Es geht durch engste Gassen, teilweise nur über Bauplanken balancierend. Wo das nur hinführt?

    Aber auf einer Insel geht man ja bekanntlich nicht verloren.

    Eine Bäckerei mit leckerem Kuchen kommt gerade recht. Torta Caprese ist nicht im Angebot. Die Auswahl ist nicht sehr groß. Vermutlich sind wir wieder einmal zu spät. Ein paar kleine Küchelchen mit Zitronengeschmack nehmen wir dann doch mit.

    Die Laufmüdigkeit nimmt zu.

    Deshalb sind wir beide froh, als wir die Treppe, die zur Marina Corricella führt, entdecken. Die Treppe, die wir gestern gelaufen sind. Das heißt also, es sind maximal noch zwanzig Minuten bis zum Hotel.

    Aber erst einmal machen wir ein "Wir-waren-hier" Foto.

    Wir vor der Skyline Procidas am Tage unseres 40. Hochzeitstages 💝


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    aber genug Campari Spritz machen ja irgendwie auch satt ;-))

    und seeeehr happy ;-))


    VOn dieser Insel hab ich noch nie gehört, scheint aber schön zu sein :daumen:

    Ja flippte erst vor Kurzem aus dem Meer.


    Es wird im Jahr 2022 italienische Kulturhauptstadt sein und danach kennt es jeder.

    Vermutlich freut sich der Tourismus schon.

    Die meisten auf dem Boot wollten ja nach Ischia. Da scheint mehr los zu sein.

    # Anreise Procida

    Die Überfahrt dauert etwa 25 Minuten. Prochida ist ja auch die zum Festland am nahe gelegenste Insel. Die Porto Marina di Procida liegt im Nordosten der klitzekleinen Insel.

    Maximal 25% der Passagiere auf der Fähre steigt mit uns aus. Für die anderen geht es weiter nach Ischia, der weiter westlich gelegenen Insel.

    Mit dem Hotel haben wir einen Shuttleservice vereinbart.

    Doch niemand hier hat eine Tafel oder Pappschild mit dem Namen unseres Hotels beziehungsweise mit unserem Namen drauf. Erst denke ich, man hat uns vergessen. Doch als alle schon abgeholt worden sind und da nur noch ein Auto steht, frage ich ihn ob er vom Boutique Hotel kommt. Aber der Fahrer spricht kaum Englisch und sagt nur seinen Namen. Na damit können wir nichts anfangen. Und während ich versuche das Hotel telefonisch zu kontaktieren, lädt er schon murrend unser Gepäck ein.

    Hm. So viel Unfreundlichkeit haben wir in Italien noch nie erlebt.

    Ok. Wir steigen in der Gewissheit zu, dass wir wohl auf dieser überschaubaren Insel nicht verschleppt werden können.

    Im Affenzahn rasen wir durch die engen Gassen, bis wir in einer noch engeren Gasse vor einem Tor stehen. Eine Tafel bestätigt, dass wir richtig sind.

    Der Fahrer bringt unser Gepäck auf die Hotelebene, die ein paar Stufen höher als die Straße selbst ist. Eine Angestellte begrüßt uns und gibt dem Fahrer noch einen Geldschein. Der wettert in gewohnt italienischer Geschwindigkeit irgendetwas, das wir nicht verstehen. Irgendetwas hat ihm mit uns nicht gepasst.

    Müssen wir uns jetzt schuldig fühlen?

    Das Hotel strahlt die absolute Ruhe aus.

    Chiara, die Rezeptionistin, empfängt uns mit einer Ruhe und Freundlichkeit, wie man das aus sehr guten Hotels kennt. Sie spricht übrigens ein sehr gutes Deutsch.

    Es gibt ein Begrüßungstrunk - doch kein Sitzplatzangebot.

    Sie spricht über unsere Anreise und über das Hotel.

    Sie erzählt was wir auf der Insel machen könnten und wo wir essen gehen könnten...

    Es nimmt kein Ende.

    Am liebsten würden wir gern sofort aufs Zimmer gehen wollen. Ich muss auf Toilette und mir wenigstens die Hände waschen. Aber Chiara hat Zeit.

    Nachdem sie unsere Personalien kopiert hat, sollen wir sagen, wo wir heute essen gehen wollen. Denn sie will einen Tisch reservieren.

    Boa. Dazu haben wir gar keinen Sinn.

    Wir wollen aufs Zimmer!

    Sie warnt uns einfach nur vor, dass wir ohne Reservierung vielleicht keinen Tisch mehr bekommen. Nun muss ich dazu ergänzen, dass sie nur gehobenere Restaurants aufgeführt hat. Und insgeheim möchten wir gern vor Ort entscheiden, ob wir in einem Restaurant essen oder nicht.

    Endlich geht es aufs Zimmer.

    Es ist das höchst gelegene Zimmer des Hotels. Auf beiden Seiten des Zimmers ist jeweils eine Terrasse. Jeder dieser Terrassen ist größer als das klitzekleine Zimmer. Auf der einen Terrasse sind Stühle vorhanden und auf der anderen ein Whirlpool. Alles wirkt sehr neu. Und wir erfahren, dass das Hotel erst vor drei Monaten eröffnet wurde.

    Die Ausstattung ist sehr modern. Das fällt insbesondere im Bad auf.

    Neu und stylisch.


    Insula Boutique Hotel Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


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    Die Aussicht von dieser Terrasse ist natürlich die schönere.

    Ich mache noch ein paar Aufnahmen. Denn für morgen ist Regen angesagt. Den ganzen Tag soll es mit 90% er Wahrscheinlichkeit regnen.

    Was für ein Pech! Und das obwohl wir nur den einen, den morgigen Tag auf der Insel haben werden.


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    Ein Rundblick von den Terrassen auf das Areal des Hotels und soweit das Auge reicht:


    Insula Boutique Hotel Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


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    Ausblick vom Hotel Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Insula Boutique Hotel Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de

    # Hungrig auf Procida

    Kurz nach 18 Uhr machen wir uns fertig zum Essen gehen.

    Chiara sitzt immer noch an der Rezi. Wir teilen ihr mit, in welchem Restaurant wir essen wollen. Doch sie winkt ab und sagt, dass sie für andere Gäste reservieren wollte und es war alles reserviert.

    Na ja. Dann bitten wir sie eben für morgen zu reservieren. Doch auch für morgen seien alle Tische reserviert.

    Ok. Dann entscheiden wir uns für ein weiter entferntes Restaurant. Chiara ruft an. Doch anhand ihres Gesichtsausdrucks wissen wir, was sie gleich antworten wird. Ausgebucht!

    Hm. Irgendwie können wir das nicht glauben. Die Insel scheint recht leer zu sein.

    Dann werden wir es vor Ort ohne Reservierung versuchen. Es geht zum Hafen mit den schönen, cremefarbenen Schachtelhäusern. Der Marina di Corrichella. Natürlich gehen wir davon aus, dass es dort viele kleine Restaurants geben wird.

    Bis zur Marina brauchen wir etwa zwanzig Minuten.

    Der Weg bis dahin ist recht nett. Es geht zwischen den Wohnhäusern entlang, bevor wir eine lange, steile Treppe erreichen. Von hier oben gibt es einen fantastischen Ausblick auf die Marina.


    Marina Corricella auf Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Unten angekommen ist es genauso, wie wir uns das vorgestellt haben:

    Ein Restaurant am anderen. Am anderen Ende sind einige Restaurants geschlossen.

    Na gut. Wir haben uns einen Überblick verschafft und nun wollen wir etwas essen. Was wir nun erleben, haben wir nicht erwartet. Obwohl überall mehr als 90% der Tische frei sind, kann oder will man uns keinen Platz anbieten, weil alle Tische reserviert sind. Die meisten erst auf eine spätere Zeit. Eine viel spätere Zeit. Und wir bräuchten ja nicht mehr als eine Stunde. Doch man will keine Doppelbelegung.


    Marina Corricella auf Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Nach dem wir alle sozusagen abgeklappert haben, reservieren in einem Restaurant für den morgigen Abend und jetzt? Einen Tisch in einer Eisbar können wir haben. Wir fragen nach der Speisekarte. Und hier gibt es nur so etwas wie Bruschetta.

    Wir haben keine Wahl. Denn ob es im anderen Hafen anders aussieht, wissen wir nicht.

    Die Bruschettas sind wie riesige Bauernstullen. Lecker belegt mit verschiedenen Toppings. Außerdem gibt es zu jedem Campari Spritz einen Snack Teller mit Oliven, Nüssen und Taralli. So richtig satt macht es nicht, aber so bleibt der Magen nicht leer.


    Marina Corricella auf Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Marina Corricella auf Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Nach drei Campari Spritz fühlen wir uns ausgezeichnet.

    Aus der Bar tönt gute Tanzmusik. Was uns überhaupt nicht abhalten kann ein paar Runden zu tanzen. Letztendlich gibt es einen echt triftigen Grund dafür:

    Heute ist der letzte Tag unseres 39. Ehejahres.

    Eigentlich wollen wir jetzt wieder zurück ins Hotel. Auf dem Weg zur Treppe nach oben, schaffen wir es nicht, die nette Bar so einfach zu ignorieren.

    Die Tische davor sind zwar besetzt, aber die Steinpoller direkt am Kai betteln, um besetzt zu werden. Und so bleiben wir auf noch zwei Campari Spritz. Denn auch hier wird serviert.


    Marina Corricella auf Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Marina Corricella auf Procida,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Halb Elf geht's dann wirklich zum Hotel.

    Der Weg scheint doppelt so lang und wir sind happy, als wir endlich ins Bett fallen können.

    Gefahrene Strecke: 245 Kilometer



    INSULA BOUTIQUE HOTEL

    INSEL PROCIDA

    Lage:

    - Etwas außerhalb des Zentrums Procida's


    Zimmer: 10

    - Recht kleines, sehr modern ausgestattetes Zimmer

    - Zwei Terrassen mit fantastischer Aussicht

    - Privater Whirlpool auf der Terrasse

    - Klimaanlage vorhanden


    Sonstiges:

    - Kostenloses, schnelles WiFi

    - Sehr reichhaltiges Frühstück - auch cook to order

    - Kostenloser Shuttle vom Ankunftshafen

    Es geht wieder einmal etwas weiter.

    Am Tag 9 geht es nach Procida. Auf eine der Phlegräischen Inseln vor Neapel


    Über Pozzuoli nach Prochida

    Heute ziehen wir weiter.

    Ein kleines Stück gen Süden. Es wird nur eine Zwischenstation auf dem langen Weg zur Stiefelspitze. Nach Kalabrien.

    Roms Schönwetterphase macht laut Wetter-App eine mehrtägige Pause. Das tut gut. so etwas zu lesen. Da hatten wir echt Glück.

    Doch es ist noch warm genug, um draußen zu frühstücken und die schöne Terrasse zu nutzen.


    Apartment in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Apartment in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Parking Ludovisi in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Eigentlich plante Rainer das Auto aus dem Parkhaus zu holen und dann hier vor dem Haus unser Gepäck zu verstauen. Doch nachdem wir gestern so gute Erfahrungen mit dem Taxifahren gemacht haben, werfen wir den Plan um, bestellen per FreeNow-App ein Taxi und sind etwa eine Viertelstunde später vor dem Parkhaus Ludovisi.

    Das lief schon mal gut.

    Das Parcheggio Ludovisi hat mehrere Etagen und bietet etwa 500 Parkplätze.

    Pro 24 Stunden zahlen wir 20 €. Eine Summe, an die wir uns in Italien mittlerweile gewöhnt haben. Dafür, dass es sich hier im Zentrum von Rom befindet, ist es fast schon ein Schnäppchen!

    Viertel nach Neun verlassen wir das Parkhaus Richtung Pozzuoli.


    Parking Ludovisi in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Bei der Planung dieser Italien-Rundreise sollte es eigentlich jetzt direkt nach Capo Vaticano in Kalabrien gehen. Doch die Strecke ist elende lang. Genauer gesagt etwa 650 Kilometer. Auf Deutschlands Autobahnen wäre das trotz vieler Baustellen gar kein Problem.

    Aber in Italien?

    Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit beträgt in Italien 130 km/h. Aber selbst die erreichen wir selten. Im nördlichen Italien sind die Autostradas viel zu voll. Und für recht kurze Strecken braucht man viel mehr Zeit. Diese leidige Erfahrung haben wir schon im Sommer 2020 mehrfach machen müssen. Deshalb suchte ich nach einer Zwischenstation.

    Neapel und die Amalfiküste bieten sich eigentlich hervorragend an. Doch diese Gegend kennen wir von einem vorherigen Aufenthalt. Nicht dass man nicht mehrfach an die Amalfiküste fahren kann. Aber aufgrund der Pandemie und der recht begrenzten Reisemöglichkeiten für alle Reisejunkies, stehen in Italien auch 2021 und insbesondere die bekannteren Ziele, wie Südtirol, Cinque Terre oder auch die Amalfiküste hoch im Kurs.

    Was wir allerdings noch nie besucht haben, sind eine der Phlegräischen Inseln vor Neapel, also Ischia, Capri und Procida. Von den ersten Zweien habe ich schon gehört und ich finde auch genügend Infos über die Inseln. Doch was ich über diese Inseln lese, reißt mich nicht vom Hocker.

    Doch beim Anblick der Fotos von Procida bin ich dann doch interessiert. Die Aufnahmen der Marina Corricella erinnern mich im weitesten Sinne an das indische Varanasi. Ich bin begeistert und mache mich auf die Suche nach einer Bleibe und werde ziemlich schnell enttäuscht. Denn es scheint fast alles ausgebucht zu sein. Und das für Anfang Oktober?

    Schlussendlich erfahre ich in entsprechenden Medien, dass viele Hotels im Oktober längst ihre Pforten geschlossen haben. Der Oktober gilt als Nebensaison und für die Hoteliers lohnt wohl dieser Aufwand nicht mehr.

    Deshalb verabschiede ich mich bei der Planung vom Gedanken direkt an der Marina zu wohnen und werde dann doch noch fündig:

    Das Peninsula Boutique Hotel liegt etwas außerhalb des Zentrums von Procida. Da die Insel selbst nur vier Kilometer lang ist, sehe ich das mit den Entfernungen zur Erkundung der Insel nicht problematisch. Also buche ich das Zimmer ganz oben mit der besten Aussicht!

    # Warum Pozzuoli?

    Procida ist eine Insel und logischerweise erreicht man diese nur mit einer Fähre. Entweder von Neapel oder von Pozzuoli. Es gab mehrere Gründe, warum ich mich dann letztendlich für Pozzuoli entschieden habe:

    Zum einem schien mir die Anreise - was die Zeit anbetrifft, berechenbarer. Denn Pozzuoli liegt für uns, aus dem Norden kommend, näher als Neapel. Ich versprach mir auch bei der Planung weniger Verkehr, als die Anreise direkt durch Neapel.

    Außerdem habe ich kein Parkhaus in Neapel gefunden, das überdacht ist und einen Zubringer zum Hafen anbietet. Mag sein, dass so etwas existiert. Aber meine Recherchen waren nicht eindeutig. Das Parkhaus in Pozzuoli antwortete ziemlich schnell und versprach auch einen Shuttle Service.

    Die Reservierung eines Stellplatzes habe ich gestern Vormittag für 13.30 Uhr gebucht. Das sollte genügen, wenn die gebuchte Fähre um 14.00 Uhr startet.


    Pozzuoli,Reisebericht Italien,born4travel.de


    Pozzuoli erreichen wir kurz nach 12 Uhr.

    Hier herrscht ein unvorstellbarer Verkehr. Die Straßen Richtung Hafen sind verwunden und der ganze Ort scheint ein einziger Stau zu sein! Auch das Wetter macht alles andere als gute Laute. Der Himmel ist grau und es nieselt 😐

    Kurz vor halb Eins erreichen wir endlich das Parkhaus, das sich versteckt in einer kleinen Gasse befindet. Irgendwie sieht es aus wie eine Werkstatt. Egal.

    Wir sind happy hier zu sein.

    Allerdings werden wir von mindestens drei Leuten mit einem fragenden Gesicht angestarrt. Ok. Was jetzt? Mir fährt sofort durch den Kopf, dass diese Reservierung vielleicht doch ein Fake war. Ich bin verunsichert.

    Aus dem Seitenfenster gestikulierend zuckt man mit den Schultern. Niemand hier scheint englisch zu sprechen.

    Na sehr schön. Ich sehe schon die Fähre ohne uns starten.

    Dann wird jemand heran gewunken. Der Mann spricht astreines Englisch. Wieder erklären wir beide, dass wir hier eine Reservierung haben. Er geht weg. Und als er wieder kommt, teilt er uns mit, dass die Reservierung erst ab 13.30 Uhr sei. Wir sind zu früh!

    Ok. Beim Blick in die Garage scheint das auch sehr glaubwürdig zu sein. Jeder Platz ist besetzt.

    Wir versuchen uns die Zeit zu vertreiben und fahren Richtung Marina.

    Dort ist auch die Altstadt.

    Abgesehen davon, dass wir wegen dem starken Verkehr kaum vorankommen, sind in der Nähe der Marina alle Parkplätze belegt. Kein einziger Platz ist frei.

    Auf einem anderen Parkplatz kommen wir gerade richtig, als ein Auto ausparkt.

    "Na bitte", denken wir.

    Der Fahrer des ausparkenden Autos quatscht mit jemand auf der anderen Seite und ganz plötzlich steht eine Frau auf dem freiwerdenden Platz und gestikuliert, dass wir weiter fahren sollen. Der Platz sei besetzt.

    Oh Mann! Dann eben nicht.

    Wir gurken noch zwei Runden und fahren wieder zum reservierten Parkhaus. Es ist kurz nach halb Eins. Und dieses Mal werden wir eingelassen. Rainer macht die Papiere klar und irgendjemand nimmt unser Gepäck und bringt es in einen Shuttle, der uns zur Marina bringt.

    Mit radebrechendem Englisch erfahren wir vom Fahrer, dass wir genau an dieser Stelle in zwei Tagen wieder abgeholt werden. Ob das klappen wird?

    Die Tickets für die Fähre habe ich schon online gekauft. Doch wir müssen die Tickets noch in kleine Papptickets am Schalter eintauschen, bevor wir in die Fähre einsteigen können.

    Nun kann der Urlaub auf Procida beginnen!


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    Das Böötchen von Caremar steht schon da. Ich habe keine Erfahrungen, denn wir sind das erste Mal auf dieser Strecke unterwegs. Aber ich behaupte mal, dass trotz Wochenende recht wenige Passagiere auf der Fähre sind.

    Wir sind natürlich viel zu früh da. Aber was sonst sollten wir machen?

    Auch wenn die Sonne nicht scheint, ist es angenehm warm.

    In unserer Snoopy-Tasche habe ich ein paar Stullen vorbereitet. Wie man das eben als perfekte bundesdeutsche Hausfrau macht. 🤪 Und das war auch gut so. Denn bisher hatten wir keine Gelegenheit etwas zu lunchen.


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    Unsere Koffer deponieren wir in einem eigens vorgesehenen Raum gleich linkerhand am Eingang der Fähre. Wir selbst wollen oben auf dem Deck sitzen und die Aussicht bei der kurzen Überfahrt genießen.

    Pozzuoli sieht von hier oben sehr schön aus.

    Und das bei dem grauen Wetter!

    Na gut. Mein iPhone macht es etwas schöner. Dennoch geben die Häuser in den vielen Gelbvarianten ein schönes Bild ab. Kaum auszuhalten, wenn wir jetzt noch blauen Himmel hätten!


    Pozzuoli,Reisebericht Italien,born4travel.de


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    Die Spanische Treppe wurde erst vor kurzem (2016) umfangreich saniert. Früher hinterließen die sitzenden Touristenmassen immer viel Müll, vor allem Kaugummireste und verschütteten Bier und Rotwein über die Stufen. Dem will man durch das Verbot Einhalt gebieten.

    Irgendwann wird überall eine Kordel drum hängen.


    1993 waren wir zum ersten Mal in den USA.

    Wir waren auf dem Weg zum Monument Valley. Unterwegs sahen wir eine Abbruchkante.

    Sah cool aus. Denn man schaute gefühlt hunderte Meter in den Abgrund einer Wendeschleife des San Juan River.

    Unser kletterfreudige Sohn war 5 Jahre alt und wir musste auf innachten, dass er keinen Unsinn macht und abrutscht . Unsere Tochter war glücklicherweise nicht so Kamikaze-mäßig eingestellt !

    Ob es damals schon ein State Park war, weiss ich nicht. Jedenfalls ist auf meinen Fotos nichts zu sehen.

    In meinem Album klebt eine Postkarte. Die haben wir gekauft, damit wir wissen wo wir waren. Habe eben mal gerade geschaut, da steht nix von SP

    Vor ein paar wenigen Jahren war Rainers Bruder dort.

    Es gibt eine Eintrittsgebühr und eine Absperrung :aug:


    Jeder von uns, der schon viele Jahre in den USA unterwegs ist, kann solche Geschichten erzählen.

    Und ich empfinde es als eine Verschlechterung. Sicherlich eine Folge von Taten, die diesem Stück Natur nicht gut tat.

    Und irgendjemand muss den Müll zB wegräumen - deshalb Eintritt und SP zum Schutz.


    Das ist doch ein Trauerspiel, dass so viele Ignoranten unterwegs sind. Und ich kann verstehen, wenn die Quintessenz Einschränkungen, Verbote sind!

    Und so eben auch die Spanische Treppe.

    In München hätte sie Euch wohl verhaftet ;)

    Ich war erstaunt wie oft ich auf einem Foto eine Drohne drauf hatte.

    Ganz unbemerkt. Und meine Fotos sind ja mit dem Smartphone gemacht.

    Anfang dachte ich , es sei ein Vogel. Dann angezoomt sah ich dass es Drohnen sind.

    Besondere Konzentration war ja auf dem Petersplatz :huch1:

    Aber wie gesagt: Vor Ort nicht mitgekriegt. Die waren ziemlich weit oben.


    Ist das in München verboten?

    Es gibt solche Maps in der App, wo angezeigt wo man fliegen darf und wie hoch.

    Keine Ahnung ob München generell verboten ist.

    Vielen Dank für die Blumen Mädels!


    Habe gerade gesehen, dass ich noch nicht den gesamten Tag gepostet habe.

    Für die, die sich über die Teilung wundern:

    Ich kann hier nur ne bestimmte Menge an Zeichen posten, sonst steht da, dass zu viel Inhalt gepostet wurde.




    Also Tag 8 geht weiter am Trevi Brunnen


    # Trevi Brunnen

    Der Trevi Brunnen ist wohl durch den Film "La Dolce Vita" weltbekannt geworden.

    Den Film habe ich noch nie gesehen. Aber bei der Vorbereitung auf den Aufenthalt in Rom kam ich auch nicht umhin, die Besichtigung einzuplanen.

    Tatsächlich haben wir uns den am ersten Tag schon angeschaut. Und im Vergleich zu heute sind wir uns beide einig, dass der Anblick am Abend schöner ist.

    Der Brunnen ist schön. Keine Frage. Aber verglichen zu dem, was wir gestern gesehen haben, gehört der nicht zu unseren Favoriten.

    Viel interessanter finde ich die Geschichte und Fakten um den Brunnen:

    Der barocke Trevi Brunnen ist 50 Meter breit, 26 Meter hoch und ist das Ende des Aquädukts Aqua Vergine, das das antike Rom mit Wasser versorgt hat.

    Gebaut 1762 ist er Teil der Fassade des Palastes Palazzo Poli.

    Die Skulpturen thematisieren die Naturgewalten.

    Die Fontana di Trevi ist im Stil eines Triumphbogens gebaut worden. Der Meeresgott Oceanus steht in der Mitte, in der griechischen Mythologie die Personifizierung eines die Welt umschließenden gewaltigen Wasserstroms.

    Einer Legende nach kommt jeder, der in den Brunnen eine Münze wirft, wieder nach Rom. Und es soll Glück bringen, wenn man die Münze über die rechte Schulter in den Brunnen wirft. Wirft man zwei Münzen verliebt man sich in einen Italiener oder eine Italienerin. Wirft man drei Münzen rein, wird man ihn letztendlich auch heiraten.

    Da haben wir den Salat!

    Wir haben keine Münze rein geworfen, werden aber hoffentlich noch einmal nach Rom kommen und auch noch Glück haben.

    Allerdings habe ich nirgends eine Info finden können, seit wann dieser Glauben besteht. Oder war das nur ein feiner Trick der Stadt Rom, um so zu zusätzlichen Spenden zu kommen?

    Heutzutage müssen die Münzen wohl täglich rausgefischt werden. Diese werden karitativen Einrichtungen gespendet. Angeblich kommen jährlich eine Viertel Million Euro zusammen.



    Trevi Brunnen in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



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    Auf diesem Platz und auch in der direkt anschließenden Gasse ist es sehr voll. Fast wollen wir die Suche nach einem netten Restaurant oder Pizzeria schon aufgeben. Überall ist es voll und trubelig.

    In der Parallelstraße, der Via dei Crociferi ist es dagegen wie ausgestorben.

    Auf der Terrasse des "Ristorante Agrodolce Roma" sind fast alle Tische noch frei. Die Auslage sieht einladend aus und der Duft der aus dem Restaurant strömt lässt auf eine gute Pizza hoffen.

    Wir sind nicht die großen Pizza-Fans. Rainer muss sogar überredet werdet. Ich meine, hier werden auch tolle Nudelgerichte zubereitet. Letztendlich bekomme ich meine Pizza. Und die schmeckt so lecker, wie ich sie schon lange nicht mehr bekommen habe!



    Agrodolce Restaurant in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.deAgrodolce Restaurant in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



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    Es ist kurz nach Fünf. Es lohnt jetzt nicht mehr nach Hause zu gehen, um sich kurz auszuruhen. Der Nachmittags-Cappuccino muss ausfallen. Wie ziehen jetzt das gesamte Tagesprogramm in einem Stück durch.

    Wir flanieren einfach durch die Straßen. Kreuz und quer und saugen einfach nur das Ambiente hier in Rom auf. Das hat was!



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    Es ist wie überall auf der Welt: In den Hauptstraßen geht es sehr geschäftig zu. Geht man aber nur eine Straße weiter in eine Nebenstraße, ist man fast oder wirklich ganz alleine unterwegs.

    # Spanische Treppe auf der Piazza di Spagna

    Spanish Stepps - Spanische Treppe in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



    Der Name "Spanische Treppe" wird wohl nur im Deutschen verwendet. Dessen Name sich vom Platz "Piazza di Spagna" ableitet. Im Italienischen heißt die Treppe Scalinata di Trinità dei Monti.

    Zwischen Piazza di Spagna und der von Ludwig XII finanzierten Kirche Santa Tinità die Monti auf dem Berg, gab es ursprünglich nur einen Hangweg. 1723 gab der Papst Innozenz XIII. den Auftrag diese Treppe zu errichten.

    Im 17. Jahrhundert hatte der spanische Botschafter hier seine Residenz. Deshalb war die Gegend um die Botschaft spanisches Territorium. Übrigens, wer sich früher ohne Erlaubnis hier aufhielt, wurde zur Strafe in die Spanische Armee verpflichtet.

    Heutzutage wird hier niemand zur Armee verpflichtet. Dennoch. Das Sitzen auf der Treppe scheint verboten zu sein. Vermutlich weiß das auch niemand. Denn ständig versucht sich jemand hinzusetzen. Und die vier Ordnungskräfte haben nur eine Aufgabe: Jeden der es nur versucht, mit ihren Trillerpfeifen zu rügen! Das ist auf Dauer echt nervig. Dabei wollen die meisten nur ein schnelles Foto machen, wie sie da eben auf der berühmtesten Treppe Roms sitzen.

    Ich frage mich, wann dies verboten wurde, denn ich könnte schwören. Bilder gesehen zu haben, wo die Treppen voller sitzender Menschen ist 🤷‍♀️

    Beim Anblick der Treppe frage ich mich, warum diese Treppe diesen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Ich weiß es wirklich nicht.

    Vom schönen Barkassen-Brunnen, der Fontana della Barcaccia, kann man so gut wie nichts sehen. Rings herum sitzen Menschen. Manche lesen. Manche ruhen sich hier einfach nur aus. Das will ich auch. Während also Rainer die Treppen hoch geht, bleibe ich am Brunnen. Beobachte das Treiben auf der Treppe und am Brunnen. Denn natürlich darf man auch nicht in den Brunnen mit den Füßen. Dennoch scheint das Verbotene die absolute Attraktion zu sein. Jeder zweite tut genau das für ein Foto. Andere wiederum trinken das Wasser, das aus einem dieser Brunnen-Münder kommt. Ich hoffe für sie nur, dass dies auch Trinkwasser ist.



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    Nicht weit von hier ist unser letztes Ziel:

    # Piazza del Popolo - Nordtor der Stadt

    Der Platz, in Form einer großen Ellipse, ist Scheitelpunkt der drei Hauptverkehrsadern des historischen Zentrums von Rom und gehört zu den größten Plätzen Roms.

    Leider kommen wir zur falschen Zeit. Es gibt hier eine politische Veranstaltung. Scheint etwas wie eine Wahlveranstaltung zu sein. Hunderte von Menschen sind unterwegs. Aus den oder dem Lautsprecher dröhnen Stimmen. Aus einer dieser Zwillingskirchen, der Basilica di Santa Maria in Montesanto, quellen Menschenmassen. Die Polizei hat alle Hände voll zu tun.

    Das alles lädt nicht wirklich zum Verweilen ein.



    Santa Maria dei Miracoli - Piazza del Popolo in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



    Fontana della Dea di Roma Piazza del Popolo in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



    Der 3.000 Jahre alte Obelisk, Obelisco Flaminio, bekommt die letzten Sonnenstrahlen ab.

    Schön sieht er aus. Die Größe ist enorm!

    1589 erst wurde dieser Obelisk im Auftrag von Papst Sixtus V. in der Mitte errichtet. Mit 23.9 Metern Höhe liegt er an Platz 3 in Rom (wenn man den in Vatikanstadt mitzählt). Dafür ist es der älteste Obelisk Roms.

    "Der Obelisk wurde von Sethos I. begonnen und von Ramses II. vollendet und in Heliopolis aufgestellt. Nach der Eroberung Ägyptens wurde er als Beute von Augustus mitgeführt und im Circus Maximus am östlichen Ende der Spina aufgestellt. Er überstand die Wirren der Völkerwanderung und erhob sich noch im frühen Mittelalter aus den Ruinen der Arena. Während den folgenden Jahrzehnten muss er irgendwann umgestürzt und unter der Erde und den Abfällen der Römer verschwunden sein. 1471 entdeckte ihn Leone Battista Alberti wieder, doch bald geriet diese Entdeckung wieder in Vergessenheit. Erst unter dem Obelisk begeisterten Sixtus V. wurde nach dem Obelisk gegraben. 1587 wurde er endlich gefunden und zwei Jahre später auf der Piazza del Popolo aufgestellt. 1818 wurde von Valadier das Ensemble mit ägyptisierenden Statuen vollendet."

    Quelle:web.archive.org

    Das Erscheinungsbild der Piazza del Popolo wurde im Laufe der Jahrhunderte ständig verändert.

    Im 18./19.Jahrhundert wurden hier öffentliche Hinrichtungen auf grausamste Art und Weise vollzogen. 1826 wurde das letzte Mal jemand mit Hämmern erschlagen. Und das, obwohl es damals schon die etwas "humanitärere" Variante, die Guillotine gab.

    Wie furchtbar!

    Des Weiteren fanden hier Pferderennen statt. Doch selbst hierbei war man so brutal, wie man sich das heutzutage nicht vorstellen mag: Die Pferde wurden mit Nagelpeitschen angetrieben. Oder auch mit Feuerwerkskörpern, die man hinter ihnen explodieren ließ.



    ältesten Obelisken Roms - Piazza del Popolo in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



    In der westlich gelegenen Zwillingskirche, der Chiesa Santa Maria dei Miracoli herrscht Ruhe. Wir sind ganz alleine hier und können uns umsehen.

    Das Wort Miracoli kennt man ja aus der Werbung in Verbindung mit italienischen Soßen. Oder Nudeln? Ich weiß es nicht. Aber nie würde ich auf die Idee kommen nachzuschauen, was Miracoli heißen soll. Wenn aber 'ne Kirche so einen Namen trägt, schaue ich doch nach. Und?

    Miracoli heißt Wunder. Aaah 💡

    Übrigens nennt man die Kirchen Zwillingskirchen, weil sie symmetrisch angelegt werden sollten.

    Doch es gab ein Problem:

    Die beiden Baugrundstücke waren nicht gleich groß.

    Das wurde sehr pragmatisch gelöst. Die Montesanto erhielt eine ovale Kuppel, während die Miracoli eine runde Kuppel erhielt. Eine optische Täuschung sozusagen, die man vom Platz gesehen, gar nicht bemerkt.



    Santa Maria dei Miracoli - Piazza del Popolo in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



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    Santa Maria dei Miracoli - Piazza del Popolo in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



    Über die Via del Corso soll es nun zurückgehen. Zurück zu unserem Apartment.

    Kurzer Positionscheck: Ja wir sind richtig.

    Rechterhand tangieren wir (wieder einmal 😉 ) eine Kirche. Die wirkt irgendwie eingebettet in die Häuserfront. Es ist die Kirche, deren Kuppel wir von unserer Terrasse aussehen, die Santi Ambrogio e Carlo.

    Und obwohl diese Kirche innen überraschend schön ist, leidet unser beider Aufnahmevermögen für das Schöne.

    In einer hinteren Bankreihe nehmen wir Platz und bleiben hier eine ganze Weile sitzen.



    H&M und Santi Ambrogio e Carlo in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



    Santi Ambrogio e Carlo in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



    Das Dach des gerade aus befindlichen Hauses ist ein wahrer Kontrast zum sonstigen Stil in dieser Gegend. Das ist eine Filiale von Hennes & Mauritz. Wir diskutieren kurz da rein zugehen. Nicht um zu shoppen, sondern um das Dach von innen zu sehen. Doch letztendlich entscheiden wir uns dagegen und schreiben es auf die to-do-list fürs nächste Mal Rom!

    Noch bevor es dunkel wird, macht Drohni einen kurzen Blick auf die Umgebung. Dabei lassen wir sie genau über uns aufsteigen.



    H&M und Santi Ambrogio e Carlo in Rom,Reisebericht Italien,born4travel.de



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    Auf der Terrasse lassen wir unsere Zeit in Rom Revue passiere.

    Rom ist eine schöne Stadt, die wir unbedingt noch einmal besuchen müssen!

    Morgen schon verlassen wir Rom gen Süden. Es geht auf die Insel Prochida.


    :cap:

    Denver gibt es oft als Meilenschnäppchen für 55000 Meilen. Gab oder gibt gerade ein Digitalabo der FAZ/FAS für 55000 Meilen. Kosten knapp über 600€.

    Gibt auch Digitalabos von Focus, Bunte mit einen sehr guten Ratio.

    Mein Geheimtip. Kleinstkredit über CHECK24. Bringt 10000 Meilen usw.

    Die Angebote bei den Schnäppchen konnte ich noch nie wahrnehmen. Wir sind ja zeitlich immer sehr eingeschränkt. Für einen Samstag hin und einem Samstag zurück habe ich noch nie welche gesehen. Bisher haben wir ganz normal die 120T Punkte abgedrückt.

    Ich spekuliere ja für Ende September, dass erstens Japan wieder öffnet und ich da eine SchnäppchenBuchung machen kann. Denn BC mit LH ist meist bei 3.7T pro Person. Das ist mir einfach zu teuer.


    Ja und die anderen Sammelmöglichkeiten... na ja. Da muss ich Geld ausgeben, für Sachen die ich nicht benötige.



    Aber dann auch brav mit der LH KK bezahlen. ;)

    Genau.

    Wir haben ja die Küche bei Höffi gekauft. Bei Vertragsunterschrift fragte ich explizit ob ich mit der LH KK zahlen kann.

    Es hieß: natürlich!

    Als ich dann den ersten Teil anzahlen wollte, hieß es:

    "Ja aber nicht mit der KK von LH. Denn mit der bekommen sie Meilenpunkte und das wird

    nicht unterstützt!"

    Ich bin fast aus allen Wolken gefallen :wut2::wut2: :wut2:


    Dann traf ich eine ehemalige Kollegin, die in diesem Haus als "Kassendame" arbeitet. Ihr habe ich mein Leid geklagt.

    Und sie bestätigte dass man mit der LH KK an der Kasse nicht zahlen kann. Aber an der Kasse der Information und zwar mit ApplePay.

    Da meine KK da hinterlegt ist, klappte das wunderbar !

    Das muss man aber mal wissen, dass die Kassensysteme nicht einheitlich eingestellt sind!