Peru? Must do! Eine abwechslungsreiche Abenteuerreise durch die majestätischen Anden

  • klingt klasse!! Und schoen, von euch zu hoeren


    Ist es im Großen und Ganzen auch :)


    Deine Bilder von der Landschaft auf FB finde ich sind der Hammer. Viel Spaß noch.


    Es ist wirklich landschaftlich wunderschön hier!

  • Eure Bilder auf FB sind wunderschön! :love:


    Danke :)


    Klingt prima, weiterhin viel Spaß :wink1:


    Vielen Dank, uns geht’s super hier!


    Freue mich schon auf den Reisebericht hinterher.


    Super :) Ich freu mich auch schon zu schreiben!


    Die Alpakas sind nice


    Die finden wir auch richtig gut!


    Euch viel Spaß weiterhin.


    Danke :)


    Tolle Fotos :clap1:


    was hat denn das Alpaka für einen Puschel am Ohr :gru1:

    Danke :)


    Den genauen Hintergrund muss ich auch noch recherchieren, aber grundsätzlich sind die oft traditionell geschmückt. So wie Juanito. Das ist Juanito:



    Juanito ist super weich und aus echter Alpaka Wolle. Ich weiß noch nicht wie ich ihn nach Hause bekomme, aber er wird’s schon ins Wohnzimmer schaffen :D

  • Vorbereitung einer Reise, oder auch: Die Odyssee mit der Spritze - Teil 1


    Nachdem das Wort „Impfung“ derzeit ja quasi in aller Munde ist, war es nicht weiter verwunderlich, dass das eines der ersten Stichworte ist, die ich in Kombination mit dem Wort „Peru“ in die Googlesuche hacke. Schließlich haben wir zum Zeitpunkt der Flugbuchung noch genau drei Wochen bis zur Abreise, da kann man sich über solche Dinge ja mal Gedanken machen.


    Die gute Nachricht: Das Auswärtige Amt meldet keine vorgeschriebenen Impfungen die bei der Einreise verpflichtend sind.


    Die schlechte Nachricht: Es empfiehlt für alle Reisenden ab einem Alter von 9 Monaten eine Gelbfieberimpfung, zumindest in bestimmten Gebieten.


    Warum ist das eine schlechte Nachricht? Die Gelbfieberimpfung benötigt 10 Tage um ihre volle Wirkung aufzubauen und kann in diesen 10 Tagen Nebenwirkungen verursachen, die man nicht gerade im Flugzeug oder in Verbindung mit den eh schon den Körper schwächenden Höhenlagen von Peru erleben will. Auf der anderen Seite habe ich am 15.07. erst meinen zweiten Bill Gates Chip meine zweite Coronaimpfung erhalten und bekanntlich soll man vor und nach dieser ganze zwei Wochen auf andere Impfungen verzichten.


    Der infragekommende Zeitraum für mich liegt also zwischen dem 29.07. und dem 04.08.


    Das ist nicht ganz eine Woche und um das Ganze noch zu erschweren muss die Gelbfieberimpfung von einem zertifizierten Tropenmediziner in die Blutbahn gepumpt werden.


    Nach kurzer Googlerecherche findet Sarah hinaus, dass es eine Impfstelle in einem großen Outdoorkaufhaus in einer Stadt die mehr oder weniger für ein großes Sakralbauwerk und eine Karnevalsband mit bekannter Hymne auf eben diese Stadt bekannt ist gibt.


    Am 30.07. – Freitagfeierabend – hole ich also Sarah von der Arbeit ab und wir fahren die halbe Stunde dorthin, schließlich brauche ich eh noch eine Wanderhose. Frei nach dem Slogan einer großen Warenhauskette: Einmal hin, alles drin!


    Ich bin schwer beeindruckt von der Filiale in der es scheinbar alles gibt was das Outdoorherz begehrt, sogar ein Tauchbecken und ein kleiner künstlicher „See“ zum Testen von Kanus und Kayaks findet sich hier. Darauf hat man aus der obersten Etage auf der sich die Reisemedizin befindet einen hervorragenden Ausblick. Doch erst einmal kümmern wir uns um das Wesentliche. Wir werden freundlich empfangen und gebeten unsere Daten in ein bereitstehendes Tablet zu übertragen.

    Danach erscheinen unsere Namen auf einem großen Flatscreen über der Tür und wir werden gebeten zu warten. Zum Glück ist die Sitzgruppe hier bequem, denn die Wartezeit wird lang. Ganze 45 Minuten vergehen in der ich weder eine Impfung noch eine Wanderhose bekomme und auch Sarah sucht sich in der Zwischenzeit eine altersgerechte Beschäftigung :smile:.



    Kurz nachdem das Ausmalbild fertig war und gerade als wir uns fragen warum es hier eigentlich keinen dieser Pieper wie im Restaurant gibt werden wir in den kleinen Impfraum gerufen.


    Hier erwartet uns eine Ärztin, die zwar einen netten, aber auch sehr verpeilten Eindruck macht. Gegen die „kompetente Reiseberatung“ entscheiden wir uns spätestens dann, als sie unser Reiseland in einem Atlas sucht. Ich entscheide mich hier auch gegen die Impfung. Nein, das stimmt nicht ganz, es wird sich hier dagegen entschieden das ich geimpft werde. Ich möchte jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich habe vorsorglich die Website des RKI zu empfohlenen Impfabständen auswendig gelernt. Laut deren Informationen muss lediglich 14 Tage Abstand zur mRNA-Coronaimpfung eingehalten werden, da diese einem Totimpfstoff gleichgestellt ist. Deshalb sind wir ja auch heute erst hier, nach exakt 15 Tagen.


    Die Ärztin ist da vollkommen anderer Meinung und will zwingend die 30 Tage wie zwischen verschiedenen Lebendimpfstoffen abwarten. Ich bekomme die Empfehlung doch einfach noch mal zwei Tage vor Abflug zu kommen und mich da impfen zu lassen.

    Ja ne ist klar, die Impfung braucht 10 Tage um den Schutz aufzubauen und ist in 25% der Fälle mit Nebenwirkungen behaftet. Da mute ich meinem Körper neben der Höhenlage Perus doch nicht noch extra Nebenwirkungen für eine Impfung zu, die mir dann eh nicht mehr den ganzen Urlaub was bringt. Zumal ich vermutlich ein Kandidat für die Nebenwirkungen bin, nachdem mich die zweite Coronaimpfung schon gut flachgelegt hat.


    Spätestens nachdem sie drei Minuten braucht um das Datum 30 Tage nach meiner Coronaimpfung auszurechnen und ich ihr dabei drei Mal das Impfdatum nennen muss, möchte ich sowieso gerne woanders die Spritze bekommen.


    Sarah hingegen macht das gleich hier, schließlich sind wir ja extra deshalb hergefahren, ob sie das auch noch gemacht hätte wenn sie wie ich gesehen hat, wie sehr die Gute dabei zittert, weiß ich nicht. Ihr Gesichtsausdruck als sie das Zittern beim Stempeln des Impfpasses sieht spricht jedenfalls Bände.


    Pünktlich nach der Bezahlung kommt auch schon die Durchsage, dass der unbenannte Outdoorladen jetzt schließt und so habe ich nicht nur keine Impfung, sondern auch keine Wanderhose bekommen.


    Frei nach Bernd das Brot: MIST! :smile:


    Zeitsprung: Sonntag, 01.08.2021


    Einen Vorteil hatte die ausgebliebene Impfung, ich konnte mich beim vortagigen sehr gelungenen Göttingen-Forentreffen dem Tequila Sunrise hingeben :smile2:. Da ich in meinem Hotelzimmer erst um 11 Uhr auschecken muss und, leicht verschallert wie ich noch bin, die Zweifel wieder hochkommen, wird also gleich noch einmal der Laptop ausgepackt und ich widme mich „la investigación“ – der Recherche.


    Warum mache ich mir jetzt überhaupt den Stress obwohl wir vermutlich keine Risikogebiete besuchen und die Impfung laut Auswärtigem Amt nicht vorgeschrieben ist?


    Auf der einen Seite ist das der ideale Zeitpunkt. Die Impfung hält ein Leben lang, ich bin altersmäßig weit weg von der Risikogruppe und es gibt einem einfach ein Sicherheitsgefühl mit auf den Weg. Außerdem könnte ich so in den nächsten Jahren ohne Zögern einer spontanen Zentralafrikareise zusagen :smile:.


    Auf der anderen Seite nervte mich die Inkonsistenz der verschiedenen Websites zur Pflicht der Gelbfieberimpfung und wenn ich mich einmal in so etwas verbeiße, dann recherchiere ich auch bis zum bitteren Ende.


    Die offizielle Website der peruanischen Kommission für Export- und Tourismusförderung stimmt mit dem Auswärtigen Amt überein, verweist aber für weitere Informationen auf das peruanische Gesundheitsministerium MINSA, dass – wie alle Regierungswebseiten – zu meinem Leidwesen lediglich spanische Inhalte bereitstellt und zu meinem weiteren Leidwesen folgendes sagt:


    „ En la actualidad sólo existen una vacuna obligatoria:

    Fiebre amarilla: protege al viajero en áreas donde existe riesgo de infección, y a los países vulnerables de la importación del virus y, por lo tanto, de la introducción de la enfermedad.”


    Nach der Zuhilfename eines Onlineübersetzers erfahre ich dann Folgendes:


    „Derzeit gibt es nur einen obligatorischen Impfstoff:

    Gelbfieber: schützt Reisende in Gebieten mit Ansteckungsgefahr und gefährdeten Ländern vor der Einschleppung des Virus und damit vor der Einschleppung der Krankheit.“


    Mist.

  • Vorbereitung einer Reise, oder auch: Die Odyssee mit der Spritze - Teil 2



    Ich habe also noch drei potentielle Werktage um mir eine Nadel in den Arm rammen zu lassen und weiß noch nicht hundertprozentig ob meine Kausalkette aufgeht, ich bin ja schließlich kein Arzt und erst recht kein Tropenmediziner. Also schreibe ich Sonntagabend schnell eine nette E-Mail an Leute die Ärzte und noch dazu Tropenmediziner sind, nämlich die Infektions- und Tropenmedizin des Uniklinikums Leipzig.



    Bereits am nächsten Morgen – mit einer so schnellen Reaktion hätte ich nicht gerechnet, Hut ab! – erhielt ich eine Antwort, die mich erleichterte.



    Allerdings machte sie mich auch ein wenig sauer, denn nur durch die Unkenntnis unserer letzten Ärztin habe ich jetzt den Stress kurz vor knapp eine passende Impfstelle zu finden.


    Der Gesundheitsdienst der Stadt Halle war schnell raus, bietet er doch solch kundenfreundliche Öffnungszeiten:


    Mo: geschlossen

    Di: geschlossen

    Mi: geschlossen

    Do: 07:00 -08:30 Uhr

    Fr: geschlossen

    Sa: geschlossen

    So: geschlossen


    Außerdem auf meiner Liste war die Filiale eines Outdoorkaufhauses derselben Kette in einer Stadt die man auch das Florenz der Elbe nennt. Hier wird auch geimpft und die Stadt ist immer wieder einen Besuch wert. Außerdem wohnt mein bester Kumpel hier, aber dennoch wollte ich fürs Erste vermeiden 300km für eine Impfung zu fahren.


    Da mir die Uniklinik Leipzig so nett und unkompliziert weitergeholfen hat wollte ich mich revanchieren und die die Impfung durchführen und abrechnen lassen. Auch am Telefon war man hier sehr nett, doch leider war der nächste freie Termin erst am 17.08. und somit drei Tage nach Abflug.


    „Aber probieren Sie es doch einmal im St. Georg, die sind personell etwas besser aufgestellt als wir“


    Hier hing ich zwei Minuten später in der Leitung und berichtete einer ebenfalls sehr netten Schwester von meiner Bredouille.


    „Wie spontan muss es denn sein“


    „Allerspätestens Mittwoch“


    *klick* *klick* *Doppelklick*


    04.08. 8:30 kann ich anbieten, bitte den Impfpass und die EC-Karte mitbringen.


    Mir fiel ein Stein vom Herzen, ich loggte den Termin ein und spürte eine große Last von mir abfallen, ist zwar knapp, aber geht noch genau auf.


    Zeitsprung: Mittwoch, 04.08.2021


    Um kurz vor Acht sitze ich im Auto auf dem Weg nach Leipzig. Ich hoffe weiterhin dass es heute nur bis Leipzig geht und ich nicht noch einen spontanen Dresdentrip anhängen muss. Nach einer entspannten Fahrt über angenehm leere Ostautobahnen erreiche ich das St. Georg um 20 nach 8. Eigentlich bin ich bereit mit hochgezogenem Ärmel eine Nadel im Arm stecken zu haben, aber die Parkplatzsituation ist so angespannt, dass ich um 8:30 dann lieber doch nochmal anrufe, dass ich meinen Termin auf dem Schirm habe, schon da bin und nur noch einen geeigneten Stellplatz für das blecherne Gefährt brauche.


    Nur ein paar Minuten später sitze ich mit einem Anamnesebogen vor mir und erkläre dem nächsten Arzt dass ich kerngesund, frei von Allergien und nicht schwanger bin. Insgesamt gibt es hier sicher doppelt so viel Schriftkram zu erledigen bis ich schließlich um kurz nach neun aufgerufen werde.


    Der Arzt der hier vor mir sitzt macht einen wesentlich vorbereiteteren Eindruck, auch wenn er genau wie die vorhergehende Ärztin nur das Reiseziel kennt. Das muss er aber nicht im Atlas nachschlagen, sondern fängt gleich an gute Tipps in Punkto Reiseapotheke und Routenführung zu geben. Mit viel Humor lerne ich was Höhenkrankheit ist ("im Prinzip möchte sich Ihr Gehirn gern ausdehnen, nur leider steht da Ihr Schädelknochen im Weg, dabei kann es da zu Quetschungen kommen die meist eher nicht so gut ausgehen, aber das bekommen Sie eh nicht mehr mit, da sind Sie in der Regel schon in Ohnmacht gefallen") und was man Essen kann ("klar, ich würde immer Elotrans und wenn es nicht anders geht auch Loperamid mitnehmen, aber Gebraten geht immer. Und beim Loperamid, bitte nur wenn es nicht anders geht, nicht drei Wochen durchnehmen und sich freuen nicht aufs Klo zu müssen").


    Anschließend gehen wir gemeinsam meinen Impfpass durch, er empfiehlt mir akut noch eine Typhusimpfung die ich gleich noch mitnehme (was man hat das hat man) und mich irgendwann zwischen zwei Reisen mal gegen Tollwut impfen zu lassen und dann sitze ich schon auf der Liege. Die beiden Stiche sind haargenau 4mm auseinander, nicht dass man der Krankenkasse noch ein zweites Pflaster in Rechnung stellen muss :smile:


    Im Anschluss muss ich noch eine halbe Stunde in Beobachtung bleiben in der ich die Impfungen gleich mal bei der Krankenkasse einreiche - die übernimmt anstandslos - ehe ich mit gestempeltem Impfpass wieder in mein Auto steige.


    Die Odyssee ist beendet :smile:

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