Beiträge von ElkeS

    Danke für den tollen Reisebericht.

    Vielen Dank für den wirklich tollen und informativen Bericht

    Vielen Dank für den tollen und äußerst informativen Reisebericht!

    Danke Elke für den superschönen Bericht.

    Ein sehr schöner Bericht, danke!!!!

    Danke für den tollen, sehr informativen Bericht.

    Sehr gerne - ich freue mich, dass Ihr dabei wart und vielen Dank für Eure netten Kommentare.

    jeder, der hier mitgelesen hat und noch niemals in Namibia war, wird spätestens jetzt Lust bekommen, dieses Land zu besuchen.

    Dankeschön :bussi:

    Wir sehen uns im Torres del Peine und werden dort hoffentlich ein paar schöne Stunden beim Wandern verbringen.

    Da freue ich mich auch schon sehr drauf - Sind ja nicht mal mehr 5 Monate ;)

    Samstag, 15.06.2019: Heimreise

    An unserem letzten Urlaubstag schlafen wir relativ lange bis 7:30 Uhr und gehen dann gemütlich zum Frühstück.


    Obwohl heute kein Sonntag ist, können wir die Angestellten überreden, uns das „Sunday’s Special“ von der Frühstückskarte zu servieren - sozusagen als kleines Trostpflaster für uns, weil wir heute wieder nach Hause fliegen müssen wink.gif


    Unsere Henkersmahlzeit: ausgesprochen leckere Eggs Benedikt mit Sauce Hollandaise:


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    Nach dem Frühstück machen wir uns dann an’s finale Kofferpacken, was fast eine Stunde dauert. Aber bis 10:00 Uhr haben wir es endlich geschafft - das Zimmer ist leer und wir können an der Rezeption zumindest schon mal den Schlüssel abgeben.


    Auschecken müssen wir allerdings noch nicht. Da unser Flug heute erst recht spät startet, hatte uns die Chefin gestern Abend am Lagerfeuer angeboten, dass wir gerne noch bis zum frühen Nachmittag in der Lodge bleiben können.


    Das haben wir natürlich sehr gerne angenommen, zumal es an der Strecke von der Bagatelle Lodge bis zum Flughafen in Windhoek nicht allzu viel Sehenswertes gibt.


    Nach einem letzten Dünenspaziergang setzen wir uns an den Pool, beobachten das Wildlife, was immer wieder hier vorbei kommt und genießen die letzten wunderbaren sonnendurchfluteten Anblicke von rotem Sand und tiefblauem Himmel.


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    Gegen 13:00 Uhr checken wir dann schließlich aus, zahlen unsere Rechnung und nehmen wehmütig Kurs auf Windhoek, was zugleich das endgültige Ende unseres Urlaubs besiegelt.


    Da wir reichlich Zeit haben, wären wir eigentlich gerne die Parallelstrecke zur B1 gefahren, die landschaftlich deutlich schöner sein soll. Allerdings können wir in unserer Karten-App keine Tankstelle entlang dieser Strecke entdecken und unser Sprit wird mit ziemlicher Sicherheit nicht bis nach Windhoek reichen.


    So beißen wir in den sauren Apfel und fahren über die B1.


    Als wir in Kalkrand die erste Tankstelle anfahren, müssen wir allerdings feststellen, dass es dort für heute keinen Diesel mehr gibt. Wir bekommen erstmal einen tüchtigen Schreck.


    Die nächste Tankstelle wird auf der Karte in Rehoboth angezeigt. Bis dorthin sind es noch reichlich 50 Kilometer und unser Sprit reicht noch für etwa 100 Kilometer. Sollte es dort auch keinen Diesel geben, hätten wir tatsächlich ein Problem.


    Andreas wird leicht nervös, aber ich beruhige ihn, dass es in Rehoboth fünf Tankstellen gibt - eine davon wird schon Diesel haben.


    Und so ist es dann auch: gleich an der ersten tanken wir unser Auto wieder voll und nehmen dann das letzte Stück nach Windhoek unter die Reifen.


    Vier Stunden später erreichen wir das Flughafengelände. Hier müssen wir gleich noch einmal tanken, da wir das Auto ja voll bei Hertz zurückgeben müssen.


    Nachdem wir aus der Tankstelle heraus gefahren sind, zeigt die Tanknadel dann allerdings nicht annähernd einen vollen Tank an. Wir sind etwas irritiert und fahren nochmals zur Zapfsäule zurück. Wir möchten bei Hertz keinen Ärger haben, zumal wir im Vorfeld der Reise gelesen hatten, dass die Mitarbeiter dort bei der Rücknahme der Autos sehr, sehr pingelig seien.


    Aber der Tank ist tatsächlich voll, wie uns der Zapfmeister eindrucksvoll demonstriert. Wir lassen uns noch eine extra Quittung ausstellen, um bei Hertz einen entsprechenden Nachweis zu haben, und dann geht es zur Autorückgabe.


    Auf dem kurzen Stück bis dahin erholt sich auch die Tanknadel wieder und als wir unser Auto schließlich bei Hertz abgeben, gibt es überhaupt nichts zu beanstanden. Weder die „African Tattoos“, die wir dem Auto auf unserer Reise durch diverse Kollisionen mit Kameldornsträuchern verpasst haben, noch das ziemlich verdreckte Innere des Autos veranlassen den Mitarbeiter, eine Nachzahlung zu berechnen.


    Uns kann es nur recht sein und so sind wir recht schnell im Flughafengebäude verschwunden, bevor er es sich noch einmal anders überlegt.


    Die ganze Auto-Rückgabe ist damit innerhalb von nur 10 Minuten erledigt. Wir hatten mit deutlich mehr Zeit gerechnet - auch aufgrund diverser Reiseberichte, die wir im Vorfeld gelesen hatten.


    Jetzt sind wir natürlich viel zu früh und müssen schauen, wie wir die reichlich drei Stunden bis zum Beginn des Boardings herumbringen.


    Der Schalter von Air Namibia hat noch geschlossen, aber wir stellen uns vorsorglich schon mal an, damit wir beim Gepäck aufgeben mit bei den ersten sind - vielleicht können wir ja noch ein paar gute Plätze ergattern.


    Und der Plan geht tatsächlich auf.


    Wir haben zwar schon Bordkarten, da wir gestern online eingecheckt haben, aber der freundliche Mitarbeiter schaut für uns im System nach und zaubert doch tatsächlich noch zwei freie Exitplätze für uns hervor, die beim Online Checkin als gesperrt markiert waren. Und das ganze sogar ohne Aufpreis thumbsup.gif


    Nachdem wir unsere Taschen los geworden sind, gehen wir durch die Security und haben dann immer noch knapp zwei Stunden Zeit. Eigentlich hätten wir uns jetzt gerne noch in ein Restaurant gesetzt, aber Pustekuchen: nach der Security gibt es quasi außer einem Mini Duty Free Shop und zwei Andenkenläden nichts mehr, was einem hilft, die Zeit herum zu bringen.


    Aber irgendwann sind auch diese zwei Stunden um und das Boarding beginnt äußerst pünktlich. Unsere Plätze im Flieger sind perfekt - wir haben jede Menge Beinfreiheit und nach dem erwartungsgemäß mittelmäßigen Abendessen gelingt es uns immerhin, ein paar Stündchen Schlaf zu finden, bevor wir eine halbe Stunde früher als geplant bei leichtem Nieselregen in Frankfurt landen.


    Mit dem Shuttlebus geht es zum Fernbahnhof Terminal, wo wir die Wartezeit mit einem Kaffee bei Starbucks überbrücken, und dann mit dem Zug und den üblichen Verspätungen der Deutschen Bahn bis nach Vaihingen.


    Hier wartet Stan schon mit dem Auto auf uns und ruckzuck sind wir wieder zu Hause.


    60 Minuten später läuft bereits die erste Waschmaschine und der Rasen bekommt einen frischen Schnitt. Und morgen ruft dann schon wieder das Büro und wir sind zurück im Alltag - aber nur bis zur nächsten Reise wink.gif



    Gefahrene Kilometer: 320 Strecke

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    Übernachtung: Flugzeug

    Ich finde Deine Reiseberichte wirklich äußerst informativ

    Das freut mich, Danke!

    Ein toller Tag....würde ich gern auch so machen :daumen1:

    Ein wunderschöner Tag war das.

    Toller Tag, viele schöne Tiersichtungen, großartig!

    Ja, das war ein toller letzter Tag - leider geht's dann am nächsten Tag aber auch schon nach Hause.

    Die Sanführung sieht auch nett aus.

    Überhaupt war der Ausflug mit dem San interessant, würde mir auch gefallen

    Wir mögen so Führungen, auf denen man etwas von den Locals lernt immer unheimlich gerne.

    Aber sag einmal: wie kann man bei soviel sportlicher Betätigung an Gewicht zulegen

    Wenn ich das wüsste :gru1:

    Ich sage nur: nach dem Urlaub hatte ich pro Woche ein Kilo mehr :wut2:

    Von welchen Problemen hat der Besitzer denn gesprochen? Würde mich interessieren.

    Ach das waren verschiedenste Dinge - ein Thema waren auf jeden Fall auch Touristen, die alles für selbstverständlich nehmen, nur Forderungen stellen und am liebsten alles für umsonst hätten. Solche schwarzen Schafe gibt es leider überall.

    Freitag, 14.06.2019: Kalahari

    Zum vorletzten Mal klingelt der Wecker in diesem Urlaub. Um 6:30 Uhr reißt er uns aus unseren Träumen und wir stehen sofort auf, da wir uns für den morgendlichen Bushman-Walk angemeldet haben und vorher noch etwas essen wollen.


    Schnell sind die üblichen Verrichtungen erledigt und wir sitzen im Frühstücksraum. Es gibt ein reichhaltiges kaltes Buffet und wir können von einer Karte Eierspeisen bestellen.


    Pünktlich um 7:30 treffen wir uns dann an der Rezeption. Außer uns ist nur noch eine andere Reisende dabei und so brechen wir kurze Zeit später zu fünft zu dem nachgestellten San Dorf auf: wir drei Touris, ein Bushman und ein Übersetzer.


    Obwohl es zu der frühen Stunde noch sehr frisch ist, ist der Bushman nur mit Lendenschurz bekleidet - mich fröstelt schon beim Hinschauen...


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    Er zeigt und erklärt uns unterwegs vieles über die Traditionen und Jagdmethoden der San. Von seiner faszinierenden Sprache, die mit Knack- und Zisch-Lauten versehen ist, verstehen wir natürlich kein Wort. Aber er erzählt mit soviel Gestik und Mimik, dass wir uns schon vor der jeweils anschließenden Übersetzung ein gutes Bild machen können.


    Hier erklärt er uns sehr anschaulich, wie sich die San früher die Gewohnheiten von Ameisenbären zunutze gemacht haben, um diese zu jagen:


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    Der Ameisenbär liebt Termiten. Wenn er einen bewohnten Termitenhügel gefunden hat, bricht er diesen unten auf und leckt mit seiner langen gespeichelten Zunge solange Termiten heraus, bis sein Magen randvoll ist. Dabei verschluckt er diese in Ermangelung von Zähnen bei lebendigem Leib. Die Termiten versuchen anschließend, aus seinen Körperöffnungen wieder heraus zu krabbeln und der Ameisenbär muss sich drei Tage lang zum Schlafen hinlegen - Schnauze und Hintern fest zusammen gekniffen - bis alle Ameisen abgestorben und verdaut sind.


    Und da kommt die Chance für die Buschmänner: Wenn sie einen frisch aufgebrochen Termitenhaufen finden, müssen sie nur in den umliegenden Büschen nach einem schlafenden Ameisenbär suchen wink.gif


    Akazien werden bei den Buschmännern sehr vielseitig genutzt, z.B. als Medizin bei Husten und und zum Zähneputzen.


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    Hier demonstriert uns der Bushman sehr anschaulich eine Straußenfalle. Als Lockmittel wurden kleine weiße Steine verwendet, die Strauße oft wegen des Kalziumbedarfs und zur besseren Verdauung fressen. Die Falle basiert zum großen Teil auf der mangelnden Intelligenz der Tiere, da diese - kaum dass sie sich abgewendet haben - schon wieder vergessen haben, dass da eine Falle ist.


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    Auch Straußeneier wurden vielseitig genutzt - z.B. um darin Wasservorräte zu vergraben.


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    Im San Dorf angekommen, wird uns noch ein letzter Brauch - die Liebespfeile - erklärt, bevor wir Fotos machen und etwas von dem traditionellen Schmuck kaufen können.


    Möchte ein junger San im heiratsfähigen Alter eine Frau erwählen, bekommt er vom Dorfchef einmalig so einen Köcher mit fünf Armor-Pfeilen darin, die gleichbedeutend sind mit fünf Chancen in seinem Leben:


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    Alle unverheirateten Frauen des Dorfes tanzen anschließend um ein Feuer herum und der Mann schießt mit einem der kleinen Liebespfeile auf seine Auserwählte. Akzeptiert die Frau seinen Antrag, nimmt sie den Pfeil und steckt ihn in ihren Ausschnitt. Lehnt sie den Antrag dagegen ab, zerbricht sie den Pfeil und wirft ihn weg und der Mann hat damit eine seiner fünf Chancen vertan.


    Ein Mann sollte seinen Heiratsentschluss also erst dann versuchen umzusetzen, wenn er sehr zielsicher ist. Trifft er nämlich mit dem Pfeil versehentlich die falsche Frau, und nimmt diese den Pfeil an, so ist der Vertrag bindend und der Mann muss sie heiraten - ob er will oder nicht biggrin.gif


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    Für den Rückweg zur Lodge blockieren uns zwei Strauße den Weg. Einer der beiden ist als recht aggressiv bekannt und hat rot verfärbte Beine.


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    Unser Guide meint, das sei ein Anzeichen dafür, dass er gerade sehr angriffslustig sei und er ordert per Funk ein Auto der Lodge herbei, was den Strauß vertreiben soll. Wir finden das ziemlich übertrieben, schließlich hätten wir ja auch einfach einen etwas größeren Bogen laufen können. Aber Sicherheit auf einer von der Lodge organisierten Tour geht offenbar über alles...


    Gegen 9:00 Uhr sind wir wieder in der Lodge zurück und genehmigen uns einen zweiten Kaffee. Wir plaudern noch eine Weile mit Ute, die mit uns auf dem Bushman Walk war und beobachten fasziniert einen posierenden Strauß, der sich für uns in Szene setzt und von allen Seiten ablichten lässt.


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    Am späteren Vormittag laufen wir dann noch eine größere Runde durch das Lodge Gelände - die roten Dünen sind einfach so faszinierend...


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    Dabei entdecken wir neben den allgegenwärtigen Springböcken diesmal auch noch eine Fuchsmanguste:


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    Nach dem zweistündigen Dünenspaziergang gehen wir in der Lodge zum gemütlichen Teil über: In den bequemen Sesseln am Pool vertrödeln wir die Zeit, lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und beobachten, wie Elands, Strauße, Esel und Springböcke den Weltfrieden zelebrieren...


    Andreas hält die Chillerei jedoch nur eine halbe Stunde aus, dann muss er in seine Laufschuhe schlüpfen und das Gelände ein weiteres Mal erkunden. Mir ist dagegen überhaupt nicht langweilig. Am letzten Urlaubstag darf man ruhig mal alle Fünfe gerade sein lassen...


    Ich döse eine Runde, schreibe etwas am Reisebericht und als Andreas von seiner Laufrunde zurück ist, chillen wir wieder gemeinsam weiter...


    ... bis es irgendwann kurz vor vier ist und der Nachmittags Game Drive mit anschließendem Sundowner beginnt.


    Zusammen mit einer Gruppe Franzosen starten wir zur letzten Safari-Fahrt in diesem Urlaub. Unser Fahrer erzählt uns zunächst noch ein bisschen was über die Tiere auf dem Lodge-Gelände und die aktuell schwierigen Bedingungen wegen der anhaltenden Trockenheit und dann starten wir.


    Wir entdecken unterwegs sehr viele Tiere, darunter sogar einige, die wir bisher in unserem ganzen Urlaub noch nicht gesehen haben.


    Zwei Löffelhunde:


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    Ein paar Sandflughühner:


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    Streifengnus und Oryxe:


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    Kudus:


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    Säbelantilopen:


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    Zwei Breitmaulnashörner:


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    Posierende Erdmännchen:


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    Weißbartgnus:


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    Ein Ameisenbär:


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    Und zu guter Letzt auch noch Giraffen:


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    Den Abschluss des Game Drives bildet wieder der Sundowner am Sunset Point, wo wir erneut mit einem Gintonic anstoßen und ein letztes Mal - ein bisschen wehmütig diesmal - den wunderbaren Sonnenuntergang beobachten.


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    Zurück in der Lodge gehen wir direkt zum Abendessen. Die Vorspeisen sind wieder superlecker, aber beim Hauptgang am Buffet halten wir uns heute ein wenig mehr zurück, da wir schon mit Schrecken daran denken, was für vorwurfsvolle Blicke uns die Waage zu Hause zuwerfen wird...


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    Nach dem Essen sitzen wir noch mit Herrn W. und seiner Reisegruppe am Lagerfeuer und lassen die letzten Urlaubstage im Geiste an uns vorüber ziehen.


    Die anderen verabschieden sich nach und nach ins Bett, da sie morgen sehr früh heraus müssen. Dafür gesellt sich später der Eigentümer der Bagatelle Lodge mit seiner großen Familie dazu und wir plaudern in einer sehr geselligen Runde noch weit bis nach Mitternacht.


    Es ist sehr interessant zu erfahren, wie die Lodge organisiert ist und funktioniert, welche Probleme es gibt und welche Pläne für Erweiterungen die Inhaber bereits haben.


    Ein sehr schöner und interessanter letzter Abend!



    Gefahrene Kilometer: 0

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    Übernachtung: Bagatelle Lodge

    die Reiteinlage ist ja mal ganz was anderes

    Ja, das war echt toll - trotz Schmerzen im Hintern ;)

    Eure Wanderung in den Fish River Canyon war ja grandios

    Definitiv ein Highlight des Urlaubs.

    Die Bagatelle Lodge besuchen wir auch noch, aber das Erdmännchen haben wir dort leider nicht gesehen.

    Naja - DAS Erdmännchen vielleicht nicht - aber es gab dort ja Hunderte :P

    Nicht direkt an der Lodge zwar, aber wenn man mal ein Stück im Gelände herumgelaufen ist, sind die eigentlich überall gewesen. Das wr echt witzig, wie die nach Skorpionen gebuddelt haben - wir haben auch ein paar Videos davon gedreht, total drollig.

    Ihr habt eindeutig die bessere Jahreszeit gewählt

    DAvon bin ich mittlerweile auch überzeugt.

    Bin immer noch begeistert von Deinen Bildern und der ganzen Reise, echt toll macht Spaß zu lesen und zu gucken

    Das freut mich - Danke :bussi:

    Ich hätte schön aus dem Auto raus fotografiert.

    Da hätte es auf jeden Fall auch tolle Ausblicke gegeben.

    Hat Herr W. die Nase voll von USA und leitet jetzt seine Reisegruppen in Afrika.

    Nein, die Nase voll hat er nicht von USA, aber die Anfragen in seinem Bekanntenkreis nach USA Reisen ist nicht mehr so stark - er hat sie halt schon alle dahin geschleppt ^^

    Aber nach seinem ersten Besuch in Namibia hat er wohl Blut geleckt ;) und hat jetzt zwei "Reise-Standbeine."

    Reiten dort hätte ich auch sofort gemacht, hab ich leider nicht mitbekommen, dass das dort geht

    Vielleicht gab es das ja damals auch noch gar nicht :zuck:

    Grüße an Werner.

    Liebe Grüße an ihn

    Richte ich sehr gerne aus.

    Donnerstag, 13.06.2019: Hardap-Damm, Kalahari

    Heute haben wir es überhaupt nicht eilig und schlafen ohne Wecker bis 6:30 Uhr. Da es Frühstück aber erst in einer Stunde gibt, bleiben wir noch so richtig schön urlaubsfaul im Bett liegen. Das muss auch ab und zu mal sein...


    Die Frühstückstische sind nett gedeckt - endlich mal wieder kein Buffet. Eine reichliche Obstauswahl, Joghurt und Eierspeisen nach Wunsch sind für uns vollkommen ausreichend und perfekt.


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    Beim Frühstück wundern wir uns zuerst ein wenig, dass die Angestellten mit warmen Bommelmützen herumlaufen, aber dann kommt die Erleuchtung: es ist ja schließlich gerade Winter in Namibia...


    Aber im Ernst: seit zwei Tagen ist es merklich kühler geworden. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen nur noch knapp über 20 Grad - da kann man schon mal eine Mütze aufsetzen wink.gif


    Und zum ersten Mal sehen wir hier in einer Unterkunft tatsächlich schwarze Gäste am Frühstückstisch sitzen. Bisher hatten wir die Trennung in Namibia relativ klar erlebt: Bedienung schwarz, Gäste weiß. Aber schön, dass es das doch auch anders gibt...


    Wir zahlen unsere Rechnung und müssen dabei mal wieder die Bargeldvorräte plündern, da der Kreditkartenleser Mätzchen macht. Zum Glück haben wir aber noch genug dabei.


    Gegen 8:30 Uhr brechen wir dann in Keetmanshoop auf und nehmen Kurs Nord auf die Kalahari. Die Strecke entlang der B1 ist recht eintönig - es geht 250 Kilometer lang geradeaus durch monotone, flache Savanne. Zumindest aber fliegen die Kilometer recht schnell vorbei.


    Kurz vor Mariental biegen wir von der B1 ab, um uns auf einem kleinen Umweg den Hardap-Damm anzuschauen. Reinette hatte uns heute Morgen beim Frühstück erzählt, dass aus diesem kürzlich sehr viel Wasser abgelassen wurde, um den neugebauten Neckartal-Damm zu füllen. Das sei aber eine ziemliche Schnapsidee gewesen, denn sämtliches Wasser versickerte wohl auf dem Weg zum neuen Damm - sowohl im ersten als auch im zweiten Versuch.


    Ein bisschen Wasser muss aber noch übrig geblieben sein, denn auf dem Weg zum Damm wird alles um uns herum plötzlich sehr grün und wir sehen sogar erstmalig Weinstöcke in Namibia.


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    Gegen 11:30 Uhr erreichen wir den Damm. Da es sich hier um einen Nationalpark handelt, müssen wir 90 NAD Eintritt zahlen und erhalten damit Zugang zu den Damm-Anlagen und zum Naturschutzgebiet an der Südseite des Stausees.


    Der etwa 25 Quadratkilometer große Stausee ist seit 1962 das bedeutendste Wasser-Reservoir Namibias. Durch den Bau der 860 Meter langen und fast 40 Meter hohen Staumauer wird der Fish River hier auf eine Länge von 30 Kilometer angestaut.


    Wir schauen uns kurz um, aber es gibt keinerlei Info-Center oder ähnliches - nur ein völlig leeres Restaurant und einen ebenso verwaisten Campingplatz. Wir haben den Eindruck, dass wir hier seit Monaten die einzigen Besucher sind…


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    Gut — dann fahren wir eben noch zur Südseite des Damms, wo es im Naturschutzgebiet sehr viele Wasservögel geben soll. Wir sind allerdings schon etwas skeptisch wegen des niedrigen Wasserstandes und werden natürlich prompt bestätigt:


    Das Wasser im Stausee ist soweit zurückgegangen, dass man von der Fahrstraße im Game Park aus das Ufer überhaupt nicht mehr sehen kann und auf unserer kurzen Rundfahrt sehen wir nicht ein einziges Tier. Lediglich ein paar Schilder, die darauf hindeuten, dass es hier irgendwann einmal Tiere gegeben hat und ein völlig deplatziertes "No fishing"-Schild.


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    Insgesamt ein eher enttäuschender Zwischenstopp, den man sich verkneifen kann - zumindest bei so anhaltender Trockenheit wie wir sie hier gerade erleben. Mit mehr Wasser im Stausee mag sich der Ausflug eventuell lohnen - das können wir nicht wirklich beurteilen. Wir haben jedenfalls nicht länger Lust hier herum zu kurven und fahren gegen 12:30 Uhr weiter in Richtung Bagatelle Lodge.


    Dort kommen wir eine Stunde später an. Nachdem am Eingangstor erfolgreich überprüft wurde, dass wir auch auf der Liste der erwarteten Gäste stehen und wir in diesem Urlaub zum gefühlt hundertsten Mal unsere kompletten Personalien in die immer gleiche Liste eingetragen haben, dürfen wir passieren und zum Lodge-Gebäude fahren.


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    Wir checken für die zwei letzten Nächte unseres Urlaubs ein und beziehen unser Zimmer. Diesmal haben wir keines der Häuschen in den Dünen gebucht, sondern uns für die preiswertere Variante entschieden: ein Doppelzimmer am Pool. Dieses ist einfach aber funktionell und geräumig und mit Kühlschrank, Safe, Klimaanlage und Decken-Ventilator ausgestattet. Alles in allem sind wir ganz zufrieden.


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    Danach schauen wir uns an, welche Aktivitäten von der Lodge so angeboten werden und entscheiden uns für heute Nachmittag für einen Pferde-Ausritt in die Dünen. Dieser soll auch für blutige Reit-Anfänger wie uns geeignet sein — also eine gute Gelegenheit, mal einen Pferderücken auszuprobieren.


    Bis es losgeht, ist aber noch reichlich Zeit und so machen wir nach dem Einräumen unseres Zimmers noch eine kurze Erkundungstour durch's Gelände und eine Wanderung durch die Dünen.


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    Dabei sehen wir im Gelände jede Menge Tiere: Elands, Springböcke, korpulierende Esel und Strauße, die sich in dem roten Kalahari-Sand außerordentlich fotogen präsentieren.


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    Außerdem beobachten wir eine ganze Weile lang drollige Erdmännchen, wie diese auf der Jagd nach Skorpionen tiefe Löcher in den Sand buddeln - eines von ihnen sogar äußerst erfolgreich.


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    Zurück in der Lodge faulenzen wir noch eine Runde am Pool und genießen bei Bier und Rock Shandy die Aussicht. Dabei laufen wir Herrn W. aus Ö. über den Weg, der gerade mit einer Gruppe als Reiseleiter hier unterwegs ist. Viel Zeit für einen Schwatz haben wir aber im Moment nicht, da unser Ausritt gleich startet und so verschieben wir unseren Begrüßungsdrink auf den Sonnenuntergang.


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    Wir werden an der Rezeption von unseren beiden Guides abgeholt und bekommen Reithelme im Tausch gegen unsere Hüte. Dann geht es zu den Pferden: ich darf auf Poco reiten und Andreas auf Stone.


    Einer der Guides erklärt uns beiden ganz kurz die Grundbegriffe, wir üben auf einer einzelnen Runde in der kleinen Koppel das Bremsen und Lenken und dann geht es auch schon hinaus in die Dünen.


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    Einer der Guides reitet voran, dann kommen Andreas und ich und ein Guide bildet den Abschluss. Es geht sehr gemächlich im Schritt durch die Dünen, immer hintereinander her in einer Reihe. Dabei müssen wir überhaupt nicht viel tun - die Pferde orientieren sich automatisch am Vordermann und wir müssen so gut wie gar nicht eingreifen. Eine Dreiviertelstunde lang reiten wir so in einer großen Runde durch die Dünen bis zum Sunset Point.


    Zu Fuß wären wir wahrscheinlich schneller gewesen wink.gif, aber darum ging es ja hier nicht - wir wollten das Reiten einfach mal ausprobieren und das war in einer tollen Umgebung eine gute Gelegenheit dafür.


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    Am Sunset Point treffen dann nach und nach alle Gruppen ein, die an irgendeinem Nachmittagsprogramm der Lodge teilgenommen haben - alle Programme enden hier mit einem Sundowner.


    Herr W. sorgt dafür, dass wir erstmalig in diesem Urlaub einen Gin-Tonic probieren - quasi der Standard-Sundowner, der hier in Namibia getrunken wird.


    Normalerweise ist das überhaupt nicht unser Geschmack, aber hier und heute finden wir ihn richtig gut.


    Das liegt womöglich an der netten Gesellschaft wink.gif


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    Als alle Ausflug-Gruppen eingetrudelt sind, kommt schließlich noch ein letztes Auto an: mit dem Ranger und einem Cheetah auf dem Beifahrersitz wink.gif

    Das ist natürlich sehr spektakulär und alle machen ihre Fotos - auch wenn es nicht besonders artgerecht ist…


    Auf dem Ritt zurück zur Lodge probieren wir dann noch den „zweiten Gang“ aus: das Leitpferd verfällt in den Trab und alle anderen tun es ihm gleich.


    Das ist für uns als absolute Anfänger schon ganz schön anspruchsvoll und wir merken sofort, das uns davon am nächsten Tag ganz sicher der Hintern weh tun wird. Nach einer Weile finden wir aber einen guten Rhythmus und es klappt eigentlich ganz gut.


    Doch dann macht sich bei mir plötzlich der Gin Tonic bemerkbar: ich bekomme auf einmal pochende Kopfschmerzen, die mit jedem Plumps meines Hinterns nach unten schlimmer werden. Da hilft nur die Notbremse. Zum Glück verstehen Poco und ich uns so gut, dass diese auch sofort funktioniert. Den Rest des Weges legen wir dann wieder im Schritt zurück, worüber mein Kopf sehr dankbar ist.


    Gegen 18:45 Uhr sind wir mit leicht schmerzendem Hintern von unserem Ausritt wieder in der Lodge zurück. Wir bummeln noch eine Runde durch den Souvenir-Shop, ziehen uns um und gehen dann zum Abendessen.


    Bei Vorspeise und Dessert können wir jeweils zwischen zwei Varianten wählen und den Hauptgang gibt es in Buffet-Form. Alles ist sehr sehr lecker, aber ich merke immer mehr, dass ich in den letzten Wochen viel zu viel Fleisch gegessen habe - ich kann es irgendwie gar nicht mehr sehen. Deshalb halte ich mich heute nur an Fisch und Gemüse und bin damit sehr zufrieden. Andreas dagegen hat das Fleisch noch nicht über und vertilgt ein Riesen Stück Kudu.


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    Nach dem Abendessen sitzen wir noch mit Herrn W. und seiner Reisegruppe am Lagerfeuer zusammen und tauschen Erfahrungen aus. Sie waren heute Nachmittag auf dem Game Drive unterwegs und haben recht viele Tiere gesehen - darunter einige, die wir auf unserer Sichtungs-Liste noch nicht abgehakt haben.


    So beschließen wir, morgen doch noch bei einem letzten Game Drive in diesem Urlaub mitzufahren, obwohl Andreas ursprünglich gar keine Lust mehr darauf hatte.


    Die Runde am Lagerfeuer ist recht dynamisch: der eine kommt, der andere geht und bei der netten Plauderei vergeht die Zeit wie im Flug.


    Gegen 22:30 Uhr fallen mir dann aber die Augen zu und ich muss mich aus der Runde ausklinken - Andreas folgt eine halbe Stunde später und damit ist wieder ein Urlaubstag vorbei…



    Gefahrene Kilometer: 327 Strecke

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    Übernachtung: Bagatelle Lodge

    Die Fahrt mit dem Jeep war sicherlich auch nicht schlecht, dann brauchtest Du nicht zu laufen.

    An sich wäre ich gerne gelaufen - ich hätte es eben nur nicht in der zur Verfügung stehenden Zeit geschafft.

    Wäre sonst sicherlich zu lang geworden

    Ich denke auch, dass eine Übernachtung dort locker reicht.

    Das frei laufende Warzenschwein fand ich auch doof.

    Das haben wir gar nicht gesehen...

    Was macht jetzt der alte Besitzer von Gessert?

    Keine Ahnung :zuck:

    Schützenhaus sieht lecker aus!

    War es auch!

    Mittwoch, 12.06.2019: Fish River Canyon - Keetmanshoop

    Die Nacht war relativ warm und etwas unruhig, da wir vor unserem Zelt ständig merkwürdige Geräusche hörten. Ich hatte den Eindruck, dass irgendwelche Tiere draußen herum schlichen und musste dabei immer daran denken, dass es hier ja auch Leoparden gibt eek.gif


    Aber letztlich schlafen wir unbehelligt, bis der Wecker uns um 6:00 Uhr aus den Betten treibt. Und außer einem umgestürzten Toilettenzelt sind am Morgen keinerlei Anzeichen der nächtlichen Aktivitäten mehr zu erkennen.


    Nach einer kurzen Katzenwäsche sitzen wir um 6:30 Uhr bei einem reduzierten Frühstück. Wir hatten dem Support Team gestern noch gesagt, dass sie heute Morgen nicht allzuviel Aufwand betreiben sollen, damit die beiden Hiker möglichst früh los laufen können. Und so begnügen wir uns heute mit Joghurt, Obst und Müsli.


    Gegen 7:00 Uhr starten Andreas und Daniel noch vor Sonnenaufgang. Ich plaudere am Lagerfeuer noch ein bisschen mit Sophia, Armando und Dimitri, bis ich eine halbe Stunde später von einem Landrover abgeholt werde.


    Eingehüllt in eine warme Decke mache ich es mir so bequem wie möglich und dann rumpeln wir zunächst noch einmal zum ersten Camp, wo zwei weitere Gäste eingesammelt werden müssen.


    Diese sitzen noch beim Frühstück als wir ankommen und so müssen wir fast eine halbe Stunde warten, bis alles gerichtet ist und wir weiterfahren können. Aber kein Problem - ich habe ja heute Vormittag sonst nichts weiter vor.


    Die Fahrtstrecke ist mit insgesamt über zwei Stunden deutlich länger als ich das erwartet hatte und wirklich sehr, sehr bumby (ich traue mir unterwegs nicht einen einzigen Schluck zu trinken, da ich sonst noch deutlich mehr als die fünf Pinkelpausen unterwegs gebraucht hätte wink.gif)


    Ein paar Eindrücke von unterwegs:


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    Und wir sehen sogar noch einige Tiere - Klipspringer, Steinböcke, Strauße und Rock Dassies - aber außer den Klipspringern sind sie bei dem Geholper leider nicht zu fotografieren.


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    Gegen 10:45 Uhr kommen wir schließlich in der Lodge an. Ich räume alle Sachen in’s Auto und hole mir im Speisesaal einen warmen Kaffee, denn hier oben am Rim weht ein kalter Wind und es ist ziemlich frisch. Im Vergleich dazu war es heute Morgen, als wir aus unserem Zelt gekrabbelt sind, richtig warm.


    Aber kaum habe ich es mir mit dem Kaffee etwas gemütlich gemacht, kommt auch schon einer der Angestellten vorbei und meint, er würde jetzt gleich losfahren, um Andreas und Daniel am Einstieg in den Canyon abzuholen - die beiden hätten durchgefunkt, dass sie gleich oben seien.


    Ich bin total erstaunt, dass das so schnell gegangen ist, und besorge an der Bar noch eben ein kühles Bier und eine Cola für die beiden, damit sie nach ihrer anstrengenden Wanderung direkt eine kleine Erfrischung haben.


    Dann steige ich nochmal in den Landrover und fahre mit, um die beiden abzuholen. Um 11:30 Uhr sind wir am Sunset Point und die beiden Super Heros erwarten uns schon. Sie zischen die Getränke weg, strahlen über das ganze Gesicht und sind sichtlich stolz auf den Streckenrekord, den sie heute hier aufgestellt haben.


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    Sie erzählen ein bisschen von ihrer Wanderung und zeigen ein paar Bilder vom Start im Morgengrauen...


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    ... und vom Aufstieg am Jelly Leg:


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    Zurück in der Lodge gibt es noch einen kleinen Lunch, bei dem wir allerdings die einzigen Gäste im ganzen Restaurant sind.


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    Dann checken wir aus, geben ein ordentliches Trinkgeld in die Tip-Box und verabschieden uns von unserem Support-Team.


    Andreas findet für seine in Swakopmund neu gekauften Wanderschuhe, mit denen er leider überhaupt nicht glücklich geworden ist und die er nur zweimal getragen hat, in Daniel noch einen Abnehmer, der sie hoffentlich gut brauchen kann.


    Schließlich fahren wir gegen 13:00 Uhr ab in Richtung Keetmanshoop.


    Die Fahrt verläuft relativ ereignislos - es geht schnurgeradeaus und außer Grau in Grau gibt es nicht viel zu sehen. Und es bleibt nach wie vor frisch: das Thermometer klettert heute den ganzen Tag lang nicht über 20 Grad.


    Gegen 15:45 Uhr kommen wir schließlich in Keetmanshoop an. Wir tanken geschwind und fahren dann nur ganz kurz bei der Pension Gessert vorbei, wo wir von der neuen Besitzerin Reinette sehr herzlich empfangen werden.


    Sie zeigt uns die Örtlichkeiten und wir räumen unsere Koffer ins Zimmer. Alles ist recht hübsch eingerichtet und es gibt einen sehr schönen Innenhof mit Pool.


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    Dann fahren wir direkt weiter zum Quiver Tree Rest Camp, wo wir uns ein Ticket für den Köcherbaumwald und den Giants Playground kaufen. Was wir im Vorfeld gar nicht wussten: dieses beinhaltet nebenbei auch eine Cheetah Fütterung, die in einer Dreiviertelstunde beginnt.


    Gerade noch genug Zeit also, um eine Runde im Giants Playground zu drehen. Diese fällt dann jedoch deutlich kürzer aus als wir gedacht hätten, denn so richtig reißt uns dieses kleine Gebiet nicht vom Hocker. Es ist zwar ganz nett, aber wir haben ähnliches schon deutlich beeindruckender und spektakulärer gesehen.


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    Vielleicht sind wir einfach schon zuviel herum gekommen, aber aus unserer Sicht kann man sich den Giants Playground gut schenken dontknow.gif


    So sind wir pünktlich zur Cheetah Fütterung wieder am Camp zurück. Zuerst bekommen die beiden kleineren Tiere ihre tägliche Ration Fleisch. Während sie sich darum zanken und diese zerfetzen, sind sie beschäftigt und handzahm und dürfen von uns gestreichelt werden. Wildlife ist natürlich etwas anderes, aber man bekommt auch nicht jeden Tag die Gelegenheit einen Geparden zu streicheln und so machen auch wir unsere Schnappschüsse.


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    Die beiden wurden vor drei Jahren als Babies auf die Farm gebracht, als ihre Mutter getötet wurde, und hier von einer Hündin gesäugt.


    Später geht es noch zu einem weiteren Gehege mit zwei älteren Tieren. Auch da dürfen wir mit hinein, als diese ihr Dinner bekommen. Hier ist allerdings etwas mehr Vorsicht geboten: wir dürfen uns nicht von hinten nähern und die Tiere auch nicht anfassen.


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    Nach einer halben Stunde ist die Show vorbei und wir gehen bei schönstem Abendlicht noch in den Köcherbaumwald.


    Köcherbäume sind eigentlich eine Aloen-Art. Ihren Namen verdanken sie den San, die früher aus ihren Ästen Pfeilköcher geschnitzt haben. Normalerweise kommen diese Pflanzen meistens einzelstehend vor, so dass das hier gehäufte Auftreten eine kleine Attraktion ist.


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    Wir suchen uns ein schönes Plätzchen für den Sundowner, lichten ein paar Bäume ab und bleiben bis zum Sonnenuntergang.


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    Gegen 18:45 Uhr sind wir wieder in Keetmanshoop zurück. Wir haben von dem Ort überhaupt keinen negativen Eindruck, was in manchen Reiseberichten anders rüberkommt. Und so folgen wir auch gerne der Empfehlung unserer Gastgeberin im B&B, zum Abendessen ins Schützenhaus zu gehen.


    Reinette fährt uns sogar direkt mit dem Auto dahin und holt uns später wieder ab. Sehr nett und äußerst bequem für uns - ein toller Service thumbsup.gif


    Im Schützenhaus ist alles fest in deutscher Hand: auf der Speisekarte stehen Roulade, Schnitzel, Apfelstrudel & Co. Aber uns ist das nicht unrecht - Game haben wir in den letzten Wochen genug gegessen.


    Andreas nimmt ein Rumpsteak und ich Rinderfilet mit Bratkartoffeln. Beides ist sehr gut und perfekt auf den Punkt gebraten.


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    Als wir gegen halb neun noch einen Nachtisch bestellen, ist das Restaurant mittlerweile komplett leer und es wird bereits für das Frühstück eingedeckt. Es ist nicht mehr sehr gemütlich und wir fühlen uns fast ein bisschen hinauskomplimentiert.


    Das ist uns echt schon lange nicht mehr passiert, dass wir in einem Restaurant mal die letzten Gäste waren...


    Reinette holt uns wieder vom Restaurant ab und zurück in der Pension wird dann auch recht bald das Licht ausgeknipst.



    Gefahrene Kilometer: 228 Strecke

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    Übernachtung: Pension Gessert

    Das im Canyon gebotene Frühstück toppt so manche Luxus-Unterkunft

    Ja, da kann sich manches Hotel ein Beispiel nehmen.

    Diese letzten Tage gefallen mir

    Freut mich.

    Am Wasser sieht es jetzt auch netter aus

    Wass so ein bisschen Grün doch ausmacht...

    irgendwann sieht jede Giraffe nach Giraffe aus

    ^^ Geht uns genauso

    Sieht toll aus da unten im Canyon

    :thumbup:

    aber dadurch haben ja auch viele ihr Auskommen gehabt

    Stimmt - wir haben da schon ein paar Euros dort gelassen...

    Dienstag, 11.06.2019: Fish River Canyon

    Andreas erweist sich in der Nacht als deutlich erfolgreicher darin, Nahrung in Wärme-Energie umzuwandeln: Während er eine Schicht nach der anderen auszieht, muss ich noch einiges an Bekleidung nachlegen. Irgendwann haben wir aber jeder für sich das richtige Maß gefunden und schlafen auf den Feldbetten in unserem Zelt ganz gut.


    Um 6:45 Uhr klingelt der Wecker. Wir lassen uns warmes Wasser zum Waschen bringen, packen den Krempel in unserem Zelt zusammen und versuchen uns noch ein wenig am Fotografieren des Sonnenaufgangs.


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    Neben dem reich gedeckten Tisch brennt bereits wieder das Lagerfeuer, als wir uns um kurz nach sieben zum Frühstück einfinden. Und das ist ganz gut so, denn in kurzen Hosen ist es doch noch verdammt frisch...


    Zusätzlich zu dem, was eh schon auf dem Tisch steht, können wir noch Eier, Speck und Würstchen bestellen - das Frühstück im Canyon hat echte Hotel-Qualität thumbsup.gif Schade nur, dass wir alleine essen müssen - von der Crew gesellt sich leider niemand dazu.


    Wir bekommen noch neue Lunchpakete und Trinkwasser für den zweiten Tag und während die Assistenten das Camp zusammenpacken, marschieren wir mit Daniel gegen 8:00 Uhr los.


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    Noch ein Erinnerungsfoto mit unserem tollen Support-Team und Geburtstagskind Sophia und ein letzter Blick auf unser Camp:


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    Kurzzeitig verlassen wir das Flussbett wieder und gehen ein Stück querfeldein. Aber schon bald kommen wir wieder an’s Wasser - und diesmal ist es eine so große Pfütze, dass man sie schon fast als Fish Lake bezeichnen könnte wink.gif


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    Da das Flussbett hier besonders breit ist, ist das Wasser zwar - sofern überhaupt vorhanden - sehr flach und Fische gibt es natürlich erst recht nicht. Aber dafür überall wunderschöne Wasserspiegelungen:


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    Ab hier folgen wir fast die ganze Zeit über dem Flussbett...


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    ... und ich muss ständig Wasserfotos machen, da das nach drei Wochen Wüste in Namibia ein so ungewohnter Anblick ist. Teilweise ist es wahnsinnig grün und man kann jetzt wirklich von einem Flusstal sprechen, auch wenn das Wasser nur ab und zu zu sehen ist. Man kann zumindest an der satt grünen Farbe erkennen, dass es hier hin und wieder Wasser gibt.


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    An vielen der großen Steine sind deutlich zwei verschiedene Farben zu erkennen. Auf den ersten Blick sieht das wie der typische Badewannenrand aus, der den höchsten Wasserstand markiert. Aber Daniel erklärt uns, dass das Wasser bei hohem Wasserstand über die kompletten Steine hinweg fließt - die untere braune Farbe entsteht, wenn dass Wasser nicht mehr fließt sondern zum Stehen kommt.


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    Eine Horde Paviane macht sich irgendwann durch sehr laute Geräusche bemerkbar. Wir scannen eine Weile die Felsenwand ab und entdecken sie schließlich:


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    Gegen 12:15 Uhr erreichen wir unseren Lunch-Platz. Da es von hier nicht mehr sehr weit bis zum nächsten Camp ist, machen wir eine längere Pause von fast einer Stunde und Daniel hält ein kleines Nickerchen.


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    Der Platz ist ganz nett, da er direkt neben einem der größeren Wasserlöcher liegt und wir können sehr viele Wasservögel beobachten.


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    Größere Tiere sind eher weniger zu entdecken, deshalb halten wir uns im weiteren Verlauf der Wanderung an Käfer und Blümchen:


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    Nachdem wir irgendwann etwas aus dem unteren Flussbett nach oben gekraxelt sind, kommen wir bereits gegen 14:30 Uhr in unserem Camp an.


    Dieses liegt heute so weit oberhalb, dass wir nicht befürchten müssen, nachts von der Flut weggespült zu werden wink.gif


    Dafür liegt direkt über unserem Zelt ein recht lose ausschauender großer Felsblock - wir hoffen, er bleibt heute Nacht genauso liegen, wie er schon die letzten 10.000 Jahre lag...


    Ansonsten ist das Camp ähnlich aufgebaut wie das gestrige: wir haben ein Schlafzelt, ein Duschzelt und ein Toilettenzelt. Und auch heute steht ein Tisch mit Kaffee und Snacks für uns bereit - heute mit einem extra Geburtstagskuchen von Chefkoch Miss Sophie.


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    Wir besprechen den morgigen Tag: Eigentlich hatten wir uns mittlerweile entschieden, mit dem Landrover vom Camp zur Lodge zurück zu fahren. Aber Daniel bietet spontan an, mit Andreas ganz früh am Morgen noch vor Sonnenaufgang zu starten und dann straff zu laufen, während ich gemütlich mit dem Auto zurückfahre. Die beiden Männer würden es dann ohne mich als Bremse mit Sicherheit schaffen, bis 13:00 Uhr an der Lodge zurück zu sein, was für unsere Planung gerade noch ausreichend wäre.


    Andreas ist darüber sehr happy und wir nehmen diesen Vorschlag gerne an. Wir sitzen eine Weile an unserem Aussichtsplatz mit Blick auf ein kleines Wasserloch und hoffen, dass sich heute vielleicht doch noch ein paar Tiere sehen lassen. Das Wasserloch bleibt zwar leider verwaist, aber zumindest entdecken wir auf den Steinen eine wunderschöne bunte Echse und in den Bäumen ein paar Rosenköpfchen.


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    Dann machen wir uns für unsere tägliche Eimerdusche bereit. Heute mit ein paar kleinen Hindernissen, da eine der Streben der Duschaufhängung gebrochen ist - aber mit echter deutsch-namibischer Ingenieurskunst in Team-Arbeit wird das alles wieder perfekt gerichtet biggrin.gif.


    Mit einem Bier und einem Glas Rotwein begeben wir uns danach zum höchsten Punkt, um den Sonnenuntergang anzuschauen und kommen gerade noch recht, um die goldene Scheibe hinter dem Rim verschwinden zu sehen.


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    Zum Abendessen haben wir heute auch Sophia gebeten mit uns zu essen, so dass wir zu viert am Tisch sitzen. Die beiden Assistenten bleiben leider wieder außen vor - aber für sechs Personen wäre der Tisch eh zu klein gewesen.


    Es gibt eine scharfe Tomatensuppe, Kudu Steak mit Basmati Reis und Grillgemüse und als Nachtisch einen kleinen Kuchen. Alles ist wieder sehr lecker!


    Wir unterhalten uns ganz nett und stoßen auf Sophias Geburtstag an und können dem Support Team sogar abgewöhnen, uns mit "Mam" und "Sir" anzusprechen wink.gif


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    Nach dem Abendessen setzen wir uns noch eine Weile ans Lagerfeuer. Heute gesellt sich allerdings keiner der anderen dazu und so werden auch wir nicht besonders alt - immerhin soll es ja morgen früh auch eine Stunde eher losgehen, damit Andreas und Daniel ausreichend Zeit für ihren Hike aus dem Canyon heraus haben.


    Good Night!



    Gefahrene Kilometer: 0

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    Übernachtung: Zelt

    Wie wäre das denn, wenn der Fluß wirklich voll ist mit der Wanderung? Geht es am Rand lang oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Das kann ich Dir natürlich auch nicht mit Sicherheit sagen, aber ich vermute, dass man dann eben am Rand des Wassers entlang läuft.

    Als wir in Kolmanskop ankamen, waren wir jedoch ziemlich ernüchtert – viele Touristen, die Häuser noch viel stärker verfallen (damit hatten wir gerechnet) und verschmutzt – einige Häuser waren mit Graffiti „verschönt“, auch lag einiges an Müll herum. Hinzu kam noch ein eklig starker Wind, der uns förmlich sandstrahlte (o.k. dafür konnte Kolmanskuppe nichts), der uns den Besuch mehr als vermieste. Wir schossen lustlos ein paar Bilder und waren in weniger als einer Stunde wieder raus. Sehr enttäuschend.

    Na da haben wir ja alles richtig gemacht, dass wir den ganzen Tag in Klein-Aus-Vista geblieben sind anstatt nach Lüderitz / Kolmanskuppe zu fahren :thumbup:

    Schon irre, was Euch da unten im Canyon so aufgetischt wurde. Das können sie in Afrika, das muss man ihnen lassen

    Vor allem wenn man man bedenkt, mit was für einfachen Mitteln das da alles zubereitet wird.

    Über den Aufstieg muss man ja jetzt noch nicht nachdenken

    Stimmt ;)

    Ist denn Namibia auch eine Juli-Destination

    Also ich fand unsere Reisezeit Mitte Mai bis Mitte Juni super, vor allem für die Wanderungen.

    Im Juli ist es nachts sicher nochmal ein Stück kälter, aber ich denke dass es tagsüber trotzdem noch angenehm ist.

    Also diese Tour gefällt mir richtig gut

    Na das freut mich aber, dass ich auch mal Deinen Geschmack getroffen habe ;)

    Montag, 10.06.2019: Fish River Canyon

    Der Wecker klingelt um 5:45 Uhr und dabei ist es doch noch so schön warm im Bett... Aber es hilft alles nichts: Aufstehen ist angesagt, denn das Abenteuer Fish River Canyon wartet auf uns.

    Wir räumen unser Zimmer leer und sämtliches Gepäck in’s Auto, bis auf die Tasche, die mit ins Camp kommt. Dann gehen wir zum Frühstück.

    Es gibt ein kaltes Buffet mit sehr guter Auswahl und eine Karte für warme Speisen auf Bestellung.

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    Wir nehmen einmal Full House und einmal Omelett mit Lachs und stärken uns ordentlich für den anstehenden Marsch.

    Dann geben wir unsere Tasche für das Camp ab und bekommen von Daniel unsere Lunchpakete und das Wasser für die heutige Wanderung - 2.5 Liter gibt es pro Person.

    Gegen 7:30 Uhr treffen sich alle Gäste vor der Lodge, wo zwei offene Landrover bereitstehen:

    Einer für die gemütlicheren Touristen, die sich auf einer Ganztages-Fahrt entlang des Rims ein paar schöne Ausblicke in den Canyon holen und einer für die Wanderer - wobei das zweite Auto nicht halb so voll besetzt ist wie das erste wink.gif

    Mit uns fahren nur noch drei Französinnen, die auf einer Halbtages-Tour ein Stück in den Canyon hinunter und wieder herausklettern. Zu unserer 3-Tages-Tour ist wie erwartet niemand mehr dazu gestoßen.

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    Wir fahren etwa 15 Minuten bis zum Einstieg in den Canyon.

    Dort lassen wir den drei Mädels mit ihrem Guide ein bisschen Vorsprung und Daniel versichert sich ein letztes Mal, dass wir auch wirklich fit genug sind - offenbar hat er es wohl schon öfters erlebt, dass sich Gäste spontan umentschieden haben, sobald sie den Einstieg in den Canyon erst einmal zu Gesicht bekommen haben.

    Dieser ist am Anfang recht steil und man muss sich an ein paar Seilen entlang hangeln.

    Das mag vielleicht spektakulär aussehen, ist aber für uns kein Problem: so etwas machen wir nicht zum ersten Mal.

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    Gegen 8:00 Uhr beginnen wir mit dem Abstieg. Auf dem ersten Stück liegt recht viel loses Geröll, aber hier geben die Seile ausreichend Sicherheit, so dass es wirklich völlig unproblematisch ist. Und nach einer Viertelstunde ist das steilste Stück auch schon geschafft.

    Es folgen ein paar hundert gemütliche Meter zum Luft holen, auf denen wir Daniels Erklärungen zu Fauna und Flora lauschen.

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    Dann geht es auf die zweite Hälfte der "Jelly-Leg"-Passage (der Name kommt wohl daher, dass hier der ein oder andere Gummibeine bekommt wink.gif)

    Diese ist zwar auch nicht wirklich schwierig, da es über große griffige Steine und Felsen geht, an denen man gut Halt findet - aber man braucht schon Trittsicherheit und halbwegs gesunde Knie, um die 400 Höhenmeter über teilweise recht hohe Stufen zu überwinden.

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    Unterwegs sehen wir zwei Adler, die sich am frühen Morgen auf die Jagd nach Rock Dassies machen.

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    Nach zwei Stunden stetigem Bergab machen wir eine kurze Pause und mir graut es schon ein bisschen davor, dieses Stück am letzten Tag wieder hinauf klettern zu müssen.

    Als Daniel uns dann in der Pause noch die weitere Tour genauer erklärt - insbesondere, dass wir am dritten Tag etwa 20 Kilometer zu laufen haben - kommen erste Zweifel bei mir auf, ob das für uns in der zur Verfügung stehenden Zeit überhaupt machbar ist.

    In der Tour-Beschreibung auf der Webseite der Lodge steht nämlich, dass man am letzten Tag entweder laufen oder alternativ mit dem Auto wieder nach oben fahren kann und dass man bei beiden Varianten gegen 12:00 Uhr wieder in der Lodge zurück ist.

    Mit diesen Zeiten hatte ich geplant, so dass für den letzten Wandertag im Anschluss noch eine Fahrt nach Keetmanshoop zu unserer nächsten Übernachtung auf dem Programm steht.

    So wie sich das im Moment darstellt, ist das aber mit diesen Höhenmetern zumindest für mich nicht annähernd bis mittags zu schaffen, wenn wir die Hiking-Variante wählen. Daniel erklärt uns, dass das zweite Camp im letzten Jahr wegen diverser Ausspülungen verlegt wurde, so dass der Rückmarsch jetzt deutlich länger dauert. Leider wurde aber offenbar vergessen, die Trail-Beschreibung auf der Webseite entsprechend anzupassen.

    Nunja - wir haben noch zwei Nächte, um darüber zu schlafen, wie wir das am Ende lösen werden...

    Weiter geht es nun auf dem zweiten Canyon-Level und wir bekommen das erste Wasser des Fish Rivers zu sehen - auch wenn es noch nicht so viel ist, dass der Name "River" gerechtfertigt erscheint.

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    Es muss hier im Canyon eine große Vielfalt an Tieren geben - wir entdecken Fußspuren und Droppings von Leoparden, Zebras, afrikanischen Wildkatzen, Pavianen, einem Leguan und sogar von einem Nashorn. Allerdings sind die Verursacher weit und breit nicht zu sehen.

    Die besten Chancen, Tiere zu entdecken, wäre sicher am Wasser - aber davon gibt es halt im Moment leider nicht wirklich viel. Daniel meint, in normalen Jahren würde hier immer Wasser fließen, daran wäre aber jetzt bei der anhaltenden Dürre nicht zu denken. Große Teile des Flussbettes sind total trocken. Selbst am sogenannten „Fountain“ gibt es kaum Wasser und anstatt der erhofften Zebras finden wir nur noch das vor, was ein Leopard von einem von ihnen übrig gelassen hat.

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    Aber nichtsdestotrotz gefällt es uns hier unten im Canyon ausnehmend gut:

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    Später entdecken wir zumindest ein hübsches Pärchen Rock Agamas und einen Graureiher, der majestätisch über uns hinwegschwebt.

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    Gegen 12:00 Uhr machen wir eine halbe Stunde Mittagspause. In unseren reichlich gefüllten Lunch-Paketen finden wir Sandwiches, Bratwürste, Eier, Obst, Chips und Nüsse - soviel, dass wir es gar nicht aufessen können.

    Wir plaudern mit Daniel und erfahren ziemlich viel von ihm über das Leben und die Arbeit eines Guides auf einer Lodge hier in Namibia.

    Dann brechen wir auf zum nächsten Teilstück. Ziel ist eine besonders enge Stelle im Flussbett, wo auch bei der aktuellen Trockenheit das Wasser noch so tief steht, dass man eine Runde schwimmen kann.

    Wir erreichen den „Pool“ gegen 14:00 Uhr. Eine echt schöne Stelle und als Daniel glaubhaft versichert, dass es hier nur vegetarische Krokodile gibt, lässt Andreas die Hüllen fallen und begibt sich in‘s erfrischende Nass. Über gefährliche Strömungen muss er sich hier ja schließlich auch keine Gedanken machen wink.gif

    Daniel und ich dagegen kühlen uns nur ein wenig unsere Füße.

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    Nach 20 Minuten nehmen wir dann das letzte Stück bis zum heutigen Camp in Angriff. Unterwegs sehen wir jetzt immer mal wieder Wasser, aber unser Eindruck vom Fish River verfestigt sich:

    Man kann ihn aktuell hier im Canyon nicht wirklich als River bezeichnen. Durch die lang andauernde Trockenheit in den letzten Jahren ist er vielmehr nur noch eine Aneinanderreihung von Pfützen und ein Rafting-Veranstalter hätte hier wahrscheinlich einen echt schweren Stand wink.gif

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    So ist es auch überhaupt kein Problem, dass unser Camp, welches wir schließlich gegen 15:30 Uhr erreichen, quasi mitten im Fluss steht. Die Zelte sind schon aufgebaut - wir haben eins zum schlafen mit zwei Feldbetten und unserem Gepäck darin, außerdem ein Toiletten-Zelt und ein Dusch-Zelt. Drei fleißige Helfer haben hier alles für uns eingerichtet: Chefkoch Sophia mit den beiden Assistenten Armando und Dimitri.

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    Ein Tisch mit Kaffee, Keksen und Snacks steht für uns bereit, aber irgendwie muss sich da jemand bei der Gruppengröße verzählt haben, denn für uns beide würde das eine ganze Woche reichen...

    Wir haben keine Chance das auch nur annähernd aufzuessen, zumal ja auch noch ein dreigängiges Dinner auf uns wartet. Deshalb bitten wir Daniel und die Helfer dazu, aber nur Daniel kommt und meint, die anderen „wären schon okay“ - wir bekommen den Eindruck, dass es unter den Angestellten eine gewisse Rangordnung gibt...

    Wir chillen eine Weile und Andreas bringt das Support-Team etwas in’s Schwitzen, als er sich ein Bier nach dem anderen aus der Kühltasche holt und versucht den Biervorrat leerzutrinken beer.gif

    Dann genehmigen wir uns eine gemeinsame Eimerdusche - darin sind wir ja mittlerweile geübt - und machen es uns anschließend am Lagerfeuer gemütlich. Wir wärmen uns die Füße und beobachten, wie ein Stern nach dem anderen am Firmament auftaucht.

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    Derweil bereiten vier Helfer für uns zwei Touri’s das Abendessen zu. Schon ein bisschen dekadent...

    Um 18:30 Uhr gibt es Dinner. Der Tisch ist nur für uns zwei eingedeckt, aber wir bitten Daniel dazu, mit uns zu essen. Es gibt einen Salat mit Räucherlachs, Hühnchen mit Kartoffeln, Karotten, Blumenkohl und Champignonsauce und als Nachtisch eine Rotweinbirne mit Sahne.

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    Nach dem Essen sitzen wir dann alle zusammen am Lagerfeuer und diesmal gesellen sich auch Sophia und Armando dazu. Wir plaudern über Gott und die Welt, über das Leben in Deutschland und in Namibia und die Zeit verfliegt im Nu.

    Um 21:00 Uhr fängt dann der Erste an zu gähnen, was ziemlich schnell die Runde macht. Wir sagen Gute Nacht und schlüpfen in unser Zelt - mal schauen wie kalt es heute Nacht noch so wird...



    Gefahrene Kilometer: 0
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    Übernachtung: Zelt

    sehe gerade, das ist die falsche lodge. Wir werden auf der anderen Canyon Seite übernachten

    Ja, laut Eurer Planung seid Ihr wohl an der Ostseite des Canyons.

    Ich komme kaum nach. Ich muss mir das alles noch mal in Ruhe durchlesen

    Der Bericht läuft ja nicht weg...

    war aber schon weit mit 20 km, Respekt

    Wir hatten ja den ganzen Tag Zeit dafür - da war das gar nicht so viel.

    Sollte ich je nochmal nach Namibia kommen, würde ich Eure Reisezeit unserer vorziehen.

    Ich habe auch den Eindruck, dass zum Wandern unsere Jahreszeit besser geeignet war.

    Die Wanderung am Eagles nest wäre nix für mich gewesen....

    Siehe oben - über den Tag verteilt war das sehr gemütlich.

    Mal schauen, ob ich im Torres del Peine mit euch mithalten kann

    Da bin ich optimistisch :)

    Die Wanderung durch den Fish River halte ich für sehr ambitioniert ... Wie hoch waren denn die Temperaturen? Bei uns war es Ende Mai noch sehr heiß

    Wir hatten die Tour deswegen extra entgegen dem Uhrzeigersinn geplant, damit der Fish River Canyon erst gegen Ende der Reise kommt - da waren die Temperaturen recht angenehm.

    Bei uns hat mal einer ganz dreist im Augrabies NP an unser Fenster geklopft

    Und Ihr habt ihn nicht reingelassen? :grima:

    Sonntag, 09.06.2019: Aus - Fish River Canyon

    Mangels Sunrise vor dem Fenster schlafen wir wieder bis 7:00 Uhr. Heute Nacht war der Wind etwas schwächer, aber es hat immer noch ordentlich am Dach gerüttelt.


    Wir packen alles zusammen, verriegeln das Häuschen Pavian-sicher und fahren gegen 8:00 Uhr zur Lodge. Als wir dabei an den anderen Chalets vorbeikommen, wundern wir uns einmal mehr, wieviele davon leer stehen. Nur etwa ein Drittel aller Häuschen ist belegt - ein Eindruck, der sich bei uns in den meisten Lodges bisher bestätigt hat.


    Und ich frage mich, warum mir zum Zeitpunkt unserer Buchungen vor einem Dreivierteljahr so vieles als ausgebucht angezeigt wurde, dass ich manche Unterkünfte nur noch über Tour-Anbieter wie Thomas Cook, FTI oder Dertour bekommen konnte - mit dem entsprechenden Aufschlag versteht sich...


    Wir checken an der Rezeption aus und gehen anschließend nach oben zum Frühstück. Dort erwartet uns ein gut sortiertes Buffet mit einer großen Auswahl an warmen und kalten Speisen und wir lassen uns viel Zeit.


    Bei der Abfahrt kommt Piet noch einmal vorbei, um sich zu verabschieden. Wir halten noch einen kurzen Schwatz und gegen 9:15 Uhr brechen wir schließlich auf.


    Heute werden wir den südlichsten Punkt unserer Rundreise erreichen - den Fish River Canyon.


    Zunächst geht es ein gutes Stück über die B4, wo wir seit langem mal wieder Asphalt unter den Rädern haben. Wir kommen ziemlich schnell voran, aber es ist auch etwas eintönig und öde.


    Nach einer reichlichen Stunde haben wir dieses Stück hinter uns gebracht und bei Goageb geht es dann wieder auf Pad.


    Jetzt gibt es zumindest ab und zu mal wieder einen Baum, eine Kurve und ein paar Hügel unterwegs.


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    Und zu unserer großen Überraschung sehen wir sogar noch einmal Giraffen - erst eine einzelne und später eine ganze Gruppe.


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    Gegen 12:30 Uhr kommen wir an der Fish River Lodge an.


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    Wir werden sehr herzlich begrüßt und herumgeführt und bekommen direkt ein paar erste Erklärungen für unsere morgen früh beginnende 3-tägige Wandertour. Erstaunt erfahren wir, dass wir höchstwahrscheinlich die einzigen Teilnehmer sein werden. Wir haben also einen Guide, einen Koch und zwei Assistenten nur für uns beide - was für ein Luxus eek.gif.


    Andererseits wäre es auch ganz nett gewesen noch wenigstens ein anderes Pärchen dabei zu haben...


    Wir beziehen unser Häuschen, welches von der Terrasse aus einen fantastischen Blick in den Canyon bietet. Alles ist zu unserer vollsten Zufriedenheit: wir haben reichlich Platz, es ist nett eingerichtet und alles ist top sauber.


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    Dann halten wir mit der restlichen Snack-Platte vom gestrigen Braai einen kleinen Lunch und genießen einfach eine Weile das tolle Panorama und die Aussicht in den zweitgrößten Canyon der Welt.


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    Gegen 14:15 Uhr ziehen wir unsere Wanderschuhe an und laufen auf dem Canyon Rim Walk noch zum südlichen Viewpoint. Keine wirkliche Wanderung - eher ein kurzer Spaziergang - aber so haben wir heute wenigstens ein paar Schritte gemacht...


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    Nach 30 Minuten sind wir bereits da. Wir bleiben eine ganze Weile am Viewpoint sitzen und genießen den Ausblick, der allerdings leider etwas trüb ist.


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    Auf dem Rückweg erweist sich Andreas als Gecko-Spotter. Ein recht kleines Exemplar in Tarnfarben versucht erfolglos sich unsichtbar zu machen und jede noch so kleine Bewegung zu vermeiden - selbst sein linker Fuß schwebt völlig starr in der Luft. Aber all das hilft ihm nicht, Andreas‘ Adleraugen zu entgehen wink.gif und wir lichten ihn von allen Seiten ab.


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    Später am Nachmittag plaudern wir auf der Sonnenterrasse mit ein paar anderen Reisenden und Andreas hakt im Laufschritt noch schnell den östlichen Viewpoint ab wink.gif


    Die Schatten werden immer länger und bald ist das letzte Sonnenlicht aus dem Canyon verschwunden, nur die Spitzen leuchten noch ein bisschen. Wir verabschieden die Sonne für heute mit einem Sundowner und wechseln zur Abendbekleidung: lange Hosen und Fleece, denn es wird schlagartig kälter.


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    Dabei bläst der Wind wie verrückt aus dem Canyon heraus und verwandelt den Pool in ein Wellenbad.


    Unser Guide Daniel für die morgige Tour in den Canyon kommt auf uns zu und erklärt uns den Ablauf der nächsten drei Tage. Wir werden tatsächlich nur zu zweit mit ihm unterwegs sein, normalerweise ist die Tour für bis zu 14 Teilnehmer ausgelegt.


    Er klärt alle offenen Fragen ab - z.B. was wir abends jeweils essen und trinken wollen - und stellt dann fest, dass wir „easy people“ sind wink.gif


    Als wir mit dem theoretischen Teil durch sind, gibt es auch schon Abendessen. Wir bekommen einen besonders schönen Platz direkt neben dem Kamin, wo uns ein sehr leckeres 3-Gänge-Menü serviert wird: es gibt Butternut Soup, Oryx Steak mit Couscous und roter Beete und einen Kokoskuchen mit Waldbeerensauce.


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    In unserem Häuschen packen wir dann die Taschen um, so dass wir für den Transport in‘s Camp morgen nur einen Koffer mitgeben müssen.


    Dann stellen wir den Wecker, da morgen wieder etwas früheres Aufstehen angesagt ist und wir uns nicht auf die Sonne verlassen können.


    Gute Nacht goodnight.gif



    Gefahrene Kilometer: 237 Strecke

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    Übernachtung: Fish River Lodge