Same same but different - Der Reisebericht


  • Doch, doch, den Flug habe ich schon im letzten Jahr gebucht. Deshalb weiß ich ja, dass wir in der vorletzten Reihe sitzen werden. Vorletzte Reihe eben deshalb, damit wir eine Zweier-Reihe haben.


    Ich habe als Emerald-Club-Mitglied bei National gebucht, weil ich die Hoffnung habe, dass ich mir dann einen 4WD aus der Choiceline aussuchen kann. Von normaler Limousine bis Full-Size habe ich bisher in der Emerald-Club-Choiceline alles gesehen. Letztes Mal in Miami hatte ich dann einen Ford Edge ausgewählt (Fullsize-Crossover). Da war mir der 4WD aber nicht wichtig. Deshalb reichte mir ein Fronttriebler. Im September möchte ich nach Möglichkeit aber einen 4WD. Und nach deiner Beschreibung wäre so ein Infinity nicht die schlechteste Wahl. Vorausgesetzt, er säuft nicht wie ein Loch. Das sehe ich nämlich auch nicht ein, denn es werden schon ein paar tausend Kilometer zusammen kommen. Ein Jeep Grand Cherokee, Ford Explorer, Lincoln Navigator, das wären auch noch so Kandidaten, die mir gefallen würden.

  • Ich habe als Emerald-Club-Mitglied bei National gebucht, weil ich die Hoffnung habe, dass ich mir dann einen 4WD aus der Choiceline aussuchen kann.

    Das verstehe ich nicht.

    Nur weil Du Emerald bist, dann bekommst Du einen 4WD obwohl Du zB "nur" einen Standard gebucht hast????


    So, ich habe Rainer nach dem Verbrauch gefragt. Also wir führen darüber keine Notizen. Aber es sind im Schnitt 11-max.14l/100km, sagt er. Auf langen HwyStrecken waren es auch mal 10l/100km.


    Das sehe ich nämlich auch nicht ein, denn es werden schon ein paar tausend Kilometer zusammen kommen.

    Das hängt ja von der Tour ab.

    Wir sind ja im letzten Jahr den Engineers Pass gefahren, der eigentlich eine 4x4 Strecke ist. Zu unserer Zeit jedoch, war der ja auch mit einem 2WD machbar. Was man ja nie vorher wissen kann.


    Dieses Jahr sind wir in den Bulldog Mountains gewesen. Mit einem 2WD wäre es definitiv nicht machbar gewesen.

    Auch die Fahrerei inmitten der Anza Borrego Badlands, also abseits der Straße, wären wir trotz Trockenheit niemals dort reingefahren wenn wir nicht den Infinity bekommen hätten.


    Wie sieht denn Deine geplante Tour aus?

  • Als Emerald-Club-Mitglied bei National brauchst du nur einen Midsize-Pkw zu buchen (Modellbeispiel Hyundai Elantra). Das habe ich gemacht. Du gehst dann bei National im Parkhaus direkt zur Emerald-Club Choice-Line und nimmst die daraus das Auto, welches dir gefällt. Das kann ein Pkw sein, ein Midsize-SUV, aber auch ein Full-Size-SUV oder Pickup. Je nachdem, was da ist. Es gibt also keinerlei Garantie auf einen 4WD, aber die Chancen schätze ich höher ein, als wenn ich z. B. bei Alamo für mehr Geld einen Standard-SUV buche. Letztes Mal in Miami hatte ich versehentlich sogar einen Midsize-SUV gebucht und keinen Midsize-Pkw. Also sogar etwas zuviel bezahlt. Da wir dort kein 4WD brauchten habe ich darauf auch keinen Wert gelegt. Genommen habe ich mir dann einen Ford Edge, der als Full-Size-Crossover klassifiziert war. Nebenbei, ein sehr angenehmes Auto. Könnte mir auch hier in Deutschland gefallen.


    Vielen Dank auch noch für die Angaben zum Spritverbrauch. Das lag dann ja durchaus im Rahmen. Somit käme das Auto für uns also durchaus in Frage.

  • Als Emerald-Club-Mitglied bei National brauchst du nur einen Midsize-Pkw zu buchen (Modellbeispiel Hyundai Elantra). Das habe ich gemacht. Du gehst dann bei National im Parkhaus direkt zur Emerald-Club Choice-Line und nimmst die daraus das Auto, welches dir gefällt.

    Das klingt wirklich interessant.

    Was bezahlst Du dann für 3 Wochen für einen Midsize?

  • Tag 3 ist online.



    Hier der Link zu meiner Website


    🚗 nach Taos, NM

    Es ist 6am als wir beide wach werden und den Himmel checken.

    Das Vorhaben, in den Red Rock Canyon zu fahren, lassen wir ausfallen.

    Das gestrige Wetter, diese klare Luft ist nicht zu toppen. Gen Norden sieht das Wetter perfekt aus. Doch gen Süden nimmt eine UFO-gleiche und riesige Wolke der Landschaft das Licht.




    Blick aus dem Zimmer

    Wir entscheiden daher einfach eher zu frühstücken, um so schneller auf die Piste zu kommen.


    Heute verlassen wir Colorado Springs und ziehen weiter. Mehr gen Süden. Es geht nach New Mexico, nach Taos.

    Auch haben wir mittlerweile eingekauft, so sind die Unterwegsstullen gesichert. Vermutlich wird es unterwegs kaum Möglichkeiten geben irgendwo einzukehren. Und wenn auch - so sind wir absolut unabhängig!

    9 am verlassen wir den Parkplatz bei 9°C - gefühlt etwa 15°.

    Im Zentrum von Old Colorado Springs, direkt am Stadtpark, gibt es im angesagten Café, die Story Coffee Company einen richtig guten und liebevoll zubereiteten Cappuccino. Die Sonne hat eine enorme Kraft. So ist draußen sitzen selbst ohne Jacke kein Problem.




    Story Coffee Company, Oldtown of Colorado Springs,USA,born4travel.de


    Oldtown of Colorado Springs,USA,born4travel.de


    Im AT&T Shop, gleich an der Ecke, kaufen wir eine SIM. Natürlich ist das Einrichten und Freischalten im Service inbegriffen und kostet keinen Cent mehr als woanders.

    Es ist 10am als wir wieder die I-25 gen Süden erreichen.

    Bis Walsenburg ist die Landschaft weniger attraktiv. Es ist eher ein Kilometerschruppen.

    Endlich Zeit um zum ersten Mal die Fotos auf dem Laptop zu sichern. Kurzes Sichten und Prüfen der Einstellungen der gestrigen Aufnahmen und schon erreichen wir Walsenburg. Hier tanken wir und verlassen die I-25 Richtung Westen auf die CO 160.




    Colorado,USA,born4travel.de


    Wir passieren ein paar nett anzusehende und fotogene Orte.

    Leben möchte ich hier nicht. Aber das Flair ist das Amerika, das wir als Europäer so im Kopf haben.

    Über die CO 160 nach Taos zu fahren, ist sicherlich nicht die kürzeste Verbindung. Doch darum geht es uns ja nicht. Der Weg ist das Ziel - und der Weg ist schön!

    Der La Veta Pass führt durch eine grandiose Landschaft. Der Pass führt uns zeitweise auf eine Höhe von knapp 2.900 Metern und tangiert die Sangre de Cristo Range mit wunderschön anzusehenden, schneebedeckten Spitzen. Dieses Gebirge zählt zu den südlichsten Ausläufern der Rocky Mountains.

    Es ist extrem windig. Gleich mehrere aufeinanderfolgende Schilder weisen auf die Scherwinde hin.

    Der starke Wind schiebt auch monströse Wolkenformationen von der einen zur anderen Seite.

    Insgesamt gefällt uns dieser Umweg sehr.

    So zu fahren, kann also bedenkenlos empfohlen werden.




    La Veta Pass,Colorado,USA,born4travel.de


    La Veta Pass,Colorado,USA,born4travel.de


    In Garland, der ersten Ortschaft seit langem, verlassen wir die CO 160 und folgen der weiteren Route auf der CO 159.




    La Veta Pass,Colorado,USA,born4travel.de


    San Luis ist dann die letzte Ortschaft, bevor wir die Grenze zu New Mexico erreichen.

    Ein Wasserspeicher, rechts des Weges, ist unser Pausenort. Hier essen wir unsere mitgebrachten Stullen und genießen den Anblick auf die verschneite Bergkette.


    La Veta Pass,Colorado,USA,born4travel.de


    La Veta Pass,Colorado,USA,born4travel.de


    Colorado-New Mexico Border,USA,born4travel.de


    An der Grenze von Colorado nach New Mexico wird die CO 159 zur NM522.

    Etwa 17 Meilen südlich der Grenze von Colorado und 3 Meilen nördlich der Ortschaft Questa biegt die NM378 ab. Sie führt auf einen Rundweg auf dem man nicht nur sehr nahe dem Rio Grande kommt sondern am südlichsten Ende tief in die Schlucht und den Zusammenfluss des Rio Grande und Red Rivers schauen kann.


    # Wild Rivers Scenic Byway


    Der Scenic Byway, Teil des Rio Grande del Norte National Monuments, ist ein 13 Meilen (etwa 21 Kilometer) langer, asphaltierter Rundweg und erfordert ohne Wanderungen ungefähr zwei Stunden Zeit. Es gibt mehrere Camping- sowie Picknickplätze.

    Auf dem Weg zu südlichsten Spitze des Rundweges gibt viele kleinere Wanderwege. Am Ende, wo sich der Rio Grande (entspringt in den San Juan Mountains) und der Red Rivers (entspringt im Sangre de Cristo-Gebirge) vereinen, am La Junta Overlook startet der anspruchsvolle La Junta Trail.

    Im April war dieser jedoch geschlossen.

    Von der Straße selbst gibt es keinen Blick auf den tief gelegenen Fluss.

    Laut Angaben des BLM sind es bis zu 300 Meter Tiefe. Die Straße selbst bleibt immer von der Einschnittkante entfernt. Doch nach einer relativ kurzen Wanderung hat man einen kleinen Blick auf den Rio Grande.

    Nach so viel Sitzen entscheiden wir uns für den netten, kleinen >Chiflo Trail. Der ist nur 650 Meter lang. Klingt wenig ist aber ziemlich steinig. Vielleicht laufen wir auch übers Ziel hinaus. Denn der Rio Grande lässt sich nicht blicken.

    Die Steine auf dem Trail werden immer größer als nach der etwas waghalsigen Überwindung endlich der Blick bis zum Fluss wenigstens zu einem kleinen Teil frei ist.

    Der Ausblick ist etwas ernüchternd. Den Rio Grande habe ich mir außerdem viel breiter und reißender vorgestellt. Aber vielleicht ist es auch die Entfernung bis hier oben, die etwas täuscht.



    Wild Rivers Scenic Byway,New Mexico,USA,born4travel.de





    Wild Rivers Scenic Byway,New Mexico,USA,born4travel.de


    Anschließend geht es zum südlichsten Punkt des Rundweges.

    Den La Junta Overlook erreicht man über einen kurzen unbefestigten Weg. Alles ist sehr gepflegt. Bänke laden zum Verweilen ein. Und in der Tat ist es sehr angenehm hier.


    Wir sind momentan die einzigen Besucher. Kein weiterer Wanderer - kein Camper.


    Wild Rivers Scenic Byway,New Mexico,USA,born4travel.de




    Wild Rivers Scenic Byway,New Mexico,USA,born4travel.de


    An der "Spitze" angekommen, steht man vor der Vereinigung zweier Flüsse. Auch hier sehen beide ziemlich schwach aus. Doch ganz so kann es nicht sein, sonst hätten sie nicht die Kraft sich so eine tiefe Schneise zu erarbeiten.

    La Junta - so der Name dieses Overlooks, heißt auf Spanisch "eintreten" oder "treffen". Beide Flüsse, der Red River und der Rio Grande stehen seit 1968 unter Naturschutz.

    La Junta markiert die weiteste und gleichzeitig tiefste Stelle der Rio Grande Gorge. Es sind etwa 1200 Meter Breite und knapp 250 Tiefe.

    Ein Zaun schützt vor dem Runterfallen. Denn es geht extrem weit runter.

    Die Macht oder Wucht der Natur ist deutlich spürbar. Das Zusammentreffen zweier solcher tiefer Schluchten erzeugt eine extreme Verwirbelung der Luft. Zeitweise habe ich Bedenken meine Sonnenbrille von der Nase weggepustet zu bekommen. Den Plan, hier Drohni gucken zu lassen, können wir gleich verwerfen. Das wird nichts. Viel zu windig.

    Der Ausblick ist genial. Und aus Sicht eines Fotografen ist der Besuch entweder am Morgen oder am Abend zu empfehlen.


    Wild Rivers Scenic Byway,New Mexico,USA,born4travel.de



    Wild Rivers Scenic Byway,New Mexico,USA,born4travel.de


    Wild Rivers Scenic Byway,New Mexico,USA,born4travel.de

    Wie schon erwähnt, ist der Wild Rivers Byway ein Rundweg. Und so geht es die gleiche Strecke zurück.

    Wir liegen zeitlich gut im Plan.

    Wenn ich allerdings auf meine Liste mit den Ideen für den morgigen Tag schaue, dann sieht es ziemlich kritisch aus. Deshalb überrede ich meinen Fahrer zu einer Routenänderung. Taos, unser heutiges Ziel, ist zwar nur noch wenige Meilen von Questa entfernt, aber die etwas umwegige Fahrt über den Enchanted Circle ist sogar heute noch machbar.

    # Enchanted Circle

    Den Tipp, den Enchanted Circle zu fahren, habe ich im DA-Forum bekommen.

    Enchanted heißt verzaubert und deshalb lassen wir uns darauf ein und schauen, was da kommt.

    Der 83 Meilen lange Rundweg um den Viertausender Wheeler Peak setzt sich zusammen aus den NM64, NM38 und NM522.

    Wir werden die NM38 und NM64 fahren. Also nur 2/3 des Rundwegs.

    In Questa biegen wir ostwärts auf die NM38. Hier beginnt eine Art Einschnitt in den Berg. Es sieht schon schön aus. Doch erst als Rainer das Schiebedach öffnet und wir den Blick nach oben haben, sehen wir, wie außergewöhnlich schön dieser Teil der Strecke ist.


    Enchanted Circle,New Mexico,USA,born4travel.de




    Ein Skigebiet folgt dem anderen.

    Und viele Hotels tragen deutsche Namen. Und überhaupt. Anhand der Häuser könnten wir jetzt durchaus auch in Süddeutschland oder auch in Österreich sein.

    Die Skisaison ist hier schon vorbei. Aber die Hänge sind noch satt mit Schnee bedeckt.


    Enchanted Circle,New Mexico,USA,born4travel.de


    Enchanted Circle,New Mexico,USA,born4travel.de


    Sobald wir das Tal um den Eagels Nest Lake erreichen, von dem ich mir viel mehr erhofft habe, ändert sich das Klima. Der Schnee ist weg. Und es ist warm. Das obwohl wir uns hier auf rund 2.500 Meter Höhe befinden.

    Der weitere Weg, also die NM64, ist sehr kurvenreich. Und wir verlieren wieder etwas an Höhe. Hier im südlichen Teil des Enchanted Circle und je mehr wir uns Taos nähern, tangieren wir Häuser und Gallerien im Stil New Mexicos.

    Ich versuche das gesamte Ambiente etwas einzufangen - mit mäßigem Erfolg!




    Enchanted Circle,New Mexico,USA,born4travel.de




    Die Hacienda del Sol erreichen wir 16.50Uhr.

    Das B&B liegt in einer winzig kleinen Gasse.


    Hacienda del Sol,Taos,New Mexico,USA,born4travel.de


    Noch bevor wir reingehen, sind wir beide fasziniert vom malerisch anmutenden Gebäude. Es sieht aus wie in einem New Mexico Prospekt. Die kleinen Dekorationen machen das Bild perfekt.

    Im Inneren empfängt uns Marc, der Schwiegersohn des Besitzers. Der Eigentümer ist übrigens Deutscher. Aber ihn werden wir auch in den nächsten Tagen nicht zu Gesicht bekommen.

    Marc führt uns durch das gesamte Anwesen, das über 200 Jahre alt ist. Wir sind begeistert von der liebevollen Einrichtung im Haus und vom Außenbereich.




    Unser Zimmer ist wunderschön.

    Auch hier ist selbstverständlich nichts dem Zufall überlassen. Nicht nur das Zimmer, sondern auch das Bad ist perfekt ausgestattet. Die Handtuchfarbe passt zum Ambiente. Das Waschbecken ist ein Kunststück für sich. Es gibt Bademäntel, Wasserflaschen, Gute-Nacht-Schokolade...

    Ich komme aus dem Schwärmen nicht raus.


    Hacienda del Sol,Taos,New Mexico,USA,born4travel.de


    Auch der zur Hacienda gehörende Garten ist nicht nur perfekt gepflegt, sondern liebevoll dem Ambiente von Taos angepasst.


    Hacienda del Sol,Taos,New Mexico,USA,born4travel.de




    Hacienda del Sol,Taos,New Mexico,USA,born4travel.de



    den Rest gibt es HIER


    Leider ist dieser Beitrag stark gekürzt, da er zu lang für das UNA Forum ist - Diese Meldung erhalte ich immer wieder.

  • Leider ist dieser Beitrag stark gekürzt, da er zu lang für das UNA Forum ist - Diese Meldung erhalte ich immer wieder.

    Wie man unter dem Editor sieht, gibt es eine Beschränkung auf 100.000 Zeichen im Editor.

    Ggf. muss man dann bei so viel Text aufteilen.

  • Als Emerald-Club-Mitglied bei National brauchst du nur einen Midsize-Pkw zu buchen (Modellbeispiel Hyundai Elantra). Das habe ich gemacht. Du gehst dann bei National im Parkhaus direkt zur Emerald-Club Choice-Line und nimmst die daraus das Auto, welches dir gefällt.

    Das klingt wirklich interessant.

    Was bezahlst Du dann für 3 Wochen für einen Midsize?

    Für drei Wochen kann ich es dir nicht sagen. Wir haben den Wagen für 27 Tage gebucht und zwar über die italienische Seite von National. Die zunächst vorgenommene Buchung über die britische Seite habe ich wegen des Brexit storniert, nachdem ich auf der italienischen Seite einen fast identischen Preis gefunden hatte. Allerdings habe ich zwei Preise. Die Buchungsbestätigung, die mir sofort angezeigt wurde und die ich mir natürlich ausgedruckt habe, lautet auf $ 1003. Allerdings habe ich dann kurz danach einen Email erhalten, auf der $ 914 ausgewiesen werden. Rufe ich die Reservierung auf, werden aber nach wie vor die $ 1003 angezeigt. Zwar sind die für diesen Zeitraum m. E. absolut ok, aber ich denke, ich werde bei der Ausfahrt ein wenig Diskusionsbedarf haben. Schließlich wäre der Differenzbetrag schon der Gegenwert für den Annual-Pass. ;)


    Übrigens ein schöner Tag, den du da beschrieben hast.

  • Es geht weiter liebe Mitreisenden.


    Der 4.Tag hat etwas gedauert. Abgesehen, dass unsere Enkel eine Woche zu Besuch waren und ich dann zu gar nix komme..., war unser Tag recht voll gepackt.


    Wenn ich so einen Ablauf bei anderen lesen würde, käme mir der Gedanke: Das ist doch viel zu viel für einen Tag.


    Aber dem war überhaupt nicht so.

    Es war ein ganz entspannter Tag. Nur ein nettes Café oder etwas ähnliches haben wir nicht gefunden. War eher ein diätischer Tag. Wir wollten aber auch nicht an der Tanke etwas holen und haben gehofft etwas "anständiges" zu finden. Naja , vom Fleisch sind wir nicht gefallen ;-))



    Wegen der vielen Fotos werde ich den Tag hier in zwei Teilen posten.

    Für die Neugierigen gibt es den gesamten Tag auf meiner Website

    (Vielleicht kann mir auch jemand mitteilen, ob die Ladegeschwindigkeit ok war.

    Für Webmaster: ich habe die Fotos geteilt in 2 verschiedenen Ordnern untergebracht - also jeweils die Hälfte. Ich hoffe es bringt etwas)


    Wie schon geschrieben, der Tag war knallvoll und trotzdem würde ich den genau so planen.

    Für Taos hatte ich ursprünglich nicht viel auf der Liste.

    Kurz vor der Abreise bekam ich bei fb noch einen Tipp: die Plaza Blanca. Die kannte wohl nicht mal unser B&B Host. Denn bei der Nachfrage meinte er: In jedem Ort sei eine Plaza Blanca - es ist nur ein Name.

    Ok. Wir verstanden. Er weiß nicht wovon wir reden.


    Rundtour westlich von Taos

    Hacienda del Sol,Taos,New Mexico,USA,born4travel.de


    Mit diesem Blick aus dem Bett macht das Wachwerden ausnahmsweise wirklich Spaß 😎

    Während Rainer noch seine morgendliche Dusche nimmt, bin ich schon unterwegs auf dem Gelände der Hacienda und fange die Impressionen ein. Oder zumindest versuche ich das. Ich kann davon nicht genug bekommen.


    Hacienda del Sol,Taos,New Mexico,USA,born4travel.de


    Hacienda del Sol,Taos,New Mexico,USA,born4travel.de


    Unser Zimmer, La Sala del Sol, vom Hof aus gesehen

    Unser Zimmer ist befindet sich direkt neben dem Frühstücksraum. Wir gehen über den Hof. Marc ist schon am Wirbeln. Die Getränke, wie Kaffee und Tee bereit sich jeder selbst an einer Art Tresen zu. Es gibt drei verschiedene Gerichte zur Auswahl. Sowie Obstsalat. Wir nehmen Fritata mit Spinat mit mexikanischen Kartoffeln.

    Während wir warten, kommen wir mit einem anderen Ehepaar ins Gespräch. Sie fragen nach unserer heutigen Route. Doch sie kennen das meiste gar nicht. Es ist wie immer. Die Touri's aus der Ferne haben mehr Infos über die Umgebung als diejenigen, die ganz in der Nähe wohnen. Doch sie kennen sich sehr gut im südlichen New Mexico aus. Deshalb geben sie uns dann für die Strecke von Santa Fe nach Las Cruces, die wir in drei Tagen fahren werden, ein paar Tipps. Klingt interessant. Deshalb notiere ich all die Orte, die genannt werden.

    Wir starten Dreiviertel Neun. Wir haben 8°C. Ja über Nacht ist es ziemlich frisch. Doch das ist unwichtig. Denn die Sonne braucht nicht lange, um die Luft auf angenehme Temperaturen zu bringen.

    Auf dem Plan steht eine Menge. Ganze sechs Attraktionen. Ob wir die alle überhaupt schaffen, ist fraglich. Ohnehin hat uns Marc gestern abgeraten diese Tour zu fahren. Wir haben nicht wirklich verstanden warum. Denn eine Begründung gab es nicht.


    Dabei sieht die Route doch so schön rund aus:

    Auf dem Plan stehen:


    ➡️ San Francisco de Asis Church

    ➡️ Embudo Gas Museum

    ➡️ Plaza Blanca

    ➡️ Greater World Earthship Community

    ➡️ Taos Pueblo

    ➡️ Hot Springs


    Nun gut.

    Noch bevor wir zur ersten Attraktion fahren, schauen wir uns auf einem Privatgrundstück einer Galerie um. Taos ist voller Galerien. Doch hier wird auch die Freifläche vor dem Geschäft genutzt.

    Das ist auch gut so. Denn hier wird erst gegen 10Uhr geöffnet. So fragt keiner, ob wir beraten werden wollen.

    Die Stimmung gefällt mir.

    Das frühlingshafte Licht an einem perfekten Tag mit diesem Himmel - macht praktisch alles schön. Egal ob rostig, alt oder verfallen.


    Taos,New Mexico,USA,born4travel.de


    Gegenüber blüht ein Apfelbaum. Der Baum ist so voll an Blüten, wie man den so nicht oft sieht.


    Taos,New Mexico,USA,born4travel.de

    # San Francisco de Assisi Church

    Die San Francisco de Asis Church steht in Ranchos de Taos - ein Ort südlich von Taos. Keine Sehenswürdigkeit, die man so im Vorbeifahren sieht. Denn das Gebäude ist nicht höher als die umliegenden Gebäude und die Zufahrt ist leicht zu übersehen.


    San Francisco de Assisi Church,Rancho de Taos,New Mexico,USA,born4travel.de


    History & Info:

    Mitte des 18. Jahrhunderts ließen sich spanische Kolonisten in Ranchos de Taos nieder. Sie verließen Taos Pueblo, um das fruchtbare Land zu bewirtschaften, auf dem sie Weizen und Mais anbauten.

    Um sich gegen Comanche-Angreifer zu verteidigen, die vom reichen Taos Tal angezogen wurden, bauten Siedler ihre Häuser aus Lehmziegeln dicht nebeneinander um den Dorfplatz, auf dessen Fläche sie die Kirche zwischen 1772 und 1816 bauen ließen.

    Die Architektur der Kirche ist eine Mischung aus einheimischen und spanischen Stilen. Drei weiße Kreuze schmücken die beiden Türme und den Kircheneingang. Vier Strebepfeiler in Bienenstockform stützen die Rückseite des Kirchengebäudes, und zwei Strebepfeiler vor jedem Glockenturm stützen die Vorderseite.

    Innerhalb der Kirche führt eine Treppe zu einem Chordachboden über dem Eingang. Das große Heiligtum bietet ausreichend Platz für Anbeter und Besucher, und der Altar ist mit original spanischer Holzverarbeitung und religiöser Ikonographie geschmückt. Eine dicke Lehmziegelmauer - deshalb auch die Bezeichnung Adobe Church (Adobe = Lehmziegel) umgibt die Kirche, den Friedhof und den Vorplatz.


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    Die Missionskirche von Francisco de Assisi ist nach wie vor ein wichtiges Zentrum des Gemeinschaftslebens, und die Bürger von Ranchos de Taos sorgen dafür, dass sie in gutem Zustand bleibt. Im Jahr 1967 wurde die Kirche renoviert und mit einem harten Putz versiegelt, um das Äußere zu schützen und zukünftige Schäden zu verhindern. Auch das Dach wurde renoviert. Die Kirchentüren wurden mit Nachbildungen der Originale ersetzt und ein Großteil der Deckenbalken gegen Reproduktionen ausgetauscht. Trotz dieses Versuchs, die Kirche zu schützen, erwies sich der besonders harte Putz als schädlich. Seitdem versammeln sich Bürger von Ranchos de Taos, Gemeindemitglieder und Besucher jeden Juni für zwei Wochen, um das Äußere der Adobe-Kirche mit einer Mischung aus Schlamm und Stroh neu zu verputzen.

    Seit dem 2. Oktober 1978 gehört die San Francisco de Assisi Church zu den UNESCO-Welterbestätten.


    San Francisco de Assisi Church,Rancho de Taos,New Mexico,USA,born4travel.de


    Leider sind Aufnahmen vom Inneren der Kirche nicht erwünscht.

    Daran will ich mich mal halten.

    Schließlich bin ich schon mit diesem göttlich dunklen Himmel belohnt worden 😆

    Weiter geht es durch die Rio Grande Gorge.

    Durch die tiefere und wassernahe Lage ist es ein blühendes Anbaugebiet. So wird das Fahren nicht langweilig.

    Ach übrigens...

    Fotografieren mit Stativ wird überbewertet.

    Durch die mit Insektenüberbleibsel verschmutzte Scheibe während der Fahrt zu fotografieren, das ist die neue Challenge icon_peace.gif Oder aber während der Fahrt das Handy vor die Frontscheibe halten...


    Rio Grande Gorge,New Mexico,USA,born4travel.de


    Rio Grande Gorge,New Mexico,USA,born4travel.de


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    Die etwas über 60 Meilen von Taos bis zur Plaza Blanca unterbrechen wir mit einem unterhaltsamen Besuch im Classical Gas Museum

    # Classical Gas Museum, Embudo

    Es war die Liebe zu alten Neon-Schildern, Getränkeautomaten, Benzinpumpen, zu alten Kühlschränken und allem Tinnef, den man von alten Tankstellen kennt, die für Johnnie Meier die Sammelleidenschaft begründete. Johnnie Meier war einst Mitarbeiter der Los Alamos National Laboratory. Vor 25 Jahren begann er alles von alten Tankstellen zu sammeln. Und seine Sammelleidenschaft zwang ihn einen Platz zu finden, wo er all die Exponate lagern und ausstellen kann. Deshalb das abgelegene Embudo in New Mexico. Ein malerisch gelegenes Plätzchen.


    Classical Gas Museum, Embudo,New Mexico,USA,born4travel.de


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    Der Eintritt ist frei.

    Doch eine kleine Spende ist erwünscht.


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    Classical Gas Museum, Embudo,New Mexico,USA,born4travel.deClassical Gas Museum, Embudo,New Mexico,USA,born4travel.de


    Die Ausstellung befindet sich in seinem Garten.

    Es ist Frühling hier in Embudo. Und die Obstblüte im vollen Gange. Da kann man einfach nicht weggucken!


    Classical Gas Museum, Embudo,New Mexico,USA,born4travel.de


    Classical Gas Museum, Embudo,New Mexico,USA,born4travel.de


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    Wir treffen Johnnie persönlich. Kein Wunder. Er wohnt ja auch dort.

    Er fragt nach unserer Herkunft. Und wir nach seiner. Er ist Sohn deutscher Einwanderer - wie so oft in diesem Land 😉

    Neuerdings sind wohl auch Oldtimer in seine Sammlung aufgenommen worden. Und es sieht nicht so aus, als ob er seine Sammelleidenschaft beendet hat. Er ist ständig auf der Suche nach noch mehr alten Relikten.

    Wir schauen uns dann noch im Inneren um: Kleinere Elemente, Postkarten, Autos, Spielzeug.


    Classical Gas Museum, Embudo,New Mexico,USA,born4travel.de


    Bis zum nächsten Punkt unserer heutigen To-Do-List sind es knapp 35 Meilen.

    Also etwa eine halbe Stunden Fahrt.

    # Plaza Blanca - The White Place

    Die Plaza Blanca ist erst mit der Veröffentlichung Georgia O' Keeffe's Bilder bekannt geworden.

    O'Keeffe, eine der bekanntesten US-amerikanischen Malerinnen des 20. Jahrhunderts, malte 1940 "From the White Place". Ein Gemälde dieser vertikalen Steinsäulen auf Canvas. Sie war fasziniert von der Kargheit, Weite und Unberührtheit dieser Landschaft.

    Die Plaza Blanca ist über die NM-155 zu erreichen, eine Parallelstraße der US-84.

    In Abiquiú tanken wir nochmals auf. Wir gehören ja zu den "Glückspilzen", denen in der Abgeschiedenheit immer wieder Unvorhergesehenes passiert. Dann soll wenigstens noch genügend Benzin vorhanden sein.


    Plaza Blanca aus Drohnenperspektive,New Mexico,USA,born4travel.de

    Blick von der US84 auf das Gebiet, in dem sich die Plaza Blanca befindet.


    Die CR-155 zweigt von der US-84 ab. Es geht erst über eine Brücke.

    Nach zwei Meilen passiert man das markante Tor zur Dar al Islam, einer Schule und Moschee.

    Nach weiteren 0.3 Meilen zweigt ein Stichweg gen Norden ab.

    Nun sind es nur noch etwa 200 Meter bis zum Parkplatz.


    Weg zur Plaza Blanca,New Mexico,USA,born4travel.de


    Dar al Islam,Weg zur Plaza Blanca,New Mexico,USA,born4travel.de


    Die Plaza Blanca ist Privatgelände. Es gehört der gemeinnützigen Organisation "Dar Al Islam".

    Das Erkunden des Areals und zu fotografieren ist kostenlos. Für professionelles Fotografieren jedoch, benötigt man ein Permit.

    Das Gelände mit einem Auto zu erkunden, mit dem Pferd zu reiten oder gar zu zelten ist jedoch verboten.


    Plaza Blanca,New Mexico,USA,born4travel.de


    Vermutlich ist die Tatsache, dass diese Sandsteinformationen weit weg der bekannten und totgeliebten Highlights vieler USA Reisenden liegt, der Grund dafür, dass sie noch weitgehend unbekannt sind. Denn sehenswert sind sie allemal.

    Trotzdem. Wir sind nicht die Einzigen hier. Zwei weitere Autos parken auf dem ausgewiesenen Stück vor dem mit Holzpflöcken für Autos abgesperrten Zugang.

    Die Sonne hat mittlerweile einen UV Index von 8 erreicht. Zeit, um sich mit Sonnencreme zu schützen.


    Plaza Blanca aus Drohnenperspektive,New Mexico,USA,born4travel.de


    Plaza Blanca,New Mexico,USA,born4travel.de


    Vom Parkplatz führt ein Weg in die richtige Richtung. Etwa 50 Meter nach dem man den Weg abgestiegen ist, sind die ersten Formationen zu sehen.


    Wir haben echt Glück: die Sonne hat gerade die letzten Wolken weggeleckt und der Himmel hat diese dunkle Farbe angenommen. Ein fantastischer Kontrast zu dem hellen - nicht ganz weißem - Stein. Die Formationen sehen aus wie riesige Kleckerburgen.

    Teile der Fassade erinnern mich an meine selbst geflochtene Makramee-Tasche in den 1980er Jahren.

    Einfach genial und ausgefallen.

    Fototechnisch sind wir zu einer falschen Zeit hier.

    Die Säulen sind faszinierend. Doch weiß sind sie nicht. Eher grau-gelb. Manchmal eher Orange. Sehr kontrastreich. Abhängig von der Lichteinstrahlung.

    Vermutlich sind sogar ein zart bedeckter Himmel oder eben die Stunden vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang günstiger zum Fotografieren.



    Plaza Blanca,New Mexico,USA,born4travel.de


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    Der Hauptweg ist ein Wash. Der ist natürlich ausgetrocknet.

    Wir suchen nach einer besonderen Ansicht. Schwierig.

    Linkerhand führt ein Weg dem wir folgen. Mit etwas gekraxel erreichen wir ein Plateau. Es geht sicherlich weiter. Doch ich denke, man würde die Formation zerstören. Denn die ist sehr filigran und viel zu schön.


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    Im Anschluss folgen wir dem Wash weiter bis zum Slot Canyon.

    Man kann diesen Weg eigentlich nicht verfehlen.

    Das Ende des Slots bildet eine natürliche, etwa zwei Meter hohe Stufe.

    Mit viel Mühe könnten wir diese passieren. Aber wozu?

    Man sieht nicht viel mehr und nichts Außergewöhnliches.


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    Plaza Blanca aus Drohnenperspektive,New Mexico,USA,born4travel.de



    Eingang in den Slot:


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    Ausgang aus dem Slot:


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    Auf dem Rückweg entdecke ich noch neue Perspektiven.

    Aber das ist ganz normal. Andere Sicht - andere Beleuchtung.


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    Zurück fahren wir den gleichen Weg.

    Man könnte aber auch die CR-155 gen Osten fahren und so einen schnelleren Zugang zur NM-554 haben. Doch wir finden diesbezüglich momentan nichts im Netz. Die Netzanbindung ist bescheiden! Deshalb entscheiden wir uns für die einfachere Variante und nehmen was wir kennen. Außerdem habe ich schon auf dem Hinweg in einer Stichstraße "Pilze" gesehen, die sich so treffend Balanced Rock Road nennt.

    Leider wird offensichtlich diese so abgelegene Straße auch zum Müll abladen genutzt. Nicht nur Müllsäcke, die teilweise auch schon aufgefleddert sind, liegen am Rand. Auch Sofas, Sessel und Haushaltsgegenstände!

    Wir bleiben nicht lange, schauen uns nur aus der Ferne die Steinformationen an und fahren wieder ab.


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    Plaza Blanca aus Drohnenperspektive,New Mexico,USA,born4travel.de


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    Kurz nach 13.30 Uhr geht's weiter auf der heutigen Route.

    Wir fahren die US-285 gen Norden.

    To be continued....:cap:

  • Ein toller Tag war das. Super schöne Ziele.


    Bei Plaza Blanca waren wir 2014 Mal, sehr schön und noch nicht überlaufen.


    Aber leider haben wir Embudo verpasst, da steht aber schon lange auf de Liste für das nächste Mal.


    2011 wollten wir uns Earthship ansehen, aber als wir dort waren gab es den schlimmsten Regen den wir je in den USA erlebt haben.

    Da will auch endlich noch mal hin, jetzt um so mehr, wenn ich deinen Bericht lese.


    Wunderbare Bilder!


  • Aber leider haben wir Embudo verpasst, da steht aber schon lange auf de Liste für das nächste Mal

    das ist nun keine Sehenswürdigkeit weshalb man da extra hinfährt. Aber als Zwischenstation macht es sich einfach prima!



    2011 wollten wir uns Earthship ansehen, aber als wir dort waren gab es den schlimmsten Regen den wir je in den USA erlebt haben.

    Ich denke man kann da noch etwas warten. Da wird jetzt viel mehr gebaut

    New Mexico bietet doch viel mehr, als ich angenommen habe. Müssen wir unbedingt mal wieder aufnehmen in unsere Liste :cap:

    Wem sagst Du es.

    New Mexico will ich auch nochmals hin.

    Dann werden wir zum 3. Mal Colorado - New Mexico - Arizona - California fahren ;-))



    Da kommen Erinnerung auf. :love:

    Du kanntest wohl schon alles? Kann ja nicht wahr sein...

    Du solltest Dir endlich eine Website anschaffen und uns allen mehr erzählen ;)

  • Teil 2 : Unterwegs westlich von Taos



    Ojo Caliente ist eine Siedlung. Es gibt hier nicht viele Häuser und die heißen Quellen im bekannten Spa wirken überhaupt nicht einladend.

    Auch mit dem Auffinden eines netten Cafés haben wir Probleme. Wie findet man eins?

    Manche tragen den Namen Café - doch die fungieren als Galerie. Und Kaffee gibt es seit Jahren nicht mehr hier. Mit Kunst lässt sich offensichtlich mehr verdienen. Wie schade. Dann bleibt nur das mitgebrachte Wasser.

    Impressionen von der US-285:


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    Die NM-567 führt uns gen Osten - quer durch die südlichen Ausläufer des Carson National Forest.

    An der Taos Country Rd angekommen, fahren wir gen Norden bis sich der Kreis fast wieder schließt. Denn wir landen auf dem HWY-64, westlich der Rio Grande Bridge, wo wir gestern Abend waren.


    US285 gen Norden,New Mexico,USA,born4travel.de


    Die Weite ist beeindruckend.

    Die Kulisse faszinierend!

    Und manche Objekte machen nachdenklich - was ist das? - was will man uns sagen?


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    Zweieinhalb Meilen westlich befindet sich das nächste Ziel.

    # Greater World Earthship Community

    Die Greater World Earthship Community ist eine Community, eine Lebenseinstellung, zum Schutz der Umwelt. Beziehungsweise ein Vorreiter einer Bewegung in alternativen Häusern zu leben.

    Der Architekt, Michael Reynolds, verwendet zum Bauen recycelte Materialien, also sandgefüllte Autoreifen, Glasflaschen, Dosen sowie Lehm. Man lebt vollkommen autark, denn die Häuser sind Wind- und Solarbetrieben.

    Jedes Haus ist individuell gestaltet.

    Müll wird maximal reduziert.

    Regenwasser in Wasserspeicheranlagen unter der Erde gespeichert.

    Wasser wird unter Verwendung von Umwälzverfahren mehrfach genutzt.

    Die gesamte Anlage in Taos steht auf einem Gelände von 5.4 Quadratkilometer. Weltweit findet dieses Konzept sehr viele Anhänger. Deshalb werden schon seit Jahren auf allen Kontinenten Earthship Gemeinden aufgebaut.

    Das zur Theorie.

    Wir fahren auf das Gelände und schauen uns um.

    Die Bauart sieht sehr interessant aus. Irgendwie verspielt wie Gaudí's Bauten, die wir schon in Barcelona, zum Beispiel in der Casa Batllógesehen haben. Man erkennt sofort den Einsatz bunter Glasböden, der vielen Reifen sowie Dosen.

    Gerade wird eine Art Theater gebaut. Die Fassade ist rund verspielt.


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    ...und hier wird gebaut:


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    Von den Wohnhäusern sieht man nicht viel. Vor allem nur wenige.

    Sie sind sehr flach und meist sehr tief im Hügel vereint - fast wie versteckt.


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    Einfamilienhaus: Vorder- und Rückansicht


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    Im Infocenter schauen wir uns um. Hier gibt es kostenlos wirklich viele und umfangreiche Informationen. Auch werden Führungen angeboten. Selbstgeführte Führungen. Und nein. Eine solche Musterwohnung oder ein Haus kann man nicht sehen. Und ganz nebenbei erfahren wir, dass wir schon Wege gelaufen sind, die in dieser Führung inkludiert sind. Hm. Gab es da eine Absperrung? Eindeutig nein!

    "Und was können wir noch sehen?" - Wir können uns in den schlauchartigen, vollverglasten Gang begeben und sehen wir die Pflanzen in einer Art Gewächshaus wachsen.

    Das Ganze für 8USD pro Person.

    Aus unserer Sicht kann man also nichts Neues sehen.

    Schade.


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    Auf dem weiteren Weg parken wir hinter der Rio Grande Bridge und gehen zurück in die Mitte der Brücke. Ein etwas komisches Gefühl. Wann steht man schon in der Mitte einer 600 Meter langen Brücke. Boa. Zwar haben wir beide keine Höhenangst, aber das Schwingen des Bodens ist schon gewöhnungsbedürftig.

    Noch cooler ist allerdings der gerade Blick nach unten in die Tiefe!


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    # Taos Pueblo

    Das Taos Pueblo ist die älteste und einzige ununterbrochen bewohnte Pueblo-Siedlung der Vereinigten Staaten.

    Das heißt, alles ist echt und kein Museum.

    Das Gelände umfasst das ummauerte Dorf mit zwei mehrstöckigen Lehmziegeln, sieben Kivas (unterirdische Zeremoniekammern), die Ruinen eines früheren Pueblo, vier Middens, einen Pfad für traditionelle Fußrennen und die Ruinen der ersten Kirche aus dem 17. Jahrhundert und die heutige katholische Kirche San Geronimo.

    Es veranschaulicht die Lebenskultur der heutigen Pueblo-Indianer in Taos Pueblo.

    Als Teil einer Reihe von Siedlungen, die im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert in den Tälern des Rio Grande und seiner Nebenflüsse errichtet wurden und bis heute erhalten sind, zeigt Taos Pueblo eine bedeutende Etappe in der Geschichte des städtischen, gemeinschaftlichen sowie kulturellen Lebens. Es zeigt uns die Entwicklung in dieser Region.

    Das Taos-Gebirge (Sangre de Cristo-Gebirge der Rocky Mountains) bildet die feine und fotogene Kulisse für Taos Pueblo.

    In den Bergen des Sangre de Cristo befindet sich die Taos Pueblo Blue Lake Wilderness Area. Der Sacred Blue Lake, ist die Quelle des Baches, der durch die Siedlung fließt.

    Taos Pueblo steht auf der UNESCO World Heritage List.


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    Der Eintritt kostet 16USD (Stand April 2019)

    Es gibt geführte Touren, die im Eintrittspreis inkludiert sind. Mit dieser Eintrittskarte kann man aber auch auf eigene Faust und im eigenen Tempo die Siedlung erkunden.

    Öffnungszeiten: 10-16Uhr.


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    Wir entscheiden uns gegen eine geführte Tour. Wir befürchten einfach mit zu vielen Infos bombardiert zu werden. Das merken wir uns eh nicht!

    Mit dem Ticket erhalten wir auch einen Lageplan und reichlich Erläuterungen.

    Es sind nicht viele Besucher da. Es ist ja auch schon Nachmittag.

    Die ersten Anblicke sind beeindruckend. Genau wie ich sie von den Fotos kenne.

    Etwas enttäuschend ist, dass man nicht die gesamte Anlage besuchen kann, sondern im Grunde genommen nur das Areal um den großen Freiplatz. Absperrungen verhindern den Blick in die engeren zweiten und weiter hinteren Straßen.

    Doch das, was man sehen kann, ist fotogen. Vor allem wenn das Wetter stimmt.

    In gefühlt jedem Haus befindet sich ein Andenkenladen, was hier ja meist als Galerie bezeichnet wird. Einmal rein zugehen ist keine schlechte Idee. Denn so kann man das Flair im Inneren eines Hauses empfinden.

    Nach einer halben Stunde sind wir einmal rum.

    Auf einer Bank direkt am Bach nehmen wir eine kleine Auszeit. Nicht schlecht. Aber ein Funke springt nicht über.

    Im Grunde genommen ist es nicht viel, was man für die 16USD sehen kann. Nicht viel, wenn mir suggeriert wird, dass ich das Dorf selbst besuchen kann. Es ist nur die vorderste Reihe der Häuser, in denen vermutlich niemand wohnt.


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    Es ist früher Nachmittag als wir auf dem Hauptplatz der Altstadt, der Taos Plaza, nach einem netten Café suchen. Denn überwiegend gibt es auch hier nur Galerien.

    Google zeigt uns zwar, dass es hier mehrere Cafés gibt, aber offensichtlich stellen wir uns zu doof an.

    Gern würden wir ein Stück Kuchen oder etwas Ähnliches essen wollen. Aber die Bäckereien sind schon geschlossen oder der Kuchen ist ausverkauft.

    Im Hotel La Fonda werden wir dann doch fündig. Leider ist es eigentlich ein Starbucks, das sich hier eingemietet hat. Macht nichts. Wir trinken unseren Kaffee und überlegen was wir mit dem restlichen Tag machen wollen.

    Im Garten unserer Hacienda etwas entspannen oder...?

    "Oder" gewinnt.

    # Hot Springs

    Es geht zu einer der beiden Hot Springs, die sich am Ufer des Rio Grande befinden.

    Es sind etwa 20 Minuten Fahrt nach Arroyo Secco.

    Der letzte Teil der Anreise ist landschaftlich so schön und einsam, dass ich verstehen kann, warum dieser Ort nicht wirklich preisgegeben wird. Eben nur als Insider Tipp.


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    Bis zum Steinbecken der heißen Quelle ist eine viertelstündige Wanderung notwendig.

    Rainer geht vor. Mein Knie macht Stress und wird fest. Ich versuche ganz langsam zu gehen. Aber ich schaffe es nicht und kehre um.

    Da habe ich wohl etwas verpasst, wenn ich Rainers Worten glauben darf.

    Ok. Das kann nur eins heißen: Wir müssen nochmals nach Taos kommen.


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    Nach der Rückkehr Rainers, der sichtlich begeistert ist, fahren wir so weit wie möglich nach oben. Immer an der Abbruchkante entlang.

    Ein überwältigend schöner Weg.

    Auf jeden Fall werden wir als absolute Aussichtsfans belohnt.

    Und unbestritten: Auch der Himmel, mit seinen fotogenen Wolken, spielt mit. Das brechende Licht verzaubert nicht nur den Himmel. Die Gorge erscheint jeden Moment in einem neuen Licht!


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    Auf dem Rückweg in die Gorge:

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    So. Der Tag war lang genug.

    Wir fahren wieder ins Städtchen und kehren ins The Gorge Bar and Grill ein. Die Bedienung ist schnell, das Essen lecker und das selbstgebraute Bier außergewöhnlich!

    Gefahrene Strecke: 182 Meilen = 291 Kilometer