Little Bridge Canyon - Tucki Mountains [Death Valley National Park]

  • Kurz vor den Mesquite Dunes parken wir am Straßenrand vor einer langgezogenen Rechtskurve. Nicht optimal, hilft aber nichts, denn hier beginnt unsere Wanderung nach 83 Meilen Anfahrt. Wir queren die Straße und verabschieden uns ins Gelände. 2. Versuch, denn vor Jahren sind wir aufgrund von Zeitmangel gescheitert, was aber auch daran lag, dass wir einen falschen Einschnitt erwischt haben. Wir sind also vorgewarnt und haben auch über Google Earth den Weg akribisch recherchiert.


    Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]


    Wir gehen in und auf der Kiesmuräne auf den 2. Strommasten zu, das bleibt aber die einzige konkrete Orientierungsmarke für heute. Denn die Wanderung über diese Muräne ist nicht ganz einfach. Zum einen ist das Geläuf sehr steinig und zum anderen kommen immer wieder Washes in den Weg, die überwunden werden müssen. Und das sind teilweise Washes, die sich gewaschen haben. Obwohl wir uns sehr strikt an die GPS-Daten halten, muss immer wieder ein kleiner Umweg in Kauf genommen werden. Grob orientiert sich die Richtung an den rechts liegenden Tucki Mountains. Mit zirka 100 - 150 - 200 Metern Abstand zum Felsen geht es hinauf. Die Komplexität ist nicht zu beschreiben.


    Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]


    Nach 1,6 Meilen sind wir an einer sehr breiten Wash, die wir durchqueren und über eine gegenüberliegende Seitenwash wieder verlassen. Dann geht es über einen Grat weiter, den man wieder in eine Wash verläßt und der man bis zum Ende folgt. Kurz vor den Felsen geht es nach 2,1 Meilen hinunter in die 2. große Wash, der man nach rechts folgt. Cairns markieren hier den Weg.


    Wir sind nun im Little Bridge Canyon. Ein breiter Kies- und Steinweg führt durch die Felsen und plötzlich wird man von knallroten und andersfarbigen Felswänden fast erschlagen. Die Felswände wechseln die Farben von braun zu weiß und es geht immer noch bergauf, aber sehr moderat. Ein Berg "spielt" Yin und Yang, eine Seite ist dunkelbraun, die andere weiß. Das sieht sehr ungewöhnlich aus.


    Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]



    Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]



    Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]


    Wir sind 2 Stunden für 2,8 Meilen unterwegs und treffen auf den ersten Arch, der eigentlich eine Bridge ist, da er von Wasser geformt wurde. Der Arch of Tears liegt etwas zurückgesetzt auf der rechten Seite des Canyons, ist knallig rot und hat an seiner rechten Flanke Felstränen.


    Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]


    Es geht weiter und noch tiefer in den Little Bridge Canyon hinein. Es kommen links weiße Felsen, die aussehen wie ein Gletscher. Und nach 3,1 Meilen haben wir das letzte Ziel erreicht. Die Little Bridge klebt an der rechten Felswand des Canyons. Sie ist nicht klein und hochformatig. Sehr schön! Rundum sind gute Sitzgelegenheiten für eine Pause oder gar Brotzeit. Wir nutzen sie.


    Little Bridge Canyon [Death Valley National Park]


    Auch für den Rückweg brauchen wir ab und zu das GPS, denn nicht der Canyon ist das Problem, sondern die ewig breite Muräne mit ihren unzähligen Washes. Nach einer Stunde und 40 Minuten waren wir aber unten. Insgesamt waren es 6,2 Meilen für die wir 4 Stunden und 15 Minuten gebraucht haben. Schön war's und schön ist's, es hat 27 Grad - Urlaubsrekord!


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    Bald auch formal beschieben mit GPS-Daten auf der USA Hiking Database

  • Hier noch die Kopie der Anfahrt für die Tuki Mine, die Klaus und Du mim Auto angesteuert habt:


    5.2 Anfahrt | Getting there

    Wenn Sie von Stovepipe Wells die 190er nach Südwesten fahren, geht nach links die Emigrant Canyon Road ab. Fahren Sie nach der Abzweigung diese Straße 1,5 Meilen. Dort geht nach links eine ziemlich schlechte Dirtroad (Tucki Mine Road) ab, an deren Beginn Sie parken (GPS-Koordinaten siehe oben). Anmerkung: Sie wollen den Weg abkürzen und vorher parken - vergessen Sie es, denn über die tiefe Emigrant Wash kommen Sie nicht drüber.