Yellowstone 100 - neun Tage und hundert Wander Meilen in Amerikas ersten National Park

  • Schöne Wanderung! :wink2:

    Hat uns vor zig Jahren auch sehr gut gefallen, wir waren allerdings mutterseelenalleine dort unterwegs, ist ja auch schon einige Jahre her. :pfeiff2:

    Damit hatte ich auch irgendwie gerechnet, aber das ist wohl selbst im September nicht mehr so.

    Trotzdem war es eine tolle Wanderung gewesen.

  • Wieso bis Du sprachlos, Sylwia?

    Gruss
    nirschi :camp:


    -------------------------------------------


    I have a dream








  • Ganz wunderbare Bilder und ein schöner Hike. Richtig toller Himmel wieder.



    Auf Hikes sind ja andere Leute nicht so schlimm, man begegnet sich oder überholt sich sagt freundlich: Hi.


    Schlimmer finde ich die crowds an den Sights, die man nicht erwandern muss. Die sich leider immer öfter völlig daneben benehmen.

  • leider entspricht das der Wahrheit, entlang vieler Sights geht es echt zu wie im Zoo.

    Aber zum Glueck ist Yellowstone so gross das ich da immer jeden Tag Einsamkeit finden konnte. Meist brauchte man nur 1-2 Meilen zu gehen.

    Das war sowas von entspannt.

    Aber doof war es schoen, das man seinen Tag nach den Touristenmassen planen musste, wenn man die populaeren Sights sehen wollte. das ist ja so gar nicht mein Ding


    Tolle Ausblicke auf dem Trail :clap1:

    Die Ausblicke waren echt toll. Schade nur, das es so rauchig war. Mit richtig klarer Sicht waere das bestimmt der absolute Hammer gewesen.

  • Fortsetzung... Osprey Falls


    Waehrend ich oben auf dem Gipfel vom Bunsen Peak sass und die Landschaft genoss, trudelten nach und nach mehr Wanderer ein und so entschied ich mich nach einer Weile, dann doch weiterzulaufen.

    Es war noch frueh am Tag, so das die 4 Meilen bis zu den Osprey Falls auf alle Faelle drin waren.

    Der Trail fuehrte erst einmal an der Ostflanke vom Bunsen Peak hinunter. Hier gab es noch immer grossflaechig burn scars vom 1988 Wildfire und ueberall lagen umgestuerzte Baumstaemme, sowie verkohlte Baumskelette herum.


    i-PBJkvhL-XL.jpg


    Nach einer Weile kam ich mit einer Gruppe Wanderer ins Gespraech und es stellte sich heraus, sie waren alle aus Kona, HI. Nun hatten wir alle erst einmal jede Menge Unterhaltung. Irgendwie fanden sich die Hawaiianer immer irgendwo. Die Gruppe war auch auf dem Weg zu den Osprey Falls, so das wir entschieden, alle gemeinsam zu laufen.

    Cool, so hatte ich Unterhaltung und wir alle konnten ueber unsere Favorites von zu Hause tratschen. :hbg:

    Nach einer Weile kamen wir zur Trail Junction, von hier ging es dann einen sehr steilen und engen Pfad hinunter zum Gardner River.

    Eine gute Viertelmeile folgte der Trail den Rim entlang vom Sheepeater Canyon und die Blicke waren absolut grandios.


    i-CDFGLkP-XL.jpg

    Gardner River und Sheepeater Canyon


    Der Sheepeater Canyon war einer der steilsten Canyon hier im Yellowstone und der Gardner River verliert auf etwa 1.4 Meilen etwa 700 Fuss an Hoehe. Schon arg beeindruckend.

    Auch der Trail hinunter zum Fluss war beeindruckend mit alten Lava Flows eingebettet in die Canyonwaende, Zeugen diverser Eruptionen in der Vergangenheit. Ganz toll sind immer die Columnar Joints, die tollen Basaltsaeulen, die entstehen, wenn Basaltlava rapide kuehlt und kontraktiert. Dann bilden sich immer diese Saeulen. Koennte man auf die Saeulen hochklettern, koennte man da hexagonartige Gebilde sehen.


    i-gGnq2Mh-XL.jpg

    Columnar Joints


    Ich war schon gespannt, wie der Wasserfall aussehen wuerde. Man hoerte nur kraeftiges Rauschen vom Fluss, sah aber nichts auf dem Weg hinunter Richtung Fluss. Immer wieder gab es steile Switchbacks und etwas loses Geroell.

    Der Trail und die Landschaft waren richtig toll und wir alle genossen es total.

    Dann endlich war der Wasserfall zu sehen. Mit 150 Fuss Fallhoehe war der richtig beeindruckend. Ich war zwar jetzt zur verkehrten Zeit da und die Sonne war schon fast ueber das Cliff gewandert, aber das stoerte mich nicht.

    Es war klasse und ich machte erst einmal ein paar Selfies. :pic2:


    i-JR4fMXd-XL.jpg


    Die Gischt vom Wasserfall war richtig schoen erfrischend. Waehrend ich nun noch eine kurze Snackpause einlegte, machten sich meine hawaiianischen Wanderbegleiter schon wieder auf dem Rueckweg. Wir tauschten noch Infos und Telefon Nummern aus und dann hatte ich den Wasserfall ganz fuer mich alleine.


    i-gDMDXWM-XL.jpg


    Der Aufstieg zurueck aufs Plateau war knackig, aber zum Glueck nicht allzu lang. Von hier lief ich dann auf einer alten Jeep Road weiter, die sich an der Basis vom Bunsen Peak entlangschlaengelte. Es gab wieder richtig tolle Views auf die umliegende Umgebung.


    i-QKqF7f4-XL.jpg


    Fuer eine Weile blieb der Trail auf dem offenen Plateau, bevor es durch ein Waldstueck mit jungen Lodgepole Pines ging. Hier hatte sich die Natur ihren Platz wieder zurueckerobert und man sah nicht mehr so viel vom alten Feuer.

    Am Ende folgte der Trail noch einmal der Flanke vom Bunsen Peak mit jeder Menge Spuren vom alten Feuer, ehe es dann Richtung Trailhead ging.


    i-g2sTJRz-XL.jpg

    Bunsen Peak


    Zurueck am Trailhead und Parkplatz lief ich dann noch die Viertelmeile nach Sueden zu meinem Auto und ueberlegte, was ich jetzt noch mal ansehen koennte. Bis zum Sunset war es noch eine Weile und ich war noch nicht so muede.

    Ich fuhr zurueck nach Mammoth und tankte erst einmal. Es war auch gar nicht so teuer, hatte s mir schlimmer vorgestellt.

    Danach ging es auf ein wenig Sightseeing.


    Fortsetzung folgt...

  • :clap1:

    Tolle Wanderung.

    Interessant, dass Du Hawaiianer triffst. Die haben doch selbst genug Wasserfälle;)

    Ich treffe irgendwie immer Hawaiian Locals, lol. Lag aber hier wohl auch an meinem T Shirt :)

    Und die Wasserfaelle hier auf dem Mainland sind ja doch ganz anders als auf Hawai'i, warum also nicht

  • Tolle Erlebnisse! Ich hätte allerdings mit mehr wildlife gerechnet.

    doch nicht bei mir!!! Ich bin doch ein Wildlife repellant. Alles fluechtet schon Meilen bevor ich komme :lach3::lach3:

    Und auf keinen der hiking trails gab es irgendein wildlife zu sehen

    Macht aber nichts, ich war ja zum Wandern da. Wildlife ist nur eine nette Beigabe, aber das passiert nie bei mir

  • Tolle Erlebnisse! Ich hätte allerdings mit mehr wildlife gerechnet.

    doch nicht bei mir!!! Ich bin doch ein Wildlife repellant. Alles fluechtet schon Meilen bevor ich komme :lach3::lach3:

    Und auf keinen der hiking trails gab es irgendein wildlife zu sehen

    Macht aber nichts, ich war ja zum Wandern da. Wildlife ist nur eine nette Beigabe, aber das passiert nie bei mir

    :frag: Hattest du nicht ne Schwarzbärin, sogar mit 2 Cubs, gesehen?

  • doch nicht bei mir!!! Ich bin doch ein Wildlife repellant. Alles fluechtet schon Meilen bevor ich komme :lach3::lach3:

    Und auf keinen der hiking trails gab es irgendein wildlife zu sehen

    Macht aber nichts, ich war ja zum Wandern da. Wildlife ist nur eine nette Beigabe, aber das passiert nie bei mir

    :frag: Hattest du nicht ne Schwarzbärin, sogar mit 2 Cubs, gesehen?

    ja klar. Den Schwarzbaeren sah ich nahe der Strasse. also nicht auf einer Wanderung.

    Aber irgendwie scheint Juergen mit mehr Wildlife zu rechnen.

    Ich hatte ja auch schon Bisons gehabt.


    Also fuer mich war das Wildlife das ich sah, total viel und aufregend, denn normalerweise rennt ja alles schon Meilen vorher weg wenn ich komme.

  • Fortsetzung...


    Nun wurde es Zeit, um etwas Sightseeing in den Tag mit einzubauen. Gewandert hatte ich ja heute genug.

    Zu sehen gab es schliesslich genug.

    Ich fuhr erst einmal Richtung Tower-Roosevelt Junction und stoppte am Pullout zu den Undine Falls. Wurde mal Zeit, einen weiteren Wasserfall zu besichtigen.

    Das Licht war so schoen jetzt am Nachmittag und der Blick auf den Wasserfall echt klasse.


    i-Lh9Qssj-XL.jpg


    Die Falls rauschten etwa 60 feet in die Tiefe und ein ausgedehntes Basaltcliff entlang des Lava Creek zeugte von frueherer vulkanischer Aktivitaet. Cool, sowas war ja immer was fuer mich.

    Es gab hier auch einen Trail entlang des Lava Creek, wo man bis zu den Undine Falls wandern konnte. Das wollte ich beim naechsten Besuch auf alle Faelle machen.


    i-p2Rn9vF-XL.jpg


    So verblieb ich heute nur bei Fotos vom Viewpoint aus.

    An der Tower-Roosevelt Junction bog ich Richtung Tower Falls ab. Hier wollte ich nun ein paar der Viewpoint ansteuern sowie den Tower Fall.

    Als naechstes stoppte ich am Viewpoint beim Calcite Springs, hier gab es einen tollen Blick auf den Yellowstone River.


    i-JcJc7J8-XL.jpg


    Die Springs haben auch die hoechste Konzentration an Schwefelwasserstoff im gesamten Park und man roch hier und da den faulen Eier Geruch.

    Nur wenige hundert Meter weiter gab es einen weiteren Pullout. Hier befand sich das sogenannte Overhanging Cliff, ein massives Cliff mit Basalt Columnen. Fuer mich als Vulkan und Geology natuerlich total super. Das Basalt Cliff war 2.2 Millionen Jahre alt und per Zufall endeckt worden, als die Strasse hier verlegt wurde.


    i-P9j8Qhp-XL.jpg


    Die Basalt Columns sind das Ergebnis von rapide abkuehlender Lava. Wenn sich die Lava abkuehlt, schrumpft und kontraktiert sich der Basalt und es bilden sich Frakturen und Spalten. Die Spalten verbinden sich dann mit anderen Spalten und bilden nach einer Weile hexagonale Muster. Voll cool sowas zu sehen.

    Als naechstes stoppte ich am Tower Fall. Ein kuerzer Trail fuehrte zum Viewpoint oberhalb der Faelle.


    i-NQ2Hd3J-XL.jpg


    Im Anschluss fuhr ich noch mal Richtung Lamar Valley, denn das war bei Weitem eines des Ecken, die ich total gerne mochte.

    Die sanften Huegel waren einfach immer wieder toll und haeufig gab es hier auch Wildlife zu sehen.

    Und ich brauchte auch nicht lange zu warten. Dann gab es nahezu ueberall Proghorns zu sehen. Voll schoen.

    Ich suchte nach einem Pullout und parkte mein Auto.


    i-xXKsWSC-XL.jpg


    Ein bischen spaeter fand ich eine Herde Bison am Lamar River.


    i-2KZ2jL9-XL.jpg


    Ich lief ein wenig am Ufer entlang und setzte mich dann an eine schoene Stelle und schaute den Bisons auf der anderen Seite vom Fluss zu. Es war immer wieder lustig wie witzig die Bisons rumgrunzten.


    i-NPJRVhL-XL.jpg


    Ich blieb eine ganze Weile sitzen und schaute den Bisons zu. Dann wurde es langsam Zeit, zurueckzufahren, denn so langsam bekam ich doch gut Hunger. Zurueck am Camp bereitete ich mein Dinner zu. Es gab heute Pasta mit einer Kaesecreme Sauce sowie Salad. Im Anschluss las ich noch ein wenig ehe ich heute endlich mal regulaer gegen Mitternacht einschlafen konnte.


    Gelaufene Meilen:


    Bunsen Peak: 2.2 Meilen

    Osprey Falls: 8.6 Meilen