No Banana but Crazy Heart Tour – 31 Tage im Südwesten

  • Die Bilder von Williams gefallen mir sehr gut ...kann jetzt nicht verstehen, wieso wir dort immer nur durchgerauscht sind. :huch1::aug:
    Mit dem Watson Lake werde ich weiterhin nicht warm, hätten wir eventuell dieses Jahr besucht - hier also nichts verpasst.


    :) Es gibt jetzt ein Foto von uns ;) im Bericht :pfeiff2:

  • Williams ist eine nette kleine Stadt, da haben wir mal vor vielen Jahren übernachtet, auf dem Weg zum Grand Canyon.


    Wir auch. Es war bei unserem 2. SW Besuch. Das war für mich Amerika :D

  • Die Bilder von Williams gefallen mir sehr gut ...kann jetzt nicht verstehen, wieso wir dort immer nur durchgerauscht sind. :huch1::aug:
    Mit dem Watson Lake werde ich weiterhin nicht warm, hätten wir eventuell dieses Jahr besucht - hier also nichts verpasst.


    :) Es gibt jetzt ein Foto von uns ;) im Bericht :pfeiff2:


    Ich hab dir den Watson Lake auch ein wenig schöner vorgestellt, die Bilder haben mir besser gefallen, trotzdem war es okay für einen Zwischenstop. Im nachhinein wäre die kürzere Strecke aber wahrscheinlich die schönere gewesen.


    Da gucke ich gleich mal :)


    Williams ist eine nette kleine Stadt, da haben wir mal vor vielen Jahren übernachtet, auf dem Weg zum Grand Canyon. Und einen spitzenmäßigen Mexikaner gab es damals. Rosas .... Cantina glaub ich :gru1:


    Das wäre mir zu weit weg, die Strecke bis zum Canyon zieht sich ja noch richtig ätzend :D


    Watson Lake fand ich damals richtig schön
    Und Willilams selbstredend auch :daumen1:


    Ich fand beides okay, ganz nett für einen Stop, aber mehr irgendwie nicht.


    Williams kannte ich auch noch nicht. Gefällt mir sehr gut :daumen1:


    Echt nicht? Da gibt es doch auch noch Bearizona :) Da war ich aber auch noch nicht.


    Durch Williams sind wir auch mal durchgebrettert :D


    Ist nicht so schlimm :D

  • Tag 8 (17.05.2018): Ankunft am Grand Canyon und Rim Trail


    Die Strecke von Williams zum Grand Canyon ist einfach nur zum erschießen... Zumindest, wenn man an dem Tag schon einige Stunden im Auto verbracht hat. Ehrlich, ich kann mich an fast keine langweiligere Strecke erinnern, die sich mehr ziehen würde als diese. Nach einer Stunde ist aber auch das endlich überstanden und vor uns taucht das riesen Einfahrts"häusschen" vor uns auf. Natürlich - wie jedes Mal - stellen wir uns in die falsche der beiden Schlangen und es geht absolut gar nicht vorwärts. In der Zeit, in der in der Nachbarschlange 4 Autos abgefertigt werden, bewegt sich bei uns grad mal eins. Als wir dann endlich dran sind ist es ebenfalls wie immer, wir sind nach 10 Sekunden durch und ich frage mich mal wieder: WAS ZUM TEUFEL tun diese Menschen vor mir immer? Das ist wie an Freizeitparkkassen, vor mir diskutiert gefühlt jeder 10 Minuten rum und ich kaufe innerhalb weniger Sekunden mein Ticket und bin durch, ich werde es nie verstehen.



    Auch im Park kurven wir noch eine halbe Ewigkeit durch die Gegend, denn das Grand Canyon Village ist aktuell eine einzige Großbaustelle und man wird einmal ganz außenrum geleitet.


    Irgendwann erreichen wir schließlich den Check In Parkplatz der Maswik Lodge und der ist gnadenlos überfüllt. Überall stehen Autos mit genervten Fahrern im Weg, die sich ein wohlklingendes Hup Konzert liefern. Herzlich willkommen auf der deutschen Banane, der Standardroute der Standardrouten und herzlich willkommen im Massentourismus - was eine Qual nach der ruhigen letzten Woche. Irgendwann wird direkt vor uns eine Parklücke frei und ich nutze die Gelegenheit. Brr, ist das kühl hier, auch das sind wir gar nicht mehr gewohnt.


    Beim Check In kommen wir schnell durch und erhalten einen Lageplan der Maswik Lodge, wo das Zimmer wieder so schön eingekreist ist. Dort finden wir dann auch direkt einen Parkplatz vor dem richtigen Gebäude und stellen das Auto für die nächsten zwei Nächte ab.



    Wir haben mal wieder ein Zimmer oben bekommen und schleppen erstmal unser ganzes Zeug hoch.


    Wir sind gar nicht begeistert, das Zimmer mit den 2 Queen Betten ist abgewohnt, dunkel und unfreundlich, wenn auch auf den ersten Blick sauber. Toll, ausgerechnet hier bleiben wir jetzt zwei Nächte, aber wir werden eh nicht viel in der Lodge sein. Natürlich ist mir klar, das die National Park Lodges eher rustikal sind, allerdings hat mir die Bright Angel Lodge vor drei Jahren um ein vielfaches mehr zugesagt. Übrigens habe ich auch dieses Jahr versucht diese zu buchen und zwar am 01.05.2017, nachdem ich zwei Stunden in der Warteschleife der Phantom Ranch verbracht habe und kein Zimmer bekommen habe.... Die Bright Angel Lodge war nach diesen zwei Stunden AUSGEBUCHT und wurde für die zwei Nächte am Stück auch nie wieder frei. Unglaublich.


    Der Plan war eigentlich jetzt mit dem Bus in Richtung Hermits Rest zum Sonnenuntergang zu fahren, aber da für sind wir zu früh dran. In dem Zimmer bleiben wollen wir aber auch nicht, also schmeiße ich mich ausnahmsweise in meine lange Joggingshose, denn ich habe keine Lust meine Jeans aus den Tiefen des Koffers zu angeln, wir schnüren die Wanderschuhe noch einmal und machen uns zu Fuß auf den Weg zur Bright Angel Lodge. Von dort aus laufen wir jetzt am Rim entlang in Richtung Hopi Point, mal sehen wie weit wir vor dem Sonnenuntergang kommen. Der erste Blick in den Grand Canyon ist für mich ganz genauso ergreifend und beeindruckend wie beim ersten Mal und meiner Mutter geht es genauso.



    Von hier hat man einen guten Blick auf die letzten Switchbacks des Bright Angel Trails und meine Mutter hat bedenken wegen dem nächsten Tag und der Höhenangst und meckert ein wenig mit mir, was ich geplant habe, trotz des Wissens darum (Wenn sie wüsste, was sie in den nächsten Wochen noch (freiwillig) mitmachen wird :smile: ). Ich sehe da aber keine Probleme, denn auf den Trails ist es im Grand Canyon gar nicht so schlimm, wie es von oben aussieht. Außerdem muss man schon zumindest ein Stück runtergehen um einen vernünftigen Eindruck zu bekommen, nur von oben gucken reicht da einfach nicht. Wird schon!



    Ganz mutig geht es dann sogar bis ganz an die Kante, das hätte ich gar nicht gedacht, aber anscheinend ist das Geländer hoch genug.





    Wir laufen und laufen und laufen und merken dabei gar nicht, wie weit wir eigentlich laufen. Ohje, da kommen ganz schön viele ungeplante Kilometer drauf, aber wir haben uns heute ja noch nicht allzu viel bewegt.











    An den Shuttlestops stapeln sich die Menschen, während wir auf dem Rim Trail dazwischen mal wieder vollkommen einsam unterwegs sind. Die Sonne steht zwar schon recht tief, aber als wir am Hopi Point ankommen dauert es trotzdem noch seine Zeit bis zum Sonnenuntergang. Es ist auch einfach unerträglich voll hier und deshalb möchte ich hier eigentlich nicht bleiben. Wir nutzen nur schnell die Toilette, die absolut ekelhaft ist und laufen dann noch ein gutes Stück weiter.

  • Ich schreibe gerade meinen Tag 7 (ich werde Dich wohl bald überholen - bei mir ist der Tag allerdings gepostet nicht geteilt) ...Jedenfalls habe ich mir unsere Aufnahmen vom Apache Trail angeschaut und mir Deine jetzt eben angeschaut... :gru1:
    Irgendwie habe ich den Eindruck, Du bist einen anderen Weg gefahren ;)
    Seid Ihr nicht in die Outlook Points reingefahren? Unsere Bilder zeigen irgendwie völlig andere Perspektiven.



    Ja und Grand Canyon ist natürlich immer schön...

  • Grand Canyon, ich war jetzt 4 oder 5 mal dort. Das erste Mal 1994 und das letzte Mal vor 3-4 Jahren. Mich hätte bald der Schlag getroffen, wie sich das dort verändert hat. Man hat das Gefühl alles dort ist ein riesiger Parkplatz. Ich fand es nur noch furchtbar!

  • Grand Canyon, ich war jetzt 4 oder 5 mal dort. Das erste Mal 1994 und das letzte Mal vor 3-4 Jahren. Mich hätte bald der Schlag getroffen, wie sich das dort verändert hat. Man hat das Gefühl alles dort ist ein riesiger Parkplatz. Ich fand es nur noch furchtbar!


    So gesehen hast Du natürlich recht.
    Wir waren 1993 am South Rim.
    Und dann noch 2013 und 2013 am North Rim.
    2013 am Toroweap. Da waren nicht viel Leute.
    Aber ich habe die Aufnahmen meines Schwagers vom South Rim von vor 2 Jahren gesehen :aug:

  • Auch wenn noch so viel los ist, der Grand Canyon ist einfach schön.


    Das ist er :love:



    Kann ich nur zustimmen ...


    Besonders schön, wenn man die Tuor nach unten zum Colorado unternimmt :daumen1:


    Wer macht denn sowas :smile:


    Ich schreibe gerade meinen Tag 7 (ich werde Dich wohl bald überholen - bei mir ist der Tag allerdings gepostet nicht geteilt) ...Jedenfalls habe ich mir unsere Aufnahmen vom Apache Trail angeschaut und mir Deine jetzt eben angeschaut... :gru1:
    Irgendwie habe ich den Eindruck, Du bist einen anderen Weg gefahren ;)
    Seid Ihr nicht in die Outlook Points reingefahren? Unsere Bilder zeigen irgendwie völlig andere Perspektiven.


    Ja und Grand Canyon ist natürlich immer schön...


    Hehe, ja das stimmt... Das wird nicht mehr lange dauern :D Ich splitte lieber, sonst ist das auch für mich als Erinnerung später nicht genau und detailreich genug :)


    Nee, wir sind nicht von der Hauptstrecke irgendwo hin abgefahren und an den meisten Viewpoints haben wir auch nicht angehalten... Wir haben vor allem während dem Fahren geguckt. Meine Mutter ist dann schnell genervt, zwei mal anhalten oder so geht klar, mehr nicht, "sieht ja eh alles gleich aus" :D Ich brauch das aber auch nicht unbedingt... Als wir HW1 gefahren sind haben wir zwischen Monterey und LA auch nur 2,3x angehalten, den Rest sieht man ja auch wenn man vorbei fährt.


    Grand Canyon, ich war jetzt 4 oder 5 mal dort. Das erste Mal 1994 und das letzte Mal vor 3-4 Jahren. Mich hätte bald der Schlag getroffen, wie sich das dort verändert hat. Man hat das Gefühl alles dort ist ein riesiger Parkplatz. Ich fand es nur noch furchtbar!


    Ja... Dabei war es vor 3 Jahren noch wesentlich leerer.


    Ich finde den Blick in die Schlucht immer wieder toll :clap1:


    Ich auch :smile:


    Grand Canyon moechte ich unbedingt noch mal gerne hin mit viel Zeit. So mindestens 5 Tage oder so
    North Rim ging ja leider nicht, als ich wollte da fast alle trails gesperrt waren
    South Rim reizt mich auch total. Da wa ich nur mal 1 Tag und habe Plateau Point gelaufen


    Das lohnt sich bestimmt. Ich kenn jemanden der war letztes Jahr 8 Tage oder so dort.

  • Tag 8 (17.05.2018): Sunset am Hopi Point


    Wir entfernen uns vom Hopi Point, aber einen richtig guten Spot für den Sonnenuntergang finde ich hier irgendwie nicht. Ich kann zwar die Stelle sehen, an der es besser wird, aber das ist uns dann doch noch zu weit weg und so langsam tun uns die Füße weh. Da wir morgen doch einiges vor haben kehren wir auf halber Strecke um.





    Dann muss ich mich eben doch den Menschenmassen am Hopi Point ergeben und natürlich ist es hier jetzt sogar noch viel voller als vorhin. Der letzte freie Platz am Geländer wird von einer großen Hinweistafel belegt, auf der ich jetzt quasi mit dem ganzen Oberkörper drauf liege um irgendwie mit dem Weitwinkel so weit vorne zu sein, das die Begrenzung nicht mit im Bild ist. Ich bin eingequetscht von einer Familie zu meiner Rechten und einem hektischen Inder in Anzug zu meiner linken, der sehr laut und sehr aufgebracht in seiner Landessprache telefoniert.... und zwar während dem gesamten Sonnenuntergang. Meine Mutter setzt sich in der Zeit auf das letzte Stück freie Mauer ein gutes Stück hinter mir.


    Der Sonnenuntergang erleuchtet die oberen Kanten des Canyons sehr schön, ein paar Wolken hätten dem Ganzen aber dann doch gut getan.






    Bevor die Sonne zu 100% am Horizont verschwindet laufen wir schnell zum Shuttle, der bereits wartet. Der Busfahrer steht noch draußen und unterhält sich, ich frage ob wir schon einsteigen dürfen. Nachdem wir das versprechen abgegeben haben, auf keinen Fall alleine loszufahren, dürfen wir als erste Platz nehmen :smile: . Das war die besten Entscheidung überhaupt, denn keine zwei Minuten später ist der Ansturm gigantisch und es bildet sich eine riesen Schlange. Ich gehe davon aus das mindestens fünf Busse nötig sein werden um diese Menschenmasse abzutransportieren.


    Während wir auf die Abfahrt vom Bus warten amüsieren wir uns noch über die ganzen Instagram Mädels, die sich mit Handyblitzlicht und Duckface vor dem Sonnenuntergang ablichten, durch die Scheibe können wir das wunderbar beobachten. Mich fasziniert dieses Phänomen dann so, das ich das auch unbedingt mal machen muss und ich muss sagen... Ist mir doch super gelungen! Oder? ;)



    Darf dann auch losgehen bitte, die Luft wird nicht besser!



    Wir laufen auf direktem Weg zur Kantine der Maswik Lodge anstatt auf's Zimmer zu gehen. Auch dort ist es jetzt nach dem Sonnenuntergang brechend voll und wir entscheiden uns für eine gigantische Hawaii Pizza, die wir uns teilen wollen.



    Ich setze mich an den letzten freien Tisch und warte auf die Pizza, meine Mutter läuft derweil zur Lodge um unsere Zimmernummer herauszufinden. Die braucht man nämlich um sich im WLAN einzuloggen (Auf den Zimmern nicht verfügbar), was dann fast gar nicht funktioniert und außerdem darf aus jedem Zimmer nur einer zeitgleich eingeloggt sein. Während dem Warten frieren wir uns beide den Arsch ab, obwohl wir unsere Fleece Jacken bereits angezogen haben. Durch die riesigen Ventilatoren an der Decke sitzt man hier überall voll im Zug, zum Glück bringt meine Mutter Schals aus dem Zimmer mit. Hätten wir das gewusst, dann hätten wir die Pizza zum mitnehmen bestellt, so beeilen wir uns halt und packen den Rest ein. Wenigstens extrem lecker ist sie!



    Nach der anschließenden heißen Dusche laufe ich nochmal alleine zur Rezeption um ein paar Nachrichten rauszuschicken. Außerdem statte ich dem Shop einen kurzen Besuch ab um auch hier Weihnachtsschmuck mitzunehmen. Danach laufe ich noch kurz zum benachbarten Backcountry Office um zu gucken wo der Bus morgen früh abfährt.


    Die Rucksäcke werden gepackt und um 22:30 Uhr geht das Licht aus.


    Highlight des Tages: Sonnenuntergang am Grand Canyon


    Lowlight des Tages: Öde Fahrstrecken


    Wetter: 25°C in Sedona und 23°C am Grand Canyon


    Gelaufene km: 18,1 km


    Gefahrene km: 310 km