No Banana but Crazy Heart Tour – 31 Tage im Südwesten

  • Schöne Strecke :clap1:


    Aber schwer zu fahren und Höhenangst-Geplagte bekämen Angst - das kann ich jetzt nicht wirklich unterschreiben. :zuck:


    Von schwer zu fahren habe ich ja auch den Mund nicht aufgemacht, ich sagte ich musste konzentriert fahren... Und anhand der Abhänge direkt neben mir finde ich das jetzt nicht wirklich verkehrt :D Ich kann es nur schreiben wie es war und meine Mutter hatte teilweise echt Panik und musste die Augen zu machen, dabei ist ihre Höhenangst schon viel besser geworden. Ich habe jedenfalls in manchen Kurven echt Ärger bekommen was ich ihr antu und wo ich mit ihr hinfahre, obwohl ich von der Höhenangst wusste.

  • Klasse ...
    2 Monate sind wir die gleiche Tour nur vom Roosevelt Lake gen Westen gefahren.


    Also alle Mitreisenden: die gleichen Impressionen biete ich dann auch:)


    Übrigens...dieses Cactus Eis hatten wir aber nicht :cry3:

  • Echt blöd mit der Baustelle.


    Aber den ungeteerten Teil fand ich am schönsten.


    Den fand ich auch am schönsten :) Aber ich habe ja auch keine Höhenangst :D


    Apache Trail....schön. :daumen1:
    Ins Wasser sind wir aber nicht gegangen, ich hatte keine Lust und Martina mag es nicht sehr. :D


    Wir auch nicht, keine Zeit :D Aber ich stehe eh nicht so auf Seen, da sind mir gechlorte Schwimmbäder lieber, da schwimmt wenigstens nichts Unbekanntes unter mir rum :huch1:


    Klasse ...
    2 Monate sind wir die gleiche Tour nur vom Roosevelt Lake gen Westen gefahren.


    Also alle Mitreisenden: die gleichen Impressionen biete ich dann auch:)


    Übrigens...dieses Cactus Eis hatten wir aber nicht :cry3:


    Da freue ich mich schon :) Mal sehen was ihr so gemacht habt oder ob ihr auch nur durchgefahren seid. Das mit dem Eis ist nicht so dramatisch, was Sensationelles verpasst hast du nicht :D

  • Tag 7 (16.05.2018): Tonto National Monument - Lower Cliff Dwelling


    Wir biegen zunächst nach rechts ab und fahren am See entlang, vorbei an der Roosevelt Lake Bridge. Wenige Minuten später erreichen wir bereits den Eingang zum Tonto National Monument, früher als es im Zeitplan vorgesehen ist. Wie ist das möglich bei der erheblichen Verspätung durch die Baustellen und in Tortilla Flat?! Irgendwie habe ich speziell bei Gravel Roads immer VIEL ZU VIEL Zeit eingeplant und wir halten auch so gut wie nie an, das ist mir auch später immer wieder aufgefallen. Wenn wir dann mal an einem Viewpoint halten, dann brauchen wir statt den geplanten 15 Minuten nur 2. Wir haben dann alles gesehen und wollen weiterfahren, wir gehören beide eher nicht zu den Menschen, die dann dort ewig stehen bleiben und in die Ferne schauen. Heute kommt uns das besonders entgegen, denn so haben wir die Verspätung bereits Mittags wieder raus.



    Wir wollen im Tonto National Monument einen Trail gehen und das wird die einzige Bewegung sein, die wir heute bekommen werden. Das macht nichts, denn die nächsten Tage haben wir so einiges vor uns und da kann man auch einen Tag mal ein bisschen Energie sammeln. Wir werden hier die letzten Saguaros für diesen Urlaub sehen, dafür aber auch besonders große und besonders schöne!


    Der Park schützt gut erhaltene Pueblo Bauten der Salado Indianer aus dem 13.-15. Jahrhundert, es gibt einen Trail zum Upper - und zum Lower Cliff Dwelling, wobei im Sommer nur der zum Lower geöffnet ist, zum Upper ist es dann zu weit und zu heiß. Das Tonto National Monument liegt in einer extrem wasserarmen Gegend, wo es jährlich zu nicht einmal zu 50cm Niederschlag kommt.


    Der Park ist nicht groß, wir kommen an einer Picknick Area vorbei und erreichen dann auch schon das Visitor Center mit großem Parkplatz, der aber wieder einmal weitestgehend leer ist.



    Wir packen unseren Rucksack fertig, die Trinkblase haben weit bereits heute morgen im Hotel befüllt. Es handelt sich hierbei zwar um einen kurzen Trail, aber es geht permanent bergauf und die Blasen sind einfach praktischer als Flaschen, grad wenn man die ganze Zeit die Kamera in der Hand hat.


    Wir suchen nun den Trail, doch da, wo es danach aussieht, befindet sich laut den Schildern nur der Ausgang und wir dürfen hier nicht hoch.



    Am anderen Ende vom Parkplatz hat man einen großartigen Blick auf den Theodore Roosevelt Lake, einen Trail Eingang gibt es aber auch hier nicht.



    Wir müssen schon sehr verloren aussehen, denn plötzlich kommt eine Rangerin aus dem Visitor Center gelaufen und spricht uns an. Sie fragt, ob wir den Trail suchen würden... JA! Genau das tun wir... offensichtlich sehr verzweifelt. Wir müssten durch das Visitor Center, dort befindet sich der Eingang! Wie soll man denn darauf von alleine kommen? Sowas habe ich vorher noch nie gehabt. Wir folgen der netten Dame also hinein, nur um dann nach dem National Park Pass gefragt zu werden, denn der Park hat keine Einfahrtshäusschen. Toll, den habe ich aus genau diesem Grund gut sichtbar in's Auto gelegt, ich laufe also nochmal los und hole ihn. Eigentlich eine ganz clevere Idee um Personal zu sparen, etwas anderes als diesen Trail kann man im Park sowieso nicht machen und so werden eben alle durch das Visitor Center geleitet und dort kontrolliert. Als der Pass abgesegnet ist wird noch unser Wasservorrat kontrolliert und dann wird uns eine Tür geöffnet, dahinter befindet sich eine Treppe auf das Dach des Visitor Centers und dort sehen wir dann auch endlich den Trail und die Behausung ist auch schon zu erkennen.






    Hier im Tonto National Monument befinden sich irgendwie nur sehr, sehr große Saguaros, die allesamt besonders schön gewachsen sind. Die blühen irgendwie auch alle viel fleißiger als überall, wo wir bisher waren. Was ein toller Abschluss von Südarizona! Besonders zusammen mit dem Theodore Roosevelt Lake im Hintergrund ist es ein wunderschöner Anblick. Der Weg geht relativ steil hoch und schnell haben wir viele Höhenmeter hinter uns gebracht.










    Über uns kreist mal wieder ein Truthahn Geier, irgendwie typisch für diese Gegend, wir haben schon viele davon gesehen.



    Jetzt ist es nicht mehr weit.




    Dieser Saguaro hat ein besonderes Fleißsternchen für's Blühen verdient! Alle anderen machen das schön dezent an den Spitzen und der hier einfach überall :smile:



    Vor uns liegen jetzt die Ruinen und hinter uns das schöne See Panorama. Auch wenn der Trail asphaltiert und nur sehr kurz ist, gefällt er mir ausgesprochen gut.




    In den Ruinen sitzt eine Rangerin, die einem auf Anfrage einiges zu diesem Ort erzählt. Ansonsten darf man sich hier relativ frei bewegen und sich alles auf eigene Faust ansehen. Für mich ist es die erste Indianer Behausung überhaupt und ich finde das total interessant und faszinierend.














    Der Rückweg geht sehr schnell, der Weg ist kurz und wir müssen nur noch bergab laufen. Um 12:45 Uhr sind wir nach 45 Minuten wieder zurück am Auto, nachdem wir uns noch kurz im winzigen Shop umgesehen haben. Sogar hier gibt es Weihnachtsschmuck, aber es sind echte Kugeln und irgendwie habe ich Angst die nicht heil nach Hause zu bekommen und lasse es sein.


    Trailfakten:


    Länge: 1 Meile / 1,6 km
    Dauer: 45 Minuten
    Einstufung Schwierigkeit: Easy, durchgängig asphaltiert, aber bergauf und im Sommer extrem heiß
    Erreichbarkeit: PKW, asphaltiert
    Kosten: 7$ pro Person (nicht Auto!) oder National Park Pass
    Fazit: Traumhafte Kulisse. Die Kombination aus riesigen Saguaros und dem See im Hintergrund ist wunderschön. Die Behausung ist sehr gut erhalten, frei zugänglich und super interessant.

  • Das Tonto NM haben wir damals auch nicht besucht - jetzt sehe ich, dass wir nicht viel verpasst haben. Allerdings der Weg dorthin ist schon schön, wie es auf deinen Fotos gut zu sehen ist.
    Der See im Hintergrund und die vielen Kakteen :daumen1::daumen1:


    Der ist wirklich "fleißig", sieht gut aus :daumen1:

  • Wir sind da damals auch hochgeschnauft, nur um dann feststellen zu dürfen, dass die Ruinen wegen wilder Bienen gesperrt waren :aug:


    Davon habe ich jetzt schon so oft gelesen... Welche Jahreszeit war das? Und haben die euch darüber nicht um VC informiert? :frag: Ist ja echt ärgerlich.


    Das haben wir uns seinerzeit geschenkt.


    Schade :)


    Das Tonto NM haben wir damals auch nicht besucht - jetzt sehe ich, dass wir nicht viel verpasst haben. Allerdings der Weg dorthin ist schon schön, wie es auf deinen Fotos gut zu sehen ist.
    Der See im Hintergrund und die vielen Kakteen :daumen1::daumen1:


    Der ist wirklich "fleißig", sieht gut aus :daumen1:


    Nicht viel verpasst ist ja immer relativ, ich fand es schon toll dort. Aber klar, lange kann man sich dort nicht aufhalten, mit dem Trail hat man eigentlich alles gesehen, was man sehen muss. Aber die Gesamtkulisse fand ich schon toll.


    Das sind ja wirklich besonders schöne Saguaros an dem Trail :daumen1: Die Blüten sind wunderschön :)


    Ja, ich fand auch die Saguaros vorher schon cool, aber die hier sind nochmal besonders toll :)


    Gefällt mir gut.
    Bin mir aus Euren Reaktionen nicht schlüssig ob sich dieser Weg nun lohnt oder nicht :gru1:


    Lohnt sich! :D

  • Welche Jahreszeit war das? Und haben die euch darüber nicht um VC informiert? :frag: Ist ja echt ärgerlich.


    Es war im Mai 2005. Und wir mussten ja auch durch das VC und keiner hat uns was gesagt. Wasser hatten wir auch keines mit, hat auch keiner kontrolliert damals. Aber zum Glück ist die Landschaft und der Ausblick den Aufstieg, der ganz schön zach (zäh) ist im Endeffekt wert.

  • Wirklich eine schöne Wanderung und tolle Bilder!


    Danke :) Die Wanderung hat uns auch super gefallen, auch wenn sie sehr kurz und asphaltiert ist.


    Tonto NM ist wirklich toll, mir hat trotz dem bloeden Wetter das ich hatte, es mir da sehr gut gefallen


    Ach, das ist ja schade. Da muss man sicher echt Pech haben um da blödes Wetter zu erwischen.



    Es war im Mai 2005. Und wir mussten ja auch durch das VC und keiner hat uns was gesagt. Wasser hatten wir auch keines mit, hat auch keiner kontrolliert damals. Aber zum Glück ist die Landschaft und der Ausblick den Aufstieg, der ganz schön zach (zäh) ist im Endeffekt wert.


    Also gleicher Monat... Dann hatten wir wohl echt Glück. Finde ich aber doof, das die euch nichts gesamt haben vorher, die meisten rennen ja wohl deshalb da hoch.


    Der Apache Trail ist immer wieder schön.


    Ist schon zu lange her bei uns. Aber irgendwann möcht ich diesen auch nochmal fahren.
    Traumhaft nur die Baustelle ist etwas nervig gewesen.


    LG
    Carmen


    Ich möchte auch irgendwann nochmal, es scheint ja auch ein paar nette Trails dort zu geben :)


    Da sind wir damals leider nicht gewesen, schade


    Was nicht ist kann ja noch werden :D

  • Tag 7 (16.05.2018): Picknick und abwechslungsreise Fahrt nach Sedona


    Bevor wir das Tonto National Monument verlassen wollen wir noch ein paar belegte Baguettes essen, denn wir haben jetzt eine lange Fahrt von ca. 3 Stunden in Richtung Norden vor uns. Ich hatte doch bei der Einfahrt in den Park eine Picknick Area gesehen und die steuern wir jetzt auch an.


    Wir sind mal wieder absolut die einzigen Menschen, die sich hierher verirrt haben und so haben wir unsere Ruhe.




    Die Aussicht tröstet ein wenig darüber hinweg, das man das Baguette von gestern schon wieder als Mordwaffe zweckentfremden könnte. Schädel einschlagen dürfte kein großes Problem darstellen.



    Ganz alleine sind wir dann plötzlich doch nicht mehr, denn es taucht ein hübsches Rotkardinal Weibchen auf und beäugt uns neugierig.



    Eigentliche mache ich das ja nicht, aber ich lasse ausnahmsweise ein kleines Stück des steinharten Baguettes fallen. Wir sind die einzigen Leute hier und die Vögel sehen auch nicht besonders gemästet aus und es ist wirklich nur Brot... Ja... Blöde Ausreden, die Beiden sind halt einfach so süß. Die Beiden?! Der Mann im Haus ist inzwischen auch aufgetaucht und schnappt seiner Freundin das Essen vor der Nase weg. Leider ist der Kopf nicht 100% scharf, aber ich liebe das Bild trotzdem.



    Der kleine Kerl verschwindet damit in den nächsten Busch und taucht daraufhin auch nicht mehr auf. Ich schätze der ist satt :smile: Seine Freundin setzt sich dafür schön auf das Geländer und wirft sich für uns in die schönsten Model Posen.






    Es kreisen insgesamt wieder drei Geier über unseren Köpfen, teilweise kommen die auch ganz schön tief. Meine Mutter fragt mich scherzhaft, ob wir denn nichts dabei haben um die mal anzulocken! Nein... Leider habe ich grad kein Steak in der Kühlbox und für eine Scheibe Putenbrust machen die sich wohl kaum die Mühe zu landen :smile2: Nach ein paar Mini Muffins können wir uns dann auch losreißen, denn wir haben ja noch einen weiten weg vor uns. Wir verlassen das Tonto National Monument und fahren über die Roosevelt Lake Bridge.




    Die Landschaft verändert sich recht schnell. Mit dem Verlassen des Tonto Basins gewinnen wir an Höhe und die Saguaros verschwinden irgendwann vollständig.


    Plötzlich sind wie so einige Meter über dem Meeresspiegel und fahren durch schnuckelige Bergdörfer, die an die Alpen erinnern und dichte Nadelwälder. Bilder gibt es davon leider keiner, denn wir halten auf der dreistündigen Fahrt nicht einmal an und genießen einfach nur das veränderte Landschaftsbild. Nach etwas über zwei Stunden Fahrt sehen wir die ersten geliebten roten Steine am Horizont, denn wir nähern uns Sedona und Sedona ist Red Rock Country! :kreisler: