No Banana but Crazy Heart Tour – 31 Tage im Südwesten

  • Wir waren auch schon mal dort bei 40°. Stimmt ist ganz spannend zu sehen wie das so war. In Alcatraz war ich noch nie habe daher keinen Vergleich.


    In Yuma City wart ihr wohl nicht, oder denn das ist ein echt nettes Städtchen?

  • Gefällt mir.


    Wir konnten damals leider nur einen Blick durch den Zaun werfen.


    Oh, das ist ja schade! War es geschlossen oder hast du außerhalb der Öffnungszeiten geschaut?


    Ich mag das Yuma Prison und schon wieder hat sich einiges verändert seit unserem letzten Besuch


    Was denn zum Beispiel?


    Interessant was Du schreibst.
    Finde es übrigens auch gut, dass Du so Grundsätzliches zu Historie bzw. Vorgeschichte schreibst.
    Ich mache das auch in meinen Berichten und bekomme recht viele positive Reaktionen da drauf.
    Deshalb hier auch ein Lob von mir :daumen:


    Ich glaube, ich würde nie auf die Idee kommen, im Urlaub ein Gefängnis zu besuchen. Das wäre nur ein Möglichkeit, wenn es absolut nix anderes in der Gegend gäbe.
    Aber wie ich lese, bin ich allein mit dieser Meinung. Es gab schon Einige, die dort waren.


    Freut mich das es gut ankommt :) Ich mag es bei anderen Berichten auch immer ganz gerne, wenn man ein paar Zusatzinformationen bekommt :)


    Heast servas


    i war auch da..........eh klar, der Grund war "Todeszug nach Yuma".............................super Film


    K


    Den Film muss ich noch ansehen :)


    Da war ich vor Jahren auch schon. Hat uns gut dort gefallen - wenn man das so sagen kann. :daumen:


    Ich weiß was du meinst :D


    Das weckt auch wieder Erinnerungen ....vor einigen Jahren waren wir auch dort. Hat uns gut gefallen.
    Und ja, dagegen ist Alcatraz wirklich "luxuriös".... :D


    Das fand ich auch... Alcatraz fand ich ja schon heftig, aber in Yuma ging ja gar nicht. Echt krass was die Häftlinge da aushalten mussten.


    Wir waren auch schon mal dort bei 40°. Stimmt ist ganz spannend zu sehen wie das so war. In Alcatraz war ich noch nie habe daher keinen Vergleich.


    In Yuma City wart ihr wohl nicht, oder denn das ist ein echt nettes Städtchen?


    Nein, da waren wir nicht. Uns interessieren Städte eigentlich überhaupt nicht und es zieht uns eher immer in die Natur. Ich würde mir das zwar schon ansehen, aber dann verliert man wieder Zeit für Dinge, die mich mehr interessieren. Da kippen die Orte eigentlich immer hinten über.


    Eines Tages würde ich mir den Knast auch gern mal ansehen :daumen1:


    Es lohnt sich :)

  • Tag 4 (13.05.2018): To World's End - Cuteness Overload auf dem Weg in's Nirgendwo


    Um 10:45 Uhr ist die Kühlbox mit frischem Eis aus der Hoteleigenen Ice Machine gefüllt und sicher auf dem Rücksitz verstaut, ausgecheckt haben wir auch und sind somit abfahrbereit. Wir haben jetzt nochmal eine etwas längere Fahrt von ziemlich genau 2,5 Stunden vor uns, denn unser Ziel liegt etwas abseits der Route in einer gigantischen Sackgasse. Der Umweg ist wirklich erheblich, aber auslassen konnte ich den Park auf keinen Fall, nachdem ich die Bilder gesehen hatte und direkt begeistert war.


    Zunächst einmal geht es für uns wieder zurück auf die I8, von der wir gestern gekommen waren, wir fahren weiter in Richtung Osten. Es dauert tatsächlich keine 10 Minuten, da stehen rechts und links die ersten vereinzelten Saguaros in der Wüste neben der Interstate. Wahnsinn, wie groß die sind! Ich freue mich richtig über den Anblick, denn die lustigen Gesellen waren für mich der Hauptgrund, die Route um Südarizona zu erweitern - Endlich mal eines DER Klischee Symbole des Wilden Westens sehen, die in der Realität fast nirgendwo im Wilden Westen wirklich vorkommen :smile:


    Nach 1:45h Fahrt erreichen wir seltsamen Ort Gila Bend, wo wir von der Interstate abfahren. Die Gegend ist geprägt vom Alien Hype, sogar das Best Western hier wurde in Ufo Form gebaut, wirklich skurril! Wir halten uns aber nicht länger auf, denn wir haben noch Strecke vor uns und ab hier geht es auf einem schmalen und äußerst einsamen Highway geradewegs Richtung Süden, der mexikanischen Grenze entgegen. Es sind noch 43 Meilen und 45 Minuten Fahrt bis nach Ajo, unserer Übernachtungsstation für heute. Zum Einchecken kommen wir eine Stunde zu früh an, obwohl der Check In mit 14 Uhr schon erstaunlich früh ist, trotzdem werden wir unser Glück versuchen.


    Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen die ersten, kleinen, vereinzelten Holz Häusschen in Sicht, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und man fühlt sich inmitten eines alten Westerns. Herrlich! Wir finden eine winzige Tankstelle, an der wir den Tank nochmal voll machen, da kommt weit und breit nichts mehr. Ajo ist wie ausgestorben, uns begegnet im ganzen Ort nicht ein einziges Auto und Fußgänger natürlich schon gar nicht. Aber jemand anders begegnet uns, eine ganze Roadrunner Großfamilie, wie cool ist das denn bitte? Da nichts los ist können wir mitten auf der Straße stehen bleiben und uns das Spektakel anschauen.





    Okay... Die Handybilder sind alle nicht wirklich was, ich habe was besseres für euch. An alle Video Muffel: Das ist nur 20 Sekunden lang, das hält man aus :smile: Und BITTE mit Ton gucken, es ist SO SÜß! Die Küken nehmen Reißaus und die Eltern bemerken es reichlich spät, sind dann aber umso mehr in Aufruhr.


    [video]http://www.youtube.com/watch?v=Bk8DcRvLimQ[/video]


    Da ich nur mit Koordinaten anstatt Adressen arbeite, müssen wir hier richtig sein! Wir stehen auf einem absolut verlassenen Innenhof und es gibt um uns herum viele Zimmertüren - wie bei einem Motel eben üblich. Allerdings ist hier alles riesig und total verlassen, auch eine verwaiste große Bühne finden wir hier vor... Irgendwie gruselig. Wir schauen uns um, können aber nichts Rezeptionsartiges finden. Wir laufen die Einfahrt runter und wollen das Gebäude einmal umrunden, was sich als gar nicht so einfach heraus stellt, denn daneben steht direkt eine alte Schule. Irgendwann - nach 2x Rechts abbiegen und 15 Minuten Fußmarsch über die hochgeklappen Bürgersteige - erreichen wir die eigentliche Einfahrt zum Sonoran Desert Inn & Conference Center. Dort angekommen müssen wir feststellen, wie dämlich wir waren. Wir haben beim dazugehörigen Konferenz Center geparkt und es hätte einen Durchgang in den - ebenso riesigen - Hotel Innenhof gegeben. Der Grund, warum alles so gruselig ausgestorben ist: Das Hotel wird gerade renoviert und die meisten Zimmer sind nicht zugänglich, auch der Innenhof mit den sonst schönen Gartenanlagen ist momentan ein Trümmerfeld voller Bauschutt, doch das soll uns nicht groß stören, wir halten uns hier sowieso nicht auf. Hoffentlich sind die Zimmer wenigstens schön...





    Wir finden die Rezeption und dürfen um 13:20 freundlicherweise einchecken, unser Zimmer ist fertig. Wir bekommen noch einige Tipps, zum Beispiel das Muttertags Special im Hoteleigenen Restaurant mit dem Hinweis, das alle anderen Restaurants in Ajo um 19 Uhr schließen. Das macht nichts, wir haben uns mit Picknick eingedeckt, bis 19 Uhr sind wir mit 100%er Sicherheit nicht einmal in der Nähe des Hotels.


    Wir bringen unser Zeug auf's Zimmer und außer uns scheinen wirklich kaum Gäste da zu sein. Was wir sehen, als wir die Zimmertür öffnen, wundert uns dann aber doch sehr! Ob das Zimmer wohl gut war?! Mal gucken was die Hotelbewertung am Ende des Tages sagt.


    Wir ziehen im Hotel unsere Wandersachen an, machen die Trinkblasen bereit und packen die Rucksäcke für den restlichen Tag. Um 14 Uhr sind wir dann schließlich wieder on the road und kommen am wirklich schönen historischen Kern von Ajo vorbei. Es ist schon höchst seltsam vor einem hübschen Stadtzentrum, mitten auf der Straße stehen bleiben zu können, weil kein Leben weit und breit zu erkennen ist - Gut, ist halt Sonntag. In der Woche steppt hier bestimmt der Bär... :smile:



    Unser heutiges Ziel ist das Organ Pipe Cactus National Monument, das noch einmal weitere 30 Minuten in Richtung Süden liegt. Der letzte Ort, der vorher kommt - Why - hat seinen Namen dank der einzigen Kreuzung im Ort, die eine Y Form hat. Hier gibt es aber nur einen RV Campingplatz und kein einziges Motel. Die Landschaft wird immer schöner und schöner, die Saguaros stehen hier zu Hauf und hin und wieder blitzt ein einzelner, einsamer Organ Pipe Cactus durch. Mal geht der schmale Highway durch enge Felsschluchten, mal durch die offene Wüste, einfach schön.


    Unterwegs gibt es einen Check Point der Border Patrol, das wusste ich natürlich vorher und wir haben unsere Pässe im Handschuh Fach bereit liegen. Wir müssen allerdings nichtmal anhalten, nach einem kurzen Blick zu uns und einem freundlichen Lächeln dürfen wir passieren. Offenbar sehen wir höchst unverdächtig aus. Wir haben Glück, in unserer Richtung ist kein Mensch unterwegs, in der Gegenrichtung steht eine riesige Schlange am Check Point an - offensichtlich Rückreiseverkehr aus Mexiko. Das Parkeingangsschild lässt nicht lange auf sich warten.



    Bis zum Kris Eggle Visitor Center ist es dann aber noch ein gutes Stück, wir kommen um 15 Uhr dort an und kaufen einen Patch und unseren Annual Pass!




    Hier sind wir nun, fernab jeder Standard Touristen Route, am gefühlten Ende der Welt in der wunderschönen Sonora Wüste, in einem Park, über den man nur ganz selten liest. Bereit mehr zu sehen?

  • Im Sonoran Desert Inn and Conference Center sind wir auch 2015 gewesen, dort waren wir auch fast alleine und die Zimmer waren wunderschön. Ajo ist ja auch toll und der Park .. bin gespannt welche Hikes ihr genommen habt.


  • Sandra, Du warst schneller und hast recht. :daumen1:

  • Durch Ajo sind wir eigentlich nur durchgefahren ...dieses Alien Zeugs hat mich einfach nur genervt. :aug:
    Organ Pipe Park war aber Klasse - wir sind allerdings nicht gewandert. Es war uns zu heiß ....


    die kleine "Großfamilie" ist niedlich, vor allem die "Panik" der Eltern :D

  • Im Sonoran Desert Inn and Conference Center sind wir auch 2015 gewesen, dort waren wir auch fast alleine und die Zimmer waren wunderschön. Ajo ist ja auch toll und der Park .. bin gespannt welche Hikes ihr genommen habt.


    Ich weiß, ich glaube deine Bewertung habe ich vorher schon gelesen. Da gibt es ja nicht so viele. Ich hatte zuerst das La Siesta gebucht, aber das Sonoran Desert Inn hat mir da schon mehr zugesagt!


    Wir haben an dem Tag 2 Hikes gemacht, so viel kann ich schon verraten :)



    Vielen Dank, da hast du wohl recht :)


    Oh, jetzt kommt ein wunderschöner Park :love:



    Wir waren am Tag vor Weihnachten da und da war schon closed for x-mas holidays.


    Wir fanden ihn auch wunderschön :)
    Das mit dem Prison ist ja wirklich schade. Inzwischen steht auf der Homepage das die nur den X-Mas Day selbst zu haben und sonst geöffnet.


    Ajo und Organ Pipe NM wren lwtzten Oktober auch unsere Traumdestinationen. Gerne würde ich diese nochmals besuchen.


    Ernst


    Schön, dass es euch auch gefallen hat. Ich war wirklich begeistert vom Organ Pipe.


    Durch Ajo sind wir eigentlich nur durchgefahren ...dieses Alien Zeugs hat mich einfach nur genervt. :aug:
    Organ Pipe Park war aber Klasse - wir sind allerdings nicht gewandert. Es war uns zu heiß ....


    die kleine "Großfamilie" ist niedlich, vor allem die "Panik" der Eltern :D


    Aber in Ajo gibt es doch gar nichts mehr mit Alien, oder meinst du jetzt Gila Bend?


    Ich finde, ein paar Grad heißer hätte es noch sein dürfen. Wir hatten grad mal 33 grad... tagsüber völlig ok, aber sobald die Sonne untergegangen war habe ich direkt wieder gefroren :aug::smile:

  • Lunchen, in deinem Video sind keine Roadrunner, das sind Gamble's Quail.
    Wie Sandra schon erklaerte, schoen am Zipfel auf dem Kopf zu erkennen.


    Und Organ Pipe - einer meiner liebsten Wuesten Parks. Habe da schon soviel erwandert. Allerdings waren die 5 Tage die ich damlas dort war, immer noch zu kurz


    Ja, ich habs ja verstanden :smile:


    Ich würde auch gerne nochmal länger hin als nur einen Nachmittag... Wenn es so weit ist kontaktiere ich dich mal :D


    Der Organ Pipe ist einfach toll, auch wenn es bei uns damals ziemlich heiss war und wir nur durchgefahren sind.
    Aber einfach klasse.


    In Yuma war ich noch nie. Hat sich noch nicht ergeben. Aber das Gefängnis würd ich mir dann auch mal anschauen.


    LG
    Carmen


    Das ist schade! Beim Durchfahren sieht man ja leider nie so viel.

  • Tag 4 (13.05.2018): Organ Pipe Cactus National Monument - Desert View Trail


    Bevor wir jetzt zum ersten Trail fahren, möchte ich euch noch ein bisschen über das Organ Pipe Cactus National Monument erzählen.


    Der Park, der unmittelbar an der mexikanischen Grenze liegt und im Jahre 1937 zum National Monument erklärt wurde, schützt den markanten Organ Pipe Cactus (Orgelpfeifen Kaktus), der in den USA nur noch in diesem Park wild wächst und existiert. Neben der namens gebenden Spezies leben hier noch der riesige Saguaro Kaktus und 25 weitere Kakteen Arten. In der näheren Umgebung befinden sich die 1500 Meter hohen Ajo Mountains, durch die der 38 km lange, unbefestigte Ajo Mountain Drive führt. Ein weiterer unbefestigter Rundkurs, der Puerto Blanco Drive, ist sogar 85 km lang. Fast alle Trails des Parks liegen an diesen beiden Straßen, wer also nur auf Asphalt unterwegs sein möchte, der wird hier nicht sonderlich viel Freude haben.


    Am 09. August 2002 wurde der Ranger Kris Eggle bei einer Border Patrol Operation von einem mexikanischen Drogenschmuggler erschossen, woraufhin das Visitor Center nach ihm benannt wurde. Weite Teile des Parks inkl. dem Puerto Blanco Drive, der direkt an der Grenze verläuft, waren daraufhin von 2003 - 2014 geschlossen. Seitdem stehen überall im Park Hinweistafeln, dass man die Schmuggler auf keinen Fall ansprechen soll, sollte man welche sehen. Kommt es zu einer solchen, unwahrscheinlichen Sichtung, ist sofort im Visitor Center Bescheid zu geben.


    Wir fahren vom Visitor Center nun die kurze Strecke auf den ausgestorbenen Campingplatz des Parks, hier beginnt der kurze Desert View Trail, man könnte es auch als Naturlehrpfad bezeichnen, aufgrund der vielen Hinweistafeln unterwegs. Eigentlich wollte ich den Trail gar nicht komplett laufen, sondern hier nachher nur den Sonnenuntergang ansehen. Mein persönliches Erkundungsteam hat mir aber mitgeteilt, dass der Sonnenuntergang hier echt blöd ist und ich die beiden Hikes tauschen soll - wie praktisch sowas ist. Jetzt wird der Trail halt doch komplett gelaufen und wir sehen uns den Sonnenuntergang später auf dem Haupttrail für heute an.


    In dem Zuge muss ich mich aber doch nochmal kurz über Dominik lustig machen... Wie bereits erwähnt, haben er und sein Bruder meine Tour fast 1:1 übernommen, inklusive Wanderungen, ohne sich vorher wirklich selber zu informieren. Als die beiden im Organ Pipe NM und im Saguaro National Park waren, fragte Sebastian Dominik, was denn nun eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Parks gewesen wäre... Dominik sagte ihm überzeugt: "Na, das eine waren Organ Pipes, das andere Saguaros"... Sebastian war nicht überzeugt, für ihn sah das beides gleich aus. Am Ende der Reise, in San Diego, hat er dann doch mal Google bemüht und festgestellt, wie der Organ Pipe Cactus eigentlich aussieht. Was war geschehen?! Die beiden haben im Organ Pipe Cactus NM fleißig Saguaros fotografiert, die sie für Organ Pipes hielten, und haben bewusst nicht einen einzigen Organ Pipe gesehen :smile: So... der Seitenhieb ist verdient und musste sein! Fangen wir endlich mit dem Trail an!


    Die Rucksäcke sind bereits seit dem Hotel gepackt und wir schmieren uns nur noch ordentlich mit Sonnencreme ein. Hier, in der Wüste, ist es um doch schon ordentlich warm, als wir um 15:20 Uhr loslaufen.



    Und hier sehen wir auch schon den ersten Organ Pipe Cacuts, ein wirklich schönes Exemplar:




    Es geht ein wenig bergauf und rechts und links von uns stehen prächtige Exemplare der Organ Pipes und Saguaros, dazwischen einige Chollas und Ocotillos. Letztere finde ich persönlich schon ziemlich hässlich, insgesamt bin ich aber sehr beeindruckt von der Kakteen Landschaft.







    Hier einmal der Größenvergleich mit meiner Mutter und einem Organ Pipe. Daneben sieht man eine der vielen Info Tafeln, auf denen die verschiedenen Kakteen beschrieben werden. Dieser Trail ist ein hervorragender Einstieg in die Sonora Wüste.



    Dominik und Sebastian sind diesen Trail ebenfalls teilweise gelaufen, es ist mir ein absolutes Rätsel, wie man die Organ Pipes hier übersehen kann... Oder sich nicht fragt, was das ist. Stehen ja doch so ein oder zwei hier rum.



    Hier sieht man das tote Gerippe eines Organ Pipes. Es erstaunt mich total, wie so ein riesen Kaktus von innen aussieht... Eigentlich genau wie ein Baum. Ich hatte mir die irgendwie immer hohler vorgestellt.



    Der Loop entfernt sich nie wirklich weit vom Campingplatz, es geht einfach ein bisschen auf und ab in der näheren Umgebung.




    Was mich total wundert, ist, dass die Saguaros noch in voller Blüte sind. Ich dachte immer die blühen Ende März / Anfang April und hätte Mitte Mai nicht mehr damit gerechnet, umso schöner ist es aber.




    Wir tun etwas, das uns noch auf der ganzen Reise begleiten wird: Wir verlaufen uns und werden von meinen gespeicherten Here Wegpunkten auf den richtigen Weg zurückgeführt. Am Anfang fand ich es zuhause fast ein wenig lächerlich und übertrieben, dass ich mir auch für die ausgewiesenen Trails Wegpunkte gespeichert habe und nicht nur für die etwas einsameren... Aber am Ende sind wir beide verdammt froh darüber. Wenn wir ein gemeinsames Talent haben, dann ist es Verlaufen und Orientierungslosigkeit. Hier übersehe ich einen Ast, der als Wegbegrenzung dienen soll und steige darüber, bis wir irgendwann mitten in der Pampa stehen und kein Weg mehr zu erkennen ist. Ich schaue in meine Punkte und finde den Weg so sofort wieder. Naja. Irgendein Talent braucht ja jeder.






    Im Hintergrund sieht man die Ajo Mountains, in die wir gleich im Anschluss über den Ajo Mountain Drive fahren werden.






    Nach 40 Minuten inkl. kurzes Verlaufen sind wir durchgeschwitzt und zufrieden zurück am Auto und freuen uns auf eine eiskalte Dose aus der Kühlbox.




    Auf dem gesamten Trail und Campingplatz sind wir nicht einer Menschenseele begegnet oder haben auch nur ein anderes Auto gehört... Traumhaft. Schade, dass sich das auf der Route später noch ins Gegenteil umkehren wird.


    Trailfakten:


    Länge: 1.2 Meilen / 2 km
    Dauer: 40 Minuten inkl. kurzes Verlaufen
    Einstufung Schwierigkeit: Easy, aber im Sommer je nach Temperatur nur bedingt zu empfehlen, zwingend ausreichend Wasser und Kopfbedeckung mitnehmen! Es geht ein wenig hoch und runter, aber nicht erheblich.
    Erreichbarkeit: befestigt, PKW
    Kosten: 25$ National Monument Eintritt oder Annual Pass
    Fazit: Mir hat der Trail als Einstieg in den Park und die Sonora Wüste sehr gut gefallen. Er ist nicht sehr spektakulär, aber dennoch sehr schön. Da es nicht nur meine erste Berührung mit Organ Pipes, sondern auch mit Saguaros war, war ich insgesamt sehr begeistert von der Umgebung. Auch die Kulisse mit den Ajo Mountains im Hintergrund hat mir sehr gefallen.