Wüsten und Blömscher (2009)

  • 30. März 2009 DUS-LAX


    Die Walzen des einarmigen Banditen rattern munter vor sich hin und fast genauso schnell rattert mein Geld durch. Schon 92$ weg und kein einziger Gewinn. Wird wohl wieder nichts mit dem Millionen-Jackpot. Irgendwann sind nur noch 2$ übrig. Aus Prinzip (man weiß ja nie, wann der Jackpot kommt und den gibt es ja nur bei 3$ Einsatz) schiebe ich noch einen Dollar in den Automaten und starte das letzte Spiel.

    Die erste Walze zeigt das Megabucks-Zeichen - oh, das gibt schon mal 3 $ für ein weiteres Spiel - nochmal Megabucks auf der zweiten Walze - der wird doch nicht!

    Ach was, kann ja gar nicht sein!

    Und dann bricht auf einmal das Inferno los, alles rattert blinkt und scheppert als das dritte Megabucks-Symbol auf der Gewinnlinie erscheint. Das halbe Casino läuft hinter mir zusammen und alle jubeln und freuen sich für mich. 31.874.385,96$ zeigt der blinkende Jackpot! :EEK: :EEK: :EEK: :jubjub:

    Ich fasse es nicht, das kann doch gar nicht sein! Ich nehme die Menschen um mich herum schon gar nicht mehr wahr, fühle mich wie in einer fremden Welt, irgendwie surrealistisch.

    Das Geschepper des Automaten wird immer lauter und vom Casino kommt komischerweise auch keiner. Was ist hier los?

    Als ich wieder auf den Automaten schaue, schimmert eine andere Zahl durch: 04:45 und die Geräuschkulisse ist noch lauter geworden. Ich schließe die Augen.

    Als ich sie wieder aufmache sehe ich wieder ganz klar.


    ... und zwar meinen Wecker!


    Es ist 4:45h am 6.3.2009 und ich muss aufstehen, weil in 45 Minuten das Taxi zum Flughafen kommt.

    Wäre ja auch zuuuuu schön gewesen.

    Irgendwie fühle ich mich trotzdem wie ein Jackpotgewinner. Immerhin liegen gut 2 Wochen in den Wüsten Kaliforniens vor mir mit hoffentlich frühlings- oder frühsommerhaftem Wetter und jeder Menge Wildflowers.

    Außerdem - aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Am Ende der Reise habe ich ja noch 3 Tage in Las Vegas. Wenn der Traum kein gutes Omen gewesen ist, dann weiß ich es auch nicht ;)

    Unter der Dusche kriege ich endgültig einen klaren Kopf. Schnell noch mal gecheckt, ob ich alles eingepackt habe, noch einen Pott Kaffee eine Zigarette auf der kalten Terrasse, dann ist das Taxi auch schon da.

    Der Flug mit BA über Heathrow verläuft dank Meilenupgrade auf Club World recht angenehm. Nach einem leckeren Essen an Bord und dem einen oder anderen Gläschen Schampus und Rotwein bin ich bald wieder in Morpheus Armen und träume davon, was ich mit dem Gewinn aus dem Megabucks-Jackpot machen werde ;).

    Gegen 14:30h landen wir in LAX bei schönstem Sonnenschein. Schon auf den Wiesen zwischen den Runways blühen die schönsten Poppies!

    Und meine Kamera liegt natürlich oben im Handgepäckfach! :wut1:

    Die Immigration dauert endlos. Zweimal werde ich von mehr oder weniger freundlichen Menschen in eine andere Reihe geschickt und jedesmal wird kurz danach einer der beiden Schalter für meine Reihe geschlossen. Als ich endlich am Kofferband ankomme ist es schon abgeschaltet und daneben stehen nur ein paar wenige einsame Koffer. Immerhin sind meine dabei.

    Bei Alamo geht es dann wenigstens schnell. In der Choiceline sehe ich schon von weitem einen Toyota 4Runner, in dessen Kofferraum ich auch gleich mein Gepäck werfe. Danach schaue ich mich erstmal um, ob ich noch was besseres finde. Es gibt aber nur Ford Escape Hybrids mit 2WD, Nissan Rogues und noch einen 4Runner mit 2WD. Inzwischen sind schon 2 Paare auf "meinen" Toyota zugestürmt. Nutzt ihnen nichts. Der Schlüssel ist in meiner Tasche! :MG:

    Also nochmal das Werkzeug und die Reifen gecheckt (nach 31000 Meilen nicht mehr ganz taufrisch aber o.k.), dann geht es los.

    Den Weg zum Sofitel am Beverly Blvd., das ich schon vor ein paar Wochen für relativ kleines Geld bei Hotwire "geschossen" habe, finde ich auf Anhieb. Checkin funktioniert ohne Schlange und das Zimmer ist klasse, wenn auch ohne Aussicht.

    Inzwischen ist es verdammt spät geworden. Ich habe ja noch ein Date mit einem gewissen Herrn Bryant und seinen Kumpels sowie ein paar Besuchern aus Minnesota.

    Da ich keinen Bock habe, noch in die Geheimnisse des ÖPNV in L.A. einzusteigen und auch keine Ahnung habe, wo und ob man am Staples Center parken kann, nehme ich ein Taxi. Kann ja so teuer nicht sein.

    Kaum 40 Minuten und 55$ später ( :huch1: ) bin ich gerade noch rechtzeitig zum Anpfiff im Staples Center.

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    Mit einem großen Sam Adams und einer riesigen Portion Tacos bewaffnet muss ich am Eingang zum Block noch warten bis die letzten Töne der Nationalhymne verklungen ist, bevor ich auf meinen Platz darf. 5.Reihe direkt hinter dem Korb. Keine dolle Übersicht aber man sieht die Jungs wirklich von nahem. Besonders als Pau Gasol einmal die Kurve nicht kriegt und bis in die Reihe vor mir stolpert.

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    Auch die netten Cheerleaders führen ihre Anfeuerungstänzchen wenige Meter vor mir auf.

    Eigentlich waren sie ziemlich scharf. ..

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    ... aber vielleicht habe ich deshalb die Kamera nicht ruhig halten können ;).

    Dank eines mal wieder überragenden Kobe Bryant und eines fast genauso beeindruckenden Pau Gasol wird es ein ziemlich einseitiges Spiel, so dass ich mich irgendwann im 4. Quarter verpiesele. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Ich winke Jack Nicholson, der auf seinem üblichen Platz ein Stückchen neben der Trainerbank der Gäste sitzt und während des Spiels diverse Diskussionen mit Dannie Ainge vom Zaun gebrochen hat, noch freundlich zu aber er reagiert nicht.

    Wahrscheinlich hat mich nicht gesehen.

    Nach einer kurzen Runde durch das Shopping- und Kneipencenter gegenüber vom Staples Center schnappe ich mir ein Taxi zurück ins Hotel - da kommt es jetzt auch nicht mehr drauf an. Der Jackpot wartet ja schließlich in Las Vegas auf mich.

    Noch ein Bierchen an der Hotelbar (sehr stylish und gerade dabei sich mit den Schönen und Reichen und besonders denen, die sich dafür halten, zu füllen), dann falle ich gegen 23:00h todmüde ins Bett.

    Gruß

    Dirk

  • Samstag, 7.3.08 - Los Angeles

    Dank Jetlag war ich schon um 5:00h das erste Mal wach, habe es aber geschafft für ein Stündchen wieder einzuschlafen bis um 6:00h endgültig die Nacht vorbei war.

    Duschen, anziehen, ein wenig die Taschen umpacken, einen Kaffee, dann die erste Zigarette im Sonnenschein vor dem Hotel und ein leckeres Frühstück.

    Gegen 9:00 saß ich im Auto. Heute stand das Getty Center auf dem Programm.

    Aber es war noch früh und das Wetter war himmlisch mit Sonnenschein und blauem Himmel. Dazu fallen einem doch noch andere Dinge ein als Museen.

    Also erstmal ab auf den Sta. Monica Boulevard und zum gleichnamigen Strand.

    Ich hatte in Erinnerung, dass es in der Nähe des Hotels, in dem ich 2003 übernachtet habe, einige kostenlose Parkplätze gab. Pustekuchen - das war 2003. Ohne Parkuhr gibt es hier gar nichts und die ersten Politessen waren auch schon unterwegs. Wahrscheinlich muss man in Sta. Monica auch Geld in die Parkuhr werfen, wenn man zu Fuß mal irgendwo länger als 30 Sekunden stehen bleibt. Da die Parkuhren sich standhaft geweigert haben, meine 20$-Scheine zu nehmen und kein Kleingeld aufzutreiben war, blieb nur der bewachte Parkplatz am Strand für kleine 7 Dollar.

    Die Angelinos scheinen nicht unbedingt Frühaufsteher zu sein. Bei schönstem Sonnenschein und frühlingshaften 18°C waren nur ein paar einsame Jogger unterwegs an dem riesigen Strand.

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    Am Muscle Beach war auch nicht viel mehr los. Dieser freundliche ältere Herr zeigte mir mal wieder wie wenig fit ich bin. Ich hatte ein paar Minuten vorher noch wie ein nasser Sack an den Dingern gehangen.

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    Nach einer kurzen Runde über den Pier, wo es ebenfalls noch sehr ruhig war, habe ich mich dann langsam wieder auf den Weg zum Auto gemacht.

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    Das aus dem Film "Der Clou" bekannte Karussell hatte leider noch zu, so dass ich keine Chance hatte, dort vernünftige Bilder zu schießen. Die von 2003 waren ungefähr genauso verwackelt, wie die von den Mädels gestern.

    Nach den ersten Sonnenstrahlen habe ich mich bester Laune auf den Weg zum Getty Center gemacht. Dort war es alles andere als leer. In der 7 stöckigen Tiefgarage durfte ich bis in den 6 Stock hinunter fahren und kurze Zeit später war alles voll.

    Mit dem Aufzug nach oben geht es dann mit einem Bähnchen den Berg hinauf. Alles sehr gut organisiert, so dass ich trotz beachtlicher Schlange nach ca. 20 Minuten oben war.

    Zuerst habe ich einen Rundgang durch die Gärten gemacht, die mir sehr gut gefallen haben. Sehr schön angelegt und zum Teil schon unglaublich bunt.

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    Auch die Aussichten von den verschiedenen Terassen waren durchaus sehenswert.

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    Absolut begeistert war ich aber von der Architektur der verschiedenen Museums-, Archiv- und Funktionsbauten. Überall interessante Ein- und Durchblicke, in jeder Ecke und in jedem Durchgang gab es etwas zu entdecken und das Spiel aus Kurven, Geraden und Winkeln war eine Freude für jeden Architekturfreund und Fotografen.

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    Die ausgestellten Kunstwerke waren durchaus auch sehenswert aber für überwiegend europäische Kunst vom Mittelalter bis zur Moderne muss ich nicht unbedingt nach L.A. fahren. Die Ausstellung, die mich am meisten interessierte war natürlich die Fotosammlung und die war wegen Umbau für eine bevorstehende Sonderausstellung geschlossen. :(

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    Irgendwann hatte ich dann genug Kultur und habe mir erstmal einen Kaffee geholt, und habe mich nett mit einem älteren Herrn unterhalten, der mir nochmal in Ruhe erklärt hat, was ich da alles gerade gesehen habe :smile2:

    Jetzt wurde es aber auch langsam Zeit, denn ich wollte ja noch zum Griffith Observatorium. Schon die Serpentinenstraße den Berg hinauf habe ich mehr oder weniger im Stau hinter mich gebracht. Der Park ist am Wochenende wirklich sehr beliebt. Erwartungsgemäß war natürlich der kleine Parkplatz vor dem Observatorium rapelvoll. Da auch die Straßen den Berg hoch komplett zugeparkt waren, hatte ich mich schon damit abgefunden, unverrichteter Dinge wieder runter zu fahren. 10 Minuten wollte ich mir aber geben und habe mich auf den Parkplatz gestellt und gewartet, dass jemand wegfährt.

    Und siehe da, das Glück ist mit den Dummen. Genau vor mir tauchte eine Familie auf, packte Jacken und Kinderwagen in den Van, fuhr weg und ich hatte den perfekten Parkplatz.

    Andere hatten da weniger Probleme, wobei ich mich ja irgendwie schon frage, wie ein Behinderter in dieses Monsrtum kommen soll :EEK:

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    Bis zum Sonnenuntergang war noch Zeit, so dass ich ein wenig durch die kostenlose Ausstellung im Observatorium gelatscht bin und mir natürlich den Bau an sich genau angesehen habe. Aus mir unerfindlichen Gründen habe ich drinnen gar keine Bilder gemacht.

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    Die Aussicht von dort oben ist natürlich auch "nett".

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    Das Ich war in LA Beweisfoto musste natürlich ebenfalls sein.

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    Den Sonnenuntergang habe ich dann gar nicht mehr abgewartet, weil es immer diesiger wurde. So habe ich zumindest den Stau den Berg hinunter vermieden.

    Irgendwie bin ich dadurch übermütig geworden und habe beschlossen statt über den Highway lieber durch die Stadt zu fahren.

    Kaum 11/2 Stunden später war ich am Hotel.

    Schon unterwegs hatte ich deutlich das Jetlag und vor allem meine Füße gespürt und beschlossen zum Essen nicht mehr raus zu gehen. An einem Schnapsladen unterwegs gabs ein leckeres Fläschchen Rotwein und vom Roomservice einen ganz ordentlichen Burger dazu bevor ich glücklich vor dem Fernseher eingeschlafen bin.

    Was ich dabei geträumt habe, erzähle ich Euch aber lieber nicht. ;)

    Gruß

    Dirk

  • 8.3.09 L.A. - Chino Hills SP - Anza Borrego SP

    Die Nacht wurde künstlich um eine Stunde verkürzt, weil dort schon am ersten Märzwochenende die Sommerzeit beginnt. Kam mir sehr entgegen. So wird es doch deutlich einfacher, den einen oder anderen Sonnenaufgang zu sehen, wenn er erst um 7:00h stattfindet.

    Das Jetlag wirkte noch und so war ich wieder gegen 6:00h aus den Federn. Frühstück gab es im Hotel noch nicht, so dass ich schon um 20 vor 7 im Auto saß. Um die Zeit an einem Sonntag Morgen ist L.A. tatsächlich eine Stadt, in der es Spaß macht, Auto zu fahren. Die Straßen sind endlich mal leer und man kann einfach fahren statt immer nur zu bremsen.

    Leer für L.A. ist übrigens vergleichbar mit der Rush Hour in einer mittelgroßen deutschen Provinzstadt ;)

    Der erste Sonnenaufgang dieses Urlaub (also in meiner Anwesenheit) folgte auch bald. Allerdings aus dem Auto auf der I10.

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    Ich würde mal sagen, da ist noch Luft nach oben.

    Als Zwischenziel auf dem Weg zum Anza Borrego SP hatte ich mir die Chino Hills ausgesucht, weil sie auf DesertUSA zum Thema Wildflowers (lobend" erwähnt worden waren. Dank mittels Google Maps erstellter Wegbeschreibung habe ich den Eingang, der in einem Wohngebiet liegt, problemlos gefunden. So gegen 8:10h war ich da. Leider sonst niemand, insbesondere kein Ranger, der um 8:00h eigentlich die Schranke an der Gravel Road in den Park hätte aufschließen sollen.

    Also habe ich erst mal den unterwegs gekauften Kaffee getrunken und in Ruhe ein Zigarettchen geraucht. Irgendwann kam ein ortskundig aussehende Dame mit zwei Hunden vorbei, die ich gefragt habe, ob die Piste in den Park vielleicht doch noch gesperrt wäre. Sie sagte, prinzipiell wäre sie offen aber sonntags käme der Ranger manchmal auch erst um 9:00 oder 10:00h.

    Was ist denn das für eine Arbeitsauffassung? :wut1:

    Also habe ich mir meinen Kamerarucksack gegriffen und bin zu Fuß los. Die Chino Hills sind (wie der Name schon sagt) eine Hügellandschaft mit Kleinen Hügeln mit grünen Wiesen. Die erste Meile oder so war noch ziemlich langweilig weil ohne jegliche Blumen. Aber die freundliche Dame hatte mir versichert, das weiter in den Park hinein schöne Blumenwiesen kämen.

    Sie hatte nicht gelogen. Ein Stückchen weiter erstreckten sich rechts und links der Gravelroad ausgedehnte Wiesen mit überwiegend weißen und gelben Blumen. Sah sehr nett aus. Leider lagen sie überwiegend in Richtung Sonne - also im Gegenlicht. Ich musste also immer wieder ein Stückchen in die Wiese rein laufen, um Bilder machen zu können, was dazu führte, dass Schuhe und Hosenbeine dank Morgentau bald pitschnass waren. Aber die Sonne schien und es wurde langsam warm, so dass alles schnell wieder getrocknet war.

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    Nach etwa zwei Meilen konnte man von einem Hügel aus sehen, dass in absehbarer Entfernung weder landschaftliche noch blütentechnische Highlights zu erwarten waren, so dass ich umgedreht habe. Auf dem Rückweg habe ich noch einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt gemacht. Die Aussicht war zwar nicht überragend aber auch hier oben gab es hübsche Blümchen.

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    Nach insgesamt knapp 5 Meilen war ich wieder zurück am Auto. Jetzt galt es erstmal einen Supermarkt zu finden, denn ich hatte Kohldampf und musste außerdem noch die essentiellen Dinge einkaufen. (Kühlbox, Bier, Wein, Fix-a-Flat,etc.). Ein Supermarkt war schnell gefunden, allerdings keine Kühlbox. Bei den für südkalifornische Verhältnisse noch winterlichen Temperaturen von 18-20°C sah man mich nur verständnislos an, als ich da nach fragte. Insgesamt war ich in 4 Supermärkten bevor ich eine vernünftige gefunden hatte. Zum Frühstück (oder war es schon Mittagessen?) gab es ein paar Hähnchenteile, etwas Potato Salad und Obst, sowie noch einen Kaffee. Dann ging es weiter Richtung Anza Borrego.

    Direkt an der I15 sah ich auf einmal ganze Wiesen mit knatschorangen Poppies. Ein toller Anblick, nur leider auf der falschen Seite. Also an der nächsten Ausfahrt gedreht und wieder zurück. War gar nicht so einfach, eine Straße zu finden, die nicht als Sackgasse endete oder gleich wieder zurück zu Interstate führte aber irgendwann hat es geklappt.

    Ganz kam man mit dem Auto nicht bis hin, da es sich um eine Wildlife Conservation Area handelte aber gesperrte Straßen war ich ja heute schon gewohnt. Die paar Schritte zu Fuß haben sich auf jeden Fall gelohnt. DIe intensvie Farbe der Poppies ist einfach irre. Macht richtig gute Laune - mit zumindest.

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    Kurze Zeit später habe ich die I15 verlassen und bin über die landschaftlich sehr schöne CA79 in den Anza Borrego SP gefahren. Schon auf dieser Straße war viel Verkehr und in Richtung Park wurde es immer voller. Halb L.A. und San Diego schien dieses Wochenende zum Wildflower gucken im Anza Borrego zu sein. Hoffentlich müssen die heute Abend alle wieder nach Hause.

    Nachdem anfangs alles noch sehr grün war, wurde die Landschaft jetzt immer trockener und wüstenähnlicher. Die Abfahrt zum Anza Borrego hat dann Ähnlichkeit mit der Fahrt ins Death Valley über die 191 von Westen. Viele Serpentinen (die ich fast durchgehend in Kolonne fahren durfte) und eine karge aber trotzdem grandiose Landschaft.

    Im Anta Borrego SP war es noch voller als ich ohnehin schon gefürchtet hatte. Am Visitor Center war nicht mal ein Parkplatz zu kriegen (obwohl der Parkplatz schon größer ist als in den meisten NPs). Da stand mir jetzt gar nicht der Sinn nach. Also habe ich mein Hotel gesucht (Borrego Springs Resort, sehr nett direkt an einem Golfplatz gelegen) und habe es mir mit einem guten Bucht und einem oder zwei kalten Bierchen aus meiner frisch erworbenen Kühlbox auf der Terrasse vor meinem Zimmer gemütlich gemacht. Gegessen habe ich im Hotelrestaurant. War o.k. aber "nothing to write home about".

    Gruß

    Dirk

  • 9.3. Anza Borrego Palm Canyon - Mt. Jacinto - Palm Springs (Ü Pepper Tree Inn)

    Der automatische Jetlag-Wecker funktioniert langsam nicht mehr. Heute bin ich das erste Mal nicht vor dem Gepiepe meines Handys wach geworden.

    Nach den üblichen Morgen-Essentials (Duschen, Zähne putzen, Tasse Kaffee, Zigarette, Auto beladen) ging es als erstem Punkt des Tages zum Borrego Palm Canyon. Direkt vom Campground führt ein Trail zunächst über ein weites Tal in einen Canyon, in dem man von einer schönen Palmenoase erwartet wird. Unterwegs gab es auch hier schon einige Blömscher zu bewundern.

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    Nach etwa 11/2 Meilen durch den sich langsam verengenden Canyon und an einem Bach entlang, den man auch ein paar mal quert, erreicht man die Palmen.

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    In der Hoffnung, ein paar Wüsten-Dickhornschafe zu sehen, die nach Aussage eines alten Herrn, mit dem ich unterwegs ein paar Worte gewechselt hatte, um diese Zeit aus den Bergen zum trinken herunter kommen sollten, bin ich durch die Palmenoase weiter ein Stück höher in den Canyon geklettert und habe mir ein ruhiges Fleckchen gesucht. Nach ein paar Minuten kam auch der alte Herr die Felsen hoch gekraxelt und wir haben uns ein wenig unterhalten. Er hat ein paar Anekdötchen übers amerikanische Gesundheitswesen erzählt, nachdem er mitgekriegt hatte, das ich Arzt bin. Echt geschockt war ich aber, als er ganz nebenbei bemerkt hat, dass er 83 Jahre ist. :EEK:

    Wenn ich mit 63 noch so in irgendwelchen Felsen rumklettern könnte, wäre ich froh.

    Er wollte dann auch noch etwas weiter den Canyon hoch. Ich hatte ja an diesem Tag noch ein paar andere Dinge vor und bin daher umgedreht.

    Nächstes Ziel war der Elephant Tree in der Südostecke des Parks. Hier sollte es nach Angaben des Visitor Centers ein par hübsche Blömscher geben.

    Ein paar gab es auch aber irgendwie waren wir immer noch ein ganzes Stück von den Blumenwiesen entfert, die ich mir ausgemalt hatte.

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    Das ist übrigens das Gefährt von dem Ihr Euch herumkutschieren lasst. So sauber ist er allerdings nicht lange geblieben ;-)) .

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    Auf dem Rückweg Richtung Norden hatte ich als nächstes Ziel eigentlich die Buttes Pass Road geplant. Hier sollte es neben Wildflowers auch einen Slotcanyon geben. Die Piste dorthin war aber nicht markiert und nachdem ich zweimal vor Private Property Schildern stand und einmal in einer Sackgasse gelandet war, habe ich die Suche aufgegeben.

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    Wieder durch Borrego Springs hindurch ging es nun zu einem Fleckchen mit dem vielversprechenden Namen Desert Garden. Das liegt am Beginn der Piste in den Coyote Canyon, hier unten eine schöne Breite Sandpiste auf der man in den Kurven hübsch "wedeln" konnte. ich hoffe, Ihr konntet Euch alle festhalten ;)

    Der Name hat übrigens nicht zu viel versprochen:

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    Wieder auf der Straße Richtung Salton Sea musste ich ganz schnell wieder von Gas wegen eines regelrechten Wildflower-Staus.

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    Das war wohl der beste Spot für die bunten Blümchen und hier gab es auch wirklich die Blumenteppiche bis zum Horizont.

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    Irgendwann habe ich mich von diesem Farbenrausch wieder losgerissen, auch wenn es schwer fiel.

    Nächster Punkt auf meiner WIldflower-Map war eine Dirtroad in den Arroyo Salado. Dort habe ich aber kein einziges Blümchen entdecken können. Dafür aber eine karge und durchaus auch faszinierende Wüstenlandschaft.

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    Zu guter letzt habe ich noch von einem Aussichtspunkt einen Blick auf die Salton Sea geworfen.

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    Von dort ging es dann auf den Highway nach Palm Springs, wo ich im Pepper Tree Inn ein Zimmer reserviert hatte.

    Der Anza Borrego SP hat mir sehr gut gefallen und es gibt hier noch jede Menge einsame Dirtroads und Wanderungen zu entdecken, so dass ich sicher noch mal wieder kommen werde.

    Die Fahrt nach Palm Springs war problemlos und kaum war ich dreimal den Palm Canyon Drive herunter gefahren, ohne mein Hotel zu entdecken, bin ich auf die Idee gekommen, auch mal in die Seitenstraßen zu schauen. Und siehe da - nur weil die Adresse Palm Canyon Drive ist, muss das Hotel ja noch lange nicht dort liegen sondern unter Umständen auch 50 m weiter in einer Seitenstraße.

    Essen war ich abends im Chop House, einem sehr guten Steakhouse, in dem ich vor 3 Jahren schon mal mit Freunden war.

    Gruß

    Dirk

  • 10.3. - Teil 1: Palm Canyon, Coachella Valley Preserve

    Heute gibts weniger Blümchen aber dafür 'ne Menge Palmen und jede Menge Gegend.

    Pünktlich zur Öffnung der Indian Canyons stand ich um kurz nach 8:00h am Kassenhäuschen am Ende des S Palm Canyon Drives.

    Zuerst fährt man über eine hübsche kurvige Straße einen such zunehmend verengenden Canyon hoch, in dem schon die ersten Palmenhaine stehen.

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    Oben angekommen hat man bereits vom Parkplatz einen schönen Blick auf den eigentlichen Palm Canyon.

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    Nach dem Abstieg in den Canyon steht man gleich mitten in dem Palmenwald, der sich an einem malerischen Bächlein entlangzieht. Zu dieser frühen Zeit war ich ganz alleine dort. War eine tolle Stimmung. Die Morgensonne, die so langsam durch die Palmblätter durchkam, das Plätschern des Bachs, ein paar zwitschernde Vögel und sonst absolute Stille.

    Einfach schön!

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    Man kann schon gut verstehen, warum die Vorfahren der Agua Caliente Cahuilla sich dieses Plätzchen ausgesucht haben.

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    Vom Palm Canyon gehen diverse Wanderwege um den Canyon herum bzw. auf die umliegenden Berge hinauf. Ich bin etwa eine Stunde im bzw. um den Palmenwald herumgelaufen, bevor ich mich auf den Weg zurück zum Parkplatz gemacht habe.

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    Mir hat der Palm Canyon sehr gut gefallen und man könnte hier locker einen ganzen Tag mit ein paar schönen Wanderungen verbringen. Die 8 $ Eintritt sind gut angelegt, vor allem weil auf dem Gebiet ja auch noch der Murray und Andreas Canyon liegen, die ich aus Zeitmangel ausgelassen habe.

    Ein paar mehr Palmen durften es aber schon noch sein.

    Also bin ich durch Palm Springs und Cathedral City hindurch über den Interstate nach Thousand Palms gefahren. Dort liegt am Thousand Palms Canyon Drive das Coachella Valley Preserve, eine Art privates Naturschtzgebiet.

    Dort findet man - ganz überraschend - diverse Palmenwälder ;)

    Auch hier bin ich eine gute Stunde lang einen Rundweg durch die Palmen gelaufen. Hier gab es zwar keinen Bach aber einen malerischen Tümpel. Auch sehr hübsch.

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    An dieser Stelle läuft man übrigens genau über dem Andreasgraben. Gebebt hat aber zum Glück nix.

    Das waren jetzt genug Palmen, ein paar Blümchen wären mal wieder nett. Auf desertusa.com hatte ich gelesen, dass es im Joshua Tree selbst nach nichts ist mit Wildflowers aber drum herum soll es ein paar Stellen geben.

    Eigentlich hatte ich geplant, zuerst zu einer dort beschriebenen Stelle in den Chuckwalla Mountains Mountains zu fahren. Aber die Wegbeschreibung, dass man "south of the interstate ... about 8 miles east of Desert Center" auf eine Dirt Road abbiegen sollte, war mir etwas zu ungenau in Anbetracht der Tatsache, dass die nächste reguläre Abfahrt Blythe gewesen wäre (etwa 50 Meilen weiter).

    Also bin ich in Desert Center (was für ein Name für 3 Häuser mitten im Nirgendwo) auf die 177 abgebogen, die am Ostrand des Joshua Tree entlang führt. Dort stößt man nach ein paar Meilen auf das "Desert Lily Sanctuary". Die namensgebenden Lilien (bis zu 1m hoch) habe ich leider nicht gefunden. War wohl noch zu früh. Ansonsten hat aber schon einiges geblüht.

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    Die 177 selber ist eine Straße nach meinem Geschmack. Mitten in der Wüste, einsam, schnurgerade und ohne Verkehr.

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    Hinter mit sah es übrigens nicht anders aus.

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    Kurz vor Erreichen des Interstate sah ich einen Wegweisere zum "Tamarisk Lake". Nanu, ein See in dieser Einöde? Hatte ich noch nie von gehört. Also bin ich abgebogen und ein oder zwei Meilen der Straße gefolgt um festzustellen, dass es sich dabei um ein Resort mit Golfplatz handelte und von einem See weit und breit nichts zu sehen war.

    Also zurück zur I 10 Richtung Joshua Tree.

    Der folgt dann später im 2.Teil.

    Gruß

    Dirk

  • 10.3. - Teil 2: Joshua Tree NP

    Das waren jetzt erstmal genug Palmen und Blümchen. Jetzt stand mir der Sinn nach hübschen Felsen und ein paar Meilen Dirtroad - also auf in den Joshua Tree.

    Wildflowers gab es wie erwartet nur auf der südlichen Zufahrt ein paar wenige. Nach Auskunft des Visitor Centers sollen die Dirtroads die ich fahren wollte, in gutem Zustand sein (Geology Road und evtl. die Old Dale Road).

    Den ersten kurzen Stop habe ich am Cholla Cactus Garden eingelegt. Immer wieder nett anzuschauen, die Dinger, solange man ihnen nicht zu nahe kommt ;-)) .

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    Von dort aus bin ich angesichts der schon etwas fortgeschrittenen Zeit ohne weitere Stops durchgefahren bis zum Abzweig der Geology Road. Die war bei meinen ersten beiden Besuchen im Park aus verschiedenen Gründen ausgefallen.

    Gut, dass es diesmal geklappt hat, denn die Strecke hat mir gut gefallen. Zunächst fährt man an einigen interessanten Felsformationen vorbei, wie sie für den Joshua Tree typisch sind.

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    Dann öffnet sich vor einem ein großes flaches, karges Tal, dass irgendwer "Pleasant" Valley genannt hat. Was der wohl vorher geraucht hat? ;)

    Blick ins Pleasant Valley auf dem Rückweg:


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    Die Piste war übrigens wirklich in gutem Zustand.

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    Allenfalls auf der Bergabpassage gab es ein paar Stellen mit tieferem Sand, die aber auch kein Problem waren.

    Zurück auf dem Asphalt bin ich danach zum Hidden Valley gefahren. Dieses abgeschlossene Tal gefällt mir immer wieder gut.

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    So langsam wurde jetzt auch das Licht immer schöner.

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    Kurz bevor das Tal langsam im Schatten verschwand habe ich noch diesen Netten Gartenzwerg erwischt.

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    Wieder draußen aus dem Tal bin ich schnell auf den Parkplatz bei den Felsformationen auf der anderen Seite der Park Road gegenüber vom Hidden Valley gefahren und habe noch ein paar Sonnenuntergangsbilder gemacht.

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    Im dunklen bin ich über die 62 wieder zurück nach Palm Springs gefahren. Zum essen gehen war ich zu müde, weshalb es nur ein paar Cracker und Käse im Hotel gab (und das eine oder andere Bierchen ;-)) ).

    Gruß

    Dirk

  • 11.3. Joshua Tree NP - Amboy Crater - Mojave National Preserve

    Der erste Blick aus dem Fenster zeigte einen blauen Himmel mit ein paar Schleierwolken und viel Sonne. Also nichts wie los.

    Mit ein paar Cereals, Jogurt, ein bisschen Obst und einem Muffin im Bauch (so ziemlich alles, was das Continental Breakfast hergab) und mit einem Kaffee bewaffnet saß ich um 8:30h im Auto und bin wieder Richtung Joshua Tree gefahren. Diesmal ging es in umgekehrter Richtung wie gestern Abend von Nordwesten in den Park hinein.

    Mein erstes Ziel war Keys View mit der Aussicht ins Tal und auf den Mt. Jacinto.

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    Die kleine Hügelkette dort unten läuft genau über dem St. Andreas Graben. Da irgendwo ist auch der 1000 Palms Canyon.

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    Danach stand mir der Sinn nach etwas Bewegung und ich bin auf dem Rückweg von Keys View rechts abgebogen auf eine kurze Dirtroad zum Trailhead für die Wanderung zur Lost Horse Mine.

    Ein schöner Trail, der über gut zwei Meilen mehr oder weniger stetig bergauf zu einer alten Mine führt.

    Schon unterwegs gibt es etwas "altes Gerümpel" am Wegesrand zu sehen .

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    Die Mine selber war leider komplett von einem hohen Maschendrahtzaun umgeben, so dass sich aus der Nähe keine vernünftigen Fotos machen ließen. :(

    Also gibt es nur dern Blick aus größerer Entfernung:

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    Die Aussicht vom Gipfel oberhalb der Mine hat aber für alles entschädigt.

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    Dort oben habe ich ein halbes Stündchen Pause gemacht, ein Zigarettchen geraucht und ganz gemütlich den Blick baumeln und die Seele schweifen lassen (oder so ähnlich).

    So langsam kamen jetzt immer mehr Wanderer hier hinauf. Also wurde es Zeit, den Rückweg anzutreten. Den kompletten Loop habe ich mir (aus Zeitgründen) geschenkt und bin denselben Weg wieder zurück gelaufen.

    Jetzt hatte ich noch eine offene Rechnung zu begleichen. Vor 4 Jahren hatte ich schon mal den Arch Rock besuchen wollen, hatte aber an der falschen Stelle gesucht.

    Diesmal wusste ich, dass er am White Tank Campground liegt und habe ihn auch problemlos gefunden.

    Der ganze Campground ist sehr nett mit diversen interessanten Felsformationen und bei weitem nicht so voll wie der Jumbo Rocks CG.

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    Und da war er endlich, der Ar(s)ch:


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    Und gleich um die Ecke gab es als Dreingabe noch ein kleines Ärchlein kostenlos dazu:

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    So langsam wurde es jetzt Zeit mich auf den Weg zu machen. Ich hatte ja schließlich noch ein paar Meilen vor mir.

    Also in Twentynine Palms raus aus dem Park, zum nächsten Supermarkt, um die Vorräte aufzufüllen, zu tanken und einen Happen zu essen.

    So gegen 15:30h war ich dann endlich unterwegs auf der Amboy Road Richtung Mojave National Preserve.

    Die Fahrt durch die weite Ebene mit dem ehemaligen Salzsee hat mich auch dieses Mal wieder fasziniert. Eine fast surrealistische Gegend.

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    Ein Stückchen Route 66 nimmt man auch noch mit, bevor es ins Mojave NP geht.

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    Gibt es eigentlich Leute, die die Route 66 zu Fuß mache, oder wo kommen die ganzen Schuhe her?

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    Oder landen hier die Schuhe, die deutsche Touris am Las Vegas Sign deponieren?

    Die Fahrt durchs National Preserve verlief ereignislos und weil der Himmel sich inzwischen komplett zugezogen hatte auch ohne Fotos.

    Immerhin wurde mir so die Entscheidung, ob ich campen sollte oder nach Primm durchfahren, deutlich erleichtert. Ein paar wenige Regentropfen und diverse dunkle Wolken sagten ganz eindeutig: Primm!

    Unterwegs hörte ich im Radio noch eine Werbung mit einem Promo Code, so dass ich für den schwindelerregenden Preis für 14,95$ ein Zimmer im Buffalo Bill Resort bekommen habe. Da in dem Preis auch noch ein Breakfast Buffet und 25$ free Slotplay drin waren, haben sie mich eigentlich sogar bezahlt, dort zu übernachten. War auch fast nötig. Die Zimmer waren unterer Motelstandard und schon recht verwohnt mit dem einen oder anderem Brandloch und kaputten Fenstern (also die Mechanik, nicht die Scheiben - so schlimm war es dann doch nicht ;) ). Außerdem habe ich natürlich wie immer ein Zimmer in Indien bekommen (am, Ende des Ganges), so dass auch im Hotel noch Wanderungen angesagt waren.

    Auf dem Zimmer habe ich mir erstmal ein oder zwei Bierchen gegönnt, Bilder gesichert, etc. bevor ich zum Essen runter bin.

    Das gab die nächste Überraschung. Man glaubt es kaum, aber das Buffet schleißt um 8:00h :EEK: und der Coffee Shop auch :EEK: :EEK:

    Mit Müh und Not habe ich bei einem Toni Roma in der Ecke des Casinos um 8:15h noch ein Steak bekommen.

    Die 25$ free slot play waren natürlich auch ruckzuck weg. Aus Rache habe ich danach beim Blackjack ordentlich gewonnen!

    Gruß

    Dirk

  • 12.3. Mojave NP

    Morgens war der Himmel noch genauso grau und bedeckt wie gestern Abend, so dass ich Zeit hatte, mein free Breakfast-Buffet zu genießen. War sogar gar nicht so schlecht.

    Danach habe ich versucht, mal einen Blick ins Forum zu werfen. Ich wäre auch bereit gewesen, die Gebühren fürs WLan zu bezahlen aber auch nach mehreren Versuchen war keine Verbindung zu kriegen. Dann eben nicht!

    Immerhin wurde jetzt das Wetter so langsam besser. Also hab ich mich auf den Weg ins Mojave NP gemacht. Über die Cima Road bin ich am Cima Dome und den Joshua Tree Wäldern" vorbei gefahren.

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    In Cima gab es ein bisschen altes Gerümpel zu bewundern.

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    Kurz nach Cima bin ich vom Asphalt abgebogen und über die Cedar Canyon und Black Canyon Road zum Hole in the wall gefahren. In dem kleinen Visitor Center habe ich ein nettes Schwätzchen mit der Rangerin gehalten und mir ein paar Topo Maps von der Umgebung gekauft. Einen Kaffee habe ich auch noch angeboten bekommen.

    Irgendwann habe ich mich losgerissen, ich wollte ja schließlich noch den Ring Trail laufen.

    Vom Visitor Center läuft man zunächst um den Berg herum, bevor man zum eigentlichen Hole in the wall kommt.

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    Die Felsen im Canyon sehen aus wie ein riesiger Schweizer Käse.

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    Eigentlich müsste der RIngs Trail inzwischen Rope Trail heißen. Das ist der neue Ausstieg aus dem Canyon:


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    Na gut, ganz so schwierig war es nicht ;) . Das war nur ein Seitencanyon. Die Ringe im Felsen waren noch da. In zwei kurzen steilen Abschnitten zieht man sich daran empor bzw. klettert darauf hoch.

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    Oben angekommen steht man dann in einer Art weitem Talkessel aus genauso porösem aber etwas bunterem Gestein.

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    Anschließend ging es nach Süden zur I40 und dann über die Kelbaker Road zu den Kelso Sand Dunes.

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    Die Dünen lagen schon im schönsten Nachmittagslicht. Zum Sonnenuntergang liegen sie wohl von den Viewpoints aus im Gegenlicht aber so sahen sie auch nicht schlecht aus.

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    Den Sonnenuntergang war ich wieder auf der Cima Road.

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    Abends habe ich es knapp geschafft vor 8:00h zum Buffet gekommen. War recht einfach aber die Sachen die es gab, waren lecker.

    Gruß

    Dirk

  • 13.3. Tecopa Hot Springs - Furnace Creek Wash Road - Dantes View - Mesquite Sand Dunes

    Freitag, der 13. :EEK:

    Wenn das mal gut geht ;)

    Um es vorweg zu nehmen, weder Freddie Krüger noch Jason (ich weiß nie wer zu welchem Film gehört - Friday the 13th on Elm Street?) sind mir erschienen, andere Unglücke gab es auch keine ;)

    Die nächsten Tage standen im Death Valley und den Alabama Hills diverse Sonnenaufgänge auf meinem Programm, so dass ich mir heute nochmal ein Stündchen mehr Schlaf gegönnt habe.

    Geduscht, gepackt, das Gepäck von Bell Service abholen lassen und mein kostenloses Breakfast Buffet genossen. Anschließend festgestellt, dass der Valet Service mein Auto wohl in Vegas geparkt hatte, so lange wie die gebraucht haben, um die Kiste ranzuholen. Egal, die Sonne schien und ich hatte es nicht eilig.

    Gegen 11:00h war ich dann endlich on the road. Zunächst ging es mal wieder über die I15 bis Baker. Dort bin ich auf die Nevada 127, die Death Valley Road, Richtung Tecopa abgebogen. Zunächst ging es auf einer schönen einsamen Landstraße durch leicht hügelige Wüstenlandschaft.

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    Noch vor Tecopa lagen rechts der Straße ein paar kleiner Dünen namens Little Dumont Dunes. Nicht besonders eindrucksvoll aber wo es Little Dumont Dunes gibt, sollte es doch auch große geben. Und siehe da, ein paar hundert Meter weiter kam eine Abzweigung zu den Dumont Dunes ohne "Little". Nach einer kurzen Fahrt über eine gut ausgebaute Gravel Road kam ich zu einer großen Self Pay Station. Die Dumont Dunes sind ein OHV- und Camping-Gebiet. Da es keine Preise für Day Use gab, habe ich beschlossen, dass man wohl nur fürs Campen und ATV fahren bezahlen muss, und bin ohne Päpperli an der Scheibe weiter gefahren.

    Nach einer kleinen Wasserdurchfahrt (die aber bei entsprechender Geschwindigkeit durchaus ausreichend war, um mein Auto bis zum Dach einzusauen ;) ) erreichte ich die Dunes. Auf der Ebende davor parkten dutzende riesiger WoMos von der Variante, für die man einen LKW-Führerschein braucht, und überall standen allerlei Dune Buggies und ähnliche Gefährte herum. Sah durchaus nach Spaß aus, was die mit den Kisten in den Dünen veranstaltet haben. Leider waren sie aber zu weit weg für vernünftige Fotos, so dass ich nur ihre Spuren und natürlich die Dünen selbst knipsen konnte.

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    Tecopah, dass ich kurze Zeit später erreichte, besteht aus ein paar Häusern, einem Laden, 2 Campgrounds und einer Tanke, alles an einem trockenen Salzsee gelegen. Warum das Kaff Tecopah "Hot Springs" heißt hat sich mir nicht erschlossen. Gesprungen ist nichts und besonders heiß war es auch nicht.

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    Immerhin stand aber noch etwas altes Gerümpel herum, was unbedingt auf den Kamerasensor wollte.

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    Das erinnerte mich daran, das Sandra mir eine ausführliche Wegbeschreibung zu diversen alten Minen in der Gegend geschickt hatte.

    Gut, dass die auf meinem Rechner zuhause geblieben ist! :wut1:

    Also habe ich die gestern erworbenen Topomaps studiert und bin auf die Eclipse, Gladstone, American und Giant Mine in den Ibex Hills gestoßen. An der Tanke, auf deren Parkplatz ich die Karten studiert habe, hingen ein paar Typen mit Jeeps herum, die einheimisch aussahen. Also habe ich die mal interviewt. Leider gab es keine guten Nachrichten. Die Eclipse Mine ist normalerweise auf einer ganz guten Gravel Road zu erreichen aber die war etwa auf der Hälfte der Strecke nach Regenfällen vor ein oder zwei Wochen mehr oder weniger komplett weggespült. Vor zwei Tagen wäre eine Gruppe noch nicht mal mit einem Rubicon da durch gekommen. Also eher nichts für mich. Zu den anderen führen nur Wanderwege oder echte 4WD-Trails, für die nach einhelliger Meinung mein 4Runner nicht geeignet wäre. Schade, ich hatte gehofft, ein paar hübsche Bilder für die Gerümpelfreunde machen zu können.

    Aber halb so wild. Im Death Valley gibt es ja auch noch die eine oder andere alte Mine und außerdem hat mir das (die?, der?) Mojave National Preserve recht gut gefallen, so dass ich sicher irgendwann nochmal in die Gegend komme.

    Also weiter über die 127 nach Norden zur Jubilee Pass Road, der südlichen Zufahrt zum Death Valley. Die Strecke kannte ich aber schon, so dass ich nach ein paar Meilen auf die Furnace Creek Wash Road (oder Greenwater Valley Road, je nachdem wo man nachschaut) abgebogen bin, die über 28 Meilen Gravel durchs Greenwater Valley zwischen der Amargosa und der Greenwater Range von Süden zu der Zufahrt zu Dantes View führt. Keine besonders spektakulären landschaftlichen Highlights aber wunderbar einsam (ich habe kein anderes Auto getroffen).

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    Irgendwo hatte ich gelesen, dass wegen der Steigungen Richtung Dantes View "4WD recommended" wäre, aber den brauchte man zu diesem Zeitpunkt definitiv nicht. Einfach eine normale, recht gut ausgebaute Gravelroad.

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    Mir hat diese Route sehr gut gefallen, eine schöne Alternative zur Badwater Road. Vor allem weil man, gleich nachdem man den Asphalt wieder erreicht hat, bei Dantes View den für mich schönsten und spektakulärsten Viewpoint des Death Valley erreicht. Dantes View finde ich jedes mal wieder umwerfend.

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    Morgens ist der Blick allerdings noch schöner, vor allem weil man die Sonne dann überwiegend im Rücken hat. Diesmal bin ich nur auf den Bergrücken unterhalb des Parkplatzes hinaus gelaufen. Die kurze Wanderung zu Dantes Peak habe ich schon zweimal gemacht und die Aussicht ist auch keine andere von dort.

    Auf dem Weg zur Furnace Creek Ranch habe ich den kleinen Abstecher durch den 20 Mule Team Canyon mitgenommen. Netter Abstecher durch überwiegend in verschiedenen Gelbtönen gefärbte Badlands.

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    Beim Checkin erwartete mich die übliche Wochenendschlange (laut Internet-Buchungsmaschine war ja alles ausgebucht). Ging aber recht schnell und ich bekam zwischendurch mit, dass durchaus noch einige wenige Zimmer frei waren. Also habe ich gleich nachgefragt, ob für die Nacht von Sonntag auf Montag auch noch was frei wäre (sollte ebenfalls ausgebucht sein) und siehe da, ich konnte problemlos eine Nacht verlängern.


    Nachdem ich meine Koffer ausgeladen hatte, war es auch schon wieder allerhöchste Zeit, weiter zu fahren, um noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang an den Mesquite Sand Dunes zu sein. So ganz rechtzeitig war ich nicht da. Die Zeit reichte nicht mehr, bis mitten in die Dünen rein zu laufen aber auch vom Rand sind mir ein paar ganz brauchbare Bilder gelungen.

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    Auf dem Rückweg konnte ich es knapp vermeiden, einen Coyoten über den Haufen zu fahren, der in aller Gemütsruhe über die Straße schlenderte. Das nächtliche Geheul in der Furnace Creek Ranch hätte mir doch gefehlt.

    Abendessen gab es recht spät im Steakhouse der Ranch. Bis 21:00h waren alle Tische belegt aber ich habe es mir in der Zwischenzeit bei dem einen oder anderen Bier im benachbarten Saloon gemütlich gemacht. Recht "beschwingt" war ich dann gegen 23:00h in der Falle.


    Gruß

    Dirk

  • 14.3. Teil 1: Zabriskie Point, Mosaic Canyon

    So, ab heute ist Schluss mit ausschlafen! Sonnenaufgänge sind angesagt ;)

    Zum Glück hatten die Amis ja schon auf Sommerzeit umgestellt, so dass der Sonnenaufgang wenigstens "erst" um 7:00h stattfand und in meinem Zimmer gab es einen Coffee-Maker, so dass ich wenigstens ein Auge aufhatte als ich so gegen 6:30h im Auto saß auf dem Weg Richtung Zabriskie Point.

    Dort war ich natürlich bei weitem nicht der erste. Ein ganzer Fotoworkshop hatte sich schon auf dem Bergrücken unterhalb des eigentlichen Viewpoints breit gemacht.

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    Unverschämtheit, einfach allen anderen den Blick zu versauen! :wut1:

    Eine Minute nach dieser Aufnahmen stand ich natürlich auch dort unten ;)

    Zum Sonnenaufgang ist der Zabriskie Point einfach eine fantastische Location. Erst färben sich die Berge der Panamint Range zunehmend rot, dann modeliert das erste Licht die wunderbaren Strukturen im Vordergrund.

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    Irgendwann war das schönste Licht vorbei und so langsam meldete sich mein leerer Magen. Also zurück zur Furnace Creek Ranch, wo ein leckeres Omelett ganz laut nach mir rief.

    Nach dem Frühstück habe ich ein Ründchen über den kleinen Artfair gedreht, der gerade vor dem Eingang der Ranch aufgebaut wurde und mich nett mit einigen Fotografen unterhalten, die dort ihre Bilder ausgestellt haben.

    Danach habe ich auf dem Balkon meines Zimmers noch einen Blick ins Forum geworfen. Hatte ich erwähnt, dass auch in der Furnace Creek Ranch endlich die Moderne Einzug gehalten hat? Es gibt tatsächlich ein WLAN!

    Nächster Stop war das Visitor Center, wo ich nach vorzeigen meines National Park Pass (oder wie immer das Ding jetzt heißt) mein Päpperli für die Windschutzscheibe bekam.

    Lustig war das Gespräch mit dem Ranger. Auf die Frage nach dem Zustand der Racetrack Road bekam ich zunächst den üblichen Vortrag über die riesige Plattfußgefahr, usw. Als ich ihm sagte, dass ich schon mal da war und nur wissen wollte, ob sich die Verhätnisse in den letzten 2 Jahren geändert hätten, hat er mir dann als Alternative zur Hunter Mountain Road, die wohl noch eisig und schlammig war die Lippincott Road als Verbindung zur Saline Valley Road vorgeschlagen. Die ist nun nach allem, was ich gelesen habe wirklich eine recht anspruchsvolle 4wd-Strecke. EIn gesundes Mittelmaß wäre vielleicht nicht schlecht ;)

    Zumindest hat er mir noch sagen können, dass die Titus Canyon Road in gutem Zustand wäre, weil vor kurzem "gegraded".

    Auf dem Parkplatz hatte ich das Glück, dass der Oldtimerclub gerade zur Ausfahrt startete, dessen alte Schätzchen ich gestern abend schon bewundert hatte. Die Autos! Obwohl manche der Damen noch einiges Älter waren als ihre Oldtimer - die Autos, nicht die Männer :)

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    Mein nächstes Ziel war jetzt der Mosaic Canyon. Das kurze Stück Gravel Road war diesmal recht rumpelig aber der Parkplatz war trotzdem voll. Zu meiner großen Freude lief direkt vor mir eine Ranger geführte Gruppe los und direkt danach eine Horde Boyscouts. Na prima!

    Ich bin dann auch nur den ersten Teil des Trails gelaufen bis man aus den Narrows wieder heraus kommt. Der Rest mit der Kletterei über die diversen Dryfalls ist zwar auch interessant aber dafür war es mir einfach zu voll im Canyon.

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    Besoders interessant fand ich die unterschiedliche Struktur und Färbung des Steins.

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    Sogar hier auf den endlosen Schotterfeldern an der Gravelroad zurück zur Straße fanden sich immer wieder an paar Farbtupfer.

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    Für den Nachmittag hatte ich mir die Fahrt zur Skidoo Mine vorgenommen.

    Aber die gibt es erst im nächsten Teil ... ;)

    Gruß

    Dirk

  • 14.3. - Teil 2: Skidoo, Salt Creek, Artists Palette

    Wo waren wir?

    Richtig, auf der Rückfahrt vom Mosaic Canyon. Zurück auf dem Asphalt bin ich auf der 190 links abgebogen und dann nach etwa 6 Meilen wieder links auf die Emigrant Canyon Road. Hier beginnt sich die Straße über viele viele Kurven langsam in die Höhe zu arbeiten. Nach weiteren 8 Meilen erreicht man den Abzweig nach Skidoo. Die ersten 2/3 der Strecke (8 Meilen bis zur Skidoo Townsite) fährt man über eine relativ gut ausgebaute Schotterpiste, die wohl auch mit PKW zu befahren wäre. Auf den letzten Anstiegen braucht man dann aber doch High Clearance.

    Die Skidoo Townsite ist zunächst eine Enttäuschung. Hier steht nur ein Schild, sonst ist eigentlich gar nichts zu sehen. Aber ich wusste ja, dass ein Stückchen weiter die Skidoo Mine auf mich wartete. Hinter der Townsite teilt sich die Straße ein paar mal. Ich habe mich erst rechts und dann links gehalten. Hier wurde die Piste deutlich enger und rauher. Irgendwann sah ich den Eingang zu einem Schacht und habe dort geparkt.

    Sah schon irgendwie einladend aus.

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    Wäre sicher spannend da drin auf Entdeckungsreise zu gehen. Aber sicher auch nicht ungefährlich. Zum Glück war ohnehin ein Gitter davor, so dass ich gar nicht erst in Versuchung kam.

    Etwas oberhalb am Berghang konnte man bereits von unten jede Menge verrostetes Gerümpel sehen. Also nichts wie hoch. Offensichtlich war das hier mal die Müllhalde und ebenso offensichtlich war frisches Essen hier oben eher die Ausnahme.

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    Ich glaube nicht, dass ich schon mal so viele verrostete Konservendosen auf einem Haufen gesehen habe.

    Nachdem ich den Hang schon halb hoch geklettert war, bin ich auch weiter hoch bis ich zu einer höher gelegenen Ebene kam.

    Hier gab es auch einen Weg. Wollen wir doch mal sehen, ob der nicht zur Mine führt.

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    Zumindest war die Aussicht schon mal nicht übel.

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    Und siehe da, der Weg führte tatsächlich zum oberen Teil der Mine. Dort hatte sich ein Rabe niedergelassen, der sehr fotogen für mich posierte.

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    Netterweise blieb er auch lange genug sitzen, bis ich ihn aus der Nähe abgelichtet hatte.

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    An der Mine bzw. der Erzmühle entlang führte ein schmaler Weg hinab zum unteren Teil.

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    War noch recht gut erhalten, wenn auch manche Balken schon etwas morsch aussahen.

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    Was mich erstaunt hat war, dass es sich bei dem Teil um eine wassergetriebene Mühle handelte, die von einer Quelle in der Panamint Range angetrieben wurde. Hätte ich gerade hier nicht unbedingt erwartet (ist wohl auch die einzige im Death Valley).

    Dieses Schild habe ich übrigens erst auf dem Rückweg gesehen. Ehrenwort! :pfeiff:

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    Man konnte jetzt auch sehen, dass die Abzweigung, die ich genommen hatte, von unten zur Erzmühle führte. Wahrscheinlich hätte ich mir die Kletterei den Hang hoch sparen können, wenn ich mich gleich links gehalten hätte.

    In der Umgebung gab es noch einige weitere Altertümchen zu bewundern.

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    Dieses Teil muss mal Bonnie und Clyde oder Ma Baker gehört haben, so zerschossen wie es war.

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    Bei rumstöbern dort oben musste man gut aufpassen, wo man hintrat. Der Boden war durchlöchert von alten Mineneingängen und nicht alle waren mit Netzen gesichert.

    Die Fahrt hier hoch hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Ein Traum für alle Gerümpelfreunde und auch der Blick alleine wäre die Mühe wert gewesen

    Allerdings zog der Himmel sich jetzt vor allem Richtung Westen immer mehr zu und es kam ein kalter Wind auf. Die eigentlich geplante Fahrt zum Agueberry Point habe ich mir daher gespart (schon wieder ein Grund, wieder zu kommen ;)).

    Auf der Fahrt herunter ins Death Valley wurde es dann wieder wärmer und auch die Sonne kam raus. Da ich ja jetzt Zeit hatte, habe ich erstmal einen Stop am Salt Creek eingelegt. Irgendwie fasziniert mich dieser Salzwasserbach mitten in der Wüste und auch die kleinen Pupfish sind witzig.

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    Danach bin ich weiter Richtung Artist Drive gefahren, wo ich den Sonnenuntergang genießen wollte.

    Unterwegs lachten mich aber noch ein paar Blümchen und einige interessante Ausblicke an, so dass ich nur langsam vorwärts kam.

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    Totz diverser Fotostops war ich noch ziemlich früh bei Artists Palette. Leider hing der Himmel im Westen immer noch voller Schleierwolken, so dass die Aussicht auf einen schönen Sonnenuntergang eher gering war. Also habe ich schon mal ein paar Bilder gemacht (meine "Versicherungsbilder" - was ich hab, das hab ich).

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    Dann habe ich eine Weile faul in der Sonne gesessen und mich mit ein paar Typen aus Kalifornien unterhalten, die professionell Videos für Bands und auch eigene Filme drehten. Waren ziemlich abgedreht die Jungs und Mädels. Waren morgens spontan aus L.A. hierher gefahren und wollten auch am selben Abend noch wieder zurück. Viel Spaß! :pipa:

    Als Kontrastprogramm habe ich mich nach ihrer Abfahrt mit zwei älteren Damen unterhalten, die ganz begeistert von Deutschland waren (wobei Deutschland natürlich wieder nur aus Bayern, Heidelberg, Frankfurt und Berlin bestand). So habe ich die Zeit bis zum Sonnenuntergang gut rum bekommen.

    Leider kam es so wie erwartet und die Sonne versank hinter einem Wolkenschleier, weshalb die erhoffte Farbexplosion auf den bunten Felsen ausblieb.

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    Ziemlich müde kam ich im dunklen wieder in der Furnace Creek Ranch an. Da die Restaurants beide proppevoll waren, habe ich mich mit den Resten an Brot, Wurst und Käse begnügt, die meine Kühlbox noch hergab und mir es anschließend mit einem Buch, dem Läppie und einer leckeren Flasche kalifornischen Cabernet auf dem Balkon gemütlich gemacht.

    Gruß

    Dirk

  • 15.3. Badwater, Titus Canyon, Mustard Canyon


    Auch heute klingelte der Handy-Wecker wieder vor 6:00h. Zuhause komme ich um die Zeit immer nur seeeehr mühsam aus dem Bett aber hier geht's. Alles eine Frage der Motivation ;)

    Ich war mir bis gestern Abend noch nicht sicher, ob ich den Sonnenaufgang bei den Sanddünen oder in Badwater erleben wollte. Spontan viel die Entscheidung jetzt auf Badwater.

    Etwa 20 Minuten vor Sonnenaufgang war ich da. Leider war es ziemlich dunstig und die Schleierwolken, die gestern schon den Sonnenuntergang im Westen überdeckt hatten, hingen jetzt natürlich im Osten.

    So richtig begeistern konnte mich der Blick auf den schneebedeckten Telescope Peak und die umliegenden Gipfel daher nicht. Aber immerhin:

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    Nach dem Zeitpunkt, an dem die Berge ganz in der Sonne liegen, hat man noch eine Menge Zeit, bis auch der Talboden vom Sonnenlicht erreicht wird. Ich hatte noch von vor zwei Jahren in Erinnerung, dass es etwas weiter südlich eine Stelle gibt, wo die Salzstrukturen deutlich schöner sind als in der eigentlichen Badwater Area. Vor allem ist dort noch nicht alles plattgetrampelt. Also bin ich zusammen mit dem amerikanischen Hobbyfotografen, der mit mir den Sonnenaufgang geknipst hatte dorthin gefahren.

    Auch im kühlen Schatten sah der Salzsee gar nicht übel aus.

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    Da immer noch jede Menge Zeit war, habe ich eine Weile nach interessanten Salzstrukturen gesucht und ein paar Makros gemacht. Sah bestimmt interessant aus, wie ich da im Salz auf dem Boden herum gerobbt bin. Zumindest sahen meine Klamotten nachher nett aus ;)

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    Aber dann war das Sonnenlicht endlich da und der Anblick änderte sich grundlegend.

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    Auch weiter am Rand, wo die Salzkruste gröbere Schollen aufgeworfen hat, kann man interessante Bilder machen.

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    Das selbe Programm hatte ich hier vor 2 Jahren schon mal abgespult aber der Anblick ist immer wieder faszinierend. Wenn ich nur mal das Glück hätte, einen von der Sonne angestrahlten interessanten Wolkenhimmel über dem Tal zu erleben. Irgendwie ist der pure blaue Himmel doch etwas langweilig.

    Nachdem ich genug Bilder geschossen hatte kam zunächst mal der Magen zu seinem Recht. Das Omelett gestern war lecker, also gab es das gleiche noch mal. Danach noch die morgendliche Bildausbeute auf die Festplatte geladen, dann konnte es weiter gehen.

    Nächster Programmpunkt für heute war der Titus Canyon. Also über die 190 und die 374 raus aus dem Park Richtung Beatty. Unterwegs musste ich feststellen, dass die Straße zur Keane Wonder Mine, die ich eigentlich später noch besuchen wollte, gesperrt ist, ebenso wie das gesamte Areal um die Mine. :(

    Die Titus Canyon Road war wie angekündigt frisch geglättet (kann man "graded" so übersetzen?) und gut zu fahren. Anfangs fuhren 3 große SUVs vor mir her, so dass ich eine Zigarettenpause eingelegt habe, um nicht die ganze Zeit deren Staub zu schlucken.

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    Nach dem etwas langweiligen Anfangsteil wurden die Strecke und die Landschaft jetzt immer interessanter. Über diverse Kurven und Serpentinen ging es immer höher hinauf.

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    Auch hier oben gibt es Felsen in den verschiedensten Farben.

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    Natürlich ging es auch heute nicht ganz ohne altes Gerümpel. Zumindest ein Bildchen von den Überresten von Leadfield musste schon sein.

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    Erst im letzten Teil der Strecke kommt man langsam in den eigentlichen Titus Canyon. Am Anfang ist er noch recht weit aber im letzten Teil wird er dann zu einer Art Slotcanyon für Autos.

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    Auf dem Parkplatz am Canyonausgang habe ich in der Sonne ein kleines Picknick gemacht.

    Auf dem Weg zurück nach Furnace Creek mussten noch ein paar Fotostops für die Schönheiten am Wegesrand eingelegt werden. Eigentlich könnte man hier überall halten und knipsen. Irgendwelche interessanten Felsen gibt es überall.

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    Auch für die kurze Runde durch den Mustard Canyon war noch Zeit.

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    Von der Farbe her würde ich mal auf den leckeren Düsseldorfer Bergrath Senf tippen.

    Da ich morgen ganz früh raus wollte (noch eine Stunde früher als heute), um so früh wie möglich am Racetrack zu sein), habe ich mir den Sonnenuntergang heute geschenkt.

    Ich habe noch ein wenig auf meinem Balkönchen gesessen und bin dann relativ früh essen gegangen. Heute Abend war es schon deutlich leerer und ich habe problemlos einen Tisch im Steakhuas bekommen. Wohl gesättigt bin ich noch auf ein Bier in den benachbarten Saloon, wo ich mich mit meinen Thekennachbarn, einem Motorradclub, bestehend aus Ärzten, Anwälten, Bänkern, etc. aus San Diego, unterhalten habe. Ein ganzer Club in der Midlife Crisis ;) Aber nett waren sie trotzdem. Irgendwie ist es nicht bei einem Bier geblieben und es war deutlich später als geplant bis ich im Bettchen lag.

    Gruß

    Dirk

  • 16.3. Racetrack - Scotties Castle - Rhyolite - Panamint Valley

    Das nette Schwätzchen an der Theke und vielleicht auch die letzten ein oder zwei Bierchen gestern Abend haben sich gerächt. Erst eine Stunde später als geplant bin ich aus dem Bett gekommen. Somit war ich dann auch erst zum Sonnenaufgang am Ubehebe Crater und bin auf die Racetrack Road abgebogen. Eigentlich hatte ich geplant das erste Stück noch im Dämmerlicht zu fahren, um möglichst früh am Racetrack zu sein. Was soll's, man kann nicht alles haben ;)

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    Sche**kalt war es übrigens. Minimal 34°F (2°C) an einer schattigen Stelle. Insofern war ich ganz froh, dass ich mich gegen das campen entschieden hatte. Je weiter ich in die Ebene herab kam und je mehr die Sonne rauskam, umso wärmer wurde es aber wieder.

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    Das bekannteste Motiv an der Strecke sah diesmal relativ kahl aus. Der Teacettle Junction scheinen die Kessel auszugehen ;)

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    Weiß eigentlich jemand, was mit den Kesseln passiert, die ja offensichtlich regelmäßig wieder abgenommen werden?

    Die Strecke war übrigens in ähnlichem Zustand wie vor zwei Jahren. Viele (zum Teil spitze) Steine, jede Menge unangenehmes Washboard und meistens beides zusammen. Viel mehr als ein Schnitt von 15 mph war nicht drin ohne einen Platten zu riskieren.

    Aber irgendwann kam dann endlich der ausgetrocknete See ins Blickfeld.

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    Kurz bevor ich den Racetrack am südlichen Ende des "Sees" erreicht habe, sah ich zwei große Vans dort vorfahren. Wie sich später herausstellte war das ein College-Geologie Kurs, der sein Springbreak auf einer Exkursion ins Death Valley verbrachte.

    Langsam mache ich mir echt Sorgen um die Jugend von heute. Statt 2 Wochen in Mexiko oder Florida zu saufen, zu kiffen und wild durcheinander zu vögeln, fahren die Kiddies lieber Steine klopfen mit ihrem Geologie-Lehrer? :EEK: :EEK:

    Wo soll das nur enden?

    Die Moving Rocks am eigentlichen Racetrack faszinieren mich unendlich. Wie ist es möglich, dass zentnerschwere Steine angeblich vom Wind über den Seegrund getrieben werden?

    Ich habe da eine viel einfachere und einleuchtendere Theorie: Aliens! ;)

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    Hier sieht man zumindest, wo die Steinchen her kommen (und ein paar von den Geologie-Nerds)

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    Nach etwa zwei Stunden staunen und fotografieren war es Zeit ür den Rückweg, natürlich nicht ohne dem Grandstand am nördlichen Ende einen Besuch abzustatten.

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    Danach bin ich dieselbe Strecke wieder zurückgeholpert. Von der eigentlich angedachten Route über die Hunter Mountain Road und die Saline Valley Road zur 190 hatte man mir wegen Eis und Matsch abgeraten. Und da ich noch die Bilder von den Abenteuern zweier hier nicht unbekannter Reisender im Kopf hatte, habe ich lieber darauf verzichtet.

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    Irgendwann war ich wieder zurück am Ubehebe Crater und habe zumindest mal einen Blick hinein geworfen.

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    Die Wanderung um Ubehebe und Little Hebe Crater habe ich bei einem früheren Besuch schon mal gemacht und da es inzwischen unangenehm windig war, habe ich auf eine Wiederholung verzichtet.

    Einen kurzen Blick auf dieses "architektonische Kleinod" mitten in der Wüste musste ich natürlich auch noch riskieren.

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    Schade dass auch bei Scotties Castle Reichtum und Geschmack keinesfalls Hand in Hand gehen. Vor allem wenn man bedenkt, dass es auch einen Entwurf von Mies van de Rohe für dieses Haus gab. Das wäre mit Sicherheit interessant gewesen.

    Ein bisschen Zeit hatte ich noch, bevor ich mich auf den Weg nach Lone Pine machen musste. Also bin ich nach Rhyolite gefahren. Unterwegs gab es mal wieder ein paar Stellen mit bunten Blumen, die natürlich nicht ungeknipst bleiben durften.

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    Die eigentliche Ghosttown habe ich mehr oder weniger links liegen gelassen und habe mich mehr um die kleine open air Kunstausstellung gekümmert.

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    Diesen gut aussehenden, schlanken jungen Mann auf dem bunten Sofa will ich Euch auch nicht vorenthalten:

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    Mitten im übelsten Verkehrsstau ging es danach zurück ins Death Valley.

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    Durchs Panamint Valley bin ich ohne längere Stops durchgefahren und habe nur ein Bild mit den Panamint Dunes im Hintergrund gemacht.

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    Ein letzter Blick zurück vom Father Cowley Point mit seiner tollen Aussicht.

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    In der Dämmerung bin ich in Lone Pine angekommen und habe mein Zimmer im Best Western bezogen (ganz ordentlich, nur ein bisschen weit draußen). Eigentlich hatte ich mir ein Essen im Seasons gönnen wollen aber die hatten Ruhetag, so dass ich in der Rotunde nebenan gegessen habe (heißt glaube ich Caroussell oder so ähnlich). War auch nicht übel.

    Gruß

    Dirk

  • 17.3. Alabama Hills - Kern Canyon Road (Ü BW Lone Pine)

    Auch heute war die Nacht sehr früh vorbei. Hilft ja nichts, wenn der Mobius Arch zum Sonnenaufgang ruft, muss man folgen ;)

    Netterweise gab es im BW schon ab 6:00h Frühstück, so dass ich noch schnell einen Kaffee und ein Muffin mitnehmen konnte. Im dunklen bzw. im Dämmerlicht ging es über die Whitney Portal Road und die Movie Road. Den richtigen Parkplatz habe ich problemlos gefunden und von dort aus führt inzwischen ein mit Steinen gesäumter Weg direkt zum Arch. 2005 hatte man sich den Weg noch selber suchen müssen.

    Als ich beim Arch ankam, war außer mir niemand da. Nur der Mond schaute durch den Bogen auf mich runter.

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    Während ich noch ein wenig in den Felsen hinter dem Arch herumgekraxelt bin, um weitere interessante Durchblicke zu finden, war es mit der Einsamkeit leider vorbei. Ein Sonnenaufgangsfotograf nach dem anderen tauchte auf und bald war es auf dem relativ kleinen Felsen, von dem man den besten Blick durch den Arch hat, rappelvoll. Ich musste zusehen, dass ich überhaupt noch einen Platz abbekam.

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    Leider waren die besten Plätze schon belegt und ich hatte nur einen seitlichen Blick auf das "Objekt der Begierde".

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    Es handelte sich übrigens um den selben Workshop, mit dem ich mir schon den Blick auf den Zabriskie Point geteilt hatte. Da der Sonnenaufgang wegen leichter Bewölkung vor der Sonne ohnehin nicht so doll war, habe ich bald beschlossen, morgen nochmal wieder zu kommen und habe meinen Platz geräumt.

    Statt zu fotografieren habe ich mich eine ganze Weile mit Alain Briot, dem Workshopleiter, über alles mögliche unterhalten. War auch ganz nett.

    Ein paar Bilder von der Umgebung habe ich natürlich auch noch gemacht.

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    So sieht es übrigens aus, wenn man statt zu klettern auf dem Hintern die rauhen Felsen runterrutscht.

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    Zum Frühstück war ich (mit neuer Shorts) in dem Diner vor dem Dow Villa Motel.Frisch gestärkt und mit einem Berg Rührei im Bauch habe ich anschließend das Visitor Center aufgesucht. Auf die Frage nach weiteren Arches hat man mir die Seite von Eugene Carsey empfohlen. Angeblich gibt es über 400 Arches in den Alabama Hills und einen großen Teil davon findet man auf seiner Seite incl. einer schematischen Karte. Also, wenn Ihr Spaß an Arches und vieeeeeel Zeit habt, ... ;)

    Leider hatte sich das Wetter in der Zwischenzeit nicht gebessert, die Wolken waren sogar noch dichter geworden. Also was tun?

    Die Rangerin hatte erzählt, dass es an der Straße zwischen Lake Isabella und Bakersfield ganz tolle Wildblumen geben soll. Hm, ist ja ein bisschen weit. Andererseits sah das Wetter Richtung Süden deutlich besser aus.

    Ach was soll's! Schnell getankt und los gings.

    Tatsächlich wurde es mit jeder Meile Richtung Süden immer sonniger, wobei die Wolken mir mit etwas Respektabstand zu folgen schienen.

    Bis Lake Isabella blühte rein gar nichts aber danach sah man tatsächlich an der Straße entlang des Kern RIvers, die mir sowieso immer schon landschaftlich sehr gut gefallen hat ganze Berghänge, die in "Poppy-Orange" erstrahlten.

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    Leider gab es ein Problem. Man konnte nirgendwo halten und an den paar stellen, wo man zwar illegal aber halbwegs sicher hätte halten können, war entweder alles mit Stacheldraht eingezäunt oder der Kern River lag dazwischen.

    Ein ganzes Stück hinter Lake Isabella kam schließlich ein Abzweig auf die Kern Canyon Road, eine kleine Nebenstraße, die parallel zur 178 ein Stückchen weiter oberhalb durch die Berge führte. Meine Hoffnung, hier etwas näher an die Blütenpracht heran zu kommen, wurde nicht enttäuscht.

    Gleich hinter der ersten Kurve erwartete mich eine blühende Wiese.

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    Auch Poppies gab es hier oben, wenn auch nicht in ganz so großer Zahl wie südlich der 178. Das einzige Problem war, näher an die Blümchen heran zu kommen, da sie fast ausschließlich an sandigen Steilhängen wuchsen, wo man Gefahr lief, mitsamt der ganzen Blütenpracht ins Tal abzurutschen. Egal, no risk, no fun!

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    EInige Rutsch- und Kletterpartien später hatte ich erstmal genug Bilder und habe mich auf die Motive direkt am Straßenrand beschränkt.

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    Es gab natürlich nicht nur Poppies. Auf einer kleinen Bergwiese habe ich diese gelbe Pracht gefunden.

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    Dort habe ich mich auch gleich für ein Picknick niedergelassen.

    Nach insgesamt etwa drei Stunden bin ich langsam wieder zur 178 zurück gefahren. Eigentlich hatte ich vorgehabt, noch ein Stückchen weiter Richtung Bakersfield zu fahren, um zu sehen, ob sich noch weitere Motive finden aber das Wetter in dieser Richtung sprach eindeutig dagegen.

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    Also bin ich rechts gefahren, zurück zum Lake Isabella.

    Kurz bevor ich den erreicht hatte, bin ich nochmal auf eine kleine Nebenstraße abgebogen. Dort habe ich diese intensiv blauen Blümchen gefunden.

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    Der Lake Isabella schien mir dieses Jahr wieder etwas mehr Wasser zu haben als 2003 und 2007. Ich muss mal schauen. ob ich damals vergleichbare Bilder gemacht habe.

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    Auf dem Rückweg habe ich nur ein paar Fotostops am Straßenrand eingelegt.

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    In Lone Pine war der Himmel immer noch voller grauer Wolken, ich habe wohl alles richtig gemacht.

    Eigentlich ganz schön bescheuert, 270 Meilen zu fahren, nur um ein paar Blümchen zu knipsen! :EEK:

    Ich würde es sofort wieder machen ;-))

    Abends hatte ich keine Lust, groß essen zu gehen und habe es mir mit einem riesigen Sandwich vom Deli in der Tanke und ein paar Bierchen in meinem Zimmer gemütlich gemacht.

    Gruß

    Dirk

  • 18.3. Alabama Hills

    Und täglich grüßt das Murmeltier - äh. der Wecker, der mitten in der Nacht Randale macht.

    Auch heute hatte ich den Mobius Arch nicht für mich alleine aber immerhin waren nicht 8-10 andere Fotografen dort sondern nur 3. Davon ein Amerikaner, der in England wohnt und ein Engländer, der in den USA wohnt, oder so ähnlich. Die beiden waren sehr nett und so verging die Wartezeit im Flug. In die Quere gekommen sind wir uns auch kaum. Der Sonnenaufgang war heute deutlich schöner als am Vortag, also alles perfekt.

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    Von dem Zeitpunkt, wenn der Mobius Arch in der Sonne liegt, dauert es leider noch eine Stunde bis auch den Lathe Arch darunter die Sonne küsst. Viel Zeit für "Fotografenlatein" ;) .

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    Heute hatte ich vor dem Frühstück noch ein anderes Ziel - den Cyclops Arch. Die Wegbeschreibung hatte ich von Isas Seite und damit war es auch kein großes Problem den Arch zu finden. Ich hatte in Erinnerung, irgendwo gelesen zu haben, dass er am Morgen am besten zu fotografieren wäre aber das war eine Fehlinformation. Der späte Nachmittag wäre wohl besser gewesen.

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    In der Nähe dieses Spargels muss man suchen.

    So sieht man ihn zuerst:


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    Und das ist er in ganzer Schönheit:


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    Zurück am Hotel habe ich schnell die Bilder hochgeladen und das umgesetzt, was ich mir bereits gestern vorgenommen hatte: Zunächst habe ich im Dow Villa Motel ein Zimmer für die nächste Nacht gebucht und dann das BW in Overton storniert. Ich wollte ja schließlich noch ein paar mehr Arches in den Alabama Hills besuchen und Darwin wartete auch noch auf mich. Das VoF muss halt bis zum nächsten Besuch warten.

    Außerdem wär's ja langweilig gewesen, wenn ich tatsächlich mal eine Tour komplett wie geplant durchgezogen hätte ;)

    Danach war es für ein Frühstück schon ein wenig spät, so dass ich mich für einen "Brunch" entschieden habe: Ein Six Dollar Burger mit allem was dazu gehört bei Carl's jr. und dazu einen Kaffee :gg:

    Wohl gesättigt bin ich anschließend die Whitney Portal Road hochgefahren, die leider schon am Beginn der Serpentinen in die Berge hoch für den Winter gesperrt war. Aber zumindest zu Fuß bin ich noch etwas den Berg hoch und habe die Aussicht genossen.

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    Den Rest des Tages habe ich damit verbracht, kreuz und quer durch die Alabama Hills zu fahren und zu laufen. Ein paar wenige der über 400 Arches und ein paar andere Motive habe ich dabei im Bild festgehalten.

    Das hier war mal die Alabama Lady aber da hat wohl in der Zwischenzeit eine Geschlechtsumwandlung stattgefunden.

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    Den ersten Arch fand ich gleich am ersten Abzweig von der Movie Road. Keine Ahnung wie er heißt.

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    Selbst in dieser Felsen- und Wüstenlandschaft, die ja außerdem noch ein paar Meter höher liegt, fanden sich hie und da ein paar Blüten.

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    Der Heart Arch musste natürlich auch aufs Bild.

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    Und gleich dahinter findet sich noch ein Arch der ganz originell Behind the Heart Arch heißt.

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    Diesen Durchblick durch den Arch kriegt übrigens nicht jeder zu sehen. 1,90m muss man dafür schon sein ;) .

    So sieht er von der anderen Seite aus:


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    Ein Stückchen weiter entlang der Movie Road sieht man rechts über sich das "Eye of Alabama":

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    Nach ein wenig Kletterei wird man mit diesem Durchblick belohnt.

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    Von der Ausrichtung her könnte das auch ein Motiv zum Sonnenaufgang sein. Mal sehen, vielleicht morgen.

    Ein Arch, den ich beim letzten mal ausgelassen hatte, musste unbedingt noch "dran glauben". Der Whitney Portal Arch, den man über eine kurze Schotterpiste von der Whitney Portal Road aus erreicht. Von dem kleinen Parkplatz aus führt der Weg über eine Holzbrücke über den Bach, dann in einen sandigen Wash und von dort irgendwann den Berg hoch. Der Arch und seine Lage sind sehr schön aber irgendwie war mein Timing heute daneben. Hier wäre ich wohl besser morgens gewesen. Aber auch mit seitlichem oder halbem Gegenlicht fand ich ihn recht fotogen.

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    Inzwischen war es später Nachmittag und damit Zeit nochmal beim Cyclops vorbei zu schauen. Allerdings stellte ich unterwegs fest, dass ich dringend mal einen Boxenstop beim Hotel einlegen sollte. Danach sah ich schon vom Hotelparkplatz wie die Schatten der Sierra in die Albama Hills zogen, so dass es keinen Sinn mehr gehabt hätte nochmal los zu fahren. Mal wieder eine offene Rechnung für kommende Touren.

    Abends habe ich mich mit einem leckeren Essen bei Seasons verwöhnt und war anschließend recht früh im Bettchen.

    Gruß

    Dirk

  • 19.3. Alabama Hills - Las Vegas

    Der nächste Sonnenaufgang, diesmal aber ein neuer Arch. Das Eye of Alabama hat mir gestern sehr gut gefallen und hat auch die richtige Ausrichtung, so dass ich vor Sonnenaufgang dort hoch gekraxelt bin.

    Der Himmel war eher bedeckt aber das konnte ja noch werden. Zumindest hat es zunächst mal für eine schöne rote Färbung gesorgt.

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    In aller Ruhe habe ich mir durch den Arch angesehen, wie die Sierra Nevada so langsam vom Sonnenlicht erreicht wurde.

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    Was ich gestern falsch eingeschätzt hatte, war die Zeit, bis die Sonne den Arch selber erreicht. Fast eine Stunde habe ich gewartet.. Aber ich hatte zum Glück einen Kaffee im Thermosbecher, ein Snickers und genug zu rauchen dabei. Also habe ich es mir gemütlich gemacht und die Gedanken wandern lassen. Ist ja auch viel weniger anstrengend als selber zu wandern ;)

    Irgendwann war es dann endlich so weit, dass das Licht den oberen Bereich des Arches erreicht.

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    Kurz danach lag der dann ganz in der Sonne.

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    Ihr merkt schon, so furchtbar viele neue Motive gab es heute nicht ;)

    Aber ein anderes (wenn auch kein neues) Motiv habe ich doch noch zu bieten. Dem Cyclops habe ich noch einen Besuch abgestattet.

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    Bei überwiegend bedecktem Himmel waren die Lichtverhältnisse nicht ganz so schwierig wie gestern aber immer noch alles andere als optimal.

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    Danach gings es zurück nach Lone Pine - Auto beladen, auschecken, frühstücken. Bis ich auf dem Highway RIchtung Death Valley war, hatte sich der Himmel komplett zugezogen. Schade, aber bei drohenden Regenwolken in dieser RIchtung hatte ich keine Lust auf Darwin und die Dirtroad von dort nach Panamint Springs - schon wieder eine offene Rechnung für eine spätere Tour.

    Durchs Death Valley bin ich mit einem kurzen Stop im Souvenir-Shop von Stovepipe Wells in einem Rutsch durchgefahren. Ab und zu kam hier auch mal die Sonne raus und deutlich wärmer war es natürlich auch aber das richtige Fotolicht war es nicht. Deshalb habe ich auch bis auf ein paar Blümchen am Straßenrand keine weiteren Bilder gemacht.

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    Über das Amargosa Opera House, das so tot aussah, als wäre die letzte Vorstellung schon eine ganze Weile her, und Pharump bin ich weiter nach Las Vegas gefahren.

    Entlang der 160 wuchert die Stadt immer weiter in die Wüste hinein. Eine Reihenhaus-Siedlung neben der nächsten, noch deutlich mehr als bei meiner letzten Fahrt über diese Straße vor 2 Jahren.

    Am Strip angekommen war ich zuerst im Outlet Center und habe mir einen neuen Trolley gekauft. Meine Reisetasche hatte auf dem Hinflug irgendjemand umgestaltet. Ihm gefiel sie wohl mit nur einem Rad besser. Jetzt kann mir so etwas egal sein. Als stolzer Besitzer von 2 Delsey Trolleys mit lebenslanger Garantie kriege ich halt einfach Nachschub von Delsey. Dabei haben die Dinger nur die Hälfte von dem gekostet, was man in Deutschland dafür bezahlt.

    Die Valet-Jungs im Wynn haben etwas indigniert mein verdrecktes Auto angeschaut, sich dann aber entschlossen, es trotzdem in die Tiefgarage zu fahren. Der Checkin lief problemlos. Trotz Buchung über Hotwire habe ich auf Nachfrage ein Zimmer mit Stripview im 39.Stock bekommen. Das Zimmer war ein Traum, noch besser als im Bellagio oder im Venetian. Fotos habe ich aber keine davon gemacht, einfach vergessen.

    Dafür habe ich meine Rückkehr in die Zivilisation dokumentiert.

    Unrasiert und fern der Heimat:

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    Frisch geduscht, raisert und ausgehfein:

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    Den Abend habe ich nach einem Besuch am Buffet (immer noch sehr gut aber kurz nach der Eröffnung 2005 kam es mir noch besser vor) am Blackjacktisch verbracht, wo ich mit Mike Ditka (ehemaliger NFL-Trainer und Superbowl-Gewinner) einen echten Prominenten kennen gelernt habe. Er war ganz begeistert, dass ihn sogar ein Deutscher erkannt hat ;).

    War lustig. Er hatte seinen 50.000$-Superowl-Ring am Finger und hat konsequent zum Mindesteinsatz gespielt. Lag vielleicht daran, dass seine Frau neben ihm saß ;)

    Gruß

    Dirk

  • 20. + 21.3. Las Vegas - ohne Bilder

    Diesmal gibt es gleich 2 Tage auf einmal aber dafür keine Bilder, weil ich in Vegas die Kamera mal in der Tasche gelassen habe.

    Das Wynn hat mir sehr gut gefallen. Zu Finanzkrisen-Preisen bei Hotwire war es auch bezahlbar. Das Frühstücksbüffet bzw. der "Champagne-Brunch" am Samstag und Sonntag war noch besser als das Dinner-Buffet. wenn auch teuer. Obwohl, eigentlich war der Preis sogar o.k., wenn man bedenkt, dass ich Freitag wegen langer Schlange am Buffet im Coffee-Shop war und für Cappucino, Obstschale, eine Quiche und einen großen Chocolat-Chip-Cookie in Starbucks-Atmosphäre schlanke 27$ bezahlt habe. :EEK:

    Der Pool bzw. die Pools gehören auch zu den besseren. Es gibt sogar einen Pool "ab 21". Der unterscheidet sich von den anderen dadurch, dass es an der Poolbar Blackjack und Crapstische gibt und dass "european bathing" erlaubt ist (das Bikini-Oberteil darf in der Tasche bleiben).

    Gezockt habe ich dort nicht aber wenigstens ein wenig die Schönheiten der Natur bewundert - oder eher die Ergebnisse der kosmetischen Chirurgie. So viel aufgeblasene Möpse wie in Las Vegas sieht man wohl nirgendwo (nein, ich meine nicht die Hunde, das wäre ja Tierquälerei). Eigentlich sollten sie die Gegend in Silicon Hills umtaufen.

    Was gab es neues?

    Die Riesenbaustelle zwischen Bellagio und Monte Carlo nimmt langsam Gestalt an und trotz Finanzkrise wird fleissig gearbeitet. Das "City Center" wird ziemlich monströs werden.

    Im Planet Hollywood wird für männliche (und vielleicht auch manche weibliche) Zocker das Geld verlieren zumindest durch optische Reize versüßt. Be den Table Games gibt es 2 so genannte "Pleasure Pits", wo die Dealerinnen noch deutlich knapper bekleidet sind als die meisten Cocktail Waitresses in Vegas und dazu gibt es außerdem ein wenig Table Dance. Ich muss zugeben, die Mädels waren wirklich hübsch und gewonnen habe ich auch noch - kann ich also uneingeschränkt empfehlen ;)

    Am Ceasars wird schon wieder gebaut. Sah aus, als würde noch ein neuer Tower entstehen.

    Ich habe es schon wieder nicht geschafft, mal zum Red Rock SP zu kommen. Die Anziehungskraft der Schönheiten am Pool war einfach stärker ;)

    Das Montecito aus der Fernsehserie "Las Vegas" habe ich immer noch nicht gefunden. Ich glaube, das gibt es gar nicht! :EEK:

    Nicht so neu: Die Stadt ist weiter eine einzige ökologische Katastrophe, deren Zweck ausschließlich darin besteht, einem das Geld aus der Tasche zu ziehen, indem man in eine völlig irreale Welt versetzt wird, in der man viel mehr ausgibt als man eigentlich vorhatte. Oberflächlich, 100% auf Kommerz ausgerichtet, ein Fake neben dem nächsten, ein einziges falsches Lächeln - mit einem Wort: einfach geil! ;)

    Gezockt habe ich natürlich auch - Blackjack bis zum abwinken und die Verluste hielten sich erfreulicherweise in Grenzen.

    Vom letzten Tag gibt es dann auch wieder ein paar Bilder. Aber nicht mehr heute.

    Gruß

    Dirk

  • 22.3. Las Vegas - Mahattan Beach - Rückflug

    Traurig aber wahr, der Urlaub neigt sich rapide seinem Ende entgegen.

    Auch Petrus fand das traurig und hat dem Himmel einen grauen Trauerflor verordnet und sogar ein paar Tränchen verdrückt.

    Der gestrige Abend war zum Glück nicht allzu lang geworden, denn ich wollte auf dem Weg zurück nach L.A. heute endlich mal den Red Rock SP besuchen, an dem ich bisher immer nur vorbei gefahren war. Der graue Himmel sprach aber dagegen, es wird also ein weiterer Punkt offen bleiben.

    Daher habe ich mir erstmal in Ruhe das Frühstücksbuffet gegönnt und war erst so gegen 10:30h on the road. Die Wolken hatten sich eher noch noch weiter vermehrt und bei Primm fing es sogar an zu regnen. Zu meiner Überraschung stand ich gleich hinter Primm mitten in der Wüste im Stau an der dortigen Dauerbaustelle. "It's going home sunday" hieß es dazu im Radio. Ein Stückchen weiter hatte es vor Baker gescheppert und es staute schon wieder. Auf der ganzen Fahrt war die I15 ordentlich voll und vor allem wegen des stürmischen Wetters mit Böen bis über 100 km/h eher unangenehm zu fahren. Zwischendurch regnete es auch immer mal wieder.

    Ich hatte gehofft, dass sich das Wetter bis Kalifornien bessern würde und daran gedacht, mir noch das Antelope Valley Poppy Reserve anzuschauen. Diese Idee habe ich ganz schnell verworfen als ich im Radio gehört habe, dass in der Ecke Straßensperren wegen eines Schneesturms eingerichtet worden waren :EEK:

    Also bin ich ohne größere Unterbrechung nach L.A. durchgefahren und war schon gegen 16:30h in der Nähe des Flughafens. Das war nun deutlich zu früh. Der Flieger startete ja erst um 21:40h.

    Also bin ich kurz entschlossen noch ein wenig an den Strand nach Manhattan Beach gefahren. Der Himmel war inzwischen aufgeklart und die Sonne schien. Bei etwa 20°C blies allerdings immer noch ein ordentliches Windchen. Nordseewetter sozusagen.

    Den Einheimischen schien das Wetter nicht so zu gefallen. Einzelne waren sogar in Daunenjacken unterwegs, während ich in Shorts und T-Shirt nicht gefroren habe ;) .

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    Der Strand war menschenleer. Dort unten wäre man wohl sandgestrahlt worden.

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    Ich bin noch ein Stück die Promenade runter gelaufen und habe die netten kleinen Häuschen bewundet, die dort stehen. Hier könnte man es schon aushalten.

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    Nach einem gemütlichen Cappucino in einem kleinen Cafe in Strandnähe habe ich mich langsam auf den Weg zu Alamo gemacht. Die Autorückgabe verlief wie immer problemlos und kurze Zeit später hatte ich mein Gepäck abgegeben und saß in einer Bar am Flughafen.

    Das Bier war ganz lecker aber dass in den Fernsehern über der Theke die ganze Zeit Berichte über einen Flugzeugabsturz in Alaska liefen, hätte vielleicht nicht unbedingt sein müssen ;)

    Der Heimflug war ruhig und ereignislos. Als ich in DUS am Kofferband ankam, wurde ich gleich per Durchsage ins BA-Büro gebeten. Wie erwartet hatte es mein Gepäck bei einer Umsteigezeit in Heathrow von 1:15h nicht nach Düsseldorf geschafft. Auch gut, muss ich nicht lange warten und kriege es nach Hause geliefert. Ein Daypack mit Waschzeug und Zahnbürste gab es ungefragt obendrauf und die Koffer kamen per UPS am nächsten Tag wohlbehalten an.

    Und damit ging auch diese Reise wieder viel zu schnell zu


    Ende

    Gruß

    Dirk

  • Wieder tolle Tour....

    Nur Basketball würde ich meiden :smile2:

    Gruß Matze

    :usa4:

    :dynamo::werder: :cap:

  • wow, die wildflowers sind der Hammer!!

    Tolle Ecke, bis aufs Death Valley kenne ich davon nichts. Gefaellt mir aber gut

    Und Basketball game, wie cool!! ;like;

    E Aloha Kekahi i Kekahi

    Love One Another


    Gruss, Yvonne

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