Doc on Tour (2008) - Livebericht

  • 2.9.08 DUS - PHX

    Die Nacht war sehr kurz. Gestern habe ich noch bis Mitternacht alle möglichen beruflichen und privaten Dinge erledigt und dann erst angefangen zu packen. So war ich zwar erst um 3:00h im Bett aber jetzt habe ich zumindest den Kopf frei. Das war es wert (auch die Verschiebung des Abflugs von Freitag auf heute).

    Der Flug nach Heathrow war pünktlich und ruhig. Diesmal durfte ich im Terminal 5 bleiben. Ist schon ein ziemlich eindrucksvolles Teil auch wenn man gelegentlich eher das Gefühl hat, in einer riesigen Shopping-Mall zu sein als in einem Flughafen. Bin mal gespannt, ob sie das Gepäck-Chaos inzwischen im Griff haben und beide Taschen mit mir in Phoenix landen.

    Zu den B- und C-Gates fährt man mit einer Bahn, was die Sache deutlich beschleunigt. Auch der Flug nach PHX war pünktlich und ruhig. Dank der kurzen Nacht hatte ich keine Probleme, ein paar Stunden zu schlafen.

    Immigration, Baggage Claim und Customs haben sich diesmal ziemlich hingezogen, so dass es erst gut eine Stunde nach der Landung endlich die erste Zigarette auf amerikanischemm Boden gab.

    Nachdem der Nikotinspiegel wieder in vernünftigen Bereichen war, brachte mich der Shuttlebus zum Rental Car Center. Bei National war es leer und ich kam sofort dran. Da ich das Auto in Denver wieder abgebe, bekam ich einen Toyota 4Runner aus Colorado zugeteilt. Machte einen guten Eindruck, auch wenn er schon knapp 20.000 Meilen drauf hatte. Bei näherer Untersuchung fehlte aber der Schraubenschlüssel. Da ich ja in den letzten Jahren keinen Urlaub ohne Plattfuß hinter mich gebracht habe, war das ein k.o. Kriterium. Also zurück zum Schalter. Fast hätte ich den Meister dort überzeugen können mit den Toyota Sequoia mit 5.4l 8Zylinder, den ich auf dem Parkdeck gesehen hatte, ohne Aufpreis zu geben. Er hat dann aber leider doch noch gemerkt, dass es sich um eine One-Way-Miete handelt und der Sequoia dafür nicht infrage kommt. Letztlich ist es dann ein weißer Trailblazer geworden, fast neu (unter 2000 Meilen) und in Nobelausführung mit Ledersitzen. Mal schau'n, wie die in drei Wochen aussehen ;).

    Das Hotel habe ich auch ohne Navi problemlos gefunden. Ich wohne im Marriott Old Town Suites in Scottsdale. Ziemlich nobler Laden, der im Moment bezahlbar ist, weil es wegen der Renovierung Sonderpreise gibt (100$ statt sonst wohl gerne auch mal über 300$).

    Ist übrigens mollig warm hier (40°C bei Ankunft und jetzt (22:00h) auch noch locker über 30°.

    Morgen gibt's die erste Dosis Staub für die Ledersitze, wenn ich den Apache Trail unter die Räder nehme.

    Bis denne

    Gruß

    Dirk

  • 3.9.08 Casa Grande Ruins, Apache Trail, Superstituos Mountains

    Dem Jetlag sei dank war ich schon um 5:40h wach. Erfahrungsgemäß wird es dann meistens nichts mehr mit weiter schlafen. Also konnte ich auch gleich aufstehen. Duschen, Tasse Kaffe, Zigarette auf dem kleinen Balkon (auf dem eigentlich auch rauchen verboten ist aber das Schildchen habe ich einfach übersehen), Klamotten ein bisschen umgepackt und um 6:30h war ich unterwegs. Mein erster Weg führte mich in den Süden von Phoenix. Stau gab um diese Zeit noch keinen, so dass ich nach etwa einer Stunde da war. Da das NM erst um 8:00h öffnet, hatte ich Zeit im Supermarkt gegenüber was zum Frühstück zu besorgen. 2 Burritos und 2 hartgekochte Eier, sowie einen halben Liter Kaffee und eine Zigarette später war es 8:00h und ich gut gesättigt. Bei dem NM handelt es sich um die Überreste einer Siedlung der Hohokam Indianer, die vor etwa 800 Jahren gegründet wurde. Piéce de resistance ist das namensgebende große Haus, das als Getreidespeicher, Gemeindehaus und wohl auch astronomischen Ecken diente. Zum Schutz vor dem Wetter ist es überdacht, was archeologisch sicher sinnvoll aber ästhetisch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss ist.

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    Im Visitor Center gibt es eine kleine ganz interessante Ausstellung über die Hohokam, die über einige Jahrhunderte in dieser Gegend lebten und ein ausgedehntes Netz von Bewässerungskanälen gebaut und unterhalten haben.

    Das ist übrigens das Autochen, mit dem ich durch die Lande kurve. Ich habe es Schneeweißchen getauft, weil ich mir gedacht habe, dass wer sich so mit Lederklamotten und Lackschühchen (äh, Alufelgen) aufbrezelt, wohl weiblich sein muss :MG:

    Mal sehen, ob ich es schaffe Schneeweißchen mit Hilfe von viel rotem Staub in Rosenrot zu verwandeln (und was dann National dazu sagt ;)).

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    Weiter ging es über Florence Junction und ein Stückchen I60 nach Apache Junction, wo ich auf die SR 88, den Apache Trail abgebogen bin. Gleich zu Beginn dieser Strecke kommt man nach Goldfield, einer in den 80er Jahren auf den Fundamenten einer alten Minenstadt nachgebauten „Geisterstadt“. Man muss zugeben, dass der Nachbau ziemlich gelungen ist. Dafür dass hier nach Aussagen eines der Guides nur noch die Grundmauern standen, wirkt das alles recht authentisch. Ich wäre darauf reingefallen.

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    Auch die Minenführung ist im Grunde reiner Be***iss. Die originale Mammoth Mine ist schon vor über 100 Jahren abgesoffen, als man ein unterirdisches Wasserlager angebohrt hat und für die Führung wurde ein Stückchen Mine nachgebaut. Auch hier wieder sehr gut. Selbst die gefakte Fahrstuhlfahrt nach unten wirkt tatsächlich echt. Wenn man sich eifach auf das Spiel einlässt, lohnt sich ein Besuch hier auf jeden Fall.

    Nett war vor allem auch Dan, unser Führer in die Mine, der selbst ein „Nachbau“ der alten Minenarbeiter zu sein schien.

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    Ein Bimmelbähnchen gibt es auch noch aber nicht im Sommer.

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    Wenn man sich den Parkplatz ansieht, scheint es einigen der Gäste hier sehr gut zu gefallen, so lange wie sie schon da sind.

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    Hinter Goldfield kommt als nächstes die Abfahrt zum Lost Dutchman State Park aber der stand noch nicht auf dem Programm.

    Durch eine wunderschöne Wüstenlandschaft fährt man weiter auf asphaltierter Straße an einem Viewpoint mit schönem Blick auf den Canyon Lake vorbei nach Tortilla Flats, einer weiteren „Ghost Town“.

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    Hier sind wohl zumindest die Häuser echt, aber geistern tut hier nichts, höchstens die Geister in den Restaurants und Giftshops ausgenommener Touries. Attraktion des Örtchen ist das Kaktuseis aus den Früchten des Prickley Pear Cactus. Durchaus lecker, schmeckt fast wie Himbeere.

    Mein Aufenthalt dort wurde noch etwas verlängert, weil dort Straßenbauarbeiten im Gang waren und ich auf ein Pilot Car warten musste.

    5 oder 6 Meilen weiter hört der Asphalt auf und ich konnte Schneeweißchen eine erste Dosis Staub verpassen. Über eine gut ausgebaute Dirtroad, die auch mit normalem PKW zu befahren ist geht die Fahrt weiter durch den Fish Creek Canyon über diverse Serpentinen hinunter und dann am Apache Lake vorbei bis man schließlich den Roosevelt Damm erreicht.

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    Der Damm in diesem schmalen Canyon und der See dahinter sind durchaus eindrucksvoll, auch die Brücke dahinter ist nicht übel.

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    Mir hat die Strecke so gut gefallen, dass ich mich entschieden habe, den selben Weg wieder zurück zu fahren. Hat sich schon alleine deshalb gelohnt, weil es in der anderen Richtung wieder ganz andere Aussichten gibt und außerdem das Licht jetzt am Nachmittag deutlich schöner war.

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    Einfach traumhaft!

    Gegen 18:00h war ich am Eingang des Lost Dutchman State Park. Hineinzufahren hätte sich nicht mehr gelohnt. Also habe ich mir direkt bei der Entrance Station eine Stelle mit schönem Blick auf die Superstition Mountains gesucht und auf den Sonnenuntergang gewartet. Hat sich gelohnt!

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    Zum Schluss noch ein Blick in die andere Richtung. Diese Wolken hätte ich mir über den Superstitions gewünscht (vielleicht erfüllt mir Photoshop diesen Wunsch ja noch ;)).

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    Bis ich wieder im Hotel war, ein kaltes Bier gezischt und geduscht hatte ging es schon auf 9 Uhr zu, so dass ich nur noch im Hotelrestaurant ein Steak gegessen habe. War gar nicht übel. Zum Bericht schreiben und Bilder bearbeiten hatte ich danach keine Lust mehr.

    Apropos Steak. Jetzt muss ich auch erst mal was essen gehen. Schauen wir mal, ob ich danach noch Lust für den Bericht von heute habe ;).

    Gruß

    Dirk

  • 4.9.08 Tonto NM, Four Peaks Wilderness


    Wieder war ich vor 6:00h wach und gegen 6:45h auf der Piste. Über die 101 und die I60 habe ich mich auf den weg zum Tonto NM gemacht. Zieht sich ganz schön die Strecke, zwei Stunden habe ich gebraucht. Nachdem ich im Visitor Center meinen Nationalparkpass vorgezeigt hatte, durfte ich mich auf den Anstieg machen. Über eine halbe Meile geht es etwa 100 Höhenmeter den Hang hoch. Leider waren die Ruinen selber wegen aggressiver Bienen gesperrt aber für ein Foto kam man nahe genug heran.

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    Auch der Blick auf den Lake Roosevelt von hier aus ist nicht übel.

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    Auf dem Rückweg hat sich noch dieses Modell auf einem Ocotilloast für mich in Pose geworfen.

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    Über die El Oso Road durch die Four Peaks Wilderness konnten die beiden Ranger mir nichts sagen. Aber sie gaben mir den Tip, im Visitor Center des National Forest Service am See nachzufragen. Lag ja sowieso auf dem Weg, also warum nicht. Die Rangerin dort sagte, sie sei die Strecke vor zwei Jahren zuletzt gefahren. Damals sei sie ziemlich rauh gewesen und seitdem sei dort nichts mehr getan worden. „Definetly 4 wheel drive1!“

    Auf die Frage, ob das mit dem Miettrailblazer machbar sein, machte sie ein bedenkliche Gesicht und sagte „may be“. Auch umdrehen sei wegen der engen Piste nicht so einfach.

    Das klang jetzt nicht so gut aber versuchen wollte ich es auf jeden Fall. Ich nahm mir vor, an der ersten Stelle, die mir nicht geheuer war, umzudrehen. Um es vorweg zu nehmen: Diese Stelle kam nie.

    28 Meilen ganz normale Dirtroad ohne größere Schwierigkeiten. An ein paar Stellen war es ziemlich steil, zum Teil recht steinig und ein paar Auswaschungen gab es auch aber nichts wofür man 4WD gebraucht hätte.

    Gut zwei Stunden (incl. Fotostop, Pinkel- und Zigarettenpausen) bin ich durch eine einsame Berg- und Wüstenlandschaft gefahren. Sehr schön und zumindest an einem Wochentag relativ einsam. Drei Autos und ganz am Ende zwei ATVs sind mir begegnet.

    Ansonsten lasse ich lieber Bilder sprechen:

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    Blick zurück auf den Lake Roosevelt

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    Die erste von drei "Flussquerungen", die anderen waren ungefähr genauso "anspruchsvoll".

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    Da sind sie, die Four Peaks

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    Noch mal ein Blick zurück auf die Gipfel

    An der Einmündung zur SR 87 bin ich zunächst mal nach Norden abgebogen, einfach weil die Strecke die Berge hoch nett aussah. Irgendwo konnte ich dann ja drehen. Das irgendwo war letztlich die Kreuzung mit der 189, so dass ich hin und zurück mal eben knapp 50 Meilen nur so zum Spass durch die Berge gebrettert bin. Hat aber wirklich Spaß gemacht, mit 65 oder auch manchmal etwas schneller die Kurven durchzuheizen ;)

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    Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, heute nachmittag ein wenig den Lost Dutchman SP zu erwandern aber inzwischen zeigte das Thermometer 105°F. Viel zu warm zum wandern! Also zurück zum Hotel und ab an den Pool. Im Wasser konnte man es aushalten aber selbst auf der Liege im Schatten war es mir auf die Dauer zu heiß, so dass ich zurück ins klimatisierte Zimmer bin, um das Eröffnungsspiel der NFL-Saison zu schauen und dabei Reisebericht zu schreiben. Abends hat es ein bisschen abgekühlt, so dass ich noch eine Runde durch Scottsdales Oldtown gedreht, etwas gegessen und in einer Bar noch ein Bier getrunken habe.

    Gruß

    Dirk

  • 5.9.08 Tuba City und Umgebung

    Jetlag scheint ausgestanden zu sein. Jedenfalls bin ich erst gegen 8:00h wach geworden. Da werde ich ab jetzt wohl den Handywecker stellen müssen.

    Irgendwie war ich an dem Tag etwas langsam. Duschen, Zähnchen putzen, Kaffee und Zigarette auf dem Balkon, kurzer Blick ins Forum, Klamotten packen, schon war es 10:00h.

    Zum Frühstück gab es noch einen (richtigen) Kaffee und einen Muffin bei Starbucks.

    Die Fahrt nach Tuba City hat sich ganz schön gezogen, vor allem wegen der einen oder anderen Baustelle. Eigentlich wollte ich mich im Cameron Trading Post etwas umsehen aber da es schon so spät war, habe ich darauf verzichtet. Dabei habe ich völlig vergessen, dass ich in Cameron ja auch nach Permits für Coal Mine Canyon und den allgemeinen Permitregeln fragen wollte. Werde ich nachholen.

    So bin ich dann, nachdem ich im Hotel eingecheckt und mein Gepäck abgeladen hatte, ohne Permit zum Coal Mine Canyon gefahren. Wirklich ein Schatz, der da nur ein paar Hundert Meter neben dem Highway liegt.

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    Danach bin ich bis Kykotsmovi durchgefahren, um fallsmöglich wenigstens zum Blue Canyon legal zu kommen. Beim Hopi Tribal Office war aber niemand mehr. Freitag nachmittags nach 16:00h ist wohl schon Feierabend. Ich hatte auch total vergessen, dass es bei den Navajo ja die Sommerzeit gibt. Obwohl bei den Hopi ja wohl wiederum nicht, oder?

    Also „musste“ ich auch ohne Permit zum Blue Canyon. Die Abfahrt zur IR 7 war problemlos zu finden und der Weg zum Canyon genauso. Die Dirtroad dorthin war gut zu fahren, nur der Wash kurz vor dem Ziel war mit einer etwas zerfurchten, steilen Abfahrt und etwas Matsch im Wash selbst etwas anspruchsvoller. Bis dahin wäre man wohl auch mit einem normalen PKW gekommen.

    Der Blue Canyon war ein Erlebnis. Ich hatte gar nicht erwartet, dass das Gebiet mit den Zipfelmützen und Schokohoodoos so groß ist. Zuerst bin ich natürlich zu den bekannten Zipfelmützchen gelaufen, die man schon von weitem sieht.

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    Da ist aber schon ganz schön was runter gekommen, Schade!

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    Danach habe ich mich dahinter umgesehen. Weiter hinten gibt es größere Mengen von Schokoladeneiskugeln.

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    Auch weiter links von der Straße aus gesehen gibt es viele interessante Formationen, von denen viele leider schon im Schatten lagen. ich habe sicher kaum mehr als 2/3 gesehen, obwohl ich fast zwei Stunden dort herumgelaufen bin.

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    Zum Sonnenuntergang war ich dann wieder bei den „Stars“ der Gegend. Immer wieder toll zuzuschauen, wie sich das Licht fast jede Minute ändert.

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    Kurz bevor die Sonne endgültig hinter dem Horizont verschwand, habe ich ich losgerissen. Ich hatte ja schließlich noch ein paar Meilen Dirtroad vor mir. Zurück habe ich die nördliche Route genommen. Auch hier ein Wash, der allerdings völlig trocken war und vielleicht etwas mehr Sand und Waschbrett aber das kann auch daran gelegen, haben, dass ich mehr Gas gegeben habe, um noch im letzten Dämmerlicht den Asphalt zu erreichen. Hat auch geklappt.

    Um 19:30 Arizona-wir-machen-bei-der Sommerzeit-nicht-mit-Zeit oder 20:30 Navajo-wir-aber-doch-Zeit war ich wieder im Hotel. Das Restaurant hatte leider nur bis 21:00h geöffnet. Da ich mich zumindest noch etwas entschwitzen und entstauben wollte, blieb zum Abendessen nur das große M gegenüber. Na ja, ich hab's überlebt.

    Inzwischen bin ich in Page angekommen (Bericht folgt) und Treffe mich gleich mit Gerd und seinen Kumpeln zum essen.

    Gruß

    Dirk

  • 6.9.08 Marble Canyon – Todstool – Page

    Wieder erst um 8:00h wach geworden. Ich muss wirklich anfangen, mir den Wecker zu stellen.

    Frühstück für Schneeweißchen und mich gab es bei der Tankstelle (15 Gallonen Regular, ein Kaffee und ein Sandwich). Da ich heute etwas mehr Zeit hatte, bin ich zum Cameron Trading Post zurück gefahren. Das Little Colorado Parks Office, wo ich nach Coal Mine Canyon Permits fragen wollte, war natürlich samstags geschlossen. Im Trading Post habe ich mich nach einem Navajo Rug umgesehen. Hab auch sofort einen gefunden, der mir gut gefallen würde, allerdings nur im Musterbuch der Weberin. Ich hätte natürlich einen bestellen können aber zwei Dinge sprachen dagegen: 3 bis 4 Jahre Wartezeit und der Preis von über 5000$. Eigentlich finde ich das nicht mal teuer, nachdem ich gehört habe, dass sie an einem Teppich dieser Größe bei 8h/Tag etwa 3 oder 4 Monate arbeitet. Trotzdem ist mir das "etwas" zu viel.

    Also habe ich mich unverrichteter Dinge auf den Weg nach Page gemacht. Aber nicht direkt. Erst bin ich auf die 89A abgebogen und habe einen Besuch beiden Navajo Bridges und im Marble Canyon bei Lees Ferry gemacht.

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    Navajo Bridge alt und neu

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    Balanced Rocks

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    Mini-Stromschnellen

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    Lonely Dell Ranch

    Eigentlich hatte ich vorgehabt über die House Rock Valley Road weiter zu fahren, ab wie ich beim Visitor Center bei den Brücken erfahren habe, ist die wegen Überflutung des Buckskin Wash geschlossen. Deshalb habe ich mich rechtzeitig auf den Weg gemacht, um noch zu den Öffnungszeiten des BLM Visitor Centers in Big Water und der Pariah Contact Station anzukommen, um Infos über die Befahrbarkeit der umliegenden Dirtroads zu bekommen.

    Die Rangerin in Big Water war klasse. Cottonwood Canyon Road und House Rock Valley Road sind offiziell gesperrt aber mit 4WD befahrbar, die Piste zu den Wahweap Hoodoos (ehemals BLM 430) gibt es offiziell nicht mehr ist aber befahrbar. Wird nur nicht empfohlen, weil dort keine Ranger mehr langfahren und die Piste nicht mehr unterhalten wird. „But if you know, what youre doing, you do it on your own risk.“ Cottonwood Canyon Road? Gesperrt aber sie ist sie selber am Tag zuvor gefahren.

    Bei der Paria Contact Station hat sich meine Hoffnung zerschlagen, dass der Regen der letzten Wochen die Piste zur White Pocket und zu den CBS etwas besser gemacht hätte. „Very deep sand!“ war der einzige Kommentar. Aber immerhin: „Some people have been there and some made it back.“ Sehr beruhigend!

    Ich war dann noch ein Häuschen weiter bei Pariah Outpost, um mich nach einer Tour zu erkundigen. Sonntag war die Tour ausgebucht, Montag fahren sie woanders hin, Dienstag hätte ich noch eine Chance, wenn sich noch mehr Mitfahrer finden. Ich werde da nochmal anrufen.

    Auf dem Weg zurück nach Page habe ich noch einen alten Freund besucht – Toadstool Hoodoo. Immer wieder einen Besuch wert, einfach zu erreichen und incl. der Umgebung einfach schön.

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    Am Lone Rock war ich auch noch. Am Strand war die Hölle los, voll geparkt mit Campern aller Größen, überall Barbecues, sogar eine Hochzeitsfeier fand dort statt. Ich wäre fast dageblieben aber ich hatte ja noch eine Verabredung mit Gerd und seinen Freunden.

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    Wart ein schöner Abend mit den dreien. Gutes Essen, leckeres Bier und nette Gesellschaft, was will man mehr?

    Gruß

    Dirk

  • 7.9.08 Slotcanyons

    Heute war Canyontag.

    Nachdem ich ausgeschlafen und gefrühstückt hatte, bin ich zum Lower Antelope Canyon gefahren. Der Anblick des vollen Parklatz hat mich etwas geschockt aber nicht davon abgehalten, hinein zu gehen. Auch wenn es etwas voll war, hat es sich trotzdem gelohnt. Diesmal durfte ich auch bis zum Ende. Vor 4 Jahren war der untere Teil des Canyon noch wegen Überflutung gesperrt gewesen.

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    Nach knapp drei Stunden hatte ich genug und bin zum Hotel zurück gefahren. Nachmittags sollte der Water Holes Canyon auf dem Programm stehen. Aber für eine kurze Pause und etwas Football war noch Zeit. Es kam, wie es kommen musste: Ich bin beim Football eingepennt. Deshalb war ich viel später als geplant am Parkplatz am Water Holes Canyon. Nach einem kurzen Blick auf das bekannte Autowrack flussabwärts bin ich den Canyon ein ganzes Ende flussaufwärts gelaufen. Mit dem Lower Antelope kann er natürlich nicht mithalten aber einen Besuch ist er auf jeden Fall wert.

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    Besonders weil man mit dem Permit (ja, ich habe endlich mal eins bekommen ;) ) nicht nur den Canyon besuchen kann sondern auch die Great Wall, eine tolle Location zum Sonnenuntergang mit vielen filigranen Sandsteinstrukturen.

    Kein echter Geheimtip mehr, wie man an der Zahl der Fotografen sehen kann aber es war Platz genug für jeden.

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    Mit zwei amerikanischen (Hobby-)Fotografen habe ich mich ganz nett unterhalten und für abends noch auf ein Bier verabredet.

    Bei einem ist es erwartungsgemäß nicht geblieben und ein oder zwei Tequila sind auch noch dazu gekommen. War ein richtig netter Abend.

    Gruß

    Dirk

  • 8.9.08 Rimrock Hoodoos

    Heute war ein fauler Tag. Morgens war ich irgendwie nicht so richtig fit. Zu wenig Schlaf oder war vielleicht doch eins von den Bierchen gestern schlecht?

    Nach dem Frühstück bin ich zum Walmart gefahren, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen, unter anderem eine große Schaufel (kleine gab es nicht). Ich habe mich nämlich in der Zwischenzeit entschlossen, auch alleine zu den CBS zu fahren.

    Dementsprechend bin ich nach einem kurzen Zwischenstop an der Wahweap Marina zur Paria Contact Station gefahren und habe ein Permit erstanden (endlich mal wieder ;)).

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    Mit Permit und Wegbeschreibung ging es danach weiter zur Cottonwood Canyon Road, der ich aber nur für drei Meilen gefolgt bin, bevor ich mir einen Platz zum parken gesucht habe. Von dort bin ich querfeldein Richtung Südwesten marschiert, bis ich zu einer Felskante mit Blick auf die Rimrocks und die umgebende Landschaft gekommen bin. Hier habe ich mir erst mal ein Plätzchen im Schatten gesucht und den Blick genossen.

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    Dann habe ich mir einen Weg den Hang hinunter zu den Hoodoos gesucht. War eine ganz schöne Kletterei, vor allem in der Mittagshitze. Ganz hinunter bin ich nicht gekommen. Irgendwann stand ich an einer Kante, wo ich zwar die 2 Meter auf dem Hinterteil hätte runter rutschen können aber wahrscheinlich nie wieder hoch gekommen wäre. Da es mit inzwischen viel zu heiß war, um weiter herum zu klettern, habe ich halt von dort aus ein paar Bilder gemacht und bin dann wieder zum Rim hoch gekraxelt.

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    Auf dem Rückweg habe ich einen Stop am Wahweap-Viewpoint eingelegt, der mich aber wie beim letzten Mal nicht so richtig begeistern konnte.

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    Abends war ich dann etwas nüchterner und etwas früher im Bett als am Vortag. ;)

    Gruß

    Dirk

  • 9.9.08 Regen, Canyon und Coloradoschleife


    Morgens bewölkter Himmel und sogar etwas Regen. Irgendwo muss es auch gewittert haben, denn in der Umgebung des Hotels war eine Zeit lang der Strom weg. Zum Glück nicht bei Dennys, so das ich zumindest Frühstück bekommen habe. Nach einem kurzen Einkauf klarte es dann langsam auf.

    Gegen 11:00h habe ich mich auf den Weg gemacht. Allerdings nicht zu den CBS, denn Richtung Westen hingen immer noch dicke schwarze Wolken. Im Süden sah es deutlich besser aus, so dass ich noch einmal zum Marble Canyon gefahren bin.

    Unterweg habe an einem Viewpoint an der 89 angehalten. Die Aussicht von dort war ganz nett aber der Jahrmarkt an den Souvenirständen hat mir noch besser gefallen.

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    Auch die Indianer haben sich inzwischen auf die vielen Deutschen hier eingestellt.

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    Am Marble Canyon lachte dann tatsächlich die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel. Also habe ich mich in den Cathedral Wash hinunter getraut, den ich schon länger auf der Liste hatte.

    Das erste Stück ist noch recht langweilig. Man läuft einfach einen breiten Wash hinunter. So nach 15 Minuten wird es dann interessanter. Die Canyonwände werden immer höher und langsam auch enger und die eine oder andere kleine Klettereinlage wartet auch auf einen.

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    Nichts zu anspruchsvolles, macht einfach Spaß. Später hört man dann ein leises rauschen, dass immer lauter wird und irgendwann hat man den Colorado erreicht. Ein wirklich schönes Fleckchen dort unten.

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    Den Vorschlag von Laurent Martres dort „skinnydipping“ zu gehen habe ich ausgelassen. Erstens weil das Wasser wirklich sch**ßkalt war und zweitens weil inzwischen doch wieder dunkle Wolken aufgezogen waren und es bedrohlich zu grummeln begann. Erstaunlich, wie sehr einen so ein bisschen Donner motivieren kann ;) . Runter in den Canyon habe ich 50 Minuten gebraucht. Bergauf habe ich es in unter 40 Minuten geschafft. Nass geworden bin ich aber trotzdem noch aber bei 85°F ist das ja nicht ganz so unangenehm. Oben angekommen schien natürlich wieder die Sonne ;-)) .

    Da ich schon mal fast da war, bin ich anschließend noch zu einer Stippvisite bei den Cliff Dwellers vorbei gefahren.

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    Schon eine bescheuerte Idee, hier ein „Haus“ zu bauen.

    Auf dem Rückweg nach Page musste ich mal wieder einen Blick von oben auf den Colorado werfen. Der Horseshoe Bend ist immer noch genau faszinierend wie beim ersten Besuch.

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    Dort habe ich mich ein Stündchen sehr nett mit einem Paar aus Bayern unterhalten, die mit dem Womo unterwegs waren und auch eindeutig mit der Südwestseuche infiziert. Gegen 17:30h war ich wieder im Hotel. War trotz der Wetterkapriolen ein schöner Tag. Den Cathedral Wash kann ich nur empfehlen.

    Gruß

    Dirk

  • 10.9.08 Bryce Canyon

    Die schönen Tage in Aranjuez (äh, Page) sind nun zu Ende. Klamotten gepackt, Auto beladen, gefrühstückt und los ging es. Geplant war die Fahrt über die Cottonwood Canyon Road mit vielleicht dem einen oder anderen Abstecher und dann weiter nach Escalante. Der Wettergott war dagegen. Über dem Grand Staircase Escalante hingen dunkle Wolken und schon auf der 89 erwischte mich der erste Schauer. Also blieb mir nichts anderes übrig als über Kanab und den Bryce Canyon zu fahren. Unterwegs wurde das Wetter dann langsam wieder besser. Im Red Canyon war es noch bewölkt, die roten Felsen waren aber trotzdem ein paar Bilder wert.

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    Kurz vor dem Bryce Canyon setzte sich dann endgültig die Sonne durch. Nach kurzem nachdenken (eigentlich hatte ich mich schon unterwegs dazu entschieden) bin ich abgebogen, habe mir bei Rubys Inn ein Zimmer besorgt (Glück gehabt, das letzte!) und bin zum Bryce gefahren.

    Der erste Blick in den Canyon war wie immer atemberaubend. Für mich ist der Blick vom Sunrise oder Sunset Point nach wie vor der schönste, den ich kenne. Das war heute schon mein vierter Besuch hier und ich war wieder überwältigt von der Schönheit dieser Landschaft.

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    Große Wanderungen hatte ich nicht vor. Ich bin einfach vom Sunset Point aus den Canyonrim entlang gelaufen über den Sunsetpoint, ein Stückchen den Trail zur Tower Bridge hinunter und dann wieder zurück. Den Sonnenuntergang habe ich mir heute geschenkt. Erstens hatte ich Hunger und zweitens war es mir am Sunsetpoint zu voll. Auch etwa 90 Minuten vor Sonnenuntergang war das Licht aber schon sehr schön.

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    Auf dem Rückweg zum Hotel bin ich aber noch einmal abgebogen und habe endlich mal den Fairytale Canyon besucht. Stand schon lange auf meiner Liste. Hat sich gelohnt. Auch von hier aus hat mein einen tollen Blick in einen anderen Teil des Canyons. Und ich hatte den Viewpoint fast für mich alleine.

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    Wie es weitergeht mache ich vom Wetter abhängig. Wenn morgens die Sonne scheint geht es vielleicht noch einmal zum Bryce und zum Kodchrome Basin, das ich bisher nur bei bewölktem Himmel kenne. Wenn nicht, fahre ich gleich weiter nach Escalante und hoffe, dass es dort besser ist.

    Immer schön flexibel bleiben ;-))

    Gruß

    Dirk

  • 11.9.08 Kodachrome Basin – Escalante - Torrey

    Ich zitiere mal meinen Reisebericht von 2006: „Das mit dem Sonnenaufgang üben wir nochmal Heute bin ich zwar brav aufgestanden, als der Wecker geklingelt hat. Dafür hatte ich aber gestern vergessen, dass mit der Umstellung auf Winterzeit der Sonnenaufgang irgendwie eine Stunde früher stattfindet“. Winterzeit gab es zwar diesmal keine aber auch wenn man von Arizona nach Utah fährt muss man die Uhr umstellen. Bei der Armbanduhr hatte ich auch dran gedacht, beim Handy, das ja auch als Wecker dient, nicht. Also war es schon hell als der Wecker klingelte.

    Wie heißt es doch so schön: Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen ... :wut1: ;)

    Egal, Sonnenaufgangsbilder vom Bryce habe ich schließlich genug.

    Also bin ich nach dem Frühstück (jetzt hatte ich ja Zeit) gar nicht mehr in den Bryce sondern gleich zum Kodachrome Basin SP gefahren. Hat mir sehr gut dort gefallen. Zuerst bin ich, nachdem ich die Scenic Road abgefahren hatte, den kurzen Nature Walk gelaufen, der an den schönsten Felsformationen vorbei führt.

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    Danach ging es über eine kurze Dirtroad zum Chimney Rock.

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    Auf dem Rückweg von dort war ich beim Shakespeare Arch, der leider noch im Schatten kag.

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    Aber dafür bin ich den Sentinel Loop gelaufen, der direkt am Arch startet und zu mehreren phantastischen Aussichtspunkten führt, von denen man sowohl den Bryce Canyon und das umliegende Plateau als auch de westlichen Teil des GSENM incl. Cottonwood Canyon Road sieht.

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    Zurück zur Utah 12 sah man schon wieder dunkle Wolken heranziehen.

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    Bis Escalante bin ich noch vor den Wolken hergefahren aber dort zog es sich dann immer mehr zu, so dass der geplante Trip die Hole-in-the-rock Road herunter (z.B. Broken Bow Arch) ausfiel. Ich bin stattdessen gleich Richtung Torrey und Capitol Reef durchgestartet. Zuerst gab es noch ein paar sonnige Abschnitte, do dass ich die SR 12 noch etwas genießen konnte, aber in den Bergen hat es dann angefangen zu regnen.

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    Der Capitol Reef NP lag immerhin in der Sonne als ich dort ankam aber das änderte sich auch schnell. Für ein paar Fotos vom Panorama Point hat es noch gereicht aber als ich wieder aus dem Visitor Center kam, wo ich mich über die Straßen durchs Cathedral Valley erkundigt habe. Sieht ganz gut aus und der Wetterbericht sagt ab morgen Sonne voraus.

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    Ich hatte jetzt keine Lust mehr und habe ein Zimmer im Best Western genommen (schon wieder das letzte) und mich noch ein wenig mit dem Sessel vors Zimmer gesetzt und gelesen. Das Wetter war weiter recht unterhaltsam, ein fröhlicher Wechsel von Sonne und Wolken und auch ein paar Tröpfchen von oben. Abendessen gab es im Hotelrestaurant, war gar nicht schlecht.

    Gruß

    Dirk

  • 12.9.08 Cathedral Valley

    Beim vierten Besuch im Capitol Reef sollte es endlich klappen.

    Nach dem Frühstück war ich einkaufen und tanken und noch einmal im Visior Center. Der Wetterbericht sah gut aus, die Straßen durchs Cathedral Valley sollen auch in Ordnung sein, also los.

    Die Fahrt durch die Furt des Freemont River war problemlos. Das Wasser was nur ca. 25 cm tief.

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    Nach ein paar Meilen ein Warnhinweis, dass es nicht jeder wieder aus dieser Wüste heraus geschafft hat.

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    Den nächsten Fotostop habe ich bei den Betonite Hills eingelegt. Faszinierend diese Landschaft. Absolut lebensfeindlich und trotzdem farbenfroh und irgendwie schön.

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    Weiter ging es über weiterhin relativ gute Dirtroads zum Lower South Desert Overlook mit dem tollen Blick auf den Jailhouse Rock.

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    Hier habe ich das erste andere Auto gesehen. Auf dem Rückweg habe ich nicht schlecht gestaunt, als ein normaler PKW auf dem Parkplatz stand. Die Straßenverhältnisse bis hierher waren zwar recht gut aber ohne wenigstens ordentliche Bodenfreiheit hätte ich mich das nicht getraut. Andere sind da wohl mutiger. Umso erstaunter war ich als dem Auto zwei amerikanische Rentner entstiegen.


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    Ein paar Meilen weiter habe ich mich auf eine kleine Querfeldeinwanderung gemacht, um zwei alte Bekannte wieder zu sehen. Die Temples of the Sun & the Moon, nur diesmal um die Mittagszeit und von oben.

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    Ehrlich gesagt haben sie mir von unten zum Sonnenaufgang vor zwei Jahren besser gefallen.

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    Auf der Weiterfahrt Richtung Upper Cathedral Valley wurden die Straßenverhältnisse langsam etwas rauher. Ziemlich steinig und ein Dutzend Washes, die überquert werden wollten. Teilweise fuhr man auch im Wash. Alles keine großen Schwierigkeiten aber es hält halt auf.

    Mein nächste Stop war der Upper South Desert Overlook. Der Blick vom eigentlichen Aussichtspunkt war eher enttäuschend aber wenn man etwa eine halbe Meile eine ehemalige Straße herunterläuft hat man einen schönen Blick mit der Waterpocket Fold auf der Seite und den Henry Mountains im Hintergrund. Leider nicht bei optimalem Licht.

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    Ein paar Hundert Meter weiter zweigt die kleine Zufahrtsstraße zum Upper Catheral Valley Overlook ab. Von dort oben hat man einen wunderbaren Blick auf die Monolithen des Upper Catheral Valley. Wenn man sich diese Sandsteinriesen ansieht, trägt das Tal seinen Namen nicht ganz zu unrecht.

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    Aber ich wollte ja nicht nur von oben darauf runter schauen. Also noch ein paar Meilen und diverse Serpentinen weiter. Erst habe ich noch einer kleinen historischen Cabin einen Besuch abgestattet (Name fällt mir gerade nicht ein). Hier haben die Cowboys übernachtet, die im Valley gearbeitet haben.

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    Wenn man direkt davor stehen sind die Kathedralen noch viel eindrucksvoller aber auch schwieriger zu knipsen. Ich war gerade rechtzeitig dort. Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang ziehen die Schatten der umliegenden Felswände ins Tal und etwa eine halbe Stunde vorher liegen die Kathedralen bereits im Schatten.

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    Noch einmal die Serpentinen wieder hoch und der Campgrond war erreicht. Schnell noch das Auto umgeräumt, Sitze umgeklappt und Isomatte und Schlafsack ausgerollt und dann ging es ans Feuerchen machen. Bald hatte ich genug Glut, um mein mitgebrachtes Steak zu grillen. Mit etwas Brot und ein paar Oliven dazu gar nicht übel, ein kühles Bierchen gab es natürlich auch.

    Ich hatte übrigens Gesellschaft auf dem Campground. Zum Glück nicht der Berglöwe, vor dem ein Schild warnte sondern 2 Junge Männer, die ihr Zelt aufbauten. Wie sich rausstellte auch deutsche (was sonst?). Aber der Campground ist ja groß genug.

    Unter einem fast vollen Mond war ich gegen 10:00h im Schlafsack und ein toller Tag ging zu Ende.

    Gruß

    Dirk

  • 13.9.08 Cathedral Valey - Thousand Lake Mountain – Little Egypt – UT 95

    Die Nacht im Auto war o.k., ein 4-Sterne Hotel ist es nicht aber man kann drin schlafen, selbst mit 1,93m.

    Schon gestern hatte ich mir überlegt, dass ich es wohl nicht bis zum Sonnenaufgang ins Lower Cathedral Valley schaffen würde. Außerdem kannte ich da ja schon. Also habe ich beschlossen, als Kontrastprogramm zur Wüste ein bisschen in die Berge zu fahren, sprich die Thousand Lake Mountain Road zur UT 72.

    Zuerst habe ich aber vom Upper Cathedral Valley Overlook der Sonne beim aufgehen zugesehen.

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    Die Thousand Lake Mountain Road war die ersten Meilen recht steinig aber danach war sie sehr gut zu fahren. Faszinierend, wie schnell sich die Landschaft ädern kann. In weniger als 5 Meilen war ich aus der Wüste in der alpinen Tundra.

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    Ein bisschen Laubverfärbung war hier oben schon zu sehen. Das lässt mich für Colorado hoffen.

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    Von diversen Viewpoints hat man einen schönen Blick zurück in die Wüste, leider alles im Gegenlicht.

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    Über die 72 und die 24 war ich schnell wieder in Torrey und um 9:30 stand im Capitol Reef Inn & Cafe ein leckerer Breakfast-Burrito vor mir. Frisch gestärkt habe ich mich danach auf den Weg Richtung Monticello gemacht. Die Fahrt durch die Badlads Richtung Hanksville kam mir wie immer vor wie eine Fahrt durch eine Mondlandschaft.

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    Von Hanksville aus ging es über die 95 nach Süden. Irgendwie hatte ich die bisher immer ausgelassen. Kann ich im Nachhinein gar nicht verstehen, ist wirklich eine tolle Strecke durch eine wunderschöne Landschaft.

    Leider hatte ich nicht genug Zeit für die diversen Ziele, die da rechts und links neben dem Highway warten (Burr Point und Arsenic Arch müssen noch etwas auf mich warten). Aber zumindest den kurzen Abstecher nach Little Egypt habe ich gemacht.

    Hübsch diese rotweißen oder eher braunweißen Kerlchen.

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    Die Hog Springs Rest Area war zumindest ein Foto wert.

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    Der nächste ausführlichere Fotostopp war der Hite Viewpoint über den Ausläufern des Lake Powell mit der Einmündung des Dirty Devil River in den Colorado.

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    Von dort aus bin ich in einem Rutsch bis Monticello durchgefahren, das heißt für ein Bild von der Cheeses Box Butte habe ich noch kurz angehalten.

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    Für die Comb Ridge durfte ich nicht anhaten aber man kann ja auch aus dem fahrenden Auto Bilder machen.

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    Eigentlich wollte ich ja heute noch den einen oder anderen Viewpoint im Needles District anschauen aber bis ich eingecheckt, getankt und noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft hatte, war es 16:30h, so dass sich das bei einer guten Stunde Anfahrt nicht mehr gelohnt hatte. Also habe ich ein bisschen College Football geguckt, dabei ein bisschen Heia gemacht und Reisebericht geschrieben.

    Heute war ich wandern im Needles District aber daraf müsst Ihr noch ein bisschen warten. Nur soviel: Die Wanderung zum bzw. durch den Chesler Park war klasse, eine der schönsten Wanderungen, die ich bisher im Südwesten gemacht habe.

    Gruß

    Dirk

  • 14.8.08 Chesler Park

    Die Anfahrt zum Nedles District von Monticello zieht sich ganz schön. Über eine Stunde habe ich gebrauch inclusive einem kurzen Fotostop am Newspaper Rock. Die Petroglyphs dort stammen aus diversen Jahrhunderten und es ist spannend, zu überlegen, was die einzelnen wohl bedeuten könnten und was dieser Ort für eine Bedeutung hatte. Besonders weil es tatsächlich niemand weiß.

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    Nach einem kurzen Stop am Visitor Center, um Infos über den Trail und eine Karte zu bekommen, bin ich zum Elephant Hill gefahren, wo die Wanderung zum Chesler Park startet. Unterwegs habe ich natürlich auch schon ein paar Bilder gemacht.

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    Erster Blick auf die Needles

    Bevor ich mich auf den Weg gemacht habe, musste ich noch einen kurzen Blick auf den Jeep-Trail werfen. Der unterste Anteil sieht noch nicht so spektakulär aus aber die Bilder auf dem Schild, das dort hängt, sind schon sehr „beeindruckend“. Alles Irre, die da hochfahren. ;)

    Der Trail steigt zunächst ziemlich steil an bis man ein Plateau erreicht, von wo es später wiederum recht steil in einen Canyon hinab und auf der anderen Seite wieder hinauf geht.

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    Nach etwa drei Meilen erreicht man den Aussichtspunkt, von wo man einen schönen Blick auf die Needles in der Ferne hat.

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    Versuch mit Tele

    Der letzte Anstieg dorthin wird mich übriges reich machen. Heißt nämlich „fat mans misery“. Das ist doch wohl ein klarer Fall von Diskriminierung! Ich muss nur noch einen fitten Anwalt finden, dann werde ich das Innenministerium (zu dem der National Park Service gehört) auf Schmerzensgeld in Höhe von sagen wir mal 10 Millionen $ verklagen. Ich wäre dann durchaus zu einem Vergleich in Höhe von 3 oder 4 Mio. bereit. :MG:

    Der Blick von dort ist nicht übel aber ich wollte noch näher ran. Also habe ich nach einer halben Stunde Pause den 5 Meilen langen Loop durch den Chesler Park unter die Hufe genommen. Zunächst läuft man relativ eben oder sogar leicht bergab durch eine Prairielandschaft und kommt den Felsnadeln immer näher.

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    Irgendwann erreicht man den so genannten Joint Trail, der über mehrere 100 m in einer schmalen (etwa gut schulterbreiten) Felsspalt verläuft.

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    An der Stelle, an der man abbiegen muss, war man seeeeehr gründlich mit der Wegmarkierung. Ich habe den Ort für mich mal Cairnopolis genant.

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    Verlaufen verboten

    Ein Stückchen weiter trifft der Trail auf eine Jeeproad, über die man mit weitaus weniger körperlichem Einsatz hierhin kommen kann. Nach Aussagen der Ranger aber mit einem normalen SUV nur sehr schwierig zu machen. Auf dem Parkplatz habe ich im Schatten einer Juniper ein kleines Päuschen eingelegt.

    Von dort geht es wieder eine Weile eben durch die Graslandschaft, bevor man feststellt, dass der erste Teil des Loops wohl doch kräftig bergab gegangen ist. Man klettert mitten durch die Needles wieder nach oben zurück zum Viewpoint.

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    Dort habe ich mein letztes Päuschen eingelegt, bevor ich mich auf die letzten drei Meilen zurück zum Auto gemacht habe. Die Aussichten auf diesem letzten Teil waren jetzt im Licht des späten Nachmittags/frühen Abends noch schöner als auf dem Hinweg.

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    Auf dem letzten Abstieg hätte ich mich fast noch auf die Nase gelegt, weil ich im Geiste wohl schon bei dem kalten Gatorade in der Kühlbox im Auto war und nicht darauf geachtet habe, wo ich hintrete.

    Insgesamt habe ich für die knapp 18 km incl. der Pausen und vieler, vieler Fotos 61/2 Stunden gebraucht. Hat sich absolut gelohnt. Wie gestern schon gesagt, eine der schönsten Wanderungen, die ich im Südwesten bisher gemacht habe. Nie langweilig, nette Klettereinlagen, wunderschöne Aussichten unterwegs, alles, was das Herz begehrt. Nur ein bisschen mehr Schatten hätte man unterwegs „einbauen“ können. Man läuft fast ausschließlich in der prallen Sonne.

    Insofern kann ich Gerd und seine Freunde gut verstehen, dass sie bei Temperaturen in den 90ern darauf verzichtet haben. Heute waren es max. 84°F und wärmer hätte es auch nicht sein dürfen.

    Auch auf dem Weg aus dem Park heraus habe ich natürlich auch noch ein paar Bilder gemacht.

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    Gegen 19:40 h war ich wieder in Monticelleo. Für mehr als ein Sandwich von Subway neben dem Hotel, eine Dusche und ein kaltes Bier (oder zwei) hatte ich heute keine Energie mehr.

    Der Needles District sieht mich sicher noch einmal wieder. Allein schon wegen des Druid Arches, der heute zeitlich (und auch konditionell) einfach nicht mehr drin war (wären noch einmal 10 km zusätzlich gewesen).

    Gruß

    Dirk

  • 15.9.08 San Juan Skyway - Ouray

    Liebe Wüstenfans und Freunde des Colorado-Plateaus, Ihr müsst jetzt tapfer sein. Ab jetzt ist Schluss mit Wüste, es geht in die Berge.

    Über Cortez bin ich vorbei am Mesa Verde NP (da war ich vor 3 Jahren schon mal, diesmal reichte die Zeit nicht) nach Durango gefahren und dort auf die 550 abgebogen, den San Juan Skyway oder auch Million Dollar Highway. Der Anfang ist noch relativ unspektakulär aber bald schraubt er sich in vielen Serpentinen die Berge hoch, bis man am Coal Bank Pass das erste Mal die 3000 m überschreitet.

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    Am Molas Pass erreicht man dann mit knap 3300m den höchsten Punkt und hat einen schönen Blick über die beiden kleinen Seen.

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    Diverse Serpentinen später erreicht man Silverton, eine ehemalige Mining Town, die inzwischen ganz vom Tourismus lebt. Zumindest die Hauptstraße ist recht schön erhalten mit vielen Shops und Restaurants. Und viel mehr als die Hauptstraße ist da auch nicht ;).

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    Gleich hinter Silverton liegt dieser rote Felsen, den ich sehr dekorativ fand.

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    Wenige Meilen aber viele, viele Serpentinen später erreicht man den Red Mountain Pass. Irgendwie gibt es hier mehr rote Felsen als ich erwartet hatte.

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    Hier war einmal eine der silberreichsten Gegenden der USA mit diversen Minen und Minenstädten im Umkreis von wenigen Meilen. Einige Überreste davon sind heute noch zu sehen. Zum Beispiel die Yankee Girl Mine, auf die man von dem Aussichtspunkt unter dem Red Mountain Pass einen guten, wenn auch entfernten Blick hat. Aber da hilft ja ein gutes Tele ;).

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    Weiter ging die Fahrt durch enge Täler und vorbei an spektakulären Gipfeln nach Ouray. Sehr nettes Städtchen, kaum größer als Silverton. Die Main Street ist etwas länger und hat noch ein paar Restaurants mehr.

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    Dort habe ich im Best Western ein sehr ordentliches Zimmer gefunden. Der Ort und die Umgebung haben mir so gut gefallen, dass ich mich gleich für zwei Nächte eingemietet habe. Bis ich eingecheckt und das Auto ausgeladen hatte, war es fünf Uhr durch, so dass sich weitere Unternehmungen heute nicht mehr gelohnt hätten. Stattdessen habe ich mich ein wenig in den Hot Tub neben dem Pool gehauen und gelesen. Schön warm und seeeehr entspannend.

    Zum Abendessen war ich im Outlaw Restaurant. Steak und Shrimps mit einer sehr leckeren Sauce und gutes Bier vom Fass. Kann man empfehlen. Beim Essen (an der Bar) habe ich mich etwas mit einem Ami aus Ohio unterhalten, der extra wegen einer Jeep-Jamboree am vergangenen Wochenende hergefahren ist. Hat mir ein paar Stories über Trails in der Umgebung erzählt, die ich allesamt mit meinem Miet-SUV ganz sicher nicht fahren werde.

    War ein schöner Tag heute. Die Landschaft ist völlig anders als alle bisherigen auf dieser Tour aber gerade der Kontrast hat mit sehr gut gefallen. Morgen werde ich die Umgebung auf der einen oder anderen Gravel Road näher erkunden.

    Gruß

    Dirk

  • 16.9.08 Animas Fork – Last Dollar Road

    Heute wollte ich ein wenig in die Minengeschichte der Gegend eintauchen und die Umgebung auf ein paar einfachen Dirtroads erforschen.

    Vormittags stand die Runde über Silverton, Animas Fork, California Gulch und den Hurrican Pass zurück zur 550 auf dem Programm.

    In Silverton habe ich mich im Visitor Center nach dem Zustand der geplanten Strecken erkundigt. Die recht kompetente Dame dort meinte, dass ich prinzipiell keine Probleme bekommen sollte, allenfalls die Trittbleche an meinem Trailblazer könnten ein wenig niedrig sein, weil an einigen Stellen durch den Regen entstandene Felsstufen zu überwinden seien. Schauen wir mal, wie weit ich komme.

    Die Strecke nach Animas Fork ist bis Eureka, einer ehemaligen Minenstadt, von der eigentlich nichts mehr steht, mit jedem PKW problemlos zu fahren. Ab Eureka wird es dann etwas rumpeliger aber wie der Kombi auf dem Parkplatz in Animas Fork bewies, immer nich mit PKW zu bewältigen, wobei ich sagen muss, dass mir die Strecke im PKW sicher keinen Spaß gemacht hätte.

    Unterwegs gab es außer jeder Menge Gegend schon die einen oder anderen Überreste der Minentätigkeit zu sehen.

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    Eureka

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    Animas Fork selbst fand ich klasse, die Gebäude bis auf das eine oder andere Blechdach zum Regenschutz wohl original und ohne die nachgemachte Innenausstattung wie in Bodie.

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    Nur die schnell ziehenden Wolken haben etwas genervz. Immer schien die Sonne gerade dahin, wo ich nicht war. ;)

    Nach etwa 11/2 Stunden ging es weiter. Schon ein kurzes Stück hinter Animas Fork kommt man zur Frisco Mill, einer sehr eindrucksvollen Ruine. Auch hier habe ich mich eine zeitlang aufgehalten, um ein paar Bilder in der Sonne zu bekommen (Animas Fork lag jetzt natürlich in der prallen Sonne).

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    Die Strecke Richtung California Gulch war recht rau und es gab wie angekündigt einige Stellen, wo der Regen den blanken Felsen freigelegt hatte. Die ersten 2 oder 3 Stufen dieser Art habe ich noch überwunden aber bei der nächsten gab es ein hässliches schabendes Geräusch. Zum Glück war es wirklich nur das Trittbrett und nicht gefährliches. Trotzdem habe ich mich entschieden, hier umzudrehen, auch weil ich schon viel später dran war als geplant.

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    Durch Ouray bin ich gleich durch gefahren und in Ridgeway auf die Straße Richtung Telluride abgebogen, von wo die Last Dollar Road abzweigt. Wiederum eine gut ausgebaute Dirtroad mit schönen Aussichten.

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    Leider zog sich der Himmel immer mehr zu. Anfangs hatte ich noch die Hoffnung, dass die Wolken wieder aufreißen würden aber stattdessen wurden sie immer dunkler, so dass ich umgedreht habe.

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    Klingt irgendwie doof, zwei Dirtroads gefahren, zweimal umgedreht. War aber trotzdem ein schöner Tag.

    Nach Ouray werde ich bestimmt nochmal kommen und dann miete ich bei einem der zahllosen Jeepverleihe einen Rubicon. Damit gibt es dort noch viel mehr zu entdecken (Yankee Boy Basin, Imogene Pass, Poughkeepsie Gulch, etc., etc.).

    Gruß

    Dirk

  • 17.9.08 Black Canyon of the Gunnison – Curecanti NRA – Kebler Pass – Crested Butte

    Zuerst mal zwei Bilder von Ouray, wirklich ein nettes Örtchen.

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    Heute hätte eigentlich zuerst der Box Canyon mit seinen Wasserfällen auf dem Programm gestanden. Daran habe ich aber erst wieder gedacht als ich schon 20 oder 30 Meilen auf dem Highway war. Muss also warten, bis ich wiederkomme, was sicher irgendwann passieren wird.

    Bis Montrose bin ich in einem Rutsch durchgefahren und kurz danach zum Black Canyon of the Gunnison abgebogen. Nachdem ich den vergangenes Jahr nur bei Wolken, Schnee und Nebel gesehen hatte, wollte ich mal schauen, wie es dort mit Sonnenschein aussieht. Auch nicht schlecht!

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    Diesmal habe ich mich auf drei oder vier Aussichtspunkte beschränkt aber ich fand den Canyon wieder sehr beeindruckend. Irgendwann muss ich es auch mal zum North Rim schaffen.

    Auch die weitere Fahrt auf dem Highway 50 hatte für mich einige Überraschungen zu bieten. Im letzten Jahr war ich hier in so dichtem Schneetreiben gefahren, dass man nicht mal 100m weit sehen konnte. Da war mir doch einiges entgangen. Zum Vergleich:

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    Irgendwann habe ich rechts ein paar gelb-orange eingefärbte Bäume gesehen und bin mal auf Verdacht auf eine Dirtroad abgebogen. Immerhin mal ein paar Herbsttöne.

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    Was mich aber wirklich überrascht hat, waren die riesigen Stauseen der Curecanti NRA, von denen ich letztes Jahr genau nichts gesehen habe.

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    In Gunnison bin ich auf die 135 nach Norden abgebogen, Richtung Crested Butte. Mal wieder ein paar Serpentinen mehr und eine lange Baustelle mit Pilot Car, die mich locker eine halbe Stunde gekostet hat. Unterwegs sah man schon de ersten gelben Espen an den Berghängen. Bei Laurent Martres hatte ich gelesen, dass die Kebler Pass Road (CR 12) in dieser Hinsicht sehr ergiebig sein soll, weshalb ich mein Hotel links liegen gelassen habe und erstmal diese Straße ein Stück gefahren bin.

    Auch wenn ich immer noch ein bisschen zu früh dran bin und das Wetter leider wie angesagt zunehmend schlechter wurde, hat die Fahrt über die ersten 12 Meilen dieser Straße auf jeden Fall Spaß gemacht.

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    Zurück in Crested Butte habe ich in der Elk Mountain Lodge eingecheckt, einem sehr netten Bed & Breakfast. Das einzige, was nicht so nett war, waren die drei engen Treppen, die ich meinen Kram hoch schleppen musste. Dafür hatte ich einen kleinen Balkon mit schönem Blick in die Berge.

    Abends war ich im Timberline Restaurant sehr nett und lecker essen (allerdings auch nicht ganz billig). Überhaupt ist mir aufgefallen, dass die Bergdörfer in Colorado touristisch und vor allem Kulinarisch deutlich mehr zu bieten haben als vergleichbare Orte in Arizona oder Utah. Hat sicher damit zu tun, dass hier dank Schnee und Ski das ganze Jahr Saison ist. Außerdem hat es natürlich auch seinen Preis.

    Gruß

    Dirk

  • 18.9.08 Paradise Divide Loop – Kebler Pass - Aspen

    Der Blick aus dem Fenster nach dem aufwachen war wenig vielversprechend. Wenig Sonne und viele Wolken. Also habe ich mich noch einmal für eine halbe Stunde ins Reich der Träume entführen lassen und war erst mal in Ruhe frühstücken. Bis dahin hatte es soweit aufgeklart, dass ich mich guten Mutes auf den Weg gemacht habe.

    Ich hatte mir den Paradies Divide Loop vorgenommen. Etwa 27 Meilen Gravelroad durch die Elk Mountains über 2 3000er Pässe. Ein wunderschöne Strecke, lt. Charles A. Wells (Guide to Colorado Backroads & 4WD Trails) „one of the most beautiful and stressless drives in the state“. Dem kann ich nur zustimmen (ohne die anderen zu kennen). Die Strecke ist gut zu fahren und bietet keine Hindernisse, die einem den Schweiß auf die Stirn treiben würden. Allenfalls auf der Anfahrt zu den Pässen gibt es ein paar Passagen mit lockerem Geröll, die aber noch mit 2WD zu überwinden waren. High Clearance ist aber Pflicht.

    Kurz hinter Crested Butte biegt man auf die Slate River Road ab, die am Nicholson Lake vorbei langsam nach oben führt.

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    Der letzte Anstieg zur Paradise Divide auf knapp 3400m Höhe führ auf einigen engen Serpentinen durch ein Waldstück, bevor man die Aussichten von dort oben genießen kann.

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    Leider hatte es nicht weiter aufgeklart, im Gegenteil, die Wolken wurden wieder mehr und immer dunkler, so dass ich mich nicht allzu lange dort oben aufgehalten habe.

    Es folgt die Abfahrt ins Paradise Valley bevor man zum Schofield Pass wieder auf über 3000 m ansteigt.

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    Danach beginnt einer immer besser werdenden Gravel Road der endgültige langsame Abstieg. Vorbei am Emerald Lake und diversen Campgrounds erreicht man irgendwann Gothic, ein Mininest mit 4 oder 5 Häusern und einem kleinen Laden.

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    Unterwegs ist man nur einige 100 Meter von der Grenze der Marroon Bells Snowmass Wilderness entfernt, in der auch die Maroon Bells liegen, die ich morgen von Aspen aus besuchen will. Per Auto sind es leider gut 120 Meilen.

    Vorbei an Crested Butte Montain, einem Retorten-Skiort mit Hotels und Ferienhäusern erreicht man wieder Crested Butte. Dort habe ich getankt und mich dann auf den Weg zum Kebler Pass gemacht, den ich ja gestern schon ein wenig erkundet hatte.

    Auch eine Strecke, die ich voll empfehlen kann, wobei man auch kaum daran vorbeikommt, wenn man Richtung Carbondale oder Glenwood Springs will. Auf Asphalt stünde ein Umweg von etwa 100 Meilen an.

    Die Kebler Pass Road ist eine „High Speed Dirtroad“, die bei jedem Wetter zu fahren sein dürfte und auch mit PKW kein Problem darstellt.

    Unterwegs schaut man auf sehr schöne Espenwälder bzw. fährt mitten durch.

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    Leider wurde das Wetter jetzt immer schlechter. Über den Bergen tobte ein nettes kleines Gewitter.

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    Auf der weiteren Fahrt Richtung Carbondale fing es dann an zu schütten, zum Glück aber nur kurz.

    Gegen 5 Uhr war ich glücklich in Aspen und habe mir ein Zimmer gesucht. Fündig geworden bin ich im Annabelle Inn, einem B&B mit für Aspen-Verhältnisse noch bezahlbaren Preisen. Dort habe ich mich für 2 Nächte eingemietet. Die Anlage und das Zimmer gefallen mir richtig gut.

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    Abendessen war ich im Crystal Palace, sehr lecker aber auch sch**ßteuer. Man gönnt sich ja sonst nichts ;).

    Gruß

    Dirk

  • 19.9.08 Maroon Bells – Castle Creek Road - Nickerchen

    Um 5:00h klingelte der Wecker. Es war nicht leicht aber ich habe mich aus dem Bett gequält. Statt Frühstück gab es nur einen Kaffe und ein paar übrig gebliebene Cookies.

    Gegen 6:20 war ich am Parkplatz an den Maroon Bells und ein paar Minuten später am Seeufer. Um diese Zeit war ich noch alleine aber bis zum Sonnenaufgang kamen noch 7 oder 8 andere Fotografen dazu, für diese Location wohl eher wenig.

    Es war wunderschön! Perfekte Spiegelung bei fast völliger Windstille, schöne Färbung der Espen, blauer Himmel, Fotografenherz, was willst Du mehr?! Mit jeder Minute änderte sich das Licht, als die Berggipfel langsam von der Sonne erfasst wurden.

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    Bis die Szenerie dann ganz in der Sonne lag dauerte es gute zwei Stunden, Zeit sich aufzuwärmen (vor Sonnenaufgang waren es ganze 36°F).

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    Nachdem ich genug Fotos von diesem Motiv hatte, bin ich noch ein wenig am See entlang gelaufen. Eigentlich wollte ich zum Crater Lake aber irgendwie habe ich, ohne es zu merken, den Abzweig verpasst. Statt zum Crater Lake bin ich so einen Loop um den See und die Gegend dahinter gelaufen. Egal, war auch schön.

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    Anschließend bin ich die Maroon Creek Road zurück nach Aspen gefahren und dort auf die fast parallel laufende Castle Creek Road abgebogen. Auch hier wieder schöne Ausblicke auf gelbe Espen, von denen man sich aber wegen der vielen Rennradfahrer, die sich hier den Berg hoch quälten, besser nicht ablenken ließ.

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    Fast am Ende der Castle Creek Road liegt Ashcroft, eine kleine Ghosttown mit einigen ganz gut erhaltenen Häusern. War natürlich auch mal eine Mining Town.

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    Anschließend bin ich zurück nach Aspen und habe gegen 15:30 h einen Boxenstop im Hotel eingelegt, um kurz die Füße hoch zu legen und mir klar zu werden was ich mit dem Rest des Nachmittags anfange würde. Während ich noch darüber nachdachte, hatte sich das Problem schon erledigt. Gegen 18:30h bin ich wieder wach geworden.

    Nach einer Dusche zum richtig wach werden habe ich noch eine Runde durch Aspen gedreht und bei einem Mexikaner mittelmäßig gegessen.

    Aspen ist ein ziemliches Nobelkaff. Designerläden und Galerien, wohin das Auge blickt. Prada, Fendei, Zegna, Louis Vuitton, Burbery, Bulgari,etc., die selben Läden wie in jeder anderen Nobel-Einkaufsmeile dieser Welt. Wird das nicht irgendwann langweilig?

    In der Bar des Hotel Jerome (richtig nette Kneipe oder Watering Hole, wie man hier sagt) habe ich noch ein Bier getrunken und dann war der Abend auch schon vorbei.

    Gruß

    Dirk

  • 20.9.08 Independance Pass – Twin Lakes – Rocky Mountain NP


    Ich hatte gestern noch kurz darüber nachgedacht, heute noch einmal zum Sonnenaufgang zu den Maroon Bells zu fahren aber der Schönheitsschlaf war wichtiger. ;)

    Nach dem Frühstück (leider auch nur das übliche Motel Continental Breakfast – von wegen Be&Breakfast), Verdauungszigarettchen, Taschen packen, Auto beladen und Checkout war es 10 bis ich „on the road“ war. Südlich von Aspen schraubt sich der Highway 82 in vielen Serpentinen zum Independance Pass auf ca. 3600 m hoch. Kurz unter der Passhöhe fan sich mal wieder was für die Freunde alten Gerümpels. Erst ein paar Überreste von ... ja von was eigentlich, hat sicher was mit Minen zu tun.

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    Ein Stückchen weiter kommt man dann zur Independance Townsite, den Überresten einer alten Minenstadt.

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    Nach ein paar Bildern auf der Passhöhe ging es bergab, leider auch etwas mit dem Wetter.

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    Immer dunklere Wolken zogen auf. In Twin Lakes habe ich noch schnell eine Oldtimer-Show besucht und mein neues Auto gefunden. Wegen eines Eisregenschauers bin ich aber schnell wieder geflüchtet. War auch besser so, sonst wäre ich vielleicht auch noch zum Juror beim Twin Lakes Chili Cookout ernannt worden. ;)

    Ein Bild vom See habe ich natürlich auch gemacht.

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    Ab da hat es immer wieder geregnet und auch zwischendurch kam nicht mehr die Sonne raus. Leadvilles Innenstadt war wegen irgend einer Festivität gesperrt. So bin ich bis zum Rocky Mountain NP in einem Rutsch durchgefahren. Unterwegs hat es überwiegend geregnet. Erst kurz vor dem Park kam wieder ein wenig die Sonne heraus.

    Auf der Parkstraße bogen auf einmal drei Autos vor mir in eine Gravel Road ab. Also schauen wir mal, was es da gibt. Eine hübsche Wiese mit einem kleinen Bach, an der ich ein Weilchen entlang gelaufen bin. Ein Blick auf die Karte zeigte, dass es sich hierbei um den Colorado handelte. Na ja, jeder fängt mal klein an. ;)

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    Kurz danach gab es einen massiven Verkehrsstau. Das kannte ich noch aus dem Yellowstone. Hier gibt es irgendwo Viecher zu sehen. Als rechts ran, Kamera mitnehmen und schauen. In diesem Fall handelte es sich um 2 Elche, die allerdings über eine halbe Stunde lang, nicht aus dem Gebüsch hervor kamen, in dem man sie mehr ahnen als sehen konnte.

    Wiederum ein oder zwei Meilen später gab es zwar keinen Stau aber dafür eine Elkkuh auf der Straße, so dass man vermuten konnte, dass da noch mehr waren. Richtig: Diverse Kühe und ein Elkbulle mit schönem Geweih.

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    Richtung Passhöhe (mit 3700m der höchste Pass, den ich je gefahren bin) wurde das Wetter immer schlechter und oben war man dann schon fast in den Wolken.

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    bei der Abfahrt fing es leicht an zu regnen und nach ein paar Minuten öffnete der Himmel seine Schleusen und es hat bis Estes Park geschüttet, wie aus Eimern.

    Unterwegs habe ich noch zwei Elkherden gesehen aber bei dem Wetter keine Lust gehabt, anzuhalten.

    Abends war ich mit Jürgen (lor-mon) und seiner Frau lecker essen und quätschchen halten. War sehr nett!

    Gruß

    Dirk

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