Let it snow! Der Südwesten im Februar 2019

  • Wie wahr!


    Für Deine Verhältnisse fast schon ein langweiliger Tag. :P

    Es wird leider noch langweiliger =O aber das hat sich irgendwie ergeben. Lag leider daran, das ich für die Ecke recht wenig geplant hatte und dann das noch durchs Wetter nicht möglich war.

    Sowas gibt es - ich lese aber trotzdem gerne weiter mit ;)

  • 10. Tag 18.02.19 Santa Fe

    Heute war eigentlich nichts wirklich geplant und so blieb ich ziemlich lang im Motel und überlegte, was ich machen könnte :/


    Auf die Innenstadt hatte ich irgendwie nicht so die rechte Lust, viel fahren wollte ich aber auch nicht (was war denn da los???? :huch1:).


    So hatte ich dann noch mal Lust Stätten untergegangener Kulturen zu besuchen. So gings zum Pecos National Historic Park.

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    Mittlerweile mein 3. Besuch :D daher kannte ich die Geschichte so langsam auswendig. Trotzdem wars interessant.

    Der Park selbst ist kaum besucht, so war vor mir nur ein Anderer, der aber nicht zu sehen war.


    Hier sieht man mal den Schutzwall (naja die Grundmauern).

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    Die Siedlung beherbergte bis zu 2000 Menschen. Die Gebäude waren teilweise bis zu 5. Stockwerke hoch.

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    Ein Kiwa darf natürlich nicht fehlen.

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    Dann kamen die bösen Spanier und wollten den Indianern ihren Glauben aufzuzwingen.


    Dafür bauten sie eine Mission, die nach einem Aufstand zerstört wurde.

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    Die Spanier flüchteten dann erstmal, kamen aber ein paar Jahre später wieder und bauten eine neue Mission. Ziemlich hartnäckig.


    1838 wurde dann Pecos zur Geisterstadt und die letzten Indianer wanderten ab.


    Danach gings dann schon wieder zum Motel. Ich machte mich dann an die Planung für die nächsten Tage und hatte keine Lust weiter was zu machen. Da ich mich auch nicht wirklich entscheiden konnte, was ich essen wollte (nochmal zu Applebees wollte ich jetzt auch nicht). So holte ich mir bei Walmart ein Fertiggericht.


    Im Vergleich zu den anderen Reisetagen ein echt langweiliger Tag mit wenig Fahrmeilen.

  • 11. Tag 19.02.19 Santa Fe - Los Lunas NM

    Nachdem die letzten beiden Tage ziemlich wenig los war, wurds heute wieder spannend und das Auto wurde mehr bewegt ;-)) ich miete mir ja keins, damits nicht nur rumsteht.


    Es blieb weiterhin nur in New Mexico. Ich machte mich zuerst zur Rio Grande Gorge Bridge auf. Erst gings auf den US Hwy 285, aber irgendwie hat dann mein Navi mich durch die Pampa schicken wollen. 2-3x ignorierte ich die Fahrempfehlung (es sollte immer irgendwie nach links weg auf sehr komisch aussehende Straßen gehen).


    Dann glaubte ich dem Navi mal und fuhr wie befohlen. Ich landete dann auf einer einsamen Straße, wo keine Menschenseele unterwegs war.

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    Die Aussicht gefiel mir aber und so machte ich immer wieder kurze Stops.

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    Dann passierte das, was ich schon bei den ersten Passabfahrten befürchtet hatte. Der Kleine schaffte es nicht. Es ging bergauf, aber schon am Anfang drehten die Räder fast nur durch (entweder wars eine Gravel Road oder vereist) und ich ließ mich dann lieber rückwärts wieder runterrollen, bevor es fast ganz oben angekommen unkontrolliert passiert.


    Vielleicht hätte er es trotzdem geschafft, aber da ich kein erfahrener Winterfahrer bin (die einzigen Winter die ich Auto gefahren bin waren in Schleswig-Holstein, da ist Schnee ein Fremdwort ;-))) und ich auch nicht wusste, wie die Straße dann oben weiter aussieht, bin ich dann lieber wieder umgekehrt und die Straße dann ca 5-6 Meilen wieder zurückgefahren und außenrum gefahren.


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    Das war die Straße von der anderen Seite aus. Irgendwie ist das BIld von der Passstraße weg :huch1: aber es ging schon ziemlich steil nach oben. Normal eigentlich kein Problem. Aber die Nacht davor hat es ziemlich stark geschneit und auch zwischendurch immer wieder.


    Auf der "normalen" Straße, die teilweise recht voll war kam ich dann bei der Brücke an.

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    Die Aussicht war trotz des düsteren Wetters grandios.

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    Ob das jetzt eine Fahrt von gut 4 Std (hin und zurück) rechtfertigt, muss jeder selbst wissen. Aber für meine Verhältnisse ist das normal ;-)) und ich hab mir auch überlegt, eigentlich ists quatsch. Aber da ich die letzten beiden Tage immer an Plänen gezweifelt hab, hab ich mir jetzt gesagt, das ziehst durch, komme was wolle. Und ich habs nicht bereut.


    Ich fuhr dann wieder zurück Richtung Santa Fe, entschied mich dann, dem Bandelier National Monument einen Besuch abzustatten (ich war da auch schon 2x aber hab nie den Trail zum Wasserfall gemacht).


    Die letzten Tage bin ich ja wenig gewandert und irgendwie juckte es mir schon wieder in den Füßen. So machte ich mich nach einem kurzen Besuch im Visitor Center auf zum 1,5 Meilen langen Trail. Die Rangerin warnte mich, das dort seit Tagen niemand mehr lang gegangen ist und der Weg komplett zugeschneit sein wird. Aber ich will, also auf gehts!


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    Der Schnee war jetzt nicht so tief und der Trail gut begehbar. Aber natürlich musste ich aufpassen, da es natürlich etwas rutschig war.

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  • Teil 2

    Die Aussicht war echt schön. Das Wetter war bis auf die Kälte und der Wind sogar ertragbar ;-))

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    Nach ca. 45min erreichte ich dann den Upper Frijoles Falls. Der weitere Trail ist leider geschlossen. Man konnte sonst bis zum Rio Grande runterklettern. Aber bei dem Wetter wahrscheinlich eh keine gute Idee :lach3:.

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    Der Fall war aber mehr ein Rinnsal. Aber er war zu hören :daumen:


    Unterwegs fand ich dann auch noch Spuren eines Tieres. Ich vermute ein Berglöwen, die Rangerin bestätigte mir später das der dort sein Unwesen treiben soll. Aber der frisst keine Menschen, der spielt nur sagte sie. Ich war beruhigt ;-))


    Da ich noch nicht genug gewandert bin, machte ich mich noch zu den Cliff Dwellings. Hier waren noch ein paar Leute unterwegs, die aber nicht weiter störten.


    Der Trail zum Alcove House war leider (wie schon bei meinen letzten beiden Besuchen geschlossen :pat:). Soll wohl nicht klappen, deswegen noch ein 4. Mal dorthin muss jetzt nicht sein (oder doch :frag:)


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    Mal von oben aus gesehen.

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    Die Cliff Dwellings kann man teilweise erklettern, was vor allen für die Kinder eine tolle Sache ist. Für die Erwachsenen etwas anstrengender, da die Eingänge irgendwie ziemlich schmal sind :aug:


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    Mittlerweile wars schon ziemlich spät geworden (so 17 Uhr etwa) und ich noch ca 2-2,5 Std Fahrt vor mir hatte machte ich mich auf den Weg nach Los Lunas. Zum Glück wollten die meisten Leute in die andere Richtung, so war die Autobahn zwar voll, aber es gab keinen Stau.


    Zum Abschluss gabs dann noch einen Big King XL bei Burger King, den es im Mai leider nicht mehr gab :gru1: schmeckte genauso gut wie bei uns, war größentechnisch genau zwischen dem normalen und XXL.


    Gibts morgen noch mehr Ruinen zu sehen? Oder gibts auch noch was anderes hier zu sehen? Ich bin gespannt. Gute Nacht

  • Schneebilder haben schon etwas, aber da mag ich den Sommer in dem Gebiet doch lieber .

    Da ich die meisten Gegenden schon kannte, fand ich den Kontrast interessant. Als "Erstreise" hätte ich das auch nicht gemacht.


    Aber richtig angezogen wars trotzdem toll. Und dafür hats nie geregnet :lach3:


    Ohne Thomas und seine Reiseberichte aus dem Winter wär ich wahrscheinlich auch nie drauf gekommen, im Februar die USA zu bereisen.

  • Habe jetzt die letzten Tage nachgelese ...alles bekannte Orte, aber nicht im Schnee;)

    Sieht jedenfalls ganz interesant aus.

    Da ich aber Kälte eigentlich überhaupt nicht abkann, mich gerade jetzt bei den herrschenden Temperaturen wohl fühle, wäre so eine Reise wahrscheinlich nichts für mich.

  • Schaut toll aus mit dem Schnee, aber wenn Straßen nicht geräumt sind ist es natürlich nicht so gut.

    Es fuhr sich teilweise nicht geräumt besser als mit Räumung. An der Stelle lags glaub ich einfach nur am Straßenbelag.

    Eine Gravelroad bergauf bei Eis und Schnee ist wahrscheinlich nie prickelnd. Und die wird glaub ich eh nicht geräumt. War glaub ich eine NF - Straße, aber so genau weiß ich das nicht mehr. Andere geteerte Straßen sind ja auch im Winter gesperrt.


    Und bis dahin war sie ja gut befahrbar. Nur halt spinnt mein Navi ab und an und schickt mich sonstwohin, weil es dann 1min kürzer wäre (aber durch die Geschwindigkeit, die man nur fahren kann wieder länger dauert :gru1:).

    Was für ein Unterschied, wenn die Sonne scheint.


    Ich brauche zwar nicht immer Sonnenschein, ich mag "Wetter" - aber das wäre mir zu viel "Wetter" :smile:

    Da hast Du Recht. Mit Sonne kam das ganz anders und viel schöner rüber. Aber das kann man sich halt nicht aussuchen (oder nicht im Winter fahren :D). Aber ich fands auch mit Schneesturm und bedeckt schön, auch wenn man dann natürlich nicht so viel sehen konnte.


    Halt mal ein Nicht-Standard-Urlaub, den ich bis jetzt noch nicht hatte. Und seltsamerweise waren auch kaum andere Touristen unterwegs, was ich echt schön fand ;)

  • Also wenn ich die Wahl hätte zwischen Touris und schlechtem Wetter, würde ich letzteres wählen. ^^

    :clap1:


    Ist halt die Frage, was will man vom Urlaub?


    Wandern war jetzt leider nicht so viel drin, wie ich eigentlich geplant hatte bzw einige Trails waren dann durch den massiven Schneefall des Winters auch geschlossen (was ich bei der ursprünglichen Planung nicht so berücksichtigen konnte). Aber wenn man die Gegend schon kennt, das kalte Wetter nicht unbedingt scheut, ists finde ich eine tolle Erfahrung. Und ich hatte keinen Tag, wo ich nichts machen konnte. Man muss halt dann auch flexibel sein und Alternativen in petto haben.


    Das Wetter war an sich ja eigentlich gar nicht soooo schlecht. Es war zwar kalt, aber richtig angezogen konnt man noch vieles machen. Im Frühling hast dafür das Risiko mit Regen, was beim Wandern jetzt nicht so prall ist (da ist mir Schnee lieber). Und im Sommer halt die Massen an Touristen, wo Du eigentlich nirgends mehr ungestört bist.

  • 12. Tag 20.02.19 Los Lunas - Chandler AZ

    Gestern war mal wieder ein recht langer Tag, also schlief ich heut mal etwas länger (für meine Verhältnisse ;-))). So gegen 7 Uhr überlegte ich dann was mach ich mit dem tollen Tag. Das Wetter war schon okay, das Valley of Fires sollte es jetzt nach 2 Fehlversuchen (da passte es dann irgendwie doch nicht rein bzw wir hatten dann doch keine Lust) endlich mal sein.


    Also fuhr ich dann Richtung Carrizozo. Die Autobahn versuche ich nach Möglichkeit immer zu meiden, so gings über Mountainair und andere Dörfer 2,5 Std durchs Land. Unterwegs hatte ich dann noch kurz überlegt, ob ich nochmal das Salinas Pueblo Missions besuchen sollte, da ich aber schon 2x da war und Ruinen auch genug gesehen hatte, ließ ich das sein.


    Nach der üblichen Stippvisite im Visitor Center, wo ich "kompetent" von einer Dame beraten wurde :wut2: gings dann zum Malpais Nature Trail. Eine Broschüre hatte sie nicht für mich, und über die Länge des Trails schweigte sie sich auch aus. Na gut, hatte ich eh auf dem Handy und es gab ja zum Glück wie (fast) immer Infotafeln, die mit einem sprechen. Der Trail ist eine 3/4 Meile lang und komplett asphaltiert.


    Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, war ich der Einzige im Park.

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    Es gab auch einen coolen Baum zu sehen.

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    Der restliche Trail ist halt Lavalastig ;-))

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    Nach einer guten halben Stunde war ich dann auch mit dem Trail durch. Am Parkplatz kam dann grad eine Großfamilie an. Beim Aussteigen haben dann alle gejammert wie kalt das ist :aug: naja mit kurzen Hosen, T-Shirt und Flip Flops kein Wunder.

    Die Mutter fragte mich dann wie weit der Trail ist. Ich ihr dann gesagt geht schnell, 30min hatte sie schon keine Lust :tock:. Der Sohnemann ist aber gleich losgerannt und hat dann den Trail alleine gemacht. Der war wahrscheinlich mal froh ein bisschen Action zu haben.


    Ich gönnte mir dann so kurz vor 12 Uhr mein 2. Frühstück oder Mittagessen.


    Das große :gru1:, was mach ich jetzt???? 7,5 Std bräuchte ich noch etwa bis Chandler. Theoretisch war noch der Soledad Canyon bei Las Cruces geplant gewesen. Das wären aber dann nochmal 1,5 Std Umweg gewesen und dann noch das Wandern. Das war mir dann doch zu viel und auch ungewiss ob der Trail überhaupt begehbar ist :/ (ja ich kenn manchmal auch Grenzen und fahr nicht immer sinnlos stundenlang irgendwo hin).


    Die anderen Attraktionen in der Nähe kannte ich auch schon durch meine beiden Urlaube in Texas und Umgebung, so fuhr ich dann über die US 60 direkt Richtung Hotel. Unterwegs machte ich dann nur kurz Rast für ein kleinen Snack und zum Tanken.


    Die Umgebung war jetzt nicht so berauschend, das man das in Bildern einfangen musste (und ihr kennt ja die Gegend auch so).


    Abends gabs dann noch im Speckgürtel von Phoenix ziemlich dichten Verkehr.

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    Übernachtet habe ich im Quality Inn Chandler, wo ich für 70$ ein Zimmer ergatterte.


    Als Abendessen gabs dann mal wieder McDonalds, was gleich neben dem Hotel war.

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    Das war ein Actionsburger mit Röstzwiebeln, Champignons und noch irgendwas. War ziemlich lecker (für McDonalds, natürlich nicht vergleichbar mit Red Robin oder so). Aber im Menue für 9 $ auch günstiger.


    Ich machte mich dann noch an die Planung für morgen, da zwar einiges auf dem Zettel stand, aber alles mit ? wozu ich denn überhaupt Lust hab.


    Lasst Euch überraschen, was es wurde.


    Gute Nacht