Der Süden Namibias - ein Reisebericht

  • Wunderschön - wie immer.

    Jürgen...Namibia ist für den nächsten Sommer in die nähere Auswahl gekommen. Der jetzige Bericht gefällt mir, jedenfalls was ich hier so sehe, besser als Dein Bericht, den Du schon vor Jahren reingestellt hast. Allerdings haben wir nur 2.5 Wochen. Mal sehen...

  • Leoparden streicheln. Klasse.

    War schon cool, wenn auch nicht wirklich o.k., wenn ich ehrlich bin.


    Wow, das sind ja ganz fantastische Fotos von den schönen Bäumen. Das Licht, der Himmel da hat ja alles gepasst.


    Danke!


    Blöd, natürlich dass es Andrea schlecht ging. So was braucht man nicht und in Afrika schon gleich gar nicht.

    Oh ja....


    So schade, dass jetzt die gesundheitlichen Probleme begonnen haben.


    Ansonsten ein traumhaft schöner Tag und wo gibt es solche Sonnenuntergänge wie in Afrika

    :nick3:


    Tolle Vögelchen. Die Köcherbäume liebe ich und der Sonnenuntergang sieht fast unwirklich aus. :clap1::clap1:

    Danke!


    Krasse Farben immer wieder anders dort.

    Das stimmt.


    Die köcherbäume sehen ja echt klasse aus.

    Fand ich auch.


    Wunderschön - wie immer.

    Jürgen...Namibia ist für den nächsten Sommer in die nähere Auswahl gekommen. Der jetzige Bericht gefällt mir, jedenfalls was ich hier so sehe, besser als Dein Bericht, den Du schon vor Jahren reingestellt hast. Allerdings haben wir nur 2.5 Wochen. Mal sehen...

    Ich würde mich freuen, wenn ich Dir Namibia schmackhaft gemacht habe. Vorteil von Namibia ist die fehlende Zeitverschiebung, deshalb sind 2,5 Wochen problemlos machbar... aber nicht ganz Namibia in 2 Wochen planen :auwei:


    Der Himmel am Abend war ja gigantisch :clap1:

    So schade, dass es nun mit den gesundheitlichen Problemen bei Andrea losging :(

    :nick3:

  • Tag 14 - Kalahari-Dünen (28.03.2019)

    Wetter: sonnig, heiß bis 35°

    Heute Morgen ging es Andrea wieder ein wenig besser, so dass sie mich zum Sonnenaufgang begleitete. Die Köcherbäume sehen auch morgens wunderschön aus.

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    Spaß hatten wir an diesen Papageien, die im großen Nest der Webervögel nicht nur geduldet, sondern sogar gerne gesehen werden, verrichten sie doch einige Hausmeistertätigkeiten für die kleinen Webervögel :-).

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    Nach einem schönen Frühstück im Freien verabschiedeten wir uns von unserem Gastgeber und fuhren straight Richtung Osten. Wir wollten die nächsten Tage im Kgalagadi Transfrontier Park verbringen und hatten - um unnötigen Stress zu vermeiden - für die kommende Nacht eine schöne Lodge direkt vor der südafrikanischen Grenze gebucht. Je weiter wir Richtung Osten fuhren, desto stärker waren die Querdünen der Kalahari - Wüste zu sehen und zu spüren. Die Dünen wurden immer höher und die Täler dazwischen immer tiefer, da konnten sich ganze LKW's verstecken. Ab und zu hielten wir an und schauten uns in Ruhe im - es hetzte uns ja keiner ;-).


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    So kamen wir erst gegen 14:00 Uhr in der Kalahari Game Lodge an und bezogen unser kleines, aber sehr niedliches Chalet.


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    Die Lodge ist wirklich super schön:


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    Die gebuchte Löwentracking-Tour verschoben wir auf Anraten der Lodge auf den nächsten Morgen, denn es war wieder so heiß, dass die Löwen sehr wahrscheinlich in irgendeiner Ecke unter'm Baum lagen und pennten (Katzen halt ;-) ). Wir legten uns ein paar Minuten hin und plötzlich ging es Andrea extrem schlecht. Rasender Puls, Schwindel, Übelkeit,.... - und keine Idee, was es war und was wir dagegen tun konnten. Mittlerweile machten wir uns große Sorgen und befürchteten, dass es Andrea von Tag zu Tag (noch) schlechter gehen würde - keine guten Voraussetzungen, um in die Wildnis eines Nationalparks zu fahren. Wir entschieden, den nächsten Morgen abzuwarten.

    Während Andrea das Bett hütete, lief ich ein wenig im Bereich der Lodge herum, aber war nicht wirklich bei der Sache.


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    Zum Dinner stand Andrea auf und begleitete mich tapfer ins Restaurant, nur um 5 Minuten später zu kapitulieren und wieder ins Bett zu kriechen. Das Essen in der Lodge war, soweit ich mich noch erinnern kann, recht lecker.

    Unterkunft:

    Kalahari Game lodge


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  • Tag 15 - eine vernünftige Entscheidung (29.03.2019)


    Wetter: sonnig und heiß, 35°


    Noch vor dem Wecker waren wir wach und ein Blick in Andrea's Gesicht reichte aus - ihr ging es noch übler. Ich stand auf und ging zur Lodge, um das Löwen-Tracking abzusagen. Ich schilderte unsere missliche Lage und erlebte überwältigende Hilfsbereitschaft: uns wurde ein Arzt in Keetmanshop empfohlen; sobald die Praxis geöffnet hatte, rief die Angestellte unserer Lodge dort an und vereinbarte für 11:50 Uhr einen Termin. Ein wenig schluckte ich schon - hatte ich doch 3:40 Minuten Zeit für eine Strecke, für die wir gestern über 5 Stunden gebraucht hatten... aber egal, wird schon gehen. Wir (bzw. ich) frühstückten noch schnell und verabschiedeten uns herzlich. Eine nette Überraschung gab's noch beim Bezahlen: wir mussten weder das gebuchte Liontracking noch das Abendessen für Andrea bezahlen - super!

    Ich klemmte mich hinter's Lenkrad und fuhr zügig und konzentriert ohne Pause bis Keetmanshop. Dank Navi fanden wir die Praxis sofort und auf die Minute genau um 11:50 Uhr waren wir da - Punktlandung! Ich ließ Andrea kurz alleine und fuhr zum Central Lodge, um dort ein Zimmer für die kommende Nacht zu buchen. Obwohl erst Mittag konnte ich sofort einchecken, klasse! In der Praxis musste ich noch ein wenig warten, bis Andrea wieder aus dem Behandlungszimmer zurückkehrte. Die Diagnose lautete profan "Vertigo", also Schwindel, vermutlich hervorgerufen durch eine Entzündung im Ohr und durch die unebenen Straßen. Wir waren extrem erleichtert, hatten wir doch mit viel Schlimmerem gerechnet. Wir mussten noch knapp eine Stunde warten, bis die Medikamente für uns bereit standen (in einem separaten Döschen, abgezählt und mit einer genauen Beschreibung, wie die Tabletten zu nehmen sind) und gingen dann langsam zur Central Lodge.


    Für uns stand fest, dass wir trotz der eher günstigen Diagnose nicht in den KTP fahren wollten, denn die Pisten dort hätten Andrea's Zustand nicht unbedingt verbessert. Außerdem wussten wir auch nicht, wie schnell die Medikamente anschlagen würden und wollten kein Risiko eingehen. So buchte ich uns für die nächsten Tage ein paar Lodges Richtung Windhoek, möglichst nahe an geteerten Straßen und mit einem gewissen Verwöhn- und Erholungspotenzial. Die Übernachtungen im KTP stornierte ich schweren Herzens. Abends ging es Andrea schon etwas besser und nach 3 Tagen konnte sie endlich wieder eine Kleinigkeit essen.


    Fotos haben wir heute keine gemacht.


    Unterkunft:

    Central lodge


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  • Oha, Vertigo ist für den / die Betroffene wirklich schlimm. Musste ich vor ein paar Jahren bei meiner Schwester miterleben, als sie bei uns zu Besuch war. Die hat auch richtig gelitten, mit Übelkeit, Erbrechen usw. Wir mussten auch mit ihr ins Krankenhaus. Beim Rückflug musste sie tatsächlich Hilfe-Service in Anspruch nehmen, so schlecht ging es ihr. Sowohl in Hamburg, als auch beim Umsteigeflughafen musste sie im Rollstuhl gefahren werden. Hat auch zu Hause noch ein paar Wochen gedauert, bis alles wieder in Ordnung war. Seitdem macht meine Schwester keine Langstreckenflüge mehr allein.

  • Der Sonnenaufgang steht dem Sonnenuntergang mit Nichts nach, ganz klasse Fotos. :daumen1::daumen1:


    Die Pisten sehen ja wirklich krass aus, da kann einem aber auch schwindlig werden.


    Vertigo hatte ich mal über Monate immer wieder, das war kein Spaß. Nicht schlimm, aber kann einen schon mal außer Betrieb setzt - Vor allem im Urlaub und auch mit dem Rückflug im Nacken nicht schön.

  • Die Kalahari Game Lodge sieht toll aus.

    Eine nette Alternative zum KTP, wenn man nicht unbedingt Selbstversorger machen will.


    Vertigo hatte ich auch schon. Ich dachte ich wäre besoffen+ Karussell gefahren gleichzeitig.

    Wusste nicht mehr wo oben und unten ist. Zum Glück ging das schnell wieder weg.

    Ganz schlimm!

    Da habt ihr richtig entschieden; im KTP ist man ja auf sich gestellt.


    LG yvy

  • Ich verzichte mal auf's Zitieren, aber ich bin schon geplättet, wie häufig Vertigo verbreitet ist.


    Möglicherweise hätten wir uns anders entschieden, wenn wir die Medikamente dabei gehabt hätten UND gewusst hätten, was es denn ist. Die Angst hat das Ganze noch schlimmer gemacht.


    Danke für Euer Lob.

  • Die Angst hat das Ganze noch schlimmer gemacht.

    Das glaube ich gern.

    Ich hatte eine längere Zeit schwere Schwindelanfälle. Ich weiß wie fies das ist. Und natürlich ist die Angst groß, wenn man nicht weiß was im Kopf abgeht. HNO brachte nix. MRT war glücklicherweise ohne Befund. Tabletten? Na ja. War immer eine Notvariante.

    Durch Zufall ein Video gesehen in dem eine Übung vorgeführt wurde. Und ja. Bei mir war es der Atlas ...:aug:


    Ansonsten...klasse Fotos. Diese Köcherbäume sehen ja klasse aus. Die haben etwas von den Boabs in Australien und sehen immer vor einmaligen Himmel gut aus :daumen:

  • Hallo yvy, noch nicht Ende, nur eine schöpferische Pause :blush:. Diese Woche geht es weiter, versprochen.

  • Tag 16 – Start ins Verwöhn-Programm (30.03.2019)

    Die Nacht war erholsam, die Tabletten schlugen an – wir waren deutlich besserer Laune als in den letzten Tagen. Wir frühstückten in Ruhe und fuhren bequem über die B1 Richtung Norden. Die Fahrt war ruhig, ereignislos und vor allem ohne „Schwankungen“ – gut für die Vertigo-Leidende ;). Zwischendurch zog sich der Himmel mit spannenden Wolken zu, aber Regen gab es nicht.


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    Gegen Mittag kamen wir an der Red Dune Lodge an, eine Luxus-Lodge, die wir uns zum Ausruhen gönnten. Unser Chalet war wunderschön, das Highlight war der überdachte Terrassenbereich mit wunderschönen, bequemen Möbeln, die wir auch sofort in Beschlag nahmen und uns ein wenig ausruhten.


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    Irgendwann musste ich mich ein wenig bewegen und ging einen ca. 7 km langen ausgeschilderten Wanderweg. Während ich fast vergebens nach Tieren Ausschau hielt....


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    ..war Andrea bequem von der Terrasse aus deutlich erfolgreicher.


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    Die Herde kam mir am Ende der Wanderung dann auch entgegen.


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    Wir fühlten uns pudelwohl. Das einzige, was uns nicht so gefiel, waren die vielen riesigen Tausendfüssler, die überall rumkrabbelten.


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    Keine Ahnung, ob die immer dort sind oder gerade Hochsaison war. Glücklicherweise war die Lodge darauf eingestellt – die Wege waren durch Steine geschützt, so dass man auch nachts keine Angst haben musste, auf so ein Vieh zu treten.


    Wir ruhten uns noch ein wenig aus und freuten uns dann auf die Safari, die wir für abends gebucht hatten. Andrea nahm vorsorglich noch eine „Notfall-Schwindel-Tablette“ und hatte – so viel kann ich vorwegnehmen – so gut wie keine Probleme.


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    Was sofort auffiel – im Gegensatz zu allen anderen Landschaften waren hier unglaublich viele Blumen zu sehen. Vermutlich hatte es – lokal eng begrenzt – vor einigen Wochen geregnet, und die roten Dünen waren von zart gelben Blumen bedeckt. Dazu Sonne, kombiniert mit dunklen Wolken – perfekt!


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    Die Safari war sehr ergiebig. Neben den üblichen Verdächtigen wie z.B. Oryx, Gnu’s und Erdmännchen konnten wir einen Blick auf einen Albino-Wasserbock und als Krönung eine 2 Meter lange Kap-Cobra sichten.


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    Auch der Sonnenuntergang war sehr schön...


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    und zufrieden ließen wir uns zur Lodge kutschieren, um dort ein leckeres 5-Gänge-Menü zu genießen.


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    Zufrieden gingen wir schlafen.

    Unterkunft:

    Red Dune Lodge