Sie sind nicht angemeldet.

1

14.10.2012, 15:49

Südafrika - Malariaprophylaxe, ja oder nein

Als wir 1996 und 1998 in Südafrika unterwegs waren, haben wir Malaria Prophylaxe gemacht

Da ja jetzt einige in SA unterwegs waren, stellt sich mir die Frage, habt Ihr auch Malaria Prophylaxe gemacht oder nicht. 1998 hieß es, es sei nicht unbedingt notwendig, wenn man eine eventuelle Erkrankung gleich behandeln würde, aber ich weiß nicht :gru1:

Das Thema wurde schon kurz in Joes Thread behandelt, da das aber von Wichtigkeit für alle künftigen SA-Reisenden ist, würde ich gerne alle Meinungen dazu in diesem Thread sammeln

2

14.10.2012, 16:03

Wir haben Malariaprophylaxe betrieben. Vom Hausarzt verschrieben Malarone. 1 Tag vor Einreise in das Malariagebiet genommen und noch 7 Tage danach. Meine KK (TK) hat die Kosten dafür übernommen, die meiner Eltern AOK nicht. Kosten pro Packung 60€. Sind aber sehr gut verträglich. Wir 3 hatten keine Nebenwirkungen.
Hier ein Link zu den betroffenen Gebieten in SA Südafrika Nicht Malaria Freie Zonen
Bestimmte Mittel nur als Stand By mitzunehmen, würde ich nicht. Wäre mir zu heiß und ich würde bei den kleinsten Anzeichen anfangen die Tabletten zu schlucken. Ich bin eher der vorsorgliche Typ.

Andreas

3

14.10.2012, 16:18

Als wir 2010 waren, haben wir keine Malariaprophylaxe vorgenommen.

Würde ich auch nicht tun. Auch die Prophylaxemittel sind kein sicheres Medikament, um Malaria vorzubeugen.

Bei Anzeichen einer Erkältung würde ich gleich zum Arzt gehen und mich testen lassen.
Gruß Doris

4

14.10.2012, 16:41



Bei Anzeichen einer Erkältung würde ich gleich zum Arzt gehen und mich testen lassen.


Dann ist es aber schon zu spät. Das Zeugs bekommst du ja nicht mehr los.

Andreas

DocHoliday

UNA Moderator

  • »DocHoliday« ist männlich

Beiträge: 16 112

Wohnort: Duisburg

Beruf: Wie der Name schon sagt

  • Nachricht senden

5

14.10.2012, 17:06

Auch die Prophylaxemittel sind kein sicheres Medikament, um Malaria vorzubeugen.



Legst Du auch beim Auto fahren den Sicherheitsgurt nicht an, weil er kein 100% sicheres Mittel ist, um Verletzungen vorzubeugen?
Gruß

Dirk

utahjoe

unregistriert

6

14.10.2012, 17:25

Für den mittleren Krugerpark und die privaten Game Lodges ist in den dortigen Wintermonaten keine Prophylaxe notwendig.
Es gibt dort nicht mal Insekten um die Zeit.
Landkarte

Ansonsten gilt, dass die meisten westlichen Safarigebiete im Krugerpark inoffiziell als Malaria frei gelten. Diese Auskunft erhält man zwar nicht offiziell ist aber allgemein bekannt. Unsere Safari-Lodge gibt das sogar auf der www-Site an.
Es ist nicht norwendig in Südafrika Malariaprophylaxe zu machen, mit Ausnahme der nordwestlichen Ecke Natals. Standby Medikamente kann man mitnehmen, ist aber in ZA nicht unbedingt notwendig.
Das extremst geringe Risiko kann man nahezu auf null zurückfahren, wenn man zwischen Juni und Oktober unterwegs ist.
Außerhalb der westlichen Gebiete Südafrikas gibt es keine Malaria.

Bedenkt bitte folgendes:
Ich bin kein Arzt, nur interessierter und informierter Laie.
Das Wissen der Tropeninstitute und diverser www-Sites ist nicht immer sehr realistisch und von "Vorurteilen" geprägt.
Im Zweifel ist Insektenschutz noch immer die beste Prophylaxe.
Im Zweifel wird man von Einheimischen die besten Ratschläge bekommen.
Lariam als Prophylxe ist ein gefährliches Mittel. Die Nebenwirkungen sind sehr problematisch.

Ich weiß zwar, dass das Dirk etwas anderes sehen wird. Allerdings würde ich solche Infos nicht leichtfertig verbreiten.



Joe

DocHoliday

UNA Moderator

  • »DocHoliday« ist männlich

Beiträge: 16 112

Wohnort: Duisburg

Beruf: Wie der Name schon sagt

  • Nachricht senden

7

14.10.2012, 17:56

Das ist eine Diskussion, die schon in diversen Afrika-Foren mehr oder weniger kontrovers geführt wird.
Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, diese Diskussion hier erneut zu führen. Ich sage dazu nur so viel: Ich habe bei meiner letzten Namibia-Reise (zu Beginn der Regenzeit) und auch in Südafrika Malariaprophylaxe gemacht.

Das Wissen der Tropeninstitute und diverser www-Sites ist nicht immer sehr realistisch und von "Vorurteilen" geprägt.


Klar, die Sicht der Wissenschaftler ist von Vorurteilen geprägt, und die Aussagen von Lodges, die die Ängste potentieller Gäste beruhigen wollen, von denen sie leben, sind völlig objektiv.

Ich weiß zwar, dass das Dirk etwas anderes sehen wird. Allerdings würde ich solche Infos nicht leichtfertig verbreiten.


Danke für die Unterstellung, ich würde leichtfertig Infos verbreiten.


Malaria ist eine potentiell tödlich verlaufende Erkrankung, also bleibe ich im Zweifel auf der sicheren Seite. Malarone ist ein gut verträgliches, nicht allzu teures Medikament. Ich vertrage es gut, also gibt es für mich überhaupt keinen Grund, ein Risiko einzugehen und mich statt auf Wissenschaftler, die sich mit diesen Erkrankungen und ihren Folgen beschäftigen, auf die Aussagen der Tourismusindustrie zu verlassen.

Wichtig bei der Malariaprophylaxe sind:

1. Expositionsprophylaxe: Tragen langer Hosen und langarmiger Hemden in den Abendstunden (dann sind die Anophelesmücken, die die Erreger übertragen, aktiv), Insektensprays (Peaceful Sleep o.ä.) und evtl. vor der Reise mit Insektenrepellants behandelte Kleidung, Moskitonetz über dem Bett.

2. Je nach Malariarisiko in der entsprechenden Gegend Mitnahme von Medikamenten zur Therapie einer bereits eingetretenen Malaria oder medikamentöse Prophylaxe mit entsprechend auf die Resistenzlage in der besuchten Gegend abgestimmten Medikamenten.

Die Entscheidung, ob man eine medikamentöse Prophylaxe durchführt oder nicht, ist eine Risikoabwägung, die jeder für sich durchführen muss. Pauschalaussagen halte ich dabei für wenig hilfreich.
Gruß

Dirk

utahjoe

unregistriert

8

14.10.2012, 18:00

Zitat von »utahjoe«
Ich weiß zwar, dass das Dirk etwas anderes sehen wird. Allerdings würde ich solche Infos nicht leichtfertig verbreiten.



Danke für die Unterstellung, ich würde leichtfertig Infos verbreiten.

Vorsicht Dirk.
Was unterstellst Du mir denn da wie einen Quatsch :huch3:
Du solltest mich schon besser kennen.

Ich bezieht sich auf mich.
Ich verbreite die Informationen nicht leichtfertig.

Nichts liegt mir ferner als Dir zu unterstellen leichtferig Infos zu verbreiten.
Mit welcher Begründung denn?



Joe

DocHoliday

UNA Moderator

  • »DocHoliday« ist männlich

Beiträge: 16 112

Wohnort: Duisburg

Beruf: Wie der Name schon sagt

  • Nachricht senden

9

14.10.2012, 18:02

Dann habe ich Dich falsch verstanden. Sorry dafür!
Gruß

Dirk

utahjoe

unregistriert

10

14.10.2012, 18:02

Die Entscheidung, ob man eine medikamentöse Prophylaxe durchführt oder nicht, ist eine Risikoabwägung

Das unterstreiche ich.


Joe

11

14.10.2012, 18:11

1996 und 1998 wurde uns, obwohl wir nur im westlichen SA unterwegs waren, sicherheitshalber die Prophylaxe empfohlen. Wir haben sie gemacht, denn better save than sorry.

So wie es Doc sieht ist es immer noch sinnvoll und anscheinend gibt es mit Malarone ein gut verträgliches Mittel. Wir hatten 1996 und 1998 Lariam und das hab ich 1998 gar nicht mehr gut vertragen :(

12

14.10.2012, 18:29

Auch die Prophylaxemittel sind kein sicheres Medikament, um Malaria vorzubeugen.



Legst Du auch beim Auto fahren den Sicherheitsgurt nicht an, weil er kein 100% sicheres Mittel ist, um Verletzungen vorzubeugen?



Das Anlegen eines Sicherheitsgurtes schadet erstmal nicht meinem Körper. Die Einnahme eines Prophylaxemittels aber primär schon.

Wenn ich in ein malariaverseuchtes Gebiet reisen müsste, wäre die 1. Wahl ein gutes Mückenmittel und lange Kleidung.

Da ich aber eher zu den vorsichtigen Menschen gehöre, werde ich wohl meine Urlaube in anderen Gegenden verbringen.
Gruß Doris

13

14.10.2012, 18:33

Lariam habe ich 1997 in Kenia eingenommen, und das habe ich auch überhaupt nicht vertragen.

Ich würde nur in Gegenden reisen, wo man nichts einnehmen muss.
Viele Grüße
Heike

HeikeMe

Master

  • »HeikeMe« ist weiblich

Beiträge: 11 295

Wohnort: Neuss Allerheiligen

Beruf: Personalerin

  • Nachricht senden

14

14.10.2012, 19:11



Ich würde nur in Gegenden reisen, wo man nichts einnehmen muss.


Ich auch.
LG Heike

utahjoe

unregistriert

15

14.10.2012, 19:12



Ich würde nur in Gegenden reisen, wo man nichts einnehmen muss.


Ich auch.


Aktuell dito.
Ich kann dazu nur noch einmal auf obige, offizielle Karte verweisen.


Joe

DocHoliday

UNA Moderator

  • »DocHoliday« ist männlich

Beiträge: 16 112

Wohnort: Duisburg

Beruf: Wie der Name schon sagt

  • Nachricht senden

16

14.10.2012, 20:19

obige, offizielle Karte


Das ist die Karte eines privaten Touranbieters - offiziell ist daran gar nix. Die offizielle Seite heißt sanparks.org

Und eine Karte auf der das hohe Malariarisiko genau an der Grenze zu Südafrika aufhört, ist m.E. wenig glaubhaft. Oder kriegen Anopheles einfach kein Visum für Südafrika? ;)
Gruß

Dirk

17

14.10.2012, 20:29

Nochmal eine Frage an Doc, Malarone ist anscheinend besser verträglich als Lariam oder? Ich habe mit Vorbeugung kein Problem, aber das Lariam war nicht so toll

18

14.10.2012, 20:35

Also wir haben Malarone gut vertragen.

DocHoliday

UNA Moderator

  • »DocHoliday« ist männlich

Beiträge: 16 112

Wohnort: Duisburg

Beruf: Wie der Name schon sagt

  • Nachricht senden

19

14.10.2012, 20:44

Nochmal eine Frage an Doc, Malarone ist anscheinend besser verträglich als Lariam oder? Ich habe mit Vorbeugung kein Problem, aber das Lariam war nicht so toll


Malarone gilt allgemein als besser verträglich. Ich habe keinerlei Probleme damit gehabt. Aber man sollte sich daran orientieren, was offiziell für das Reiseziel empfohlen wird. Nutzt ja nix, wenn das Zeug gut verträglich ist, wenn die Malariaerreger im Reiseland dagegen resistent sind.
Gruß

Dirk

20

14.10.2012, 20:48

Aber man sollte sich daran orientieren, was offiziell für das Reiseziel empfohlen wird. Nutzt ja nix, wenn das Zeug gut verträglich ist, wenn die Malariaerreger im Reiseland dagegen resistent sind.

Bei uns wäre es der Ostteil von SA, also wohl passend

Also wir haben Malarone gut vertragen.

Danke Andreas :daumen1:

Zurzeit sind neben Ihnen 2 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

2 Besucher